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Klassiker: Zupfbrot mit Früchten

Sonntag, 14. September 2025

 

Wir hatten einen langen, ausgedehnten, durch und durch sonnigen Sommer! Warm genug, dass der Ofen in der Küche nicht unnötig angeworfen wurde. Umso mehr macht mir das Backen jetzt wieder Spaß. Obwohl ich ja eigentlich gar nicht so der Zuckerbäcker bin. Die Erntedank-Zeit mit all dem Obst inspiriert zusätzlich.

Das Zupfbrot solltet Ihr kennen. Es hüpfte einst von Blog zu Blog. Wir Foodies waren alle gleich begeistert vom Schuedi. Dementsprechend habe ich schon öfters mit diesem Rezept gespielt. Ein Blog-Buster hat ja seinen Ruf nicht einfach so. Etwa hier als Rosenkuchen. Oder als Muffin-Schneckchen

In diesem Zusammenhang ist mir wieder das Trauben-Walnussbrot von Sybille-Anna eingefallen, das sie hier als Gastbeitrag mal veröffentlicht hat. Das wollte ich ja schon ewig mal abwandeln. Und die kleinen, süßen Feigchen, die es dieses Jahr so üppig gibt, riefen förmlich danach,

In diesem Zupfbrot kommt soviel zusammen, was ich gerne mal. Ich glaube, ich muss gar nicht mehr viel dazu schreiben. Wer Süßkram mag, der wiederum nicht ZU süß ist, der wird dieses Zupfbrot ebenfalls mögen. Da legt euch nicht auf Feigen fest, das schmeckt auch gut mit in dünne Schnitze geschnittene Pflaumen, Birnen, Äpfel, mit Blaubeeren oder Brombeeren... Euch fällt was ein, wenn Ihr euch von der Idee begeistern laßt!


       

       



Zutaten - Form von  30cm Länge

  • Hefeteig:
  • 400g Mehl (m: D630)
  • 10g frische Hefe
  • 70g Rohrzucker
  • 200ml Milch
  • 100g Butter, weich
  • 1 Eigelb
  • 1 Pr Salz
  • (optional: Zitronenabrieb)
  • ...
  • Füllung:
  • 150g Butter, weich
  • 50g Rohrzucker (m: Muscovado)
  • 2 TL Thymian
  • 2 TL Sugar Spice
  • 150g Nüsse (m: Haselnüsse, geröstet)
  • ca. 250g Feigen

Zubereitung:

Für den Teig, Mehl, Zucker, Salz und Zitronenschale (falls erwünscht) mischen. Milch lauwarm erwärmen und darin die Hefe lösen. Die zimmerwarme Butter und das Eigelb zugeben und alle Zutaten mit dem Knethaken 3min kneten. 10 min passieren lassen und weitere 3min kneten (Dinkel braucht Zeit und nicht zuviel Knet-Hinwendung). Zudecken und eine Stunde im Warmen gehen lassen. Dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Die Form mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180 °C (O/U-Hitze) vorheizen.

Am nächsten Tag den kalten Teig direkt ausrollen auf die Größe von einem Rechteck von etwa 42 cm auf 30 cm. Die 150g weiche Butter gleichmäßig aufstreichen (ich habe die Butter geschmolzen und dann wieder fester werden lassen). Zucker - gemischt mit Thymian und Sugar Spice - und mittelfein gehackte Nüsse darüber streuen. Die Früchte in Scheiben schneiden und gleichmäßig darauf verteilen. Der Breite nach in 6 Streifen, der Länge nach in 3 Streifen schneiden.

Nun jeweils 3 kleine Rechtecke (m: von unten nach oben) aufeinanderstapeln und auf diese Weise in die nacheinander in die vorbereitete Form setzen. Die restliche Butter, die mir vom Aufstreichen ein wenig übrig blieb, setzte ich als Flöckchen obenauf. 1 Stunde im Warmen gehen lassen.

Die Form in der Mitte des Ofens auf der mittleren Schiene einschieben und für ca. 1 Stunde backen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, den Kuchen abdecken. Stäbchenprobe.

Schmeckt lauwarm besonders gut.



Hasenfutter

Dienstag, 4. April 2023

 


Ein bunter Querfeldein-Hasenritt durchs Blog-Archiv. Manches wird sich wiederholen mit dem, was ich euch in der Vergangenheit schon an Boards zusammengestellt habe - siehe dazu *Ostern - Spezial von 2020* oder *Frühlingsgefühle - Spargel & Bärlauch* oder *Das Bärlauch - Spezial ebenfall von 2020* oder *Das Karotten-Spezial von 2013* ( leider zerrissen ist, aber eine Vorstellung gibts ja doch), aber für jene die Ausschau halten, wird dich die ein oder andere kulinarische Inspiration dabei rausziehen lassen - c'est la idée!

