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Realtalk: Muffins mit Schoko, Nuss und Frucht

Sonntag, 1. September 2024

 

 

Mit Rauskommen der Serie habe ich auf dem Kanal von Dave bei Youtube *The Race* gebingt. Direkt mittendrin im Thema Jungendsprache, worauf ich hinaus will. Aber ich drehe vorher noch eine Volte.

Endlich kann man den Youngstern mit der Hilfe von *The Race* mal erklären, wie der Habib in seiner Jugend auf Weltentdeckung loszog. Nämlich genau so. Ohne Geld. Und ohne Handy. Tsss, heute völlig fancy und eine echte Challenge - und eben exakt die Grundidee von *The Race*. Naja, und Trampen war zu Habibi-Jugend-Zeiten erst im Begriff erfunden zu werden, Kartenmaterial von etwa besuchten afghanischen oder syrischen Dörfern nicht angedacht und Couch-Surfing, BlaBla-Car und Flixbus selbstredend noch lange nicht am Start. 

Wobei der Mut, mit dem sich der Habib ins Abenteuer stürzte, immer schon bestaunt wurde. Und ein bißchen vorgeführt fühlen sich heute wie damals viele, dass lediglich die Neugier auf fremde Länder, andere Kulturen und Begnungen mit anders denkenden Menschen ausreicht, um loszuziehen. Da macht es einer vor: Just do it! ist  möglich. Es gehört halt die Zauberkraft *Überwindung* dazu. Plus, nicht zu vergessen, ein Stückchen gnadenreiches Papier: ein  entsprechender Reisepass, der Grenzen öffnet. Was aber Generationen übergreifend eint - und *The Race* prima vor Augen führt -, ist die Erfahrung, dass Leben mit dem Faktor X, die Ungewissheit, was der heutige Tag bringt, alles um ein zigfaches spannender, intensiver, erlebnisreicher macht. Sowie der Erkenntnis, was für ein wundervoller Wert praktizierte Gastfreundschaft ist. Gilt doch die altbekannte Weisheit heute mehr denn je: Alle Menschen sind Ausländer - fast überall.

Ein neues Modewort der Jugend ließ mir allerdings jedes Mal beim Fallen einseitig die Augenbraue hochrutschen (innerlich - meine Gesichtsmuskeln lassen ein derartiges Mimenspiel nicht wirklich zu). Und zwar das Wort *Realtalk*. Das ist ja wohl die Jung-Alternative zu dem inflationären Lieblingswort vieler Deutscher *tatsächlich*. Einem Wort, bei dem meine Augenbrauen schon gar nicht mehr wissen, wo sie hinrutschen sollen, wenn jeder zweite Satz mit *tatsächlich* beginnt.  

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wenn ich Worte wie *Realtalk* oder *tatsächlich* vorausschicken muss für eine Aussage, wie habe ich denn dann den kompletten Rest zu bewerten. Alles vorher ist nur Geföhne? Nur-so-dahin-geschwätzt? Selbstdarstellung? Pressemitteilung? Verkaufsgespräch? Werbeverantstaltung? Show-Buisness? Politik? Unterhaltungsindustrie? Versteht ihr, was ich meine? Ich kapiere nicht, wozu dieser Zusatz à la *jetzt mal ernsthaft* (jetzt schalte ich mal das Hirn an) gebraucht wird. Warum unterhalte ich mich denn mit jemanden? Doch genau weil ich eine ehrliche Meinung hören will. Es leuchtet mir überhaupt nicht ein, warum man einzelne Sätze mit einem *Achtung jetzt tatsächlich/ Realtalk* unterstreichen muss. Das Kurioseste dabei finde ich ja, dass die Gesellschaft Ehrlichkeit anscheinend gar nicht mehr erwartet!!

Als Vergleich, als kleines Spiegelbild ziehe ich eine Habib-Geschichte heran, wie Tuaregs sich in der Wüste begegnen. Da setzt man sich zusammen um ein winziges Feuer, das gerade ausreicht, um Tee zu machen, dabei tauscht man sich aus und unterhält sich. Jeder Satz mit Gehalt und keine Phrase dabei: Jeder Satz gesprochen mit der Hand auf dem Herz. Jetzt könnt ihr dagegen halten, Stadt-Kultur geht nun mal anders und wir sind auch nicht mehr auf Kamelen unterwegs. Aber bleibt die Qualität einer menschlicher Begegnung nicht stets die gleiche - unabhängig von Ort, Zeit und Kultur? Eben in dem man sich einander öffnet und sagt, was man denkt? Ohne Aufrichtigkeit keine Begegnung. Und ohne Ehrlichkeit in der Beziehung kein Glück und kein Vertrauen. Vielleicht kann man, vielleicht muss man Aufrichtigkeit üben. Beispielsweise in dem man einfach bei seiner Geschichte bleibt, immer ein und derselben Version der Geschichte und sie unabhängig vom Gegenüber immer gleich erzählt.

