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festliche Yuzu Heidesand Plätzchen

Sonntag, 22. Dezember 2024



Wer auf der Zielgeraden gen Weihnachtsfeierlichkeiten auf den letzten Drücker quasi noch ein paar Plätzchen selbst backen möchte, für all die komme ich am 4. Advent mit dieser Idee um die Ecke.

Ich mache es mir mit Süßbäckerei ja gerne einfach. Für die Heidesand-Kekse muß man lediglich den Teig vermengen, zu Rollen formen und davon dann die einzelnen Plätzchen abschneiden. Wirklich sehr schön unkompliziert.

Der Clou darf aber nicht fehlen - schließlich ist nur ein Mal im Jahr Weihnachten. Hier greife ich auf den altbewährten Trick zurück, die Butter zu bräunen und sie zuvor zur Nussbutter zu machen. Das schmeckt gleich viel besser (Geschwister im Blog-Universum etwa diese Chai-Cookies). Den ungewöhnlichen Dreh gibt der Abrieb der Yuzu-Zitrone, die Bertrand von unserer Lebensgemeinschaft aus dem Dorf überraschend an seinem Marktstand im Angebot hatte. Das Aroma der Yuzu-Zitrone kann ich nur mit exotisch beschreiben - halt ein wenig anders wie Zitrone... Richtig unwiderstehlich werden die Plätzchen durch ein Drehen in einem Gemisch aus kandiertem Ingwer und Pistazie. Hoffentlich machen euch die Plätzchen so viel Freude wie mir!




Ich wünsche Euch allen ein schönes, besinnliches, harmonisches Weihnachtsfest!


Zutaten - ca. 60 Stück:2

250g Butter
220g Rohrzucker (zu Staubzucker gemahlen)
1 Vanilleschote
1 Yuzu-Zitrone (Abrieb davon)
1 Pr Salz
370g Zucker (m: 170g Einkorn-VK/ 200g Dinkel 200)
...
70g kandierter Ingwer, feinst gewürfelt
70g salzige Pistazien, fein gehackt
1 Eiweiß
je Pr Salz und Zucker


Zubereitung:

Die Butter in einen kleinen Topf geben und schmelzen. Bei mittlerer Temperatur unter Beobachtung so lange köcheln lassen, bis das enthaltene Wasser verkocht ist. Dann zeigen sich unten im Topf kleine braune Punkte - das ist die sog. braune Butter. In dem Moment die Butter sofort in eine Schüssel geben und über Nacht darin erkalten lassen.

Am nächsten Tag die Butter schaumig rühren. Das ausgekratzte Mark der Vanilleschote, das Salz, den Abrieb der Yuzu-Zitrone und den Zucker dazugeben und weiter rühren, bis die Masse hell und luftig wird. Dann das Mehl hinzugeben und zügig einarbeiten. Den Teig zu Rollen mit 3cm Ø formen und diese in Backpapier oder Frischhaltefolie einwickeln. Über mehrere Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für die Variante mit dem Extra-Knusper-Glitzer-Rand den fein gehackten kandierten Ingwer mit der Pistazie vermengen und auf einer Arbeitsfläche verteilen (in etwa von Länge und Breite der Rollen). Ein Eiweiß mit je einer Prise Zucker und Salz steif schlagen. Die Rollen (m: 2 von 3) damit einpinseln und in dem Ingwer-Pistazien-Gemisch mit etwas Druck wälzen. Auf jeden Fall die Rollen eine halbe Stunde bis Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen – so lassen sie sich später besser schneiden.

Den Backofen auf 
200°C (O/U-Hitze) vorheizen.

Die Teigrollen in ca. 1cm dicke Stücke schneiden und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Im vorgeheizten Backofen 10-12 Minuten backen und auf dem Blech vollständig auskühlen lassen. In Blechdosen an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.
Inspiration: Lacrema pâtisserie

die wilde Zorra - Blog-Buster: Maras bester Zitronenkuchen

Sonntag, 17. September 2023


Aber sicher doch feiere ich Zorras 200stes Blogevent *Backen wie MYestro* zu ihrem gleichzeitigen 19. Blog-Geburtstag  (wenngleich auch außer Konkurrenz, denn Einsendeschluß war Freitag). Zorra ist für mich aus Blogistan gar nicht wegzudenken. 1x umrühren aka Kochtopf ist mein Fixstern am Foodblog-Himmel - DIE Orientierung schlechthin. Ja, grundeigentlich ist sie sogar - als Foodblog der ersten Stunde - soetwas wie die Hauptstadt aller Online-Foodies. 

Definitiv DER Treffpunkt. Selbst wenn die Blog-Events mittlerweile schon einen old-school-Anstrich haben, gibt ihnen genau das schon wieder die betonte Lässigkeit. Denn die Teilnehmer der Zorra-Events sind nicht mehr wie früher eine Art eingespielter Damen-Tennis-Verein mit einer handverlesenen Anzahl an Herren-Ausnahmen (erinnert mich schwer an die Geschlechter-Verhältnisse bei meinen Jungmädchen-Reitferien). Nein, heute hingegen ist das eine bunte Mischung aus *Pionieren* und Newbies*, über die ganz allein Zorra noch einen Überblick behält. Macht Zorra das nicht auch ein bißchen zu einer Art Klassensprecherin?

Zorras Beständigkeit ist wirklich bewundernswert. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Arbeit die Organisation dieser Events und die späteren Zusammenstellungen mit sich bringen. Was es heißt, (un)regelmäßig zu bloggen, das kann ich mir in etwa vorstellen...

Sehr gut erinnere ich mich daran, WIE sehr ich gespannt war, als nach Jahren der Bloggerei die alten Hasen aus ihrem Bau kamen und Gesicht zeigten. Thema Konterfei... die Älteren erinnern sich... Und Zorra sah ich sogar direkt in einem kleinen Filmchen. Bis dahin hatte ich mir *meine* Zorra mit wilden, braunen Locken vorgestellt, aber mit dem genau gleichen verschmitzten, scheuen Lächeln. Es fiel mir bei Zorra ganz einfach, mein Phantasiebild mit dem Foto der Realität übereinander zu schieben. Dann eben mit langen blonden Haaren! Ich mochte Zorras ungekünstelte, bodenständige Art auch von Anfang an. You get, what you see - das beste und einzig wahre Blogger-Motto! Und in dieser Hinsicht ist sich Zorra immer treu geblieben, da konnten die Trends kommen wie sie wollen - das beeindruckt doch eine wilde Zorra nicht. Ob uns eint, dass wir als Expats bloggen? Keine Ahnung. Ich würde mich freuen, dass eines Tages herauszufinden!

Übrigens habe ich nach all den Jahren mal geschaut, ob ich auf Zorras Blog herausfinde, wie denn ihr wirklicher Name lautet. Leider kein verräterisches Impressum gefunden. Hmmm, was würde ich tippen? Eigentlich passt Zorra doch ausgezeichnet!

Für mich ist Zorras Blog DIE Anlaufstelle für Eis - kein Blog hat eine größere Gelaterie wie Zorra - und für ihre Zitronen-Rezepte-Sammlung.

