Gegen Knallerrezepte gibts keine Medizin...
Montag, 19. November 2012
Lange genug lese ich nun bei Petra mit. Mittlerweile weiß auch sie, dass sie bestimmte Stichwörter fallen lassen muß und ich reagiere wie mein Knie beim Patellasehnenreflex. Ne, Hämmerchen aufs Knie und Knie geht - wenn die Reizweiterleitung normal funktioniert - nach vorne. Und ich gehe, wenn Petra *Knallerrezept* sagt, direkt in die Küche zum Nachkochen.
Es kam, wie es kommen mußte: die gekräuterten Anna-Kartoffeln aus der Muffinform stellten sich direkt als Favoriten heraus. Ja, sie sind sogar noch besser als der Kartoffel-Galette, der bereits hoch im Kurs bei uns steht. Und folgt man der Beschreibung, klappt das mit dem Rausstürzen der Kartoffeltürmchen aus den Muffinförmchen von alleine.
Ich habe die knusprigen Kartoffelstapel in ein echtes Lieblings-Alltagsessen integriert zu Ei und frischem Spinat - was nicht heißt, dass die Knusperstapel nicht gästetauglich wären, ganz im Gegenteil, sie sind für die Festtage vorgemerkt. Das Ei habe ich einfach zubereitet wie Robert Düsentrieb, dann flusselt das Eiweiß auch nicht. Und Spinat kann ich immer essen, schon von Kindheit an.
Zutaten 4 Stapel:
350g kleine, glattschalige, festkochende Kartoffeln
1 TL gehackte Thymianblättchen
8 kleine Thymianzweigspitzen
50g Butter
1 Knoblauchzehe, feinst zerdrückt
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen.
Vier Vertiefungen eines Muffinblechs mit Butter auspinseln, die Böden
dann mit Kreisen aus Backpapier auslegen. Jeweils 2 kleine
Thymianzweigchen in die Mulden geben, mit je 1/2 Tl Butter beträufeln.
Den gehackten Thymian und den Knoblauch in die restliche Butter geben,
unter Rühren etwa 2 Minuten sanft erhitzen, bis die Mischung duftet,
dann vom Herd nehmen.
Mit einer Mandoline die Kartoffeln in sehr feine Scheiben hobeln,
diese in eine Schüssel geben. Die Thymianbutter über die Kartoffeln
gießen, alles gut mischen, dabei salzen und pfeffern.
Die Kartoffelscheiben nun überlappend in die vorbereiteten
Vertiefungen der Muffinform einschichten, dabei die Kartoffeln immer
wieder gut andrücken. Die restliche Butter über die Kartoffeln träufeln.
Die Muffinform dicht mit Alufolie abdecken und für 35 Minuten in den
Backofen stellen, die Kartoffeln sollen sich dann leicht mit einem
Messer durchstechen lassen.
Herausnehmen, die Folie abnehmen, die Kartoffel-Stapel auf ein mit
Alufolie belegtes Backblech stürzen. Das geht am besten, indem man das
Backblech auf die Muffinform legt und beide Bleche zusammen umdreht und
dann die Muffinform vorsichtig abnimmt, wobei man nach Bedarf leicht auf
die Unterseite der Form klopft. Eventuell einzeln herausfallende
Scheiben wieder auf den Stapel legen. Backpapier entfernen (blieb bei
mir sowieso in der Form kleben).
Bis hierher können die Kartoffelstapel schon am Vortag zubereitet werden, in dem Fall abgedeckt kühl stellen.
Den Backofen auf 220°C hochstellen.
Das Blech mit den (gegebenenfalls abgedeckten) Kartoffeln in den
Backofen schieben und 25-30 Minuten backen, bis die Kanten goldbraun
sind.
Anmerkung Petra: absolut geniales Rezept! Lässt sich prima für Gäste
vorbereiten. Die Stapel sind beim Herausstürzen erstaunlich stabil. /Natürlich kann man ein Mehrfaches der obigen Menge machen, die
dreifache Menge füllt die gesamte Form und ergibt 12 Stapel. Pro Person
je nach Hunger und Größe des Ganges 1-2 Stapel rechnen.
*die Kartoffeln müssen klein sein, damit man die Muffinformen gut damit auslegen kann.









































