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Funke: Bulgur-Salat mit gebackenem Feta

Montag, 14. Juli 2025


*Es gibt keinen größeren Glücksrausch, als sich selbst zu vergessen*. Oh, dachte ich, wie klug gesagt. Und wie anregend diesen Gedanken weiterzudenken. Direkt fällt mir ein, dass die Fränzis den Orgasmus la petite mort (der kleine Tod) nennen. Da beschert die Ekstase den Moment der absoluten Selbstvergessenheit. Oder wie herrlich sind die Flows, wenn man in einer Beschäftigung derart aufgeht, dass man Zeit und Raum vergißt - und sich selbst...

Ich las weiter: *Ich glaube, dass es keine furchtlosen Menschen gibt. Es gibt nur welche, die besser als andere darin sind, ihre Furcht zu besiegen. Das bewundere ich sehr. Furcht tritt uns immer wieder in den Weg und hindert uns daran, bestimmte Wege zu gehen, die wir vielleicht gehen sollten. Ich kenne das von mir, die eigene Trägheit. Trägheit ist noch gefährlicher als Furcht. Eine Freundin von mir sagte: It doesn't have to feel good whats good for you. Immer wenn ich etwas getan habe, was ich nicht tun wollte (wegen meiner Furcht) kam eine Belohnung.* Wieder bin ich begeistert. Das ist gerade mein eigenes, großes Thema: Mut. Man kann in Anbetracht eines lebensgefährlichen Lebens nicht mutig genug sein. Wie meinte ein Freund von uns: La peur n'évite pas le danger (die Angst vermeidet die Gefahr nicht). Im Gegenteil fügt der Habib an: Angst zieht Gefahr erst richtig herbei. 

In meiner Kindheit wurden viele Ängste weitergeben. Alles Andere, Fremde, Unbekannte drohte fürchterlich. Von Haus aus bin ich ein nervöser Charakter. Leicht schreckhaft. Und auch dazu merkte dieser eben genannte Freund eine kleine Anekdote aus seinem Leben an. Als Kinder durften sie sich gegenseitig nicht erschrecken, nicht hinter einer Tür hervorspringen und *Phuuu* rufen - vom Vater strengstens verboten. Angst sollte weder geschürt noch geübt werden. Toll-toll-toll! Den Mutigen gehört die Welt. Mut als Lebenstüchtigkeit ist eines der wichtigsten Werkzeuge. Wer nicht mutig ist, muss sich üben im Überwinden. Und sich schon das Sorgen verbieten, denn die grenzen im nächsten Schritt an Ängste. Großes eigenes Goethe-Motto für mindestens das nächste Jahrzehnt, pfhhh bist zum Tod:

     Allen Gewalten
     Zum Trutz sich erhalten
     Nimmer sich beugen,
     Kräftig sich zeigen
     Ruftet die Arme
     Der Götter herbei

Mein Interesse galt nun der Person, die diese schönen Sätze in die Welt gesetzt hat. Cornelia Funke. In einem Interview in der SZ - ich fischelte ihre Aussagen aus Insta heraus. Cornelia Funke kannte ich nicht. Das muss daran liegen, dass ich keine Kinder habe. Sonst wäre bestimmt kein Vorbeikommen an ihr möglich gewesen, an dieser so erfolgreichen, deutschen Kinderbuchautorin, die sich selbst Geschichtenerzählerin nennt.

Ich schaute sie mir also interessiert genauer an. Was hat sie für eigenartige Habichtsaugen. Und was einen unharmonischen Mund, der sich beim Sprechen so schräg verziehen kann. Und doch hörte ich dieser Geschichtenerzählerin sehr gerne, ja mit funkelnden Augen zu. Etwa hier bei Arte in diesem Gespräch, in dem sie die Lieblingsbücher ihres Lebens vorstellt. Erstens eine super Rubrik (die Frage habe ich mir selbst gestellt, Edition 2 zur Erneuerung/Erweiterung steht an), zweitens wunderbar begründet von Cornelia. Ich stelle es euch unten mal ein.

