Posts mit dem Label Lauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lauch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 20. März 2016

Pupertät: Käse-Serviettenknödel mit Rahmporree

Merkwürdigerweise sieht daheim alles gleich aus: die Landschaft hat sich überhaupt nicht verändert. Wir kehren ins gewohnte Umfeld zurück. Was rein gar nicht mit meiner Wahrnehmung zusammengehen will: gleiche Kulisse bei verändertem Stück. Ich bin irritiert und habe das Gefühl, über mich selbst zu stolpern und bin dabei von mir selbst genervt.

Zum Glück gibts den Garten, der mir zusammen mit dem Habib hilft, meine Gedanken zu ordnen. Im Moment ist das Erdbeerfeld mein Großmeister. Durch den lauen Winter wucherte es üppig zu. Da sitze ich also mittendrin, steche das Unkraut samt Wurzel raus und verarbeite. Es gibt nichts Neues, ohne dass man nicht vorher etwas hergeben muss. Zuerst muß Platz geschaffen werden. Leerräume entstehen. So läufts doch bereits in der Pupertät: zuerst schwinden Unschuld, Unbedarftheit und Unbekümmertheit bevor andere Eigenschaften an diese Stelle treten können. Zuerst muß man etwas loslassen, bevor etwas anderes nachkommen kann. Bei mir ist es gerade mein eigenes Selbstverständnis, das sich neu suchen muß. Ein anstrengender Prozess. Und nichts, was sich über Nacht einstellt. Tja, Erkenntnis schmeckt bitter. Und fällt auch nicht einfach allein vom Himmel.

Deshalb: nochmals bei 15 beginnen. Ganz bestimmt nicht!!! Die Jugend besitzt nichts, womit sie mich locken könnte, bzw. was ich nicht ebenfalls einst besessen habe. Nochmals alle gemachten Erfahrungen durchleben, nein danke. Das Gute an Erkenntnis ist: sie ist nicht umkehrbar. Einmal *eingeleuchtet* kann man das Licht an der Stelle nicht mehr ausknipsen. Was als Konstante bleibt ist das ewige Ausstechen von Unkraut, Jahr für Jahr. Tag für Tag scheint säubern die Hauptarbeit. Meint Großmeister Erdbeerfeld.

So bin ich auch gerade dabei das Lauchfeld abzuräumen. Der Lauch schießt bald und will noch verwertet werden. Hier habe ich mich mit einem Griff in die Tiefkühle (Serviettenknödel) bedient und brachte dadurch ein schnelles rustikales Essen auf dem Tisch. An der Stelle: kennt ihr einen meiner liebsten Käse für aufs Brot, den *Portsalut*?
Zutaten (Knödel für 4P/ Gemüse für 2P):

250g altbackene Brötchen (m: Laugen-Dinkelbrötchen)
2 Schalotten
1/2 Bund Petersilie
2 Eier
250ml Milch
100g Käse (m: Portsalut, fein gewürfelt
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

3 Stangen Lauch (ca. 50g)
1 EL Butter
1 1/2 TL Mehl
150ml Gemüsebrühe
100ml Sahne
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Die Laugenbrötchen fein würfeln. Die Schalotte ebenfalls fein würfeln, die Peterslie fein hacken. Die Schalotte in etwas Öl anschwitzen - kurz vor Ende die Petersilie untermengen. Die Milch dazugeben und 2 min köcheln lassen. Die heiße Milchmischung über die Brötchenwürfel gießen. Die Eier beifügen, außerdem den gewürfelten Käse und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat würzen.

Alles sehr gut mischen und 10 Min durchziehen lassen. Ein nasses, aber gut ausgewrungenes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Brötchenmasse darauf geben, dabei aber rechts und links einen guten Rand von etwa 5cm lassen, damit man das Bonbon sich gut zubinden läßt (m: die Masse auf 2 Geschirrtücher verteilt - so paßen sie zu zweit in meinen länglichen Schmortopf). 

Die Masse zu einer Rolle formen und locker in das Tuch wickeln. Die Seiten mit einem Küchengarn (Bonbon) zubinden. In einem ausreichend großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Den Knödel hineingeben und in dem leicht siedendem Wasser 30 Minuten ziehen lassen. Dann auswickeln und mit einem scharfen, dünnen Messer in dünne Scheiben schneiden.

Während die Serviettenknödel gar zieht, das Gemüse bereiten. Dafür den geputzten Lauch in ca. 1⁄2 cm breite Ringe schneiden und nochmals waschen. Den Lauch in 1 El Butter andünsten. Mit 1 1⁄2 Tl Mehl bestäuben, kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. 150 ml Gemüsebrühe und 100 ml Schlagsahne zugießen, aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10-12 Min. garen, dabei mehrfach umrühren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Freitag, 29. Mai 2015

Konsequenterweise: Cremiger Limetten-Lauch mit Soba-Nudeln

Welche Provokation sich hinter dem Vorschlag, sich ein Mal die Woche vegetarisch zu ernähren, verstecken soll, blieb mir bis heute verborgen. Oder gar sich darin in seinen ureigenen, freiheitlichen Grundrechten bedroht zu fühlen... da staune ich. Ad hoc würden mir mindstens 10 heißere Themen einfallen, die MEINE Persönlichkeitsrechte gefährden... mais bon. Am Schluß gibt es wirklich Gegner des guten Geschmacks.

