Mittwoch, 30. Januar 2013

Zum Reinsetzen: Türkischer Mangold-Eintopf

Als langjähriger Chili & Ciabatta-Leser huschen meine Augen beim ersten Aufrufen stets über Bilder und Rezept, um zuerst nach dem für mich Essentiellen zu schauen: Petras Anmerkungen.

Dass ich stets wie paralysiert auf Wörter dort wie etwa *Favorit*, * Gäste-Ordner* oder *Knaller* reagiere, habe ich schon öfters laut gemacht - und durch promptes Nachkochen demonstriert. Aber s-e-l-b-s-t-v-e-r-s-t-ä-n-d-l-i-c-h reagiere ich ebenfalls unverzüglich, wenn ich auf Sätze wie: *Für mich wieder eines der ganz einfachen Essen, in die ich mich reinsetzen könnte* gestossen bin.

Die Schwierigkeit besteht dann lediglich für mich beim Posten eines solchen Rezeptes, dass ich Petras Anmerkungen oder Beurteilungen nur genauso wiederkäuen kann. Die minimalen Abwandlungen meinerseits an dem Eintopf ändern an Petras Badewanne nichts!
Zutaten:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Mangoldstiele
2 EL Olivenöl
250g Hack
250g Mangold
2 Karotten
100g Erbsen
100g Reis
ca. 250ml Fleischbrühe
Paprika
Harissa
Salz, Pfeffer
300g griechischer Joghurt (m: eigener)

Zubereitung:

Mangold von den Stielen befreien und waschen. In kochendem Wasser die Blätter zusammenfallen lassen und in kaltem Wasser abschrecken. Fein schneiden.

Zwei Eßlöffel Mangoldstiele fein schneiden.

Zwiebel, feingeschnittene Stiele und Knoblauchzehen in Olivenöl anbräunen. Hackfleisch dazugeben und kräftig anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika gut würzen. Den Reis einrühren. Geraffelte Möhre und Spinat zugeben, mit soviel Brühe aufgießen, bis alles gut bedeckt ist und aufkochen. Bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Reis weich, aber noch körnig ist. Evtl. noch mehr Brühe angießen.

Unmittelbar vor dem Essen den Spinattopf mit dem Joghurt verrühren und mit etwas Paprikapulver bestreuen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Mädchenteller mit dem Blubb: Spinat-Käse-Ravioli mit Tomatensugo

An Popeye ist nicht nur seine Anker-Tätowierung cool, sondern er weiss zudem, was schmeckt: Spinat! Ich liebe Spinat, egal wie kombiniert oder verpackt. Gerne auch in Ravioli.



Experimentiert habe ich, wie sich diese Füllung - geschmacklich jenem mit dem Bubb sehr nahe - je nach Grösse macht, gross nudelumantelt oder kleiner. Eindeutiger Favorit waren die kleinen auf dem Nudelbrett geformten.



Nur hätte ich mir die Füllung mit mehr Stand und weniger flüssig gewünscht. Eigentlich dachte ich, dass mir die Brösel und das Eigelb zum Stocken reichen sollten. Jemand eine andere Idee?



Und jaaaa, die Marienkäfer-Teller-Deko lässt an Mädchen mit Affenschaukel-Frisur denken... was so nicht gewollt war... Womit ich umgehend erneut auf die Workshop-Idee verweise....
Zutaten um 3 Raviolibretter zu füllen:



150g Mehl
50g Dinkeldunst
2 Eier
1 EL Olivenöl
1 Pr Salz



Füllung
300g Spinat
1 Knoblauchzehe
40g Crème fraîche
50g geriebener Comté
1 EL Semmelbrösel
1 kleines Eigelb
Salz, Pfeffer
Muskat



1/2 TL Zitronenschalen-Abrieb
Piment d*Espelette 



Zubereitung:



Pastateig wie gewohnt verkneten und kühl stellen für mindestens 2 Stunden.



Spinat waschen, von den Stielen befreien und in kochendem Wasser kurz zusammenfallen lassen. Mit eiskaltem Wasser abschrecken und gut ausdrücken.



