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Cake aux Crumbles, fruits et kéfir

Donnerstag, 4. September 2025


Ein guter Bekannter setzt sich zu uns an den Tisch im Café. Wir nennen ihn immer den Ingenieur. Er hat wie der Habib viel im Ausland gearbeitet hat - eine gemeinsame Schnittmenge an Erfahrung verbindet. Er fragt, wie es geht, wie man das so macht in Frankreich, und wartet kaum die Gegenfrage ab, bevor die ganze Geschichte schon aus ihm hervorbricht: das Haus der Schwiegereltern ist vor einigen Tagen abgebrannt. Die Worte sprudeln nur so aus ihm hervor. Zwischendrin entschuldigt er sich immer wieder für seinen Redeschwall. Er sucht keinen Rat oder Hinweise: er will sich den Schock von der Seele reden. Michael Endes *Momo* fällt mir ein, die alle aufgesucht haben, um mit ihr zu reden: weil sie so gut zuhören konnte...

Traumatisierte Menschen wollen erzählen, was ihnen widerfahren ist. Das ist zumindest die Erfahrung von Trauma-Expertin Maggie Schauer (Sternstunde der Philosophie SRF Kultur): *Da können wir uns zu nutzen machen, dass Menschen so angelegt sind, Geschichten zu erzählen. Es gibt Forscher, die sagen der Mensch ist nicht ein homo erectus sondern ein homo narrans. Wir sind storyteller. Wir erzählen natürlicherweise Geschichten. Jeder will eigentlich seine Lebensgeschichte erzählen.*

Dem steht allerdings die menschliche Vermeidungsstrategien gegenüber, dass man die dunklen Kapiteln des Lebens nicht gerne Revue passieren läßt. Dabei wäre es so wichtig, sich seiner *Wunden* (Traumata) bewußt zu sein - um sie nicht weiterzugeben. Oder weiter gefasst: um als Gesellschaft sozialkompetent miteinander umgehen zu können. Kaum ein Nachkriegskind hatte eine schöne Kindheit - spricht Elke Heidenreich für eine ganze Generation. Gedemütigte, geschlagene Kinder, nicht gewollt und nicht gesehen. Und dieses Sich-gegenseitig-Wunden-schlagen hört nicht von alleine auf. Es wiederholt sich und wiederholt sich in ähnlichen und unterschiedlichen Melodien. Das Ergebnis bleibt sich gleich: beziehungsunfähige, liebesunfähige, friedensunfähige Menschen. Das Bewußtsein dafür müßte doch mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen sein, weil es unsere Gesellschaft zu der Gesellschaft formt, die sie ist.

Es ist immer die Kindheit, alles andere sind Fußnoten*, betont Maggie Schauer. Die Kindheit legt den entscheidenden Boden, wie psychisch gesund jemand ist, wie ich *Leben* seelisch verarbeite. Beziehungsweise eigentlich die Kindheit der Eltern, der Großeltern, wie die Mutter schwanger mit mir war, dann meine eigene Kindheit (das sind die vererbbaren Traumata). Wir brauchen mindestens 2 Generationen vorher, um zu verstehen, wie vulnerabel oder resilient wird da ein Mensch.

Das Beste, was passieren kann, ist Emanzipation. Wohl dem, der es schafft, die Opferrolle zu verlassen ohne dabei selbst wieder zum Täter zu werden. Wohl dem, der diese Spirale zu durchbrechen vermag, der seine Vorgeschichte kennt und diese zum Nährboden macht für Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung.

Ich glaube sehr, an die heilende Kraft des Gesprächs: Was ist erquickender als das Licht? Das Gespräch! (Goethe). Nichts verbindet Mensch mehr, als sich einander zuzuwenden und zuzuhören. Ein offenes Ohr, ein mitfühlendes Herz. GROSSES Pflaster für verletzte Gefühle. Und nirgendwo geht das besser, tiefer, vertrauter, zarter, begleitender, anhaltender, zugewandter als in einer Beziehung. Je mehr ein Paar miteinander im Gespräch ist, umso glücklicher sind sie miteinander. Du kannst dich nicht als Paar aus den Augen verlieren, das Interesse kann nicht einschlafen, die Vertrautheit nicht weichen, wenn man im Gespräch bleibt. Nichts heilt wohl so sehr wie eine Liebesbeziehung.

Dabei ist uns allen bestimmt klar, dass es Grausamkeiten gibt, die sich auch mit Therapie oder guten Gesprächen nicht wieder auslöschen lassen. Da reichen ein paar Stichwörter: Hiroshima (hält die Arte-Doku zum 80. Jahrestag jemand aus?). Gaza. Sklaverei. Konzentrationslager. Guantanamo. Da will man sich nicht hindenken. Da scheint bereits das Zuhören unerträglich.

Komischerweise hat mich die Einschätzung der australischen Ureinwohner (in *Sand-Talk*) getröstet. Die Aborigines halten die Menschen für eine aggressive Spezies. Männer wie Frauen. Regelrecht erfrischend, das so nüchtern zu lesen. Endlich spricht es mal jemand aus. Und dann, ja dann erwartet man gar nicht mehr viel von anderen. Dann muss man nicht mehr irgendwie *dagegenhalten*. Dann kann man nur positiv überrascht werden.



So ernste Themen hier immer, oder? Wer liest das mit? Nun, mit dem Habib zusammen von unserem Adlernest sich die Welt genauer anzuschauen, das geht ganz gut. Aus Neugier. Auf der Suche nach Klarheit, Wahrheit, Urteilsfähigkeit. Und der Habib hat zudem so viel gesehen von der Welt, so viel wertvolle Lebenserfahrung. Solche Beobachtungen machen mein Leben reicher, tiefer. Aber je ernster man es meint mit der Welt, umso mehr Konsequenzen hat es...

Zu sauren Themen gibt es Süßes. Es ist ein Feigenjahr. Die Bäume tragen der Trockenheit zu Trotz über und über und die Früchte sind süßer denn je. Hier hat jeder einen Feigenbaum im Garten stehen. Wer keine Feigen hat, kann auch Zwetschgen stattdessen verwenden. Oder Brombeeren. Oder Himbeeren/ Blaubeeren aus der Tiefkühle....


Geschwister im Blog-Universum:


Zutaten - Kastenform 25cm:

200g Butter, weich
140g Zucker (m: Rohrzucker)
1 Pr Salz
4 Eier
260g Mehl
2 1/2 TL Back-Pu
160ml Kefir
3 EL Mohn, gemahlen
1 Limette, Abrieb davon
...
Streusel:
45g Mehl
15g Haferflocken
25g Haselnüsse
30g Zucker
40g Butter
1/2 TL Sugar Spice
...
300g Frucht (m: 250g Feigen/ 50g Brombeeren)
Zubereitung:


Zuerst die Streusel zubereiten. Dafür alle Zutaten miteinander verkneten und kalt stellen.

Ofen auf 180° (O/U-Hitze) aufheizen.