Dass eben für diese Art der Ernährung grundeigentlich der gesunde Menschenverstand spricht, hat Maria anschaulich vorgeführt - ich glaube, dass den meisten, die sich mit Essen etwas tiefer auseinandersetzen, vieles davon bereits bewußt ist. (Und ich rede jetzt nur mal von der Idee, ein oder zwei Tage die Woche sein Essen in diese Richtung zu verändern). Nun, ich behaupte gerne, dass wir Menschen intuitiv oft einen erstaunlich guten Riecher haben. Trotzdem ists dann immernoch ein großer Schritt, solche Ahnungen in das Bewußtsein zu ziehen. Aber um einen regelrechten Siebenmeilensprung handelt es sich, wenn es darum geht, die neu gewonnene Klarheit in die Konsequenz, sprich das Tun zu bringen. Ohhhh, da werden wir Menschen schreckhaft...

Wie gut, dass ihr mich habt, denn ich habe eine wunderbare, neue Inspirationsquelle für euch - und natürlich auch für mich. Denn nichts ist besseres Aushängeschild und lieblichere Werbung für die vegetarische, beziehungsweise vegane Küche wie Rezepte, die einfach köstlich schmecken. Womit wir bei Bettina Matthaei gelandet sind (bei mir mit eigener Ruprik), die ein neues Buch rausbrachte: Gemüse kann auch anders

Melissa hat das Buch letzten Monat ausführlich beschrieben und zeigt sich SEHR begeistert. Wie ich. Halt ein typisches Bettina Matthaei-Buch mit kreativen, neuartigen, köstlichen, ausgeklügelten Ideen. Wunderschön fotographiert: natürlich, appetitlich, jede Zutat erkennbar. Jawohl, ich bin Groupie! Über ihr *Mezze* lasse ich ebensowenig kommen wir über *Vegetarisch vom Feinsten*(einem meiner absoluten Lieblingskochbücher). In gleiche Tradition stellt sich Kathi, die auch schon daraus vorkochte. Nach 15 Minuten stand diese Pasta auf dem Tisch: heute also waschechtes Fast-Food - in köstlich, cremig, würzig... vegan! Für den Tierfreitag. Und meine Konsequenz.
Zutaten 4P*:

250g Lauch (nur die weißen Teile)*
2 Bio-Limetten
4 EL geschälter Sesam
1 EL Kreuzkümmel
1/2 Bund Koriander*
200g Seidentofu
2 EL Sesampaste
2 EL Mandelmus
3 EL Birnen-Fruchtessig 
(ersatzweise Apfelessig)
3 EL Teriyaki-Sauce
1-2 EL Ahornsirup
Salz
gemahlener Szechuanpfeffer
300g Soba-Nudeln
Chiliflocken
weißer Pfeffer

Zubereitung:

Den Lauch ordentlich putzen (Obacht: gerne sandig), längs halbieren und in sehr dünne Streifen schneiden (wirklich dünn - sonst stimmt die Garzeit nicht mehr). Eine Limette heiß waschen und die Zesten abreiben. Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett solange rösten, bis er duftet und Farbe annimmt, abkühlen lassen, mit dem Schwarzkümmel mischen und zur Seite stellen. Vom Koriander die Blättchen abzupfen (m: mit Pimpinelle ersetzt).

Seidentofu, Sesampaste und Mandelmus mit dem Schneebesen glatt rühren. Dann Essig, Teriyaki-Sauce und Ahornsirup unterrühren. Die Creme mit Salz und pfeffer würzen.

Die Nudeln in leicht gesalzenem Wasser 4min (oder nach Packungsangabe kochen), dann den Lauch hinzugeben, unterrühren und weitere 2-3min kochen.

Nudeln und Lauch abgießen, abtropfen lassen und mit der Tofucreme in einer vorgewärmten Schüssel vermengen. Mit dem Limettensaft abschmecken. Nach Belieben mit Chiliflocken und pfeffer scharf würzen.

Die Hälfte der Sesammischung unter die Nudeln heben, den Rest mit Korianderblättchen und Limettenzesten darüber streuen.

*Anmerkung m: In Kürze fängt der Lauch an zu schießen - daher schnell nachmachen. Die Portion ist für 4 Personen nicht üppig, aber ausreichend. Den Lauch habe ich deutlich erhöht (für uns zu zweit 200-250g). Bei frischem Koriander zaudere ich immer - nicht mein Lieblingskraut. Auch als Gartenpflanze: er fängt unglaublich schnell an, Samen auszubilden - anstelle von Blättchen...
Quelle: Bettina Matthaei - Gemüse kann auch anders. Mit Dank an den GU-Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Einigeln: Großmutter-Kohlrabi-Eintopf mit Petersiliengnocchi

Schmuddelwetter. Alle Zeichen stehen auf Eintopf.