Die Zutaten für die Füllung vermengen und pürieren.



Den Pastateig auswellen (m: mit marcato bis Stufe 6 von 7 und dann von Hand weiter ausgerollt). Mit Hilfe des Raviolibretts den Teig mit der Spinat-Käse-Crème füllen. Die Ränder mit einem Pinsel mit etwas Wasser leicht anfeuchten und eine Teigplatte darauflegen. Raviolibrett stürzen und den Konturen nach, die einzelnen Ravioli nachschneiden.

Zusammen mit einem Confit der ofengeröstete Tomaten servieren.

Freitag, 25. Januar 2013

Globalplayer Kürbis - mit Lauch in einer Quiche

Böse Zungen behaupten ja, Tarte und Quiches wären so eine Art Verlegenheits-Essen, das nur noch dadurch verlegen gesteigert werden kann, indem man entweder Zucchini oder Kürbis darin verschwinden lässt. Hmmm, habe ich dem ernsthaft etwas entgegen zu setzen, dass ich mir in ganzem Umfang selbst abnehmen würde?

Bon, fange ich so an: Das A und O einer guten Quiche ist ihre Konsistenz. Beim Anschneiden (warm) darf sie keinesfall davonschwimmen, wenn sie sich eine höhere Bewertung erhofft. Zu üppig mag ich sie wiederum nicht, was allerdings eine persönliche Vorliebe ist. Hingegen sind wir uns bestimmt alle einig, dass eine Quiche fein abgeschmeckt sein muss. Wer will mit Essen schliesslich langweilen. Das wäre nun ein schlimmer Frevel. Schlimm. Wirklich schlimm. Um Äonen schlimmer als in die Füllung einer Quiche etwa stadtbekannte Langeweiler wie Zucchini oder Kürbis zu versenken.

Und jetzt selbst auf die Gefahr hin, dass dies nun ein wenig nach Eigendünkel riecht: ich mochte diese Tarte mit dem knusprigen Rand und der standhaften Füllung besonders gerne! Vielleicht fällt es mir schlicht leicht, mich für Gemüse am Rande der Beliebtheit einzusetzen. Mit Mission lebt es sich irgendwie engagierter :)! Und wo ich mich gerade in Schwung rede: Kürbis gibt es nicht nur das ganz Jahr über, fast habe ich den Eindruck es gibt in sogar weltweit. Ja, er ist wohl der Kosmopolit unter den Gemüsen, ein echter Globalplayer. Wem das kein *WoW* entlockt...
Zutaten (24cm Durchmesser):

150g Mehl (m: Dinkel 1050)
90g Butter
1 EL Weißweinessig
1 Ei (klein)
1 Pr Salz
etwas kaltes Wasser

300g Kürbis (m: halb Butternut/ halb Hokkaido)
3 Stangen junger Lauch
50g Speck
3 EL Petersilie
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
Muskat
Harissa
130g crème fraîche (m: 15%)
2 Eier (klein)
60g geriebener Comté (Emmentaler...)
Zubereitung:

Tarteteig wie gewohnt zubereiten und kühl stellen. 

Lauch in feine Ringe, Speck in feine Streifen schneiden. Beides in 1 EL Butter anschwitzen. Butternut schälen und beide, Butternut und Hokkaido grob raspeln. Käse reiben.

Ofen auf 200° vorheizen

Tarteform buttern, Tarteteig auswellen und die Form mit einem Rand damit auslegen

Eier mit Crème verrühren, würzen und mit dem Pfanneninhalt und dem gerapselten Kürbis vermengen. Kräuter unterrühren, ebenso den Käse.

Füllung auf dem Tarteboden verteilen, glatt streichen und 40 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und servieren.

