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festliche Yuzu Heidesand Plätzchen

Sonntag, 22. Dezember 2024



Wer auf der Zielgeraden gen Weihnachtsfeierlichkeiten auf den letzten Drücker quasi noch ein paar Plätzchen selbst backen möchte, für all die komme ich am 4. Advent mit dieser Idee um die Ecke.

Ich mache es mir mit Süßbäckerei ja gerne einfach. Für die Heidesand-Kekse muß man lediglich den Teig vermengen, zu Rollen formen und davon dann die einzelnen Plätzchen abschneiden. Wirklich sehr schön unkompliziert.

Der Clou darf aber nicht fehlen - schließlich ist nur ein Mal im Jahr Weihnachten. Hier greife ich auf den altbewährten Trick zurück, die Butter zu bräunen und sie zuvor zur Nussbutter zu machen. Das schmeckt gleich viel besser (Geschwister im Blog-Universum etwa diese Chai-Cookies). Den ungewöhnlichen Dreh gibt der Abrieb der Yuzu-Zitrone, die Bertrand von unserer Lebensgemeinschaft aus dem Dorf überraschend an seinem Marktstand im Angebot hatte. Das Aroma der Yuzu-Zitrone kann ich nur mit exotisch beschreiben - halt ein wenig anders wie Zitrone... Richtig unwiderstehlich werden die Plätzchen durch ein Drehen in einem Gemisch aus kandiertem Ingwer und Pistazie. Hoffentlich machen euch die Plätzchen so viel Freude wie mir!




Ich wünsche Euch allen ein schönes, besinnliches, harmonisches Weihnachtsfest!


Zutaten - ca. 60 Stück:2

250g Butter
220g Rohrzucker (zu Staubzucker gemahlen)
1 Vanilleschote
1 Yuzu-Zitrone (Abrieb davon)
1 Pr Salz
370g Zucker (m: 170g Einkorn-VK/ 200g Dinkel 200)
...
70g kandierter Ingwer, feinst gewürfelt
70g salzige Pistazien, fein gehackt
1 Eiweiß
je Pr Salz und Zucker


Zubereitung:

Die Butter in einen kleinen Topf geben und schmelzen. Bei mittlerer Temperatur unter Beobachtung so lange köcheln lassen, bis das enthaltene Wasser verkocht ist. Dann zeigen sich unten im Topf kleine braune Punkte - das ist die sog. braune Butter. In dem Moment die Butter sofort in eine Schüssel geben und über Nacht darin erkalten lassen.

Am nächsten Tag die Butter schaumig rühren. Das ausgekratzte Mark der Vanilleschote, das Salz, den Abrieb der Yuzu-Zitrone und den Zucker dazugeben und weiter rühren, bis die Masse hell und luftig wird. Dann das Mehl hinzugeben und zügig einarbeiten. Den Teig zu Rollen mit 3cm Ø formen und diese in Backpapier oder Frischhaltefolie einwickeln. Über mehrere Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für die Variante mit dem Extra-Knusper-Glitzer-Rand den fein gehackten kandierten Ingwer mit der Pistazie vermengen und auf einer Arbeitsfläche verteilen (in etwa von Länge und Breite der Rollen). Ein Eiweiß mit je einer Prise Zucker und Salz steif schlagen. Die Rollen (m: 2 von 3) damit einpinseln und in dem Ingwer-Pistazien-Gemisch mit etwas Druck wälzen. Auf jeden Fall die Rollen eine halbe Stunde bis Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen – so lassen sie sich später besser schneiden.

Den Backofen auf 
200°C (O/U-Hitze) vorheizen.

Die Teigrollen in ca. 1cm dicke Stücke schneiden und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Im vorgeheizten Backofen 10-12 Minuten backen und auf dem Blech vollständig auskühlen lassen. In Blechdosen an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.
Inspiration: Lacrema pâtisserie

Adventskalender: Financiers de Pierre Hermé

Freitag, 18. Dezember 2020


Meist stand die Omi am Fenster vom Treppenaufgang mit Blick auf unsere Dorfhauptstrasse. Meist war es schon dunkel und die Straßenlaternen leuchteten. Immer war es Adventszeit. *Ohhh*, rief die Omi hell und hoch, *da sehe ich das Christkind laufen!* Wir Kinder stürmten zu ihr: *Wo, Omi, wo?!* *Ach*, sagte sie dann bedauernd den Kopf schüttelnd, kaum dass wir sie erreicht hatten, *jetzt ists gerade um die Ecke gebogen.* 

Es waren auch die Sternstunden der Omi (eher Sternminuten), denn wie selten bot ihr das Leben Gelegenheit für ihre eigentliche Berufung - die der Schauspielerin. Und dann diese denkbar dankbare Rolle! Der Treppenabsatz war eine ideale Bühne (gut erhöht), das Publikum (ihre Enkel) in diesem Sujet (Weihnachten) leicht zu begeistern und etwas vom glitzernden Sternenstaub des Christkinds färbt auch auf jene ab, die mit dem Finger auf es zeigen (die Omi). Nie war ich enttäuscht, keinen Blick auf das Christkind erhascht zu haben. Im Gegenteil. Hey, das Christkind war schließlich im Dorf, *ums Eck* - alles in bester Ordnung! Und die Vorfreude auf Heilig Abend steigerte sich noch mehr! Die Omi sah verlässlich jeden Advent das Christkind durchs Dorf huschen.