Entschieden habe ich mich für ein Potpourri aus verschiedenem Gemüse. Weiterhin auf Garten-Erfolgskurs dieses Jahr: die Kohlrabi (oder der?). Die roten Mangoldstiele schenken dem Eintopf den zarten Effekt, alles wie durch eine rosarote Brille zu sehen. Mit dem Nebel hingegen lüftet sich der Schleier, für all jene, die in der Natur ein Geplänkel netten Nebeneinanders sehen wollen. Was eben noch eine weite, grüne Wiese war, ist nun gespickt mit unzähligen Netzfallen für die Kleinkrabbler und Kleinflieger (wunderschön eingefangen von Katja).
Parallel dazu ist mir ein Bild in die Hände gefallen, welches mich schon lange begleitet, nämlich *Das Leben ist ein Kampf* von Klimt (wobei die vorletzte Jahrhundertwende ja bekanntermaßen eh eine meiner Epochen ist. Was mich nicht hindert den Dürer Ritter auch zu mögen - herrliche Renaissance  ;). Eines der ältesten Bücher der Welt schreibt *Ich bin nicht gekommen, um euch den Frieden zu bringen, sondern das Schwert*. 

Wie atemberaubend war es in der Serengeti (was eine Reise) zu beobachten, wie alle Tiere stets auf Habacht sind, selbst beim Grasen. Nur der Mensch wähnt sich so leicht sicher. Wobei ich als Parzifist bestimmt nicht zur Unruhe aufrufe, bestimmt nicht. Der eigene Garten steht ja direkt vor der Haustür voller Unkraut. Da ist der emsige Gärtner mit beherztem Kultivieren bis über beide Ohren beschäftigt. Nur sind alle Scharlatane und Bösewichte/innen in böser Absicht leider dem Gutgläubigen immer eine Nasenlänge vorraus. Für Außenattaken stelle ich mir dann gern den Igel aus der Kästner Fabel vor:

Ganz unverhofft an einem Hügel
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Ordre nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt
Bewaffnet, doch als Friedensheld.

Soweit die Theorie in Friedenszeiten - ich hoffe, nie zwischen Fronten zu geraten. Wenn ich kann, dann mummle ich mich - vor Regenschauer schützend - lieber mit diesem Eintopf ein, der irgendwie in seiner unspektakulären Gemüseschlichtheit nach beruhigender Großmutter schmeckt.
Zutaten:

Gnocchi *
300g Kartoffeln
60g Mehl
40g Parmesan
1 Eigelb
1/2 Bund Petersilie
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

2 junge Kohlrabi
1 Stange Staudensellerie
2  Möhre
1 Stange Lauch
1 EL Butter
7 Blätter junger Mangold
1/2 Zitrone, Abrieb und Saft
400ml Gemüsebrühe
300ml Milch
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
½ Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Für die Gnocchi die Kartoffeln weich garen, noch warm pellen und zwei Mal durch die Kartoffelpresse drücken. Die Petersilie fein hacken, den Parmesan fein reiben. Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen und kräftig abschmecken (das braucht das zarte Gemüse als Gegengewicht). Auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals gut verkneten, den Teig halbieren und zu zwei Rollen (Ø 1,5-2 cm) formen. Rollen in 2 cm lange Stücke schneiden und jedes Stück mit dem Finger einmal eindrücken (oder über ein Gnocchibrett rollen). Gnocchi in reichlich leicht kochendes Salzwasser geben und bei kleiner Hitze gar ziehen lassen bis sie nach oben aufsteigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. Gnocchi abgedeckt warm stellen.

Für den Eintopf die Kohlrabi schälen, dabei die zarten Blätter beiseite legen. Kohlrabi in kleine Würfel schneiden. Staudensellerie, Möhre und Lauch putzen und in dünne Scheiben schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen und Sellerie, Möhre und Porree darin andünsten. Die Kohlrabiwürfel dazugeben und unter Rühren weiterdünsten. Brühe und Milch dazugießen und alles zugedeckt etwa 10 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse knapp gar ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die fertigen Gnocchi im Eintopf erhitzen. Den Zitronensaft und die Zesten dazugeben. Petersilie und Kohlrabiblätter in feine Streifen schneiden und in den Eintopf streuen.Falls Brühe fehlen sollte, noch etwas Gemüsebrühe nachschütten.


*Anmerkung m: als Einlage für uns beide etwa ein Drittel verwendet - den Rest gabs angebraten am nächsten Tag mit einer Gemüsepfanne. 
Inspiration: hier

Montag, 28. April 2014

Ultima Ratio zum Zweiten: Tarte Tatin vom Lauch mit Ziegenfrischkäse

Tarte Tatin und Ta-ta-tata liegen lautmalerisch dicht beieinander. Und ein bißchen Eindruck macht es ja doch gerne, so eine umgedreht gebackene Tarte. Was vorallem an der Tatsache liegt, dass der Belag auf diese Weise besonders saftig und der Boden extra knusprig gerät. Dass sie genauso herzhaft eine gute Idee ist, hat sich bei dieser mit Rote Bete und jener von Ottolenghi gezeigt.

Die Tarte Tatin und ich sind seit neuestem ganz dicke und ich kann von der Apfel-Tarte-Tatin-Front berichten, dass das letzte geschriebene Kapitel druckreif vorliegt. Aber ich will dem Ende der Woche nicht vorgreifen. Wie der Apfel von Erdbeere und Rhabarber abgelöst wird, so bleibt uns zwar das gut lagerbare Gemüse noch eine Weile erhalten, aber dazu zählt Lauch nicht. Der fängt nun nämlich an zu schießen. Und schon muß man sich um die letzten schönen Lauchstangen bemühen.