Dienstag, 22. Januar 2013

die größte Tempelstadt der Welt

Unmöglich, den Gesamteindruck der Ausmaße dieser Tempelstadt in Worte fassen zu wollen. Selbst tagelange Erkundungen mit dem Motorrad reichen nicht aus, überall gewesen zu sein und alle stillen Ecken erkundet zu haben. Zwischen gigantischen Anlagen aus Stein wuseln auf Ameisengrösse geschrumpfte Touristen auf den Hauptwegen, die wiederum ebenfalls in Zahlen und Nationen nicht anzugeben sind. Viele versuchen das Verarbeiten der Eindrücke dem Fotoapperat zu übergeben oder lassen selbst dies, indem sie Angkor zur Kulisse ihrer Selbstdarstellungen degradieren.

Die ganze Stadt wurde von einer Firma aufgekauft, die wiederum über satte Eintrittsgelder den Rahm abschöpft. Restauriert wird seltenst, und wenn, dann teilweise mehr als erschreckend stümperhaft. Die Datierungen sind widersprüchlichst, das wesentliche Wissen über die Anlagen fehlt fast ganz.

Vielerorts zeugen die Steine noch von dem Gestaltungdrang vor hundertden vor Jahren. Denn wo sich die Reliefs erhalten haben, findet sich keine Fläche, die nicht zumindest mit Ornamenten, Mäandern oder symmetrischen Mustern verziert wäre. Fast im gleichen Maße wird man aber beeindruckt von der Kraft der Natur, die sich ihren Boden gewaltig zurückerobert.

Zweifellos ist wohl jedem klar, der vor den Tempel-Ruinen der Khmer steht, dass die Ambition dieser Architektur nicht dekorativ war, dazu ist alles viel zu streng strukturiert, viel zu logisch aufgebaut, dazu stehen alle unzähligem Anlagen in einem unübersehbaren Zusammenhang und drücken so ein Wissen über die Welt und die Welten aus, das sicherlich auch den Nachkommen mitgeteilt werden sollte.

Es gibt einige "Einweihungskammern", zum Zwecke von Nachtoderfahrungen, manch einer hat es nicht überlebt oder wurde verrückt. und bei dem Anblick der stets individuellen Gesichter der hunderten von Asparas, die es zurück geschafft haben, beschleicht einen die Hoffnung, dass es ein *Drüben* geben muss, denn die nach innen gekehrte Seeligkeit, die sich in diesem geheimnisvollen Lächeln widerspiegelt, ist nicht von dieser Welt.

Sonntag, 20. Januar 2013

Kaffeekuchen oder Kaffee und Kuchen oder Kaffee im Kuchen

Letztes Jahr bei den Exiltibetern in Indien gabs herrlich selbstgebackenen Kuchen in den schlecht beheizten Restos dort. Ein solcher Genuss blieb uns auf unserer Reise bisher verwehrt - ausser vielleicht einem ganz passablen Kokoskuchen. Daher treibt mir allein der Anblick und die Erinnerung an diesen Kuchen die Spucke in den Mund!

So grundeigentlich dünken mir Rührkuchen ein wenig simpel-dümmlich. Was sicher und nur mit diesen französischen Hochglanz-Pâtisserie-Stücken zusammenhängt, die mich ueblicherweise umgeben und an Filigranität normalement nicht zu überbieten sind. Daneben wirkt ein Rührkuchen eben nach MuppetSmörrebröd-Backerei.

Aber hey, mein Lieblingskuchen in Kindheitstagen war ein Rührkuchen und zwar der sogenannte *Kaffeekuchen*. Er wurde sogar so sehr geschätzt, dass ich ihn mir im regelmäsigen Abstand eines Jahres zum Geburtstag gewünscht habe. Unverantwortlich, dass ich diesen Evergreen unter meinen Rührkuchen nicht bereits vorgestellt habe. Und aus Selbsttest-Erfahrung kann ich alle Eltern an dieser Stelle beruhigen: diese Menge an Coffein hat null ADHS-Wirkung auf Kinder.

Einladungen zum Kaffee und einem Stück Kuchen kennen die Fränzis nicht - ist schließlich ein anderer Kulturkreis. Wir geben gerne ein Stück Kuchen deutsches Ambiente in unser Umfeld ab und laden zu einem solch exotisch anmutenden Event à la gâteau et café ein - so plauderts sichs nämlich auch mal unkompliziert nachmittags und ohne Alkohol.