 


Füllhorn-Zeit. Da weiß man gar nicht, mit welchem Obst man etwas Süßes backen soll vor lauter Auswahl. Diese Muffins-Idee kann man wunderbar ebenso verwenden für Brombeeren. Thymian läßt sich gut austauschen mit Lavendel, Walnuss gegen Haselnuss oder Mandeln... Rauskommen werden saftige und trotzdem lockere, aromatische Muffins. Ich habe unsere kleinen, intensiven Feigen genommen, die kaum größer sind als ein Tischtennisball. Wie meist gesellte ich der Feige etwas Piment und Thymian zur Seite - zum Ausgleich ihrer Süße.

 

12 Muffins:

140g Butter, weich
125g brauner Zucker
1 Pr Salz
2 Eier
200g Mehl (m: D630)
2 TL Back-Pu
30g Nüsse, geröstet, gemahlen (m: Walnüsse)
50g Nüsse, geröstet, gehackt (m: Walnüsse)
2 EL Kakao (oder auch 2 EL mehr, wer mag)
50g Schoko-Drops
120ml Milch
40g Crème fraîche
2 Msp Piment
1/2 TL Kardamom
2 TL Thymian
200g Feigen (oder Brombeeren), klein geschnitten
 
Deko: jeweils ein paar gehackte Nüsse, Schoko-Drops, Feigen und Thymian

Zubereitung:

Ofen auf 175°C (O/U-Hitze) vorheizen.

Butter mit Salz und Zucker cremig aufschlagen. Gewürze zufügen. Mehl und Back-Pu mischen (wer mag: gesiebt). Eier nacheinander unter die Butter unterrühren. Dann abwechslend Mehl und Milch untermischen - dabei nur so viel rühren wie nötig.

Crème und Kakao, Drops und Nüsse dazu geben. Zuletzt die Früchte vorsichtig unterheben.

Muffinsform mit Förmchen rüsten.

Den Teig gleichmäßig auf die 12 Vertiefungen verteilen. Mit gehackten Nüssen, Frucht und Schoko-Drops sowie Thymian verzieren.

Für ca. 30 min im Ofen backen.

Anmerkung m: Die Muffins schmecken am nächsten Tag richtig durchgezogen noch besser.


Die Kommentarfunktion verweigert sich mir (Sch...gmpfhh....), aber dann halt so:

Was gebt ihr mir für ein warmes Gefühl, dass die Matrix eben doch kein luftleerer Raum ist, in dem man schneller vergessen wird, als man *Coucou* schreiben kann. Ich danke euch allen für die lieben Worte! Hoffentlich finde ich wieder etwas mehr Zeit für das Blog. Und wenn, dann liegt es mit an eurem Feedback. Am Schluß hat sich hier nach all den Jahren eine kleine eingeschworene Gruppe gebildet (eine zauberhafte Vorstellung für mich) - denn zusammen ist immer leichter als alleine: sogar vorm Computer :)

Barbie: Käsekuchen-Muffins mit Streusel

Montag, 5. Juli 2021


Wie bestimmt viele Mädchen meiner Altersklasse habe ich ausgiebig mit Barbie gespielt. Richtig lange. Wenn ich mich umschaue, wann die Pupertät heute einsetzt, hatte ich - körperlich und spielerisch - eine sehr ausgedehnte Kindheit.

Es war eine echte Barbie. Die von Mattel, die in pinkenem Karton mit Sichtfenster verkauft wurde und kein billiges Plagiat. Ein teures Kinderspielzeug. Ich hatte daher eine einzige Barbie. Und ich kann sogar noch sagen welche: die Langhaar-Barbie, der die Haare bis in die Kniekehlen fielen. Dieser habe ich ihre Endlos-Haare mit so viel Hingabe gebürstet, dass die vorderen Haarpartien zum Ende ihrer Laufbahn sehr ausgedünnt waren. Ich habe meine Barbie geliebt. Sie besaß auch nur ein einziges Kleid, die waren damals ebenfalls unverhältnismäßig teuer. In einem Anfall ihrer schwer zu zügelnden Gehässigkeit hatte meine zweieige Zwillingsschwester das Kleid mit dem Locher (um Papier zu lochen für den Akten-Ordner) malträtiert. Die Geld-Oma, edle Spenderin der Barbie, hat angesichts meiner Verzweiflung das Kleid mühselig wieder geflickt, aber von außen betrachtet sah Barbie nun immer aus wie Aschenputtel - trotz Atombusen und Permanent-Make-up. Ungeachtet dessen war sie für mich stets die Heldin meiner ersponnenen Träume.

Ich kann gar nicht mehr sagen, was ich meine Barbie habe erleben lassen. Vieles in meiner Kindheit ist von einem trüben Schleier überzogen und ich kann mich kaum erinnern. Aber ich weiß noch, dass die Geschichten in dem enthobenen Reich der Phantasie stattfand: mein Kuschelhase musste beispielsweise als Pferd erhalten, was keinen Augenblick den Ereignisfluss störte.