Die braucht es für diese Tarte mit Ziegenfrischkäse, die uns überraschend gut geschmeckt hat. Überraschend deshalb, weil Lauch nun nicht zu dem Gemüse zählt, das große Geschmackserlebnisse verspricht. Zugegebenermaßen liegt das Gelingen dieser Tarte ebenfalls an einem guten Curry und an meinem köstlichen Einkorn-Blätterteig , der hier besonders gut gepaßt hat. Sollte euch bei einem Regentag vor Langeweile die Decke auf den Kopf fallen: Blätterteig machen! Rein vom Machen sind keine Schwierigkeiten zu vermelden - anfängertauglich.
Zutaten - Moule à manque von 20cm :

1 Portion Blätterteig mit Einkorn
1 gutes Kilo Lauch
1 EL Olivenöl
1/2 TL Salz, Pfeffer
1 TL Curry
1 Ziegenfrischkäse (m: etwa 130g)

Butter für die Moule à manque

Zubereitung:

Den Lauch in 2cm lange Stücke schneiden, und in einer Schüssel mit kaltem Wasser sorgfältig spülen und von Sand und Dreck säubern. Dabei achten, dass die Stücke ganz bleiben. Gut abtropfen lassen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Lauchstücke mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander ohne zu staplen auf den Pfannenboden setzen. Bei mittlerer Hitze den Lauch salzen und mit Curry besträuen. Den Deckel auflegen und 10min dünsten lassen. Kontrollieren, dass der Lauch dabei nicht zu dunkel wird. Dann Raumtemperatur annehmen lassen.

Den Ofen auf 190° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form buttern. Den Lauch mit der dunklen Seite nach oben dicht an dicht auf den Backformboden setzen (die andere soll beim Backen dunkel werden), dabei rundherum einen kleinen Rand lassen. Pfeffern. Den Ziegenfrischkäse in Scheiben schneiden und auf den Lauch legen.

Den Teig etwas größer als 20cm ausrollen. Mit Gefühl und Schmackes auf Lauch und Ziegenfrischkäse legen, die Ränder schön nach unten krempeln, mehrfach mit der Gabel einstechen und für etwa 30- 35 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, einen großen Teller gegehalten, wenden und stürzen. Sollte ein Lauchstück in der Form bleiben (bei mir nicht passiert), wieder in Reih und Glied setzen.
Inspiration: Valentinas Kochbuch

Ich versichere euch, der Habib war die zauberhafteste Losfee, die man sich vorstellen kann. Das Buch *Zusammen ist man weniger allein* von Anna Gavalda geht an Mme Ulma - félicitation! Am liebsten würde ich das Buch ja wie Konfetti unters Volk werfen, weil es so gut tut. Schade, dass ich euch allen nicht die Freude machen kann...

Der Film zum Buch kann nicht eine Minute, zu was das Buch Seite um Seite in der Lage ist, nämlich Herzenswärme vermitteln. Daher ist der Film bei mir mit Pauken und Trompeten durchgefallen!

Freitag, 25. Oktober 2013

Lauchrisotto mit Kastanien

Lauch und Kastanien sind ganz und gar herbstlich. Kastanien sammle ich ja fast einen Ticken lieber, als dass ich sie esse. Also ganz sicher sogar lese ich sie lieber zusammen, als dass ich sie putze. Da beneide ich manchmal Herr und Frau Bloggerkollege, die einfach Stopp machen an einem städtischen Stand und geröstete Kastanien in so einer hübschen Trichterpapiertüte mitnehmen können.

Sind Kastanien jedoch wieder karamellisiert wie hier, dann ist es die Hautabfizzelei wert. Allerdings nicht ohne dass ich dabei mitleiderregend und öfters sehr tief seufze. Mit meiner Schälerei von Bergen an frischer Nüsse ist mein Bedarf für diese Art Geduldsarbeit eigentlich dicke gedeckt.

Nunja, hier sind die karamellisierten Kastanien lediglich das *Topping* und die Menge damit machbar. Aber definitiv das unabdingbare, weil ohne würde bei diesem Risotto auf jeden Fall das gewisse Eßwas für mich fehlen!
Zutaten 2P:

1 EL braune Butter
3 Stangen Lauch 
1 Knoblauchzehe
140g Risottoreis
einige Zweige Thymian und Zitronenthymian
500ml Gemüsebrühe (m: Paste)
100ml Weißwein
10 Kastanien, geschält
1 EL Zucker
2 EL Butter
1 Pr Salz
100ml Gemüsebrühe 
100g Ziegenkäsefaiselle
Zubereitung:

Den Lauch waschen und in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch fein würfeln. In einem Topf die braune Butter erwärmen und den Lauch dazufügen. Bei milder Hitze den Lauch 15 Minuten schön zart dünsten. Am Ende den Knoblauch sowie die abgezupften Thymianblättchen mitrösten.