Butter mit Zucker hell cremig aufschlagen, Limettenschale zufügen und die Pise Salz. Dann ein Ei nach dem anderen unterrühren. Dann abwechselnd Mehl/ Backpu und Kefir untermischen. Teig halbieren. In die eine Hälfte den Limettensaft untermischen, in die andere den gemahlenen Mohn

Form mit Backpapier auslegen..

Die beiden Teige abwechselnd in die vorbereitete Kastenform füllen und mit einem Holzstab durchmäandern. Die Früche darauf setzen und leicht eindrücken. Zuletzt den Streusel darauf verteilen.

Den Kuchen in den heißen Ofen schieben - insgesamt für ca. 55min backen. Stäbchenprobe.

Schmeckt (mir) am besten, wenn die Aromen im Kühli über Nacht durchziehen durften.

Anmerkung m: damit der Teig-Swirl besser zu Geltung kommt, habe ich in der Zutatenliste die Dosis erhöht. Ich bekomme hier im Outback keinen gemahlenen Mohn zu kaufen und habe daher ganzen verwendet. Gemahlenen Mohn aber würde ich bevorzugen...


Realtalk: Muffins mit Schoko, Nuss und Frucht

Sonntag, 1. September 2024

 

 

Mit Rauskommen der Serie habe ich auf dem Kanal von Dave bei Youtube *The Race* gebingt. Direkt mittendrin im Thema Jungendsprache, worauf ich hinaus will. Aber ich drehe vorher noch eine Volte.

Endlich kann man den Youngstern mit der Hilfe von *The Race* mal erklären, wie der Habib in seiner Jugend auf Weltentdeckung loszog. Nämlich genau so. Ohne Geld. Und ohne Handy. Tsss, heute völlig fancy und eine echte Challenge - und eben exakt die Grundidee von *The Race*. Naja, und Trampen war zu Habibi-Jugend-Zeiten erst im Begriff erfunden zu werden, Kartenmaterial von etwa besuchten afghanischen oder syrischen Dörfern nicht angedacht und Couch-Surfing, BlaBla-Car und Flixbus selbstredend noch lange nicht am Start. 

Wobei der Mut, mit dem sich der Habib ins Abenteuer stürzte, immer schon bestaunt wurde. Und ein bißchen vorgeführt fühlen sich heute wie damals viele, dass lediglich die Neugier auf fremde Länder, andere Kulturen und Begnungen mit anders denkenden Menschen ausreicht, um loszuziehen. Da macht es einer vor: Just do it! ist  möglich. Es gehört halt die Zauberkraft *Überwindung* dazu. Plus, nicht zu vergessen, ein Stückchen gnadenreiches Papier: ein  entsprechender Reisepass, der Grenzen öffnet. Was aber Generationen übergreifend eint - und *The Race* prima vor Augen führt -, ist die Erfahrung, dass Leben mit dem Faktor X, die Ungewissheit, was der heutige Tag bringt, alles um ein zigfaches spannender, intensiver, erlebnisreicher macht. Sowie der Erkenntnis, was für ein wundervoller Wert praktizierte Gastfreundschaft ist. Gilt doch die altbekannte Weisheit heute mehr denn je: Alle Menschen sind Ausländer - fast überall.

Ein neues Modewort der Jugend ließ mir allerdings jedes Mal beim Fallen einseitig die Augenbraue hochrutschen (innerlich - meine Gesichtsmuskeln lassen ein derartiges Mimenspiel nicht wirklich zu). Und zwar das Wort *Realtalk*. Das ist ja wohl die Jung-Alternative zu dem inflationären Lieblingswort vieler Deutscher *tatsächlich*. Einem Wort, bei dem meine Augenbrauen schon gar nicht mehr wissen, wo sie hinrutschen sollen, wenn jeder zweite Satz mit *tatsächlich* beginnt.  

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wenn ich Worte wie *Realtalk* oder *tatsächlich* vorausschicken muss für eine Aussage, wie habe ich denn dann den kompletten Rest zu bewerten. Alles vorher ist nur Geföhne? Nur-so-dahin-geschwätzt? Selbstdarstellung? Pressemitteilung? Verkaufsgespräch? Werbeverantstaltung? Show-Buisness? Politik? Unterhaltungsindustrie? Versteht ihr, was ich meine? Ich kapiere nicht, wozu dieser Zusatz à la *jetzt mal ernsthaft* (jetzt schalte ich mal das Hirn an) gebraucht wird. Warum unterhalte ich mich denn mit jemanden? Doch genau weil ich eine ehrliche Meinung hören will. Es leuchtet mir überhaupt nicht ein, warum man einzelne Sätze mit einem *Achtung jetzt tatsächlich/ Realtalk* unterstreichen muss. Das Kurioseste dabei finde ich ja, dass die Gesellschaft Ehrlichkeit anscheinend gar nicht mehr erwartet!!

Als Vergleich, als kleines Spiegelbild ziehe ich eine Habib-Geschichte heran, wie Tuaregs sich in der Wüste begegnen. Da setzt man sich zusammen um ein winziges Feuer, das gerade ausreicht, um Tee zu machen, dabei tauscht man sich aus und unterhält sich. Jeder Satz mit Gehalt und keine Phrase dabei: Jeder Satz gesprochen mit der Hand auf dem Herz. Jetzt könnt ihr dagegen halten, Stadt-Kultur geht nun mal anders und wir sind auch nicht mehr auf Kamelen unterwegs. Aber bleibt die Qualität einer menschlicher Begegnung nicht stets die gleiche - unabhängig von Ort, Zeit und Kultur? Eben in dem man sich einander öffnet und sagt, was man denkt? Ohne Aufrichtigkeit keine Begegnung. Und ohne Ehrlichkeit in der Beziehung kein Glück und kein Vertrauen. Vielleicht kann man, vielleicht muss man Aufrichtigkeit üben. Beispielsweise in dem man einfach bei seiner Geschichte bleibt, immer ein und derselben Version der Geschichte und sie unabhängig vom Gegenüber immer gleich erzählt.

 


Füllhorn-Zeit. Da weiß man gar nicht, mit welchem Obst man etwas Süßes backen soll vor lauter Auswahl. Diese Muffins-Idee kann man wunderbar ebenso verwenden für Brombeeren. Thymian läßt sich gut austauschen mit Lavendel, Walnuss gegen Haselnuss oder Mandeln... Rauskommen werden saftige und trotzdem lockere, aromatische Muffins. Ich habe unsere kleinen, intensiven Feigen genommen, die kaum größer sind als ein Tischtennisball. Wie meist gesellte ich der Feige etwas Piment und Thymian zur Seite - zum Ausgleich ihrer Süße.

 

12 Muffins:

140g Butter, weich
125g brauner Zucker
1 Pr Salz
2 Eier
200g Mehl (m: D630)
2 TL Back-Pu
30g Nüsse, geröstet, gemahlen (m: Walnüsse)
50g Nüsse, geröstet, gehackt (m: Walnüsse)
2 EL Kakao (oder auch 2 EL mehr, wer mag)
50g Schoko-Drops
120ml Milch
40g Crème fraîche
2 Msp Piment
1/2 TL Kardamom
2 TL Thymian
200g Feigen (oder Brombeeren), klein geschnitten
 
Deko: jeweils ein paar gehackte Nüsse, Schoko-Drops, Feigen und Thymian

Zubereitung:

Ofen auf 175°C (O/U-Hitze) vorheizen.

