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Gegen Knallerrezepte gibts keine Medizin...

Montag, 19. November 2012

Lange genug lese ich nun bei Petra mit. Mittlerweile weiß auch sie, dass sie bestimmte Stichwörter fallen lassen muß und ich reagiere wie mein Knie beim Patellasehnenreflex. Ne, Hämmerchen aufs Knie und Knie geht - wenn die Reizweiterleitung normal funktioniert - nach vorne. Und ich gehe, wenn Petra *Knallerrezept* sagt, direkt in die Küche zum Nachkochen.

Es kam, wie es kommen mußte: die gekräuterten Anna-Kartoffeln aus der Muffinform stellten sich direkt als Favoriten heraus. Ja, sie sind sogar noch besser als der Kartoffel-Galette, der bereits hoch im Kurs bei uns steht. Und folgt man der Beschreibung, klappt das mit dem Rausstürzen der Kartoffeltürmchen aus den Muffinförmchen von alleine.

Ich habe die knusprigen Kartoffelstapel in ein echtes Lieblings-Alltagsessen integriert zu Ei und frischem Spinat - was nicht heißt, dass die Knusperstapel nicht gästetauglich wären, ganz im Gegenteil, sie sind für die Festtage vorgemerkt. Das Ei habe ich einfach zubereitet wie Robert Düsentrieb, dann flusselt das Eiweiß auch nicht. Und Spinat kann ich immer essen, schon von Kindheit an.
Zutaten 4 Stapel:

350g kleine, glattschalige, festkochende Kartoffeln
1 TL gehackte Thymianblättchen
8 kleine Thymianzweigspitzen
50g Butter
1 Knoblauchzehe, feinst zerdrückt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen.

Vier Vertiefungen eines Muffinblechs mit Butter auspinseln, die Böden dann mit Kreisen aus Backpapier auslegen. Jeweils 2 kleine Thymianzweigchen in die Mulden geben, mit je 1/2 Tl Butter beträufeln. Den gehackten Thymian und den Knoblauch in die restliche Butter geben, unter Rühren etwa 2 Minuten sanft erhitzen, bis die Mischung duftet, dann vom Herd nehmen.

Mit einer Mandoline die Kartoffeln in sehr feine Scheiben hobeln, diese in eine Schüssel geben. Die Thymianbutter über die Kartoffeln gießen, alles gut mischen, dabei salzen und pfeffern.
Die Kartoffelscheiben nun überlappend in die vorbereiteten Vertiefungen der Muffinform einschichten, dabei die Kartoffeln immer wieder gut andrücken. Die restliche Butter über die Kartoffeln träufeln.

Die Muffinform dicht mit Alufolie abdecken und für 35 Minuten in den Backofen stellen, die Kartoffeln sollen sich dann leicht mit einem Messer durchstechen lassen.

Herausnehmen, die Folie abnehmen, die Kartoffel-Stapel auf ein mit Alufolie belegtes Backblech stürzen. Das geht am besten, indem man das Backblech auf die Muffinform legt und beide Bleche zusammen umdreht und dann die Muffinform vorsichtig abnimmt, wobei man nach Bedarf leicht auf die Unterseite der Form klopft. Eventuell einzeln herausfallende Scheiben wieder auf den Stapel legen. Backpapier entfernen (blieb bei mir sowieso in der Form kleben).

Bis hierher können die Kartoffelstapel schon am Vortag zubereitet werden, in dem Fall abgedeckt kühl stellen.

Den Backofen auf 220°C hochstellen.

Das Blech mit den (gegebenenfalls abgedeckten) Kartoffeln in den Backofen schieben und 25-30 Minuten backen, bis die Kanten goldbraun sind.

Anmerkung Petra: absolut geniales Rezept! Lässt sich prima für Gäste vorbereiten. Die Stapel sind beim Herausstürzen erstaunlich stabil. /Natürlich kann man ein Mehrfaches der obigen Menge machen, die dreifache Menge füllt die gesamte Form und ergibt 12 Stapel. Pro Person je nach Hunger und Größe des Ganges 1-2 Stapel rechnen.

*die Kartoffeln müssen klein sein, damit man die Muffinformen gut damit auslegen kann.
Quelle: Petra von Chili und Ciabatta und Robert von Lamiacucina

Lavendel-Straciatella-Eis mit Lavendelblüten-Krokant

Mittwoch, 18. Juli 2012

Für die ganzen Lavendel-Skeptiker von hier sage ich nur: *Nimm dass, du Schurke* (Filmzitat, leider den Film vergessen ;). Wenn ich mal wieder richtig Eindruck schinden will, dann gibts dieses Eis. Von Feriengästen werde ich nach Verkostung angeschaut, als hätte ich mir damit eine Haube erkocht und selbst der Habib, ders ja nun schon kennt, nennt es *einen echten Bringer*.

Logisch, kann man sich um den Clou bringen, und den Lavendel einfach weglassen. Dazu ist mein schnippisches Anmerken allerdings: *Selber schuld*. Denn kaum jemand wird erraten, dass Lavendel drinne ist.