Dann den Risottoreis unterrühren, bis er leicht glasig ist. Und nun den Wein angießen und solange köcheln lassen, bis er nahzu verdampft ist. Nach und nach die Gemüsebrühe anschütten, immer wieder Rühren und auf diese Weise das Risotto fertig garen in etwa 20-25min. Vor dem Servieren die Hälfte des Ziegenkäses mit dem Risotto vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Parallel die Kastanien zubereiten. In einem Topf den Zucker karamellisieren lassen, Butter einschmelzen lassen, die grob gehackten Kastanien dazugeben, ebenso die Gemüsebrühe und mit halbgeschlossenem Deckel in etwa 10 min garen, bis die Kastanien durch sind und die Brühe sirupartig eingekocht ist. Salzen und pfeffern.

Das Risotto mit den Kastanien, einigen Blättchen Thymian und dem restlichen Ziegenkäse anrichten.

Freitag, 22. März 2013

Mütze auf, Schal an, Suppe löffeln: Gemüsetopf mit Erbsenpesto

Für Ende März kann es noch erstaunlich kalt werden. Die blühenden Veillchen haben richtig eines auf die Mütze bekommen. Diese Woche blickte ich morgens in dicke, nasse Flocken und auf ein weißes Tal. Zwei Stunden später lichtete sich der Nebel, die Sonne kam mit *blauem Band* wieder durch und das Schneegespenst verschwand.

Nichts besser, als sich dann gegen alle Widrigkeiten von außen mit Suppe zu wappnen. Suppe macht, wenns draußen kalt ist, einfach ein gutes Gefühl. Und so ungern ich im Sommer Suppe esse, so sehr kann man mir damit im Winter eine Freude machen.

Die Idee mit dem Erbsenpesto, ergab sich daraus, dass ich den Rest, der beim Durchsieben für die Flans zurück blieb, nicht wegwerfen wollte. Die übrigen Erbsen kamen so bestens zum Einsatz. Wir haben bei dieser Suppe richtig und ohne Reue reingehauen. Je nach dem wie viel Gemüsebrühe man angießt, kann man steuern, ob die Konsistenz eher suppig wird oder mehr zum Eintopf. Das Harissa gibt eine schöne Schärfe und auf die eingemachten Tomaten schwöre ich ja eh - das wißt ihr.

Diese schnell zubereitete und vegane Suppe wird es bei nun öfters geben - mit variablem Pesto. Phhhhh, es gibt kein falsches Wetter nur falsches Essen!

Zutaten:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stange Lauch
2 Karotten
1 Pastinake
1 rote Paprika
1 Stange Sellerie
1 Dose weiße Bohnen
1 EL Tomatenmark
(oder 200g geschälte Tomaten)
1l Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
2EL Olivenöl
Salz, Pfeffer 
etwas Zitronensaft

2 EL Erbsen (Rest von hier)
2 EL Pinienkerne, geröstet
2 EL Petersilie
1/2 EL frischer Minze
Abrieb 1/2 Orange
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Den Lauch in dünne Ringe, das übrige Gemüse in etwa 1cm große Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das gewürfelte Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 10min andünsten, ohne dass es Farbe annimmt. Dabei öfter umrühren. Das Tomatenmark unterrühren und kurz mitbraten.

Die Gemüsebrühe ebenso wie die Tomaten anschütten, das Lorbeerblatt beifügen, den Deckel auflegen und etwa 20min garen lassen. 5 min vor Ende der Garzeit die abgetropften und gespülten Bohnen dazugeben.

Für das Pesto die untengenannten Zutaten in einer Küchenmaschine fein pürieren. Mit dem Olivenöl zu einer cremigen Konsistenz bringen.

Die Suppe mit Harissa, Salz, Pfeffer und Zitronensaft pikant abschmecken. Mit einem Teelöffel Pesto garnieren und servieren.
Inspiration: Essen und Trinken

Sonntag, 3. Februar 2013

Elines Pasta mit Zitronenlinsen

Immer wieder bin ich von Elines Ideen begeistert. Anfangs brauchte ich etwas, um mich bei ihr zurechtzufinden, da ich bodenständig-rustikal aus dem Garten koche und mir dünkte, dass unsere beider Küchen wenig Überschneidungen hätten. Schliesslich kocht Eline - mit Blick auf ihre aufwendigen Menus - eindeutig gehoben.

Dafür bin ich aber wieselflink, wenn sie auch etwas für den Alltag präsentiert, wie ihre Pasta mit Zitronenlinsen, die sie zuvor als Vorspeise serviert hatte.

Und es wird niemand überraschen, dass dies eine köstliche Feierabend-, Unterhemden-, Blitzküche ist, perfekt, wenns schnell gehen soll und damit ein Gericht für den wiederkehrenden Rezepte-Ordner.

Zutaten:

Zitronenlinsen
4 EL Belugalinsen, bissfest gekocht
1 EL Butter
1 geh. EL Schalotte, fein gehackt
1 geh. EL Lauch, fein gehackt
1/2 Zehe Knoblauch, fein gehackt
1 kleinen Stück fruchtige, gelbe Chilischote (z. B. Criola Sella)
(m: Harissa)
1 MSP Lemoncurry
50 ml Gemüsefond
ca. 100 ml Geflügelfond
100 g Creme Fraiche
gemörserte Korianderkörner
Zitronenschale und -saft
Zitronenbalsamico
Salz

Zubereitung:

Reichlich Wasser fuer die Nudeln nach Wahl aufsetzen und diese waehrend die Sauce zubereitet wird koecheln lassen.


