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Traute/r: veganer Bananenkuchen

Sonntag, 8. Juni 2025

 

Gerade wurde mir wieder vor Augen geführt, wie gestärkt jemand ins Leben startet, dessen Eltern sich wirklich mochten. Aus der Pool-Position quasi - mit der Extra-Portion Urvertrauen. Mama Erde trägt dich, Papa Himmel bläst dir Rückenwind. Kinder, die so aufgewachsen stolpern weniger über ihre eigenen Füße, sorgen sich nicht, dass immer was passieren kann, die trauen sich was, die lassen sich nicht so leicht entmutigen. Viel zu selten hört man den Satz: ich hatte eine glückliche Kindheit! Gut, wo soll sie herkommen auf einem Kontinent, über den zwei Weltkriege hinweggefegt sind (Das also ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortwährend immer neue Kinder muss gebären. Schiller) Traumata vererben sich weiter - das weiß man heute.

Als Kind lebt man vor allem in Atmosphäre, in Stimmungen. Und diese Eindrücke gehen viel tiefer als die eigentliche Erziehung à la *sitz gerade, schmatz nicht oder mache die Tür hinter dir zu...*.

Eltern, die sich gern haben, vertrauen einander. Und lassen sich frei. Etwas, das immer Hand in Hand geht. Ich hatte es auf Insta mal davon. Das Faszinierende ist, dass das Gute wie ein einziges Häkelwerk verkettet und miteinander verwoben ist. Keine Hingabe ohne Mut, kein Mut ohne Vertrauen, kein Vertrauen ohne Ehrlichkeit, keine Ehrlichkeit ohne Offenheit, keine Offenheit ohne Aufrichtigkeit, keine Aufrichtigkeit ohne Anständigkeit, keine Anständigkeit ohne Werte, keine Werte ohne innere Orientierung uswusf...

Früher, als junges Mädchen, bin ich immer davon ausgegangen, dass alle Paare gleich begonnen haben. Ihr wißt schon: verliebt, verlobt, verheiratet. Aber auch davon hatte ich es bereits - falsch gedacht. 

Es braucht neben echter Zuneigung eben auch zwei Menschen, die beziehungsfähig sind. Als erwiesen kann man annehmen, dass Kinder ab einem gewissen Alter alle Streitigkeiten auf sich beziehen mit der Folge, dass sie sich dafür verantwortlich und schuldig fühlen. Das wird kein einfaches Unterfangen, solche Mechanismen später abzulegen. Frei aufzuspielen kann man auf diese Weise in Partnerschaften bestimmt nicht. Weil ja das Vertrauen fehlt. Eben auch in sich selbst. Und gespiegelt wird von seinem Gegenüber.

Nur vertrauenswürdig sollte der Gefährte/ die Gefährtin halt schon sein. Trau-schau-wem! Denn wem willst du vertrauen, wenn nicht deinem Allernächsten. Demjenigen, mit dem du durchs Leben gehst, mit dem du dir Tisch und Bett teilst? Lieber deinem Nachbar, der Politik, einem x-beliebigen Fremden? Wahrlich, ein Hauptgewinn, wer eine Traute, einen Trauten hat... 

Ohne Vertrauen, ohne Freiheit, ohne Frieden - ist alles nix. Auch Mut gehört zur Grundausstattung um lebenstüchtig zu sein. Wer all das nicht von Haus aus mitbekommen hat, sollte sich im Wandeln, Emanzipieren, Überwinden üben. Oberste Aufgabe - vor allem anderen -  bleibt nun mal die Selbstverantwortung: sich selbst stabil auf zwei Beine zu stellen. Wie sagte es der kleine, krebserkrankte Junge, den ich immer wieder zitiere: *Mutig sein, an sich glauben und jeden Tag beten.* Das dürfen auch jene nicht aus den Augen verlieren, die von der Pool-Position aufs Gas drücken, die Geburtsstarken. Die laufen nämlich leicht Gefahr, sich im Dienst für andere zu übernehmen...