DREI gute Gründe,

habe ich, warum ich dieses Eis weiterreiche an Astrids 3er Event: 

1. Sie ist keine Süße, aber WENN DANN schleckt sie ein Eis
2. Ihre Küche ist straciatella-farben
3. Sie wird es zu schätzen wissen und nicht *Bäh, Lavendel* sagen


Liebe Astrid, zu deinen drei schönen Anläßen nochmals herzlichen Glückwunsch - auf dass wir noch langelangelange weiterhin viel Freude an und mit dir haben

Diese Karte (von hier entliehen) ist für meine Begriffe eindeutig eine Astrid-Karte (wenn auch das Arthur falsch geschrieben ist...)

Ein kleines Geschenk für dich, die du uns soviel Geschenke bietest!


Zutaten:

150ml Milch
1 TL kleingeschnittene Lavendelblüten
300ml Sahne
3 Eigelb
40g Puderzucker
4 EL (auch mehr) frische Lavendelblüten
60g Puderzucker
30g Schoko geraspelt (m: 71%)
30g Schoko gehackt (m: 71%)
1 Prise Salz
Zubereitung:

Lavendelblätter hacken und in der Milch langsam zum kochen bringen und etwas köcheln lassen - dabei aufpassen, dass die Milch nicht steigt. Abkühlen lassen. Dann die Lavendelblüten durch ein Sieb abfiltern, dabei gut ausdrücken.

Die Lavendelblüten in einer Pfanne mit dem gesiebten Puderzucker überstäuben und karamellisieren lassen. Auf ein Backpapier oder auf die Granitarbeitsplatte... streichen und erkalten lassen. Dann feinhacken (oder mit einem Hammer kleinschlagen...)

Die Schokolade raspeln und hacken.

Die Eigelb mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Die Milch dazugeben und über einem heißen Wasserbad zur Rose aufschlagen. Dabei achten, dass die Masse nicht zu hoch erhitzt wird, sonst gerinnen die Eigelbe. Im Eiswasser weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist.

Die Sahne schlagen. Diese unter die abgekühlte Eimasse ziehen, ebenso die Schokolade, die Prise Salz dazugeben und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühl stellen. Dann erst die Eismasse in der Eismaschine gefrieren lassen. Kurz vor Ende den Krokant unterziehen.
Inspiration: Ulla
extra für dich, liebe Astrid, kurz zum Bleistift gegriffen - das will was heißen!

Festtags-Nachlese: Entenkeulen in Portwein mit Schupfnudeln und Grünkraut

Mittwoch, 4. Januar 2012

Hmmm, da läuft mir wieder das Wasser im Mund zusammen. Wir, mein Habib und ich, waren uns einig: das sind die besten Entenkeulen, die wir je gegessen haben. Klar! Wirklich wundern tuts mich nicht, schließlich habe ich mal wieder in meinem Lieblings-Kochbuch geblättert und da stand bei diesem Rezept als Anmerkung *Gästeessen*. Petra, ganz deiner Meinung! Und die kleinen Änderungen werden sich nicht wesentlich ausgewirkt haben. Es war ein wunderbarer Festtagsbraten und ganz klassisch in allemannener Tradition.

Dazu gabs gebratene Schupfnudeln und Grünkraut, wie es zu meinen Kindheitstagen hieß. Man will meinen, mein Grünkraut spottet seinem Namen, weil es ja nun nur mit viel Phantasie grün ist. Aber das Grün ist quasi der Tribut an den Garten. Ich mußte sämtliche äußere Blätter von unserem hauseigenen Kohl entfernen - zusehr hatten sich da schon andere (Viecher) dran gelabt. Quand même, es hat dem Geschmack nichts genommen. Früher schon war es eines meiner Lieblingskohl-Gerichte und das wird wohl so bleiben.

Zutaten:

(Hälfte davon eingefroren)
ohne Zwiebeln + Petersilie
stattdessen nur Majoran und Muskat
sowie 2 EL braune Nussbutter

1 kleiner Kopf Wirsing
1 Zwiebel
2 EL Öl
200ml Gemüsebrühe
2 EL Butter
2 EL Mehl
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel
50ml Sahne

2 Entenkeulen
1/2 EL frische Thymianblättchen
4 Thymianzweige
1/2 Bioorange der Abrieb davon
1/2 Eßlöffel grob gemahlemer Pfeffer
Salz
1 EL Entenschmalz
1 Zwiebel, klein
1/2 Fenchelknolle, klein
2 Navets
1 kleines Stück Sellerie
1 Lorbeerblatt
1 EL Balsamicoessig
200ml Portwein, rot
400ml Entenfond
Zubereitung:

Entenkeulen.

Die Entenkeulen mit Thymianblättern, Orangenschale und Pfeffer einreiben und mindestens 4 Stunden oder über Nacht abgedeckt kalt stellen.
Die Keulen 45 Minuten vor Kochbeginn aus dem Kühlschrank nehmen und nach 15 Minuten kräftig salzen.

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Einen großen schweren Bräter stark erhitzen. Das Entenschmalz hineingeben, schmelzen lassen und die Entenschenkel mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Braten, bis die Haut dunkelbraun und knusprig ist, dann umdrehen, die Hitze etwas reduzieren und ebenfalls bräunen. Die Keulen herausnehmen und beiseite stellen (gegebenenfalls in Portionen anbraten).

Die Hälfte des Fetts entfernen und das gewürfelte Gemüse, Thymianzweige, Lorbeerblatt und etwas Pfeffer in den Bräter geben. Etwa 10 Minuten unter mehrfachem Rühren schmoren, bis das Gemüse schön gebräunt und karamellisiert ist, dann Balsamico und Marsala zugeben. Die Temperatur erhöhen und 6-8 Minuten kochen, bis die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert ist. Die Hühnerbrühe zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Nun die Entenkeulen mit der Hauseite nach oben in die Schmorflüssigkeit setzen. Die Flüssigkeit sollte die Keulen nicht komplett bedecken. Den Bräter schließen und für etwa 2 1/2 Stunden in den Backofen stellen.

Das Fleisch sollte nun sehr weich sein, aber noch nicht vom Knochen fallen. Den Bräter herausnehmen und den Backofen auf 200°C stellen.

Die Entenkeulen in eine feuerfeste Schale oder auf ein Backblech legen und nochmal für 10-15 Minuten in den Ofen schieben, bis die Haut schön knusprig ist.
Die Schmorflüssigkeit durchsieben, dabei das Gemüse gut ausdrücken. Die Sauce entfetten, gegebenenfalls noch etwas einkochen und abschmecken.
Die Keulen mit der Sauce servieren.

Grünkraut:

Den Wirsingkopf halbieren und den den Strunk rausschneiden. Vierteln und in grobe Streifen schneiden, waschen und gut abtropfen lassen.

Die Zwiebel in dem Öl andünsten, die Wirsingstreifen dazugeben und ebenfalls mit anbraten, bis sie teilweise Farbe annehmen. Dann die Gemüsebrühe anschütten, den Deckel auflegen und weichdünsten - etwa 20-30 Minuten.

Das Kraut abschütten und den Sud dabei auffangen. In einem Topf die Butter schmelzen lassen und zusammen mit dem Mehl eine kleine Roux (Mehlschwitze) herstellen. Mit etwa 100ml von dem Sud unter ständigem Rühren eine relativ feste Soße rühren. Das aufgegangene Kraut dazugeben, unterrühren und mit dem Stabmixer grob pürieren. Die Sahne untermengen und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel pikant abschmecken

Quelle Entenkeulen: Petra von Chili und Ciabatta
Und an einem anderen der Festtage gabs nochmals ein Petra Rezept und zwar ihr Rotkraut mit Balsamico, ein Rezept bei dem ich vermutlich bleiben muß - besser kanns im Prinzip nicht werden. Zu einem Sauerbraten nach Schuhbeck, Spätzle und Preiselbeern. Und um mein fröhliches Bedienen über die Feiertage bei den Kollegen noch komplett zu machen: zu der gestrig-gezeigte Pasta gabs die Clausche Rosenkohl-Nummer - ohne Sahne ;).

Die Brüllercrème wie immer nach diesem Rezept mit einem Teelöffel Orangenblütenwasser - perfekt sind dafür die Ramequins, die sie hier in Frankreich anbieten: schöne, flache Schälchen, damit auch viel von der Knusper-Zuckerkruste bei der Crème ist.

Mit dem Mi-Cuit, dem Fondant, dem Schokoküchlein steh ich weiterhin auf Kriegsfuß: wieder habe ich die richtige Zeit im Ofen nicht verwischt und es war mir eindeutig zu ungebacken. 

Die Bildqualität mußte sich dieses Mal dem Genuß hinten anstellen.

auf die Pätzchen, fertig, los: gâteaux aux noisettes

Donnerstag, 24. November 2011

 
Die Hartgesottenen der Vorvorweihnachtsphase, also bevor die Adventszeit begonnen hat, fangen mit großer Voraussicht bereits an ihr Plätzchen-Sortiment zusammen zu backen. Zu denen gehöre ich nicht, denn zu einem ganzen Arsenal werde ich es nicht bringen. Dieses Jahr will ich aber doch für Weihnachten einige Plätzchen backen, denn oft waren wir um die Weihnachtszeit auf Reisen. So genieße ich diese Zeit mit allem drum und dran zuhause - eben auch mit ein paar Plätzchen, für die paar einige ich aber keinen Schlachtplan à la Napoleon brauche.

Diese Plätzchen sind ursprünglich Kekse, weil Fränzis Plätzchen nun ja kulturell nicht kennen. Und dieses Rezept ist von einer Französin, genauer gesagt von unserer Pariser Nachbarin. Seit Jahren war ich auf ihre Versorgung damit angewiesen und diesen Herbst habe ich sie um das Rezept gebeten. Wäre ich vorher nicht so verrückt auf diese adorablen, mürben Kekse gewesen, hätte ich sie mit einem Blick auf die Zutatenliste mit Sicherheit nie ausprobiert. Olivenöl?! Im Plätzchenteig?! Nee, hätte ich mir skeptisch gedacht, neenee. Aber ihr habt ja mich, um alle Zweifel bei Seite zu wischen: die sind wirklich ungewöhnlich und lohnen das ausprobieren absolument.

Habe ich bei gefüllter Pasta bereits Geduldprobleme, steigern die sich bei Plätzchen ins Dramatische. Zum Glück nicht bei diesen: mischen, ausrollen, zuschneiden, backen; kein Ausstechen, kein Füllen mit Marmelade, keine Verzierungen mit Schokolade, kein Pinseln mit Zuckerguß: die schlichten unter den künstlerischen - und fürs ganze Jahr, auch für die Voradventszeit, exakt einen Monat vor Weihnachten!
 