Die fein gewürfelten Zutaten sanft anbraten, Curry kurz mitrösten und mit den Fonds aufgiessen. Etwas einreduzieren. Restliche Zutaten bis auf Linsen zugeben und zu einer Sauce köcheln. Zuletzt die Sauce mit den gekochten Linsen noch etwas köcheln lassen.

Mit Parmesan servieren.

Freitag, 25. Januar 2013

Globalplayer Kürbis - mit Lauch in einer Quiche

Böse Zungen behaupten ja, Tarte und Quiches wären so eine Art Verlegenheits-Essen, das nur noch dadurch verlegen gesteigert werden kann, indem man entweder Zucchini oder Kürbis darin verschwinden lässt. Hmmm, habe ich dem ernsthaft etwas entgegen zu setzen, dass ich mir in ganzem Umfang selbst abnehmen würde?

Bon, fange ich so an: Das A und O einer guten Quiche ist ihre Konsistenz. Beim Anschneiden (warm) darf sie keinesfall davonschwimmen, wenn sie sich eine höhere Bewertung erhofft. Zu üppig mag ich sie wiederum nicht, was allerdings eine persönliche Vorliebe ist. Hingegen sind wir uns bestimmt alle einig, dass eine Quiche fein abgeschmeckt sein muss. Wer will mit Essen schliesslich langweilen. Das wäre nun ein schlimmer Frevel. Schlimm. Wirklich schlimm. Um Äonen schlimmer als in die Füllung einer Quiche etwa stadtbekannte Langeweiler wie Zucchini oder Kürbis zu versenken.

Und jetzt selbst auf die Gefahr hin, dass dies nun ein wenig nach Eigendünkel riecht: ich mochte diese Tarte mit dem knusprigen Rand und der standhaften Füllung besonders gerne! Vielleicht fällt es mir schlicht leicht, mich für Gemüse am Rande der Beliebtheit einzusetzen. Mit Mission lebt es sich irgendwie engagierter :)! Und wo ich mich gerade in Schwung rede: Kürbis gibt es nicht nur das ganz Jahr über, fast habe ich den Eindruck es gibt in sogar weltweit. Ja, er ist wohl der Kosmopolit unter den Gemüsen, ein echter Globalplayer. Wem das kein *WoW* entlockt...
Zutaten (24cm Durchmesser):

150g Mehl (m: Dinkel 1050)
90g Butter
1 EL Weißweinessig
1 Ei (klein)
1 Pr Salz
etwas kaltes Wasser

300g Kürbis (m: halb Butternut/ halb Hokkaido)
3 Stangen junger Lauch
50g Speck
3 EL Petersilie
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
Muskat
Harissa
130g crème fraîche (m: 15%)
2 Eier (klein)
60g geriebener Comté (Emmentaler...)
Zubereitung:

Tarteteig wie gewohnt zubereiten und kühl stellen. 

Lauch in feine Ringe, Speck in feine Streifen schneiden. Beides in 1 EL Butter anschwitzen. Butternut schälen und beide, Butternut und Hokkaido grob raspeln. Käse reiben.

Ofen auf 200° vorheizen

Tarteform buttern, Tarteteig auswellen und die Form mit einem Rand damit auslegen

Eier mit Crème verrühren, würzen und mit dem Pfanneninhalt und dem gerapselten Kürbis vermengen. Kräuter unterrühren, ebenso den Käse.

Füllung auf dem Tarteboden verteilen, glatt streichen und 40 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und servieren.

Montag, 29. Oktober 2012

Bleib' noch Herbst: Salat mit Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse

Ja, ich gebe es zu: man kann mich anstecken. Wenn Anstifter wie Okka und Heike so schwärmen, dann ziehe ich nach, triebgesteuert. Und gestern reihte sich Juliane ins Lobpreißen ein. Praktischerweise hingen die letzten Feigen vor dem Kälte-Einbruch wartend auf mich an Nachbars Feigenbaum. Das war vor dem Schnee! Was ein Wetter-Umsturz!

Lange ist es nicht her, daß ich aus Ottolenghis Plenty, bzw. Genußvoll Vegetarisch diesen Salates mit Feige und Ziegenkäse zubereitet habe. Nun also aus seinem neuen Buch Jerusalem diese Version. Mit der Kombi Feigen und Ziegenkäse kann man nichts falsch machen - ist hier in meiner Gartenküche oft genug zu finden. Auffällig fand ich die Balsamico-Reduktion - die darf man sich auch in anderem Zusammenhang merken.

Allerdings muß ich zugeben, dass mich dieser Salat nicht so wild gemacht hat wie Okka, dass ich ihn nun mehrfach hintereinander essen müßte. Da bringt mich diese rosa Pasta mit Feigen definitiv mehr in Wallung. Mais, wie immer gilt: chacun son gôut... Ein hübscher Kerle ist er allemal, der Salat mit den stets fotogenen Feigen.
Zutaten (für vier Personen):

4 kleine Süßkartoffeln
6-7 EL Olivenöl
40ml Balsamico
20g Zucker
1 Bund Frühlingszwiebeln (der Länge nach halbiert und in 4cm große Stücke geschnitten/m: junger Lauch)
1 rote Chili (wer mag)
6 frische Feigen, geviertelt
150g Ziegenfrischkäse (m: Ziegen-Faiselle)
Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Den Ofen auf 240°C vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen, der Länge nach halbieren und jede Hälfte in 3-4 Spalten schneiden. Mit 3 EL Olivenöl vermischen, salzen und pfeffern und auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Für etwa 25 Minuten backen, bis sie weich sind. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Für die Balsamico-Reduktion den Balsamico-Essig und den Zucker in einen kleinen Topf geben. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und für 2-4 Minuten köcheln lassen. Den Essig von der Flamme nehmen, wenn er noch etwas flüssiger als Honig ist - er dickt während des Abkühlens noch weiter ein.

