Freitag, 22. Juli 2011

Südtiroler Schlutzkrapfen

Gefüllte Pasta mag ich sehr. Selbst bei uns zählen Ravioles zu den regionalen Spezialitäten, was man nicht unbedingt vermuten würde. Sie sind die kleinsten ihrer Art - zumindest habe ich bisher keine winzigere gesehen. Auch sind sie maschinell gefertigt. Für mich, die ich keine Uhrenmachermentalität habe, schwer vorstellbar, dass man sie von Hand fertigen könnte.

Da kommt mir die Südtiroler Variante der gefüllten Pasta mehr entgegen. Schon Magdis Schlutzkrapfen haben mich gleich angesprochen. Ich habe mich für ein Rezept entschieden aus dem Buch *So kocht Südtirol*. Sehr verwundert hat mich der Teig, der nur mit einem Ei auskommt. Doch er läßt sich prima verarbeiten und geschmeckt haben sie ganz wunderbar. Besonders gut hat mir die Pimpinelle in der Füllung gefallen. Wie meist habe ich das Rezept leicht abgewandelt nach dem Angebot unseres Gartens.

Wir haben dazu einen schlichten Tomatensalat gegessen und fanden uns im Pasta-Himmel wieder. Köstlich! Und ob der Größe der Schlutzkrapfen - ich hatte einen Ausstecher von 7,5cm - keine große Fummelei.
Zutaten:

150g Roggenmehl (m: R997)
100g Weizenmehl (m: T45)
1 Ei
50-60ml lauwarmes Wasser
1 EL ÖL
Salz

Füllung:
150g Spinat gekocht (etwa 300g frisch - m: frischer Mangold)
50g Zwiebel, fein geschnitten
1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt (m: eine ganze)
1 EL Butter
100g Topfen oder Ricotta (m: Frischkäse)
1 EL Parmesan, gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
(m: 2 EL Pimpinelle, fein geschnitten)
1 Msp Muskat
Salz/ Pfeffer
(m: Piment d'Espelette)

braune Butter
Schnittlauch
geriebener Parmesan
Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermischen und auf einer Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. (m: 2 Stunden in Kühlschrank)

Den Spinat fein hacken, die Zwiebeln und den Knoblauch in Butter andünsten, den Spinat hinzugeben und etwas abkühlen lassen (m: Mangold von Stielen befreit und in kochendem Wasser zusammenfallen lassen, abgeschüttet, gut ausgedrückt und fein geschnitten). Mit den restlichen Zutaten für die Füllung vermengen und pikant abschmecken.

Den Teig mit der Nudelmaschine dünn ausrollen und möglichst schnell verarbeiten, damit er nicht austrocknet. Mit einem runden Ausstecher, ca. 7cm, Kreise ausstechen. Die Füllung mittels kleinem Löffel oder Spritzbeutel in die Mitte geben.

Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teig halbmondförmig zusammenfalten. Sofort mit den Fingern die Ränder andrücken. Die Schlutzkrapfen in Salzwasser kochen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und anrichten Mit Parmesan bestreuen und mit etwas brauner Butter und Schnittlauch servieren.
TIP: 50g mehr Topfen und 50g mehr Spinat für die Füllung nehmen damit sie aussreicht diese Teigmenge zu füllen!

Quelle: So kocht Südtirol - H. Gasteiger, G. Wieser, H.Bachmann

Kommentare:

  1. ach die Schlutzer, seit mindestens 3 Jahren wollte ich die auch mal machen. Dein Bericht ist ein Grund, sie in der Liste nach vorne zu holen.

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  2. @Robert: Selbst mit zugebunden Augen und rechter Hand auf den Rücken gebunden werden die Krapfen für dich ein Kinderspiel.

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  3. Ich weiß nicht ob ich es einfach immer überlese, oder ob du es nicht geschrieben hast, aber für wie viele reicht diese leckeren Krapfen? Zwei Personen? Vier?

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    1. Liebe Carlotta, laut Rezept reicht diese Portion für 4 Personen. Ich habe die Portion für uns zu zweit gemacht. Da blieb dann zwar etwas über, aber das verschwand im Laufe des Tages. Wobei wir sehr appetitlich sein können. Es kommt also mit auf die Esser an deinem Tisch an.

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  4. Das Rezept aus dem Buch 'So kocht Südtirol' ist garantiert das Beste..und so leicht abgewandelt wie oben beschrieben noch raffinierter. Für den Teig gibt's hier noch den Extra-Tipp: http://lekkeribon.wordpress.com/2012/11/29/sudtiroler-schlutzkrapfen-rezept/ Also besser geht's dann nicht mehr..(:

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