 


 

Mindestens genauso verlässlich ist der kulinarischen Adventskalender von Zorra, den es seit gefühlt IMMER gibt - wie eben auch ihren Foodblog Ein Mal umrühren - Kochtopf. Gerade dieses Jahr tun derlei Rituale besonders gut. Irgendwie scheint der gewohnte Boden nicht mehr so tragbar, alles schwimmt, wackelt, alles wird in Frage gestellt - umso schöner sind feste Gewohnheiten wie Zorras Adventskalender, der einen kleinen Halt in unsicheren Zeiten gibt. Und umso mehr freue ich mich, dieses Jahr wieder mitzumachen! 

Seit jeher geben sich die Teilnehmer für ihr Türchen viel Mühe! Gar nicht mal wegen all der Preise, die es dort zu gewinnen gibt, vielmehr weil Kult einfach verpflichetet. Und da will man schließlich nicht verkacken. Es lohnt also, auch alte Kalender durchzublättern.  



 

Ich habe mir ebenfalls ein besonderes Rezept für mein Türchen aufgehoben. Und zwar financiers. Financiers habe ich erst vor kurzem so richtig für mich entdeckt und zwar mit diesen Schokolastigen  hier mit starker Schlagseite zu Brownies. Dabei stellte sich für mich fest, dass ich die Konsistenz von diesen Dingern absolut hinreissend finde. Ja, ich muss sagen, mit dem ersten Bissen offenbarte sich für mich der Erfolg dieses typischen, französischen petit four (kleines französisches Feingebäck). Dazu sind sie noch sensationell easy nebenher aus dem Handgelenk zu schütteln! Bref: genau mein Fall Zuckerbäckerei!  

Traditionell werden sie in der Form kleiner Goldbarren gebacken in speziellen financiers-Backformen. Für den Hausgebrauch funktionieren Mini-Muffinsformen ebenso wie eine klassische Muffinsform, wie ich sie benutzt habe. So werden sie eher kleine Kuchen, die sich perfekt als Dessert eignen. Dabei lässt sich nicht nur durch die unterschiedliche Größe ihr Charakter verändern - sie sind auch sonst sehr variabel.

 


 

Das Grundrezept dieser heutigen financiers ist von Pierre Hermé. Pierre Hermé schrieb in deutschsprachigen Blogistan-Foodie-Kreisen bereits Geschichte mit seinen Sablés au Chocolat et fleur de sel - ein Blog-Buster-Rezept!  Ein Mann mit sehr guter Reputation also - nicht nur in Frankreich! Soll heißen, voilà, voilà ihr bekommt ein supi Basis-Rezept an die Hand, das ihr ganz nach euren Vorlieben abwandeln könnt. 

Mit Orangenschale und Cointreaux, Walnüssen und Bittermandel-Aroma, mit Kardamom und Cranberries... tobt euch aus! Ich habe eine Schwäche für kandierten Ingwer - dieser in Verbindung mit etwas kandierter Orange, Schokolade, gehackten Nüssen und fleur de sel ergibt eine Kombination, der ich schwer widerstehen kann...

 

Zutaten 8 Stück (in einer regulären Muffinsform):  

 

4 Eiweiß (ca. 120g)
90g Zucker (m: Rohrzucker)
40g Mehl
1 Msp Backpulver
20g Haselnuss, geröstet, gemahlen
50g Mandeln, geschält, gemahlen
100g Nussbutter (gebräunte Butter)
50g kandierter Ingwer
20g kandierte Orangenschale
 
50g Schoko-Drops
50g Pistazien, gehackt
fleur de sel

 

Zubereitung:

Die Butter bei niedriger Temperatur schmelzen und unter Beobachtung zu Nussbutter bräunen. Abkühlen lassen.

Die Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne duftend anrösten und fein mahlen. Kandierten Ingwer wie Orangenschale fein schneiden. Mehl mit gemahlenen Nüssen und Backpulver mischen.

Die Eiweisse und den Zucker mit dem Handmixer auf kleinster Stufe 1-2 Minuten anschlagen. Mehl-Nuss-Mischung sowie kandierte Früchte hinzugeben und verrühren. Ebenso die geschmolzene Butter unterrühren.

Abgedeckt etwa eine halbe Stunde kühl stellen - der Teig wird dadurch etwas fester..

Ofen auf 180°C (O/U-Hitze) vorheizen.