Ein guter Rührkuchen ist das Gegenteil vom Wüste im Mund, ist saftig und hat für mich einen dicken Speckrand, was bedeutet, dass er ist ein wenig zu kurz gebacken wurde. Ein Kuchen à point ist somit einer, der mir einen Takken zu lange im Ofen war. Ich bevorzuge ihn aber wie gerade erklärt weniger kurz in der Pfanne, saignant, blutig, unten glitschig.

Euch deutschsprachigen muß ich eigentlich nicht weiters erklären, dass ein Rührkuchen am zweiten Tag noch besser schmeckt. Und ist ja wohl selbsterklärend, dass die Abstände, in denen es den Kuchen nun gibt, mit eigener Küche bedeutend abgekürzt wurden. Ihr werdet rausfinden, warum, auch ohne Valrhona!
Zutaten:

300g Mehl
150g gemahlene Haselnüsse
250g Butter, weich
5 Eigelb
5 Eiweiß
1 Pr Salz
250g Zucker (m: Rohrzucker, feiner gemahlen)*
3 EL Kakao
1 TL Backpu
1 Päckchen Vanille-Zucker
1 Tasse Kaffee (ca. 140ml/ m: Nesscafé)
Zubereitung:

Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker rühren, bis die Masse aufhellt. Ein Eigelb nach dem anderen schaumig schlagen. Mehl, Haselnüsse, Kakao und Backpu zusammen in eine Schüssel geben.

Den Schüsselinhalt nach und nach abwechselnd mit dem Kaffee unterrühren. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steifn schlagen und mit dem Schneebesen unter den Kuchenteig heben.

Den Backofen auf 170° vorheizen (m: Umluft)

Eine Gugelhupfform sorgfältig buttern und mit Mehl bestäuben. Den Kuchenteig in der Form verteilen

Auf der zweiten Schiene von unten zwischen 45 - 50min backen (m: bei etwa 47min rausgeholt - mit Speckrand/ bei 50min ist der Kuchen à point durchgebacken). Etwa 40min in der Form abkühlen lassen, dann stürzen.

Nach Wunsch mit Puderzucker oder Couverture behandeln...

*Edit '14 - Anmerkung m: Zuckermenge von 300g auf 250g reduziert und mit Rohrzucker gebacken, den ich davor im Blender etwas feiner gemahlen habe - besser so

Freitag, 18. Januar 2013

drei Köche...

Ein bisserl beisst sich das Rosa des Rouge Barbe mit dem Bordeaux der Roten Bete, oder? Also einen solchen Einwand würde ich mir von Farbempflindlichen gefallen lassen. Gewiss bin ich, dass der Teller geschmacklich völlig gelungen war. Aber sowas von. Fisch, Pü und Salat waren jeweils von drei professionellen Köchen, die wissen sollten, was sie tun. Meinereins hat die drei Komponenten lediglich nach dem Baukasten-Prinzip zusammengefügt. So konnte keiner den Brei verderben ;)!

Was ich ja jederzeit - also wenn ich wieder zurück in Europa bin - für eine DER Event-Ideen halten würde, das wäre ein Foodblogger-Workshop zum Thema *Schickes, anständiges, gefälliges Teller-Anrichten*. Ein wenig ärgert es mich ja doch und stetig immer wieder, wenn mir ein Essen wirklich besonders gut geschmeckt hat, aber das Foto diesen Tatbestand nicht im geringsten widerspielen will. Und das liegt sehr oft am Anrichten. 

Sollte hier also jemand mit entsprechenden Möglichkeiten mitlesen (*blinzelblinzel* Richtung Schaltzentrale Zorra) ... bitte... diese Idee ist zum Klauen da. Aber nicht vergessen, mich dann ebenfalls zum Profi-KunstAufTeller-Seminar einzuladen!