Butter mit Salz und Zucker cremig aufschlagen. Gewürze zufügen. Mehl und Back-Pu mischen (wer mag: gesiebt). Eier nacheinander unter die Butter unterrühren. Dann abwechslend Mehl und Milch untermischen - dabei nur so viel rühren wie nötig.

Crème und Kakao, Drops und Nüsse dazu geben. Zuletzt die Früchte vorsichtig unterheben.

Muffinsform mit Förmchen rüsten.

Den Teig gleichmäßig auf die 12 Vertiefungen verteilen. Mit gehackten Nüssen, Frucht und Schoko-Drops sowie Thymian verzieren.

Für ca. 30 min im Ofen backen.

Anmerkung m: Die Muffins schmecken am nächsten Tag richtig durchgezogen noch besser.


Die Kommentarfunktion verweigert sich mir (Sch...gmpfhh....), aber dann halt so:

Was gebt ihr mir für ein warmes Gefühl, dass die Matrix eben doch kein luftleerer Raum ist, in dem man schneller vergessen wird, als man *Coucou* schreiben kann. Ich danke euch allen für die lieben Worte! Hoffentlich finde ich wieder etwas mehr Zeit für das Blog. Und wenn, dann liegt es mit an eurem Feedback. Am Schluß hat sich hier nach all den Jahren eine kleine eingeschworene Gruppe gebildet (eine zauberhafte Vorstellung für mich) - denn zusammen ist immer leichter als alleine: sogar vorm Computer :)

geistlose KI - weißer Schoko-Beeren-Cake

Samstag, 1. April 2023


Diese Woche habe ich im Netz bei einem kleinen Bilderquiz teilgenommen, bei dem ich den Unterschied erkennen sollte zwischen Fotos, die von KI erstellt wurden oder von einem fotographierenden Menschen (s. Stern). Um es direkt aufzulösen: keine Chance. Same-same but different. Ich habs nicht geschafft.

Zu ähnlichem Ergebnis kam Inés (aka Kaltmamsell) bei der Anwedungen von Texterstellung der KI ChatGP:  Foodblogs müssen endlich die “endlosen Labertextfahnen vor den eigentlichen Rezepten” nicht mehr selbst erfinden: Foodblogging 2023 (Formschub). Das bekommt ein Algorhythmus gleich gut hin.

Und im Gespräch mit einer Freundin, deren Mann in *der Branche* arbeitet, erzählte diese mir, dass er gerade mit der KI-Entwicklung rund um die Imitation der menschlichen Stimme beschäftigt sei. Etwa Arztpraxen könnten dadurch entlastet werden, wenn die Telefonauskunft in Zukunft auf häufig gestellte Fragen (nich, ganz so, wie es die Google-Suchmaschine anbietet) durch KI-Sprecher übernommen wird. Die Stimmen wären täuschend ähnlich und die Antworten decken ja immerhin eine statistische Mehrheit ausgewertetermaßen ab.

Dem gegenüber steht das Individuum. Denn individuell geht ganz anders, da sind wir uns wohl einig. Was aber macht den Kontrahenten zur Industrie 4.0 - das Einzelwesen - so wertvoll? Oder genauer nachgehakt: was macht dich als Individuum höchstpersönlich aus? Ist dir das bewußt?

Stand der Dinge ist: ob 'real' oder 'imitiert', ob 'Wahrheit' oder 'Fake' läßt sich nicht mehr scheiden. Das Auge ist täuschbar, das Gehör ebenso, bref: die Sinne dienen nicht mehr als Instrument, Spreu von Weizen trennen zu können. Was will der Verstand auf der Basis von verwirrten Sinnen auswerten?

*Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlst.* (Schiller)

Tsss, schütteln jetzt einige den Kopf, und weil irgendwer irgendetwas fühlt, sollen dann Entscheidungen getroffen werden ?! Hochgradig spinnert! Nein, falsch! ICH, ganz alleine, eigenverantwortlich, selbstbestimmt habe zu einem höchstpersönlichen Urteil für mich selbst zu finden - das erst ist der erwachsen gewordene Mensch, das ist der einsame Weg des Individuum. Aber wie klar bist du dir deiner eigenen Gefühle? Wie gut ist der Draht zu deinem Herz? Mit der Frage wende ich mich an eine kleine Minderheit, weil mir bewußt ist, dass eine Mehrheit bereits von der anderen Welt, in der Maß und Zahl die Hoheit hat, geschluckt wurde.

Eine kleine Beispielgeschichte. In Marokko luden wir eine Bekannte vom Team Graf Zahl zum Geburtstags-Essen ein. Wir hatten das kleine Lokal bereits einige Zeit zuvor entdeckt und waren völlig verzaubert. In einem verwunschenen Garten, umrundet von blühenden Bougainvillea, Granatäpfelbäumen und Jasmin-Sträuchern wurde uns eine üppige Vielfalt von köstlicher Mezze aufgetischt. Dorthin führten wir sie also aus. Anschließend, der Habib hatte bereits bezahlt, drehte unsere Bekannte beim Verlassen nochmals um mit der Begründung, sie müsse auf Toilette. Da ich aber meinen Pullover vergessen hatte, erwischte ich sie dabei, wie sie stattdessen am Tisch nach der Rechnung griff. Sie brauchte eine Zahl (den Preis), die ihr einen Maßstab bot, um den Wert dieser Einladung einordnen zu können.

Ohne Innerlichkeit, ohne Zugriff zur eigenen Gefühlswelt bleibt ein eigenes Urteil verwehrt. Wie wunderschön fasst Erich Fried in Lyrik, dass der Verstandesebene der Zugriff zum Gefühl nicht möglich ist: *Es ist, was es ist* und veranschaulicht dabei im gleichen Moment, dass einzig das Gefühl in seiner Tiefe Gewissheit findet - weil es die Tür zum Wesen der Dinge ist. Etwas, das man anderen nicht erklären kann. Und nicht muss. Fühlende Wesen verstehen sich untereinander ohne Worte - s. James French.

Oder mit der allbekannten Weisheit von Saint-Exupéry: *Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. Man sieht nur mit dem Herzen gut.*

 


Wer meine Rührkuchen kennt und nachbäkt, der muß wie ich die Schlagseite zu den Brownie-Style-Kuchen haben: schön saftig, schön durchgezogen, schön lecker.


Zutaten - Kastenform 23cm:

170g Butter, weich
180g Zucker (m: Rohrzucker)
3 Eier
200ml Kefir
Schale einer Zitrone
300g Mehl (m: D630)
8g Weinstein-Backpulver
1/2 TL Salz
90g weiße Schoko, gehackt (oder Drops)
150g Beeren (m: gemischt)*

Zubereitung:

Backform mit Backpapier auskleiden.

Ofen auf 170°C (Umluft) vorheizen

Mehl zusammen mit dem Back-Pu sieben. 1 EL davon zur Seite nehmen und darin die Beeren marinieren.