Das ist auch der Grund, weshalb ich mir für dieses Event diesen Zitronen-Rührkuchen herausgesucht habe - obwohl ich ihn schon vor einem Weilchen gebacken habe (während das echte Labkraut blüht - ich liebe diesen Geruch!). Wenn Zorra schreibt *schockverliebt*, dann fackle ich nicht lange, dann bin ich maximal neugierig gemacht. Die muss schließlich wissen, wie der beste Zitronenkuchen einzustufen ist. Und das sagt ja einiges, wenn Zorra den direkt zwei Mal backt. Nun, nach meinen Kriterien erhält er ohne weitere Umschweife direkt den Blog-Buster-Status! Die größte Überraschung war für mich, dass das geht: saftig und super-fluffig zugleich. Wenn ich genau überlege, dann ist das in meiner kulinarischen Kuchenerlebniswelt sogar seither einzigartig. Bref: sensationell! Tipps, Tricks und Kniffs samt Zorras Lemon Curd findet ihr bei Zorra. Ich habe intelligenterweise gleich zwei kleine Kuchen auf einen Schlag gegessen. (Verschreiberling) gebacken.

Alors: ein dreifaches HIPPHIPPHURRA auf Zorra und KONFETTI - schön, dass es dich gibt1

 


Zutaten für 2 kleine Backformen à     :

400g Mehl
10g Backpulver
270g Rohrzucker
1 Prise Salz
1/2 TL Vanille-Pulver
Zitronenabrieb von 2-3 Zitrone
100g Zitronensaft
60g Milch
60g Sonnenblumenöl
240g weiche Butter
4 Eier (L)
60 g Mineralwasser mit Kohlensäure
ca. 4 EL  weiche Butter (oder Zorras Lemon Curd)
 

Zubereitung:

Kastenform mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen. 

Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen. 

Restliche Teigzutaten ausser Mineralwasser und Lemon Curd in eine andere Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät cremig rühren. 

Quirl vom Handrührgerät nehmen. Mehl-/Backpulvermischung dazu sieben und mit dem Quirl von Hand untermischen. Am Schluss Mineralwasser zum Teig geben und mit dem Quirl unterrühren.
Den Teig in die Kastenform geben und glattstreichen. Das weiche Butter mittig längs als ca. 1 cm breiter Streifen auf den Teig geben. Darauf achten, dass keine Butter an den Formenrand kommt. Da ca. 1cm frei lassen. Der Butter-Streifen sorgt dafür, dass der Kuchen beim Backen schön mittig aufbricht.

Kastenform in die untere Hälfte des Ofens geben und 1 Stunde backen. Stäbchentest machen, dabei nicht unbedingt in die Lemon Curd-Streifen stechen. Das ergibt ein falsches Resultat.

Kastenform aus dem Ofen nehmen. Den Kuchen ein paar Minuten in der Form belassen, dann aus der Form heben und auf einem Gitter etwas auskühlen lassen. 

Anmerkung m: mit Zorra teile ich die Spritzsack-Sperre - brauchts aber auch nicht/ einen Zitronen-Guss gabs bei mir nicht, weil ich feststellen mußte, dass ich keinen Puderzucker zuhause hatte - ich habe den Guß aber auch nicht vermisst, ich mags ja eh immer weniger süß und habe auch die Zuckermenge im Kuchenteig gekürzt.

Quelle: Zorra - und die wiederum war inspiriert von Mara

 

Meditation: Artischocken-Quiche mit getrockneten Tomaten und Knoblauch

Sonntag, 9. Mai 2021

 

Wenn ich in die Küche maschiere, dann weiß ich, was ich kochen will. Dann denke ich gar nicht weiter nach, dann mache ich einfach einen Arbeitsschritt nach dem nächsten. Dabei hake ich gerne jeden mit einem so gewissenhaften wie energischen *Sssooh!* ab - so lange bis ich das Essen fertig gekocht habe. Das läuft dann alles fast wie von alleine. Auf diese Weise stresst mich Kochen nie. 

Ist ja beim Sporteln ähnlich. Wie weißt Mady bei einem Wechsel einer fiesen Bauchübung an: *Gar nicht denken, einfach machen!* Ist SEHR oft tatsächlich das Beste, was man machen kann. Aber dieses *Just do it* ist leichter gesagt als getan. Und zwar weil der Kopf dem Körper ein Bein stellt. Im Yoga wird vom *monkey mind* gesprochen. Mit *monkey mind* ist die endlose Flut an Gedanken gemeint, die man nicht ausschalten kann und die wie ein dauer-unruhiges Äffchen im Gehirn-Käfig hin und herspringen. Und man bekommt diesen Affen nicht zur Ruhe - unabhängig von der Umgebung, selbst bei äußerer Stille. Ein ewig sich fortsetzender, unaufhaltsamer Bandwurmgedankensalat.

Unvergessen bleibt mir der philippinische Schamane, den ich zusammen mit dem Habib kennenlernte. Einer von denen, die mit ihren Händen operieren - und zwar bei geschlossener Bauchdecke. Ja, für jene mit wachen Augen und offenem Geist ist die Welt voller unerklärlicher Wunder. Eben dieser Schamane sprach davon, dass wir Weißen zu viel Spaghetti im Kopf hätten. Im Prinzip meinte er das Gleiche wie die Yogis mit dem Monkey. Wir tun uns schwer, das Gedankenkarussell mal auszuschalten, wir müllen uns geistig selbst zu - unkontrolliert und unbewußt. Die Laokoon-Geschichte - kommt mir ad hoc in den Sinn - erhält gerade einen weiteren Dreh!

Mein Vipassana-Meditationskurs in Yangoon war für mich eine harte Nuss - 10 Tage dehnten sich wie Gummibänder. Trotzdem werden alle, die regelmäßg meditieren bestätigen, wie wohltuend das fürs Allgemeinbefinden ist. Wie meinte der Habib: wir räumen alles auf, vom Wohnzimmer über die Festplatte, aber uns selbst müllen wir stetig zu und säubern uns nicht. Auf die Anregung meines Habibs hin - den ich bewundere für seine seismographische Sensibilität - habe ich also mit dem Meditieren begonnen. Und ich fühle mich ganz als Novitzin. *Gott kann nur den hören, der still ist*, findet der koptische Eremit in Ethiopien Abba Tesfay. Unsere stille Umgebung, unser harmonisches Wohnen hilft mir in meinen Anfängen sehr.

Denn das gilt es zu üben, das  ruhige Sitzen, der in sich gekehrte Blick ins Schwarze, die Zunge, die vom Gaumen gelöst ist, dieses Sich leer machen, nach innen lauchen, mal nix müssen, das Nichts aushalten, nur fühlen... Im Prinzip wie *Einfach nur machen* - nur ohne machen. Denken in Bildern ohne Begriffe.  *Pssscht* ermahne ich mich wiederholt, wie ein quengelndes Kind, das wieder und wieder versucht auszubüchsen.

Mein auserkorener Meditiationslehrer ist der französische Apnoetaucher Guillaume Néry. *Ich habe den Wunsch, über bestimmte Grenzen hinauszugehen, mich selbst herauszufordern. Und die Unbekannte, die es mir erlaubt, diese Grenze zu erreichen, ist ein Zustand inneren Friedens, den ich nur durch völliges Loslassen erreichen kann*. Er dient mir als Vorbild, denn wie er ohne zu atmen immer tiefer und tiefer auf den Grund des Meeres sinkt, das ist für mich DAS Bild!