8 Mulden einer Muffinsform mit Backpapier auskleiden (m: nur den Boden mit Backpapier ausgelegt und die Ränder gefettet). 

Den Teig in die Vertiefungen verteilen. Mit einem kleinen Löffe in der Mitte ein Loch formen und darin die Schoko-Drops reinfüllen. Pistazien mittelfein hacken und mit jeweils einer Prise fleur de sel auf die acht Muffins verteilen. In den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen (m: etwas kürzer)

 

*Anmerkung m: Die Teigmenge ergibt ca. 24 Stück, wenn ihr die financiers wie in der Mini-Muffin-Form (∅ 50 mm) backt - welche ich nicht besitze. 

Sie financiers schmecken am zweiten und dritten Tag - wenn sie etwas durchgezogen sind - nur noch besser!
 
Eigentlich hatte ich vor gesalzene Erdnüsse zu verwenden, aber ich hatte noch Pistazien offen, daher griff ich wieder nach denen plus dem fleur de sel.

 

Originalzutaten nach Pierre Hermé:  

115 g de beurre (Nussbutter)
20 g de noisettes en poudre (geröstete, gemahlene Haselnüsse)
150 g de sucre glace (Puderzucker)
50 g de farine (Mehl)
2 g de levure chimique (Backpulver)
60 g d’amandes en poudre (gemahlene Mandeln)
140 g de blancs d’œufs (Eiweiß)

Original werden sie bei 200°C für 8-10min (in der financiers-Form) gebacken, 3 min in der Form gelassen bevor man sie zum völligen Auskühlen auf ein Küchengitter setzt.

Manipulation: Financiers mit Schokolade und Pistazien-Topping

Mittwoch, 11. November 2020


Kinder, bei diesem Rezept ist Vorsicht geboten! Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das so einfach weitergeben kann. Es braucht schon eine gestandene, moralische Haltung, um damit umgehen zu können. Mit diesen kleinen Schoko-Küchlein könnt ihr die Puppen tanzen lassen nach Gutdünken. Die sind sowas von eine Geheimwaffe!

Wie sagt Paule bereits, von der ich mich zu diesem Rezept habe inspirieren lassen: Wenn ihr jemanden, der Süsses mag, um den Finger wickeln oder euch bei ihm entschuldigen möchtet, dann backt ihm diese Schokoladen Financiers und ihr werdet alles bekommen, was ihr wollt! Glaubt mir!

Mit diesen Financiers habt ihr ein Pfand in der Hand, das euch den Weg bahnt, wohin ihr ihn lenken wollt. Ja, so leicht und schnell ist manchmal manipuliert. Das böse Wort Manipulation. Doch die Manipulation umgibt uns überall, sie ist allgegenwärtig, ihr ist nicht zu entgehen. Und meistens ist sie einem noch nicht einmal bewußt. Was übrigens eines der charakteristischen Merkmale der Manipulation ausmacht. Insgesamt umfassen vier typische Kennzeichen die Manipulation (ich habe mich schlau gemacht):

  • Der Beeinflusste durchschaut die Technik nicht oder nur teilweise
  • Der Beeinflussende übt das entsprechende Verhalten bewusst aus
  • Der Beeinflussende versucht einen eigenen Vorteil zu erreichen
  • Nachteile des Beeinflussten interessieren den Beeinflussenden nicht

Bereits bevor ich mich einschlägig ein bißchen eingelesen habe, sind mir direkt zig Beispiele aus dem alltäglichen Leben eingefallen. Jeder von uns kennt doch etwa die *Quengelware* direkt an der Kasse. Kein Geheimnis ist vermutlich auch, dass wir durch die meisten Geschäfte links herum geführt werden, weil die Wirtschaftspsychologie herausgefunden haben will, dass die Kunden auf diese Weise *kaufbereiter* sind. Aber nicht nur mit der Laufrichtung sondern ebenso wird mit Duft gearbeitet. Olfaktorische Neuromarketing nennt sich das dann. Ebenso was in Augenhöhe in den Regalen steht, ist bewußt gewählt uswusf. Wer eine ganz bestimmte Absicht verfolgt, der übergibt den Ablauf der Dinge äußert ungern dem Zufall.

Gerade was den Sektor des Konsum angeht, wird viel in Forschungsarbeit investiert, um entsprechend Manipulationstechniken anwenden zu können. So versuchen soziale Medien ihre Seiten nach den neuesten Hirnforschungen zu programmieren, um auf diese Weise ihre Nutzer maximal an sich zu binden - als kleines Beispiel rufe ich nur das *Endlos-Scrollen* auf, wodurch man deutlich länger digital an etwas kleben bleibt, als wenn Seiten immer wieder neu geladen werden müssen. Alle Social-Media-Apps beruhen auf dem Prinzip, Aufmerksamkeit zu gewinnen und ihre Nutzer süchtig zu machen, indem im Gehirn das Molekül für Lust, Motivation und Sucht freigesetzt wird: Dopamin - und das nicht rein zufällig, sondern die Software-Entwickler der Technologiekonzerne peilen eben diesen Effekt an.