 
Zutaten - für ein Blech:

150g Mehl
70g gemahlene Nuss (m: Walnuss)
50g gehackte Nüsse (m: Walnuss)
1 Ei, zerquirlt
75g Zucker
6 EL Olivenöl
2 TL Backpulver (orginal: levure alsacienne)
1 TL Salz
 
 
Zubereitung:

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Zucker, dem Salz und den gehackten Nüssen mischen. In einer anderen Schüssel das Ei verkleppern und mit den gemahlenen Nüssen und dem Olivenöl vermengen.

Nun beide Schüsselinhalte zu einem homogenen Teig verkneten*. Den Ofen auf 180° vorheizen. Den Teig ca. einen 1/2 cm dick ausrollen und nach Belieben zu kleinen Quadarte, Rechtecke, Dreiecke... ausschneiden. (m: Quadrate 2x2cm).

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit etwas Abstand zueinander setzen und auf der 2.Schiene von unten 12-15 Minuten backen bis die Ränder Farbe annehmen.

* Anmerkung m: nicht irritiert sein durch die ölige Konsistenz - der Teig läßt sich dennoch gut verarbeiten und ist formbeständig/ wenn er sich beim Kneten nicht ganz verbindet unbeeindruckt davon einfach auswellen und Ränder mit Hilfe einer Teigkarte etwa in Form schieben

Quelle: Nachbarin Nicole, die Nicole, von der auch das karamellisierte Ofenapfelmus stammt...
 

Tatin de Navets à l'orange - Knaller

Montag, 31. Oktober 2011

Diese Tarte Tatin kann ich euch nicht warm, sondern ganz heiß empfehlen. Selten, dass wir am Tisch sitzen und beide gerne Nachschlag gehabt hätten, und es war nichts mehr da. Oft muss ich mich bremsen, dass ich nicht noch für die Fußballmanschaft mitkoche, die ja möglicherweise vorbeischauen könnte. Was natürlich Quatsch ist. Normalerweise reicht uns die Tarte einer 24er Form gut. Gelernt habe ich durch unsere Appetitlichkeit, dass ich die nächste Tarte dichter mit den Navets/ Butterrübchen/ Steckrüben belegen werde, und sie auch etwas dicker schneide, ca. 5mm dick.

Wer nicht wie wir ein Tarte-Maniac ist, der kann die Navets auch mit seinem traumhaften Sößchen als Gemüsebeilage servieren. Ach, genau, die Restsauce muss auf jeden Fall, im Tartefall, mit dazu gereicht werden - da bleibt nämlich ebenfalls nichts übrig von. Für uns kommt das Gemüse so zubereitet zu den Favoriten! Und der Dinkel-Blätterteig von Martin war wieder ein toller Deckel-Boden! Noch 2 Stück habe ich in der Tiefkühle, dann muß ich wieder ran.
Zutaten:

pâte brisée
200g Mehl
120g Butter
4cl Wasser
Salz

pour les navests:

2 kleine Bunde Navets
1 Zweig Rosmarin
1kg Saft-Orangen
50g Butter
1 EL Honig
Salz/ Pfeffer
Zubereitung:

Zutaten wie gewohnt zu einem schnellen Tarteteig zerkneten und kühl stellen

Die Butterrübchen schälen und in 3mm dünne Scheiben schneiden. Die Orangen auspressen und 40-50ml zurückbehalten.

In einer Pfanne die Butter mit dem Honig schmelzen lassen, den Orangensaft dazuschütten und 2-3 Minuten köcheln lassen. Die Navets-Scheiben in die Pfanne geben, salzen, pfeffern und 20 Minuten  offen kochen bis die Flüssigkeit sirupartig einreduziert ist.

Den Ofen 190°C vorheizen.

Die Navet-Scheiben mit einigen Rosmarinnadeln auf dem Boden einer Tarte Tatin-Form (moule à manque) verteilen und mit etwas von dem Sirup beträufeln. Den Teig darüberlegen und die Ränder gut nach innen der Form falten/ drücken.

Etwa 30 Minuten im Ofen backen bis der Teig schön goldbraun ist. Die Tarte Tatin vor dem Servieren stürzen und den Rest des Sirup dazu reichen.

Anmerkung m: evt. vor Einschieben in den Ofen, den Blätterteig/ Tarteboden in der Mitte beschweren, damit er sich nicht nach oben wölben kann, und so die Navets an den Formboden gedrückt werden.

*Edit 2015: Fotos ausgestauscht. Dieses Mal Butterrübchen, Kohlrübchen und Kohlrabi gemischt verwendet.
 Quelle: Saveur Dec2010

für Adam & Eva und alle Apfelliebhaber - karamellisiertes Ofenapfelmus

Dienstag, 11. Oktober 2011

So schlicht wie wunderbar ist dieses Apfelmus! Und das ohne ein Gramm Zucker!

Das Rezept habe ich von meiner Pariser Nachbarin, die mir zauberhafterweise auf meine Begeisterung hin gleich noch eine Form von Soufflenheim geschenkt hat. Ein Römertopf wird wohl das gleiche Ergebnis erzielen. Schaut euch die Farbe an! Karamellfarben!