Überhaupt empfehle ich die ganze Triologie von Arte *Was uns heilig ist*, denn eigentlich wußten alle vorgestellten Menschen zu beindrucken und ich hörte allen gerne zu. Wie die kanadische Qi-Gong und Yoga-Lehrerin Nicole Bordelau:* Zum spirituellen Weg gehört für mich auch, die Augen zu heben und den Raum über unseren Köpfen zu betrachten, Fragen zu stellen und mich mit etwas Schönerem, Größerem zu verbinden.* Oder die zweite Lektion von Sylvain Paquin *Laß dem Fluss seinen Lauf, er weiß, wo es lang geht, er wird dich ans Ziel bringen. Spar dir deine Kräfte für Turbulenzen. Denn wenn die Stromschnellen - also die Prüfungen des Lebens - kommen, wirst du deine ganze Energie brauchen, um sie zu bestehen.* Ich könnte noch viele, viele weitere Zitate herausgreifen, die mich alle zutiefst angesprochen haben, doch schaut selbst, es lohnt sich:

Ganz wunderbar wird anhand unterschiedlichen Menschen aufgezeigt, dass es piepegal ist, ob man die Betonung nun mehr auf Rückzug, Harmonie, Barmherzigkeit, Achtsamkeit oder Stille legt. Viele Wege helfen bei der Suche, mehr zu sich selbst zu finden, mit Kräften außerhalb seiner selbst oder dem Geist in Kontakt zu treten - alle Wege eint, dass sie stets individuell und nicht übertragbar sind.




Ich finde, ein Rezept mit Artischocken passt sehr gut heute dazu, denn der Artischocke wird nachgesagt, dass sie der Leber bei der Entgiftung hilft. Unumgänglich, ja vielleicht die ersten Schritte, wenn man getrieben ist von der Sehnsucht nach Heil und Einklang und gutem Wohnen in sich selbst.

Wir essen gerne Artischocken, oft die großen als Ganzes gegart. Aber auch die kleinen kommen häufig auf den Tisch - mit etwas Übung sind sie schnell gerüstet. Dazu gibts ja mittlerweile ohne Ende Lehrfilmchen. Ich habe die Artischocke ganz südfranzösisch mit jungem Knoblauch kombiniert, für den die Drôme ja Anbaugebiet ist.


Zutaten - Tarteform 24cm (Durchmesser):

Tarteteig:
75g Einkorn-VK
75g Dinkel 1050
75g Butter, kalt
1 TL Crème fraîche 
1/2 TL Chiliflocken
Salz
etwas kaltes Wasser

3 Artischocken (je nach Größe auch 4)
2 junge Knoblauchstangen*
30g getrocknete Tomaten
100g Saint Félicien
50g Crème fraîche
1 Ei
Salz, Pfeffer
Abrieb einer 1/2 Zitrone
einige Zweige Zitronenthymian
Piment d'Espelette
Olivenöl
etwas Gemüsebrühe

Zubereitung:

Aus den Zutaten zügig einen homogenen Teig kneten - die Butter dafür flöckchenweise unterarbeiten -  und den Teig eingewickelt mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Die Tarteform buttern. Den Teig auswellen und die Tarte samt Rand auskleiden. Den Boden mehrfach einer Gabel einstechen. Für ca. 30min in die Tiefkühltruhe stellen. 
 
Die getrockneten Tomaten mit ein wenig kochendem Wasser übergießen und einige Minuten quellen lassen. Die Knoblauchstangen in feine Ringe schneiden. Die Artischocken putzen und Zitronenwasser zwischenlagern. Die Tomaten fein würfeln - in ca. 3 EL Restwasser etwas Gemüsebrühe lösen.

Olivenöl erhitzen und Artischocken mit Knoblauch darin anbraten. Mit Zitronenthymian würzen, salzen und pfeffern. Die wenige Gemüsebrühe zufügen, Hitze verringern, Deckel auflegen und die Artischocken in einigen Minuten fertig garen.

Währenddessen eine Crème rühren aus Käse, Crème Ei und Tomate. Mit Piment und Zitronenschale würzen. Salzen und pfeffern.

Den Backofen auf 200°C (Umluft/ m: Intensivbacken) vorheizen.

Die Crème auf dem Tarteboden verstreichen, die Artischocken darauf verteilen und etwas in die Crème drücken. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und für 20min in den Ofen schieben. Dann weitere 20-25min backen bei 180°C. Backzeit insgesamt 40-45min

 

April-Booster: fermentierte Bärlauch-Sauce

Samstag, 10. April 2021

 

Wißt ihr, warum Bärlauch Bärlauch heißt? Mir wars bisher nicht bekannt. Der Name ist dem Volksglauben entlehnt, dass Bärlauch angeblich so kräftigend ist, dass er selbst klapprige Bären nach ihrem Winterschlaf wieder in Top-Form bringt! Jetzt wißt ihr Bescheid! Und auch warum kein Weg am Bärlauch vorbei führt!

Mag ja sein, dass jetzt nicht jedem Bärlauch richtig super schmeckt. Aber das gleicht er mit all seinen umwerfenden Vorteilen lässig aus. So stärkt er das Immunsystem, schützt vor freien Radikalen, er gilt als entzündungshemmend und antibakteriell, senkt den Blutdruck, sorgt für eine gute Darmflora, bref: er wirkt wie ein natürliches Antibiotika. Ich bin geneigt zu behaupten, Bärlauch ist das Lebertran der Pflanzenwelt.

Bon, ist vielleicht ein bißchen übertrieben, aber die grobe Richtung stimmt! Darauf, dass Bärlauch ein Frühlings-Booster ist, darauf einigen wir uns bestimmt!

Für mich gehört er als Frühlingsbote unbedingt auf den Teller. Zu meinen bisherigen Standarts wie Pesto und Öl kommt nun noch die fermentierte Bärlauch-Sauce hinzu, zu der mich *Buschfunkistan* angestiftet hat. Denn hier potenzieren wir die Heilwirkung von Bärlauch noch zusätzlich durch das Fermentieren, wodurch der Bärlauch obendrein probiotisch wird.

Wie lange diese Sauce hält, kann ich euch nicht sagen. Aber ich merke schon: bei mir kommt sie schnell weg. Bereits bei den fermentieren Rote Beten (dazu komme ich noch), habe ich festgestellt, dass die Fermentation die geschmacklichen Kanten etwas runder schleift. Schmeckt die Rote Bete fermentiert weniger erdig, so schmeckt der Bärlauch weniger nach Knoblauch.  Ich habe die Sauce bereits in eine Salat-Vinaigrette gemischt, in eine Quiche versteckt und als Topping eines Bärlauch-Risottos verwendet. Eine echte Bereicherung, die Sauce wird in diesem Haushalt definitiv ein Keeper!


 

Ach, und für alle, die man wie mich nicht mehr überzeugen muss von der Heilkraft von Mutter Natur, für die habe ich noch einen Tipp, den ich wiederum erhielt von einer lieben Leserin (coucou Lisa) - und den ich gemäß meinem neuen*Beeing a funghi in the forest*-Prinzip auch mit euch teilen will.