Alle Kartoffelbrei-Liebhaber möchte ich hierauf verweisen:

Zutaten:

Kartoffel-Senfpüree
500g Kartoffeln
50g Butter
50g Sahne
50g Milch
50g Dijon-Senf, körnig
Salz, Pfeffer
Muskat
Wallnussöl

Rote-Bete-Salat:

500g Rote Bete
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer
1 EL Zucker
100ml Apfelessig
2 EL Traubenkernöl

Petersilienbutter
1/2 kleine Schalotte
2 EL Butter
1/2 Knoblauch (m: 3 Scheiben)
1 Scheibe Ingwer
1 Streifen Zitronenschale
(m: 1 Streifen Orangenschale)
1 EL feingeschnittene Petersilie
Zubereitung:

Rote-Bete Salat nach Lea Linster:
Die rote Rüben mit der Schale wie Kartoffeln gekocht (etwa 50 bis 60 Minuten), dann werden sie geschält und der Wurzelansatz abgeschnitten. (wenn es mal schnell gehen soll, gehen auch vorgekochte rote Bete aus dem Kühlregal). Die gekochten Knollen in feine Scheibchen und danach in feine Streifen schneiden. Wenn man eine Mandoline hat, geht's schneller, und die Marinade zieht am besten durch und durch. 

Nun eine kleine schöne Zwiebel ganz fein schneiden und dazugeben. Dann Salz und Pfeffer aus der Mühle darüber und einen Esslöffel Zucker. Anschließend  einen milden Essig darüberträufeln wie zum Beispiel Apfelessig  (bitte keinen mit Kräutern oder bizarren Aromen). Dann noch zwei Esslöffel Öl dazu. Am besten Traubenkernöl, da man den Salat im Kühlschrank ziehen lässt und Traubenkernöl bei Kälte nicht dickflüssig wird.

Senf-Kartoffel-Pü :
Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und im kalten, gesalzenen Wasser aufstellen. Nun kochen, bis sie fast schon zerfallen. die Kartoffeln durch ein Sieb aschütten und ausdampfen lassen.

 Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke scheiden und in kaltem gesalzenem Wasser aufstellen. Nun kochen, bis sie fast schon zerfallen. Die Kartoffeln durch ein Sieb abschütten und ausdampfen lassen.
Kräuterbutter nach Schuhbeck:
Milch, Sahne und Butter aufkochen,  die Kartoffeln pressen oder stampfen. Alles zusammen in einem Topf sorgfältig verrühren. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Muskat und Senf abschmecken und mit etwas Wallnusöl verfeinern.

Die Schalotte schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne 1 EL Butter zerlassen und die Schalotte bei milder Hitze glasig dünsten. Die restliche Butter mit dem Knoblauch, dem Ingwer, den Zitrusschalen und dnen Kräutern hinzufügen, 3-4 Minuten darin ziehen lassen und dann wieder entfernen.
Quelle: DPD - Milan/ Rote-Bete-Salat: Lea Linster/ Petersilienbutter: Schuhbeck
1 kgKartoffeln 3 BundFrühlingszwiebeln 100 gDijon Senf gekörnt 100 gButter 100 mlSahne 100 mlMil

Dienstag, 15. Januar 2013

Robinson

...ohne Strom, ohne Handy und ohne Internet. Und wir haben nichts vermisst, nein mehr noch, schön wars, gut tuts.

Sonntag, 13. Januar 2013

vollkornlastiges Urkornbrot in der Holzbackform

Als ich mit dem Brotbacken angefangen habe, verwendete ich die ersten Jahre ausschließlich Vollkorn, den ich mit meiner Getreidemühle gemahlen habe. Überhaupt ist das bis heute eine der Richtungen, wenn man sich über Essen viel Gedanken machen möchte, die mich besonders anzieht: die Vollwertküche.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, in Zukunft zu den Vegetariern überzulaufen. Nur weil ich heute Fleisch esse, heißt das nicht, dass diese Entscheidung in Stein gemeißelt ist. Es gibt auch wirklich gute Gründe, sich vegan zu ernähren. Abenso wie für Vollwert. Aber das wissen wir ja alle.