Butter mit Zucker hell schaumig aufschlagen. Eier nacheinander unterrühren. Zitronenschale, Salz und Schoko zufügen. Dann abwechselnd Kefir und Mehl beischütten. Nicht zu lange rühren, nur so lange bis ein homogener Teig entstanden ist.

Die Hälfte des Teiges in die Kastenform füllen. Beeren darauf verteilen. Restlichen Teig darauf setzen und glatt streichen und auf der 2. Schiene von unten in den Ofen schieben.

Backzeit ca. 70-75 min - Stäbchenprobe.

Anmerkung m: man kann sich auch nur für Himbeeren entscheiden. Oder Blaubeeren. Oder Brombeeren. Und weniger Frucht (80-100g) funktioniert der Cake auch gut...

Inspiration: Margot (coucou Margot)

 


Und weil wir in die Karwoche übergehen, und weil ich mit stolz geschwellter Brust der Minderheit der Pazifisten angehöre, und weil vor mir schon ganz andere Geister dafür eingetreten sind:

 

Ich halte es lieber mit meinem Landsmann Jesus Christus. Leiden ist mir eben wirklich lieber als Gewalt üben - Albert Einstein

Sommerlektüre - Spätsommer-Kuchen mit Feige, Zwetschgen, Brombeeren und Trauben

Sonntag, 28. August 2022

 

Die Auswahl dreier Bücher, die mich durch den Hochsommer begleiteten, kann ich nicht als Treffer bezeichnen. Obwohl ich im Nachhinein festellen muss, dass selbst verdrießliche Lektüre manchmal einen Mehrwert haben kann. 

Die Idee, dass der leibhaftige Teufel die Stadt Moskau aufmischt, fand ich reizvoll. *Der Meister und Margarita* von Michael Bulgakow hatte ich bereits zum zweiten Mal in Angriff genommen. Schon allein aus dem Grund, weil ich mir das Buch ausnahmsweise neu in der Buchhandlung gekauft hatte. Normalerweise tausche ich Bücher unterwegs gerne oder aber ich lege sie mir gebraucht zu. Welcher Wert behält ein bereits gelesenes Buch? Eben - ich hatte es davon.... Zur Motivationshilfe, als es bereits wieder nach wenigen Seiten klemmte, zog ich gar eine Rezension bei Amazon dazu, die meinte, es gelte die ersten hundert schwierigen Seiten zu schaffen, und dann... Dann ich steckte es schließlich auf Seite 193. Allein dieser unzumutbare Sprachstil - schlimm (liegts an der Übersetzung?). Aber nach dem Auftritt des diabolischen Magiers im Varieté-Theater erreichte mein Interesse seinen Tiefpunkt. Man kann den Teufel unmöglich konventioneller, blutleerer, platter, ideenloser, klischeehafter, einfältiger, geistloser darstellen. Ein paar Taschenspielertricks, die zum Wunder stilisiert werden und sich die menschliche Habgier zu nutzen machen... hmmm, langweilig. Überhaupt, schon die Szene bei Pilatus (in den ersten hundert Seiten) erregte mein Missfallen: mein Jesus hätte sich ganz anders gebärdet. Bref: das Buch wurde nicht für mich geschrieben. Jetzt stellt sich die Frage: stelle ich es noch in eines der Ferienappartements oder werfe ich es weg.

Deutlich leichter fand ich in das Buch *Verlockung* von János Székely hinein, dass ich mir gewünscht hatte (coucou Maria und Arthur). Das las sich um Welten flüssiger. Aber nach 600 Seiten Armutsschilderung eines ungarischen Bauernjungen vor dem 2. Weltkrieg, las ich die restlichen 380 Seiten mehr quer. Irgendwann erschlug mich das endlose Elende. Der Satz von Victor Hugo kam mir in den Sinn, den mir das schöne Buch *Am Äquator* schenkte: *Natürlich wird es immer Unglückselige geben, aber es ist doch möglich, dass es keine Elenden mehr gibt*. Das ganze Kaleidoskop der Not legt Székely dar, der Kampf ums Existenzielle, aus dem trotz aller Anstrengung kein Entrinnen ist: unten bleibt unten und oben oben. Offensichtlich wird, dass man sich im unerbittlich kapitalistischen System Würde, Moral und Mitmenschlichkeit erst leisten können muss. Immer deutlicher wird mir, dass nur innerhalb eines recht kleinen Fensters des materiellen Wohlstand ein anständiges Leben möglich ist. Wie in dem orthodoxen Gebet (hier gehört und sehr gerne wieder darauf zurückverwiesen): Herr, schütze mich vor großer Armut, denn sie führt mich von dir weg. Und Herr, schütze mich vor Reichtum, den er führt mich von dir weg.* Beides lenkt von geistigem Streben ab. Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Und eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Das letzte Buch dieser meiner Triologie machte dann *Sophia* von Rafik Schami. Es beleuchtet die christliche Minderheit in Syrien aus der Sicht eines nach Europa geflohenen Syrers, der auf einen Besuch nach Damaskus zurückkehrt. Es geht um Sex, syrische Geschichte und Essen. In etwa dieser Reihenfolge. Meine Empathie konnte die Hauptperson nicht gewinnen. Aber die seichte Geschichte machte mir hervorragend den Hochmut der Christen gegenüber anderen Relegionen deutlich: sie verwechseln Freizügigkeit mit Freiheit. Und wie auf der ganzen Welt zu beobachten ist: mit dem Alkohol geht die Sittenlosigkeit einher. Gleichzeitig legt man sich den Verlust der Moral in schönen (und damit auf einen Schlag banalen) Worten zurecht - ich bin ja Team *Kalendersprüche*, aber nicht um mittels Poesie die eigene Verdorbenheit zu rechtfertigen. (von wem habe ich nur dieses Buch? Ich hoffe, niemandem jetzt auf den Zehen zu stehen...)



Viel Obst schenkt die Trockenheit nicht. Aber Feigen haben wir in Südfrankreich eigentlich immer. Zuckersüß wie die Trauben dieses Jahr. Und Brombeeren sind sowieso unverwüstlich. Der Zwetschgenbaum schenkt ein paar Zwetschgen dazu - voilà, schon bastelt sich ein Sommerkuchen wie von alleine direkt aus dem Garten.

 

Zutaten - eine Kuchenform 26cm:

125g Butter, weich
90g Zucker (m: Rohrzucker)
150g Mehl (m: D630)
50g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Back-Pulver (ca. 8g)
100g Schmand (oder Crème fraîche)
2 Eier
1kg - 1,25kg Frucht
(eventuell: 2-3 EL Milch)
1 Pr Salz
1-2 TL Sugar Spice
(optional 1-2 EL Rum)

 


 

Zubereitung:

Ofen auf 180° (O/U-Hitze) vorheizen.

Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Gewürze unterrühren. Nacheinander die Eier unterschlagen. Dann abwechselnd das mit dem Backpulver gemischen Mehl und den Schmand unter die Masse rühren - gegebenenfalls ebenso Milch und Rum.

