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Das neueste anders: Kürbis-Polenta nach Ottolenghi

Samstag, 7. Januar 2023


Habt ihrs mitbekommen? Hier war ein Weilchen Baustelle. Späßken. Kann mir keiner vorwerfen, dass das nicht sehr transparent von statten ging. Ben, ich hatte das Bedürfnis nach Möbelrücken. Einiges rief nach Veränderung. Wobei ich mich nach meiner Typveränderung dank Christina (2017) - und nach der von Maret (2013) - wieder lange zufrieden zurücklehnen konnte. Vor allem ging es mir jetzt darum, alte Inhalte besser präsentieren und nach vorne holen zu können. Schließlich blogge ich seit über 11 Jahren. Richtig Langstrecke. Richtig am Ball geblieben. Richtig stetig. Round about 1500 Rezepte tummeln sich auf diese Weise hier - plus die *aus der Reihe*- Geschichten. Genau genommen ist das heute exakt der 1811 Post. 

Natürlich habe ich das nicht alleine für mich gemacht, sondern ebenso für euch. Ist ja nicht nur mein privates Kochbuch. Und? Wie gefällt es euch? In der Kommentarfunktion könnt ihr euch wieder laut machen - doch schöner mit etwas Austausch (#es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist). Noch ist nicht alles ganz so wie es sein soll. Ganz oben in der Galerie mit den vier Bildern gibt es nun zwei neue Kategorien *Frühling & Sommer* und *Herbst & Winter*. Leider bedeutet das für mich, dass ich 1810 Posts durchgehen und neu labeln muss. Eine echte Strafarbeit. Nach jedem Edieren eines einzelnen Posts werde ich wieder ganz an den Anfang zum aktuellen Post geworfen und muss wieder erneut runterscrollen. Heißt: je weiter zurück ich in die Vergangenheit scrolle, um so länger und länger dauert das Laden der Posts. Es könnte einen zum Rettenraucher machen, ehrlich! Momentan bin ich beim Edieren bei Mitte 2018 angelangt. Ein paar Jahre habe ich also noch vor mir - ich bitte um etwas Geduld (hoffend, dass mir die meine dabei nicht verloren geht).

Aber E-Mail-Abo geht wieder (wurde ich per Mail öfters angeschrieben deshalb). Rezepte kann man notfalls ausdrucken - nicht ganz so schick wie bei manch anderen Blogs speziell das Rezept, aber hey: immerhin. Und wenn ihr die Labels unter einem Post anklickt, dann werden alle Rezepte zu dem jeweiligen Label mit einem Bild angezeigt. Das kann sich doch nun wirklich sehen lassen, oder? Ebenfalls brand new: ich probiere mich auf Insta aus (#jetzt singt sie auch noch) - mal sehen wohin die Reise führt...

Mein Dank gilt Tina aka Freiflieger-Design - Büro für Kommunikationsdesign, die mir das frisch bezogene Blogbett gerichtet hat und uns vor 2 Jahren bereits unsere Homepage *Sonne und Lavendel* neu gestaltete. Also wer ähnlicher Technik-Vollhonk ist wie ich, dem kann ich Tina allerwärmstens empfehlen!

 


Auch meine Blog-Liste muss ich wieder neu erstellen (saublöderweise nicht vorher gespeichert!) - aber auf die will ich ja selbst nicht verzichten. Das ist mir meine liebste Inpsirationsquelle. Wie fürs heutige Essen. Ein mal mehr hat mir Team Kaltmamsell auf gläsernen Tellern den Mund wässrig gemacht. So sehr, dass ich umgehend nachgezogen habe. Deren Empfehlung plus Urheber Ottolenghi sowie meinem Lieblingskürbis Butternut kann in Zusammenspiel nur zu einem *vrai régal* (wie der Fränzi sagt), einem echten Gaumenschmauss werden. Merci gen München! Es hat uns ausgezeichnet geschmeckt.

Mit den Mengenangaben bin ich nicht ganz zurecht gekommen - nicht das erste Mal bei Otto. Ich passe das in meinem Rezept an; ihr könnt es mit dem Original abgleichen. Kürbiskerne hatte ich noch als Extra geröstet fürs Topping, dann aber vergessen. Darauf war auch gut zu verzichten, denn das eigentliche i-Tüpfelchen sind die frittierten Kräuter - genau, wovon Gartenküche lebt: frische Kräuter. In meinem Geschmacksuniversum verbessern sie beinahe alle Gerichte!

Bei uns gabs den Salat mit Chicoree, Avocado und Orangen, den ich euch bereits als DUBB erneut unter die Nase schob. Passte super dazu! 


Zutaten 2 P:

300g Butternut
1 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen
140g Polenta (m: Instant)
ca. 300ml Gemüsebrühe*
Salz, Pfeffer
60g Ziegenfrischkäse (oder anderer Frischkäse)
20g Parmesan
1 Stich Butter

150g Butternut
1 EL Olivenöl
1/2 EL Ahorn-Sirup
1/2 EL Limenen-Saft (oder Zitrone)
Salz, Pfeffer

1 EL Olivenöl
30g Butter*
1 TL fein gehackter Rosmarin
7 Blätter Salbei
1/2 TL Chili-Flocken
etwas Piment d'Espelette

zum Garnieren:
gehackte Petersilie (m: plus 3 Blätter Salbei und einige, kleine Blätter Rauke)
frisch geriebener Parmesan

 

Zubereitung:

Zuerst das Kürbis-Pü für die Polenta zubereiten. Dafür den gerüsteten Kürbis in etwa 3cm große Stücke würfeln. In einem Topf die Kürbiswürfel zusammen mit dem fein gehackten Knofi in dem Olivenöl für einige Minuten anrösten, bis der Kürbis beginnt, weich zu werden. Gemüsebrühe anschütten, salzen, pfeffern und zugedeckt ganz weich köcheln lassen. Ziegenkäse, Parmesan und Butter zufügen - alles mit dem Stabmixer pürieren. Erneut zum Köcheln bringen, Polenta unter stetigem Rühren einrieseln lassen - so lange, bis die Polenta eindickt. Gegebenenfalls noch etwas Brühe anschütten, sollte die Polenta zu dick sein. Ein ausreichend großes Stück Backpapier auf den Topf legen, dann den Deckel, damit der Topf gut verschlossen ist, die Polenta warm bleibt ohne dass sich eine Haut bildet.

Nun die 150g Kürbis in 1/2cm große Würfel schneiden. In einem Topf bei mittlerer Hitze in Olivenöl für einige Minuten anrösten, bis der Kürbis leicht Farbe annimmt und weich wird. Salzen und pfeffern. Mit Ahorn-Sirup und Limettensaft würzen. Deckel auflegen und warm stellen.

Für das Chili-Öl das Öl und die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen. Rosmarin darin für etwa 30 Sekunden frittieren, dann Chili und eine Prise Salz zufügen und zur Seite stellen.

Zum Anrichten die Polenta in den Topf geben, Kürbis-Würfel darüber, mit Chili-Öl sowie den gehackten, frischen Kräutern und Parmesan toppen.