Es gibt bereits einen Bananenkuchen auf diesem Blog: der purbeste Bananenkuchen

Heute zeige ich euch einen einfachen Bananenkuchen, der schnell zusammengerührt ist und mir wirklich gut geschmeckt hat. Dabei könnt ihr euch aussuchen, welche Konsistenz ihr bevorzugt. Noch lauwarm angeschnitten, ist es fluffig. Aus dem Kühlschrank genommen wird die Krume deutlich fester. Ich mochte beides gern.

Ach, und da der Kuchen auf einem Blumenbild gebettet ist: was meint ihr, wieviel Wildblumen kennt ein Deutscher durchschnittlich. Also inklusive Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennessel? Und was würdet ihr tippen? Nun, es sind sieben. Wieviel Blumen kennt ihr par coeur (vom Herzen wie der Fränzi so hübsch sagt, wenn er auswenig meint)? 


Zutaten - eine kleine Kastenform:

feuchte Zutaten
2 reife Bananen
120ml Ahornsirup
4 EL Kokosöl
5 EL pflanzliche Milch
(m: 1 EL davon Mandelmus)
....
trockene Zutaten
70g zarte Haferflocken
170g Mehl (m: 70g Einkorn-VK, 100g D1050)
Walnüsse (m: 70g Mandeln/ Haselnüsse)
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
(plus m: 1/2 TL Sugar Spice)
1 Pr Salz

Zubereitung:

 Ofen auf 180°C vorheizen & eine 20 cm Kastenform einfetten - m: mit Backpapier ausgelegt

Bananen zerdrücken und mit den feuchten Zutaten vermengen.

Walnüsse grob hacken und mit den trockenen Zutaten unter die feuchten Zutaten unterrühren. Teig in die Form geben, glatt streichen & ca. 35 Minuten backen.


ein guter Mensch - vegane Ofen-Bällchen

Dienstag, 7. Mai 2024


Habt ihr 6 Minuten? Dauert deutlich länger als ein Reel von maximal 90 Sekunden. Wobei die durchschnittliche menschliche Aufmerksamkeitsspanne bei der Mediennutzung angeblich bei gerade mal 8 Sekunden liegt. Dank App-Entwickler aber mit längerer Häftung. Viel längerer. Anna Barling hat sich in ihrem Poetry Slam über  die Menschen, die sich in den Reels (Stories ectpp...) selbst darstellen und zwar bevorzugt als guter Mensch, Gedanken gemacht (s.u.) . Und ich mir dann auch.

Ich finde, Anna macht das nämlich gut, wie sie diesen medialen Vorzeigemensch immer schneller um sich selbst drehen läßt und ihn dabei in seiner ganzen scheinbaren Mustergültigkeit präsentiert. Mit der Wirkung, dass er in seiner hübsch beleuchteten Vorbildlichkeit erschlägt und allen anderen nur zu klar vor Augen hält, dass sie sich gar nicht erst auf den Weg machen müssen - sie können dabei nur grandios scheitern. Man braucht gar nicht erst versuchen, sich von seinem Sofa aufzuraffen, denn all das ist nicht zu leisten.

Mehr noch veranschaulicht Anna aber, dass das Sezieren über Maß und Zahl den Tod bringt. Man meint, eine immer feinere Analyse müsse zwangsläufig mit mehr an Erkenntnis einher gehen. Stattdessen fehlt den tausend Schnipsel jeder Zusammenhang, stattdessen führt die Überdosis an Information nur zur Verwirrung bishin zum Herzstillstand. Das Gefühl erdrosselt und erschlagen von all den verknoteten Spaghettis im Kopf. Das Auseinandernehmen, die Analyse der Welt über die mentale Ebene führt grundsätzlich ins Leere und nie zu einer Lösung, denn - das kann man sich gar nicht bewußt genug machen - im Raum kann man die Dinge endlos hin und her verdrehen: es läßt sich stets auf ein Argument ein Gegenargument zu finden. Hey, und wozu sich bei dem Thema *guter Mensch* auch das Gehirn verrenken? Wir wissen ( par coeur - auswendig, vom Herz wie der Fränzi so hübsch sagt), was anständig und unanständig ist. Und wenn man gezwungen ist, das erklären zu müssen, ist eh rum.