Noch hat die Pharma-Industrie keine Medikamente für Covid-Erkankte an der Hand, so dass sich einige in Selbsthilfegruppen organisieren - gerade wenn es um die Suche nach Therapie-Ideen rund um Langzeitfolgen geht. Hier kommt Artemisia unnua ins Spiel, der einjährige Beifuß. Populär ist er schon lange in Madagaskar und anderen afrikanischen Staaten, wo man erfolgreich Malaria damit behandelt (eine Entdeckung, die immerhin mit dem medizinischen Nobelpreis ausgezeichnet wurde). Erste Laborstudien zeigen sich vielversprechend ebenfalls Covid betreffend.

Und eine weitere Empfehlung kann ich euch direkt hinterherschieben. Und zwar haben wir das durch und durch sympathische Familienunternehmen *Kasimir und Lieselotte* entdeckt, mit deren Online-Handel wir die besten Erfahrungen gemacht haben - falls ihr euch entsprechend eindecken wollt. Bitte schön! Gerne geschehen!

 

Zutaten - 1 Glas:

150g Bärlauch
2 TL Steinsalz
Abrieb einer halben Zitrone
Wasser
 (optional Glasgewicht)*

Zubereitung:

Das Glas inklusive Deckel sterilisieren (m: mit kochendem Wasser). Die Kräuter waschen und in das vorbereitete Glas stopfen

Nun Wasser-Füllmenge und Kräutergewicht addieren und die exakte Salzmenge zum Fermentieren errechnen = 2 Prozent. Das Wasser sollte die Kräuter komplett bedecken, damit kein Sauerstoff an den Bärlauch gelangt. Deshalb kommt ein Glasgewicht (ebenfalls sterilisiert) zum Einsatz (m: ersetzt durch kleines Glasgefäß, das ich mit Wasser füllte und mir als Gewicht im Glas ausreichte).

Eine Woche  fermentieren lassen - gut zu erkennen an aufsteigenden Bläschen.

Dann die Lake zum guten Teil abschütten und den Bärlauch in einem Hochleistungsmixer feinst pürieren. Zur gewünschten Konsistenz wieder etwas Salz-Lake zufügen. Wieder in sterilisierte Gläser/ Flaschen/ Behälter füllen. Um den weiteren Fermentationsprozess zu verlangsamen, diese dann im Kühlschrank aufbewahren.

*Anmerkung m: ich habe das Glasgewicht durch ein mit Wasser gefülltes Gläschen ersetzt, welches in mein Füllglas passte/ ich habe mich wie Buschfunkistan nicht streng an die 2%-Regel gehalten - daher keine Gramm-Angaben

150g Bärlauch sind lediglich ein Richtwert - logo, könnt ihr auch mehr auf einen Schlag fermentieren!

Quelle: Buschfunkistan (youtube)

 

letztes Jahr habe ich euch - ganz Service-Blog - ein Board zusammengestellt:

**** Bärlauch-Spezial ****



Wissensdurst: Linsen mit gerösteten Kirschtomaten und Meerrettich

Montag, 5. Oktober 2020


Direkt hinter unserem Haus führt ein beliebter Wanderweg (unsere Aussicht!) entlang. Starte ich von unserer Haustür, dann bin ich nach 500 Metern oben angelangt an der Burgruine aus dem 11. Jahrhundert. Dem Weg weiter folgend kommt man durch einen herrlichen Mischwald: unten Pilze oben Kastanien. Für 135 Höhenmeter brauche ich gerade mal 15 Minuten.

Das kommt mir deshalb in den Sinn, weil ich mit dem Habib die faszinierende Arte-Doku *28 Tage unter dem Mittelmeer* über das Tiefseestauchen anschaute. Vier Aquanauten wurden für eben diese Dauer in eine 5 Quadratmeter große Kapsel gepackt, in der sie - um den Wasserdruck ausgleichen zu können - in einem Helium-Sauerstoff-Gemisch lebten. Mit dieser Druckkammer wurden sie dann in die Tiefe gelassen, um erstmals frei und ungebunden die Hundertmeterzone des Mittelmeeres zu erkunden. Das abenteuerliche Unterfangen gilt als Meilenstein, weil viele der komplexen, wissenschaftlichen Untersuchungen für eine Maschine unmöglich gewesen wäre. Einer der Aquanauten meinte: *Abenteuer ist das poetische Wort für Plagerei* - ein Satz, der den Habib sehr amüsierte!

Die Doku ging mir noch eine Weile nach. 100 Meter Tiefe! Wie lächerlich ist das bitte! Wie formulierte der Habib mal so wunderbar: *Emotionen sind der Schaum auf den Wellen im Gegensatz zu Gefühlen, die die Tiefe des Ozeans sind!* (man könnte heute Seminare füllen alleine mit Begriffserklärungen - aber das ist ein anderes Thema). Du meine Güte, wie wenig wissen wir Menschen noch, das war mein wesentlicher Gedanke. Ja, gut, man kann mittlerweile in weitaus größere Tiefen Roboter entlassen. Aber dennoch. 100 Meter - das ist doch Pippi! Die bin ich in weniger als 15 Minuten runtergelaufen.

Wie groß ist des Menschen Hochmut - in Anbetracht unseres begrenzten heutigen Wissensschatzes. Was wissen wir über das Erdinnere? Das Klima? Was wissen wir über das Entstehen von Leben? Selbst wenn wir schon auf dem Mond gewesen sein sollten (ob die Amis tatsächlich dort waren, also da lege ich mich erst fest, wenn zum zweiten Mal Astronauten den Mond betreten), was wissen wir von unserem Sonnensystem? Und wieviel ist das, wenn man nachts in den Sternenhimmel in die Weiten des Universums blickt? Glaubt irgendjemand allen Ernstes, dass Aliens uns für eine höher entwickelte Spezies halten würden, nur weil wir seit dem 18. Jahrhundert ein paar Maschinen erfunden haben? Wie konstatierte Albert Schweitzer: *Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht sicher.*

Versteht mich nicht falsch: die Wissenschaft ist ein wunderbares Instrument, um sich für seine Umwelt zu interessieren, zu forschen, zu untersuchen, zu sezieren, Fragen zu stellen, Theorien auszustellen, Erkenntnisse zu gewinnen, auf Fortschritt zu hoffen uswusf. So geht Wissensdurst! Aber so lange der Mensch forscht, so lange entwickelt sich die Wissenschaft mit ihm weiter, manches erneut sich, überholt oder erweitert sich: ein organisches System! Darauf will ich hinaus.

