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der kleine Finger: türkische Auberginen-Käse-Buletten

Freitag, 18. September 2020


 *Und danach wußte ich, wofür ich meinen kleinen Finger habe* während dieses Satzes hält der Habib demonstrativ seinen kleinen Finger nach oben in die Runde (womit er veranschaulichen wollte, dass er als Geist in seinem Körper nun angekommen war und auch damit umzugehen wußte). Auf diese Weise schließt er den Bericht über seine erste Reise stets, wenn er erzählt, wie er hitchhiking als völliger Jungspund auszog in die Welt, mit 150 Mark in der Hosentasche und über ein Jahr später zurückkehrte mit 270 Mark. *Und das*, setze ich betonend hinzu, *lange bevor Trampen überhaupt erfunden war.* Seinerzeits war die Erde noch ein unentdeckter Ort mit weißen Flecken auf der Landkarte. Ja, man kann es sich kaum vorstellen, aber damals waren Abenteuer noch richtige Abenteuer.

Der Habib macht nie ein Geheimnis daraus, dass Reisen für ihn einem Emanzipationsprozess gleichkam, eine Emanzipation vom Elternhaus - das in erster Linie -, aber im Anschluß daran ebenso den eigenen Kulturkreis betreffend. Mit seinen ersten Reisen hat der Habib zu sich selbst gefunden. Seitdem ist er ein Mann, der sich an sich selbst hält, bei sich bleibt, für sich steht. In aller Konsequenz. Nur so geht Selbstverantwortung.

Nun war der Habib von kleinauf jemand, mit besonders interessiertem Naturell, der wissen wollte, wie die Dinge funktionieren, forschte, ausprobierte, ganz genau hinschaute und es dabei nicht beließ, der Radios auseinanderschraubte und wieder zusammensetzte, Uhren undsoweiterundsofort. Eine allumfassende Neugier auf die Welt - bis heute. Wobei ihn das wohl besonders macht und mit einer der Gründe ist, warum ich so besonders in ihn verliebt bin.

Ich komme darauf, diese Geschichte über den Habibs zu erzählen, weil ich Johannes *Polemik gegen die Regelwut* gerade las, in dem Johannes sich die folgende Frage stellt: Ist es der richtige Weg, Regeln in einer Gesellschaft auf den auszurichten, der eventuell dümmstmöglich handelt, und damit alle zu entmündigen? Seinen Blog *Reisedepeschen* schätze ich schon ewig, ich konnte mitverfolgen wie sein Blog - samt Johannes - reifer und erwachsender wurde, ohne dabei seine Wander- und Lebenslust einzubüßen. Gerne möchte ich mich seinem Menschenbild anschließen, nämlich exactement: Hirnaktivität und selbstständige Entscheidungen darf man erwarten! Und, füge ich noch an, die darf ich auch nicht aus der Hand geben, sonst ist Mensch kein Mensch sondern lediglich dumpfer Befehlsempfänger, Sklave von Vorgaben anderer. Und dann haben wirs mal wieder über eine innere Instanz und Werte, denen man sich freiwillig unterstellt...

Ach, und weil auch diese Anekdote so gut dazu passt, hefte ich auch sie noch dazu. Des öfteren diskutierten wir diese Saison auf der Terrasse mit Feriengästen über die Phase des Lockdowns. Viele Deutsche zeigten sich dabei recht zufrieden mit der deutschen Regierung, gerade im Vergleich zu Frankreich. Man hatte das Gefühl in Entscheidungen mit einbezogen zu werden, zumal ja eben kein hartes confinement wie in Frankreich gefahren wurde.

Ich lachte dann gerne und präsentierte meine These. Man dürfe die kulturellen Unterschiede als größeren Kontext nicht vergessen, meinte ich dann. Die Fränzis sind als Volk -  das wissen wir alle - schon immer deutlich renitenter als die artigen Deutschen. So wie in der Schule: da gibts die, die in den vorderen Reihen sitzen und die, die die hinteren Reihen füllen. Die Länder-Verteilung in diesem Beispiel dürfte klar sein, oder? Paris ist halt weit weg -  ich hatte es davon... Doch niemand veranschaulicht besser, was ich meine, als der deutsch-französische Komiker Alfons, der ganz wie Johannes die roten Ampeln als Parade-Beispiel nimmt (ich habe euch das Youtube-Filchmchen auf diese Stelle gespult ;).