Meine jüngere Schwester hatte dann die komplette Barbie-Plastik-Traumwelt: ein Haus, ein Capriolet, zwei Kens, ein Pferd... Aber ob sich damit dann schöner spielen ließ? Grinsend fällt mir ein, dass es Ken - von meiner jüngeren Schwester Detlef getauft - seiner Barbie selten recht machen konnte. Wenn sie ihren Detlef anherrschte, dröhnte es durch ihre Zimmertür.

Keine Ahnung, warum mir Barbie heute wieder in den Sinn kommt. So sweet wie Süßigkeiten... je ne sais pas! Auf jeden Fall halte ich dagegen, dass das Schönheitsideal von Kindern durch das Spielen mit Barbie - und ihren sehr seltsamen körperlichen Proportionen - gestört werden könnte. Ich sehe heute ja auch nicht aus wie Daniela Katzenberger oder eine der Kardashians. Meine Barbie war deshalb wunderschön, weil ich sie wunderschön fand (meine Barbie) und nicht weil jemand mir erklärte, dass GENAU SO schön geht. So wie eben alles erst den Wert erhält, den man ihm - höchstpersönlich - verleiht. Aber das verstehen nur die, die nicht von Graf Zahl gefressen wurden.

 


Variable Muffins schlage ich euch heute vor. Ich habe sie zubereitet während der Holunderblüte - und daher entsprechend parfümiert. Aber setzt euren Vorlieben keine Grenzen. Die Streusel kann man auch prima mit Tonka-Bohne würzen. Oder Kardamom. Ich habe halt mal wieder auf mein Sugar-Spice zurückgegriffen. Und den Quark wiederum könnte man mit Orangenschalen oder Zitronensaft mischen - wirklich wie ihr wollt. Das hier ist lediglich ein Vorschlag für das Grundgerüst von saftigen, knusprigen Muffins.

 

Zutaten 12 Muffins/ ein Muffinblech:

Boden und die Streusel:
125 g Butter weich
75 g Rohrzucker
1 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver gestrichen
1 Pr Salz
1 1/2 TL Sugar Spice (optional oder anders Parfum) 

Füllung:
500 g Quark (original mageren, m: normalen)
100 g Rohrzucker
125 g Butter geschmolzen
25ml Holunderblüten-Sirup 
1-2 EL Orangenblüten-Wasser
2 Eier
1 Packung Vanillepudding-Pulver
 
Zubereitung:
 
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein 12er Muffinblech mit großen Papierförmchen (nicht mit den billig-kleinen! Hier benötigt ihr große/ richtige Förmchen) auslegen.
 
Die Butter und den Zucker zusammen mit dem Gewürz für den Teig etwa 1 Minute lang zusammen hell aufschlagen. Das Ei gut einrühren und zuletzt Mehl und Backpulver dazugeben. Alles kurz zu einem groben Krümelteig vermixen.
 
Etwa 20 g vom Teig abnehmen und zu einer Kugel rollen. In eines der Papierförmchen legen und mit den Fingern flach als Boden andrücken. Mit den anderen Förmchen genauso verfahren.
 
Für die Füllung den Magerquark mit dem Zucker zusammen glattrühren. Die geschmolzene Butter unter Rühren einfließen lassen und wieder alles glattrühren, außerdem Holunderblüten-Sirup wie Orangenblüten-Wasser. Einzeln die Eier hinzufügen und unterrühren. Zuletzt das Vanille-Puddingpulver dazugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.
 
Die Füllung gleichmäßig auf die Papierförmchen aufteilen und dann den Rest des Mürbeteiges als Streusel daraufbröseln.
 
Die Muffins im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten lang auf mittlerer Schiene backen. Herausnehmen und einige Minuten in der Backform ruhen lassen. Dann die Muffins aus der Form entfernen und zum Auskühlen auf einen Rost stellen. Bei Raumtemperatur etwa 1 Stunde abkühlen lassen.

Inspiration: KaffeeundCupcakes 

 

Adventskalender: Financiers de Pierre Hermé

Freitag, 18. Dezember 2020


Meist stand die Omi am Fenster vom Treppenaufgang mit Blick auf unsere Dorfhauptstrasse. Meist war es schon dunkel und die Straßenlaternen leuchteten. Immer war es Adventszeit. *Ohhh*, rief die Omi hell und hoch, *da sehe ich das Christkind laufen!* Wir Kinder stürmten zu ihr: *Wo, Omi, wo?!* *Ach*, sagte sie dann bedauernd den Kopf schüttelnd, kaum dass wir sie erreicht hatten, *jetzt ists gerade um die Ecke gebogen.* 