Als kurioses Beispiel bin ich im Zuge meines kleinen Artikels über die englische Premierministerin Margaret Thatcher gestolpert, deren Biograph davon berichtet, dass diese Sprachtrainings besuchte, um ihre Stimme tiefer zu bekommen. Der wissenschaftliche Hintergrund dazu ist, dass Menschen mit tiefer Stimme auf andere (unbewußt) kompetent, physisch und mental stark, dominant und vertrauenswürdig wirken -  so dass diese häufiger in Führungspositionen zu finden sind, als Menschen mit hohen Stimmlagen.

Hüpfen wir weiter zur Rhetorik (übersichtliche und kurz und knackige Auflistung!) die mit einer ganzen Litanei von Techniken aufwartet, um mit diesen andere von sich zu überzeugen - worüber man sich im Gespräch vermutlich nicht sehr oft Gedanken macht. Es würde eine Unterhaltung auch nicht zwingend erquicklicher gestalten. Doch andererseits will man sich ja nicht (un)freiwillig von anderen vor sich hertreiben lassen, damit die ihre Ziele durchgesetzt bekommen. Ach, man könnte ewig über Beeinflussung von außen sinnieren. Dabei habe ich den umgekehrten Bereich, nämlich den der Autosuggestion, noch gar nicht touchiert. Und von dem richtig großen Fass und der eigentlichen übergeordneten Kerndisziplin der Manipulation, der Propaganda, lasse ich lieber die Finger - da konnte man sich schon immer nur die Pfoten verbrennen (sehenswerte Arte-Doku zu Covid). Denn wie proklamierte einst Franklin D. Roosevelt: *In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant.*

 


Was euch aber alle nicht voreingenommen werden lassen sollte gegen diese Schokoladen-Financiers. Ohne jeden Firlefanz sind diese Dinger eine kleine Naturgewalt von Süßigkeit, die viele Verwandte ihresgleichen in den Schatten stellen. Und obendrein sind sie (als gäb es der Vorteile nicht bereits genug) noch richtig schnell zusammengerührt. Ich kann mich Paule nur anschließen: sie sind einfach wunderbar weich, saftig, fast cremig. Und das Topping aus salzigen Pistazien, leicht scharfem Ingwer und der fruchtigen, kandierten Orange erfüllen einen Haufen Sehnsüchte auf einen Streich. Aber überzeugt euch selbst! Sonst heißt es nachher noch, ich wollte euch beeinflussen...

 

Zutaten - 8 Stück:

4 Eiweiß (ca. 110-120g)
100g Vollrohrzucker* 
100g geriebene Mandeln
15g Kakao
1 Pr Salz
140g Butter
1/4 TL Kardamom
 
25g kandierter Ingwer
25g kandierte Orange
25g salzige Pistazien
 

Zubereitung:

Die Butter vorsichtig bei niedriger Temperatur schmelzen und abkühlen lassen.

Die geriebenen Mandeln mit dem Kakaopulver in der Moulinette fein mahlen.

Die Eiweisse, Salz und Zucker mit dem Handmixer auf kleinster Stufe 1-2 Minuten anschlagen. Mandel-Kakao-Mischung hinzugeben und verrühren. Ebenso die geschmolzene Butter.

Abgedeckt über Nacht kühl stellen. Der Teig ist ungewohnt flüssig, wird aber durch die Kühlung wesentlich fester.

Am Backtag den Ofen auf 180°C vorheizen.

8 Mulden einer Muffinsform mit Backpapier auskleiden (m: nur den Boden) und die Ränder fetten. 

Den Teig in die Vertiefungen verteilen. Pistazien mittelfein hacken, kandierten Ingwer und kandierte Orange kleiner hacken und gerecht auf die acht Muffins verteilen. In den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen (m: etwas kürzer)

*Anmerkung m: der Vollrohrzucker macht sich besonders gut in den financiers/ wer mag, kann den Zucker etwas reduzieren - vielleicht backe ich sie das nächste Mal mit 80g Zucker und 120g Mandeln 

Die Teigmenge ergibt ca. 24 Stück, wenn ihr die financiers wie Paule in der Mini-Muffin-Form (∅ 50 mm) backt - welche ich nicht besitze. 

Sie financiers schmecken am zweiten und dritten Tag - wenn sie etwas durchgezogen sind - nur noch besser!

Inspiration: Paules.