 

*Anmerkung m: durchaus was für Gäste, ich fand die Portion recht schmal bemessen - habe sie für uns vergrößert. Die Angabe der Gemüsebrühe reichte bei mir hinten und vorne nicht... entscheidend ist bei einer Polenta (genau wie bei Grießbrei) die richtige Konsistenz - da solltet ihr in der Zielgeraden selbstständig mitsteuern. Die frittierten Kräuter sind einfach super als Topping - bref: das Chili-Öl kann man mengenmäßig durchaus noch mehr hochsetzen!

Inspiration: Ottolenghi bzw. Inés aka Kaltmamsell

 

Ehrenmann - Junge Mairübchen mit Knoblauch-Käse-Polenta

Sonntag, 22. Mai 2022


Bitte entschuldigt die kleine Pause, aber ich war damit beschäftigt, die Welt zu retten zu verbessern. Ihr staunt? Tja, man tut, was man kann. Und hätte ich gewußt, wie einfach das ist, ehrlich, ich hätte ja schon viel früher... Jetzt fragt ihr euch, ja WIE denn? Leute: einfach mal keine Bilder von fotographiertem Essen hochladen. That easy! Sagt einem ja keiner. Aber das sind doch Informationen, die ich brauche! Exakt genau dafür gibt es glücklicherweise Experten, Behörden, Erhebungen Minister. Und der Bundesdigitalminister heißt Volker Wissing. Eben jener wieß jüngst im Anschluß der Ministerberatung der G7-Industrienationen darauf hin, dass viele (zu viele) dazu neigen würden, Essen zu fotographieren: *Und wenn man sich die Zahl der Fotos von Essen anschaut weltweit, kommt man auf einen enormen Energieverbrauch.* Man müsse sich die Frage stellen, ob das wirklich notwendig sei. Eben. MUSS DAS SEIN!? Einfach mal nachdenken. Aber eben nicht zu lange darauf rumkauen. Und schon gar keine Fotos machen und die dann in Foodistan teilen wollen. Ist machbar, nich? Also ich habs jetzt locker ein paar Tage hingekriegt!

Und wieder einmal ist erkennbar, was alles möglich ist, wenn man von bezwingender Logik, der übergeordneten Wesensebene, spirituellen Werten, willkürlichen Details ausgeht! Sodele und mit dieser  eingesparten Energie sollten sich doch wieder mehr Panzer produzieren, Waffen in Kriegsgebiete liefern Wahrheitsministerien gründen, das Land mit ausreichend Energie versorgen schwierige, politische Entscheidungen abwägen lassen. Jeder Minister kann dabei ein bißchen mithelfen, wie wir jetzt wissen, will er denn die Ehrenverdienstmedaille fürs Vaterland in Gold, Silber, Bronze anstreben, sei es sich für seine Nation zum Krüppel zusammenschießen zu lassen, Haus und Hof Bomben zu opfern, Hab und Gut den Teurungen zu übergeben einfach mal drinne ein Pullover im Winter überzustreifen. Echt jetzt, das kann doch nicht zu viel verlangt sein. Dafür muss man doch kein Staatsdiener sein!

Es sind die kleinen Schritte von vielen. Dann, ja dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Überflutung von den Niederlanden noch etwas hinauszögern, ein paar Tierarten retten, etwas Plastik aus dem Meer fischeln, besseres Wetter bekommen!

 


 

Eines meiner liebsten Frühlingsgemüse - dieses Jahr noch vor dem Spargel - ist das Mairübchen. Mairübchen kommen im Frühling nie alleine, sondern gebündelt mit anderen samt Grün. Sie sind noch so zart, dass man sie nicht schälen muss und mit Haut und Haar verschlingen kann. Dieses Gericht hatte ich eigentlich gar nicht vor zu verbloggen, es schmeckte mir dann aber derart gut, dass ich es für diese Zwecke einfach kurz darauf wieder auf den Tisch brachte. Zumal es bei den Augusttemperaturen meinen Bedürfnissen entgegenkam, nicht zu lange am Herd zu stehen.


Zutaten 2P:

125g Maisgrieß
250ml Gemüsebrühe
250ml Milch
2 Knoblauchzehen
2 Stangen frischer Knoblauch*
1 Mozzarella
Bergkäse*
Salz, Pfeffer
1 Prise Muskatnuss-Abrieb
 
1 Bund Mairübchen/ Navets (ca. 4 Stück)
1 TL Savora-Senf
etwas Gemüsebrühe
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
ein Stich Butter

Zubereitung: 

Mairübchen vom Grün trennen und beides waschen. Die Rübchen - je nach Größe - halbieren oder vierteln und in Scheiben schneiden. In Butter in einer Pfanne etwas Farbe annehmen lassen. Nach etwa 5 min das klein geschnittene Grün zufügen, ebenso etwa 100ml Gemüsebrühe. Mit Senf, Salz und Pfeffer sowie Piment würzen. Nicht völlig durchgaren - die Rübchen sollten noch etwas Biss haben. Warm stellen.

Milch und Brühe zum Kochen bringen zusammen mit den feingeschnittenen Knoblauchzehen und den Knoblauchstangen und die Polenta einrießeln lassen und je nach Packungsangabe kochen lassen (m: vorgekochte Polenta verwendet - die braucht nur 5 min Quellzeit). Dabei stetig rühren damit die Polenta nicht am Topfboden anhängt. Kurz vor dem Servieren den in Stücke geschnittenen sowie geriebenen Käse unterrühren und zum Schmelzen bringen. Darauf achten, dass die Polenta eine schön schlonzige Konsistenz hat. Gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit anschütten.

Zusammen mit den Mairübchen servieren,

Anmerkung m: die Polenta eignet sich hervorragend um Käsereste darin zu verbasteln. Ich hatte neben dem Mozzarella noch ein kleines Stückchen Tomme de brebis und etwas Comté. Die Drôme ist Knoblauchanbaugebiet - der junge Knoblauch bereits im ganz frühen Stadium (s. Foto als Stange) bereits eine kleine Delikatesse. Mittlerweile haben sich bereits kleine Knollen entwickelt und auch dann schmeckt der Knofi so gut wie nie! Ein Löffel Bärlauch-Pesto fügt sich geschmacklich sehr gut ein.


Hirtenessen: Polenta-Knödel

Freitag, 30. Juli 2021

 

*Sei du selbst*

*Liebe dich selbst*

*Rette dich selbst* 

Klingt toll, aber ich glaube nicht daran - wenngleich man diesen Dreiklang für eine (schöne) Utopie halten kann. Nur die allerwenigsten saugen das *Sei du selbst* mit der Muttermilch auf. Der Start, sprich die Kindheit, geht selten einher mit Aufrichtigkeit, Wertschätzung, Achtsamkeit oder anderer Werte, die eine solche Entwicklung überhaupt möglich machen. Dahingehend bin ich mir deshalb so sicher, weil die Welt sonst aus anderen Menschen bestünde.