Der Fruchtzucker fängt im Ofen mit der Zeit zu karamellisieren an und die Äpfel fallen musig zusammen. Auf diese Weise auf die Spitze getrieben, werden die Äpfel sogar noch um einiges dunkler. Von meine Nachbarin habe ich mal ein Glas bekommen mit nahezu schwarzem Apfelmus. Geschmacklich bringt das aber nicht einen viel größeren Sprung. Es ist dann sämiger. Ich habe mich dieses Mal mit 7 Stunden im Ofen *begnügt*. Das dürft ihr halten, wie ihr wollt. Das Apfelmus ist dann fertig, wenn ihr es für fertig erklärt. An Karamell sollte die Farbe aber auf jeden Fall erinnern.

Für mich ist es das Apfelmus aller Apfelmuse - ich liebe es!
Zutaten*:

1-2kg Äpfel (Fallobst)
ein Stück Zimtrinde
etwas Muskatabrieb
eine Prise Kreuzkümmel
2 Nelken
Zubereitung:

Äpfel waschen, entkernen und schälen. In Schnitze schneiden und dann einen Tontopf (Soufflenheim/ Römertopf) randvoll füllen, zwischendrin die Gewürze beimengen und den Deckel auflegen. 

Bei 160°C Ober-Unterhitze mehrere Stunden in den Ofen stellen - je nach gewünschter Farbe und Konsistenz. Mein Apfelmus blieb 7 Stunden im Ofen.

Einwecken wie die ofengerösteten Tomaten - voher Zimtstange und Nelken entfernen. 


Die vollgefüllte Tonform (viele Äpfel ;) hat bei mir nach den Stunden im Ofen 6 Gläser à 200ml eingebracht.
*Edit Okotober 2012/ 13: funktioniert ebenso mit Römertopf oder gußeisernen Schmortöpfen (aber Achtung: gußeiserne Schmortöpfe nicht ganz füllen oder Deckel nicht ganz auflegen, sonst kocht der Topf über).

Zwetschgenmus - les meilleures deux du monde

Sonntag, 28. August 2011

Nun ziehe ich euch mit in die Misere. Seit nun drei Jahren muss ich mein Pflaumenmus in zwei Töpfen einkochen. Es ist mir unmöglich zu sagen, welches von beiden ich leckerer finde. Und da wir beide keine petits gourmands, keine ausgeprägten Süßmäuler sind, habe ich aus den letzten Jahren gelernt. Nein, nur weil man aus sämtlichen Obst Marmelade kochen kann, mache ich das nicht. Mein Habib ißt Marmelade nur in homöopathischen Dosen, daher müssen das Burner sein, dass sie keine Ladenhüter in der Speiß werden. 

Tja, und das ist der Vorteil der Jungblogger: man haut erstmal die Lieblingsrezepte raus, man will ja schließlich überzeugen - sollte es *grain de sel* nächstes Jahr noch geben, wirds schwieriger. MEHR als ein Lieblingsrezept für Zwetschgenmus habe ich nun mal nich - äh, Quatsch, doch, eben diese zwei. Und eines sag ich euch: mit einem dritten Topf werde ich nicht anfangen!!!

Im Prinzip werden beide Zwetschgenmus gleich zubereitet. Da sie aber unterschiedlich parfümiert werden, gibt es kleine Unterschiede, die ich in der Zubereitung beschrieben habe. Relativ wenig Zucker (200g auf 1,5kg) verwende ich für beide. Unsere Zwetschgen waren allerdings auch nicht sehr bitter.

Zutaten fruchtiges Zwetschgenmus mit Kardamom und Vanille 1:

1,5kg Pflaumen
200g brauner Zucker
4 Zwetschgensteine
1 Zimtstange
1 Zitrone
7 grüne Kardamomkapseln
1 1/2 Vanilleschoten
1 Stück Orangenschale
Zutaten Zwetschgenmus Surprise mit Schoko 2:

1,5kg Pflaumen
200g Zucker
4 Zwetschgensteine
1 Zimtstange
3 Nelken
4 grüne Kardamomkapseln
1/2 ausgekrazte Vanilleschote
1 Rippe Zartbitterschokolade* (m:5g)
etwas Lebkuchengewürz* (m: Msp)

Zubereitung: 

Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Gewürze mit den Zwetschgenkernen in einen Teebeute füllen (bei Rezept 1 außer den Vanilleschoten - das ausgekratzt Mark+Schote so dazu/ bei Rezepte 2 außer Schoko und Lebkuchengewürz - die kommen ganz am Schluß dazu) und etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Bei Rezept 1 den Zitronensaft dazupressen.

Die Gewürzsäckchen rausnehmen (bei Rezept 1 auch die Vanilleschoten rausfischen) und pürieren. Danach wieder in den Topf geben und eine weitere halbe Stunde, eventuell kürzer/ länger je nach dem wie saftig die Zwetschgen sind und bis das Mus die gewünschte Konsistenz hat.

Nun bei dem zweiten Rezept mit dem Lebkuchengewürz und der Schokolade (Zartbitter) abschmecken. Ich will weder die Schokolade noch das Lebkuchengewürz vorschmecken. Daher nehme ich von dem Gewürz nur 2 Messerspitzen voll und von der Schokolade lediglich ein Rippchen. Damit kann man aber nach Gusto spielen. Nur zu!