 


 

Ei-Ei-Ei... Man braucht für diese financiers 4 Eiweiß - hier ein paar Rezepte, bei denen diese anfallen und verwertet werden wollen. Sonst habe ich sehr gerne verwendet für eine Mousse oder die Amarettini, die ich ebenfalls in sie Liste mit aufgenommen habe. Und auch einige Gnocchi benötigen oft nur das Eigelb (da stelle ich euch ja demänchst ebenfalls ein Board zusammen) oder viele Plätzchen. Kein Grund das Eiweiß zu entsorgen, denn man kann es hervorragend einfrieren: Eiweiß hält sich ca. 12 Monate im Froster.

 

      

      

      

Gastbeitrag: Erdbeerbisquitrolle von Hannah

Sonntag, 10. Mai 2020


Neulich im Bioladen I
Seit einigen Wochen gibt es nun unter meinen Gastbeiträgen ein kleines „Über Mich“. Da ist nun auch nachlesbar, dass mein Mann und ich einen kleinen Bio-Laden führen. Hier herrscht natürlich im Zeichen der Corona Pandemie nun auch seit Wochen Ausnahmezustand, was gerade von meinem Mann (ich bin derzeit nicht aktiv im Ladengeschehen dabei, weil wir ja unsere kleine Tochter daheim haben), viel Kraft, Flexibilität und starke Nerven abverlangt. Und auch hier -wie schon von Micha treffend bemängelt- ärgern wir uns über die absolut schwammigen und realitätsfernen Worte der Politiker: Da gab es am 20.03.20 die Rede von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in der er unter anderem proklamiert, dass der Ladenbesitzer „verpflichtet ist mit den Kräften, die er hat“ dafür zu sorgen, dass die Zugangsbeschränkungen für seinen Laden eingehalten werden und er „organisieren muss“, dass „weder im noch vor dem Laden Schlangen entstehen“. Wir hörten diese Worte Freitag abends um 22.30 Uhr und mussten nun eine Lösung finden, wie diese Forderung am nächsten Morgen ab 9.00 umzusetzen ist. Drei Kunden - dass es drei sein dürfen, schlossen wir aus dem „Versammlungsverbot“, was ebenfalls zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen wurde - dürfen sich gleichzeitig im Laden aufhalten, sieben wollen rein, eine Schlange darf nicht entstehen… Was macht man mit der Mutter, die mit ihren zwei Kleinkindern einkauft? Gelten die als „Eins“ oder als „drei Kunden“, während draußen fünf andere warten? Wirklich konkrete Aussagen fehlen und letztlich muss man sich alles irgendwie selbst zusammen schustern – von angemessenen und durchführbaren Zugangsbeschränkungen, Hygienemaßnahmen, Mundschutz nähen…

Völlig unbeeindruckt von dem ganzen Zinnober zeigen sich indes viele Angehörige der Risikogruppe Ü 70, 80, 90 Jahre. Weiterhin kommen sie täglich in den Laden, kaufen ihren Tagesbedarf, zahlen bar, das Angebot ihnen die Einkäufe zu liefern, lehnen sie dankend ab: „Ich will mich doch bewegen.“ Irgendwo auch verständlich.

Als unbeeindruckt, unzuständig und unzulänglich bewiesen sich auch diverse Behörden: Der Sohn einer Mitarbeiterin kam von seinem (aufgrund Corona abgebrochenem) Auslandsaufenthalt aus Kanada zurück. Am Flughafen Frankfurt erkundigte sich der pflichtbewusste junge Mann (seines Zeichens Pfadfinder), ob es für ihn irgendwelche Quarantäne Vorschriften gäbe, er irgendwas beachten müsse… Am Flughafen sagte man ihm, dass man nichts dergleichen wüsste und er sich bitte beim örtlichen Gesundheitsamt melden solle. Das tat er dann brav und auf seinen Anruf hin wurde ihm hier mitgeteilt, dass man dafür nicht zuständig sei, er solle sich bitte beim Ordnungsamt melden. Auch das tat er und auch hier war man eher überrascht und sagte ihm dann, man würde ihm ein Formular senden, das könne er ja mal ausfüllen und sie würden es zu ihren Akten heften. Als ich diese Geschichte hörte, musste ich wirklich auch lachen, denn wer kann von sich sagen, dass er mit 19 Jahren dermaßen pflichtbewusst gewesen ist und quasi seinem Quarantäneerlass hinterhertelefoniert? Wie dem auch sei, der Pfadfinder hat sich jetzt selbst 14 Tage lang Quarantäne verordnet. Wenn’s sonst hier niemand genau nimmt, dann wenigstens er…. Für mich hinterlässt diese Begebenheit wieder einmal das Gefühl einer gewissen Willkür der Maßnahmen ausgesetzt zu sein.