Ja, es ist ein offenes Geheimnis, dass ich aus meinem Elternhaus viel aufzuarbeiten hatte. Und aus eigener Erfahrung kann ich deshalb mit Bestimmtheit sagen: mein Habib hat mich gesund geliebt. Erst mit ihm an meiner Seite konnte ich zu mir finden. Und die mich umgebende Natur half und hilft mir mit ihren heilenden Kräften ebenfalls sehr. Bis heute. Alleine hätte ich mich ganz bestimmt nicht an meinem Haaren aus meiner Misere gezogen. Selbst wenn ich noch so sehr gewollt hätte. Für einen solchen Gnadenakt bedarf es mehr.

Nein, niemand kann mir etwas anderes erzählen: keiner ist mehr als das ihn umgebende Umfeld. *Zeige mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist!* (Goethe). Jeder ist nur ein Teil seines Biotops. Gut, Mitgestalter, das schon, aber eben nicht alleiniger Erschaffer und als Anständiger schon gar nicht Beherrscher.

Zumal wir immer wieder das eklatante Ungleichgewicht verdrängen wollen, das nun mal auf Erden herrscht: es ist SO schnell kaputt gemacht und SO langsam aufgebaut. Oder auch in ein anderes Bild verlegt: man nehme einen Topf voller guter Kräuter und gebe ein einziges giftiges Kraut dazu und die Wirkweise kippt. Hat man aber umgekehrt einen Topf voller giftiger Kräuter und fügt ein heilendes Kraut hinzu, so ändert das rein gar nichts. Konsequent weitergedacht, beherrscht somit das Schadende/ Böse, denn das Heilende/ Gute lässt immer lässt frei. (*Die Liebe herrscht nicht, aber sie bildet und das ist mehr* Goethe).

Das bedeutet selbst für all die Günstlinge, die mit besten Ausgangsbedingungen ins Leben starten, dass es nicht zwangsläufig so weitergeht, denn auch jene bleiben nicht minder abhängig von ihrem Umfeld wie alle anderen. Sie können wohl leichter die Rolle des Rettenden übernehmen - doch nur mit dem passenden Gegenüber, das gerettet werden will. Alles Gute muss jeden Tag aufs Neue geschützt und errungen werden (*Nur wer immer strebend sich bemüht...*)

Wer darauf baut, dass es die Gesellschaft ist, die ihn der Not auffängt, der fährt auch Auto ohne je in den Rückspiegel zu schauen:

*Siehst du, das entzieht einem den Grund und den Boden, so dass man nicht mehr weiß, wo man anfangen soll, das macht einen verzweifelt. Das zerbricht einem jeden Gedanken an Gerechtigkeit und Kultur und Menschheit und wie all das Gerede noch heißt, das sie uns eingetrichter haben. Wenn so etwas wie (dieser) Krieg bewußt möglich ist, dann ist alles andere Attrappe. Wie sollen wir mit dieser Erkenntnis in einer Welt, die der Phrase und Pose bedarf, existieren können?* (E.M. Remarque *Im Westen nichts Neues*).

Aber vielleicht muss man zumindest viel gereist sein, um Kultur als künstlichen Kitt einer Gesellschaft zu entlarven. Für alle tiefe Erkenntnis reicht keine Theorie, sondern bedarf es stets der eigenen Erfahrung. Auch kann man diese nachfolgenden Gedanken niemand erklären, jeder kann den Gehalt dieser Aussage nur in sich selbst fühlen:

*Die Natur ist Quelle des Glücks, des echten Glücks, das bezaubert und beruhigt. Sie stellt unsere tiefe Wahrheit dar, unsere Geschichte, unsere Erinnerung. Sie ist das, was wir vor allem sind, weil sich unser Bewusstsein zusammen mit diesem Sonnensystem entfaltet hat* (Christian Signol *Das wahre Glück des Lebens*).

 


 

Wunderts also jemanden, dass mich Susannes Rezeptebeschreibung direkt triggert, wenn sie erklärend dazu schreibt, dass dieses Gericht traditionell von rumänischen Hirten des Balkan gegessen wurde? Schon um mich geschehen. Ich musste direkt nachkochen. Dabei habe ich ganz den Knödeln die Hauptrolle überlassen und die zarte Kohlrabi hielt ihnen nur brav den Steigbügel zur vollen Aufmerksamkeit.


Zubereitung 8 Stück/ 2-3P:

15 g Butter
150 g Polenta (keine Instant-Polenta/ vorgekochte Polenta)
Salz
1-2 TL Thymian-Blättchen
Piment d'Espelette
125 g Schafs-Feta
Olivenöl

1 größere Kohlrabi
1 Stich Butter
Noilly Prat
1 Bund Schnittlauch
50g Crème fraîche
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft 

Zubereitung:

Für die Knödel 700 ml Wasser mit der Butter und 1/2 TL Salz sowie Thymian und Piment aufkochen. Den Maisgrieß unter Rühren einstreuen und alles unter Rühren bei schwacher Hitze ausquellen lassen. Die Polenta ganz auskühlen lassen. 

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Den Käse in kleine Würfel schneiden. Die Hände anfeuchten, je 2 EL der abgekühlten Polenta zwischen den Handflächen flach drücken, etwas Käse hineingeben, dann zu Bällchen rollen und auf das Blech legen. Bällchen mit etwas Olivenöl beträufeln und im heißen Ofen knapp 10 min warm backen. 

Parallel die Kohlrabi schälen und stiften. Die Kohlrabi in Butter al dente anbraten, ohne dass sie dabei Farbe annehmen. Salzen, pfeffern und mit einem guten Schuß Noilly ablöschen. Deckel kurz auflegen und den Kohlrabi zart dünsten - dabei aber nicht übergaren (also nur kurz). Die Crème unterziehen, mit Zitronensaft abschmecken, Schnittlauchröllchen bestreuen und zusammen mit den Knödel servieren.

*Anmerkung m: uns haben pro Person 3 Knödel satt gemacht/ ich empfehle, die Polenta wirklich gut auskühlen zu lassen, sonst neigen die Knödel dazu im Ofen aufzureißen (was allerdings nur ein Schönheitsproblem wäre)

Quelle: Susanne aka Magentratzerl


Anmerkung m: mit herzlichen Dank an meine Leserinnen, die mir diese beiden mich inspirierenden Bücher zukommen haben lassen. Zum einen an Kerstin, zum anderen bräuchte ich Hilfe: da ich Christian Signol eingeschweißt ließ, versäumte ich, direkt den Namen einzutragen - also falls du mitliest: melde dich bitte!







Marcel Marceau - Polenta-Bärlauch-Laibchen mit Rotwein-Schalotten

Sonntag, 21. März 2021

 

Von all den Möglichkeiten und Freiheiten, die ich mal als selbstverständlich annahm, vermisse ich u.a. besonders, mit dem Habib in einem Café zu sitzen und Menschen zu beobachten: eine echte, gemeinsame Passion, das Intersesse am Menschen, die Lust an der Phänomenologie, die Verfeinerung unserer homöopathischen Studien - das war immer SO inspirierend und wurde und wurde nicht fad. Das fehlt mir sehr!