Heiß fülle ich beide Töpfe gleichzeitig in Gläser (bei mir je 4 Stück à 200ml) und wecke sie wie das ofengeröstete Tomatenpüree ein. Ich stelle sie in einen Topf in dem bereits kochendes Wasser ist und schütte über den Deckelrand kochendes Wasser auf - so 20 Minuten kochen und im Topf abkühlen lassen. Das ist durch den wenigen Zucker zwingend.
Und das ist doch wieder etwas für die Mädelsgang IS - DIE sind alle Süßmäuler ;). Juli von mat&mi sammelt heute allen Süßkram hier:

50% Vollkorn-Miche mit Kamut

Montag, 1. August 2011

Um die Miche bin ich lange herumgetigert. Was habe ich nicht alles an Schauergeschichten in den Foren gelesen - gemischt mit triumphalen Beiträgen, die der Besteigung des Himalayas gleichkamen. Ganz klar war: Wer eine Miche backen kann, ist ein Hobby-Profi-Bäcker.

Eine Miche ist, wie vor kurzem mal ausgiebig im ST-Forum disskutiert wurde, ein rundes Brot, das mehr als 1 Kilo wiegt und eine hohe TA (Teigausbeute - hier TA 185) hat, was meint, viel Wasser im Verhältnis zum Mehl.

Doch bei dieser Miche kann ich vorneweg den Schrecken nehmen. Weiche roggenlastige Teige sind klebrig, so klebrig, dass man sich anfangs fühlt wie Max und Moritz nachdem sie in den Kuchenteig gefallen waren. Diese Miche aber enthält kein Gramm Roggenmehl - also keine Kleberei.

Außerdem fällt auch die benötigte Schnelligkeit beim Einschießen in den Ofen weg, weil der Teigling kalt geführt wird. So vereint dieses Brot bei aller Einfachheit alle Vorteile einer Miche: die Lockerheit der Krume, die sehr gute Frischhalte-Qualität und durch die längere Gare im Kühlschrank das gereifte Aroma. Eines der Brote, die ich diesen Sommer besonders gerne gebacken habe, ist es doch aus meinen Lieblingsmehlen Kamut (das Korn der alten Ägypter) und Dinkel (Hildegard von Bingens bevorzugtes Getreide).

Alternativ zu meiner Teigfrührung läßt man die Hefe weg und das Brot 12-16 Stunden im Kühlschrank.
Zutaten:

Sauerteig (12-16 Stunden bei 24-26°):

110g Dinkel-Vollkorn
110g Wasser

Hauptteig:
Autolyse 30-40 min:

240g Kamut-Vollkorn
350g T65
360g Wasser

14g Salz
120g Wasser
5g Hefe
Teigzubereitung:

Die Zutaten für den Sauerteig vermischen und reifen lassen
Am Tag des Brotbackens den Sauerteig mit dem Kamutvollkorn, dem T65 und 360g Wasser zur Autolyse kurz verkneten und 30-40 Minuten ruhen lassen.

Anschließend Salz und Wasser mit der Hefe verquirrlen und beim Kneten schlückchenweise dazuschütten. Insgesamte Knetzeit 15 Minuten.

Während der Teigruhe von 2 Stunden 3x Falten, alle 30 Minuten. Dann rundformen und in Gärkörbchen für 1kg-Brote verfrachten. Abdecken und 7 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
Ofen auf 240° vorheizen, Brot einschneiden und mit viel Dampf einschießen. Fallend auf 180° fertig backen. Insgesamte Backzeit: 70 Minuten, letzen Minuten mit Umluft oder angelehnter Ofentür.
eine unserer prächtigsten Rosen, die Pierre de Ronsard, DIE Dornröschenrose schlechthin
Inspiration: Das Rezept *Weizenbrot mit 50% Vollkorn* von Nonox aus dem ST-Forum

Gefüllte Thymian-Dampfnudeln mit Pfifferlingragout

Donnerstag, 28. Juli 2011

Schon auf einigen Blog-Tellern habe ich die ersten Pfifferlinge gesehen, so sind auch wir bei einem Waldspaziergang (ewig habe ich als Kind nicht verstanden, warum der Spatziergang nix mit dem Spatz zu tun haben soll ;) fündig geworden.

Dieses Jahr haben sich die Monate verschoben und das zeigt sich nun in aller Klarheit. Durch das Landleben und die großen Nähe zur Natur bekommt man die Gezeiten ebenso wie die Unterschiedlichkeiten von Jahr zu Jahr in aller Deutlichkeit mit. War letztes Jahr ein exeptionelles Tomatenjahr, ist von Schwemme selbst im Treibhaus nicht die Rede. Dafür biegen sich die Äpfel-, Birnen- und Pflaumenbäume von der Überfülle ihrer zu tragenden Frucht.

Gestern nun haben wir unsere Apfelbäume geerntet. Im Juli! Zeitgleich mit Pflaumen und Mirabellen ist alles viel, viel, viel zu früh dran. Und wie alle Bauern irgendwann über das Wetter zu mysteln anfangen, so unke jetzt auch ich: wir werden einen frühen Wintereinbruch bekommen. Das wars mit dem Sommer, genießt noch alle wärmeren Stunden draußen. Und als wäre es der Zeichen nicht genug: die ersten Schwalben, die sich zu Gruppen sammeln, haben wir auch schon gesehen.