Für heute ein letztes Beispiel aus dem Ladengeschehen, was meinem Mann das Ladnerleben derzeit manchmal etwas schwer macht: Einer Kundin, die in der vergangenen Tagen immer wieder nach frischer Hefe gefragt hatte, konnte mein Mann sagen, dass heute endlich wieder eine Verpackungseinheit mitgeliefert worden sei. Erfreut ging die Dame zum Kühlregal und kam mit 10 Päckchen zurück. Zehn!!! Zwölf Päckchen sind in der Packung drin. Liebe Leute, wofür braucht ihr SO VIEL Hefe auf einmal? Und dass Hamsterkäufe keinen Sinn machen, und lediglich denen wirklich schaden, die nicht hamstern, sollten wir doch alle spätestens aus der Klopapiergeschichte gelernt haben.  Genug davon – wende ich meinen Blick in die Natur wird mir einmal mehr bewusst wie wie wohltuend und verlässlich diese doch immer ist. Mag auch das Weltgeschehen hohe Wogen schlagen, die Natur zeigt sich gänzlich unbeeindruckt und es wurde Frühling, die Obstbäume blühten, die Zwiebelblüher schoben sich aus der Erde, die Wiesen erst gelb von Löwenzahn, dann silbern von Pusteblumen und ganz verlässlich kommt jetzt die Erdbeerzeit. Und da ich von Michas Blog auch Verlässlichkeit gewohnt bin, Stichwort „Service Blog“ , reiche ich euch hier das Rezept für eine Erdbeer- Pistazienbisquit-Rolle durch. (Aus gegebenem Anlass: Ein Kuchen, der übrigens ganz ohne Hefe und mit sehr wenig Mehl auskommt.)

 
Das Rad bzw. die Rolle habe ich auch nicht neu erfunden, sondern mich dabei an zwei – ebenfalls sehr leckeren - Rezepten Erdbeertörtchen auf Pistazien-Biskuit und Erdbeer-Roulade mit Basilikum-Crème aus Michas Erdbeerrezeptefundus orientiert. 

Zutaten:

4 Eiweiß
4 Eigelb
80 g Rohrzucker + zum Bestreuen des Bisquits
40 g Speisestärke, gesiebt
40 g Mehl (h: Dinkel Vollkorn, gesiebt)
1/2 TL Weinsteinback-Pulver
40 g Pistazien, gemahlen

500 g Erdbeeren
250 g Quark 20%
100 g Mascarpone
125 ml Sahne
80 g cremiger Honig
3 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 TL Zitronenzesten
Mark ½ Vanilleschote
6 Blatt Gelatine

Mittelfein gemahlene Pistazien zum Bestreuen

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen.

Mehl und Speisestärke sieben mit gemahlenen Pistazien und Backpulver vermischen.

Eiweiß mit 2 EL Wasser sehr schaumig schlagen. Zucker einrieseln lassen und dabei weiter rühren. Bei sehr langsamen Rühren ein Eigelb nach dem anderen leicht unter die Eiweiß schlagen.

Das Mehlgemisch unter die geschlagene Eiweiß-Zucker-Mischung heben.

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech etwa 1- 2 cm dick verstreichen. 10 Minuten backen. Das Blech herausnehmen, den Bisquit mit etwas Rohrzucker bestreuen. Ein zweites Backpapier in Backblechgröße darüberlegen. Indem man beide Backpapiere zusammenhält den Bisquit drehen, sodass es nun auf der mit Zucker bestreuten Seite auf dem zweiten Backpapier auf dem Blech liegt. So auskühlen lassen. (Derart bleibt der Bisquit so biegsam, dass man ihn später rollen kann.)

250g der Erdbeeren mit dem Honig und den Zitronenzesten pürieren. Mit Quark und Mascarpone vermischen. Die Gelatine nach Packungsvorgabe in kaltem Wasser einweichen und anschließen ausdrücken. In dem Orangensaft auf kleiner Flamme auflösen lassen und mit der Erdbeer-Quarkmasse sorgfältig vermischen. Kühl stellen

Wenn die Gelatine anfängt anzuziehen, die Sahne steif schlagen und unterziehen. Masse wieder kühl stellen.

Restliche 250 g Erdbeeren in kleine Stücke schneiden.

Papier vorsichtig vom Bisquit abziehen und die Crème auf den Teig streichen. Anschließend die kleingeschnittenen Erdbeeren gleichmäßig auf der Crème verteilen.
Bisquit von der langen Seite her einrollen und im Backpapier eingepackt mindestens 4 h – gerne auch über Nacht - kühlen. Vor dem Servieren mit den gemahlenen Pistazien bestreuen.


©Hannah Nußbaumer, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ettenheim, wo sie mit viel Leidenschaft einen Bio-Laden betreiben. Hannah liebt als Gartenarchitektin das Leben mit und im Garten, das Sammeln, Ernten und Kochen. Ohne ihre beiden Herzensmenschen um sich herum wollte sie nicht sein, und ohne schöne (Kinder)Bücher, Stifte und der Möglichkeit sich draußen zu bewegen würde ihr etwas fehlen. Das Binden von Blumenkränzen, das Herstellen eines Hefeteiges sowie das (Er)kennen der uns umgebenden Umwelt sollte ihrer Meinung nach den gleichen Stellenwert haben wie Algebra und Grammatik.