Es waren auch die Sternstunden der Omi (eher Sternminuten), denn wie selten bot ihr das Leben Gelegenheit für ihre eigentliche Berufung - die der Schauspielerin. Und dann diese denkbar dankbare Rolle! Der Treppenabsatz war eine ideale Bühne (gut erhöht), das Publikum (ihre Enkel) in diesem Sujet (Weihnachten) leicht zu begeistern und etwas vom glitzernden Sternenstaub des Christkinds färbt auch auf jene ab, die mit dem Finger auf es zeigen (die Omi). Nie war ich enttäuscht, keinen Blick auf das Christkind erhascht zu haben. Im Gegenteil. Hey, das Christkind war schließlich im Dorf, *ums Eck* - alles in bester Ordnung! Und die Vorfreude auf Heilig Abend steigerte sich noch mehr! Die Omi sah verlässlich jeden Advent das Christkind durchs Dorf huschen.

 


 

Mindestens genauso verlässlich ist der kulinarischen Adventskalender von Zorra, den es seit gefühlt IMMER gibt - wie eben auch ihren Foodblog Ein Mal umrühren - Kochtopf. Gerade dieses Jahr tun derlei Rituale besonders gut. Irgendwie scheint der gewohnte Boden nicht mehr so tragbar, alles schwimmt, wackelt, alles wird in Frage gestellt - umso schöner sind feste Gewohnheiten wie Zorras Adventskalender, der einen kleinen Halt in unsicheren Zeiten gibt. Und umso mehr freue ich mich, dieses Jahr wieder mitzumachen! 

Seit jeher geben sich die Teilnehmer für ihr Türchen viel Mühe! Gar nicht mal wegen all der Preise, die es dort zu gewinnen gibt, vielmehr weil Kult einfach verpflichetet. Und da will man schließlich nicht verkacken. Es lohnt also, auch alte Kalender durchzublättern.  



 

Ich habe mir ebenfalls ein besonderes Rezept für mein Türchen aufgehoben. Und zwar financiers. Financiers habe ich erst vor kurzem so richtig für mich entdeckt und zwar mit diesen Schokolastigen  hier mit starker Schlagseite zu Brownies. Dabei stellte sich für mich fest, dass ich die Konsistenz von diesen Dingern absolut hinreissend finde. Ja, ich muss sagen, mit dem ersten Bissen offenbarte sich für mich der Erfolg dieses typischen, französischen petit four (kleines französisches Feingebäck). Dazu sind sie noch sensationell easy nebenher aus dem Handgelenk zu schütteln! Bref: genau mein Fall Zuckerbäckerei!  

Traditionell werden sie in der Form kleiner Goldbarren gebacken in speziellen financiers-Backformen. Für den Hausgebrauch funktionieren Mini-Muffinsformen ebenso wie eine klassische Muffinsform, wie ich sie benutzt habe. So werden sie eher kleine Kuchen, die sich perfekt als Dessert eignen. Dabei lässt sich nicht nur durch die unterschiedliche Größe ihr Charakter verändern - sie sind auch sonst sehr variabel.

 


 

Das Grundrezept dieser heutigen financiers ist von Pierre Hermé. Pierre Hermé schrieb in deutschsprachigen Blogistan-Foodie-Kreisen bereits Geschichte mit seinen Sablés au Chocolat et fleur de sel - ein Blog-Buster-Rezept!  Ein Mann mit sehr guter Reputation also - nicht nur in Frankreich! Soll heißen, voilà, voilà ihr bekommt ein supi Basis-Rezept an die Hand, das ihr ganz nach euren Vorlieben abwandeln könnt. 

Mit Orangenschale und Cointreaux, Walnüssen und Bittermandel-Aroma, mit Kardamom und Cranberries... tobt euch aus! Ich habe eine Schwäche für kandierten Ingwer - dieser in Verbindung mit etwas kandierter Orange, Schokolade, gehackten Nüssen und fleur de sel ergibt eine Kombination, der ich schwer widerstehen kann...

 

Zutaten 8 Stück (in einer regulären Muffinsform):  

 

4 Eiweiß (ca. 120g)
90g Zucker (m: Rohrzucker)
40g Mehl
1 Msp Backpulver
20g Haselnuss, geröstet, gemahlen
50g Mandeln, geschält, gemahlen
100g Nussbutter (gebräunte Butter)
50g kandierter Ingwer
20g kandierte Orangenschale
 
50g Schoko-Drops
50g Pistazien, gehackt
fleur de sel

 

Zubereitung:

Die Butter bei niedriger Temperatur schmelzen und unter Beobachtung zu Nussbutter bräunen. Abkühlen lassen.

Die Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne duftend anrösten und fein mahlen. Kandierten Ingwer wie Orangenschale fein schneiden. Mehl mit gemahlenen Nüssen und Backpulver mischen.