 

 

              

 

            


             


             


              

 

 http://salzkorn.blogspot.fr/2011/12/arabische-sinnesfreude-mohrenkroketten.html             

 

              


Clownerie: Mohnkuchen mit Kirschen

Donnerstag, 2. März 2023

 

Eines der großen Mysterien hier im französischen Outback bleibt die Faszination meiner Mitmenschen für Clownerie. Wenn ich eine rote Pappnase sehe, bin ich raus. Andere kommen dann erst so richtig in Stimmung. Meine Mutter erzählte gerne, wie sie mit meiner Schwester und mir im Zirkus war und bei der Clown-Nummer das Zelt mit ihren schreiend-heulenden Kindern verlassen musste. Zwei Clowns schlugen sich mit großen Schaumstoff-Hammer (oder Hämmer?) gegenseitig ungespitzt in den Boden. Und meine Reaktion war damals schon: nicht witzig!

Hier in der ländlichen Drôme findet IMMER irgendwo ein Clown-Seminar statt (s. Insta). Schon Seminar-Titel wie *Entdecke den Clown in dir* bringen meinen Kopf wie selbstständig zum Schütteln. Das ist entschieden nix für mich. Alleine bei der Vorstellung... nee, nich für Geld!

Vielleicht hängt das zusammen mit der französischen Lust willkürlich im Jahr *carnaval* zu feiern. Dabei hopst man ohne jeden kulturellen Hintergrund einfach verkleidet durchs Dorf und wirft Konfetti. Klar, die Kinder lieben das. Die Eltern aber auch. Und safe ist dann mindestens ein Clown zum Aufmischen drunter. Oder die Verwandtschaft: eine Gruppe, die mit Improvisationstheater berreichert. Da laufe ich große Bögen, in solches Fahrwasser will ich nicht hineingeraten. Meine Reaktion könnten Nachwehen meines Kunststudiums sein. Ich habe einfach schon genügend schlechte *performances* gesehen - das reicht für ein ganzes Leben. Und ich kann mich dabei schlimm fremdschämen. Kein Gefühl, dem ich hinterherjage.

Erschwerend kommt hinzu, dass Humor eine SEHR spezielle Angelegenheit ist. Gar nicht mal so oft teilt man den gleichen. Etwa all die alten Filme mit Louis de Funès: einem kleinen, unerträglich hysterischen Mann mit sich dauerüberschlagender Stimme am Rande des Nervenzusammenbruchs - wie überdreht kann man sein? Wobei es einige, französische Komödien gibt, die ich wiederum wirklich sehr lustig finde (Willkommen bei den Sch'tiis beispielsweise).

Was macht man nicht alles dem Eskapismus zuliebe. Jeder dritte Deutsche hat psychische Probleme lese ich. Bei einer kleinen Recherche zeigt sich relativierend: anscheinend ein stabiles Drittel, das hing bereits vor 10 Jahren in den Seilen. Und ein Drittel hat außerdem keinen Bock mehr auf seinen Job. Obs so eine Regel gibt, dass es für ein konstantes Drittel nicht läuft? Meinem Eindruck nach erhält das Drittel momentan Verstärkung: zumindest kenne ich gerade niemanden, der von sich behauptet, Rückenwind zu haben. Alle sind sie geplagt und belastet. Ist es nicht die Gesundheit, dann sind es Probleme mit dem Geld oder der Beziehung/ Familie/ Kollegen oder eine veritable Mischung. Als würde jeder eine ordentliche Schippe obendrauf erhalten - zu dem alltäglichen Wahn. 

Nun, da ist die Lust schon groß, zwischendrin auf den Pauseknopf zu drücken, oder. Nichts intensiviert das Leben mehr wie Nüchternheit. Aber wer erträg das am Stück? Und bevor jetzt zum Saufen auch noch alle mit dem Kiffen anfangen, dann ist die rote Pappnase am Schluß die bessere Alternative. Und wer weiß: vielleicht wirds irgendwann bitternötig, den *Clown* in sich zu entdecken?! Es könnte eine angemessene Antwort auf Irrsinn sein.

 

 

Mir gelüstete nach einem deutschen Kuchen. Mit Mohn - das findet sich schwerlich im Fränziland. Dieser Mohnkuchen mit Hefeboden erfüllte ganz meine Wünsche: zart und weich, schön saftig, am zweiten Tag durchgezogen mindestens noch genau so gut, nach Oma-Küche duftend. Ich habe dem ursprünglichen Rezept zudem ein paar entsteinte Kirschen aus dem Froster untergejubelt. 2022 war in der Drôme nicht nur ein Walnuss-Jahr, es war auch das Jahr der Kirschen - wir hatten mehr als reichlich!