Was folgerichtig bedeutet, dass man Veränderungen dessen, was als gesichertes wissenschaftliches Wissen gilt, akzeptieren muss, weil eine solche Vorläufigkeit wissenschaftlichen Wissens normal ist. Und das bedeutet weiter, dass für all die vielen, unterschiedlichen, wissenschaftlichen Sparten unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven forschen - nicht immer mit den gleichen Ergebnissen. Wodurch die Wissenschaft auf diese Weise sinnbildlich die Diversität spiegelt inklusive aller Widersprüchlichkeiten, die den Bürgern einer Demokratie zu eigen sein sollte. Und desweiteren bedeutet das, dass Konflikt und Konsens zum Alltag der Wissenschaft gehört, weil die Suche nach Wahrheit ein Ringen ist (ein absolut empfehlenswerter Artikel von Prof. Dr. Rainer Bromme, für den der Stellenwert der Wissenschaft in der Gesellschaft genährt und gestützt werden sollte durch eine so offene und öffentliche Wissenschaftskommunikation wie möglich inklusive aller Zweifel und Kontroversen) - was ganz im Gegensatz steht zu dem Mainstream-Konformismus, in den die Wissenschaft so gerne gedrückt wird sowohl von Medien wie Politik aus deren ganz eigenen Interessen. 

All das sollte uns, die wir so viel Vertrauen in die Wissenschaft setzen, bewußt sein! Stattdessen gebärden sich Wissenschaftsgläubige besonders gerne rechthaberisch, als hätten sie die Wahrheit für sich gepachtet, während dem Großteil der Anhänger von Religion zumindest klar ist, dass sie glauben. Mich erinnert das daran, wie unterschiedlich mit Nikotin und Alkohol umgegangen wird: Raucher wissen, dass sie Raucher sind.

 

 

So und zuguterletzt, wie schön, Kinners, ist das Wort *Aquanaut*!!?! Ich habe mich direkt verknallt! Dem nächsten, der mich fragt, was ich beruflich mache, werde ich erklären, dass ich *Cuisinautin* bin: ich lote die Untiefen meiner Küche samt Garten in Südfrankreich aus. 

Dieses Rezept ist einem Lieblingskochbuch einer Feriengästin (coucou Annette) entlehnt, die sehr gut wußte, wie leicht sie mir mit dem Durchblättern eben desselben (und noch mehr dieser Schätze) die heißen Mittagsstunden vertreiben konnte. Ich habe mich also für diesen Teller grob ortientiert an *The modern way to cook*. Und wiederum von der gleichen Gästin ist vom Jahr davor das Rezept der superleckeren Saaten-Cracker - ein sehr fruchtbares Miteinander also unter uns beiden! Oder so leicht geht Inspiration, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat! Nicht zu vergessen: auch einige Tomaten sind Mitbringsel von ihr - in Echtgröße und als aufgegangener Samen auf den Fotos auszumachen. Die herzförmige schwarz-rot gemusterte heißen bei uns nun *Annettes Schönlinge*.


Zutaten 2-3P:

200g Linsen*
2 Knoblauchzehen
1 Tomate
einige Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Stück Kombu-Alge
ca, 750ml Gemüsebrühe
Balsamico-Reduktion*
 
400g Kirschtomaten
1 Knoblauchzehe
2 TL Thymian, getrocknet
Salz, Pfeffer
eine Prise Zucker
Olivenöl 
2 EL Semmelbrösel
(optional: einige, frische Feigen)

100g Ziegenfrischkäse*
Abrieb einer 1/2 Zitrone
2 TL Meerrettich-Crème

Zubereitung:

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Linsen zusammen mit dem ungeschälten Knoblauch, der ganzen Tomate, dem Thymian, Lorbeerblatt, Kombu-Alge und der Gemüsebrühe aufstellen und ca. 25min köcheln lassen bis die Linsen gar sind - gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Lorbeerblatt und Alge entfernen. Mit Balsamico-Reduktion würzen.

Währenddessen die Kirschtomaten halbieren in eine Gratinform setzen, mit Thymian, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und mit Oliven beträufeln. Für ca. 15min in den Ofen schieben (für die letzten 5min die halbierten, kleinen Feigen zufügen).

In einer Pfanne Semmelbrösel in etwas Olivenöl zusammen mit dem fein gewürfelten Knofi rösten. In einer Schüssel Ziegenfrischkäse, Zitronenabrieb und Meerrettich mischen.

Zum Servieren die Linsen zuerst in einen tiefen Teller geben, darauf Meerrettich-Käse, Tomaten und Brösel anrichten.

Anmerkung m: die Linsen sind besser verdaulich, wenn man sie über Nacht in Wasser einweicht/ Balsamico-Reduktion und Meerrettich gehen mir nie aus - beides hält sich gut, auf beides möchte ich jeder Zeit zurückgreifen können/ anstelle von Ziegenfrischkäse wurde im Original körniger Frischkäse verwendet/ Veganer ersetzen durch vegane Produkte Ziegenkäse und Meerrettich-Crème


Umgetopft: Töff Carottes

Freitag, 29. November 2019


Ein Kind braucht irgendwann einen Namen. Eher früher als später. Manchmal staunt man schon, oder, was manche so beim Taufen geritten haben muss. Wie kommt man dazu, in ein knautschig-rosiges Baby-Gesicht zu schauen und zu denken: *Und du bist ein Ulf-Eberhard. Oder ein Kevin-Maximilian. Eine Walburga-Aida! Rita-Bonita...?!?* Es gibt ja nix, was es nicht gibt. Tsss, Menschen, schon SEHR merkwürdige Wesen...

Der Namensträger trägt eigentlich keine Schuld, wie man ihn ruft - er war ja bei der Namensgebung nur passiv dabei. Super thematisiert hier in dieser *Der Tatort-Reiniger*-Folge. Doch als würde es mit rechten Dingen zugehen, passen Name und Person in aller Regel zuverlässig wie Topf und Deckel zusammen. Nomen est omen halt. Typischer Fall für die Frage: Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Fakt ist aber, je älter man wird, kommt man nicht umhin auf den ein oder anderen Namen irgendwie konditioniert zu reagieren. Manche Namen sind vorbelastet, weil sie in der eigenen Biographie eine Vorgeschichte haben, kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. *Ach, eine von den Sandras*, denke ich beispielsweise, weil es von denen in meinem kindlichen Umfeld die gleichen Unmengen gab wie Stefans. Bei manchen Namen regen sich Vorurteile, weil ich sie nicht mit guten Ereignissen verbinde. Jane Austens *Emma* hat mir den Namen regelrecht versaut. Mir schwebt bei Emma nun stets eine grauenhaft seicht vor sich hinplappernde, dümmliche Frau vor Augen (sorry, liebe Emmas, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen). Und umgekehrt. Dafür habe ich natürlich auch ein kleines Repertoire: so à la, wer schon *Ute* heißt, kann so schlecht nicht sein...

Manche Namen haben bekanntermaßen auch ihre Bedeutungen. Von seinem Vornamen kennt man diese meistens. Aber auch vom Nachnamen? Onomastik, die Namensforschung, ist ein weites Feld. Und sie gibt jedem zudem ein Puzzle-Stückchen Herkunft an die Hand.

Die Etymologie eröffnet ein weiteres Universum. Nicht nur zu Germanistik-Zeiten liebte ich es, im Etymologischen Wörterbuch zu wühlen, welches wunderbarerweise ja digitalisiert zur Verfügung steht. Ein ganzes Referat hielt ich gar mal mich stützend auf das Grimmsche Wörterbuch, das belegt, dass Kunst und Können den gleichen Wortstamm besitzen - was so gänzlich meine Auffassung von Kunst wiederspiegelt. Wenn ich in Kunst kein Können erkennen kann, dann darf das für mich weg...