Die Eiweisse und den Zucker mit dem Handmixer auf kleinster Stufe 1-2 Minuten anschlagen. Mehl-Nuss-Mischung sowie kandierte Früchte hinzugeben und verrühren. Ebenso die geschmolzene Butter unterrühren.

Abgedeckt etwa eine halbe Stunde kühl stellen - der Teig wird dadurch etwas fester..

Ofen auf 180°C (O/U-Hitze) vorheizen.

8 Mulden einer Muffinsform mit Backpapier auskleiden (m: nur den Boden mit Backpapier ausgelegt und die Ränder gefettet). 

Den Teig in die Vertiefungen verteilen. Mit einem kleinen Löffe in der Mitte ein Loch formen und darin die Schoko-Drops reinfüllen. Pistazien mittelfein hacken und mit jeweils einer Prise fleur de sel auf die acht Muffins verteilen. In den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen (m: etwas kürzer)

 

*Anmerkung m: Die Teigmenge ergibt ca. 24 Stück, wenn ihr die financiers wie in der Mini-Muffin-Form (∅ 50 mm) backt - welche ich nicht besitze. 

Sie financiers schmecken am zweiten und dritten Tag - wenn sie etwas durchgezogen sind - nur noch besser!
 
Eigentlich hatte ich vor gesalzene Erdnüsse zu verwenden, aber ich hatte noch Pistazien offen, daher griff ich wieder nach denen plus dem fleur de sel.

 

Originalzutaten nach Pierre Hermé:  

115 g de beurre (Nussbutter)
20 g de noisettes en poudre (geröstete, gemahlene Haselnüsse)
150 g de sucre glace (Puderzucker)
50 g de farine (Mehl)
2 g de levure chimique (Backpulver)
60 g d’amandes en poudre (gemahlene Mandeln)
140 g de blancs d’œufs (Eiweiß)

Original werden sie bei 200°C für 8-10min (in der financiers-Form) gebacken, 3 min in der Form gelassen bevor man sie zum völligen Auskühlen auf ein Küchengitter setzt.

Manipulation: Financiers mit Schokolade und Pistazien-Topping

Mittwoch, 11. November 2020


Kinder, bei diesem Rezept ist Vorsicht geboten! Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das so einfach weitergeben kann. Es braucht schon eine gestandene, moralische Haltung, um damit umgehen zu können. Mit diesen kleinen Schoko-Küchlein könnt ihr die Puppen tanzen lassen nach Gutdünken. Die sind sowas von eine Geheimwaffe!

Wie sagt Paule bereits, von der ich mich zu diesem Rezept habe inspirieren lassen: Wenn ihr jemanden, der Süsses mag, um den Finger wickeln oder euch bei ihm entschuldigen möchtet, dann backt ihm diese Schokoladen Financiers und ihr werdet alles bekommen, was ihr wollt! Glaubt mir!

Mit diesen Financiers habt ihr ein Pfand in der Hand, das euch den Weg bahnt, wohin ihr ihn lenken wollt. Ja, so leicht und schnell ist manchmal manipuliert. Das böse Wort Manipulation. Doch die Manipulation umgibt uns überall, sie ist allgegenwärtig, ihr ist nicht zu entgehen. Und meistens ist sie einem noch nicht einmal bewußt. Was übrigens eines der charakteristischen Merkmale der Manipulation ausmacht. Insgesamt umfassen vier typische Kennzeichen die Manipulation (ich habe mich schlau gemacht):

  • Der Beeinflusste durchschaut die Technik nicht oder nur teilweise
  • Der Beeinflussende übt das entsprechende Verhalten bewusst aus
  • Der Beeinflussende versucht einen eigenen Vorteil zu erreichen
  • Nachteile des Beeinflussten interessieren den Beeinflussenden nicht

Bereits bevor ich mich einschlägig ein bißchen eingelesen habe, sind mir direkt zig Beispiele aus dem alltäglichen Leben eingefallen. Jeder von uns kennt doch etwa die *Quengelware* direkt an der Kasse. Kein Geheimnis ist vermutlich auch, dass wir durch die meisten Geschäfte links herum geführt werden, weil die Wirtschaftspsychologie herausgefunden haben will, dass die Kunden auf diese Weise *kaufbereiter* sind. Aber nicht nur mit der Laufrichtung sondern ebenso wird mit Duft gearbeitet. Olfaktorische Neuromarketing nennt sich das dann. Ebenso was in Augenhöhe in den Regalen steht, ist bewußt gewählt uswusf. Wer eine ganz bestimmte Absicht verfolgt, der übergibt den Ablauf der Dinge äußert ungern dem Zufall.