Regelrecht unerträglich finde ich, dass durch die Maskentragerei die Gesichter hinter einem Stück Stoff verschwinden. All die nonverbale Kommunikation, die so en passant geschieht und die ganz leicht wildfremde Menschen für ein paar Augenblicke verbindet, fällt völlig weg. Kann man sich als soziales Wesen mehr behindert fühlen, als wenn man kein Lächeln mehr austauschen kann?

*Pantomimik ist ein Esperanto der Gebärden und damit die am weitesten verbreitete Weltsprache überhaupt*, sagt Marcel Marceau.

Vermutlich ist mir Frankreichs großer Pantomime Marcel Marceau durch meine Sehnsucht wieder in den Sinn gekommen. Ich hatte das große Glück Marcel Marceau noch live auf seiner letzten Tour zu sehen -  ungeachtet seines Alters füllte er in großer Lässigkeit die Bühne. 2007 verstarb er und liegt nun begraben auf dem schönen Pariser Park-Friedhof Père Lachaise. Mich fasziniert an Marcel Marceau, wie er es schafft, nur mit Mimik und Gebärde emotionale Geschichten zu erzählen ohne dass auch nur ein Wort seine Lippen verlässt.

Dabei habe ich eigentlich Clown-Sperre. Doch als eben solcher, als der tragischkomische Clown *Bip* feierte er besondere Erfolge: im Ringelhemd, einem weiß geschminkten Gesicht, einem zerbeulten Seidenhut und einer roten Blume wurde er einem weltweiten Publikum bekannt.

Früh schon, habe ich nun gelesen, war er angezogen vom Schauspiel. Aber in seiner Jugend war daran nicht zu denken: als in Straßburg lebender Jude hatte er im 2. Weltkrieg ganz andere Probleme. Zusammen mit seinem Bruder schloß er sich der Widerstandsbewegung an, fälsche Pässe (u.a. auch einen eigenen - den Namen sollte er später als Künstler behalten). Drei Mal half er dabei, jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz zu schmuggeln: Arte machte zu diesem Thema einen kleinen Kurzfilm.

Einer seiner großen Idole war der Stummfilm-Star Charlie Chaplin (dem er nur ein Mal und auch noch zufällig auf dem Flughafen begegnen sollte) - und so machte er die *Kunst der Stille* zu seinem Beruf. Erstaunlicherweise schaffte er ausgerechnet in Deutschland seinen großen Durchbruch. 1951 blieb er für zwei Monate in Berlin; zu seinen Aufführungen kamen auch Bertolt Brecht und der Kritiker Friedrich Luft, der schrieb: *Marceau macht eine Kunst, das muss man gesehen haben*. Oder wie sagt Marcel Marceau selbst in einem Interview, das er auf deutsch führte  (hier in der BR-Mediathek):

*Pantomie ist die Kunst der Bewegung, der Gebärde, die  Menschen zeigt in Handlungen, die komisch-tragisch sind und die die tiefsten Bestrebungen des Menschen zeigen [...] Wir Pantomimen machen das Unsichtbare sichtbar und das Sichtbare unsichtbar.*

Allein an seiner poetischen Art sich auszudrücken, zeigt sich die künstlerische Seele von Marceau, der sehr sprachbegabt war, gut deutsch und englisch sprach aber auch zeichnete und malte. 1978 gründete der die Schauspielschule École Internationale de Mimodrame de Paris, in der Pantomime, Tanz, Fechten und Schauspiel gelehrt wurden. Ich behaupte, Marceau ist nicht wegzudenken aus der reichen, lebendigen (und hoffentlich Pandemie-überlebenden) französischen Straßentheaterszene. 

Schon zu Lebzeiten zweifelte Marcel Marceau manchmal, ob für seine *Kunst der Stille* die Welt mittlerweile nicht zu laut geworden wäre: *Finden uns nicht die bewegensten Momente im Leben ohne Worte?*

Jede Form der Kommunikation kann man nicht hoch genug halten - ganz mit Humboldt: *Sprache ist der Schlüssel zur Welt* - aber ganz besonders das, was zwischen den Zeilen steht und was im echten Leben und Austausch die nonverbale Kommunikation (Mimik und Gestik) ausmacht, trägt die eigentliche Botschaft: ein Zucken der Mundwinkel, eine fahrige Handbewegung, das Hochgehen der Augenbrauen... Das Grimmsche Wörterbuch schreibt einleitend: *Die Gebärde, *ein lange wichtiges Wort mit viel weiterem Lebens- und Begriffskreis als jetzt, gleich seinem Zeitworte [gebaren]*

Und nun bleiben alle zarten, vagen Signale des Gesichts wie kleine Insekten in einem Fliegengitter hängen. Entbehrt ihr diese Form des menschlichen Miteinanders auch so sehr?



 

Ganz gewiß dauert es noch etwas, bis man von Winterküche auf Frühling umschwenken kann. Geduld - das große Zauberwort! Bis die ersten Frühbeete Früchte tragen, kann man sich zumindest aber schon mal an den ersten Kräutern laben. Und da gehts mir wie einem Wildtierchen: ich weiß gar nicht, wo ich zuerst reinbeißen soll: es leuchtet und winkt alles so einladend frisch und grün!

Geschwister im Blog-Universum: gebratene Bärlauch-Polenta


Zutaten 2P:

100g Maisgrieß
400ml Gemüsebrühe
1 Ei
1/2 Bund Bärlauch*
60g Bergkäse
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette 

Rotwein-Schalotten:
100g Schalotten (m: auch einige sehr kleine Zwiebelchen)
100ml Rotwein
100ml Portwein
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
1 Zweig Lavendel
2 Nelken
1 TL Zucker
 
Rotwein-Sauce:
60ml Rotwein
70ml Portwein
70ml Veggie-Jus
60ml Gemüsebrühe
2 EL Tamari
2 EL Balsamico-Reduktion
1/4 TL Thymian
1 Knoblauch
1 Stück Butter
Salz, Pfeffer
Roux* 

Zubereitung:

Für die Rotwein-Schalotten alle Zutaten in einen kleinen Topf geben. Die Flüssigkeit nahezu vollständig einköcheln lassen (m: bis auf 1 EL) und die Schalotten beiseite stellen.

Für die Sauce die Knofi fein würfeln und in der Butter kurz anrösten lassen. Dann ablöschen mit Rotwein und Portwein ablöschen. Brühe und Veggie-Jus zufügen - außerdem den Thymian. Etwas einköcheln lassen, abschmecken mit Balsamico-Reduktion, und Tamari. Salzen und pfeffern. Binden mit einer kleinen Roux. Die Rotwein-Schalotten zufügen.Warm stellen.

Bärlauch säubern und feinst hacken. Für die Gemüsesuppe aufkochen, die Polenta einrießen lassen und unter ständigem Rühren zu einem dicken Brei einkochen. Vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen.
 
Dann Bärlauch, Ei und Käse unter die Polenta mischen. Mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken und mit feuchten Händen flache Laibchen daraus formen.In einer Pfanne Öl erhitzen, die Laibchen darin beidseitig langsam (m: auf heißer Flamme) goldbraun braten.
 