An der Vollwertküche gefällt mir sehr, dass sie alles so unbehandelt wie möglich aus der Natur verwendet. In Zeiten der Ernährungsindustrie kann das nur gut sein. Denn was durch deren Hände gewandert ist, wird dadurch mit Sicherheit nicht besser. Gestoßen bin ich in diesem Zusammenhang auf Helga Kandler, eine Pionierin der östereichischen Vollwertküche. In dem Kochbuch *Lieblingsmenus aus meiner Vollwertküche* (von Barbara Rütting) sind einige Rezepte von ihr zu finden, aber auch ihre Lebensmaxime: *Schwierigkeiten mit Mut begegnen - Entteuschung mit Frohsinn - und Triumph mit Demut*. Eine Einstellung, die mich beeindruckt. Leider ist sie in den letzten Jahren mit ihrer Vegy-Vollwertstube in Salzburg nicht mehr zu ergoogeln...

Da ihr als meine Leser bestens informiert seit, wie wir uns ernähren, erkläre ich mich nicht weiter dazu. Dennoch ist mir wichtig, dass ich mindestens 1 Brot die Woche backe (zuhause ;) mit überwiegend Vollkorn - soviel ist geblieben ;).

Dieses Brot-Rezept ist von Marlene aus dem Sauerteig-Forum und damit wie stets völlig gelingsicher. Ich habe es auch schon mit meinem Weizen-Sauerteig gebacken und dann den Sauerteig mit Dinkel-Vollkorn angesetzt und im Hauptteig die Mehlsorten leicht verschoben (120g Dinkel 1050, 150g Roggen 1150). Außerdem habe ich dann das Wasser im Hauptteig mit Buttermilch ersetzt. So oder so immer ein gutes Brot.
Zutaten
in Holzbackformen gebacken - 2 Brote für Holzbackform je ca. 500 g

Sauerteig: Stehzeit ca. 15-18 Std. ca. 26°
200 g Roggenmehl VK
200 g Wasser
ca. 20 - 40 g ASG (10-20% der Mehlmenge des ST)

Quellstück: 
Stehzeit mind. 3 – 4 Std. bei Raumtemperatur oder 15-18 Std. ca. 15°
70 g Kamut Schrot fein
70 g Einkorn Schrot fein
70 g Emmer Schrot fein
12 g Salz
210 g Wasser lauwarm

Brotteig:
Sauerteig
Quellstück
80 g Dinkel 1050
200 g Roggenmehl 1150
6 g Hefe
ca 70-80 g Wasser lauwarm - evtl. etwas mehr, falls der Teig zu fest sein sollte.

Zubereitung:

Alle Zutaten vermengen und ca. 6 Min. mit der Küchenmaschine langsam verkneten (Teigtemperatur TT von ca. 27° wäre optimal) – Teig ca. 20-30 Min. ruhen lassen, anschließend auf eine leicht bemehlte Unterlage geben und noch mal kurz kneten. 

Teig leicht mit Mehl bestäuben, halbieren und jeweils rund- und langwirken, mit dem Schluss nach untern in die mit Backpapier ausgelegten Holzbackformen legen. Teigoberfläche mit Wasser bestreichen oder besprühen, mit Schrot bestreuen und abgedeckt gehen lassen.

Gehzeit: ca. 50 - 60 Min. - optimal wären ca. 30-35° bei einer Teigtemperatur ca. 27-29° - bei niedriger Teigtemperatur dauert die Gare entsprechend länger.
Der Teig sollte gut aufgefangen sein, aber noch leichte Untergare haben, damit er im Ofen schön aufgeht (Ofentrieb).

Backen: Ofen rechtzeitig vorheizen auf 250° - Teigoberfläche nochmals befeuchten und die Holzbackformen auf das heiße Backblech stellen.
Backen: 15 Min. – 250° / 10 Min. – 200° / 25-30 Min. – 190-200°
Gesamtbackzeit: ca. 45-50 Min.

