Mittwoch, 19. August 2015

Klabauter-Pudding: Graupenrisotto mit Tomate, Ziegenfrischkäse und Oregano

Zu den öffentlichen Gestalten, die meine Kindheit begleiteten, gehört ganz eindeutig Pumuckl und der Meister Eder. Für Erwachsene eine mittlere Zumutung falls sie über die hohe, hysterisch sich überschlagende Stimme von Hans Clarin (den Pumuckel-Sprecher) stolpern. Also mir dringt diese Stimme heutzutage auch schnell genau an die Stelle ins Gehirn, wo sich sonst Migräne ein Plätzchen sucht.

Als Kind aber fand ich den Klabauter-Pumuckel zum Schießen. Eine meiner liebsten Folgen war die, in der der Meister Eder dem Pumuckl seinen weltersten Pudding kochte. Der geriet dem Meister Eder mächtig schief, klumpte, hing an uswusf. Aber der Pumuckel fand den Pudding genauso SENSATIONELL.

Diesem Graupenrisotto verhalf zum Erfolg, dass es mir leicht anbrannte. Was ihm eine so spezielle wie köstliche *Rauchnote* verlieh. Denn eigentlich war ich recht skeptisch. Zu den ganz wenigen Dingen, die mir nicht richtig schmecken wollen, zählt Tomatenrisotto. Obwohl ich Risotto-Fan bin und ohne Tomaten nicht leben wollte. Aber: es ist, wie es ist. In der Kombi sperrt sich bei mir was. Ersetzt man den Reis nun durch Graupen: siehe da, so funktioniert es wieder. Wobei die Ofentomaten ja sowieso alles pimpen...
Zutaten 4P:

200 g Perlgraupen
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
2 Stangen Sellerie, in Würfel geschnitten
2 Schalotten, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 Thymianzweige
1/4 TL Pimentón de la vera
1 Lorbeerblatt
abgeriebene Schale von  1/2 Zitrone
Harissa
400g Tomaten, gehäutet, in Würfel geschnitten
250g Ofentomaten
700ml Gemüsebrühe
1 EL Kümmelsamen (m: Schwarzkümmel)
200g Ziegenfrischkäse
1 EL frische Oreganoblätter, gehackt
1 EL frische Minzblätter, gehackt (m: fürs Foto vergessen)
1 EL Zitronensaft
Salz 

Zubereitung:

Butter und 1 EL Öl in einem Topf erhitzen, darin Schalotten, Sellerie und Knoblauch anschwitzen.
Graupen, Thymian, Paprikapulver, Lorbeerblatt, Harissa, Tomatenstücke, Tomaten, Ofentomaten, Brühe und ½ TL Salz zugeben, alles zum Kochen bringen und 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Eventuell noch etwas Wasser zugießen, die 

Flüssigkeit sollte zum Großteil aufgenommen sein, aber die Graupen dürfen noch etwas Biss haben.
Inzwischen die Kümmelsamen ohne Fett in einer Pfanne anrösten und danach im Mörser zerstossen. 

Den Ziegenfrischkäse in Würfel schneiden oder zerbröckeln und mit 1 EL Öl, Zitronensaft, Kümmelsamen, Minzblätter und Oregano mischen und marinieren.

Das fertige Risotto noch einmal abschmecken, den Zitronenabrieb unterrühren, Lorbeerblatt und Thymianzweige entfernen und das Risotto mit dem marinierten Feta servieren.
 Inspiration: Jerusalem - Ottolenghi

Kommentare:

  1. Was für ein Zufall, bei mir kommt morgen auch ein Rezept mit Graupen auf den Tisch, allerdings ein Eintopf ;) Die habe ich kürzlich erst entdeckt.. Dein Risotto merke ich mir auf jeden Fall mal, eine halbe Packung Graupen habe ich ja noch im Schrank.
    Liebe Grüße,
    Ela

    AntwortenLöschen
  2. Ofentomaten ... yeeeaaahhhhh ... :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe Pumukel als Kind Auch geliebt und mit meinen Kindern auch noch ueber ihn gelacht... Und Deine Graupen erscheinen mir sehr verfuehrerisch. Liebe Gruesse, noch aus dem Sud-Ouest.

    AntwortenLöschen
  4. Ohja, das ist auch bei mir die einzige Form, wie ich Tomatenrisotto liebe!

    AntwortenLöschen
  5. Ja, wenn man Kinder hat, muss man schon so allerhand "ertragen". Unsere fragen uns heute, wie wir das geschafft haben :) Ich fand Bibi Blocksberg viel schlimmer als Pumuckl!

    AntwortenLöschen
  6. @Ela: Graupen kocht man tatsächlich nicht jeden Tag. Ich habe jetzt auch noch eine halbe Packung ;)

    @Andy: Und Welle: OFENTOMATEN :)

    @Svea: Vielleicht sollte ich mir doch mal wieder eine ganze Pumuckl-Folge reinziehen. Oder wir zwei. Beim nächsten Mal!

    @Julia: Du auch? Sperre gegen Tomatenrisotto? Komisch eigentlich, oder?

    @Magdi: Ah, die Bibbi kenne ich natürlich auch. *Bibi verliebt sich* (in Joachim) - das war da eine meiner liebsten Folgen!

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...