Anmerkung m: Wer ein anderes Kraut wie Bärlauch bevorzugt - etwa Brennessel, Giersch...  darf sich hier kreativ ausleben!

 

Dieses Stück gehörte zur Aufführung auch damals in Baden-Baden - es blieb mir bis heute im Gedächntis: der Maskenbauer:

Umdenken: Polenta-Pizza

Freitag, 10. Juli 2020


Gesundheit ist gerade mehr denn je ein Verkaufsschlager - fällt euch das auch so sehr auf? Dabei ist Gesundheit ja eigentlich nix. Wenn man nix merkt, dann ist alles gut. Schon irre, oder? Weil sonst rennt ja alles dahin, wo die Feuerwerke abgefackelt werden. Bei *Nix* guckt doch keiner hin.

Trotzalledem ließ sich mit *Gesundheit* schon immer einen Batzen Goldstücke verdienen. Und schon immer gab es in dieser Berufsgruppe ein Haufen Quacksalber. Es kommt auf das Marketing an (eine starke Lobby ist stets von Vorteil) und auf den Verzweiflungsgrad des jeweiligen Patienten. Aber machen wir uns nichts vor: nicht viel verbindet die vielen einzelnen, abermillionen Menschen mehr, als die Angst vor Krankheit beziehungsweise vor Leid. Der Kern des Buddhismus setzt sich mit der Frage auseinander, ob es möglich ist, Leiden vollständig zu überwinden und dauerhaftes, endgültiges Glück zu erreichen. Es ist kein Geheimnis: hätte Mensch die Wahl, dann würden wir gerne das Leid meiden wie die Beulenpest.

Mit Covid wird gerade viel hinterfragt. Eine Zeit des Umbruchs kann gleichzeitig eine Zeit des Neustarts sein. *Covid-19 ist vorallem eine Krankheit unserer Lebensweise* titelt etwa die SZ. *Geht Wohlstand auch mit weniger Konsum* oder *Kann die Wirtschaft nach Corona auch klimafreundlich wachsen* findet man aktuell Überschriften in der Zeit. Und in Frankreich wählt man auf kommunaler Ebene grüner denn je. Dass da gerade ein (momentanes?) Umdenken stattfindet, merken wir sogar auf unseren Wochenmärkten: es gibt so viele Kunden wie noch nie, die sehr früh aufstehen und auf einen Schlag Schlangen bilden vor den Bio-Ständen. Das hat unsere Welt so noch nicht gesehen.

Was wäre, wenn es nur biologische Landwirtschaft gäbe - fragt brandeins. Es wäre schwerlich möglich - ist das Ergebnis dieses Artikels. Soll das also das Privileg stets nur von wenigen Landschaften, Tieren und Menschen bleiben? Zwei Faktoren müssten vorneweg dafür geändert werden: es dürften nicht mehr derart viele Lebensmittel weggeworfen werden. Alleine die Deutschen werfen 310 Kilo Essen weg - jede Sekunde! Eine erschlagende, schier unglaubliche Zahl, nich? Und ein weiterer Faktor ist der Fleischkonsum. Es müsste viel weniger Fleisch gegessen werden. Man möchte ja meinen, dass Skandale wie die um Tönnies derart einschlagen, dass den Grillern der Spaß vergeht. Allein mir fehlt der Glaube. Gerade lese ich ein Buch über *Intervallfasten* (hach, und was wartet überhaupt ein toller Bücherstapel auf mich!!!) und die Autorin zitiert die WHO (eine Organisation deren Wort ja viel Aufmerksamkeit bekam in diesen seltsamen Tagen), die das Fleisch von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen und vor allem Produkte wie Wurst und Schinken als krebserregend einstuft. Über die Haltungsbedingungen von Masttieren muss ich wohl kein Wort mehr verlieren - wissen wir Bescheid.

Nun, nach 9 Jahren Bloggerei übers Essen wird mir mehr und mehr bewußt, WIE groß der Anteil der Ernährung an der Gesundheit ist: die Ernährung ist eine der tragenden Säulen. Man kann dank des Blogs meine Entwicklung dahin gut verfolgen. Immer mehr wird mein Ideal so vegan und vollwertig wie möglich. Das heißt nicht, dass ich auf tierische Fette oder Ei und Käse ganz verzichten möchte - aber ich versuche uns weiter auf weniger zu drillen. Und bei den täglichen Fastenunterbrechungen werden wir wohl erst einmal bleiben. Nach einem Vierteljahr kann ich sagen: es tut mir auffällig gut.


Wie stets beim Guten müssen mehrere Faktoren zusammenspielen. SO einfach stellt sich *gut* nicht ein (Dauerthema: Zufriedenheit/ und die Dörrobstfrau- Geschichte fällt mir ebenfalls direkt wieder ein). Für eine anständige Ernährung braucht es das passende Leben dazu. Komischerweise stelle ich immer wieder fest, dass *satt sein* etwas mit Zufriedenheit zu tun hat. Satt und zufrieden ist doch eigentlich das Gleiche. Wenn ich uns ein Essen zubereite aus der frischen Gartenernte, dann kann der Teller noch so schlicht sein, er wird mich ganz bestimmt zufrieden stellen. Natürlich könnte man diese *Polenta-Pizza* pimpen mit Käse, etwas Parmesan drüber oder so... muss aber gar nicht mal sein. Viel wichtiger finde ich den Salat dazu!

Zutaten 2P:

100g Polenta*
400ml Gemüsebrühe
1 TL Thymian, getrocknet
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

1 Zucchini
eine handvoll Kirschtomaten
Oregano, getrocknet
Salz, Pfeffer
Olivenöl

3 Tomaten
2 Knoblauchzehen
Harissa
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker

1 Bund Basilikum
1 handvoll Pinienkerne
Olivenöl
Salz
etwas Zitronensaft

Zubereitung:

Für die Polenta die Gemüsebrühe mit Lorbeerblatt und Thymian zum Kochen bringen. Die Polenta einrühren, dabei stetig rühren und warten, bis die Polenta eindickt - nebenher das Lorbeerblatt rausfischeln. Die Polenta in einer mit Olivenöl ausgestrichenen Backform etwa fingerdick verstreichen. Mindestens 3 Stunden abkühlen lassen (kann auch am Vortag schon gemacht werden und dann in den Kühli gestellt).

Die Zucchini in 2mm dicke Scheiben hobeln, auf ein mit Backpapier ausgelegtem und dünn mit Olivenöl bestrichenen Backblech legen, die Kirschtomaten halbieren, mit Oregano bestreuen, salzen, pfeffern, mit etwas Olivenöl beträufeln - und für ca. 15min in den heißen Ofen bei 200° Umluft.

Die 3 Tomaten kurz ins kochende Wasser legen und dann häuten, klein schneiden und zusammen mit dem feingeschnittenen Knoblauch sowie Rosmarin cremig einköcheln lassen bis fast alle Feuchtigkeit verdampft ist. Abschmecken.

Die Sauce auf den Polenta-Boden verstreichen. Darauf Zucchini und Tomaten anrichten und die Gratinform nochmals für etwa 10-15min in den Ofen schieben.

