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Übergang: Matjessalat mit Nektarinen

Freitag, 16. September 2016

Das ist DER Salat für den Übergang von Sommer Richtung Herbst. Für Matjes hege ich ja eine wiederkehrende Schwäche. Nicht oft, aber doch so 2 bis 3 Mal im Jahr kommt es über mich. Und genau dafür habe ich eigentlich immer welche eingefroren. Denn Matjes zählt wie Buttermilch zu meinem Exportgut aus Deutschland.

Klassischerweise wird der Matjessalat mit Äpfeln zubereitet. Hier nach Schuhbeck mit Birnen. Den Post samt Bildern wollte ich eigentlich ausgemistet haben... soweit ich mich erinnere - die Bilder *seufzzz* (leere Worte, so kann ich jetzt zumindest darauf verlinken). Das Obst wird bei diesem Rezept mit Pfirsichen ersetzt. Ich fands superlecker! Matjes halt. Fränzis - da bin ich mir ziemlich sicher - dürfte ich diesen Salat jedoch nicht anbieten. Zu weit weg von der klassischen cuisine française...
Zutaten 2P:

4 Matjesfilets (ca. 250g)
1 Nektarine (m: halb gelb/ halb rot)
2 Frühlingszwiebeln
150g griechischer Joghurt
50g Crème Fraîche
etwas Zitronensaft
1 TL Senf (m: Dijon)
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
etwas Holunderblütensirup
1 Bund Dill (m: etwas Schnittlauch)

Zubereitung:

Die Nektarine vom Kern befreien und in dünne Scheiben schneiden. Das Weiße der Frühlingsszwiebeln fein würfeln, das Grün in Ringe schneiden. Den Matjes in etwa 2cm große Stücke schneiden.

Aus dem Joghurt, der Crème, dem Zitronensaft, dem Holunderblütensirup und dem Senf ein Dressing mischen. Alles miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit etwas Schnittlauch bestreuen (oder wer hat mit Dill).

Inspiration: Essen und Trinken

Hippie meets Nordisch by Nature

Mittwoch, 20. November 2013

Mal ehrlich. Ich bin nicht gemacht, um im Taucheranzug oder im Ein-Frau-Zelt spazieren zu gehen. Die leichten, luftigen Kleidchen, der Wind auf der Haut, die Sonne im Haar DAS liegt mir. Außerdem kommt man sich als Brillenträger bei Regen RICHTIG sehbehindert und sehr bemitleidenswert vor. Und dann sofort diese kalten Fingerspitzen wenn man etwas vor der Tür anfaßt. Nee, das mag das Hippie-Mädchen in mir alles ganz und gar nicht.

Passend zum trübseligsten Wetter, dem ich seit langem ausgesetzt bin, habe ich ein Kartoffelgratin aufgetan, das hübscher *Nordisch by Nature* nicht sein könnte. Es ist ein Rezept von Sebastian Dickhaut, der mir schon mehrfach im Netz allerfreundlichst aufgefallen ist (wo genau soll mein Geheimnis bleiben. Soviel sei verraten, es hat etwas mit Freundschaft und nichts mit mir zu tun). 

Matjes zählt zu den Dingen, die ich immer gierig mit aus Deutschland nach Frankreich nehme. Heringsalat - super! Und in diesem Gratin - ebenfalls super! So richtig schön rustikal. Dazu ein knackiger Blattsalat (vielleicht mit Karotte, ihr wißt ja...) und das Wetter entlockt euch nur ein schnippisches *Pfff*. Auch die Ideen bei Valentina, von wo ich das Rezept mitgenommen habe, wie etwas Senf oder Petersilie unter das Gratin gemischt, kann ich mir sehr gut vorstellen.

