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Hallo Herbst: Birnen-Cardamon-Crumble

Sonntag, 16. September 2012

Das kann nur der Herbst: solche klaren Himmel zaubern mit diesen *Ich-sehe-was-das-du-nicht-siehst-Wolken*. So macht Gartenarbeit Spaß. Bereits während meiner Jahre als Theaterplastikerin habe ich es sehr geschätzt, mit den Händen zu arbeiten. Es ist wirklich so, wie immer gesagt wird: mag man den ganzen Tag auf den Beinen sein (von Rosen und Dornen verkratzt), aber du hast anschließend ein total befriedigendes Vorher-Nachher-Erlebnis, du weißst, du siehst, was du gearbeitet hast. Wahrscheinlich bin ich für reine Theorie nicht gemacht. Ich mags gerne handfest.

So schnell wie die Blätter ins Prachtgewand wechseln, was rede ich, VIEL schneller ist ein Crumble gemacht. Das erledigt sich, möchte ich fast behaupten, auch lässig mit nem Kind auf dem Arm. Und da muß ich doch an Melanie (an der Stelle solltet ihr sie auch gleich ❤en) denken, die ich dank Svea entdeckt habe. Für einen echten Gassenhauer hat diese Zeichnung ihres Sohns Julius bei uns gesorgt: ich brauche nur meine Hand mit allen fünf Fingern gespreizt wie als Kitzzelwaffe heben und mein Habib weiß, was ich meine. Dieses Bild nun als Gedanke ist ein Dauerschmunzler für mich.

So, die süßtesten unter den Birnen, die Williams sind reif und ein Mal mehr finde ich, dass Birne und Cardamon wie gemacht sind für einander. So sehr, dass ich bei dieser Kombi ein wenig kreisel - ihr werdet es auch noch an den nächsten Rezepten mit Birne (und Cardamom ;) merken. Und als kleine, bescheidene Anmerkung: Für so ein ordinäres Crumble ist das wirklich super geworden - so gut, dass ich die Streusel dieser Tarte durch diese hier ersetzt habe...
Zutaten 2 Personen:

3 Birnen
100g Mehl
50g brauner Zucker
3 grüne Kardamon-Kapseln
frischer Zimtabrieb
1 Msp gemahlener Ingwer
1 Msp gemahlene Nelke
1 EL Dinkelflocken
20g Mandelblättchen
1 Pr Salz
55g Butter

Zubereitung:

Form buttern. Ofen auf 180 vorheizen. 2 EL vom Zucker mit den Kardamon-Kernen mörsern. Die Zutaten für das Crumble vermengen. Die Birnen vierteln, entkernen und schälen. In  kleine Stücke schneiden. Die Form mit den Birnen füllen und das Crumble darüber streuseln. Etwa 35 Minuten knusprig backen.

Etwas abkühlen lassen und mit Crème fraîche servieren.

von euch für mich - Crumble à la Rhubarbe et Glace à la Crème fraîche

Sonntag, 15. April 2012

Der große Unterschied zu Rezepten aus Zeitschriften und Rezepten aus Blogs ist in einem Satz von Nicky auf den Punkt gebracht: You get what you see! Wäre ich absoluter novice und hätte vor, meine biestige Schwiegermutter zu beeindrucken, die vorgibt, schon kochend zu Welt gekommen zu sein: ich würde auf jeden Fall mein Menu aus Blog-Rezepten zusammenkochen. Warum? Weil auf die Damen und Herren Kollegen Verlaß ist. SO wird das was! Wie heute , da ich ein einziges Dessert zusammengestupfelt habe von verschiedenen Nachbarn: 

Von Eline hatte ich noch Invertzucker übrig, den ich zuletzt für mein Mispel-Sorbet im Sommer gebraucht hatte. 
Von Petras Apfelkuchen - by the way, der schmeckt SUPER (steht auch *Favorit* dabei ;) - habe ich die Streusel übernommen.
Ralf 's Schmelz hat mich zuerst aufhorchen und dann beherzt zur Kondensmilch greifen lassen.
Und schließlich hat mich Zorra - mit eigener Gelaterie ausgestattet - inspiriert. Sie hat mich angesteckt, das Eis mal ohne Ei und mit etwas Speisestärke herzustellen. Das mit dem Ei im Eis hat sich damit erledigt.
Den Rhabarber habe dann ich aus dem Garten zu diesem Dessert beigesteuert. Da wir lediglich grünen Rhabarber und keinen roten haben, wurden von mir noch ein paar Himbeeren aus der Tiefkühltruhe untergemischelt - fürs Auge.

Ergebnis: ein herrlich-knuspriges Crumble und ein sensationell zart-schmelzendes, cremiges Eis! Schön auch das Zusammenspiel von heißem Crumble und kaltem Eis.

Zutaten:
Eis

170ml Kondensmilch
(4%, ungesüßt)
80ml Milch
1 TL Speisestärke
1/2 ausgekratzte Vanilleschote
50g brauner Vanillezucker
40g Invertzucker

125ml crème fraîche (15%)
125ml crème fraîche (30%)

crumble

400g Rhabarber
(besser 600g - dann ist Verhältnis Streusel-Obst ausgewogener)
100g Mehl
55g Butter
25g Haselnuss-Krokant
50g Zucker
1 TL frisch geriebener Zimt
1 Pr Zucker
Zubereitung:

Für das Eis die Speisestärke in etwas Milch auflösen, dann mit der restlichen Milch, der Kondensmilch, dem Zucker und dem Invertzucker klümpchenfrei verrühren. Zum Kochen bringen und einige Minuten simmern lassen, dabei stetig rühren. Vom Herd nehmen und darauf achten, dass sich keine Haut bildet (rühren ;). Abkühlen lassen und die crème unterrühren - für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühl stellen.

Dann mit einem Zauberstab schaumig schlagen und in der Eismaschine gefrieren lassen.

Den Ofen auf 180° Unluft vorheizen.

Für die Streusel alle Zutaten außer der Butter miteinander vermengen. Nun erst die geschmolzene Butter zu Streuseln unterkneten. Den Rhabarer schälen und in Stücke schneiden. In eine gebutterte, ofenfeste Form geben, die Streusel darüber verteilen und auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen.
Inspiration: die Kochnerds
Für die IS - heute zu Tisch bei Katrin von lingonsmak: