lucky: Kartoffelkuchen mit Reblochon
Montag, 17. September 2018
In meiner Instagramwelt (zugegeben eine sehr überschaubare) mehrt sich ein und dieselbe Spezies von jungen, gertenschlanken Mädchen. Sie alle machen Yoga, ernähren sich vegan, surfen wenn möglich an Traum-Stränden, kleiden sich gerne in Bio-Baumwolle und schminken sich mit Bio-Kosmetik. Voll pc. Ein zertifiziertes, Scheckheft gepflegtes, Mainstream taugliches, TÜV geprüftes schönes Leben.
Gerne spicken sie ihre Bilder mit Hashtags wie #blessed oder #graceful und Teebeutelweisheiten wie #live your dreams out. Hey, nix dagegen. Solln se machen. Ich gönne jedem alles ( siehe Mme Vogel: *ich habe mein Leben, meine Liebe und sonst nix zu verlieren, wie könnte irgendjemand damit konkurrieren). Was mich nur irritiert: warum dabei eine einzige Lebensvorstellung reproduzieren? Warum nicht mal Yoga-Häkeln-Bonsai-Bäume-züchten. Oder Surfen-Singen-Seidenmalerei. Warum sich keinen individuellen Weg suchen, sondern einer Bewegung nacheifern? Und jeder ahnt, dass man nun mal nicht beides haben kann: Individualität und Gruppe.
Mir spielt mein hauseigenes Radio beim Gucken derlei Bilder gerne den alten, anstrengenden Kylie-Gassenhauer ein:*I should be so lucky, lucky, lucky, lucky*. Du meine Güte, sind die glücklich. Ein einziges verstreuen von glizzernden *Gute-Laune-Konfettis*. Aneinandergereihte, strahlende Selbstportraits mit unkaschiertem Bilderbuch-Ego. Da bekomme ich dann doch etwas Brechreiz. Bei diesem Vibe à la: *Und du könntest das auch sein, wenn du es nur so machst wie ich. Mir nach Richtung Grinsekatze, ich weiß, wie's geht*. Logo, da ist man sich seiner Funktion als Influencer bewußt.
Die Welt ist eine große Spielwiese. Darauf dürfen sich nicht nur alle Selbstinszenierer dieser Welt ausprobieren. Keine Zensur von mir. Muss jeder für sich selbst wissen. Nur wundern darf ich mich ja. Dass das so funktioniert. Dass denen das so *abgekauft* wird. Jeder, der seinen Kopf einigermaßen gerade auf das Untergestell gesetzt bekommen hat, stellt irgendwann (eher früher als später) fest, dass Leben alles andere als reines Zuckerschlecken ist. Selbst wenn man mal einen Lauf hat, braucht man nur nach rechts und links zu gucken, und sollte wieder reguliert sein. Himmel, was kann es Schicksalsschläge hageln!
Die Frauen des Naturvolks der Sahara, den Touareg, rufen in Momenten der Freude gerne diesen hohen, schwingenden Ton aus (Ululation), der so typisch ist für weite Teile Afrikas und Arabiens, nur dass sie sich dabei sanft mit der flachen Hand auf den Kopf schlagen. Bloß nicht übermütig werden, nur den Kopf dabei nicht zu hoch recken, keine schlafenden Hunde wecken. Uralte Weiseheit: Wenn das Pendel in die eine Richtung schwingt, dann schwingt es auch wieder in die andere. Für alles zahlt man einen Preis. Daher halten sie sich an die drei unscheinbaren Tugenden: Mäßigkeit, Nüchternheit, Bescheidenheit. Bon, die Mädels pflegen keine Instagram-Accounts und Follower und Werbedeals würden sich auf diese Weise wohl auch nicht rekrutieren lassen. Zumal *Follower* durch die Wüste bringen... oh, da könnte der Habib Geschichten erzählen...
Für uns gibts dazu ein fürstliches Salat-Plus-Essen. Kartoffel-Käse-Glück für alle, die Kartoffel-Käse-Glück zu schätzen wissen. Samt Tomatensalat und Blattsalat als blaublütige Begleitung...
Für uns gibts dazu ein fürstliches Salat-Plus-Essen. Kartoffel-Käse-Glück für alle, die Kartoffel-Käse-Glück zu schätzen wissen. Samt Tomatensalat und Blattsalat als blaublütige Begleitung...
Zutaten 2P - kleine Kuchenform:
600g Kartoffeln (m: Charlotte)
einige Blätter Salbei
1 Eier, groß
(oder 2 kleine)
100ml Sahne
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette
60g Reblochon
Butter für die Form
Zubereitung:
Ofen auf 200° vorheizen.
Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln. Von den Salbeiblättern die Mittelachse entfernen und in feine Streifen schneiden. Käse leicht entrinden und in Würfel schneiden. Die Form buttern.
Eine Lage Kartoffelscheiben auf den Boden schichten, sowie auf den Rand (m: habe auch eine Schicht über die Kante geschichtet). Dann jeweils leicht salzen und pfeffern und etwas Salbei darüber geben sowie einige Käsewürfel. So weiter schichten und mit einer Lage Kartoffeln abschließen. Die Oberfläche mit flüssiger Butter bepinseln.
Sahne und Eier verquirlen und darübergießen. Falls die Springform nicht gut schließt, einen Bogen Alufolie von außen um die Form legen, damit nichts auf den Backofenboden tropft, oder die Form auf ein Backblech stellen.
Das Gratin etwa 45min backen (gegebenenfalls abdecken mit Backpapier, sollte es zu dunkel werden) oder am Ende unter den Grill stellen, damit es goldbraun aussieht... Messerprobe: der Kartoffelkuchen ist durch, wenn das Messer ohne Widerstand durchgeht.
Vor dem Anschneiden noch wenigstens 5-10min ruhen lassen.
600g Kartoffeln (m: Charlotte)
einige Blätter Salbei
1 Eier, groß
(oder 2 kleine)
100ml Sahne
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette
60g Reblochon
Butter für die Form
Zubereitung:
Ofen auf 200° vorheizen.
Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln. Von den Salbeiblättern die Mittelachse entfernen und in feine Streifen schneiden. Käse leicht entrinden und in Würfel schneiden. Die Form buttern.
Eine Lage Kartoffelscheiben auf den Boden schichten, sowie auf den Rand (m: habe auch eine Schicht über die Kante geschichtet). Dann jeweils leicht salzen und pfeffern und etwas Salbei darüber geben sowie einige Käsewürfel. So weiter schichten und mit einer Lage Kartoffeln abschließen. Die Oberfläche mit flüssiger Butter bepinseln.
Sahne und Eier verquirlen und darübergießen. Falls die Springform nicht gut schließt, einen Bogen Alufolie von außen um die Form legen, damit nichts auf den Backofenboden tropft, oder die Form auf ein Backblech stellen.
Das Gratin etwa 45min backen (gegebenenfalls abdecken mit Backpapier, sollte es zu dunkel werden) oder am Ende unter den Grill stellen, damit es goldbraun aussieht... Messerprobe: der Kartoffelkuchen ist durch, wenn das Messer ohne Widerstand durchgeht.
Vor dem Anschneiden noch wenigstens 5-10min ruhen lassen.