Gastbeitrag: Hannahs Pistazienstangerl

Sonntag, 8. Dezember 2019


Es gab Zeiten in meinem Leben, da gehörten die nahenden Weihnachtsfeiertage eher zu den Tagen im Jahr, von denen ich mir wünschte, dass sie schnell vorübergehen mögen. Zu überschattet von unguten Gefühlen, zu anstrengend in ihrer Konstellation, zu viel Raum, um die eigene Traurigkeit zu spüren. Vielleicht auch ein "Klassiker": Weihnachten trifft man traditionell als "Familie" aufeinander und das kann durchaus mit Spannungen verbunden sein. Schließlich garantiert die Blutsverwandtschaft noch lange keine Harmonie. Und auch - oder gerade weil - wir uns an Weihnachten bemühten, etwas aufrecht zu halten, was es nie gegeben hatte, wurde die Sache nicht einfacher und vermutlich waren alle Beteiligten froh, wenn man am 27.12 das Rollenspiel wieder für ein Jahr beenden durfte.

Schon damals hatte ich im Gefühl, dass Weihnachten für mich erst richtig schön sein kann, wenn ich meine eigene Familie habe und vor allem, wenn ein Kind im Weihnachtszauber aufgeht und uns teilhaben lässt an seinem puren Staunen, seiner Freude und Ehrlichkeit.

So freue ich mich jetzt jedes Jahr mehr und anders auf die Weihnachtstage. Und wie sagt man: "Vorfreude ist die schönste Freude"  die Adventszeit spannt sich als Zeit der Vorfreude vier Wochen lang auf. Zu den schönsten Freuden im Advent gehört für mich - und vermutlich für viele, die hier auf Michas Blog in den letzten Tagen die Suchfunktion nach Lebkuchen, Kipferln und Co bemüht haben - das Backen. Ich gehöre nun nicht zu denjenigen, die ihre Adventsplätzchen schon früh im November backen. Bei uns gibt es die ersten Plätzchen zum 1. Advent und mit Backen beginne ich in der Woche zuvor, insofern kann ich Michas Einladung, hier ein Plätzchen-Rezept zu teilen auch erst nach gelungenem Versuch folgen.

Das Original Rezept stammt aus einem *Landfrauenkochbuch* von einer gewissen Christine Ameres und titelt als "Pistazienstangerln". Ehrlich gesagt finde ich  diese Bezeichnung nicht ganz so treffend. Man könnte sie auch "Nussecken" nennen. Aber was soll's? "Pistazienstangerln" habt ihr vielleicht noch nicht auf dem Plätzchenteller, Pistazien sind drin und geschmacklich sind sie top: eine Mischung aus Florentiner und Engadiner Nusstorte. Tja, und wieder einmal ist für mich erwiesen: In der Küche gilt durchaus - ganz wie in der Mathematik: Plus x Plus = Plus! Zudem sind sie schnell gemacht und benötigen keine "Reifezeit". Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie frisch am allerbesten schmecken. Optimal also für kurzentschlossene Adventsbäcker und -bäckerinnen. Ich habe das Originalrezept für uns etwas ins Vollwertige abewandelt (s. Ergänzung in Klammern):

Eine Adventszeit voller Vorfreude und Wunder wünscht Hannah... 
 

Zutaten:

Teig:
150 g Mehl (Dinkelvollkorn, gesiebt)
100 g Speisestärke (Mais)
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Ei
50 g brauner Zucker (Muscovado Vollrohr)
125 g weiche Butter

Belag:
100 g Butter
100 g braune Zucker (70 g Kokosblütenzucker)
2 EL Honig
1 EL süße Sahne
100 g gehobelte Mandeln
100 g gehackte Pistazien
(+ 30 g Walnüsse, grob gehackt)
(+ Mark ½ Vanilleschote)

Zubereitung:

(Gesiebtes) Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen. Ei, Zucker und weiche Butter zugeben und alles gut verkneten. Teig kalt stellen.

Für den Belag Butter, Zucker, Honig und Sahne (und Vanillemark) aufkochen. Mandeln, Pistazien (und Walnüsse) unterrühren. Masse auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Ofen auf 175 Grad O/U Hitze vorheizen.

Den Teig auf einem bemehlten Backpapier auf Backblechgröße auswellen. Auf dieses ziehen und mit der Nussmasse bestreichen.

Im heißen Ofen ca. 20-25 Minuten backen.

Das erkaltete (!) Gebäck in Wunschformen – Stangen, Rechtecke, Rauten…- schneiden.