Zutaten - 1/2 Blech (m: Form 20 x 30cm):

Hefeteig:
160g Mehl (m: D630)
50ml Milch
7g Hefe
40g Butter
20g Rohrzucker
1 Ei
1/4 TL Salz
...
Mohnfülle:
450ml Milch
90g Mohn, gemahlen
50g Butter
60g Rohrzucker
50g Hartweizengrieß
2 EL Rum
1/2 TL Kardamom, gemahlen
200g Kirschen (oder Schattenmorellen - optional)
...
Guss:
125ml Milch
1/4 Packung Vanille-Pudding-Pulver (= 8,5g)
30g Rohrzucker
1 Ei, getrennt
15g Speisestärke

Zubereiung:

Für den Hefeteig die Hefe in lauwarmer Milch auflösen, dann mit den restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine mit Knethaken zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten. Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Für die Mohnmasse die Milch in einem Topf mit Mohn, Butter und Zucker langsam aufkochen. Grieß einrühren und 2-3 Minuten kochen lassen, bis die Masse gut eingedickt ist. Mohnmasse mit Rum und Kardamom würzen und abkühlen lassen.

Für den Guss das Puddingpulver mit Milch und 1 El Zucker nach Packungsanleitung zubereiten und kalt stellen.

Den Boden eines Backblechs passend mit Backpapier auslegen. Hefeteig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche zusammenkneten. Dann auf Backblechgröße ausrollen und das Blech damit auslegen. Einen flexiblen Backrahmen zwischen Teig und Blechrand legen. Die Mohnmasse auf dem Teig verteilen und glatt streichen.

Für den Guss das Ei trennen. Eigelb und 1 Prise Salz unter die Puddingmasse rühren. Eiweiß steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. Abwechselnd mit der Stärke unter die Puddingcreme rühren. Den Guss auf der Mohnmasse verteilen. Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (OU-Hitze) auf der unteren Schiene 40 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann in kleine Quadrate schneiden und genießen!

Quelle: Essen und Trinken


Spiritualität vs. Esoterik: Hua Juan - gedämpfte Brötchen

Mittwoch, 21. Dezember 2022

 

Wenn es einen Gott gibt, dann schaut er sicher nicht wohlgefällig auf die weiße Menschenrasse. Bei diesem kleinen Gedankenspiel sind wir uns einig, oder? Hey, so viel realistische Selbsteinschätzung muss drin sein. Kolonialismus, zwei Weltkriege und ein dritter in Arbeit, die Ausbeutung der Erde, der Umgang mit Tieren... © by white race. Karma - die Konsequenz aller Taten - löst sich nicht einfach in Luft auf.

Man könnte meinen, jetzt zu Weihnachten ploppt hierzulande noch ein letzter Restbestand auf eines Bedürfnis, sich Göttlichem hinzuwenden. Aber nimmt man mein kleines Blog-Event vor Jahren mit der Frage *Was bedeutet für dich Weihnachten* repäsentativ, dann spielte für nicht eines meiner teilnehmenden Mädels mehr Spiritualität eine Rolle in der Auseinandersetzung mit Weihnachten. Kirche und Religiösität sind rum. Vorbei. Aber einen Ersatz haben wir ebenfalls nicht dafür. Wir haben uns von Gott abgewendet. Wir brauchen Gott nicht mehr.

Warum soll es Gott geben? Weshalb sollte ich mich der Dramatik des Lebens stellen? Wodurch Leben entsteht, kann ich doch mit Maß und Zahl analysieren. Wozu mich eingliedern, wo ich bereits über den Dingen stehe.

Gut veranschaulicht die Arte-Doku *Spiritualität 2.0 - der Traum vom optimierten Ich* was es bedeutet, keine Verbindung mehr zu haben zur universellen Einheit: angehimmelte Gurus puschen in bester Ami-Life-Coach-Leistungssport-Manier Menschen dazu mittels Autosuggestion ihr Ego zu boostern um im Außen besser anzukommen. Auf dem Weg zum Maximus. Das Große, das wir anbeten, sind wir selbst. Na denn man tau! 

Ja, die Beziehung zu Gott hat jeder selbst zu knüpfen. Höchst individuell. Keine Zwischeninstanz, keine Mittler von Nöten. Genau deswegen: Erstmal muss man Gott irgendwo finden (Rilke). Ganz wie meine Investigativ-Journalisten, denen ich die letzten Jahre verstärkt zuhöre, betonen: Information ist eine Holschuld und keine Bringschuld. Nur wer Fragen hat erhält Information. Gleiches gilt für die spirituelle Suche. Keiner kommt mit dem Silbertablett vorbei und reicht Antworten.

Allahu akbar heißt übersetzt eben nicht *Gott ist groß* sondern *Gott ist größer* - das macht einen gewaltigen Unterschied, für alljene, die darüber nachdenken. Ich will in der Lage sein, in allen Tempeln der Erde das jeweils Größte anzubeten, sagt Rilke sinngemäß. Denke so gross du nur kannst - Gott ist größer. Und dann sehne dich nach dieser Nähe.