 *Jenseits von Eden* habe ich direkt bestellt. Cornelia meinte, es wäre wie die Fortsetzung von Kain und Abel, es gäbe kein besseres Buch um die Auseinandersetzung von Gut und Böse. Und wieviel Fragen sind elementarer als eben diese Auseinandersetzung für alle, die nach Wahrhaftigkeit streben?? Ein weiteres Buch *Sand-Talk* ist auf meine Liste gesetzt: Eure Vorstellung von Apokalypse ist unser Paradies, greift Cornelia heraus. WoW! Leuchtet mir sofort ein! Nichts anderes geben die Hopi-Indianer weiter: siehe den Prophecy-Rock. Das finde ich immer spannend, wenn sich Erkenntnisse von unterschiedlichen Richtungen bestätigen!

Ihr seht, ich bin auf schönste Weise in vielerlei Hinsicht gedanklich angestoßen. Cornelia ist für mich ein geistiger Brandstifter im besten Sinne! Vielleicht geht es euch ähnlich. Habt Ihr ein Lieblingsbuch von ihr, das ihr mir empfehlen wollt?



Eigentlich ist Cornelia Funke eine ideale Besetzung für mein   zu Tisch mit #.... Aber wo ich doch nur noch so selten blogge, wollte ich auch ein Rezept mit veröffentlichen.

Wir essen uns weiterhin oft, viel und gerne an Salaten satt. Also wieder ein Salat-Plus-Essen. Mit Obst zu Herzhaftem. Immer gut. Wie eine Zucchini, die man darin verstecken kann. So leicht werden mehrere kulinarischen Lieben auf einen Schlag abgedeckt!


Zutaten 2P:

100g Bulgur, grob
2 Lorbeer-Blätter
1/2 TL Kreuzkümmel
1 Pr Zimt
2 grüne Kardamomkapseln, angestoßen
250ml Gemüsebrühe
Granat-Apfelsirup (oder Dattel-Sirup)
1 Orange, Saft und Zesten davon
2 Pfirsiche (oder Nektarinen, Pflaumen, Granatapfel...)
6 getrocknete Aprikosen
1 handvoll Walnüsse
Harissa
1 kleine Zucchini
4 Zweige Minze
1/2 Bund Petersilie
einige Blätter Salat
Salz, Pfeffer
...
1 Feta (150g)
1 Ei
Mehl
Panko
Olivenöl


Zubereitung:

Bulgur in einem Sieb mit kaltem Wasser waschen. In einem kleinen Topf den Kreuzkümmel; Zimt und Kardamom anrösten. Bulgur, Gemüsebrühe und Lorbeerblätter zufügen. Ca. 10 min sanft köcheln lassen, Dann weitere 20 min ziehen lassen. Zuletzt den ausgepressten Orangensaft samt Zesten zufügen - davor Kardamom und Lorbeerblätter rausfischeln.

Nüsse hacken und ohne Fett in einer Pfanne rösten. Währenddessen ein Dressing mischen aus 3 EL Olivenöl, 2 EL Granatapfelsirup, Harissa, Salz, Pfeffer. Die kleingeschnittenen Aprikosen darin ziehen lassen. 

Die Zucchini je nach Größe in Ringe schneiden (oder halbieren) und mit etwas Olivenöl bei guter Hitze anbraten, bis sie Farbe bekommt. Mit etwas Kräutersalz würzen.

Minze und Petersilie klein wiegen. Die Pfirsiche/ Nektarinen in Streifen schneiden.