©Hannah Nußbaumer, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ettenheim, wo sie mit viel Leidenschaft einen Bio-Laden betreiben. Hannah liebt als Gartenarchitektin das Leben mit und im Garten, das Sammeln, Ernten und Kochen. Ohne ihre beiden Herzensmenschen um sich herum wollte sie nicht sein, und ohne schöne (Kinder)Bücher, Stifte und der Möglichkeit sich draußen zu bewegen würde ihr etwas fehlen. Das Binden von Blumenkränzen, das Herstellen eines Hefeteiges sowie das (Er)kennen der uns umgebenden Umwelt sollte ihrer Meinung nach den gleichen Stellenwert haben wie Algebra und Grammatik.

Pesto Royal: Koriander-Minz-Basilikum-Pesto mit Avocado

Freitag, 26. Mai 2017

Eine Lustwanderung durch den Garten, um alle benötigten Kräuter einzusammeln und binnen 15min steht ein köstliches Pastagericht auf dem Tisch. Die Inspiration ging wieder von Alex von foto e fornelli aus. Ich bin geneigt, mich dazu hinreißen zu lassen zu behaupten, dass das für mich das beste Pesto ever ist. Ein Essen, ideal für einen güldenen Mai-Tag!

Zutaten:

1 Bund Koriander
3 Zweige Minze
7 Zweige  Basilikum
50g Pistazienkerne
3 Knoblauchzehen
1 Avocado
2 EL Limettensaft
fleur de sel
Piment d'Espelette
Pfeffer
Olivenöl

200g Spaghetti (m: mit Tomate und Qunioa)

Zubereitung:

Die Zutaten für das Pesto in einem Mixer fein pürieren. Parallel die Spaghetti in reichlich Salzwasser garen - beim Abschütten etwas Pastawasser auffangen.

Das Pesto mit den Spaghetti vermengen und zur idealen Konsistenz mit Pastawasser vermengen. Sofort servieren.

Kuchenbeere: Tarte mit Ribiseln

Sonntag, 3. Juli 2016

Der Habib nennt sie Träuble, die Fränzis heißen sie *groseille* und heute habe ich mir den Namen der Bayern und Östreicher für die Johannisbeeren rausgepickt: Ribisel. Er lockt der doch recht säuerlichen Frucht die meiste Lieblichkeit raus.

Essen wir fast alles Obst frisch und sonnenwarm direkt zu unserem morgendlichen Porridge, so bilden die Johannsibeeren die Aussnahme: die sind uns beiden zu sauer. Marmelade koche ich nur noch sehr wenig - angepaßt an unseren Verbrauch. Aber Johannisbeere-Himbeere MUSS sein für (weiß es jemand tatsächlich noch nicht?) nämlich für mein Dauerlink Richtung welterstes DUBB-Rezept, für meine Linzer.

Ansonsten verbacke ich die Johannisbeeren sehr gerne in Kuchen. Ich glaube, den Sommer ohne Tarte mit Johannisbeeren, den gabs in den letzten 11 Jahren nicht. Und da die Sonne hier wieder für schönstes Grillwetter scheint, brauchts ebenso oft einen süßen Ausklang. Die Süßigkeiten am Schluß vom Grillen kann man gar nicht hoch genug bewerten, denn während alle gerne Salat oder ähnliches dafür mitbringen, bleibt der zuckrige Kontrapunkt schnell vergessen. Nicht mit mir und nicht auf unserer Terrasse  :).
Zutaten:

200g Mehl
50g Pistazien, gesalzen
60g Rohrzucker
140g Butter, kalt, in Flöckchen
50g Quark
etwas kaltes Wasser

200g Crème fraîche
100ml Sahne
2 Eier
15g Speisestärke
60g Rohrzucker
3 EL Cassis
1/2 Limette, Abrieb davon
450g rote Johannisbeeren

Zubereitung:

Für den Tarteteig die Pistazien fein mahlen und mit den restlichen Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank eingewickelt ruhen lassen.

Eine Tarteform buttern. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Tarteteig auswellen und die Tarte mit einem hohen Rand auskleiden. Mindestens 20min in die Tiefkühle stellen.

Währenddessen die Johannisbeeren entrispeln. Die Speisestärke mit der Sahne klümpchenfrei verquirlen. Aus Eier, Crème fraîche, Sahne und Zucker eine homogene Crème rühren mit Hilfe eines Handrührers. Mit Cassis und Limettenabrieb abschmecken. 3/4 der Beeren untermischen.

Den Ofen auf 190° (Umluft) vorheizen.

Die Früchtemasse auf den Boden der Tarte kippen und glatt streichen. Die restlichen Beeren darüber streuen und den Rand umklappen.

Die Tarte in den heißen Ofen schieben und 20min backen, dann auf 180° runterschalten und weitere 25min backen - gegebenenfalls die Tarte abdecken, damit sie von oben nicht zu dunkel wird. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.



Einges mit Johannisbeeren habe ich für euch von hier zusammen gesucht - sowohl als Einzeldarsteller wie in Kombi mit all den anderen Früchten, die gerade reif sind. Und zu guter letzt weise ich euch auf das Chutney mit Johannisbeeren hin - ebenfalls eine super Idee.




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