Je nach dem wie saftig die Früchte sind, ist besser keine Milch mehr zuzufügen - dann hat der Boden die Möglichkeit den Fruchtsaft aufzusaugen während dem Backen. Meine Früchte waren eher fester (die Trockenheit) und der Teig brauchte noch etwas mehr Flüssigkeit.

Die Backform buttern und mit Mehl bestäuben (m: ich habe den Boden mit Backpapier ausgelegt) und den Teig glatt streichen.

Die Pflaumen entsteinen, in Schnitze schneiden, die Feigen je nach Größe halbieren und dicht an dicht auf den Teig setzen. Trauben und Brombeeren darüber verteilen, etwas in den Teig drücken und für ca. 60 min in den heißen Backofen schieben (Stäbchenprobe). Auskühlen lassen. Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.

 

Herbergsmutter Pro und Contra 2 - Schokoladentarte mit Feigen und Brombeeren

Mittwoch, 26. August 2020


Zum Abschluß meiner kleinen Festwoche zur Homepage-Einweihung und im Anschluß an diese vorausgegangenen Gedanken hole ich ein Mal mehr das Goethezitat hervor: *Das wahre Studium der Menschheit ist der Mensch* - die Neugier und das Interesse an der menschlichen Artenvielfalt wird sich für mich nie abnutzen. Ausgesprochen gut gefällt mir also, dass man beim Vermieten von Ferienwohnungen Menschen sehr schnell sehr gut kennenlernt, denn: sie sind privat hier. Soll heißen, natürlich sind Feriengäste *Kunden* von uns und alles fängt mit einer Geschäftsbeziehung an, aber man geht ja normalerweise als Privatperson in Ferien. Der Satz *Privat bin ich ganz anders* funktioniert also nur mäßig. Als Touri trägt man Freizeit-Klamotte, es steht Kür und keine Pflicht an, Terminstress war möglicherweise vorher und solche Dinge wie Beruf, Bildung, Eigentum ectpp spielen keine bis eine bedeutungslose Rolle. Bref: in kurzen Hosen und FlipFlops sehen wir alle gleich aus. Womit der Mensch im Vordergrund steht und nicht die Verpackung. 
 
Hinzu kommt, dass wir an einem Ort leben, der von sich aus sehr pur ist, sehr ungeschminkt und deshalb viel von einem Menschen preis gibt: das Bühnenbild lenkt die Aufmerksamkeit auf den Charakter. Man lernt Menschen auf diese Weise wie in Zeitraffer kennen. Das ist abwechslungsreich, das ist unvorhersehbar, das ist eine große Bereicherung. Es könnte allerdings auch eine Ernüchterung sein: wer über das Blog kommt, wird feststellen müssen, dass ich wie alle anderen ebenfalls nur mit Wasser koche - lediglich an einem besonders schönen Ort.

    Das Minus hängt mit diesem Plus eng zusammen. Wenn andere sensibel auf Elektro-Smog reagieren, dann schlagen wir seismographisch auf mitgebrachte 'bad energy' aus. Wir sind hier ausgewildert und ausgenüchtert, verwurzelt und verwoben. Wenn ein Windhauch von hinten schräg durchs Gebüsch zauselt, dann bekommen wir das mit. Ein Misston, ein schiefer Blick, eine merkwürdige Betonung - das geht hier nicht einfach unter, das fällt uns auf. Würde es helfen, dann würden wir anmerken: *Miesepeter, Dauernörgler, Bämuls, Stinkstiefel und Querschläger müssen leider draußen bleiben*. Alleine man kann sich vor derlei nicht schützen. Mitgehangen mitgefangen. Und schlechte Energie breitet sich ähnlich aus,  wie wenn man einen flachen Stein übers ruhige Wasser springen lässt. Wie Mehltau, der sich über ein ganzes Feld legt. Der einzige Trost ist in solchen Fällen: Feriengäste reisen früher oder später wieder ab. Und: unsere Gäste sind sowas von überwiegend nette Exemplare - man muss halt auch mal Glück haben!

Womit wir direkt bei dem besten Plus überhaupt rausgekommen wären: Stammgäste. Eine Entwicklung, die immer ähnlich abläuft. Es matched direkt. Und zwar nicht nur auf zwischenmenschlicher Ebene, sondern die Qualität dieses besonderen Ortes wird erspürt ebenso wie die Schönheit und der Reichtum der umgebenden Natur wahrgenommen wird. Die Begeisterung ist bleibend und nachhaltig und die Gäste kommen wieder und wieder... irgendwann im Gepäck eine Pflanze mit Wurzeln. Mir ihr *fußen* sie dauerhaft direkt im Anschluß an unsere Terrasse, verweben sich fest in unsere Gedanken und mir-nix-dir-nix begleiten wir Paare und Familien manchmal über Generationen. So entstehen enge, freundschaftliche Beziehung, so entsteht ein Tribe. 
 
Und ein überbordender Garten, durch den ich nicht laufen kann, ohne Sträuche, Beeren, Rosen, Trauben, Tomaten selbst Bäume zu streifen, die alle von Gästen stammen - und eher vergesse ich einen botanischen Namen als den Namen der Überbringer; diese Verbindungen bleiben mir ewig. Genau diese Menschen sind für mich le top du top des Vermieten! An alle, die vom Stamm hier mitlesen - aber das wißt ihr ja: Wiedersehen macht Freude!
 
 

Diese Saison zeigt sich wieder: komplett alle unsere Feriengäste lieben Feigen. Hier in der Drôme sind Feigen völlig gewöhnlich - quasi jeder hat einen Feigenbaum im Garten. Ich finde Feigen vor allem wunderschön, aber ansonsten einfach nur süß. Reine Feigenmarmelade ist mein Fall nicht. Wieso ich sie nur für Gäste koche, weil die sich danach so die Finger schlecken. Ausnahme macht jedoch mein Schlecksel, aber da erhält diese Zuckerfrucht auch einen Gegenpart. Genau wie in dieser Tarte:  die Lieblichkeit der Feige wird wunderbar ausgeglichen und aufgefangen durch die Zartbitterschokolade und die Brombeeren. Also diese Tarte ist mir richtig gut geglückt: die geliebte Kardamom-Note, eine Nuance Piment und ein wenig Thymian. Superlecker!

Was die Mengen der Feigen angeht, könnt ihr spielen - da unsere Baum reichlich trägt, war ich großzügig mit diesen kleine, Tischtennisball großen Früchte. Bei einer größeren Art könnt ihr die Feigen auch in Scheiben schneiden. Wer noch nie Vollwert-Rohrzucker verwendet hat, dem rate ich hier ihn unbedingt mal auszuprobieren - ich finde, er passt hier optimal.