Nun alle Zutaten für den Salat miteinander vermengen und 10 min ziehen lassen. Nochmals abschmecken

Zuletzt für den gebackenen Feta Eier in einem tiefen Teller verquirlen. Mehl und Panko jeweils in einen weiteren tiefen Teller geben. Feta jeweils in 6 gleich große Stücke schneiden. Nacheinander im Mehl wenden, überschüssiges Mehl vorsichtig abklopfen. Fetastücke dann zunächst durch das Ei ziehen, zuletzt in den Panko-Bröseln wenden und gut andrücken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Fetastücke darin bei mittlerer Hitze von jeder Seite 2–3 Minuten knusprig ausbacken. Aus der Pfanne nehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Bulgur-Salat nochmals mit Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Säure (weißer Balsamico/ Apfelessig/ Limettensaft) abschmecken. Salat auf Teller verteilen. Darauf jeweils 3 Fetastücke anrichten. Mit Granatapfelkernen und abgezupften Minzblättern bestreuen und servieren.


Übergang: Matjessalat mit Nektarinen

Freitag, 16. September 2016

Das ist DER Salat für den Übergang von Sommer Richtung Herbst. Für Matjes hege ich ja eine wiederkehrende Schwäche. Nicht oft, aber doch so 2 bis 3 Mal im Jahr kommt es über mich. Und genau dafür habe ich eigentlich immer welche eingefroren. Denn Matjes zählt wie Buttermilch zu meinem Exportgut aus Deutschland.

Klassischerweise wird der Matjessalat mit Äpfeln zubereitet. Hier nach Schuhbeck mit Birnen. Den Post samt Bildern wollte ich eigentlich ausgemistet haben... soweit ich mich erinnere - die Bilder *seufzzz* (leere Worte, so kann ich jetzt zumindest darauf verlinken). Das Obst wird bei diesem Rezept mit Pfirsichen ersetzt. Ich fands superlecker! Matjes halt. Fränzis - da bin ich mir ziemlich sicher - dürfte ich diesen Salat jedoch nicht anbieten. Zu weit weg von der klassischen cuisine française...
Zutaten 2P:

4 Matjesfilets (ca. 250g)
1 Nektarine (m: halb gelb/ halb rot)
2 Frühlingszwiebeln
150g griechischer Joghurt
50g Crème Fraîche
etwas Zitronensaft
1 TL Senf (m: Dijon)
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
etwas Holunderblütensirup
1 Bund Dill (m: etwas Schnittlauch)

Zubereitung:

Die Nektarine vom Kern befreien und in dünne Scheiben schneiden. Das Weiße der Frühlingsszwiebeln fein würfeln, das Grün in Ringe schneiden. Den Matjes in etwa 2cm große Stücke schneiden.

Aus dem Joghurt, der Crème, dem Zitronensaft, dem Holunderblütensirup und dem Senf ein Dressing mischen. Alles miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit etwas Schnittlauch bestreuen (oder wer hat mit Dill).

Inspiration: Essen und Trinken

Mal prinzipiell und überhaupt - mit Sommer-Salat

Freitag, 20. Juni 2014

Den Habib und mich eint vieles. Etwa die Freude an frischem Obst in herzhaftem Essen. Was zugegeben zu den weniger wesentlich verbindenden Elementen zählt. Wie schon öfters erwähnt formieren der Habib und ich ein Paar mit Altersunterschied. Offensichtlichem Altersunterschied. Immer wieder wundere ich mich, auf wieviel Vorurteile man damit stößt. Gerne postuliere ich, dass man als homosexuelles Paar heutzutage leichter lebt als ein Paar aus unterschiedlichen Generationen. 

Der vorletzte Bürgermeister unseres kleinen Dörfchens ist schwul, will heißen, dass dies auch in Hintertupfingen keineswegs mehr als außergewöhnlich empfunden wird. Man kann einer alteingesessenen Dorfgemeinschaft einges vorwerfen, aber bestimmt nicht, dass sie Sinnbild einer offenen, modernen Gesellschaft darstellt. Neenee, um als Schwuler in der Gegenwart und in unseren Breitengraden Aufsehen zu erregen, muß man mindestens mit Vollbart und rauschendem Abendkleid daherkommen samt gigantomanischer Lichtershow.