Das Etymologischen Wörterbuch zeigt außerdem, dass Pippi Langstrumpf aka Astrid Lindgren mit *Spunk* ein astreines, neues Wort erfunden hat. So wie ich mit *Töff Carottes*, dachte ich, das ich mir abgeleitet habe - na wer hätte es erraten - von Bœuf Carottes. Aus dem schlichten Grund, weil ich den französischen Klassiker als Vorlage für das heutige Gericht genommen habe. Mir ist ja bei Nebelgraukälte ganz schnell nach schönen, deftigen Schmorgerichten. Ohne Fleisch. Und mit *Töff Carottes* weiß doch gleich jeder, was ich meine, oder?

Es sei denn, ihr assoziert kindliche Motoren-Lautmalerei damit oder stammt aus der Schweiz und denkt an Motorrad - bei euch habe ich dann mit meinem Geniestreich an vegetarischer Rezept-Umbenennung Pech gehabt. Eine geschmackliche Punktlandung bleibt es trotzdem!


Zutaten 2P:

1 Schlotte
2 Knoblauchzehen
1 EL Stangensellerie, fein gehackt
5 Karotten (ca.600g)
1 TL Tomatenmark
1 TL Thymian
1 TL Miso, dunkel
150ml Gemüsebrühe
200ml Jus*
1 Schuß Portwein
1 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Roux zum Binden

Quarknocken:
250g Quark (m: fromage de compagne)*
2 Eier
100g Mehl (m: Einkorn-Vollkorn)
Abrieb einer 1/2 Zitrone
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
Butter zum Schwenken 

Zubereitung:

Schalotten, Knoblauchzehen, Stangensellerie fein würfeln. Karotten schrubben und je nach deren Größe (oder Wunsch) stiften oder in Scheiben schneiden. 

Schalotten, Knoblauchzehen und Stangensellerie in Öl glasig dünsten. Tomatenmark kurz mitbraten, dann mit einem Schuß Portwein ablöschen. Karotten zufügen, Jus und Brühe anschütten, mit Thymian und Miso würzen. Deckel auflegen und bei sanfter Hitze köcheln lassen - ca. 20min - je nach Karottenschnitt. Die Karotten sollten schön weich aber nicht verkocht sein.

Für die Quarknocken reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Eier mit Mehl glatt rühren, dann den Quark klümpchenfrei untermischen und abschmecken mit Zitronenzesten, Piment, Salz und Pfeffer. Mit einem Teelöffel kleine Nocken vom Teig abschöpfen und in das Salzwasser gleiten lassen. Die Nocken etwa 5min gar ziehen lassen (sie sind noch nicht gar, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen - Test: auf Fingerdruck dürfen sie auch in der Mitte nicht mehr weich sein). Aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und auf einer Platte zwischenlagern und etwas auskühlen lassen.

Die Nocken in einer Pfanne in etwas Butter schwenken und kurz golden braten.

Den Töff Carottes nochmals abschmecken mit Balsamico, Salz und Pfeffer. Wer mag, bindet die Sauce noch mit einer Roux.

*Anmerkung m: Der Jus gibt der Sauce einfach den Schmiß und ist schwer zu ersetzen. Das Rezept habe ich mittlerweile etwas vereinfacht, so dass ich eine größere Menge auf Vorrat in der Tiefkühle habe/ Der *fromage de compagne* ist eine bereits festere Quarkform, jedoch flüssiger als Quark, der im Tuch gut ausgepresst wurde - so wurde der Teig etwas weicher als bei diesen trotz mehr Mehl und ließ sich auch nicht mit zwei Teelöffeln formen. Die Nocken sind dennoch ganz fluffig geworden.


sensationsloses Saison-Ende: Maltagliati mit Zucchini

Sonntag, 27. Oktober 2019


Will ich schlichte Zutaten adeln - in diesem Fall Zucchini -, dann bereite ich dazu frische Pasta. Kein Geheimnis, ihr kennt meine kulinarischen Vorlieben. Trick Zwei, der für mich jedes Gericht pimpt, ist eine unbescheidene Dosis frischer Kräuter über alles zu streuen. Das ist eh einer meiner Top-Ten-Empfehlungen, sollte jemand kulinarischen Rat bei mir suchen: *Gib frische Kräuter an dein Essen - dadurch schmeckt alles irgendwie nochmals eine Dosis frischer/ selbst gekocht/ mit Liebe zubereitet!* 

An Zucchini konnten wir uns diesen Sommer die Bäuche richtig vollschlagen und nein, ich habe sie noch nicht über. Schließlich sind Zucchini wirklich bescheidene Zweite-Reihe-Geiger, die drängen sich nicht in den Vordergrund, bref, es kommt lediglich auf eine gute Melodie an und sie spielen überall schön mit. Hier gefällt mir die Harmonie gleicher Größen, also der Gemüseschnitt, der gut zur Pastaform passt. Wichtig finde ich auch, dass die Zucchini unbedingt noch etwas Biss beibehält.

Maltagliati heißt die schlecht geschnittenen und bezieht sich auf die unregelmäßige Form der Nudeln. Eigentlich handelt es sich hierbei nicht um eine eigene Nudelsorte, sondern klassich benutzt man die Reste, die beim Schneiden von Tagliatelle oder Ravioli entstehen. Ich allerdings habe mich eben extra ihrer Form zuliebe für sie entschieden (findet ihr es nicht auch erstaunlich, dass Pasta je nach Form ganz anders schmeckt!!!) vier dünne Pastabahnen ausgewellt (mittels meiner Marcato) und sie dann gleich dieser für diese Krautfleckerl in schräge Rauten geradelt. Sensationen gehen anders, aber ich habe esse nun mal alltägliche Hausmannskost besonders gerne.


Zutaten 2P:

Pasta-Teig für die Maltagliati
120g Einkorn-Vollkorn
80g Hartweizenmehl
2 Eier
1 EL Olivenöl
Salz

500-600g Zucchini (m: gelb/ grün)*
2 Knoblauchzehen
1 Schuß Noilly Prat
70g Frischkäse
1 Zitrone, Abrieb davon 
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette 
Olivenöl
1 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
 
Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Pastateig gründlich einen homogenen Teig kneten, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Dünn auswellen und unregelmäßige Rauten schneiden. Auf ein mit Hartweizenmehl (verhindert das Aneinanderkleben der frischen Pasta - sowohl auf dem Küchentuch wie später im Kochwasser) bestreutes Küchentuch ausbreiten und mit einem zweiten Küchentuch abdecken.

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

Vom Knoblauch den Trieb entfernen und sehr fein würfeln. Die Zucchin in etwa gleichgroße dünne (2-3mm dicke) Scheiben schneiden - je nach Zucchini-Größe diese zuvor halbieren oder vierteln. In Olivenöl die Zucchini samt Knoblauch anbraten bis das Gemüse al dente ist - also mit Biss. Dabei salzen, pfeffern und mit Piment abschmecken. Ablöschen mit Noilly, kurz etwas einreduzieren lassen. Nun den Frischkäse einschmelzen lassen.