Ein spiritueller Weg beginnt definitiv nicht esoterik-like mit einem Kindergeburtstag à la *Du bist ganz wundervoll, so wie du bist*, sondern, rollt sich eher umgekehrt auf. Ihr kennt bestimmt die Anekdote: Ein Lama wird gefragt: Wie erhalte ich Erleuchtung? Die Antwort lautet: Klo putzen, Klo putzen, Klo putzen. Ohne, dass man sich selbst nicht dem stellt, was im Inneren im Weg steht - Ängste und Hochmut - gibt es keine Weiterentwicklung. Nicht zu vergessen das Familienkarma (oder neudeutsch die transgenerationale Weitergabe von Traumata), das in Bann schlägt. Schlüssel zur Befreiung sind Erfahrungen, Erkenntnis und Selbstreflexion. Auf diese Weise knüpfe ich einen Draht zu meinen eigentlichen Beweggründen - meinem Wesen, das ganz unabhängig ist von Dingen wie Namen, Herkunft, Adresse, Alter, Beruf, Kreditkarte, Freunde, Beruf, Partner. Sonst nämlich wird es schwer bis unmöglich, anzunehmen was war, was aber jetzt nicht mehr zu ändern ist - sei es noch so ungeheuerlich. Daher gilt es, seinen Frieden mit der Vergangenheit zu schließen. Kein Neustart ist vorher denkbar, sondern nur neues Karma stapelt sich obendrauf. Also *nimm dein Bett und wandle!*

Die Hoffnung aller Suchenden winkt in der Ferne: die Überwindung des Ego, der Mensch, der sich freiwillig Werten unterstellt, der in der Lage ist, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, der das Mentale zum Schweigen bringt, der sich innerlich leer und zum Gefäß machen kann, und im stillen Bewußtsein Kontakt zu der Welt findet, die unsere eigentliche Heimat ist, der geistigen Welt. Doch dieser Gnadenakt ist nicht für alle bestimmt - ganz wie beim Lottospiel: alle können gewinnen, aber halt nicht jeder. Die Evolution ist verschwenderisch. Nicht jede Kaulquappe wird zum Frosch. 

Schon gar nicht die Kaulquappen, die nicht von ihrem Sockel runterzusteigen wollen und auf eigene Bedeutung pochen. Oder selbst keinen blassen Schimmer haben, was sie bewegt. Wieviel Mensch - im höchsten Sinn des Wortes - in einem steckt, beweist sich einzig im Praxistest, jenseits von aller Philosophie und allen Wortspielereien, für sich ganz allein: Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ (Goethe)

 

 

Mitten während das Blog im anstrengenden Baustellenmodus hängt, schlage ich euch eine vegane Festtages-Inspiration vor. Die gedämpften Brötchen Hua Juan - wieder mal inspiriert von Susanne - sind schick und lecker und passen sowohl zu jedem Salat wie jedem Eintopf. Wir waren beide überzeugt. Eine schöne Abwechslung auf dem Eßtisch und das Zubereiten hat mir Spaß gemacht.

Fünf Versuche zum Formen hatte ich, was sich als weniger tricky herausstellte als angenommen. Trotzdem sehen sie entschieden nach *Prototyp* aus. Das geht noch deutlich hübscher. Mein Stolperstein war das Öl, mit dem ich zu großzügig war beim Anschwitzen der Frühlingszwiebeln umging, so dass mir die kleinen Origami-Brötchen fast aus den Fingern geflutscht sind, wenn ich sie beim Drehen halten wollte. Eigentlich sind diese Schönlinge echt gut machbar und kein Hexenwerk.

Die gibt es also 100 pro wieder und dann werde ich zu dem Rezept *Making of*-Fotos nachposten, bis dahin erklärt dieses kleine Youtube-Filmchen mehr als hundert Worte.


Zutaten 2P/ 5 Stück:

150g Mehl (30g Einkorn-VK/ 120g T65)
5g Hefe
1/2 TL Haushaltsnatron
1 EL Sonnenblumenöl
15g Rohrzucker
1/2 TL Salz
85g Wasser
2 kleine Frühlingszwiebeln
Chili-Flocken
2-3 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine Teigschüssel geben und vermischen. Öl und Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Bedeckt an einem warmen Ort zu doppelter Größe aufgehen lassen; das dauert ungefähr eine Stunde.

Inzwischen aus Backpapier 5 Quadrate mit ca. 7 cm Seitenlänge zuschneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. In Olivenöl anschwitzen bis sie gerade beginnen leicht golden zu werden - salzen, pfeffern und mit Chili würzen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Quadrat von 25 x 25 cm ausrollen. Die Oberfläche mit dem Öl bepinseln.