Mir fällt dazu als allererstes eines meiner spirituellen Vorbilder ein: der Leibarzt des Dalai Lama. Sieben Jahre war er in einem chinesischen Konzentrationslager inhaftiert und wurde auf alle erdenklichen Arten gequält. Er hielt dagegen mit ehernem Aushalten und eisernem Festhalten an die unsichtbare Welt durch Gebet. Nie ließ er sich von all den grauenhaften Misshandlungen hinreißen in Wut, Zorn oder Aggression zu geraten. Stattdessen nahm er die Situation an als Teil seines Lebensplans, erklärte sich seine Lage damit, dass er oder seine Familie in der Vergangenheit wohl schlechtes Karma angehäuft haben und er nun die Gelegenheit erhält, davon abzubauen. Wie übermenschlich!

Definitiv Next Level von *Doch ich sage euch: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! (Matthäus 5,39). Es ist, wie unbeirrbar der Leibarzt des Dalai Lama an seiner inneren Wahrheit festhielt, während er so leiden mußte, was mich tief beeindruckt. Und was eine Größe der Selbstbeherrschung und Entsagung! Allerdings ging die Zeit nicht spurlos an ihm vorbei. Als er nach seiner Freilassung wieder seinen Beruf als Arzt aufnahm, musste er zugeben, dass sein Glaube an die Spezies Mensch Schaden genommen hatte: was Menschen Menschen antun können...Das Böse im Mensch.

Das tönt so anders wie diese verblendete medial propagierte Fit-For-Fun-Mentalität. Als wäre Erde nur zur Bespaßung erdacht. Ja, zugegeben, ich hätte es ebenfalls gerne lustiger, leichter, heiterer. Aber um die Mischung kommt wohl keiner, kein Rosinenbrötchen ohne Brötchen... oder so...Komm, eine kleine Reel-Break für alle Yogis: Happy Baby mit Baby (Zucker!)

Von einer Freundin bekam ich das Buch *Goehte - der heilkundige Dichter* geschenkt, gespickt mit viel Anregung und Ermutigung für mich, als ich es brauchen konnte. Wie sehr Goethes Biographie gekennzeichnet war von Krankheit und Trauer, war mir nicht geläufig. So finden sich Zitate wie *Der Mensch, der nicht geschunden wird, wird nicht erzogen.* Oder:

*Unglück bildet den Menschen und zwingt ihn sich selber zu erkennen
Leiden gibt dem Gemüt doppeltes Streben und Kraft
uns lehr, eigener Schmerz, der anderen Schmerzen zu teilen
eigener Fehler erhält Demut und billigen Sinn*

Als großen Möglichkeit zur Heilung setzt Goethe neben der Natur u.a. die Tätigkeit. Und zwar niemand, der fleißig ist, um einen bestimmt Zweck damit zu erreichen, um zu beeindrucken, Erfolg zu haben, befördert zu werden, der Anerkennung und des Ruhmes wegen, für Geld, Klicks oder Medaillen, der alles tut, um wahrgenommen zu werden, dabei sich selbst ausbeutet und seine Würde vergißt, weil er geliebt werden mit gelobt werden verwechselt,... Nein, Menschen, die aus sich heraus tätig sind - Intrinsische Motivation genannt.- aus Neugier, aus Spaß am Machen, aus Lust am Ausprobieren und am Aufbauen, weil tätig sein lebendig sein bedeutet und darin Werden und Entwicklung enthalten ist.

Als Teil des Heilens empfiehlt Goethe weiter, sich selbst eine Stimme zu geben, das, was im Inneren in Bewegung ist, nach außen zu setzen, um es sich bewußt zu machen - sei es durch Gespräche oder Kunst. Die Kraft des Rückzugs, Begleitung von liebevolle Herzen, der Natur... das Buch kam wirklich genau richtig.

Tsss, jetzt schreibt die Alte nur so selten und dann muss es direkt wieder so schwer und gesellschaftskritisch sein, denkt ihr vielleicht. Stattgegeben. Aber das Schöne daran ist, dass ich mir aus der sog. Gesellschaft - rein gar nichts mache. An ihr spiegelt sich lediglich der Zeitgeist prima wieder. Mit Gesellschaft als solcher halte ich es ganz mit Byul-Chun Han: im Neoliberalismus ist im Sinne von Miteinander oder Schicksalsgemeinschaft nichts mehr übrig. Was bleibt ist eine uniforme Masse, die in der Sicherheit der Mehrheit unterschlupft und Konsens braucht. Ein Individuum aber ist nur an anderen Individuen interessiert und sucht mit denen Begegnung und Austausch.

 


Auf diese Weise oder so ähnlich sind wir im Mai gelandet - einer der schönsten Monate im Jahr. Einer der schönsten Monate in der Drôme. Ich sammle Kräuter und Gewürze, gehe Blumensträuße pflücken, tüttle Tomatenbabys und freue mich auf die Wildorchideen-Wanderung diese Woche. Nebenher wird gekocht. Immernoch täglich. Heute stelle ich euch wieder einen Liebling vor, Gemüse-Bällchen aus dem Ofen. Gut gefallen an dem Rezept hat mir, gleichzeitig die Süßkartoffeln in den Ofen zu schieben. Und durch die Backofen-Zubereitung kann man das Rezept leichterdings auf viele Mitesser ausweiten. Obendrein benötigen sie wenig Fett - kurzum: werden wohl in einer lang angekündigten Zusammenfassung wieder auftauchen...

 

Zutaten 2-3P/ 18 Bällchen:

2 Süßkartoffeln 
1 EL Öl 
1 TL Knoblauchflocken 
1 TL gemahlener Kreuzkümmel 
1 TL Paprika 
Salz nach Geschmack
 ...
für Kichererbsenbällchen: 
1 Zwiebel 
2 Knoblauchzehe 
1 Karotte
ca. 220g Pilz
1 Dose Kichererbsen (von 400g)
40g Hafermehl 
je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel/ Paprika/gemahlener Koriander 
Kräuter-Salz 
1/2 TL Pimenton de la vera
Harissa
25g frischer Dill, fein gewogen
 

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln schälen, in Scheiben schneiden zwischen einem halben und einem Zentimeter. Aus den anderen Zutaten eine Marinade mischen und die Süßkartoffel-Scheiben darin marinieren.

Für die Bällchen die Zwiebel fein würfeln, ebenso den Knofi. Die Pilze fein/ mittelfein hacken. Die Karotte fein reiben.

In Olivenöl die Zwiebel glasig braten, Knofi zugeben, Karotte und Pilze und einige Minuten dünsten. Zuletzt die Gewürze untermischen.

Die Kichererbsen gut abtropfen lassen, dann mit einer Gabel gut zerdrücken/ zerstoßen. Nun alle Zutaten in einer Schüssel - inklusive Dill und Hafermehl - vermischen. Mit eingeölten Händen 18 Bällchen formen und in eine ofenfeste Form setzen.

Je nach verfügbarer Form Süßkartoffeln und Bällchen zusammensetzen (ich habe 2 Stück genommen), mit Alufolie abdecken und bei 180° etwa 35min in den heißen Ofen schieben. Die Bällchen habe ich die letzten 5 min die Alufolie weggenommen.

Anmerkung m: bei uns gabs etwas Kräuter-Couscous dazu und eine Joghurt-Sauce, außerdem fermentierten Rettich - sehr lecker!

 Quelle: we cook vegan (youtube)

 

7x7 auf einen Streich: Linsen-Gottebullar

Samstag, 4. November 2023


Als das komplette Backblech mit - genau genommen - 50 Linsenbällchen gefüllt war, dachte ich mir: Mon Dieu, wer soll das alles essen. Da hätte uns die Hälfe lässig gereicht.

Aber ums vorweg zu nehmen: alle sind vernichtet. Ich habe beim ersten Mal die Pilzsauce zu den Gottebullar zubereitet, dann natürlich begleitend zu meinen hochgeschätzten Metallica-Bowls, es gab die Paprika-Sauce dazu und zuletzt eines meiner liebsten und unkompliziertesten Kohlrezepte: scharf angebratene Kohlspalten mit in etwa dieser Sauce . Bref: bloß das Rezept nicht halbieren - ihr würdet es schwer bereuen. Und aufgetaut und angebraten sind die kleinen Bällchen schnell, werden schön knusprig und brauchen nicht viel Fett.

Irgendwie komme ich mir die letzte Zeit manchmal komisch vor, übers Kochen zu schreiben. Wie es in meiner Kindheit so gerne hieß: du ißt deinen Teller nicht auf und in Afrika verhungern Kinder. Wobei ich streng erzogen wurde. Der Teller musste aufgegessen werden, das war gar keine Frage. Meine Meinung als Kind interessierte niemanden. Dabei hatten die Hände auf dem Tisch zu liegen, die Handgelenke an der Tischkante. Man durfte mitessen aber nicht auffallen, Kindergeplapper war nicht erwünscht. Eben nettes Miteinander am Eßtisch - als hätte man Kinder nur dem Drill zuliebe...

Naja, und heute vergleiche ich selbst in meinem Kopf mein Leben hier mit einem Leben dort. Und dann scheint es mir so banal, so ignorant, so komplett selbstbezogen über Eßgeschichten zu schreiben. Woanders kämpfen Menschen ums Überleben, können eingesperrt von Grenzzäunen nicht entkommen, sondern nur zwischen Trümmern fliehen, ohne Strom, Wasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung, umgeben von Tod, Verlust und drohenden Seuchen. Wie könnte eine Hölle toppen, was auf Erden passiert? Geht das, Unrecht nicht als Unrecht zu erkennen? Irgendwie klappert der Zeitgeist permanent ab, wo man steht.

Ein Bewußtseins-Booster, dass der Alltag gar nicht so beschißen sein kann, als dass man nicht dankbar sein muss, sich um den ganz alltäglichen Kram kümmern zu dürfen. Und zwischendrin kann man - wie jeden Tag - überlegen, was koche ich heute, wie bekomme ich uns heute satt. Besser kanns kaum laufen. Was man hat, ist nix wert... Erich Maria Remarque fällt mir ein und *das Kuhglück*, von dem die Jugend träumte, während ihre Welt aus den Fugen geraten war. Kuhglück als unerreichbarer, unvorstellbarer, friedlicher, einförmiger, spießiger Alltag. Keiner weiß, wann der Wind wieder dreht, wieviel Dosis man in einem Leben davon geschenkt bekommt...



Wie alle Puffer aus Linsen, tut auch diesen gut, von Sauce oder Dipp flankiert zu werden. Wobei ich schon deutlich trockenere Exemplare zubereitet habe. Diese Linsen-Bällchen, zu denen mich Ulrike von Küchenlatein angestiftet hat, kommen definitiv unter die besten, die ich je aus grünen oder braunen Linsen gemacht habe. Ihr werdet ja... eines Tages... bei der großen Puffer-Zusammenfassung noch sehen! Danke, Ulrike, für die schöne Inspi!


Zubereitung - 50 Stück:

200g Grüne Linsen, mindestens 6 Stunden eingeweicht
75g Graupen
100g Champignons, in Scheiben geschnitten
1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben 
2 TL Kreuzkümmel
60g Sonnenblumenkerne, geröstet
100g Spinat (m: teils Petersilie)
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, geschält, gewürfelt
2 Zehe Knoblauch, geschält, gewürfelt 
2 TL Thymian
75g Haferflocken
2 Essl. Sojasauce
30g Apfelessig
75g Kartoffelmehl
1 Ei, Größe M
Harissa
Salz
Pfeffer

 


Zubereitung:

Linsen gut abtropfen lassen. Graupen nach Packungsanweisung 20 Minuten kochen und abtropfen lassen.

Eine Pfanne mit der Hälfte des Öls erhitzen. Zuerst die Pilze anbraten, bis sie leicht goldbraun sind. Zwiebel und Knoblauch dazugeben und 5-6 Minuten weiter braten. Zum Schluss den Spinat zufügen.
Alles zusammen mit den Sonnenblumenkernen, den eingeweichten Linsen, Graupen, Haferflocken, Sojasauce, Muskatnuss, Apfelessig, Kartoffelmehl, Thymian, Kreuzkümmel, Harissa und Ei in in eine Küchenmaschine (Food Prozessor) geben. Etwa 2 Minuten grob vermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllung auf die Größe einer Walnuss (15 Gramm) (m: möglicherweise größer geformt, nicht gewogen) formen (m: mit freuchten Händen) und auf ein gefettetes Backblech legen. Im Ofen bei 150° ca. 15 Minuten backen.

Anmerkung m: Gewürz-technisch habe ich meinen Senf dazu gegeben - das Original könnt ihr bei Ulrike sehen/ wieviel Bällchen pro Person hängt vom begleitenden Gericht ab - ich würde mal durchschnittlich mit 5-6 Stück rechnen.

Quelle: Ulrike aka Küchenlatein

 

völlig falscher Hase 2.0 - Grünkernbraten

Sonntag, 16. April 2023


Zurück zum Kerngeschäft eines Foodblogs: Essen.

Gerade ist ja Saure-Gurken-Zeit: die Kartoffeln treiben, die Karotten werden holzig, der Lauch ist kurz davor zu schießen und die Kohl-Vorräte gehen zu Neige. Zwischen Baum und Borke, alter und neuer Ernte. Schon klar, warum die Fastenzeit so plaziert war. Und warum man früher Tiere brauchte, um durchs Jahr zu kommen.

Ich finde, gerade ist die Zeit der Hülsenfrüchte. Und des (Pseudo)Getreides. Dazu mehr in einem nächsten Post. Heute stelle ich euch meine Version vom Veggie-Hackbraten 2.0 vor. Daran habe ich ziemlich getüftelt. Der Geschmack soll stimmen, aber auch die Konsistenz. Gerade letztere wolle anfangs nicht so, wie ich es will. Zu dem groben Getreide noch gehackte Nuss - das macht das Ganze schnell krümelig.

Ein Trick ist, die Grünkernmasse auf zwei kleine Kastenformen zu verteilen - das ergibt nachher für die Pfanne eine angenehme Größe zum Wenden. Trick 2 ist, den Grünkernbraten einen Tag zuvor zuzubereiten und dann am nächsten Tag erst in Scheiben schneiden. Da die Menge für uns zu zweit etwa auf 3 Mal reicht, friere ich eh einen Großteil ein - so dass ich persönlich mit dem Vorlauf gut zurecht komme. Griffbereite Grünkern-Buletten im Froster zu haben, ist sowieso wie auf Würstchen zurückgreifen zu können - dazu ist immer schnell gekocht. Trick 3 ist das Kartoffelmehl (aka Speisestärke), die zusammen mit den Eiern (und hier auch dem Käse) zusätzlichen Halt verspricht.