Das schaffen der Habib und ich locker ohne jeden Tant. Auch wenn der Habib weder reich noch berühmt ist und ich definitiv kein Model. Vielleicht ergeht es Paaren, die augenscheinlich aus zwei verschiedenen Kulturkreisen zusammengesetzt sind, ähnlich. Je ne sais pas. Zweifelsfrei funktioniert diese Tatsache wie ein astreiner Idiotendetektor. Wenn man schon alle Blicke auf sich zieht, dann würde man doch auch meinen, dass in diesem Fall GENAU hingeschaut wird. Und dann sollte der Maßstab sein, ob sich die zwei verstehen und mögen, oder ob es sich  - wie der erste grauenhafte Verdacht - um eine tatsächlich unmögliche Parung handelt. Aber ganz ihrer Natur nach suchen Vorurteile lediglich nach ihrer Bestätigung. Hach, Menschen... Man könnte sie manchmal schütteln...

Unfreiwillig wird mir so eine Lektion zuteil, dass Liebe und der Zug danach nur sehr wenigen vergönnt ist zu leben (leider!). Wäre dem nicht so, würden die Reaktionen anders ausfallen. Kein liebender Mensch bindet sich - wäre es eine Frage der Wahl - an einen Partner, wo Parze aller Wahrscheinlichkeit nach die Lebensfäden so durchschneidet, dass einer allein zurückbleiben muss.

Da ist das Leben als Salat ein leichteres Unterfangen. Zumindest aus meiner Perspektive. Um eine ganz wunderbare Zusammenstellung, wenn zu den Zutaten eine aufgeschlossene Haltung herrscht, handelt es sich bei diesem Salat, den es nun den ganzen Sommer über bei uns immer wieder in unterschiedlichen Varianten gibt - da wird der Käse ausgetauscht oder das Dressing oder die Früchte oder ein paar Nüsse darüber gestreut. Und fotographieren läßt er sich zudem kinderleicht, dieser Schönling unter den Salaten.
Zutaten 2P:

3 rote Bete (m: in unterschiedlichen Farben)
1 handvoll Rucola
1 Aprikose
1 Pfirsich
1 Nektarine
1/2 rote Zwiebel
einige kleine Würfel Fourme d'Ambert (oder ein anderer zarter Bleu)

Dressing:
Abrieb 1/2 Orange
Saft 1/2 Orange
3 EL Olivenöl
1 EL Haselnussöl
etwas Zitronensaft
etwas Apfelessig (oder ein anderer Obstessig)
1 TL Holunderblütensirup (m. selbstgemacht)
Salz, Pfeffer
Zubereitung:

Die rote Bete in reichlich Wasser garen, mit kaltem Wasser abschrecken, von der Haut befreien und in dünne Scheiben schneiden. Die rote Zwiebel ebenfalls in feine Ringe schneiden.

Das Obst nach Größe halbieren, vierteln oder achteln und in einer mit Olivenöl bestrichenen Grillpfanne von beiden Seiten grillen.

Alle Zutaten des Dressings zu einer homogenen Sauce vermengen. den Rucola waschen und auf einer Platte anrichten. Rote Bete und Früchte darauf setzen. Mit Dressing beträufeln und Käsewürfeln darüber streuen. Etwas ziehen lassen und am besten lauwarm mit einer Scheibe Bauernbrot essen.

Varianten: anstelle von Bleu - Ziegenfrischkäse/  anstelle des Käses für eine vegane Variante - Walnüsse oder Croûtons /anstelle die Rote Bete zu kochen und das Obst zu grillen, beides auf ein Backblech setzen und im Ofen rösten (Rote Bete -Stücke brauchen bei 190° O-/U-Hitze ca. 45min - dann Obst nach der Hälfte der Zeit mit in den Ofen geben) / oderoder...