Zutaten - Tarteform 26cm:

150g Mehl
50g gemahlene Mandeln
60g Zucker (m: Vollrohr)
1 Pr Salz
30g Kakao-Pulver
1 Eigelb (m: kleines Ei)
110g Butter
(evt. etwas kaltes Wasser) 

125 Schokolade
100ml Sahne
200g Crème fraîche
1 Ei
20g Mehl

20g Zucker (m: Vollrohr)*
3 Kardamom-Kapseln, die Kerne davon
1/4 TL Piment, gemahlen

150g Brombeeren
Feigen
1 TL Thymian-Blättchen 

Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Tarteboden einen homogenen Teig kneten und mindestens eine halbe Stunde eingewickelt kühl ruhen lassen. Tarteform buttern, Teig auswellen und die Form damit auskleiden. Mehrfach mit einer Gabel einstechen und für ca. 15min in die Tiefkühle stellen. 

Ofen auf 200° vorheizen und den Boden blind backen: ein Backpapier passgenau darüber leben, mit Hülsenfrüchte beschweren und 15min.  Backpapier mit Hülsenfrüchte entfernen und weitere 10min bei 180° weiterbacken.

Ein Eßlöffel Zucker mit den Kardamomkernen fein zerstoßen. Schokolade bei geringer Hitze in Sahne und zusammen mit den Gewürzen und dem Zucker schmelzen. Vom Herd ziehen und restliche Zutaten mit Schneebesen homogen untermischen - ohne die Masse dabei aufzuschlagen.

Ich habe die Brombeeren unter die Schoko-Creme gezogen - wer mag kann die Brombeeren aber auch mit den Feigen auf der Crème verteilen. Beides gut. Mit etwas Thymian bestreuen und ca. 20 min bei 160° (O/U-Hitze) fertig backen.

Am besten schmeckt die Tarte am nächsten Tag etwas gekühlt.

*Anmerkung m: sind die Feigen nicht so vollreif und zuckersüß wie meine, dann kann man die Zuckermenge in der Schokocreme auf 30 oder 40g Zucker insgesamt erhöhen.

 

Geschwister im Blog-Universum: 

 

die Feigentarte mit Ziegenkäsequark sowie diese Variante
 
 


Torte, die: Mirabellen-Hasel-Mohn-Kuchen

Mittwoch, 11. September 2019


Vermutlich muss ich wieder 10 Jahre warten bis wir erneut eine solche Mirabellen-Ernte haben, unke ich gen Habib. Wir mussten die Zweige der Mirabellenbäume teilweise stützen, damit sie an ihrer Last nicht zerbrachen. So schwer trugen sie, dass sie mich an die Apfelbäume in Frau Holle erinnerten. Auf meiner Schallplatte mit grimmschen Märchen wandte sich der Apfelbaum in jämmerlichster Stimme an Goldmarie wie Pechmarie. Ein Herz aus Stein musste man haben, wenn es einen da nicht direkt erbarmte: der Baum brauchte umgehend Hilfe!

Ja, wir hatten soviele Mirabellen, wir hätten jemanden damit überschütten können. Exakt wie in Asterix & Obelix bei Cleopatra als der Architekt seinen versprochenen Lohn erhählt. Ich habe die Szene deutlich vor Augen, nämlich als der Architekt sich vor seiner Herrscherin - aka Cleopatra - verbeugt nach erfolgreicher Vollendung der Pyramiden. Zwei Diener kommen hinzu, jeweils eine große Amphore voller Gold tragend, die sie über Numerobis (habe ich extra nachgeguckt) ausleeren. Obelix weist dann darauf hin, dass da noch was rausgucken würde (der Po). Doch sie waren noch nicht fertig, denn eine zweite Ladung marschiert an. Würden wir locker mit unseren Mirabellen genauso hinkriegen. Numerobis dürfte sogar etwas größer sein.

Bis auf ein paar Mirabellen für Bienen, Wespen, Ameisen und Konsorten haben wir die Bäume komplett abgeräumt. Darauf bin ich stolz. Wieviele Bäume auf dem Land hängen mittlerweile voll und die Früchte fallen einfach auf den Boden.

Ich sage euch (*prophetischer Ton an*): die Obstbäume in Gärten von Ferienhäusern hier abzuräumen, das wir mal noch eine (kleine) Geschäftsidee...

Wir haben die Mirabellen großzügig in alle Richtungen verschenkt und ich habe Marmelade und Kompott gekocht und Tartes gebacken. Würde ich noch Alk trinken, hätte ich möglicherweise das Schnaps brennen begonnen. Tue ich aber nicht. Daher ging ein weiterer Großteil an einen Jungbauern der Lebensgemeinschaft unseres Dorfes, der zwei Mal die Woche auf dem Markt seine Waren feil bietet. Er hat sich riesig gefreut. Denn Bio-Obst aus Kleinstanbau ist seltener zu erhalten als Gemüse - dementsprechend konnte er alles blitzartig verkaufen.

Und so haben wir es dann auch mit unserer Ernte der Reine Claude und Zwetschgen gehandhabt: wir haben Menschen mit Obst überschüttet von erleichterten Bäumen.


Dieser Kuchen entstand, weil ich mich wieder mal nicht entscheiden konnte, was ich eigentlich will. Es sollte keine schlichte Tarte werden, was saftiges, aber schon mit Streuseln. Herausgekommen ist für meine Begriffe DIE Obsttorte. Ich fand sie allerköstlichst! Und der Aufwand, sie herzustellen, ist völlig überschaubar. Ein idealer Sonntagnachmittagskuchen um ihn auf die Kaffee-Tafel zu stellen (was eine schöne, deutsche Gewohnheit eigentlich, sich das Wochenende zu versüßen) und er kann der jeweiligen Obst-Saison wunderbar angepaßt werden. Egal ob mit Pflaumen, Birnen, Brombeeren, Himbeeren, Weinberg-Pfirsiche oder Äpfeln - der Kuchen wird immer ein Kracher!

Zutaten - 1 Springform à 26cm Durchmesser:

200g Butter
200g Mehl*
100g gemahlene Haselnüsse
1/2 Päckchen Back-Pulver
120g Zucker
1 Ei
1 TL Sugar-Spice*

100g Mohn, gemahlen
30g Butter
40g Zucker
70ml Milch

400g Quark
30g Vanille-Zucker (m: eigener)
30g Speisestärke
2 Eier

ca. 700g entsteinte Mirabellen
(optional mariniert mit 2 EL Calvados) 


Zubereitung:

Mit dem selbstgemachten Mohnback beginnen: dafür Butter, Milch, Mohn und Zucker aufkochen und etwa 30min quellen lassen. Anschließend Quark, Speisestärke, Eier und Zucker klümpchenfrei verrühren. Den verquollenen Mohn gut untermischen.  

Den Backofen auf 190° OU-Hitze vorheizen.  

Die ganzen Haselnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten und dann derart mahlen, dass noch etwas größere-kleiner Stückchen übrig bleiben (kleiner als Krokant-Größe und größer als typisches gemahlene Nüsse). Butter zusammen mit dem Zucker, dem Gewürz und dem Ei weißcremig aufschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter den Teig rühren. Zuletzt die gemahlenen Nüsse dazugeben. Alles gut vermischen.

Eine Springform einfetten und leicht bemehlen. Dann 3/4 des Teiges mit den Fingern in die Springform drücken und als Boden 15min vorbacken - den Rest des Teiges, der als Streusel verwendet wird, habe ich in der Zwischenzeit in der Tiefkühltruhe gekühlt.