Die Süßkartoffel auf den Tellern verteilen. 3-4 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und die Chili und Frühlingszwiebeln dazu geben. Auf mittlerer Hitze für 4-5 Minuten anbraten, dabei oft umrühren (Lauch etwas länger dünsten). Alles über die Süßkartoffeln geben. Die Feigen verteilen, den Ziegenkäse darüber krümeln und zum Abschluss ein paar Spritzer der Reduktion über alles geben.
Quelle: Ottolenghi/ Okka von Slomo

Montag, 19. Dezember 2011

der erste Frost ruft nach Suppe, nach Kokoscurry-Nudelsuppe mit Huhn

Zum vierten Advent kam die erste Kälte sogar mit ein paar Schneeflocken, die den Garten zart mit weißem Puder bedeckt haben. Bei Britta morgens diese Suppe gesehen, war sie genau das, wonach dieser Sonntag verlangte. Klare Sache: So geht Bloglesen at its best = sofortige Inspiration!

Schnell in den Garten gegangen, und mit rotgefrorenen Fingern den zarten Mangold abgeschnitten, der wacker dem Frost getrotzt hatte. Karotten und Lauch bietet der Garten ebenfalls noch. Und so wurde die Suppe leicht danach abgewandelt. 

Und wenn dann die Suppenterrine auf dem Tisch steht, es warm rausdampft während des Schöpfens und draußen sich das Wetter richtig uggattig zeigt, dann kann kein Menu der Welt an diesen Genuß reichen.

Zutaten für 2-3 Personen:

2 Hühnerkeulen
1 Karotte, in Stücke
1 Zwiebel, mit Schale, halbiert
ein Stück Sellerie, in Stücken
grüne Abschnitt von 2 Stangen Lauch
1 Knoblauchzehe
7 Rosenköhlchen
1 Stück Ingwer, in Scheiben
1 Lorbeerblatt
1 Nelke
5 Pfefferkörner
1,5l Wasser

eine große handvoll Mangold
1 Tasse eingefrorene Erbsen (m: aus Garten) 
2 große Stangen Lauch
1 große Karotte
1 große rote Paprika
1-2 frische rote Chili, je nach Schärfe
(m: weggelassen)
2 Knoblauchzehen
1/4 TL Koriander, gemahlen
1/4 TL Kurkuma
1,5 – 2 TL gelbe Thai-Currypaste
1 TL Currypulver
2 EL Fischsauce
1 EL Palmzucker (m: brauner Zucker)
1 TL Salz (evt.+)
200ml Kokosmilch
200 g thailändische Reisnudeln
(m: nicht alle in die Suppe gegeben)
Zubereitung: 

Möhre und Sellerie in etwas Olivenöl kurz anrösten, dann restliches Gemüse und Gewürze, sowie die Hühnerkeulen mit ca. 1,5 l kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und ca. 1 Stunde köcheln lassen, den aufsteigenden Schaum immer mal wieder abschöpfen.

Die so gewonnene Brühe abschütten und beiseite stellen, das Fleisch der Hühnerkeulen auslösen und in mundgerechte Stücke zerteilen.
Mangold waschen und putzen und in mundgerechte Sücke rupfen, Paprika in feine Streifen schneiden, die Chilies in schräge Ringe. Knoblauch fein hacken und Lauch in Ringe, Karotte in Stifte schneiden.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen, Lauch und Möhren kurz anbraten und wieder herausnehmen, in ein Schälchen geben.

Noch einen EL Öl erhitzen, die Currypaste einrühren, Knoblauch, Koriander, Kurkuma und das Currypulver zugeben, alle Zutaten kurz anrösten
.
Mit Kokosmilch ablöschen, danach erst die Hühnerbrühe von den Schenkeln (leider hat die Brühe von nur 2 Schenkeln nicht für die komplette Suppe gereicht, deshalb der zusätzliche Fond) und den Hühnerfond zugeben.

Alles aufkochen, mit Fischsauce und Palmzucker abschmecken, die Paprika und das ausgelöste Hühnerfleisch hinzugeben und einige Minuten köcheln lassen. Erbsen hinzugeben, weitere 5 Minuten garen, ganz am Schluss den frischen Spinat in die Suppe geben und nur kurz zusammenfallen lassen, zudem Karotte und Lauch.

Die Reisnudeln in der Zwischenzeit ca. 6 Minuten garen, in die Suppenschalen geben und die Suppe mit Gemüse und Fleisch darüber schöpfen.
Quelle: Britta von Kamafoodra, bzw. Petra von Chili und Ciabatta

Samstag, 10. September 2011

Picknickzeit - Nudelsalat mit Porree und Schinken-Zeit

Dieses Wochenende soll ja nochmal so richtig prima zum Grillen oder Picknicken werden. Picknick - guter Tipp, oder? In Frankreich ist pique-nique übrigens keine Frage des Alters...