Tarte multi-fruits rustique - variables Grundrezept

Sonntag, 22. Juli 2012

Partout konnte ich mich nicht für EIN Obst entscheiden, mit dem ich diese Tarte belegen wollte. Bon, es geht im Leben nicht immer absolut zu - ich hatte schließlich nicht vor, zu heiraten. Und so bekam jeder seine Chance. Oder jedes: sämtliches, griffbereites Obst. In Frankreich nennt man das dann einfach *multi-fruits* und das Kind hat einen Namen. Was noch dazu ein deutlich klingendere Name ist als improvisierter *Vielfrucht-Kuchen*.

Wohlverdient! Die Tarte multi-fruits sollte man genauso wiederbacken. Wobei, um die Flexibilität des Anfangsgedanken zu wahren, dabei auch früchtemäßig variabel bleiben. Und um ganz im Kreis weiterzudenken: Man könnte sie reintheoretisch auch nur mit einer Obstsorte backen. Es muß ja nicht ausgerechnet nur Stachelbeere sein...

Somit ist diese Tarte gut als *Tarte-Grundrezept* zu bezeichnen. Lediglich die Zugabe der Zuckermenge im Guß würde ich Süße und Säure der Früchte anpassen. Und das Parfümieren (hier Orangenzesten) ebenfalls. Optisch allerdings ist es für Tartes mit sehr saftigen Früchten definitiv ein Plus, den Guß UNTER die Früchte zu geben - somit bleibt die *schöne Seite* oben.

Zutaten Tarteform 30cm:

pâte sablée
220g Mehl
60g gemahlene Mandeln
Abrieb einer 1/2 Orange
1 Prise Salz
80g Zucker
140g Butter
etwas kaltes Wasser

2 Pfirsiche
1 Nektarine
2 Aprikosen
einige, entsteine Kirschen
einige Stachelbeeren,
einige Himbeeren

Guß
2 Eier
2 EL crème fraîche
3 EL brauner Zucker
1 EL Grand Manier
Zesten-Abrieb einer 1/2 Orange

2 EL Pinienkerne
Zubereitung:

Die Zutaten für den Tarteboden wie gewohnt zubereiten und kühl stellen. Eine Tarteform buttern. Den gekühlten Teig auswellen, die Form damit auslegen, mit der Gabel mehrfach einstechen und in der Tiefkühltruhe 30 Minuten kühlen.

Den Ofen auf 200° vorheizen. Die Zutaten für den Guß mithilfe eines Schneebesens gut vermischen. Die Früchte vorbereiten: Kirschen entsteinen, Aprikosen vierteln, Nektarine und Pfirsiche in Scheiben schneiden.

Den Guß auf den Tarteboden gießen und die Früchte darauf verteilen. Dabei gilt: große Früchte zuerst (die Pfirsich- und Nektarinenscheiben, dann die Aprikosen...), lediglich die Himbeeren nicht darüber geben (diese werden nur die letzten 10 Minuten mitgebacken (damit man optisch noch etwas von ihnen hat).

Die Tarte auf der 2.Schiene von unten bei 200° 15 Minuten backen, dann die Hitze runterschalten auf 180° und weitere 35 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten die Pinienkerne und die Himbeeren darüber streuen und fertig backen. Schmeckt lauwarm oder gekühlt.

Scheherazades Couscous

Donnerstag, 1. September 2011

Dieses Couscous bekommt keine warme, nein, es bekommt eine heiße Empfehlung. Es sieht nicht nur sinnlich aus, sondern es schmeckt auch orginal nach TausendundeineNacht. Ein Essen zum Verführen! 

Ich stelle mir dazu einen Raum vor, ausgelegt mit den wunderschönen Teppichen und Kissen der Perser, etwas von dem traumhaften Kunsthandwerk der Marokkaner stilsicher verteilt, zierlich mit Henna bemalte Hände, mit Kajal umrandete Mandelaugen, etwas *Arabie* von Serge Lutens aufgelegt und dann ein Teller mit diesem Couscous - da knistert die Luft!