Parallel die Pasta ebenfalls bisfest garen, abschütten, etwas Nudelwasser auffangen und die Maltagliati unter das Gemüse mischen. Zuletzt die Zitronenzesten untermischen, nochmals abschmecken und für die richtige Konsistenz gegebenenfalls mit etwas Nudelkochwasser cremiger machen. 

Zum Servieren tüchtig mit Schnittlauch bestreuen.

*Anmerkung m: sollte etwas mehr oder weniger Zucchini an dieses Gericht geschnippelt werden, dann kommt das Rezept damit zurecht. Gleiches gilt ebenso für den Frischkäse: wer mag, gibt mehr hinzu.



WW-Klimakterium III: Türkische Suppe mit Tahini

Montag, 12. August 2019


Ein Hilfsmittel, um den Menschen zur Erkenntnis zu führen, ist die Verfremdung. Die Fabel beispielsweise transformiert Geschichten ins Tierreich. Menschliche Eigenschaften werden auf Tiere übertragen, wodurch der Mensch distanziert sein eigenes Verhalten betrachten kann - auf dass ihm auf diese Weise lehrreiche Schlüsse möglich werden. Umgekehrt kann man ebenfalls Erkenntnisgewinn erzielen - nämlich durch Vermenschlichung.

Stellen wir uns die Erde als schwer erkrankten Menschen vor. Die Diagnose haben wir soweit gestellt. Und nun? Ganz klar: Veränderungen müssen her. In der Anamnese lässt sich immer und immer wieder beobachten, wie wenig bereit der Mensch für Veränderungen ist. Selbst Schicksalsschläge und schwere Krankheiten bewegen ihn selten, etwas grundlegend ändern zu wollen. Stichwort *Systemerhalt* - ein faszinierendes Phänomen.

Je gravierender eine Krankheit voranschreitet umso drastischere Veränderungen wären von Nöten. Sinnbildlich schiebt man die Dinge auf dem Tisch hin und her, versucht sie neu oder anders zu arrangieren, ist vielleicht sogar bereits, ein oder zwei Sachen davon zur Disposition zu stellen. Eher zu spät als zu früh. Jedoch irgendwann nützt es nichts mehr, etwas verbessern oder optimieren zu wollen. Das ganze System krankt. Die Platte müsste leer gewischt und komplett von vorne begonnen werden. Etwas, das im Großen wie im Kleinen sehr selten passiert. Der Energieaufwand, ein vorhandenes (selbst zerstörerisches) System zu erhalten, ist deutlich geringer, als ein neues zu installieren.

Übertragen auf die Klima-Debatte will ich veranschaulichen, dass es nichts hilft an dem jetzigen System mit den bekannten Auswirkungen herumdoktoren zu wollen. Es ändert am Wesentlichen nichts, wenn man noch ein bißchen akribischer Müll trennt, das Auto  öfters stehen lässt und auf die ein oder andere Flugreise verzichtet (wobei ich sowieso kein einziges leibhaftiges Beispiel parat hätte von jemanden, der dem Klima zuliebe auf sein Steak verzichtet oder Second-Hand-Klamotte kauft).

Auf der übergeordneten Ebene ist Fakt: Ein starker industrieller Sektor und Wohlstand in einem Land gehen fast zwangsläufig miteinander einher. Also je reicher ein Land, umso mehr Emissionen produziert es. Das gilt auch im Kleinen: Je reicher ein Mensch ist, umso mehr CO2 verursacht er - aus einer gemeinsamen Studie der Universität Antwerpen und der Freien Universität Brüssel geht hervor, dass die zehn Prozent der ärmsten Belgier viermal weniger CO2 verursachen als die reichsten zehn Prozent.

Reden wir über Klima, dann reden wir unausweichlich auch über Wohlstand.

Denn auf das Wachstum unserer Wirtschaft ist unser Wohlstand begründet, d.h. je mehr wir konsumieren, umso mehr kurbeln wir die Wirtschaft an. Gleichzeitig wissen wir zweifelsfrei: umso mehr ruinieren wir die Erde.

Nur wenn wir unseren Konsum grundlegend verändern, können wir unsere natürliche Lebensgrundlage erhalten. Es bedarf keiner meditativen-wissenschaftlichen-astro-physikalischen-betriebswirtschaftlichen Meisterleistung, um zu erkennen, dass wir also weniger (VIEL weniger) Dinge produzieren dürfen. Und diese wenigen Produkte müssten sehr langlebig sein - das geht einher, dass diese außerdem leicht und gut zu reparieren sein sollten. Deren Rohstoff-Bedarf sowie Energie-Verbrauch bei der Herstellung sollte im Verhältnis zu ihrem Nutzen und ihrer Haltbarkeit stehen und diese Produkte müßten obendrein in hohem Maße wiederverwertbar sein.

Bref: es bräuchte fundamentale Veränderungen, die unser seitheriges Wertesystem - und damit unumgänglich ebenso das kapitalistische Wirtschaftssystem -  betreffen. Derartige umwälzende Prozesse können nur Politik-Schaffende und Industrielle in Gang setzen. Nur von oben kann eine Gesellschaft/ eine Nation/ ein Kontinent/ die Welt zu einer solchen Kehrtwende geführt werden (*Die Treppe wird von oben nach unten geputzt* - Gesetz der Logik). Es bräuchte eine Oberschicht, die den Sinneswandel will samt einer Kraft à la Gandalf, die sich dem Bisherigen in den Weg stellt: DAS IST DEIN ENDE, TURBO-KAPITALISMUS!

So, und jetzt würde ich den sehen, der seinen Kindern allen Ernstes verklickert, dass wir uns in einem solchen Umbruch befinden?



Suppenzeit ist jederzeit. Und gerade wenn wir unterwegs sind, dann sind Suppen und Eintöpfe mittlerweile meine liebste Speise geworden. Mit der Auswirkung, dass ich uns - im Verhältnis zu früher - viel öfters eine solche zubereite.
 
Zutaten  2P:

1 rote Zwiebeln, fein gehackt
1 Msp Piment
1 Msp scharfes Paprikapulver
2 EL Tomatenpüree (m: 100ml Ofentomaten)
160 g rote Linsen
700-800ml Gemüsebouillon
1 Aubergine (ca. 260g)*
1 Tomaten, gehackt (m: Roma)
1 Zitrone, ausgepresst
Salz, Pfeffer
1 EL Tahini (Sesampaste)
Olivenöl

Knoblauch-Croûtons
Chili-Öl 
etwas frische Minze

Zubereitung:

Zwiebel fein hacken. Aubergine in Würfel von ca 0,5cm schneiden.

Zwiebeln in Butter andünsten bis sie glasig ist. Auberginenwürfel zufügen und ebenfalls leicht Farbe annehmen lassen, Gewürze und Tomatenpüree mitdünsten und die Linsen beifügen. Noch kurz weiter braten, dann mit Brühe auffüllen. Köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Eine Kelle der Suppe aus der Pfanne nehmen und den Rest mixen, ungemixte Suppe wieder beifügen. Die gehackten Tomatenwürfel zugeben. Abschmecken mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer. 1 Esslöffel Tahini beigeben. Mit Croûtons, etwas Chili-Öl und Minze dekorieren.