Gerade was den Sektor des Konsum angeht, wird viel in Forschungsarbeit investiert, um entsprechend Manipulationstechniken anwenden zu können. So versuchen soziale Medien ihre Seiten nach den neuesten Hirnforschungen zu programmieren, um auf diese Weise ihre Nutzer maximal an sich zu binden - als kleines Beispiel rufe ich nur das *Endlos-Scrollen* auf, wodurch man deutlich länger digital an etwas kleben bleibt, als wenn Seiten immer wieder neu geladen werden müssen. Alle Social-Media-Apps beruhen auf dem Prinzip, Aufmerksamkeit zu gewinnen und ihre Nutzer süchtig zu machen, indem im Gehirn das Molekül für Lust, Motivation und Sucht freigesetzt wird: Dopamin - und das nicht rein zufällig, sondern die Software-Entwickler der Technologiekonzerne peilen eben diesen Effekt an.

Als kurioses Beispiel bin ich im Zuge meines kleinen Artikels über die englische Premierministerin Margaret Thatcher gestolpert, deren Biograph davon berichtet, dass diese Sprachtrainings besuchte, um ihre Stimme tiefer zu bekommen. Der wissenschaftliche Hintergrund dazu ist, dass Menschen mit tiefer Stimme auf andere (unbewußt) kompetent, physisch und mental stark, dominant und vertrauenswürdig wirken -  so dass diese häufiger in Führungspositionen zu finden sind, als Menschen mit hohen Stimmlagen.

Hüpfen wir weiter zur Rhetorik (übersichtliche und kurz und knackige Auflistung!) die mit einer ganzen Litanei von Techniken aufwartet, um mit diesen andere von sich zu überzeugen - worüber man sich im Gespräch vermutlich nicht sehr oft Gedanken macht. Es würde eine Unterhaltung auch nicht zwingend erquicklicher gestalten. Doch andererseits will man sich ja nicht (un)freiwillig von anderen vor sich hertreiben lassen, damit die ihre Ziele durchgesetzt bekommen. Ach, man könnte ewig über Beeinflussung von außen sinnieren. Dabei habe ich den umgekehrten Bereich, nämlich den der Autosuggestion, noch gar nicht touchiert. Und von dem richtig großen Fass und der eigentlichen übergeordneten Kerndisziplin der Manipulation, der Propaganda, lasse ich lieber die Finger - da konnte man sich schon immer nur die Pfoten verbrennen (sehenswerte Arte-Doku zu Covid). Denn wie proklamierte einst Franklin D. Roosevelt: *In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant.*

 


Was euch aber alle nicht voreingenommen werden lassen sollte gegen diese Schokoladen-Financiers. Ohne jeden Firlefanz sind diese Dinger eine kleine Naturgewalt von Süßigkeit, die viele Verwandte ihresgleichen in den Schatten stellen. Und obendrein sind sie (als gäb es der Vorteile nicht bereits genug) noch richtig schnell zusammengerührt. Ich kann mich Paule nur anschließen: sie sind einfach wunderbar weich, saftig, fast cremig. Und das Topping aus salzigen Pistazien, leicht scharfem Ingwer und der fruchtigen, kandierten Orange erfüllen einen Haufen Sehnsüchte auf einen Streich. Aber überzeugt euch selbst! Sonst heißt es nachher noch, ich wollte euch beeinflussen...

 

Zutaten - 8 Stück:

4 Eiweiß (ca. 110-120g)
100g Vollrohrzucker* 
100g geriebene Mandeln
15g Kakao
1 Pr Salz
140g Butter
1/4 TL Kardamom
 
25g kandierter Ingwer
25g kandierte Orange
25g salzige Pistazien
 

Zubereitung:

Die Butter vorsichtig bei niedriger Temperatur schmelzen und abkühlen lassen.

Die geriebenen Mandeln mit dem Kakaopulver in der Moulinette fein mahlen.

Die Eiweisse, Salz und Zucker mit dem Handmixer auf kleinster Stufe 1-2 Minuten anschlagen. Mandel-Kakao-Mischung hinzugeben und verrühren. Ebenso die geschmolzene Butter.

Abgedeckt über Nacht kühl stellen. Der Teig ist ungewohnt flüssig, wird aber durch die Kühlung wesentlich fester.

Am Backtag den Ofen auf 180°C vorheizen.

8 Mulden einer Muffinsform mit Backpapier auskleiden (m: nur den Boden) und die Ränder fetten. 

Den Teig in die Vertiefungen verteilen. Pistazien mittelfein hacken, kandierten Ingwer und kandierte Orange kleiner hacken und gerecht auf die acht Muffins verteilen. In den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen (m: etwas kürzer)

*Anmerkung m: der Vollrohrzucker macht sich besonders gut in den financiers/ wer mag, kann den Zucker etwas reduzieren - vielleicht backe ich sie das nächste Mal mit 80g Zucker und 120g Mandeln 

Die Teigmenge ergibt ca. 24 Stück, wenn ihr die financiers wie Paule in der Mini-Muffin-Form (∅ 50 mm) backt - welche ich nicht besitze. 

Sie financiers schmecken am zweiten und dritten Tag - wenn sie etwas durchgezogen sind - nur noch besser!