Nun das obere Drittel des Teiges über die Füllung klappen, dann das untere Drittel darüber schlagen. Das so entstandene Rechteck in 10 gleich breite Streifen schneiden. Zwei Teigstreifen übereinander legen. Mit einem Essstäbchen der Länge nach mittig den Teig nach unten drücken, bis er an den Seiten hochkommt. Teigstreifen umdrehen, die glatte Seite ist nun oben. Mit Gefühl in die Länge ziehen. Mit den Streifen eine Schlaufe formen - Teigenden werden in den Fingern zusammengehalten und in diese Schlaufe quer ein Essstäbchen quer einführen. Dieses 2 Mal um sich selbst drehen. Dann - die Teigenden mit einer Hand gen Boden drückend - das Eßstäbchen mit Druck nach unten rausziehen. Die Teigenden mit einer Hand weiter halten, mit der anderen Hand das Stäbchen nach unten drückend herausziehen. Das fertige Bao auf ein Stück Backpapier legen.

Die fertigen Baos mit einem Geschirrtuch bedeckt nochmals 40 min ruhen lassen.

Zum Garen Wasser in einem Dämpftopf erhitzen und die Bao 12 bis 15 min dämpfen.

Die Hua Juan schmecken frisch und noch warm am besten, man kann sie aber auch gut unter Dampf oder in der Mikrowelle regenerieren. 

Quelle: magentratzerl / Youtube - Anleitung

 


Joyeux Noël euch allen!

Hirnaktivität: Osterkuchen Kulich-Kraffin

Sonntag, 17. April 2022

 

Manchmal sind der Habib und ich deprimiert über diese geistlose Zeit - dieser blanke Materialismus, das offene Gegeneinander, diese schrille Disharmonie, die mutwilligen Lügen. Und überall Mitläufer, die den Anstreichern dieser Welt auf den Leim gehen und hinterherdienern. Nährboden für Zwietracht und Misstrauen.

Unvorstellbar, dass wir uns vor noch nicht allzulanger Zeit mit unsere Feriengästen ohne Mietvertrag einig waren: ein Mann/ eine Frau - ein Wort und die Wohnungen waren gebucht. Verbindlich. Ohne Probleme. Hat jahrelang so funktioniert. Wäre heute nicht mehr möglich. Tribe-Mitglieder natürlich ausgenommen. Aber zuviel Ängste liegen in der Luft. Das macht allgemein unsicher. Und müde und gelähmt. Wem kann man noch was glauben?

Das einzige Gegenmittel gegen Ängste, ist sich zu stellen. Ja, bei sich zu bleiben, sich an sich zu halten und für sich zu stehen. Seinen eigenen Sinnen und seiner eigenen Wahrnehmung zu trauen. Die Menschheit hat ihre Kinderschule hinter sich, der Welpenschutz ist vorbei: erwachsen werden ist dran. Und da gilt ganz die Nena-Definition: der erwachsene Mensch ist frei und selbstverantwortlich.

Uhhhargh, da zuckt die Mehrheit zurück. SOOO phantastisch offengelegt von Dostojewski in seinem Meisterwerk *Der Großinquisitor* - nichts überfordert den Menschen mehr als Freiheit. Und Eigenverantwortung. Das ist nun wirklich zuviel verlangt vom Einzelnen.

Wenn ich eines (trittbrettfahrend) von meinem Abenteurer und Wüstendurchquerer gelernt habe, dann dass es ohne Risiko-Bereitschaft und Gottvertrauen nicht geht. Was hat der Habib Geschichten zu erzählen, wie er sich etwa schwer verletzte bei einer Reifenreparatur mit  Springfelgen, fernab jeder Piste, lange bevor es GPS gab - da kann man nicht darauf hoffen, von anderen gerettet zu werden. Da muss man auf anderes zurückgreifen und bauen können. Da braucht es einen gesunden Menschenverstand und gute Führung von oben. Doch Erfahrungen, die dann in Überzeugung münden, muss jeder selbst machen. Sonst muss man glauben - und Glaube vermag zwar manchmal Berge zu versetzen, aber erlebtes Wissen wiegt mehr, denn es verleiht einen festen Stand und öffnet Horizonte.

Deshalb: Jammern nützt nichts, Missionieren bringt nix. Zu Ostern, dem Fest an dem der Sieg des Geistes über die Materie gefeiert wird, habe ich für alljene, die immer strebend sich bemühen zu Geist, Wahrheit und Wirklichkeit vorzudringen, eine neue Entdeckung der Wissenschaft - und zwar konnte erstmalig die Hirnaktivität eines sterbenden Menschen aufgezeichnet werden: *Der Blick in ein sterbendes Gehirn*. Die Beobachtungen decken sich erstaunlicherweise mit den Berichten von Nahtoderlebnissen. Tatsächlich konnte nach dem Tod eine verstärkte Hirnaktivität festgestellt werden und zwar insbesondere eine Konzentration von Gammawellen, die in einem gesunden Gehirn verknüpft sind mit Konzentration, Verarbeitung von Informationen und Abrufen von Gedächtnisinhalten. Nach dem Tod eines Menschen spielt sich also im Gehirn des Toten zunächst einmal noch mehr ab. Da ist noch was, das sich erst später löst. So lernt die Wissenschaft immer mal wieder was dazu, im Gegensatz zum suchenden Menschen, der von seinen individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen sich weiter "schöpft".