Zu diesem Essen brauche ich nur eines sagen: Wir haben geschlemmt! Sage und schreibe drei Dampfnudeln habe ich geschafft, und vorher hätte ich mich nicht bremsen können. Genial! Die Knusprigkeit des Bodens der Dampfnudeln ist Geschmacksache - wir mögens knistern hören beim Reinbeißen.
Zutaten:

200g Dinkelmehl T630
50g Dinkelvollkorn (gesiebt)
160ml Vollmilch
1/2 TL Salz
12g Hefe
1 TL Akazienhonig

Füllung:

1 Zwiebel
1 Bund Thymian
2 Walnüsse
1 EL Olivenöl
Salz/ Pfeffer

Pfifferlingragout:

300g Pfifferlinge (oder gemischte Waldpilze)
1 Knoblauch
1 Bund Petersilie
1EL Butter
250g Sahne
Salz/ Pfeffer

Preiselbeermarmelade
Zubereitung:

Für die Dampfnudeln die Milch leicht temperieren, mit der Hefe und dem Honig verquirllen. Mit Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen und ca. 10 Minuten gut kneten. Je nach Teigbeschaffenheit noch etwas Mehl oder Milch dazugeben - die Konsistenz sollte ungefähr wie ein Pizzateig sein. Abdecken und 45 Minuten gehen lassen.

Die Zwiebel fein würfeln, den Tymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Zweigen zupfen, die Walnusskerne fein hacken. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und alle Zutaten für die Füllung andünsten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig mit einer Teigkarte aus der Schüssel lösen und vorstichtig auf die Arbeitsfläche geben. In 8 Portionen à 60g teilen. Die Teiglinge leicht auseinander ziehen
Die Pilze putzen und in feine Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen, mit dem Messer zerdrücken. Das Olivenöl erhitzen, Pilze und Knoblauch darin 5 Minuten anschwitzen. Die Sahne dazugießen und bei geringer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Die Petersilie waschen, trocknen, die Blätter fein schneiden und unter die Pilze mischen. Mit Kristallsalz und Pfeffer abschmecken.

In einem weiten Topf (m: Pfanne mit Glasdeckel - sehr zu empfehlen) 1 EL Öl und 1 EL Butterschmalz erhitzen. Dann so viel Wasser einfüllen, dass der Boden ca. 1⁄2 cm hoch bedeckt ist (für meine Pfanne mit 30cm Durchmesser ca. 140ml). Einen halben Teelöffel Salz dazugeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren. Die Dampfnudeln mit der Nahtstelle nach unten hineinsetzen (wenn man etwas Platz läßt paßt in meine Pfanne  - leider - nur 7 Stück) und zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 12 Minuten garen. In den ersten zehn Minuten den Deckel nicht öffnen, sie fallen sonst sofort zusammen. Dazwischen einmal die Pfanne schwenken, ohne den Deckel anzuheben, damit das Kondenswasser am Deckel zum Rand der Pfanne fließt und nicht auf die Dampfnudeln tropft.

Die Dampfnudeln auf Teller setzen, mit Pilzragout überziehen und je 1 EL Preiselbeermarmelade obendrauf geben.
Hinweis: Die Angaben zu Wassermenge und Zeiten sind ca. Angaben. Das variiert je nach Größe der Pfanne, danach wie dicht der Deckel schließt und wie stark die Temperatur ist.

Rucola-Pizza mit Parmaschinken

Samstag, 23. Juli 2011

Pizza und Salat
Rucola und Parmaschinken
Frucht zu Würzigem
paßt immer, ja, ja, ABER auf einem Teller in einer einzigen Kombi. Ihr werdet ohnmächtig! Obwohl, da habe ich dann die Schneewittchenassoziation. Aber schwummrig wird euch beim Reinbeißen, da müßt ihr durch. PLUS einem genialo Pizzaboden und einem unerwarteter Kniff - nie und nimmer bringts ein Edel-Italiener mehr. Außerdem hat der keine Tomaten und keinen Rucola aus unserem Garten.

Und an dieser Stelle fällt mir auf, dass die Lieblings-Kategorie noch eingerichtet werden muß. Diese Pizza muss definitiv, eindeutig und enschiedenerweise dort einsortiert werden! Wäre jemand von den alten Hasen so freundlich, mir einen Hinweis zu geben, wie ich die Kategorien als solches einrichte?

Dazu gehört - völlig unverzichtbar - der unerwartete Kniff, die Balsamico-Reduktion, die Steph toll fotographiert hat. Die müßt ihr natürlich rechtzeitig vorbereiten. Für mich kann die Pizza darin baden. Meinem Habib reichts sparsamer.

Und hier ist sie, ich höre schon Kermit den Frosch beim auf die Seite tänzeln in die Hände klatschen und rufen: APPLAUS, APPLAUS!!:
Zutaten:


Tomatensauce

3 Tomaten
Salz/ Pfeffer
Prise Zucker
etwas geriebener Oregano
Chili

1 Kugel Mozarella
50g geriebener Comté
200g Serranoschinken /Parmaschinken

Belag:

200g Kirschtomaten
1 Bund Rucola
2 Knoblauchzehen

2 TL Olivenöl
Salz /Pfeffer

Scheiben einer halben Orange
Zubereitung:

Pizzateig in meinem Falle nach Wild Yeast zubereiten.