 


Ein Altweibersommer wie im Bilderbuch. Eigentlich bin ich ja am liebsten alleine an *meinem Bach*. Doch beim letzten Mal teilte ich mir die Badestelle mit sechs anderen Mädels. Es fühlte sich ein bißchen an wie Frauentag im Hamam. Eine Dreier-Gruppe sang zusammen Kanon, den die Gervanne immer wieder übergluckste und überrauschte. Danach hüpften sie Nymphen gleich barbußig ins  aquamarinfarbene Wasser. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Hylas gleich ums Eck gekommen wäre...
 
Dazu ein Essen, wie ich es im Sommer liebe: eine Gemüse-Frikadelle und ein bunter Salat dazu (hier zuätzlich mit ein paar Bratkartoffeln). Das ist nun die dritte Version einer Auberginen-Bulette. Bei dieser fiel mir die ungewöhnliche Zubereitung sofort auf - allerdings kann ich euch nicht mehr sagen, woher ich die Anregung aufgriff. Ich kann nur weitergeben, dass ich Auberginen-Frikadellen einfach besonders gerne mag.

Zutaten 2P:

500g Aubergine
20g Einkorn-Vollkornmehl*
30g Semmelbrösel* 
1 Ei
2 Knoblauchzehen
70g Comté*
2 TL Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Auberginen in 1cm-Würfel schneiden und in einen Topf mit kochendem Wasser geben, das Wasser wieder aufwellen lassen und 5-6min kochen lassen. In ein Sieb abschütten, salzen und etwa 30min abkühlen und abtropfen lassen. 

Dann die Auberginen mit den Händen sorgfältig ausdrücken, so dass so viel Flüssigkeit wie möglich herausgepresst wird. Nun sämtliche Zutaten miteinander vermengen und daraus 6 Buletten formen. Auf eine Platte legen, abdecken und wenigstens 30 min im Kühlschrank ruhen lassen (kann man auch auf 1 Stunde ausdehnen). 

In Öl von beiden Seiten golden und knusprig braten.

*Anmerkung m: das Vollkornmehl und die Semmelbrösel kann man auch durch 1-2 Scheiben eingeweichtes, ausgedrücktes Brot ersetzen. Anstelle des Thymians ist als Würze Basilikum und etwas Minze eine tolle Alternative.

Für solche Frikadellen verwende ich auch sehr gerne Käse-Reste, die aufgebraucht werden wollen



Konditioniert: Nicht-Ćevapčići weißen Bohnen und Anna-Kartoffeln

Samstag, 3. März 2018


Klar, bin ich wie alle anderen Menschen konditioniert von der Umgebung, in der ich aufgewachsen bin. Manche Dinge - etwa Gebrauchsgegenstände - funktionieren seit Kindheit gleich. Da habe ich mich daran gewöhnt, darüber denke ich nicht mehr weiter nach. Und es beruhigt ja auch ungemein: man weiß, woher der Ball üblicherweise geflogen kommt. Doch das alleine ist es nicht. Bei mir.

Zum ersten Mal fiel mir das auf, das ich anders bin, als mich eine Freundin mit ins Aerobic schleppte. Übrigens finde ich bis heute so eine Jane-Fonda-Kombi mit Leggins und Stulpen très schick (OHNE Badeanzug selbstredend). Und - gleichfalls übrigens - habe ich seither einen Faible für Ladas: das coolste Auto ever, der perfekte Frauen-Jeep. Und wenn die Russen es je schaffen, den Benzinverbrauch dieses Autos drastisch zu drosseln, dann steht irgendwann einer vor meiner Tür. Jawohl! Infiziert habe ich mich mit dem Lada-Gen durch meine grandiose Aerobic-Lehrerin, die mit einem solchen vor das Fitness-Studio gebraust kam. Sie war etwa in meinem Alter (mitteljung) und die personifizierte Körperspannung. Fit wie ein Turnschuh (hieß das damals). Mit hüpfenden Schritten wie auf kleinen Sprungfedern hüpfte sie in den Saal und verstrahlte eine Aura von *ENERTSCHIIIE!!!!* Ganz ehrlich, Aerobic und ich, das ergibt nicht wirklich ein Pärchen, aber sie verstand es, mich zu begeistern. Selbst wenn sich leider recht schnell herausstellt, dass ich spezielle Föderung brauchen würde.