Auch Ostern hat nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Körper und Geist. Dem "Geist" sollte man nicht ständig aus dem Weg gehen, sondern öfter mal drüber nachdenken, sofern man Zeit findet trotz Medien, die selbst unsere verblödeten Kleinen langweilen.

Körper und Geist - frohe Ostern!


      


In weiten Teilen von Eurasien scheinen Hefegebäcke zu Ostern beliebt zu sein. Dabei unterscheidet sich vorallem die dargereichte Form - ansonsten ähneln sich die Rezepte ja sehr. Gut, die Gewürze variieren ebenfalls. Ich habe mich an diesem Rezept (bei Youtube drübergestolpert) orientiert: schön unkompliziert aber trotzdem was hermachend. So mag ich das.

Wie ihr das Hefegebäck füllt, obliegt eurer Neigung. Bei uns liegen Gebäcke, die mit Rosinen gefüllt sind - so wie das Original - nicht hoch im Kurs. Aber auch eine Möglichkeit. Oder ihr greift mal wieder auf die schöne Idee des alten Blog-Busters zurück, dem Schuedi. Oder aber ihr füllt diesen Zopf mit Mohn nach diesem Rezept der kleinen Mohnstrudelchen. Eignet sich alles hervorragend. Ich habe mich für eine Mandelfüllung entschieden. Aber die Abwechslung machts...

Eine große Sammlung artverwandter Kulitsch-Paska findet sich aktuell auch gerade bei Zorra und ihrer Synchronback-Gruppe!



Zutaten - eine kleine Kuchenform (Ø16cm):

Vorteig - 10 min anspringen lassen:
80ml 
10g Zucker
18g Hefe (frisch)
20g Mehl

Teig:
Vorteig
330g Mehl
40g Butter, flüssig
1 Ei
1 Eigelb*
ca. 80ml Milch

Füllung:
150g Marzipan
100g geröstete und gemahlenen Mandeln
40g Mandelblättchen
1 Eiweiß
1 EL Mandelmuß
30g Zucker*
1/2 TL Kardamom
1 Orange, Abrieb davon

Zubereitung:

Einen kleinen Hefevorteig ansetzen, dafür alle Zutaten miteinander vermengen und ca. 10 min anspringen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten verkneten (m: Handrührer samt Knethaken dafür verwendet) und den Teig ca. 5-7min geknetet, bis er schön homogen und glänzend ist. Den Teig abgedeckt im Warmen etwa 1 Stunde gehen lassen.

Den Boden der Form mit Backpapier auskleiden, die Ränder buttern und mit Zucker bestreuen. Für die Füllung die Mandeln rösten und dann nicht zu fein mahlen. Mit den restlichen Zutaten gut mischen.

Den gegangenen Teig halbieren. Dann rechteckig auswellen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (ca. 30cm x 25cm). Die Hälfte der Füllung darauf verteilen (m: mit Hilfe von kleinem Löffel und Händen). Von der langen Seite den Teig aufrollen. Die zweite Hälfte des Hefeteiges ausrollen und ebenfalls die Füllung darauf verteilen. Nun die erste Teigrolle auf den Anfang der langen Seite des Teiges setzen und daraus eine größere Rolle rollen. Mit einem scharfen Messer die Rolle halbieren, aber an ihrem Ende 2cm zusammenlassen. Den Strang mit der offenen Seite zu einer Schnecke rollen - so über die Mitte fortfahren aber die letzte Rundung als Etage aufrollen. (klingt irgendwie umständlich - da ist das Filmchen vielleicht echt mal hilfreich). Schnecke in die Form setzen, abgedeckt etwa wieder eine Stunde gehen lassen.

Auf der zweiten Schiene von unten bei 170° (O/U-Hitze) - ca. 35-40 min backen. Gegebenenfalls gen Ende abdecken, damit der Kuchen von oben nicht zu dunkel wird.