Bei so einer Gelegenheit passt ein Nudelsalat immer prima. Irgendwo in Blogistan (liebe Kaltmasell, da hast du mir ein Wort zugespielt) habe ich gelesen, sinngemäß, hey, ich bin in den 80ern groß geworden - da waren die Nudelsalate mit Majo und Dosengemüse.

Solche Salate kenne ich auch noch gut. Verbunden mit Hobbykellern, darin eine selbstgezimmerte Bar, ein Hängeschrank an der Wand, dessen Türen beklebt mit ner schnieken Bierdeckel-Sammlung (wahlweise Kronkorken-Sammlung), auf einem Regal eine blinkende Disko-Ampel und eine mit Eierkartons verkleidete Decke. Auf dem Tisch: Nudelsalat mit Majo. Disko-Time ;o)!

Dieser Nudelsalat hat nix von einem 80er Nudelsalat - obwohl, er ist irgendwie genauso schlonzig. Nur in frisch. Vielleicht mochte ich ihn deshalb auf Anhieb. Also Nudelsalat machen und raus an die frische Luft damit!

Zutaten:

400g Orchiette
Salz
100g Pancetta (italienischer Speck in dünnen Scheiben)
2 EL ÖL
2 Stangen Porree
100g rote Zwiebeln
Pfeffer
150g gekochter  Schinken (in dünnen Scheiben)
1 Bund krause Petersilie
250g Schmand (m: crème fraîche 15%)
100ml Milch
100ml Gemüsefond
2-3 EL Weißweinessig
Zucker
Zubereitung:

Orchiette nach Packkungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen. Pancetta fein würfeln, in 1 EL Öl knusprig braten, in einem Sieb abtropfen lassen. Porree putzen, längs halbieren, das Hellgrüne und Weiße in feine Streifen schneiden. Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Porree und Zwiebeln im restlichen Öl 3-4 Minuten andünsten, salzen und pfeffer. Abkühlen lassen.

Schinken in 1 cm große Würfel schneiden, Petersilie fein hacken. Die Nudeln zusammen mit der Hälfte vom Pancetta, der Zwiebel-Porree-Mischung, dem Schinken und der Hälfte der Petersilie in eine große Schüssel geben.

Aus dem Schmand, Milch, Gemüsefond, Weißweinessig, Pfeffer, Salz und 1 Prise Zucker eine Sauce rühren. Die Sauce mit den Salatzutaten mischen und alles 1 Stunde ziehen lassen. Den Salat herzhaft abschmecken, mit restlichem Pancetta bestreut servieren.
Quelle: e&t Juni 2004

Montag, 15. August 2011

Asiatisch für Quereinsteiger - Nasi Goreng

Asiatisch esse ich gerne. Sehr gerne. Während meines 2 monatigen Asienaufenthaltes in Thailand, Burma und Kambotscha hätte ich ewig so weiter essen können (wobei ich in Burma viel indisch gegessen habe). Ab und an gelüstet es mich und dann mache ich uns dieses einfach nachzubastelnde Nasi-Goreng, für das man keinen Asia-Laden um die Ecke benötigt, denn die Zutaten hat man in der Regel zu Hause. Zudem ist es ein wunderbares Alltagsessen, schließlich ist es ratzfatz zubereitet UND mit der Gemüseauswahl darf varriiert werden - wobei ich mich zugegenermaßen bisher immer an diese Auswahl gehalten habe.

Sämtliches Gemüse stammt aus unserem Garten und natürlich ist auch die Gurke frisch geerntet. Diesen kinderleichten Asia-Reis gibt es bei uns immer und immer wieder!

Zutaten:

4 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
2 Stangen Lauch
1 Paprika, rot
1/2 Salatgurke
2 Tomaten
(150g Mungbohnensprossen)
4 Eier
4 EL ÖL (Erdnuss)
400g gekochter Langkornreis
3 EL süße Sojasauce
2 EL Ketchup
2 TL Sambal oelek 
(m: etwas Harissa+ 1 TL Knoblauchchilisauce)
Salz

Zubereitung:

Den Reis wie üblich in Salzwasser kochen.

Schalotten und Knoblauch schälen und hacken. Gurke waschen und in Scheiben schneiden. Paprikaschote putzen, waschen und in Streifen schneiden. Den Lauch in feine Ringe schneiden, die Karotten in Julienne. Für die Frischedeko auch die Tomaten in Schnitze schneiden.

In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Eier darin braten und warm stellen.

Das restliche Öl erhitzen, darin die Schalotten, den Knoblauch und das restliche kleingeschnittene Gemüse ausser den Tomaten andünsten. Reis zufügen und unter Rühren 3 Minuten braten. Sojasauce, Ketchup, Sambal oelek und die Sprossen untermischen und weiter 3 Minuten braten.

Den Reis mit Gurke und Tomate auf einem Teller anrichten - darauf jeweils ein Spiegelei setzen sofort servieren.
Ist das nicht eine gute Gelegenheit, wieder mal bei Cucina Rapida mitzumachen?!
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...