Samstag, 27. August 2011

Mirabellentarte mit frischgeriebenem Zimt

Dieses Jahr ist in unserer Gegend ein tolles Obst-Jahr! Die Bäume haben im Frühling üppig geblüht und kein Unwetter und keine Plage haben die Hoffnung auf eine reiche Ernte zerstört. Auch unsere kleinen Bäume machen mit der ersten üppigeren Beute Freude. Es war lediglich sehr trocken - außer der kurzen Regenperiode im Juli. Gestern nun hatten wir den ersten Gewitterguß seit ewig... Der Garten dankt es und wir auch, denn mit dem Gießen sind wir nicht mehr zu Rande gekommen.

Tartes sind ja prinzipiell Kuchen, die dem Obst die volle Hauptrolle überlassen. Dennoch finde ich, dass jede Tarte - weil eben ein schlichter Obstkuchen - das gewisse Eßwas braucht, einen Kniff, eine kleine Überraschung. Für mich ist das hier der frisch geriebener Zimt. An einer ordinären Vierkantreibe (auf der *feinen Raffel*) bekommt man Zimtstangen ganz puverig. Ich verspreche euch ein neues Geschmackserlebnis! Denn der frische Zimt hat sogar eine leichte Schärfe!

Zutaten pâte sablée:

220 g Mehl
110 g Butter (kalt)
1 Prise Salz
65 g Zucker
4-5 EL Wasser
1/2 TL Zimt (frisch gerieben)

Belag:

2 EL Mascarpone
2 EL crème fraîche
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Zimt (frisch gemahlen)

77 Mirabellen ;o)

Zubereitung:

Den Tarte-Teig vermengen - dazu Mehl in eine Schüssel geben, Zucker, Salz und Zimt ebenso. Nun die eiskalte Butter in kleine Stücke dazuschneiden. Die Butterstückchen mit den Fingern im Mehl zerkleinern, indem man sie zwischen den Fingern zerreibend mit dem Mehl vemengt. Dabei dürfen ruhig etwas größere Butter-Blättchen übrigbleiben. Sie sorgen später für einen blätterteig-ähnlichen Effekt. Dann soviel Wasser dazugeben, dass man den Teig schnell zu einer homogenen Masse verkneten kann. In Frischhaltefolie packen und mindestens für 1 Stunde, besser etwas länger im Kühlschrank ruhen lassen.

Ausrollen und in die gebutterte Tarteform legen, den überstehenden Rand mit einem Messer rundherum abschneiden. Den Boden mit einer leichten Mehlschicht bedecken und mit der Gabel mehrfach einstechen. Ca. eine halbe Stunde in die Tiefkühltruhe stellen (optional - finde das Ergebnis nicht phenomenal besser)

Den Ofen auf 180° vorheizen. 

Die Tarteform mit Backpapier bedecken, beschweren mit Hülsenfrüchte (saubere, *eingebrannte* kleinen Kieselsteine tuens auch) und 25 min blindbacken.

Den Boden mit der Creme bestreichen, darauf die entkernten Mirabellen setzen und weitere 25 min backen.

Kommentare:

  1. schon mal mit noix de muscade im Teig ausprobiert?

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  2. @Bolli: Hört sich nach einem guten Kniff an - wird ausprobiert! Danke für den Tipp!

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