Anmerkung m: wer den Kuchen nicht mit Mandeln füllt (und dafür das Eiweiß verwendet), kann im Hauptteig auch zwei ganze Eier verwenden (dann ein Schlückchen weniger Milch nehmen)/ Süßschnäbel sollten für die Mandelfüllung etwas mehr Zucker benutzen - wir mögens nicht ganz so süß/ die Originalfüllung besteht aus 80g weicher Butter und 100g Rosinen; außerdem nimmt sie etwas frischen Orangensaft statt Milch für den Hefeteig

Inspiration: Ellens Kitchen (youtube)


verkappter Segen: Thymian-Dampfnudeln mit Pilz-Kürbis-Gulasch

Sonntag, 19. Dezember 2021


Das letzte Jahr hat unser Dorf verändert. Man liest, Corona wäre auch eine Pandemie der Angst, die jeden mehr oder weniger überfällt gemäß seines Charakters, seiner Biographie, seiner allgemeinen Lebenseinstellung. Viele haben Angst vor anderen Menschen bekommen, nehmen andere hauptsächlich wahr als potentielle Gefährder der eigenen Gesundheit - mit der Konsequenz, dass man sich zurückzieht und Menschen meidet. In der Stadt muss das teilweise groteske und agressive Situationen hervorrufen - zumindest was man uns hier so im JWD (janz weit draußen) berichtet.

Auf dem Land aber ist uns in den vergangenen Monaten klarer geworden, dass wir einander brauchen. Ja, nachbarschaftliche Hilfe kann in Krisenzeiten sogar existentiell sein. Man kann es sich nicht leisten, dem anderen die Tür vor der Nase zuzuschlagen. So gut wie momentan war das Klima im Dorf noch gar nie - allgemein geht man VIEL zugewandter miteinander um, interessierter, ist offener geworden, besucht sich gegenseitig. Ja, es haben sich gar Dinge ereignet, die man vor kurzem noch für unmöglich gehalten hätte: Nachbarn, die seit Jahren aufgrund einer Grenzstreitigkeit (sehr beliebt auf dem Land) kein Wort mehr wechselten, sind über ihren Schatten gesprungen. 

Das ist nicht nur wohltuend, das ist richtig superlativ! Und es zeigt sich auch: je besser man die Geschichten des anderen kennt, umso mehr wächst damit das Verständnis füreinander. Kennt man die Sorgen seines Gegenübers, überbrückt das viele Differenzen. Wir *Gigorois* sind merklich zusammengerückt. Wie formulierte es ein Nachbar so treffend: *Parfois il vaut mieux avoir une bonne relation avec son voisin que défendre ses idées* (manchmal ist es besser ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn zu haben als seine Ideale hochzuhalten). Ist Frieden nicht das wichtigste Gut in einer Gemeinschaft? Eigentlich kann ich - nach allem, was ich nun in den 16 Jahren erlebt habe - behaupten, dass dieses *Leben und Leben lassen* eine französische Parade-Disziplin ist - so lange nicht von einzelnen Hyänen böse gehetzt wird oder die Politik übel krätscht...

Auf Anregung von eben jenen Nachbarn, mit denen ich seither weniger in Kontakt stand, haben wir Mädels Couronnes gebastelt um Gigors zu zieren, während nebenan im kleinen Gemeindesaal der Marie die Kinder des Orts Postkarten für den kommenden Altennachmittag im Januar malten (fast schon irgendwie kitschig, oder?)  Das Gerüst unserer Kränze wirkten wir aus frisch geschnittenem Ginster (dann sind die Binsen schön biegsam) und dann verkleideten wir sie mit Zweigen von Tannen, Steineichen, Zedern, Efeu und anderem Immergrün. Weiter geschmückt wurde mit allem, was bei einem Streifzug durch die Landschaft ins Auge fällt. Ganz wie für typische Adventskränze - nur dass die hier keiner kennt. Für den Tisch mit vier Kerzen? Qu'est-ce que c'est ça? Wohl aber hat es Tradition auf dem Land mit solchen Kränzen die Häuser vor Weihnachten zu schmücken.

Wenn die Hände beschäftigt sind, dann hört es sich besonders gut zu. Das kenne ich noch von meinen Atelier-Zeiten. Die Gespräche werden angeregter, weil man sich mehr aufs Hören konzentriert. Dann will man den Geschichten, die einem erzählt werden, auch folgen können. Es wird öfters nachgehakt: *Verstehe ich das richtig, du meinst...?* Manches will man dann schon genau wissen! Übrigens kann ich dieses direkte, genauere Nachfragen nur empfehlen, wenn man um ein besseres Miteinander bemüht ist und Missverständnisse vermeiden will. Einfach sich mit einer Frage vergewissern, ob das Gesagte richtig bei einem angekommen ist. Probiert es aus! Unterhaltungen werden intensiver, verständiger, tiefgründiger!

Ganz eigen interpretiert wurde dagegen dieses Jahr der Weihnachtsbaum vor der Bürgermeisterei - keine kleine Kiefer mußte wie sonst dafür sterben, sondern ein bereits toter Baum wurde behangen mit selbst gebauten Vogelhäusern und Vogelkästen, bemalten Kiefernzapfen und Meisenknödeln. Durchquert man Gigors, dann ist unser kleines Dorf gerade bunter und zwitschernder denn je. Wie innen - so außen.