Quark-Mohnmasse auf dem vorgebackenen Boden verteilen, Mirabellen darüber verteilen ebenso die Streusel drüber krümeln

Für weitere ca. 35min in den Ofen schieben und fertig backen.

Anmerkung m: wer bereits gemahlene Haselnüsse verwendet, nimmt sich um den Clou: die leicht gröberen Haselnüsse zwischendrin geben einen tollen Crunch! Wagt euch gerne an Vollkornmehl - paßt hier wunderbar!



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natürliches Biotop: eine Art Herbst-Kartoffel-Calzone

Sonntag, 8. September 2019


Als ich dieser Tage am Parkplatz pralle, vollreife Brombeeren pflückte, lief eine kleine, französische Wandergruppe an mir vorbei bestehend aus zwei Familien mit mehreren Kinder im schulpflichtigen Alter. Einer der Jungs blieb einige Schritte entfernt von mir stehen und fragte - auf meine Brombeeren zeigend - : *Sind das da Johannisbeeren?* Ich drehte mich belustigt um in sicherer Annahme, dass er nun ausgelacht werden würde. Alles lief weiter, lediglich die Mutter antwortete in nebulös-gedehnten Worten: *Nein, Johannisbeeren sind das nicht.* Punkt. Mehr konnte sie an dieser Stelle nicht beitragen und stapfte den anderen hinterher.

Zurück blieb eine offene Frage, süße Brombeeren und eine staunende Foodbloggerin.

Mir bietet diese kurze Begebenheit eine Steilvorlage, um auf ein Thema hinzuweisen, wofür ich die Links bereits gespeichert hatte. Vielen (da bin ich mir sicher) kommt es nämlich bestimmt überzeichnet vor, wenn ich behaupte, dass wir die Verbindung zur Natur verlieren. Aber die Fakten spielen mir zu: Kinder verbringen heute einen großen Teil ihrer Zeit in Innenräumen und kommen mit Natur kaum noch in Berührung. Zwangsläufig führt dieser Trend dazu, dass wir uns von der Natur entfremden. Und Ängste entwickeln. Bei allem Respekt vor der Friday-for-Future-Bewegung, aber unbestritten bleibt gleichfalls: Naturschützern und selbst Biologen fehlt der Nachwuchs.

Wie weit die Naturentfremdung fortgeschritten ist, zeigt der *Jugendreport Natur*, der seit 20 Jahren das Verhältnis von jungen Menschen zur Natur untersucht. *Kein Kindlein steht im Walde* titelt der Deutschlandfunk, der auf die gleiche Studie zurückgreift. Den Kids wurde nicht etwa auf den Zahn gefühlt, ob sie Fuchsien von Fresien unterscheiden können oder gar eine blühende wilde Möhre von Giersch. Nein, abgefragt wurde elementare Basic. Und erschreckend dabei ist, in welchem Umfang absolutes Grundwissen verloren geht. So konnte nur ein kleiner Prozentsatz der Jugendlichen Fragen beantworten wie: *In welcher Himmelrichtung geht die Sonne auf?* (schafften nur noch 35 Prozent - WHAT?!!!)  Oder: *Nenne drei essbare Früchte, die bei uns im Wald oder am Waldrand wachsen* (lösten 12 Prozent richtig - unter den Vorschlägen: Banane, Ananas, Mango...).

Wie sagte der Verhaltensforscher Konrad Lorenz: *Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.*

Doch das Interesse für unser arteigenes Biotop schwindet schrittweise und die abnehmende Zugewandtheit wurzelt schon in der Elterngeneration. Man kehrt sich von *Altem* (der Natur) ab und wendet sich *Neuem*(der Technik)  zu - ganz so, als gäbe es kein Nebeneinander sondern nur ein *Entweder-Oder*.

Die Allensbach-Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtierstiftung von 2016 untermauert diesen Eindruck. Auf die Frage: "Wo sollte man sich auskennen?" rangieren Rechtschreibung (81 Prozent), Gesundheitsvorsorge (52 Prozent) und der Umgang mit Computern (46 Prozent) weit vor Kenntnissen der Natur (25 Prozent). 

Wo soll das hinführen? Wie seht ihr das? Was sagt ihr zu dieser Entwicklung? 

Mag ja sein, dass wir irgendwann auf dem Mars oder wherever leben können, aber NOCH spielt hier die Musik. 

Und ich bitte euch: um eine Brombeere und eine Johannisbeere auseinanderhalten zu können, braucht es doch hoffentlich kein schulisches Biologie-Bildungswissen, oder doch? Hey, ich bin definitiv zu jung, um mich als lebendes Fossil zu fühlen! Lakonisch gesehen hat diese raumgreifende Unkenntnis für unseren natürlichen Lebensraum ein Gutes: immer weniger Menschen wird das Artensterben überhaupt auffallen...


Zwei Mal schon habe ich diese gefüllten Kartoffel-Taler zubereitet. Genau: ein Salat-Plus-Essen! Logo, dass mich das begeistert! Aber angetan hat es mir  bei diesem Gericht der Kartoffelteig mit Reismehl und etwas Speisestärke. Ohne dass man sonderlich viel Fett benötigt, werden sie in der Pfanne wirklich schön knusprig.

Und auch meine Bedenken, dass sie sich in der Pfanne öffnen könnten, löste sich in Luft auf: sie halten prima zusammen - und das, obwohl mein Teig beim Formen recht *bröckelig* war. Alle Löcher kann man aber gut mit Teig kitten. Was mögliche Füllungen angeht, darf man der Phantasie Flügel wachsen lassen. Beim ersten Mal mischte ich Paprika mit Champigons und Käse-Resten, beim zweiten Mal machte ich eine De-Luxe-Variante, die ich euch heute vorstelle. Ein paar Johannisbeeren mengte ich unter den Begleit-Salat. Oder sind es Brombeeren...?

Zutaten 2P:

500-600g Kartoffeln (m: Charlotte)
40g Reismehl*
20g Speisestärke
Salz, Pfeffer, Muskat
etwas Kreuzkümmel

Füllung:
100g Pfifferlinge
1 kleine Stange Lauch
ca. 60g Raclette-Käse
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 EL Petersilie
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
Olivenöl


Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser gar kochen. Abschütten, gut ausdämpfen lassen, würzen und mit einem Kartoffelstampfer schön fein stampfen (ein Mal habe ich den Teig gut auskühlen lassen, das andere Mal war er noch lauwarm - ergab keinen nennenswerten Unterschied).

Für die Füllung die Pilze putzen und klein schneiden. Schalotte und Knoblauchzehe fein würfeln, Lauchstange der Länge nach vierteln und ebenfalls fein schneiden. Petersilie fein hacken. In etwas Olivenöl die Schalotte glasig braten, Pilze zufügen, ebenso den Knoblauch und weitere 5 min dünsten. Petersilie untermischen und gut würzig abschmecken.