Als musikalische gute Laune Untermalung gibts heute meine Entdeckung der Woche, die ich Melanie zu verdanken habe. Ich bin mir ja sowas von sicher, dass Maike Rosa Vogel dieses Lied nur für mich oder wegen mir oder über mich geschrieben hat. Je l'adore!
Zutaten:

2 Zwiebeln
4 EL Butter
800 g festkochende Kartoffeln
Salz
250 g Matjes- oder Bismarckheringe
250 g Sahne (m: 180ml Sahne, 70ml Milch)
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 EL Semmelbrösel


Zubereitung:

Den Ofen auf 220 Grad Celsius vorheizen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und längs in Streifen schneiden. Zwiebelstreifen in 2 EL Butter bei kleiner Hitze in 5 Min. glasig dünsten und abkühlen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, mit 1/4 TL Salz mischen und beiseitestellen. Die Heringe abtropfen lassen und in 2 cm dicke Streifen schneiden.

Eine Auflaufform mit 1 EL Butter fetten. Zuerst eine Lage Kartoffeln in die Form schichten, darauf je eine Lage Zwiebeln und Heringe geben und mit Kartoffeln abdecken. Dies so lange wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind, dabei mit Kartoffeln abschliessen.

Die Sahne mit Pfeffer und Muskat erhitzen, aber nicht kochen, und über die Heringskartoffeln giessen. Brösel und 1 EL Butter in Flöckchen auf dem Auflauf verteilen und ca. 45 Min. (lieber 5-10min länger) im heissen Ofen (Mitte, Umluft 200 Grad Celsius) garen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und die Kartoffeln gar sind. Dazu passt Bier und grüner Blattsalat.


Quelle: Sebastian Dickhaut bei Valentinas Kochbuch

Fernsehgucken mit Herrn Paulsen - Matjestatar auf roter Bete

Donnerstag, 5. April 2012

Hab ich es schon mal erwähnt, dass ich den Herr Paulsen sehr adrett finde? Also hätte ich nicht bereits den Habib meines Lebens gefunden, wäre zuvor keinem Hubschrauberpilot oder Menschen-Länder-Abenteuer-Fotograf begegnet, und  wäre wiederum Monsieur NutriCulinary nicht verheiratet, also dann wäre ich heute bemüht, den Stevan mal im richtigen Leben... ;). Aber ich komme vom Thema ab.

Was ich eigentlich erzählen wollte ist, dass jemand, der so seriös wie lässig, erfolgreich wie auf dem Boden geblieben ist und sich die schönen Rezepte dabei nur so aus dem Ärmel schüttelt wie der Steven Paul, wenn also so jemand zugibt, gerne *Das perfekte Dinner* anzugucken, dann kann ich nun nachziehen. Und nichts besser als bei Halbseidenem (was Fernsehen mehr oder minder im Allgemeinen ist) eine solide Unterstützung in Person von Stevan Paul zu haben. War bereits als Kind erstgezückte Verteidigung: *Aber der Stevan, der tut auch...*. Bref, seit wir vor Kurzem einen Fernseher unser Eigen nennen, schaue ich diese Sendung immer wieder mit Plaisir. Die guten Gründe sind bei Stevan nachzulesen.

Eben dort fiel mir diese Vorspeise auf, von der ich mich heute habe inspirieren lassen. Denn eines der Dinge, die ich stets über die deutsch-französische Grenze schmuggle sind Matjes- oder Heringfilets.  Ich liebe solche Salate - was die Fränzis zu meinem Bedauern bisher nicht wahrgenommen haben. Es ist eine köstliche, elegante Variante des Klassikers geworden - geholfen hat mir dabei eine exakt reife Avocado und eine Flugmango. Schön auch darin das nussige Aroma des Pimpinelle.
Zutaten:

3 Matjesfilets
(m: in Öl eingelegt)
2 Frühlings-Echalotte
1 Avocado
1/2 Mango
1/2 Apfel
2 Kartoffeln (gekocht, vom Vortag)
1 Limette, Abrieb und Saft
Salz, Pfeffer
Zucker
1/2 Bund Kerbel
1/2 Bund Pimpinelle
2 rote Bete, gekocht

Zubereitung:

Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und in etwas Butter langsam goldbraun anrösten. Die Matjesfilets auf Küchentüchern entfetten, würfeln, ebenso die Avocado und die Mango. Den Apfel in feine Stifte schneiden. Die Kräuter waschen und fein schneiden. Die rote Bete in feine Scheiben hobeln und diese blütenartig auf einem Teller anrichten. 