Für das Gemüse habe ich die bunten Karotten (diese für ein Cousous zu verwenden ist ein geschätzter Petra Tipp) genommen und die ebenfalls mehrfarbige Paprika. Für mich das leckerste Couscous, das ich je gegessen habe! Ebenfalls eine tolle Idee (alles inspiriert von Topfgeld, wo Heike ja heute mit dem Löffel winkt) ist die Minzsauce dazu und das Lammfilet. Bei uns gabs stattdessen ein schönes knofiges Lammkotlett. Eine ganz runde Sommer-Sache! Auch ohne verführerische Hintergedanken - die aber das Tüpfelchen auf dem i sind ;-)
Zutaten Couscous:

2 Karotten (bunte)
1 Paprika (Stück gelb/ rot/ grün)
½ Zucchini (gelb/ grün – alles klein geschnitten)
1 unbehandelte Orange 
10g Butter
½ Nektarine
20g Pinienkerne
 
Zutaten Minzsauce:

150 g Naturjoghurt
1 unbehandelte Limette
1 Bund Minze
Pfeffer

1 TL Harissa (scharfe Gewürzpaste – evt. weniger)
2 Kardamonkapseln
1 Zimtstange
50 g Ingwer
1 Vanilleschote
Olivenöl
Salz
Zubereitung:

Für den Sud des Couscous den Ingwer schälen und kleinschneiden. Die Vanilleschote halbieren. Die Kardamonkapseln, die Zimtstange, den Ingwer und eine halbe Vanilleschote im Mörser zerstoßen. Anschließend die Gewürze in einen Teefilter füllen, mit vier Tassen Wasser aufkochen und etwas ziehen lassen. 

Das Gemüse waschen, in kleine Stücke schneiden und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne andünsten.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die Nektarine in kleine Schnitze schneiden.

Die Limette halbieren und etwa einen Teelöffel Saft auspressen. Die Minzeblätter abzupfen, kleinschneiden und mit Salz, der Pfeffermischung, Honig und etwas Limettensaft unter den Joghurt heben.

Die Orangenschale abreiben, anschließend halbieren und den Saft auspressen. Das Gewürzwasser erneut aufkochen, dann über das Couscous gießen und etwa zehn Minuten ausquellen lassen. Anschließend die Butter, die Nektarine und die Pinienkerne dazugeben und das Ganze mit Salz, Harissa, Orangensaft- und abrieb abschmecken. 

Schmeckt auch kalt als Salat wunderbar.

Nektarinen-Tarte

Sonntag, 21. August 2011

Dieses Wochenende ist einfach zu warm für größere Küchenaktionen. Daher gibt es heute einen anderen Kuchen als zuerst ausgesucht. Wer eine unkomplizierte Tarte als süße Überraschung nach dem Grillen sucht, für den ist diese hier bestimmt das richtige: Bodenzutaten vermengen (gut vermengen) und Nektarine in Schnitzen darauf verteilen - und das französische Savoir-Vivre ist fertig.

Die Tarte stammt aus dem Buch *Rezepte aus dem Obstgarten*, die ich hier mit weißen und orangenen Nektarinen gemacht habe. Während der Boden für sich zu salzig und der Belag wiederum zu süß wäre, gleichen sie sich miteinander aber wunderbar aus. 

Allein der Boden war sehr mürb, krümelig, also extrem krümelig. Ich habe versucht, meine Erfahrung in der Zubereitung zu formulieren - wahrscheinlich hätte ich die Zutaten sorgfältiger vermengen sollen. Bei einer Tarte, die ihre Raffinesse in der Schlichtheit hat, sollte der Boden schon funktionieren! Über Rückmeldungen zu eigenen Erfahrungen wäre ich gespannt.
Zutaten.