Den Kartoffelteig vierteln und 4 Kugeln formen. In der linken Hand halten, patt drücken, eine Mulde formen und ein Viertel der Füllung reingeben. Die Kugeln schön schließen und anschließend etwas platt drücken (habe ich auf meinem großen Plastik-Spachtel die Kartoffel-Taler nochmals von beiden Seiten platt gedrückt... auf dem Holzbrett hingen sie leicht an - dann werden sie nachher in der Pfanne schön und gleichmäßig knusprig). So verfahren, bis alle vier Kartoffel-Taler gefüllt und geformt sind.

In einer Pfanne etwas Sonnenblumenöl erhitzen und die Taler von beiden Seiten golden und knusprig braten!

Dazu gab es einen bunten, gemischten Salat mit allem, was der Garten gerade hergibt...

*Anmerkung m: Ich habe dafür meinen Halbvollkorn-Reis einfach durch die Getreidemühle gelassen/ bedenke: alle Füllungen - egal ob für Pasta oder in diesem Fall Kartoffelteig - etwas überwürzen!

Inspiration: Elavegan

Feld-Mannstreu mit Kaisermantel


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Inspiration³ : Tarte mit Johannisbeeren, Holunderblüten-Sirup und Verveine

Sonntag, 9. Juni 2019


Der Holunder blüht verschwenderisch und duftet dabei derart betörend und berauschend, dass auf dem Land an ihm gerade kein Weg vorbeiführt. Gleichzeitg verfärben sich an den Sträuchern die ersten Johannisbeeren rot und erinnern mich daran, dass noch welche von letztem Jahr tiefgekühlt auf Verwertung warten. 

Eine weitere Weisung in Richtung dieser Tarte waren freundliche Feriengäste aus der Schweiz, die auf der Suche nach einem Tarte-Rezept erst über das Blog gestolpert waren, um schließlich als Urlauber bei uns zu landen. Ich wußte die Zeichen wohl zu lesen und trollte mich brav gen Küche, um allen gesehenen, gerochenen und erzählten Boten der Zeit gerecht zu werden. So einfach kann Kochen oder Backen sein, wenn die Musen flüstern...

Zutaten:

240g Mehl
130g Butter
Salz
60g Zucker
1 TL Crème fraîche
(oder 1 Ei)
etwas kaltes Wasser
Abrieb einer 1/2 Tonka-Bohne

450g Johannisbeeren
250g Mascarpone
1 Ei
6 EL Holunderblütensirup
40g Zucker*
12 Blätter Verveine 


Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Tarteboden einen homogenen Teig kneten und mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Eine Tarteform buttern, den Teig auswellen und die Form damit samt Rand auskleiden. Den Boden mit der Gabel mehrfach einstechen und ca. eine halbe Stunde in die Tiefkühle stellen.

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen. Die Tarte mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchte belegen und 10min backen - Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und weitere 10min backen.
Währenddessen von den Verveine-Blättern die Mittelrippe herausschneiden und fein hacken. Mascarpone, Ei, Holunderblütensirup, Zucker und Verveine mit einem Handrührgerät glatt rühren. Die Johannisbeeren untermischen.
Den Backofen von Umluft auf Ober-/Unterhitze umstellen. Den Belag auf den vorgebackenen Boden verstreichen und die Tarte weitere 20min bei 190° und 15min bei 180° backen. Auskühlen lassen - ich finde, etwas gekühlt schmeckt die Tarte besonders erfrischend.

*Anmerkung m: Die Johannisbeeren lassen sich auch prima durch Brombeeren, Himbeeren oder Blaubeeren ersetzen. Möglicherweise würde ich den Zucker dann etwas reduzieren, weil man weniger Säure als bei den Johannisbeeren ausbalancieren muss.


Brommeleis

Mittwoch, 22. August 2018


Nirgendwo wachsen größere, wilde Brombeeren wie in der Drôme - behaupten zumindest die Kinder, die hier aufgewachsen. Wieder ein gutes Jahr, um Brombeeren zu ernten. Ich kenne die anderen genau so, die mageren, in denen Wärme und Sonne den Beeren zwar viel Aroma einhauchten, aber der Regen ganz fehlte, um sie zudem saftig zu machen.

Sonst lästere ich ja gerne, bringe den Endlos-Toleranten, den Missionaren und Weltverbesserern für ihren Garten ein kleines Sortiment mit an Widersachern wie Efeu, Schlingenknöterich, Winden, Kletten, Brombeeren ect. - ab da hat sich die Diskussion über Un-Nicht-Mit-Beikräuter. Philospohie beendet - Großmeister Garten klärt auf unwiderlegbar praktische Weise auf über die Verhältnisse, die auf diesem Planeten herrschen. Ihr kennt das Bild dazu? Hat man einen Topf mit guten Kräutern und gibt ein einziges giftiges dazu, kippt die Wirkung des ganzen Topfes ins Gegenteil. Umgekehrt, hat man einen Topf mit lauter giftigen Kräuter und gibt ein heilendes dazu, so bleibt die Wirkung dieses Topfes die gleiche und nichts verändert sich.

Brombeeren machen immerhin noch leckere Früchte. Wenn sie außerhalb unseres Gartens wachsen, bin ich sogar Fan. Vielleicht schmecken gar die wilden Brombeeren besser wie die kultivieren. Allerdings kann ich da nicht mitreden, denn ich kenne bisher nur die Wald-und Wiesen-Brombeeren. Hier findet sich von letztem Jahr noch ein Sammel-Board - für alle, die nach mehr Ideen für Brombeeren suchen. Dieses Eis bekommt etwas Würze durch die Kräuter und zusätzlichen Schmelz durch den Honig. Wer hat, kann die Beeren gerne mit Cassis oder Holunderbeerensaft aufsetzen. Beides gibt eine schöne geschmackliche und passende Bereicherung...



Zutaten:

400g Brombeeren
(optional: 2 EL Cassis - m: selbstgemachter)*
2 frische Lorbeer-Blätter
1/2 TL Thymianblättchen
2 Petit Suisse (120g)
200ml Sahne
2 Eigelb
50g Thymianhonig

Zubereitung:

Die Brombeeren zusammen mit den Lorbeerblättern, dem Thymian und dem Cassis etwa 7min köchlen lassen, bis die Brombeeren weich und saftig zusammenfallen. Durch ein Sieb streichen und kalt stellen.

Den Honig in einer Metallschüssel flüssig werden lassen, die Eigelbe dazugeben und beides  gemeinsam mit 50ml Sahne über einem Wasserbad schaumig aufschlagen. So lange weiterschlagen bis die Masse dickflüssiger wird, sie dabei aber nicht zu heiß werden lassen, sonst gerinnen die Eigelbe.  (Erfahrene dürfen das Aufschlagen direkt auf kleiner Flamme machen.) 

Die Masse in eine Schüssel mit Eiswasser stellen und kalt rühren. Die Petit Suisse glatt unterrühren. Die Sahne steif schlagen. Sahne zusammen mit dem Brombeermus untermischen. Das Brombeereis in der Eismaschine gefrieren lassen (ersatzweise im Gefrierfach in 4-5 Stunden fest werden lassen, dabei häufig und gründlich durchrühren). 

*Anmerkung m: Cassis prima zu ersetzen durch Holunderbeerensaft