Inspiration: Paules.

 


 

Ei-Ei-Ei... Man braucht für diese financiers 4 Eiweiß - hier ein paar Rezepte, bei denen diese anfallen und verwertet werden wollen. Sonst habe ich sehr gerne verwendet für eine Mousse oder die Amarettini, die ich ebenfalls in sie Liste mit aufgenommen habe. Und auch einige Gnocchi benötigen oft nur das Eigelb (da stelle ich euch ja demänchst ebenfalls ein Board zusammen) oder viele Plätzchen. Kein Grund das Eiweiß zu entsorgen, denn man kann es hervorragend einfrieren: Eiweiß hält sich ca. 12 Monate im Froster.

 

      

      

      

Aus alt mach neu: Bananen-Haselnuss-Muffins

Freitag, 28. Februar 2020


Als ich nach Frankreich zog, konnte ich nicht kochen. Meine Homies kennen die Geschichte (Küchentrauma und so...). Aber ich war ambitioniert, ich war lernwillig. Hey, schöne Küche, toller Garten, charmanter Mitesser - eine Kombi, aus der sich doch was machen lassen sollte. 

Zuerst sammelte ich Rezepte wie eine Bekloppte - um schnell festzustellen, dass wahrlich nicht alle gelingsicher waren. Egal ob eine schicke Hochglanzzeitschrift oder das Kochbuch eines Sternekochs. Schon gar nicht für einen Anfänger wie mich: ohne praktische Vorkenntnisse lediglich mit Erfahrung im Rührei verquirlen und Nudeln abkochen. Ich war einfach darauf angewiesen, dass die Zubereitung funktioniert wie beschrieben. Und zwar exakt so. Ich brauchte Verlässlichkeit. Doch mal stimmten die Garzeiten nicht oder die Mengenangaben oder es wurde ein Arbeitsschritt vergessen. Mängel, die mein Grün hinter den Ohren nicht ausgleichen konnte.

Bis ich im WorldWideWeb auf Kochblogs stieß. Und mit ihnen begannen meine Erfolgserlebnisse. Dort konnte ich darauf gehen, dass die Gerichte so hinhauten wie angegeben und selbst bei mir am Ende in etwa dem abgebildeten Foto glichen. Aus dem schlichten Grund weil normale Menschen in normalen Küchen unter normalen Bedingungen normale Portionen kochen für das normale Leben. Soweit man eben Menschen normal findet, die ihr Essen fotographieren...

Zu meinen Lieblingsblogs zählte auch schon damals Alexandra von foto e fornelli, die heute sehr leider nicht mehr bloggt. Später habe ich in den Interviews daraus keinen Hehl gemacht. Alexandra ist für mich die Poetin unter den Food-Fotographinnen. Zudem ist ihre Art zu fotographieren einfach unverwechselbar. Und wie zeitlos ihre Bilder sind, sieht man an dem heutigen Bananen-Muffins, die ich von ihr übernommen habe und welche sie bereits vor 8 Jahren verbloggte. Die sehen doch aus, als hätte sie sie erst gestern gebacken, oder?

Nun, durch die Masse der Rezepte, die ich veröffentliche, sowie dem Anspruch, mein eigenes Essen selbst ebenfalls warm zu essen, bin ich, was das Fotographieren angeht, recht pragmatisch. Bei Backwerk - das ja ausgekühlt sein darf - nehme ich mir manchmal etwas mehr Zeit. Aber alles in allem schätze ich es, wenn das Foto schnell im Kasten ist. Gut aussehen solls natürlich trotzdem. Wenn man nicht sieht, dass etwas richtig lecker geschmeckt hat, nützt das schönste Rezept nix. Was nicht immer gelingen will - Food-Fotographie kann heimtükisch sein. Fakt ist aber - und darauf wollte ich hinaus - dass ich mich für ein Blog-Layout mit Hochkant-Fotos entschied aufgrund meines Vorbilds Alexandra. Ich mochte von Anfang an, wie sie Natur-Fotos mit Essen kombiniert und inszeniert. Bis heute.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich es hasse, Essen wegzuwerfen. Und da gilt es durchaus, sich mal an die eigene Nase zu fassen: die mit Abstand am meisten weggeschmissenen Lebensmittel landen in der privaten Tonne. Nach und nach hatte ich drei überreife Bananen eingefroren - und genau die verwendete ich nun für die Muffins. Bref: aus alt mach neu, das gibt Lieblingsmuffins: schnell zusammengerührt, schön gatschig und dank der Nüsse mit Biss. Tippitoppi!



