SOCIAL MEDIA

Mittwoch, 13. Juni 2012

Tatin de poivron

Hier gabs gefühlt schon ewig keine Quiche, bzw. Tarte mehr. Es ist also allerdringlichst an der Zeit, die französische Antwort auf die italiensiche Pizza mal wieder zuzubereiten.

Wie gut, hach und wie praktisch, dass ihr nun alle eine Ladung Blätterteig in der Tiefkühltruhe habt. Daher kann man sich hier in aller Seelenruhe dem Häuten der Paprika widmen, was ja doch an den Kanten eine kleine Fisselei ist.

Der Rest macht sich dann en principe wie von selbst. Und während die Tarte im Ofen bäckt, kann man noch einen Salat zubereiten und die Küche aufräumen. Très chill :)

Schön macht sich diese Tarte Tatin übrigens auch als Tartelette gebacken - und ist dann ideal, um kleinere Rest-Stücke Blätterteig zu verwerten. Diese Tarte habe ich schon 2 Mal gebacken. Als ich noch etwas Mozarella unter die crème gemischt habe, hat sich die Paprikaschicht besser mit dem Blätterteig verbunden. Ohne Mozarella die Tarteform eventuell mit Backpapier auslegen.
Zutaten für eine Tarte à 23cm:

1 Blätterteig, ca. 200g
2 rote Paprikas
1 kleine gelbe Paprika
1 kleine orangene Paprika
100g Ziegenfrischkäse
(1 Mozarella)
2 EL crème fraîche
1 TL Kapern
1 EL schwarze Oliven, entsteint, klein geschnitten
1/2 EL grüne Oliven, entsteint, klein geschnitten
Thymian
Rosmarin
junge echalotte
1 Knoblauchzehe
Paprikareste, klein geschnitten
Salz, Pfeffer
Harissa
Zubereitung:

Backofengrill anstellen. Die Paprikas waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen.  In eine geölte, ofenfeste Form mit der Hautseite nach oben unter den heißen Grill legen, bis die Haut Blasen wirft und schwarze Stellen hat.

In ein feuchtes Küchentuch legen und abkühlen lassen. Nun häuten.

Den Ofen auf 220° vorheizen.

Aus dem Ziegenfrischkäse und den restlichen, kleingeschnittenen Zutaten eine crème herstellen. Den Blätterteig dünn auswellen.

Eine Tarteform buttern und mit den Paprikastücken mit der gehäuteten Seite nach unten auslegen. Mit Hilfe eines Löffels oder den Fingern die recht feste crème verteilen. Den Blätterteig exakt darüberlegen und mit der Gabel mehrfach einstechen.

Auf der 2 Schiene von oben in den Ofen schieben und etwa 30 Minuten backen, bis der Blätterteig schön knusprig ist. Die Tarte kurz ruhen lassen, aber noch heiß stürzen. Zusammen mit einem Salat servieren.

Kommentare :

  1. Wunderbar - das riecht nach Frankreich. Sowas, ein bisschen Sonne und einen Côtes du Rhône dazu - das wär's jetzt!

    AntwortenLöschen
  2. Wie erfreulich vorausblickend war ich doch gestern, als ich dem zum Einkauf geschickten Gefährten auftrug, auch Blätterteig zu erstehen: "Aber nicht wieder bloß eine Rolle, bring gleich mehr, damit auch mal ein vernünftiger Vorrat für spontane Gelüste da ist!" Und schon ist es da, das spontane Gelüst! :-)

    AntwortenLöschen
  3. Mmh. mit Paprika, wie fein. So eine Tarte ist immer so ein schönes Sommergericht :-)

    AntwortenLöschen
  4. Sehr fein! Das macht gleich noch mehr Lust auf den Sommer am Wochenende :D!

    AntwortenLöschen
  5. Endlich schreibt das mal jemand, dass dieses Paprikaenthäuten eine ganz schöne Fizzelei sein kann. Allerdings eine, die sich lohnt, wie zum Beispiel für diese Tarte.

    AntwortenLöschen
  6. Diese Aromen kann ich förmlich riechen!
    Wunderbare Fotos!
    LG Ariane

    AntwortenLöschen
  7. @Wilde Henne: Si, zu manchen Essen brauchts auch einen Sonnenschein :). Aber diese Tarte geht auch ohne...

    @Hedonistin: Das wird jetzt aber ein wildes Hin und Her. Deine Tarte von heut, Arianes, wird nun von mir umgehend nachgebacken. Sieht ja sowas von hervorragend aus!

    @Britta: Anders hätte es ein Fränzi auch nicht gesagt: Tarte geht immer :)

    @Toni: Sommer - Wochenende - und eine Tarte. Es gibt Kombis, die schlimmeres befürchten lassen :)

    @Gottfried: Welcher Schweinehirte behauptet etwas anderes, als dass Paprikahäuten kein Geduldsspiel ist? Vorallem wenn dann die abgezogenen Haut so an den Fingern klebt :O)

    @Zorra: Das allerschönste: sie wurde auch warm gegessen :)

    @Ariane: Merci beaucoup! Dein freundliches Kompliment gebe ich umgehend zurück für deine absolut nachahmungswürdige Tarte Tatin!

    AntwortenLöschen
  8. gibt das ein schönes, farbenfrohes Mosaik. Das fordert geradezu zu gestalterischem Kunsthandwerk auf.

    AntwortenLöschen
  9. Was für schöne Fotos und was für ein toll klingendes Rezept!

    Kann man die Jungfer im Grünen essen oder ist die nur zwecks Deko da?

    AntwortenLöschen
  10. @Robert: Das in größer-gefaßten Bereichen schlußfolgernde Auge wird an dieser Tarte auch ablesen können, dass ich als Kind ein äußerst begabter Puzzle-Spieler war :O)

    @Turbohausfrau: Die Jungfer wird nicht mitgegessen. ABER: ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass die Samen früher als Pfeffer-Ersatz verwendet wurden. Heute wird aber nur zu sehr gemäßigtem Gebrauch der Samen geraten, weil der Verzehr in größeren Mengen ungesund sein soll.

    AntwortenLöschen
  11. Mit all deinen Zutaten und mit der Tarte selbst hast du mich voll auf deiner Seite! Ich liebe alles! Ich würde dich alsbald mal anmailen, ich habe da so einen kleinen "Angriff" auf dich vor, keine Angst, im allerpositivsten Sinne!
    beste Grüße

    AntwortenLöschen
  12. So. Wieder ein Punkt von meiner Nachkochliste abgearbeitet. Und zur Wiederholung vorgemerkt. :-) Wobei ich nächstes Mal wohl Tartelettes machen werde - die Käsecreme war etwas widerspenstig, und ich denke, in kleinen Förmchen kann sie sich nicht so gut gegen das Verteiltwerden wehren. :-)

    AntwortenLöschen