4 Nektarinen
3EL Rohrzucker

120g gesalzene Butter
150g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
30g Maisstärke
1 Ei

Zubereitung:

Den Backofen auf 210° vorheizen

Bei schwacher Hitze die Butter in einem Topf schmelzen. Mehl, Backpulver und Stärke mischen, bevor sie in eine Schüssel gesiebt werden. Dann das Ei zugeben und alles sehr sorgfältig verkneten bis eine richtig feinkrümelige Konsistenz erreicht ist. Die Butter vor dem Vermengen etwas abkühlen lassen und über den Teig gießen. Den Teig zu einer Kugel formen und mit den Fingern in eine Form von 26 cm Durchmessern drücken.

Die Nektarinen vom Stein lösen und in schmale Spalten schneiden. Hübsch auf dem Boden anordnen, mit dem Rohrzucker bestreuen und im Ofen ca. 30 min backen.

Die Tarte ist fertig, wenn der Boden eine goldbraune Farbe angenommen hat. Der Saft, den die Nektarinen während des Backens verlieren, karamelisiert.
Sollten die Nektarinen aromaarm sein: nach dem Schneiden mit etwas Zitronensaft und Rohrzucker betreuen und einige Minuten ziehen lassen bevor man sie auf der Tarte verteilt. 

Quelle: Rezepte aus dem Obstgarten
Das geht an die Mädelsgang der IS - heute gesammelt von Katrin von lingonsmak:
Euch allen einen schönen heißen süßen Sonntag!

Blog-Buster - j'adore aussi...

Freitag, 19. August 2011

Adorer - ein schönes Wort, oder? In Deutschland gibts das nicht adäquat zu übersetzten. Ich bete... an, habe ich noch nie jemand sagen hören und schon gar nicht in Zusammenhang mit Essen. Die Franzosen können dieses j'adore seufzen - VORALLEM im Bezug auf Essen! Bon, ich jedenfalls finde diese Salate absolut adorable! Manchmal kann das Leben so einfach sein...

Wie bereits erwähnt, kommt nun der nächste Gassenhauer in Form von dem allseits beliebten Tomaten-Nektarinen-Salat aus der Effilee des letzten Jahres. Er wurde je nach Küche und Gewohnheit leicht verändert, aber alle waren sich einig: das ist ein Lieblingssalat! Da dieses Wochenende auch in dem nicht sehr sonnenverwöhnten Deutschland der Sommer nochmals zurück kommt, habt ihr nun zum Grillen die perfekte Beilage. Und die Qual der Wahl unter all den Varianten!

Zutaten 2 P:

etwas Blattsalat
400g Tomaten
1 Nektarine
1 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
200g Ziegenfrischkäse
1/2 Bund Basilikum

Zubereitung

Toma­ten waschen und in Schei­ben schnei­den, Nek­ta­ri­nen in Spal­ten schnei­den, bei­des auf Tel­lern anrich­ten. Zitronensaft und Öl glatt rüh­ren, mit Salz und Pfef­fer kräf­tig würzen.

Basi­li­kum grob zup­fen und über den Salat streuen, Ziegenfrischkäse mit den Fingern darüber verkrümeln. Alles mit der Vin­ai­grette beträufeln.

Und da wir schon bei fruchtigen Salaten sind - eine weitere Welle schwabte von Küche zu Küche: die Melone im Sommersalat! Und warum? Weil ein solcher Salat gerade bei hohen Temperaturen richtig erfrischend ist. Selbst die Appetitgebremsten werden herzhaft zulangen.
Zutaten 4 P

1/4 Wassermelone (ohne Kerne)
1 Honigmelone
200g Schafskäse
1 Bund Basilikum
3-4 EL gutes Olivenöl
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Zuckermelone von den Kernen befreien und wie die Wassermelone in kleine Stücke schneiden (wer das entprechende Instrument hat, darf auch kleine Kugeln ausstechen. Den Basilikum in grobe Streifen schneiden. Die Melonenstücke in einer Schüssel mit dem Basilikum vermischen und den Käse darüber verkrümeln. Mit dem Olivenöl und dem Pfeffer vermischen.