Zutaten - 12 Muffins:

330g Mehl (m: D630)
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/8 TL Nelke, gemahlen
1/8 TL Muskatblüte
1/4 TL Zimt
1/2 TL Kardamom
140g weiche Butter
120g Rohrzucker (m: 100g)
2 Eier
240ml Bananenpüree
(3 mittelgroße Bananen)
70g grob behackte Walnüsse (m: geröstete Haselnüsse)

Zubreitung:

Die weiche mit zusammeen mit dem Zucker und den Gewürzen hell-cremig aufschlagen. Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und jeweils schön unterrühren. Das Bananen-Pü hinzugeben (Achtung, es dürfen keine Bananenstücke darin sein). Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron) mischeen und zu den restlichen Zutaten geben.

Mit einem Holzlöffel oder Gummispachtel zusammenmischen, sodass sie sich eben gerade verbinden - nicht den Handmixer verwenden (m: den Handrührer verwendet). Nüsse untermischen. Den Teig gleichmäßig in die ausgebutterten Muffinsformen (m: ungebutterte Papier-Förmchen) verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 190°C ca. 18min backen - Garprobe mit Zahnstocher

Anmerkung m: teils mit einigen Blaubeeren verziert



Johannisbeer-Muffins mit Quark und Vanille

Freitag, 15. August 2014

Ein weiteres Wort, das meine kulinarische Wachsamkeit direkt auf Standby schaltet, ist *Muffin* beziehungsweise die Steigerung davon *Cupcake*.

Frühestens zu meinem 10jährigen Jubiläum kann man auf diesem Blog mit einem Cupcake rechnen. Wenn schon, dann aber verziert mit einer dieser bunten Wimpelchen-Wäscheleinen auf der zierlich aufgespritzten Buttercrème und eine oppulente Deko mit selbstgebastelten Tortenassecoires im Hintergrund. Eher zum 20sten. Für mich würde das leider einen schlimmen, Besorgnis erregenden Rückfall in eine Art *Hello-Kitty*-*Barbie*-*Prinzessin Lillifee*-Phase bedeuten. Darüber will ich gar nicht nachdenken...

In einem Schuhbeck-Kochbuch bin ich nun aber über ein Muffin-Rezept gestolpert, was mich einigermaßen erstaunte. Der Alfons, eigentlich mein Telefonjoker für alle Fleischfragen, und Muffins - doch, das hat für mich nicht wirklich gepaßt. So wie eben Muffins und ich nicht richtig zusammengehen wollen. Weder Fisch noch Fleisch, weder Keks noch Kuchen, halt ne halbe Sache... oder ein zementiertes Vorurteil.

Aber soooo schlecht sind die Alfons-Muffin gar nicht. Wie gewohnt haut er ordentlich Gewürze raus. Und braune Butter, den guten, alten Aufrüscher.  Die wiederum ist eines der guten Stichwörter,  die mag ich nämlich immer gerne. Und es war auch einst der Schuhbeck, der mich in meinen Anfängen auf eben solche brachte. Das vergesse ich ihm nie.
Zutaten:

120g Johannisbeeren (m: etwas mehr/ gefrorene aus dem Garten)
80g Zartbitterschokolade
120g Mehl
2 TL Backpulver
80g gemahlene Haselnüsse
200g Joghurt (m: Quark)
120g Zucker (m: Vollrohrzucker)
2 Eier
1 gestr. TL milde Chiliflocken (m: weniger)
1 Msp Zitronenschale und Orangenschale
(m: mehr)
1 Msp Zimtpulver (m: mehr)
1 Msp Vanillemark
80g zerlassene braune Butter
Zubereitung - 12 Stück:

Ein Muffinsblech entweder buttern oder mit Papierförmchen bestücken. Den Backofen auf 180° vorheizen.

Im Falle von frischen Johannisbeeren diese von ihren Rispen befreien. Die Zartbitterschokolade grob hacken.

Nach dem Muffinprinzip Nummero 1 alle trockenen Zutaten miteinander vermengen und alle flüssigen. Also Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine Schuüssel sieben und dazu die Nüsse, die Schoko und den Zucker geben.

Die Eier mit dem Quark (oder Joghurt) in einer anderen Schüssel verrühren und die Gewürze dazu geben wie Chiliflocken, Zimt, Vanillemark und Zitronen- und Orangenschalenabrieb.

Nach dem Muffinprinzip Nummero 2 nun alles nur so lange rühren bis eine glatte Masse entstanden ist - also nicht zulange.  Dafür die Ei-Quark-Mischung mit der Mehlmischung mit Hilfe eines Schneebesens nur so lange miteinander vermengen, bis es keine Mehlnester mehr gibt.  Als letztes die braune Butter unterrühren.

Entweder nun ebenfalls die Johannisbeeren kurz unterziehen oder die Beeren und den Teig abwechselnd auf die Muffinsförmchen verteilen.

Auf der untersten Schiene die Muffins in den Ofen schieben und etwa 30-35min backen, bis sie eine schöne goldene Farbe angenommen haben. Etwa 5min  in der Form auskühlen lassen, dann darauf lösen und auf ein Kuchengitter umlagern.
Quelle: Alfons Schuhbeck