Alles lief so lange spitze im Aerobic-Unterricht, wie die Choreographie auf eine Seite - üblicherweise mit rechts beginnend - aufgebaut wurde. Eigentlich exakt bis zu dem Augenblick, in dem Frau Federschritt ihre linke Hand ausstreckte, nach links deutet und mit Enthusiasmus rief: *Und jetzt alles nach links*. Genau das war der Moment, in dem bei mir im Kopf ein Knopf gedrückt wurde, wodurch mein System auf *herrunterfahren* schaltete. Geistige Nulllinie - samt dem passenden Ton eines EKGs, das keine Herzfrequenz mehr anzeigt. In meinem Fall keine Gehirnaktivität. Nichts geht mehr. Schlimm. Ich habe eine Rechts-Links-Schwäche.

Eine, die jetzt nicht MEGA ausgeprägt ist, aber doch so, dass sie mich stört. Komm, schreibe ich es, wie es ist: behindert. Die letzten Wochen massiv beim Überqueren der Strasse. In Thailand herrscht Linksverkehr. Ihr AHNT gar nicht, wie oft ich beinahe überfahren worden wäre. Die spinnen doch! Verkehrte Welt! Augen auf im Strassenverkehr - nur: nix stimmt mehr. Das hat mich mehr Nerven gekostet, als meine Beine vor dem Spiegel wieder zu entknoten. Soll einer sagen, Thailand wäre langweilig. Gut, nach einem Vierteljahr bin ich dabei zu checken, wie hier der Hase rennt - selbst auf dem Moped. Der Mensch gewöhnt sich ja wirklich an alles! Eigentlich ein Adaptionswunder...

Passend schiebe ich anstelle eines Wintergerichts einen eher sommerlich anmutenden Teller dazwischen - um hier auch mal von einer ganz anderen Richtung zu kommen. Obwohl das Essen mit seinen Zutaten durchaus immer Saison hat. Aber es kommt ausnahmsweise ganz ohne Kohl aus - und das dürfte doch als *Sonnenbrise* bereits ausreichen, oder? Ach, und die Anna-Kartoffeln - sind die eigentlich mittlerweile ein Blog-Buster? Müßte! Sollte!


Zutaten 2P:

Nicht-Ćevapčići:
100g Sojageschnetzteltes, getrocknet
50g Weißbrot, eingeweicht, gut ausgedrückt
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 EL Stangensellerie, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Kräutersalz
1 TL Paprika-Pulver
2 Msp Pimenton dela vera
1 Ei
2 EL Ajvar
2 EL Semmelbrösel

600g Kartoffeln (m: Charlotte)*
ca. 40 g Butter, zerlassen
Salz, schwarzer Pfeffer

100g weiße Bohnen
(über Nacht eingeweicht und gespült)
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1/2 Stangensellerie, fein geürfelt
Rosmarin, fein gehackt
Salz, Pfeffer
Tomatenmark
2 EL Ofen-Tomaten

Zubereitung:

Mit den weißen Bohnen starten und zwar das Soffritto aus Knoblauch, Sellerie, Rosmarin andünsten. Wenig Tomatenmark dazugeben und etwas Röstaromen annehmen lassen. Dann aufgeweichte Cannellini-Bohnen mit etwas Wasser dazugeben und langsam einkochen. Salzen, pfeffern - zuletzt die Ofen-Tomaten unterrühen und nochmals abschmecken.

Kartoffeln schälen, in dünne (max. 2 mm) Scheiben schneiden und dachziegelartig in eine runde Gratinform schichten. Die Lage großzügig mit der zerlassenen Butter bestreichen, salzen, pfeffern und mit der nächsten Lage ebenso verfahren - bis alle Kartoffeln aufgebraucht sind. Nun die Oberfläche mit gebuttertem Backpapier abdecken und die Form für 25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen schieben. Das Backpapier entfernen und weitere 20 Minuten, bis sie golden gebacken sind und sich mit einem spitzen Messer leicht einstechen lassen. 

Parallel dazu die Soja-Buletten zubereiten. Soja-Geschnetzeltes nach Packungsanweisung einweichen. Schalotte mit Sellerie und Knoblacuh kurz anschwitzen in etwas Öl. Alle Zutaten für die Nicht-Cevapcici mischen und ca. 10min ziehen lassen - eventuell (falls nötig) zum besseren Formen noch etwas mehr Semmelbrösel zufügen. Nochmals gut würzig abschmecken. Mit feuchten Händen längliche Buletten à la Ćevapčići formen und im heißen Öl miteinander/nacheinander anbraten bis sie Farbe haben. Alles zusammen miteinander servieren - die Anna-Kartoffeln dafür stürzen und in Dreiecke schneiden.

*Anmerkung m: die Anna-Kartoffeln gabs auch schon in der Muffin-Form - die sind echt Bombe! Es fand sich noch ein ein Gläschen von diesem Ketchup und das wurde dazu geöffnet.

Quelle: Anna-Kartoffeln - Chili und Ciabatta/ Kochpoetin, weiße Bohnen Anonyme Köche 


Köfte - für Freiluft-Esser geeignet

Montag, 10. August 2015

Leichterdings könnte ich euch mit Tartes zuballern. Ihr wißt schon, mit Gemüse, das gerade ständig weg muß. Tomate und Zucchini und so. Aber ich will euch und mich nicht langweilen. Sie sind halt gar so bequem zum Grillen dazu zustellen. Vielleicht zeige ich euch eine Auswahl und ihr könnt euch raussuchen, ob ich eine weitere der unzähligen Varianten vorstelle.

Zu einem gemeinsamen Grillen habe ich mich nun für Köfte entschieden - herrliches, türkisches Fingerfood. Und ja, ausversehen vegan. Der Clou sollte sein, dass die Köfte mit einer gewissen Schärfe daherkommen. Das steht den kleinen Burschen ausgesprochen gut zu Gesicht. Und wie es so ist bei kleinen Häppchen, sind sie schneller verschwunden, als ich sie auf den Tisch stellen konnte. Glatt übertrieben - aber bis die erste Wurst gebraten war, also da war von Köfte keine Spur mehr. So wahr ich hier schreibe!
Zutaten - ca. 33 Stück:

250g Bulgur, fein geschrotet*
480ml Gemüsebrühe
2 gekochte Kartoffeln (mittelgroß)
2 Schalotten, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark*
1 Msp Pimentón de la vera
2 EL Olivenöl
1/2 Bund Petersilie
1-2 TL Harissa
1 EL Grenadine (Granatapfelsirup)
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Zubereitung:

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen, den Bulgur einrieseln lassen. Vom Herd ziehen und mit geschlossenem Deckel 10min quellen lassen. Währenddessen die Petersilie und den Knoblauch fein wiegen und die Schalotten fein würfeln. Die Kartoffeln fein reiben oder durch die Presse drücken. Alle Zutaten miteinander in einer Schüssel vermengen und sehr gründlich von Hand verkneten, bis man merkt, dass die Masse anfängt gut zusammen zu halten. Pikant abschmecken.

Für das Formen die Hände leicht einölen und  dann längliche Frikadellen formen. Auf eine Platte setzen, gerne mit etwas Salat (läßt sich sehr gut vorbereiten).

*Anmerkung m: Das Paprikamark habe ich durch eine gerillte, gehäutete, rote Paprika ersetzt, die ich püriert habe

Typischerweise wird die Köfte ohne Kartoffeln dafür mit extra fein geschrotetem Bulgur zubereitet (gibts beim Türken). Dann allerdings muß die Köftemasse mit viel Hingabe und Geduld geknetet werden - etwa 20min. Mit den Kartoffeln klappt das Formen aber ganz wunderbar und der Geschmack war ganz und gar überzeugend. Köstlich (nur falls ihrs oben oberlesen haben solltet  ;)

Mc Garten - un sandwich rustique

Freitag, 16. September 2011

Als ich vor kurzem diesen phönobombastisch-getunten Burger von Highfoodality gesehen habe (allein dieses Foto: Hammer, oder? Burger deluxe) wurde mir klar: ein Burger muß mal wieder auf den Tisch. Ist ja eigentlich Städerkram und ich stelle mir vor dem McDrive immer einen Haufen verkaterte Singles vor (Hinterwäldler können auch in Klischees denken ;o). Aber mal so selbstgebastelt...