Man könnte sagen, dass für Gigors die Pandemie das Gleiche bedeutet, wie die chinesische Besatzung von Tibet, die als Begleiterscheinung starre, tote Strukturen aufbrach - so dass der Dalai Lama mit Abstand dieses Unglück als *einen verkappter Segen* bezeichnete. Es ist, als ob sich mein Zuhause vergrößert hätte, das Nestgefühl erweitert! Ach, Menschenskinder, so kompliziert ist es dann doch gar nicht! Im Sinne des Für-, Mit- und Beieinanders: einen schönen 4. Advent euch allen! 

 

Dass mir dieser Post nicht zu zuckrig gerät (obwohl ich ja nur berichte), gibt es dazu heute ein schönes Winteressen: salzige Dampfnudeln und zwar ohne die im badischen typische süße Begleitung wie eingemachtes Obst. Ich habe mich nämlich noch gar nie gerne satt gegessen an Süßem. Ja, süße Hauptspeisen wie Mariellen-Knödel oder dergleichen sind nix für mich. Selbst mit dem badischen Klassiker Kartoffelsuppe mit Apfelpfannkuchen konnte man mich als Kind jagen. Aber die salzige Kruste von Dampfnudeln ist schon was Feines. Und in Begleitung eines kräftigen Gemüsegulasch war dieses Gericht ein echter Seelenwärmer. Allerdings habe ich die Dampfnudeln nach dem Foto-Shooting nochmals kurz zurück in die Pfanne gegeben: die Kruste muss schon dicker golden-knusprig-krachig sein! Ich sollte öfters Dampfnudeln machen!

 

 **** Geschwister im Blog-Universum: gefüllte Dampfnudeln mit Pfifferlingen ***


Zutaten ca. 2P:

Dampfnudeln:
220g Mehl (m: D 630, 40g davon Einkorn-VK)
140ml Milch
9g Hefe
1 TL Honig
1/2 TL Salz
2 TL Thymian, getrocknet

Öl, Butterschmalz und Salz

Pilz-Kürbis-Gulasch
200g Champignons
350g Kürbis (m: Butternut)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
15g getrocknete Shitake-Pilze
Gemüsebrühe 
Tamari-Sauce
Pimenton de la verra
Paprika-Pulver
2 EL Petersilie, Blätter feinst gehackt
1 Zweig Salbei, Blätter feinst gehackt
1 Zweig Rosmarin, Blätter feinst gehackt
1 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer
1 EL Balsamico
Olivenöl 

Zubereitung:

Für die Dampfnudeln die Milch leicht temperieren, mit der Hefe und dem Honig verquirlen. Mit Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen und ca. 5 min, Teigruhe von 10 min, weitere 2 min kneten (Dinkel neigt dazu, schnell überknetet zu sein) - die Konsistenz sollte ungefähr wie ein Pizzateig sein, der Teig sich vom Schüsselrand lösen. Abdecken und 45 min an einem warmen Ort gehen lassen.
 
Den Teig mit einer Teigkarte aus der Schüssel lösen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. In 7 Portionen à 60g teilen und rund schleifen. Nochmals etwa 5min ruhen lassen.
 
In einem weiten Topf (m: Pfanne mit Glasdeckel - sehr zu empfehlen, Pfannenboden Ø22cm) 1 EL Öl und 1 EL Butterschmalz erhitzen. Dann so viel Wasser einfüllen, dass der Boden ca. 1⁄2 cm hoch bedeckt ist (für meine Pfanne ca. 140ml). Einen halben Teelöffel Salz dazugeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren. Die 7 Dampfnudeln mit dem Schluß nach unten und entsprechend Abstand voneinander hineinsetzen  und zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 12 Minuten garen. In den ersten zehn Minuten den Deckel nicht öffnen, sie fallen sonst sofort zusammen. Dazwischen einmal die Pfanne schwenken, ohne den Deckel anzuheben, damit das Kondenswasser am Deckel zum Rand der Pfanne fließt und nicht auf die Dampfnudeln tropft.  Fertig sind die Dampfnudeln, wenn sie einen schönen Knusperboden haben - dafür den Deckel abnehmen.

Für das Gulasch die Shitake-Pilze mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Dann herausnehmen, die Stiele entfernen und den Rest klein schneiden. Die gewürfelten Zwiebeln in Olivenöl andünsten. Dann die geputzten, halbierten und in Scheiben geschnittenen Pilze samt Knofi zufügen und weiterbraten. Würzen mit den Kräutern (außer Petersilie), Pimenton und Paprika-Pulver. Nun mit dem Pilz-Sud von den Shitake ablöschen, sowie noch etwas Gemüsebrühe anschütten. Den in ca 1cm große Würfel geschnittene Kürbis untermengen, Flamme verkleinern, Deckel auflegen und etwa 15min köcheln lassen. Abschmecken mit Tamari-Sauce, Balsamico, Salz und Pfeffer. Zuletzt die Crème und die Petersilie unterrühren. Gulasch zusammen mit den Dampfnudeln servieren