Für die Pizzasauce die Tomaten waschen, häuten und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf geben, abschmecken und solange einköcheln lassen, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Den Mozarella abgießen und in Scheiben schneiden.

Nun die Cocktailtomaten halbieren, in eine Schüssel geben, den Knoblauch dazu pressen. Rucola waschen und die dicken Stiele abschneiden. Rucola hinzufügen und alles vermischen. 5 Min, bevor die Pizza fertig gebacken ist, das Öl zum Salat geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Orange in dünne Scheiben schneiden

Den Pizzaboden ausrollen, mit der Tomatensauce bestreichen, mit Mozarellascheiben belegen und den geriebenen Käse darüberstreuen. Bei ca. 250° C im Ofen knusprig backen.

Die Pizza aus dem Ofen nehmen und portionsweise auf Tellern anrichten (ist leichter als die komplette Pizza nachher belegt zu schneiden, wie ich das trotzdem immer mache), dann den Schinken darauf verteilen und anschließend den Tomaten-Rucola-Salat sowie die Orangenscheiben darüber geben.
TIP:Wer den Comté durch Parmesan ersetzen will, der hobelt am Schluß über den Salat etwas Parmesan.
Wer immer noch keinen Sauerteig gezüchtet hat (ich versteh euch nicht), für den gibts zum einen das schöne Marlene Rezept (obige Pizza) oder auch im Hause lamiacucina eine Hefe-Variante. 

Und das paßt wie die Faust aufs Auge zum aktuellen Blogevent ausgeschrieben von Chef Hansen:
Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

Spaghetti mit Garnelen und Thymian-Bröseln

Samstag, 16. Juli 2011

Wird ein Spaghetti-Gericht allein dadurch geadelt, dass es in der schicken Effilee erschienen ist? Oder ist das nur mein Eindruck, dass Spaghettis bei einigen gleichbedeutend sind mit einer aufgewärmten Büchse Ravioli? Bizarre!

Aber tant pis - schönegal, was interessieren uns die anderen, wenns nachher derart köstlich schmeckt: knackige Böhnchen, süßliche Zuckererbsen, einfach das gewisse Eßwas. Zudem schön saisonal mit den Buschbohnen, die meine Bereicherung sind und der Garten gerade üppig anbietet. Noch toller die Thymianbrösel, so toll, dass es diese bei einem nächsten Spaghettiessen in anderer Geschmacksrichtung gleich wieder gab.

Jetzt wendet vielleicht jemand ein, der SEHR aufmerksam die letzten ersten Wochen mitgelesen hat, dass ich ja bei bisher allen Spaghetti-Gerichten pure Begeisterung gezeigt habe. Gut, zugegeben, ich esse gerne Spaghetti, doch ist das auch ein glücklicher Zufall, in so kurzem Abstand gleich zwei neue Favoriten für den Spaghetti-Karteikasten entdeckt zu haben.

Zuta­ten für 4 Personen 

8 Zweige Zitronenthymian (m: Tymian/ Zitronenthymian/ Bohnenkraut)
50 g Semmelbrösel 
5 EL Olivenöl 
Salz 
150 g Zuckerschoten (m: 200g)
(m: 100g junge Buschbohnen)
1 Früh­lings­zwie­bel 
300 g Spaghetti 
12 küchen­fer­tig geputzte Garnelenschwänze (bis zum Schwan­zende halbiert/ m: 8ST) 
1 TL frisch gerie­bene Zitronenschale 
1 Knob­lauch­zehe 
schwar­zer Pfef­fer aus der Mühle
1 noix de beurre 
Zube­rei­tung 

Thy­mi­an­blätt­chen von den Zwei­gen zie­hen und mit Sem­mel­brö­seln und 1 Ess­löf­fel Oli­venöl im Mixer kurz pürie­ren. Die Brö­sel auf einem Back­blech mit Back­pa­pier aus­brei­ten und leicht sal­zen. Im Ofen bei 200 Grad (Ober– und Unter­hitze) auf der zwei­ten Schiene von oben 5 Minu­ten rösten.

Die Zucker­scho­ten in feine Strei­fen, die Früh­lings­zwie­bel in Schei­ben schnei­den. Spa­ghetti nach Packungs­an­wei­sung garen. 

4 Ess­löf­fel Öl in einer gro­ßen, beschich­te­ten Pfanne erhit­zen, die Gar­ne­len darin 2 Minu­ten scharf anbra­ten. Zucker­scho­ten zuge­ben und wei­tere 3 Minu­ten bra­ten. Zitro­nen­schale frisch abrei­ben, Knob­lauch durch­pres­sen und mit den Früh­lings­zwie­beln in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfef­fer wür­zen und 1 Minute weiterbraten. 

Spa­ghetti abgie­ßen und tropf­nass in die Pfanne geben. Kurz durch­schwen­ken, dann even­tu­ell noch­mals mit Salz und Pfef­fer wür­zen. Die Pasta mit den Brö­seln bestreut servieren.

Und wer Ideen sucht für die Bohnen-Fülle, dem kann ich Mestolos Bohnen-Themenwoche ans Herzen legen - gestern gabs die leckere Fritatta!

Quelle: Spaghetti mit Garnelen und Thymian-Bröseln

Und weil bei diesem Essen wenig Aufwand und noch weniger Schweiß von Nöten ist, kommt das in die Kartei von:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de