Währenddessen im Mixer Basilikum mit Pinienkernen, Salz und Zitronensaft zu einem Pesto mixen - ACHTUNG: bei manchen hat sich das Olivenöl dabei schon ins bittere gewandelt - die nehmen zum Mixen Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Anmerkung m: Ich habe Instant-Polenta hierfür verwendet, finde aber, dass richtige Polenta (etwa aus Tessin) um Welten besser schmeckt.




Die Touris lieben die kultivierten Felder - ich mag den wilden Lavendel besonders

Kunstbetrachtung: Gnocchi alla romana mit Tomaten-Fenchel-Sugo

Dienstag, 18. Februar 2020


Entgegen dem Trend einer Handy-App den Vorzug zu geben, hänge ich immernoch an meinem Taschenkalender, meinen sogenannten *Terminator*. Stets vom gleichen Hersteller. Jedes Jahr begleitet mich darin ein anderer angeschwärmter *Kalenderspruch* (volle Team #Kalendersprüche - ihr wißt Bescheid). Und allerspätestens nach einem Jahr habe ich diesen dann für mein restliches Leben verinnerlicht.

In einem Jahr lautete er - übernommen von einem befreundeten Psychoanalytiker: *Der Irrsinn beginnt dort, wo du an deiner eigenen Wahrnehmung zweifelst*. BÄM, oder, ein Faustschlag von Satz! Ohne funktionierende Sinne, die zu einem Urteil finden, wird es zweifelsfrei schwierig. NOCH schwieriger. Für nahezu sämtliche Tiere ist der störungsfreie Einsatz ihrer Sinne existenziell wichtig: sei es um zu Nahrung zu finden, sei es, um nicht selbst zu solcher zu verkommen. Nur wenige Tiere können es sich leisten, dumpf in der Sonne vor sich hinzudösen - wie etwa domestizierte Tiere. Oder Löwen.

*Wer sich auf andere verlässt, ist selbst verlassen* knüpft ein anderer Spruch an ersteren an. Er weißt ebenfalls darauf hin, dass man zuerst einmal SELBST hinschauen und hinhören sollte - der Eigenständigkeit zuliebe. Gut, überdreht in die andere Richtung droht die Gefahr der Verblendung oder des Verrennens als Mensch. Es ist halt kippelig. Doch es nützt nichts: wer zu einem gesunden Selbstvertrauen finden will, braucht unabdingbar eine verlässliche Wahrnehmung. Und ein mündiger Mensch hat nun mal urteilsfähig zu sein. Sonst macht er nur das Äffchen. Oder den Wahnsinnigen.

Wunderbar lässt sich das sowohl demonstieren wie üben, wenn es um eigentlich nichts geht, nämlich um Kunst. Denn komischerweise habe ich den Eindruck, dass viele heutzutage auf Kunst verschüchtert reagieren. Warum? Dafür braucht es weder Mut noch Studium. Lediglich einen lautgemachten Eindruck, eine artikulierte Position, eine eigene Haltung. Geht doch nix kaputt dabei!

Das weiß ich quasi aus erster Hand. Gestaltete sich das Studium an der Aka sehr easy, so war doch die abschließende Kunstgeschichtsprüfung richtig happig. Und zwar wurde u.a. zum mündlichen Abschluß unter der großen Fülle aller Epochen die Themen Malerei, Skulptur, Architektur und Fotographie derart abgefragt, als dass drei Dias (ganz oldschool) an die Wand geworfen werden und wenns ideal läuft, kann man sagen: was-wer-wann. Das bedeutet folgerichtig, dass man in der Vorbereitung genötigt ist, sich sehr umfassend mit allen Richtungen von Kunst auseinanderzusetzen. Dabei stellt sich dann en detail raus, dass man wirklich - beim besten Willen -  nicht mit allem etwas anfangen kann. Hey, und das ist totally okay. 

Bei Beuys beipsielsweise bin ich komplett raus. Keine Ahnung wie der Hamster zu seiner Stellung kam - durch mich bestimmt nicht. Gerne dürfen irgendwelche Experten versichern, dass sein Werk für sie trotzdem Kunst ist. Aber eben *für sie*.

Denn brechen wir Kunstbetrachtung mal runter auf das, was es ist. Es ist - im besten Fall - eine individuelle Auseinandersetztung von einem Subjekt (Mensch) mit einem Objekt (künstlerischem Gegenstand). Einzelschaffender präsentiert Einzelperson seine Arbeit. Sodele, und entweder findet dabei ein Austausch statt, also spricht einen das, was man anschaut (liest, hört, riecht...) irgendwie an. Oder eben nicht. Wie im echten Leben. Immer alles möglich. Aber völlig UNMÖGLICH ist, sich mit allem und jedem auseinandersetzen zu wollen. Und wer verlangt, dass man das muss? Dafür ist Welt zu manigfaltig und definitiv zu dicht besiedelt. Wer das Gegenteil behauptet, lebt im Reich der Utopie. Eigentlich kann man sogar sagen, dass jede Auseinandersetzung im Guten bereits einem kleinen Liebesakt gleichkommt. Denn mit wieviel Menschen setzt man sich auseinander? Eben. Hauptsächlich winkt man sich doch gegenseitig durch. Weil... siehe oben.

Ich fasse zusammen: wie großartig ist es, wenn man überhaupt *Kunst* begegnet, die einen irgendwie berührt, die einen innerlichen Prozess anzustoßen vermag. Niemand veranschaulicht hübscher als Stefan Draschan, dass manche Bilder anscheinend wie gemacht sind für ganz bestimmte Betrachter (kleiner Ausschnitt). Oder umgekehrt. Betrachter für Gemälde. Zumindest für diesen Augenblick. Ob nun Zufall oder Kismet - das mag jeder selbst entscheiden...


Die cremigen Polenta-Taler zusammen mit dem kräftigen Sugo haben uns allerköstlichst geschmeckt - das wird ein Rezept, auf das ich in Zukunft immer wieder zurückgreifen werde... ohne die Lust zu verspüren, daran auch nur irgendetwas zu verändern. SO lecker!

Zutaten 2P:

100g Maisgrieß (m: Instant-Polenta)
200g Milch
200g Gemüsebrühe
1 TL Thymian, getrocknet
Salz, Pfeffer
1 Stich Butter
2 EL Parmesan, gerieben

Sugo:
2 Fenchelknollen (ca. 500g)
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen 
1 TL Fenchelknolle
400g Ofen-Tomaten*
1 Schuß Portwein
1 Schuß Rotwein
Harissa
1 Pr Zucker
1 EL Rosmarin, fein gehackt
1 EL Kapern
2 EL Mais
(optional: Balsamico-Reduktion)
Olivenöl

Zubereitung:

Milch mit Gemüsebrühe und Thymian aufkochen, den Stich Butter zufügen, dann die Polenta unter stetigem Rühren klümpchenfrei einrießeln lassen. Etwa 2-3min köcheln lassen. Zuletzt den Parmesan unterrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. In eine geölte Form füllen und glatt streichen und mindestens 2 Stunden auskühlen lassen (m: abgedeckt über Nacht).