In einer Schüssel den kleingeschnittenen Matjes mit den Kartoffelwürfeln und dem Rest der Zutaten vermengen, mit Limettenabrieb und -saft, sowie Salz, Pfeffer und Zucker pikant abschmecken. 

Mit Hilfe eines mittleren Servierring den Matjestatar auf den rote Betescheiben anrichten und mit etwas Kräutern dekoriern. Eventuell die rote Betescheiben noch mit einer kleinen Vinaigrette beträufeln.
Inspiration: Das perfekte Dinner

ein Burgersepperl auf Talfahrt - Heringssalat mit Rote-Bete-Brinen-Schmand

Freitag, 2. Dezember 2011

Es ist DER Aufreger der letzten Tage: Der Münchner-Gewürz-Gastro-Fernseh-Kochbuch-König macht auf McDoof! Hammer! Und das mein Fonzi, dessen Rezepte ich bisher (außer dem überzwerchen hier) IMMER hochgehalten habe!!! Böser, böser Fonzi! Was bleibt, ist, es in der Not und aus Mangel aus anderen Erklärungen, mit Frau Kaltmasell (s. Kommentare bei Jutta) zu halten:  Die beiden wackeren Autoren, die Schubecks Kochbücher schreiben, können doch für sein sonstiges Engagegement nichts! Alles an Schimpf und Schande ist schon über ihn ausgelehrt worden, dem ist Nichts mehr hinzuzufügen. Da haste es nun, Alfons, mehr Geld,  aber am Pranger stehst du auch. So hastss wolln.

Deinen Ghostautoren halte ich dennoch weiterhin die Stange, wenn sie Rezepte kredenzen, die nach meinem Geschmack sind. Und dieser Salat, für den ich Matjes-Filets verwendet habe, hat mir zu den Kartoffelpuffer SEHR gut geschmeckt. Auch wenn wir die letzten Puffer (wobei Puffer irgendwie heute auch zum Thema passen, gell :O), tja wer A sagt, muß sich auch das Bäh anhören) mit dem heißverehrten Apfelmus verschmaust wurden. Und nee, zu solch harten Konsequenzen wie die Jutta (also aufs Klo stellen, deine Bücher), nee, das mache ich nicht, auch wenn ich es weiterhin streng halten werde, nach einer Maxime, die ich eigentlich nicht schätze: Trenne Künstler von Werk/ Ghostwriter.
Zutaten:

1 Rote Bete (ca. 200g)
Salz, ganzer Kümmel
1 Birne
2 Frühlingsszwiebeln
1 Gewürzgurke
8 eingelegte Heringsfilets
200g Schmand
1 EL Sahnemeerrettich
(m: frisch geriebener Meerrettich)
1 Msp Zitronenabrieb (unbehandelt)
1 EL Gewürzgurkensud
Pfeffer
mildes Chili (m: weggelassen
Zucker

Zubereitung:

Rote Bete waschen, frische Blätter vorsichtig abschneiden, ohne dabei die Knolle zu verletzen. Rote Bete in kochendem Salzwaser mit 1 Prise Kümmel etwa 1 Stunde weichgaren. Etwas abkühlen lassen, schälen, vierteln und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Die Birne schälen und vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und ebenfalls in 1/2 cm dicke Ringe schneiden. Die Heringsfielts abtropfen lassen und in 1 1/2 bis 2 cm breite Stücke schneiden.

Den Schmand mit dem Meerrettich, der Zitronenschale und dem Gewürugurkensud verrühren und mit Salz, Pfeffersowie je 1 Prise Chilipulver und Zucker verrühren.

Die Rote Bete, die Birne, die Frühlingszwiebeln, die Gewürzgurke und die Heringsstücke mit dem Schmand mischen. Gegebenenfalls nochmals nachwürzen. Den Heringssalat nach Belieben mit Frühlingszwiebelringen garniert verzieren.

Puffer:
3 Kartoffeln, grob gerieben
2 EL Haferflocken
Petersilie, klein geschnitten
1 kleine Zwiebel
Salz, Peffer
Chili

Zubereitung:

Zutaten vermengen und portionsweise im heißen Fett knusprig ausbacken.
Quelle: Alfons Schuhbeck - meine deutsche Küche