Als Hobbybrotbäcker müssen die Brötchen SELBSTVERSTÄNDLICH selbst gemacht sein, logo! Dafür habe ich ein Rezept von Gerd leicht verändert, was echtes Slow-Food verspricht - und nicht zu viel an Brötchen, aber dennoch fluffig.

Für die Fleischeinlage habe ich mich für scharf gewürzte Frikadellen entschieden - auf die Idee, dafür teilweise Rinderfilet zu verwenden, würde ich nie kommen. Hey, das ist ein gestapeltes Sandwich. Das schmeckt man aus dem Stapel nicht raus. Mais bon, wahrscheinlich spielen Ralf und Uwe jedes Wochenende Fußball und dann brauchts auch was Ordentliches zwischen dem Brötchen. Späßken! (Ihr könnt das ab Jungs, oder?!)

Und damit keine Kindergeburtstags-Atmosphäre aufkommt, wurde zudem die obligatorische Majo durch eine schnelle Guacamole ersetzt. Prima auch der leicht schmelzende Raclett-Käse und die unverzichtbaren Röstziebeln. Was soll ich sagen: Wir hatten unseren Spaß!
Zutaten:

4 Buns-Brötchen à la ketex*
1 coeur de boeuf
4 Scheiben Raclette-Käse
1 Zwiebel
(in Streifen geschnitten und in Butter langsam braun geröstet)
etwas Schnittsalat
8 cornichons (in Schieben)
Ketchup (selbstgemacht)

Guacamole:
1 Avocado
Limette (Abrieb einer 1/2)
Zitrone (Saft einer 1/2)
Salz, Pfeffer
1 EL Crème Fraîche

Fleischeinlage:

450g Hack (m: Rind)
1 Brötchen vom Vortag
3 EL Semmelbrösel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL gehackte Petersilie
1 TL Senf (Dijon)
1/4 TL Harissa
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Tymian
Salz, Pfeffer

Frikadellen wie gewohnt backen: Zwiebeln kleingeschnitten andünsten, Altbrötchen vorher in Wasser einweichen und gut ausgedrückt dazugeben, mit nassen Händen formen (ca. so groß wie die Brötchen) und nacheinander backen.

Stapeln darf man, wie man möchte. Ich habs so gemacht: Ketchup, Salat, Gurke, Frikadelle, Raclett-Scheibe, Tomate, Zwiebeln und auf die obere Brötchenhälfte die Guacamole. Ich habe mit den Fingern gegessen...
*Buns nach ketex - 4 Stück:

Vorteig

90g Dinkel 1050
90g Wasser
1 g Frischhefe
 
Alles gut verrühren. 2. Std. anspringen lassen und dann für mindestens 10 Std. in den Kühlschrank.

Hauptteig

Vorteig
170gr Dinkelmehl 630
90g Milch 3,5 % Fet
10 g Butter
5g Salz
2g Backmalz (m: weggelassen)
3g Frischhefe 
Zubereitung:
Alle Zutaten in der Küchenmaschine 12 Minuten kneten. In eine große Schüssel geben und für mindestens wieder 12 Std. in den Kühlschrank (5°) stellen (m: Handrührer genommen - 8min geknetet)

Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 60 Minuten akklimatisieren lassen. Dann den Teig in 4 gleichgroße Stücke teilen und grob rund schleifen. Kurz ruhen lassen und vorsichtig aber entschieden noch etwas flacher drücken.

Auf ein mit einer Dauerbackfolie ausgelegtes Lochblech legen. Jetzt die Scheiben mit Wasser bestreichen und mit Sesamsaat bestreuen. Mindestens für 120 Minuten zur Gare stellen. Die Scheiben sollten schön aufgegangen sein. Jetzt abbacken bei 220° für 17 – 20 Minuten. Eventuell vorm Einschießen mit Wasser besprühen, damit die Buns nicht oben einreißen. Beim Einschießen einmal schwaden und nach 10 Minuten den schwaden wieder ablassen.