Am nächsten Tag mit einem Ausstecher (m: 6cm Durchmesser) dicht an dicht Kreise ausstechen.

Für das Sugo die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch ebenfalls. Den Fenchel putzen, halbieren, vierteln und vom Strunk befreien. Dann in sehr feine Streifen schneiden.

Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, kurz vor Ende den Knoblauch zufügen, dann den Fenchel mitrösten und schließlich mit dem Fenchel 5min weiter braten.

Nun Ofentomaten, Rosmarin, Harissa und Port wie Rotwein untermischen. Das Sugo etwa 25-30min sanft offen köcheln lassen. Salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker (und wer hat Balsamico-Reduktion) abschmecken. In eine Gratin-Form umfüllen und die Polenta-Taler darauf setzen.

Ofen auf 210° (O/U-Hitze) vorheizen.

Zusätzlich das Gratin mit etwas geriebenem Parmesan und etwas Thymian bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Für 15min in den Ofen schieben.

Inspiration: Brigitte

*Anmerkung m: gut gefällt mir die Idee die Ofentomaten durch eine Mischung aus geschälten Dosen-Tomaten, getrockneten Tomanten und etwas Tomatenmark zu ersetzen - diese Kombi intensiviert den Tomatengeschmack.



Schlagworte: Hummus-Teller

Mittwoch, 22. Mai 2019


Der reinrassige, eingefleischte, orthodoxe Vollblut-Pazifist wird bereits bei dem Begriff *Schagwort* zusammenzucken. Zu aggressiv. Zu angriffslustig. Doch niemand arbeitet lieber damit wie Werbung und Politik. Das fällt gerade jetzt wieder zur Europa-Wahl auf. Einfach, klebrige, eingängige Versprechungen - mehr Inhalt braucht es nicht.  Oder mehr passt halt nicht auf das Plakat. Das muss man verstehen. Und alles klingt irgendwie ähnlich reisserisch: *Just do it* oder *Yes wie can*, *Das schaffen wir* oder *Wenn's gut werden soll* - als wären sämtliche Slogan von der gleichen Agentur entworfen worden. SameSame but different!

*Wir lieben Europa, deshalb wollen wir es verändern* las ich gerade. Merkwürdige Liebeserklärung: ich mag dich, deshalb gefällst du mir nicht, wie du bist. Für mich muss man anders Süßholz raspeln. Komisch auch, dass diese Versprechungen durchaus unerfüllbar bleiben dürfen. Ist ja nur der Aufhänger. Das sollten wir kapiert haben. Im Kleingedruckten steht das Wesentliche. *Quand l'Europe veut, l'Europe peut* - *Carglass répare, Carglass remplace!*  

Aber wenn wir schon dabei sind, dann hätte ich ebenfalls ein paar Vorschläge anzubieten. Wie gesagt: *Vorschläge*. Meine Ethik-Professorin an der Uni brachte mir bereits bei, dass selbst die Menschenrechtscharta lediglich Vorschläge sind. Unverblindliche Richtlinien. Wenngleich auch sehr schön klingende. Voilà, also los gehts aus meiner Schreibwerkstatt:


*Leben Sie einfach - wir kümmern uns um Ihre Datensicherheit*

*Weltfrieden - macht Kinder froh!*

*Europäische Atomkraft - DER Garant für sichere Endlager!*

*Wenns einmal läuft: europäischer Warenverkehr auf Schienen!*

*Für europäisches Handwerk - die Bürokratie übernimmt ab sofort der Staat!

*Jetzt mal echter Mehrweg: 
Jeder Produzent haftet für das Recycling seines Produktes*

*Die Natur und du: Artenvielfalt gleich Lebensvielfalt*

*Zufriedenheitsgarantie: Embargo aller Ländern, die Waffen exportieren!*

*Dicke Autos - fette Steuer!* 
 
 
Ach, ich könnte endlos weitermachen. Irgendwie erwartet ja keiner mehr groß Ergebnisse. Oder doch? Eigentlich sind es doch vielmehr verwunschene Zielvorstellungen, die angestrebt werden wollen. Irgendwann. Und erstmal theoretisch. Fristen sind sowieso was für Kleindenker. Und die Welt ist zu komplex für echte Hauruck-Aktionen. Global Playing wenn es um das Klima oder das Recht von Lebewesen geht - zu große Brötchen. Gut, ja, vielleicht sollte ich etwas besser über Politik denken. Die Poltikschaffenden machen mir es leider nicht einfach, da mein Maßstab der uralte Spruch bleibt: *An den Taten werdet ihr gemessen*. Wären vielleicht mehr wie die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern - deren Gebaren fand ich in der Attentat-Situation ganz toll - dann, vielleicht dann... 

Ihr habt auch noch mehr Vorschläge? Bitte her damit, nur raus damit! Ich verspreche auch, ganz bestimmt nicht in die Politik zu gehen. Lieber koche ich uns etwas Leckeres. Und zwar einen Hummus-Teller, den ich genau so in einem kleinen türkischen (eigentlich kurdischen) Resto in Freiburg gegessen hatte. Ich hätte mich wirklich reinsetzen können: die seidige Kichererbsen-Crème, die knusprigen Falafel dazu. Ganz nachbasteln konnte ich es zuhause nicht. Für uns zwei hatte ich keine Lust die Friteuse anzuwerfen und ersetzte Falafel durch Mais-Küchlein. Und wie sich rausstellte, bräuchte ich für die gleiche Cremigkeit des Hummus wohl einen besseren Mixer (vielleicht seid ihr besser ausgestattet wie ich). Nichtsedestotrotz: ein oberköstlicher Teller!


Zubereitung:

Maisküchlein:
100g Maisgrieß/ Instantpolenta*
400ml Gemüsebrühe
2 TL Rosmarin, fein gehackt
Harissa
2 TL Tomante-Confit
3 EL frische Kräuter
1 TL Mandelmus

Salz, Pfeffer

Grill-Gemüse
Paprika, Brokkoli, Karotten, grüner Spargel, rote Zwiebel
Marinade
3 TL Koriander
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Sumac
1/2 TL Paprika
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

Hummus
300g Kichererbsen, gekocht, geschält*
1 Zitrone, der Saft davon
1 EL Tahini
2 Knoblauchzehen
Kochwasser der Kichererbsen
(ansonsten einfach etwas Wasser)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

am Abend zuvor:

Kichererbsen am Abend zuvor mit ausreichend Wasser bedecken und quellen lassen. 

Für die Mais-Küchlein die Brühe mit dem Rosmarin aufkochen. Die Instantpolenta einstreuen und etwa 3min unter Rühren köcheln lassen bis die Polenta anzieht. Dann die restlichen Zutaten untermischen und sehr würzig abschmecken. Eine Kasten- oder Gratinform mit Frischhaltefolie auslegen und die Masse darin glatt einstreichen, so dass sie etwa 1cm Höhe hat. Abkühlen lassen, abdecken und in den Kühlschrank stellen.