Infos zu Holzbackformen:
Diese Formen sind gleichzeitig Gär-und Backform, man kann sie mehrfach benutzen, muss sie dann nur mit einer neuen Backfolie auslegen, diese kann man einfach aus Backpapier in passender Größe ausschneiden und in die Form legen.
Die Brote werden in der Holzbackform ähnlich wie im Holzbackrahmen gebacken, der Teig trocknet nicht so leicht aus und die Krume ist schön saftig. Die Kruste an den Seiten und am Boden ist eher weich, wer mehr Kruste haben möchte kann das Brot die letzten 10-15 Min. ohne Form und Einlage backen. Schöne Kruste bildet sich, wenn man das Brot mit Wasser abstreicht oder besprüht und mit Umluft fertig backt.

In die 500 g-Holzbackformen passen je nach Teigart gut 600 - 650 g Teig.

Info 1-kg-Backform: Beim Backen in der normalen 1-kg-Backform die Teigmenge um ca. 100 g reduzieren und die Backzeit entsprechend verlängern.
Gesamtbackzeit hier ca. 60 Min. Das Backergebniss wird gegenüber der Holzbackform etwas anders sein.

Bezugsquelle Holzbackformen: Teeträume
Quelle: Marlene  - Moderatorin vom ST-Forum

Mittwoch, 9. Januar 2013

Blogbuster - Minestrone nach Jamie Oliver

Diese Minestrone habe ich für einen Tisch voll Menschen zubereitet mit der Gewißheit, dass der Habib und ich am nächsten Tag noch gut davon essen werden. Pustekuchen. Ein Töpfchen zum Fotographieren habe ich noch gefüllt bekommen, das wars. Für einen schnöden Gemüse-Eintopf kam die Minestrone super an.

Aber wir reden schließlich von einer Blogbuster-Minestrone, die durch vieleviele Blogs (s. unten bei Quelle) gewandert ist - eben nicht von ungefähr. Und jaha, vom Jamie, den soviele Blogger ein dickes *Pffff, den mögen wir nicht* entgegenschleudern. Dieses Mal habe ich ein dickes Ass im Ärmel, um das ein wenig zu relativieren, und zwar niemand geringeres als unseren Profi Ralf, der diesen erstaunlichen Kommentar über Jamie hier im Blog zurück ließ: *Das Geniale an J.Oliver ist, dass es kaum jemand gibt, der mehr Menschen fürs Kochen begeistert hat wir er. Schau mal die neuste Kochserie auf SIXX. Das ist Kochbegeisterung pur. Ich zeig solche Filme immer meinen Lehrlingen.*

Und nun kommt als weiteres starkes Pro-Jamie-Argument diese Minestrone dazu - für immer und immer wieder...
Minestrone nach Jamie Oliver
Menge: 4-6 Personen

200g weiße, getrocknete Bohnen, über Nacht eingeweicht
(ersatzweise aus der Dose)
50 g Räucherspeck oder Pancetta, fein gewürfelt
2 kleine Zwiebeln, fein gewürfelt
3 Möhren, geschält und gehackt
2 Stangen Staudensellerie gehackt
1 Fenchelknolle
3 Knoblauchzehen, geschält und fein gewürfelt
1 kleines Bund frisches Basilikum, die Blätter abgezupft,
400 g Dosentomaten (m: ofengeröstete Tomaten)
2 kleine Zucchini, gewürfelt
1 Glas Rotwein
200 g Mangold oder Spinat, gewaschen und mit den Stielen in grobe Stücke geschnitten
(m: Mangold)
700ml Gemüsebrühe
100 g getrocknete Pasta (Spagetti)
Olivenöl und Parmesan zum Servieren

Zubereitung:

Das "soffritto" zubereiten: Dafür wird das Gemüse wie Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch, Möhren und der Fenchel (wenn man hat) ganz langsam gedünstet. Dadurch können sich die Aromen der einzelnen Zutaten wundervoll entfalten und miteinander verbinden.

Für die Minestrone bedeutet das, daß zuerst der Speck etwas angedünstet wird, das o. g. Gemüse dazugegeben und bei niedriger Temperatur und mit halb aufgelegtem Deckel etwa 15-20 Minuten weitergedünstet wird, bis die Zutaten weich sind. Sie sollten auf keinen Fall Farbe annehmen. Den Wein, die Dosentomaten, die Zucchini ( und die weißen Bohnen) zugeben und alles sanft köcheln lassen.

