Sonntag, 14. Juli 2013

Das ultimative Erdbeer-Eis

Sorry Mädels, diese Pranke ist bereits vergeben...
... würde es Jamie Oliver wohl nennen. Oder *Best Strawberry-Icecream ever*. Ich bin da ja WESENTLICH bescheidener und nenne es schlicht *Das beste Erdbeereis meines bisherigen Lebens* .

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, habe ich mir zweierlei Erfolgsprinzipien zu nutze gemacht: ein Johann-Lafer-Rezept als Ausgangsbasis und das Konfieren. Dass ich unter die Top Ten zähle der weltweit größten Fans was das Ofenrösten angeht, hat sich wohl mit dem Bloggen herum gesprochen. Entziehe im Ofen Obst oder Gemüse etwas Wasser und du mulitplizierst den Geschmack. Kleines Küchen-Einmaleins.

Die Blumenkohl-Lasagne oder die Blumenkohl-Pasta, dieser Rote Bete-Salat, DAS Apfelmus oder die ofengerösteten Tomaten, ohne die ich nicht mehr kochen wollte, sollten als Erinnerung genügen. So habe ich es dann also auch mit den Erdbeeren gemacht - wie schon Sprouted Kitchen.

Um den Geschmack aber vorallem auf die Erdbeere und nicht auf das Konfieren zu lenken, habe ich beides verwendet: zur Hälfte Erdbeeren in unbelassener Natur und zum anderen Teil geröstete Erdbeeren. Für ein Eis von 750ml brauche ich 650g Erdbeeren. Ein Verhältnis, das Bände spricht. Mehr allerdings bringt immernoch der Selbstversuch: Nachmachen ;)!
Zutaten:

250g Erdbeeren
400g Erdbeeren zum Confieren
(ergibt nach dem Confieren etwa 250g)
250ml Milch
250ml Sahne
100g Zucker (m: sehr guter Vollrohrzucker)
1 kleiner Zweig Verveine
2 Eier (Größe M)
2 Eigelb (Größe M)
Zubereitung:

Ofen auf 135° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und 400Gramm Erdbeeren halbieren und auf das Blech legen. 25 Minuten im Ofen rösten und in einer Schüssel abkühlen lassen.

Die restlichen Erdbeeren vierteln und zu den confierten in die Schüssel geben (Gesamterdbeermenge sollten 500g sein). Milch mit dem Verveine in einen Topf geben. Die Sahne zugießen, den Zucker über die Sahnemischung streuen und aufkochen.

Eier und Eigelbe mit einem Schneebesen in einer großen Schlagschüssel verrühren. Die Schüssel auf ein heißes Wasserbad setzen. Die heiße Verveine-Sahne unter ständigem Rühren zu den Eiern gießen.

Die Masse über dem heißen Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Bei einer Temperatur von 75-80° bindet die Ei-Sahne-Mischung. Die Konsistenz der aufgeschlagenen Masse prüfen, indem man mit einem Löffel durch die Masse zieht. Wenn sich beim Pusten auf dem Löffelrücken eine *Rose* bildet, ist die richtige Konsistenz erreicht.

Die Masse vom Wasserbad nehmen, die Erdbeeren zufügen, mit einem Pürierstab fein mixen (wer mag durch ein Sieb) in eine Schüssel gießen. Im Kühlschrank ganz runterkühlen lassen. Dann die Eismasse in einer Eismaschine cremig frieren.
Inspiration:Johann Lafer/ Sprouted Kitschen

Kommentare:

  1. Coole Eisform :-)

    Ein Erdbeereis mit perfekter Konsistenz suche ich auch noch und hab noch keines gefunden.
    Die Idee mit den teilconfierten hört sich gut an und dass der andere Teil roh bleibt, genau so.

    püüh... so viele Ideen wieder, hab mich gerade bei Sybille in die Amarenakirschen verliebt und die Saison für beides läuft ja auch nicht unbegrenzt, was mach ich nun zuerst :-D

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  2. Lafer ist eine Bank und das Confieren auch! :-) Einen Tomatenvorrat werde ich mir dieses Jahr definitiv zulegen und Erdbeereis? Hmmm... damit tue ich mich ein wenig schwer. Ich mag Haselnuss am liebsten und bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Rezept. Bislang waren alle Versuche nicht zufriedenstellend...
    Wünsche dir einen wunderschönen Restsonntag!

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  3. schon beim lesen offenbart sich mir zweierlei:
    1. das muss so lecker sein, ich möchte unbedingt welches haben.
    2. puh, so viel arbeit, dafür bin ich zu faul, ich werde nie geschmacksbekanntschaft damit machen vermutlich.
    verzückte und zugleich ein klein wenig selbstunzufriedene grüße an dich!
    °ulma

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  4. mmmh, sieht verführerisch cremig und fruchtig aus!
    herzlichste grüße & wünsche
    amy

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  5. @Britta: Tja, das Eis ist halt in jeder Hinsicht ne Rakete :O)!

    Und da ich bei unserem Nachbarn super frische Eier von *Wild*-Hühnern kaufen kann, habe ich prinzipiell nichts gegen Eier auf Eierbasis. Dieses hier wird sehr cremig, aber mit Kondensmilch und Invertzucker wirds auch toll (wobei hier der Vollrohrzucker mehr Frucht gibt).

    Hach Britt, was soll ich sagen, wir habens als Foodblogger nich einfach ;)

    @Eva: Ohne Eis geht ja, aber ohne die Ofentomaten geht gar nicht!

    @Mme Ulma: Jaha, Madames mit Löwenherz-Kinder nehmen die Abkürzung (allerdings nicht ohne die Hälfte der Erdbeeren in den Ofen zu schieben) und machen dieses Eis:
    http://www.kuechengoetter.de/rezepte/Eis/Zartschmelzendes-Erdbeereis-1839935.html

    @Amy: Wenn wir das Eis jetzt noch zusammen vor dieser Wand (du weißt schon) essen würden... großes Kino :)
    herzliche Grüße zurück...

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  6. Jetzt heisst es nur, die gleichen Eisförmchen in richtig GROSS zu finden!
    Liebe Grüsse zum Montag in den Südosten!

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  7. Ich habe kürzlich Erdbeeren mit etwas Balsamico im Backofen "geröstet", die eigentlich Grundlage für ein Eis werden sollten - das Ergebnis hat mich aber gar nicht vom Hocker gehauen, war für mich so weit von der frischen Erdbeere weg, dass ich gar kein Eis daraus gemacht habe.

    Ich mag ja auch die roh gerührte Erdbeerkonfitüre lieber als die gekochte - vielleicht bin ich eher auf den frischen Geschmack konditioniert.

    Du kombinierst beides, vielleicht ist das der Trick?

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  8. @Svea: Für diese stattliche Männerhand fand ich die Kindereis-Größe besonders pittoresk! Viele liebe Grüße zurück...

    @Petra: Erdbeeren sind roh einfach am besten. Ich bin überhaupt kein Fan von gebackenen Erdbeeren in einem Kuchen. Und Confieren verändert ja auch meist den Geschmack - was man bei der Erdbeere unmöglich wollen kann. Aber die Kombi von beidem ist schlicht super.

    Das Eis schmeckt so einfach besonders erdbeerig. Zudem kommt der Vollrohrzucker, der ja zusätzlich sehr fruchtig ist. Ich kanns nur empfehlen. Erst gestern gabs nochmals einen Becher mit frischen Erdbeeren und Sahne dazu. Wir haben gegrunzt ;O)

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