Quellwasser der Kichererbsen abschütten, mit neuem Wasser aufsetzen und weich garen (m: mit einem Stück Kombu-Alge). Kochwasser auffangen und aufbewahren - Kichererbsen häuten s.u. bei *Tipp*

Alle Zutaten in einem Mixer geben und so cremig und glatt wie möglich pürieren (mir gefiel am Original, dass die Konsistenz eher eine Sauce als ein Püree war, also flüssiger als ich es sonst gegessen habe).

Den Ofen auf 200° vorheizen. Gemüse putzen: Brokkoli in Röschen teilen, Paprika und rote Zwiebel in Streifen ebenfalls Karotten in nicht zu dicke Streifen schneiden, Spargel in mundgerechts Stücke richten. Die Zutaten der Marinade mischen. Ich habe nur einen Teil des Gemüses damit mariniert, nämlich Karotte und Brokkoli und den Rest pur vorgezogen, also auf die andere Seite der Gratinform gegeben, nur mit etwas Öl beträufelt und gesalzen und gepfeffert. Für ca. 20 min im Ofen garen. Für ein paar wenige Minuten habe ich noch den Grill abschließend angeworfen.

Während das Gemüse im Ofen schmorrt, aus der Polenta kreisförmige Küchlein ausstechen und in Öl von beiden Seiten knusprig braten.

Die Hummus-Crème auf den Tellern verteilen, Gemüse und Mais-Küchlein darüber und los gehts...

TIPP: In diesem Fall ist Instant-Polenta die bessere Wahl, weil die Küchlein dadurch mehr Halt erhalten. Nimmt man - wie ich sonst - bevorzugt richtigen Maisgrieß, muss man die Küchlein beim Wenden mit mehr Vorsicht behandeln.

um Kichererbsen zu häuten, die zwischen den Handflächen hin-und herrollen - dabei löst sich die Schale - nun zurück in eine Schale mit Wasser geben, dabei schwimmt die Schale oben an der Wasseroberfläche und die Kichererbsen sinken nach unten.



eingepackt: Laubfrösche mit mediterraner Polenta auf Paprika-Ragout

Freitag, 16. November 2018


Für manche Menschen kann anhaltender Sonnenschein geradezu schädlich sein - man kommt zu nichts, permanent ziehen angenehme Temperaturen nach draußen und die Sinne sind damit beschäftigt, die gebotenen Aufführungen vor der Nase voll mitzubekommen. Einschränkend gilt zu bemerken, dass verstärkend wirkt, wenn man jeder Neigung zu Rausch und Betäubung den Riegel vorgeschoben hat. Sonst... Es sind ja IMMER die Umstände... so als Ausrede, Entschuldigung, Ausflucht oder Begründung... kennt man ja...

Aber jetzt, bei herrlichstem Novemberwetter mit Nebel, Feuchtigkeit und einem eingetünchten Komplettgrau da darf sich das Kopfkino wieder nach innen kehren. Verdauen, was bisher geschah, abstapeln, was sich angehäuft hat. Eigentlich komme ich trotzdem wieder zu nichts... sonst wäre hier mehr los...

Aber gegessen wird weiterhin, dafür gekocht ebenfalls und als kleines Goodie bekommt ihr musikalische Neuentdeckung eingespielt: perfekt, um sich in Stimmung zu tanzen. Die Welt ist schlecht? Die Politik auf falschem Kurs? Populismus gerade zu weit verbreitet? Der Job nervt? Der Mond geht zu schnell auf und es fehlt Licht? Ach Kinners, dann habe ich Musik, die euch ins Gegenteil groovt (gemäß den Falles, ihr solltet wie ich zu jenen gehören, die JAIN bisher verpasst haben).

Und wenn euch das nicht ausreichend einmuggelt, dann kocht ihr euch noch die *Fast-Capuns* mit südfranzösisch aromatisierter Polenta. Also dann müßte die Jolle wieder richtig im Wind liegen! Und ich merke mir die kleinen Päckchen schon mal als Entrée für meine alljährlichen Menu-Vorschläge für den 2018er Ausklang.


Zutaten 2P:

90g Polenta*
200ml Milch (od. Mandelmilch)
200ml Gemüsebrühe
1 Stück Parmesanrinde
Thymian
Oregano
4 getrocknete Tomaten
2 EL geriebener Parmesan
8 Oliven (grün/ schwarz)
Salz, Pfeffer

12-16 Mangoldblätter (je nach Größe)
50ml Gemüsebrühe

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Paprika (rot/ grün)*
1 EL Crème fraîche (od. Mandelmus)
ein Schuß weißer Portwein
Harissa
100ml Gemüsebrühe
Olivenöl
Roux 

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten mit etwas kochendem Wasser übergießen, abschütten und sehr klein schneiden. Die Brühe mit der Milch in einem Topf zum Kochen bringen und die Parmesanrinde dazugeben. Ebenfalls Thymian und Oregano zufügen. Die Polenta einrieseln lassen und unter stetigem Rühren 30 Minuten köcheln lassen, eventuell noch etwas Brühe anschütten. Nach der Hälfte der Kochzeit die Tomaten unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und den feingehackten Oliven abschmecken. Abkühlen lassen.

Mangoldblätter waschen. In kochendem Salzwasser 30 Sekunden blanchieren, kurz unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen oder etwas abtupfen. Die mittlere Blattrippe rausschneiden (genau so wie es Robert vormacht). Jeweils 1-2 TL (je nach Größe der Mangoldblätter - sie sollten nicht zu groß sein, aber auch nicht zu klein - man muß die Ränder noch einklappen können, um Päckchen zu wickeln). Dann die Laubfrösche einrollen und in eine Gratinform setzen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille ca. 20 bis 25 Minuten backen; dabei von Zeit zu Zeit mit Gemüsebrühe übergiessen (m: vergessen - daher sind sie *obenrum* etwas dunkel geworden).

Parallel das Paprika-Ragout auf den Weg bringen: dafür die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Die Paprika in 1 cm Würfel schneiden. Zwiebel mit dem Knoblauch glasig braten, Paprika zufügen, nochmals etwas weiterbraten und mit einem kräftigen Schluck Portwein ablöschen. Kurz einreduzieren lassen, Gemüsebrühe anschütten, Deckel auflegen und bei kleiner Hitze weich garen. 3 EL davon in einem Extra-Gefäß pürieren, mit einer kleinen Roux binden und mit Crème und Harissa, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Ragout in Teller füllen, die Päckchen drauf setzen und mit etwas Parmesan bestreuen.

*Anmerkung m: Polenta - verwende ich stets die *echte* Tessiner Polenta (Coucou Sabine), die länger braucht zum Garen als die Instant und VIEL besser schmeckt. Es bietet sich an, die Polenta am Tag zuvor zu kochen, dann kochen sich die Laubfrösche richtig schnell - bei mir war es gar ein verwerteter Rest.

Üblicherweise schäle ich die Paprika entweder mit dem Sparschäler oder häute sie, nachdem sie unter dem Grill lagen. Aus dem eigenen Garten sind sie dafür zu dünnhäutig...

Inspiration: Wildeisen





... und das neue Album ist auch super: höre hier rein oder hier