Anmerkung m: Die Aubergine ist meine Zudichtung - verleiht der Suppe aber eine tolle Cremigkeit. Ebenso mochte ich den Hauch Minze als Deko vom Geschmack sehr!

Im Original wird seperat gekochter Reis (50 g Langkornreis) als Einlage in die Suppe gegeben und als Beilage werden türkische Mixed Pickles (in Salzlake eingelegtes Gemüse) und türkisches Fladenbrot vorgeschlagen.

Inspiration: Valentinas Kochbuch

Die Worte des Propheten: *Tanzt auf den Ruinen der alten, taumelnden Welt*

Naherholung: Zorras Zucchini-Kuchen

Sonntag, 11. August 2019


Der Sinn mancher Studien erschließt sich mir nicht. Wie etwa dieser Studie des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim, die empirisch belegt, dass Natur wohltuend ist. Ja - so schreibt auch der Deutschlandfunk-Artikel - das weiß doch eigentlich jeder. Zumal den Wald betreffend schon längst Forschungsergebnisse griffbereit liegen: Waldbaden aka Shinrin Yoku - ich hatte es vor zwei Jahren bereits darüber. Also warum Geld in die Hand nehmen und Arbeitszeit, um am Schluß Dinge herauszufinden, die bereits vorher allen bekannt waren? Sorry, verstehe ich nicht. 

Ist es neu, dass dieser Zustand selbst gilt für ein bißchen Natur (= Stadtpark) und Städter, deren Psyche als labiler betrachtet wird? Tatsächlich gelten Städter als tendenziell gestresster und somit für psychiatrische Erkrankungen empfänglicher. 

Was könnte man also tun als Gegenmaßnahme und um eben solch gefährdete Gemüter zu schützen, überlegen die Studienerheber: *Eine Möglichkeit wäre, per App ein Entspannungsprogramm abzuspielen, wenn so jemand (Anmerkung m: *labiler Städter*) in besonders triste Stadtteile gerät.* Ich bin ehrlich gespannt, wie der Vorschlag für die Menschen aussieht, die in eben diesen Stadtteilen leben. Zimmerpflanzen auf Rezept?

Mehr Grünfläche wäre wohl unbestritten ebenfalls hilfreich. Aber machen wir uns nix vor: in Zeiten von Wohnungsknappheit und Nachverdichtung stehen die Chanchen für derlei *Naherholungszentren* denkbar schlecht. Letztlich bleibt es wohl eine echte Grundsatz-Entscheidung, wo man leben will.

Tja, und wie im echten Leben: des einen Freud ist des anderen Leid. Einer der größten Arbeitgeber der Umgebung hier bietet für viel Geld die Kombi aus Fasten und Wandern an. Für SEHR viel Geld. Eben bereits genannte Städter sind das Hauptklientel dieser Einrichtung. Und es läuft Bombe. Eine Freundin von mir arbeitet dort als Wanderführerin. Sehr oft wird sie gefragt, ob sie denn nie faste. Dann lacht Lydie ihr zauberhaftes Strahlelächeln, das nur so strotzt vor innerer Ruhe und Ausgeglichenheit und schüttelt den Kopf. *Nee, ich brauche mir nur einen Esel zu schnappen und loszulaufen und schon ist alles wieder im Lot.* Lydie hält sich nämlich eine ganze unwiderstehlich-knuffige Mannschaft aus Eseln. Sie und ihre Esel erinnern mich an ein ganz altes Kinderbuch: *Mein Esel Benjamin* - kennt das noch jemand? Also Esel, die malerische Natur der Drôme und Lydies Ausstrahlung - das sollte eigentlich Wunder wirken. Ich würde es allen wünschen. Wer die Möglichkeit hat, bitte schön, mit meiner ausdrücklichen Empfehlung, hier ist der Link zu Lydies Eselwanderungen, die bietet sie nämlich auch privat an.

Nunja, ich will bestimmt kein Scharmützel zwischen Stadtmaus und Landmaus aufwerfen. Aber Kinners, franchement, was bin ich froh, dass ich lebe, wo ich lebe. Wie mich die Erfahrung lehrt, lassen sich manche Sachen nicht mehr umkehren. Ausgewildert ist halt ausgewildert...


Wild treiben es ebenfalls gerade die Zucchini. Man weiß gar nicht mehr wohin mit ihnen. Und geschenkt will sie hier auf dem Land auch gerade keiner haben. Beste Gelegenheit endlichendlich Zorras Zucchinikuchen nachzumachen, den sie sensationelle vier Mal hintereinanderweg buk. In meine Blog-Sprache übersetzt kann sich das somit nur um einen DUBB handeln - ein bisher unentdeckter Blog-Buster.

Von meinen Verkostern (immerhin 12 Stück) kam nur einer auf Zucchini. Jemand tippte auf Banane - was eine ähnliche Konsistenz erzeugt - also gar nicht mal so weit hergeholt. Und das Vollkornmehl, das ich in den Teig schmuggelte, blieb unbemerkt. Quasi Gesundheitskuchen inkognito...


Zutaten für eine Gugelhupf-Form:

400g Zucchini
1 Zitrone, Abrieb davon 
4 Eier (L) 
200g Butter, weich 
220g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Zimt 
280 g Mehl
(m: davon 100g Dinkel-Vollkorn)
1 TL Backpulver 
160 g Mandeln, fein gemahlen

Zubereitung:

Gugelhupf Form sehr gut mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.

Zucchini an der Bircherraffel fein reiben. (m: grob gerapselt - aber darauf geachtet, dass ich eher mittelfein raspel). Schale der Zitrone fein abreiben. Saft ausdrücken.

Backofen auf 165°C Umluft aufheizen.

Eier trennen, Eiweiss mit 1 Prise Salz mit dem Handrührgerät steif schlagen.

Butter und alle Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät weich rühren. Eigelbe dazugeben und rühren bis die Masse heller ist. Geriebene Zucchini ausdrücken, dabei ca. 4 EL Saft auffangen. Ausgedrückte Zucchini und Zitronensaft zum Teig geben mit dem Handrührgerät vorsichtig vermischen. Mehl und Backpulver über den Teig sieben (m: nicht gesiebt). Mandeln dazugeben und ebenfalls untermischen.


Steif geschlagenes Eiweiss zum Teig geben und vorsichtig mit dem Spatel (m: Schneebesen) unterheben. Nicht zu stark, die Luft soll im Teig bleiben. Teig in die Gugelhupfform füllen.

Form auf Ebene 2 in den Ofen stellen und bei 165°C Umluft 35 bis 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Gugelhupfform aus dem Ofen nehmen und für 15 Minuten auf ein Gitter stellen. Danach aus der Form lösen und auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Tipp von Zorra: Dieser Gugelhupf schmeckt ab Tag 2 noch besser! Also falls möglich, 1 bis 2 Tage vor dem Anschneiden im Kühlschrank ziehen lassen.

*Anmerkung m: besonders eigenen sich gelbe Zucchini - so als Zitronen-Zucchinikuchen... ihr versteht. Ich würde das nächste Mal mein Sugar-Spice zufügen - ich stehe einfach drauf. Und den Zucker habe ich etwas runtergekürzt (Zorra verwendet 260g und teilweise weißen Zucker).

Quelle: Zorra aka 1x umrühren bitte