Bei einem Grünkernbraten verfolge ich das Konzept: viel hilft viel. Dieser Kamerad schlägt entschieden seinen Vorgänger. Der Rezeptetitel bleibt allerdings: ich liebe den Begriff *völlig falscher Hase* für einen Grünkernbraten. Oder Nussbraten. Oder Veggie-Hackbraten. Obendrein werden die Grünkernbraten-Scheiben super knusprig - und alleine das ist ein Hit an dieser Edition 2.0!

 


Zutaten 4-6P:

125g Grünkern, grob geschrotet
2 EL Butter
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Lauch
2 EL Tamari
2 EL Petersilie, fein gehackt
350ml Gemüsebrühe
50g Mandeln, gemahlen
40g Kürbiskerne, grob gehackt
70g Käse, geraspelt (m: Comté)
1 TL Salz
70g Haferflocken
30g Speisestärke (m: Kartoffel)
2 Eier, Gr. L (m: 3 kleine Eier)
2 TL Thymian
2 EL Rosmarin
2 TL Senf (Dijon)
Harissa

 

Zubereitung

Den Grünkern mittelfeinbis groß schroten und in der Butter anrösten. Zwiebeln, Möhre und Porree fein würfeln und dazugeben. Außerdem Thymian und Rosmarin Anschließend mit 350ml Gemüsebrühe ablöschen und 20 Min. zugedeckt - ohne Hitzezufuhr - ausquellen lassen. Dann Petersilie untermischen, Tamari, Harissa und Senf. Gut würzig abschmecken.

Die Mandeln mahlen und den Bergkäse reiben. Beides, sowie die Eier, Meersalz, Thymian, Muskatnuss, die Haferflocken und frisch gemahlenen Pfeffer unter die Grünkernmasse rühren. 15 Min. ruhen lassen.

Den Boden der Kastenformen mit Backpapier auskleiden. Nun die Masse auf zwei gefettete, kleine Kastenformen verteilen und ca. 40min bei 175°C backen.

Vor dem Anschneiden am besten über Nacht ruhen lassen. Die Scheiben von beiden Seiten in Öl knusprig braten.

Inspiration: Schrot und Korn 

Anmerkung m: ich friere den restlichen Braten am Stück (oder halbiert) ein/ dazu passt natürlich Gemüse aller Art. Ich mag besonders gerne den rustikalen Weißkohl, der in Scheiben gebraten wird und schnell geht, dazu (inzwischen mache ich eine dunkle Sauce dazu etwas anders - irgendwann wirds vorgestellt ;). Aber auch Rosenkohl, Karotten-Pü...

 


Bruchstück: Pilz-Patties oder Champignons-Pufferchen

Sonntag, 19. März 2023


Hier bei mir stößt man ja immer wieder auf Wissenschaftskritik. Das bedeutet nicht, dass ich per se der Wissenschaft skeptisch gegenüber eingestellt bin. Gar nicht - der Forschungsdrang liegt in der menschlichen Natur. Für nichts anderes sollte Wissenschaft stehen. Meine Kritik bezieht sich vielmehr darauf, dass die Grenzen der Wissenschaft heute gerne außer Acht gelassen werden (ganz mit dem Dalai Lama in diesem Post).

Damit ziele ich vor allem auf das anvisierte Detailwissen, bei dem mir das Interdisziplinäre entschieden zu kurz kommt (um nur einen Post zu verlinken, der das aufgreift: zur Trauma-Forschung). Die unterschiedlichsten Bereiche von Wissenschaften müssten untereinander deutlich mehr im Austausch stehen. Bruchstückhaftes und zusammenhangloses Wissen ist prinzipiell Fehler anfällig. Das ist auch der Grund, weshalb realistisch betrachtet ein Großteil wissenschaftlicher Erkenntnisse auf tönernen Füße steht - man sollte immer damit rechnen, dass neuere Forschung alte Übereinkünfte hinfällig machen könnte. Außerdem gehe ich mit Einstein: *Die Wissenschaft dient der Menschheit am besten, wenn sie sich vorbehält, alle Thesen anzuzweifeln.* Nur auf diese Weise, mit der größtmöglichen hauseigenen Sekpsis, schürft der Forschende tiefer und tiefer. Das gilt im Individuellen wie Allgemeinen (s. Post zum James Webb- Teleskop... ich wiederhole mich)