Nach 15 Minuten den Spinat (m: Mangold) zugeben und die Brühe angießen. Die Nudeln ebenfalls in die Suppe einrühren und weiter köcheln lassen, bis die Pasta gar ist.
Wenn die Minestrone zu dick ist, noch etwas Brühe angießen, abschmecken, mit den Basilikumblättern und dem Fenchelgrün bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und servieren.
Am Tisch Parmesan über die Minestrone reiben und geniessen.

Inspiration: beispielsweise Chili&Ciabatta/ von Olls a bissl/  von RezkonvSuite/ von einfach guad/ von flowers on my plate

Sonntag, 6. Januar 2013

Bonjour Alsace: Ravioles de munster aux poires, baies roses et poivre

Zu der Event-Idee Elsaß, welche die liebe Sabine unter der Schirmherrschaft von unser aller Zorra iniitiert, fällt mir Vieles ein. Ich freue mich darauf und bin gespannt, was für eine Sammlung zum Elsaß auf diese Art zusammenkommt - schließlich habe ich meine Sturm-und Drangjahre auf der anderen Rheinseite in Karlsruhe verbracht - und war selbstredend oft *drüben* zum klassischen Flammkuchen-Essen. Ich liebe Flammkuchen, wer auch nicht, egal ob süß oder salzig. Ja, und auch der Münster, ein typischer Käse des Elsaß' fand ich bereits als Kind als schlichtes Stinkkäs-Brot (Münster) mit Zwiebeln sensationell - bis heute (zugegeben sollte man danach keine näheren Turteleien vorhaben ;)

Die Idee zu dieser Pasta, die als Dessert gedacht ist, fand ich auf dem schönen, französischen Blog Délices-eyes (dort kann man überhaupt sehr inspiriert stöbern). Würzig-schmelziger Käse, der aus den ravioles fließt und dazu die karamellisierte Birne - ein Gedicht!

Nebenher muß ich immer schmunzeln, wenn hier in einem Discounter oder Supermarkt mal wieder Elsäßische Wochen sind - da sind dann nämlich meist sehr viele typisch deutsche Produkte darunter. Aber in Süd-Frankreich ist der Ruf des kulinarische Elsaß allemal besser als der des kulinarisch-rustikalen Deutschlands (in dem Zusammenhang fällt nämlich immernoch den meisten Fränzis als erstes Sauerkraut ein - tja, Vorurteile, oh Vorurteile...).
Zutaten:

die Hälfte Pastateig
150g Münster, jung
150g créme fraîche (15%)
Salz, Pfeffer

1 TL rote Pfefferkörner, leicht gemörsert
2 Birnen, rotbackig, in Scheiben
1 EL Puderzucker
2 EL Birnenschnaps
1 Stück Butter

Zubereitung:

Pastateig wie gewohnt zubereiten und kühl stellen. Dann sehr dünn ausrollen (m: marcato bis Stufe 6 von 7, anschließend von Hand  dünner ausgewellt. Quadrate von 8 x 8cm Kantenlänge schneiden.

Münster mit der Crème vermengen, salzen, pfeffern. Die Qaudrate füllen, die Ränder mit Hilfe eines Pinsels mit etwas Wasser anfeuchten, zu Dreiecken formen und gut verschließen. 

(Prima auch vorzubereiten: dafür die fertigen Ravioles auf einem sauberen Küchentuch antrocknen lassen, einzeln nebeneinander auf eine Platte setzen und so einfrieren. Gefroren kann man sie dann platzsparend in eine Tüte verfrachten - Zur Zubereitung gefroren in das kochende Wasser geben und etwas länger kochen lassen)

Die Birnen in dünne Scheiben schneiden. Den Puderzucker in einer Pfanne karamellisieren lassen, die Birnen von beiden Seiten anbräunen lassen, den Schnaps und den roten Pfeffer dazugeben. Am Schluß die Butter einschmelzen lassen.

Die Ravioles in reichlich Salzwasser kochen und zusammen mit den Birnen anrichten und servieren.
Inspiration: Delices-eyes
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