Selbst den sog. Experten kann die Sicht leichterdings verstellt sein durch fehlende Unabhängigkeit - sei es was die Forschungsgelder angeht, die Parteienzugehörigkeit, der eigene Status... Mache ich es wie so gerne über das pars pro toto - nichts geht über ein anschauliches Beispiel! Hier aus meinem nächsten Umfeld.

Einer Freundin, nennen wir sie Nathalie, setzten schweren Herzrhythmusstörungen zu. Aber in so ausgeprägter Form, dass sie nachts kaum noch zu Schlaf fand. Das wiederum wirkte sich auf ihr Berufsleben aus: sie war nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen, musste krank geschrieben werden. Ebenso litt ihr Alltag als Familie mit drei Kindern sehr darunter, weil sie sich ständig schwach und matt fühlte. *Ich sah mich schon den Rest meines Lebens damit beschäftigt, mein Herz beim Stolpern zu beobachten*, seufzte sie. Drei unterschiedliche Kardiologen suchte sie auf - Termine, auf die zu warten waren - und keiner konnte ihr wirklich weiterhelfen. Der letzte Herz-Spezialist riet ihr trotz Ungereimtheiten dennoch zu einer Operation am Herzen.

Nathalie verfolgte in ihrer Not das Prinzip der Streuung: sie redete in alle Richtungen über ihre Probleme. Im Telefonat mit einer Freundin erwiderte diese, Momentchen, sie lese gerade die Biographie von Orphray Winter (das ist immer die Stelle, an der ich beim Erzählen kurz mal fassungslos den Kopf schütteln muss - WER bitte, liest denn die Biographie von Orphray Winter, dieser amerikanischen Talkshow-Moderatorin und Multi-Millionärin????? Vermutlich die gleichen, die nach der Biographie von Michelle Obama greifen.... tsss, andere sind anders, echt!). 

Nun, also um den Faden wieder aufzugreifen, in dieser Lebensgeschichte werden ähnliche Symptome mit einer ähnlichen Odysee beschrieben. Kurz und gut: wenige Tage später maschierte Nathalie mit exakt diesem Buch zu ihrer Gynäkologin mit den Worten:*Auf Seite 154 finden Sie die Ursache für meine Beschwerden* (Seitenzahl erfunden) - ein hormonelles Problem, das auf die Menopause zurückzuführen ist.

Jetzt machen rund die Hälfte der Weltbevölkerung Frauen aus und eben diese 50 Prozent durchlaufen in der Mitte ihrer Lebensjahre auch diese hormonelle Umstellung, genannt Menopause. Nix riesig Seltenes. Oder anders gesagt: man steht auf einem Wissens-Gulli. Stand 2023. Einen Schuldigen hat man bereits gefunden: es liegt am männlich geprägten Blick der Wissenschaft. Immer gut, einen zum draufhauen zu haben - das lerne ich ja gerade. Aber vielleicht liegts auch an mangelnden Forschungsgeldern. Ist es nicht so, dass Medizin heute vor allem Money bringen muss. Oder aber wie erkläre ich mir sonst *den Megatrend in Health-Care-Aktien zu investieren*? Im Falle meiner Freundin Nathalie entkam sie nur knapp und auf wundersame Weise (Orphray sei Dank) einer Herz-OP. Und mit ein paar Tabletten, die ihre hormonellen Schwankungen ausgleichen, steht sie wieder voll im Leben. Helden-in-Weiss-Geschichten gehen anders.

 


Thematisch passen die Pilz-Pufferchen sehr gut dazu, denn soetwas wie *ein Spezialgebiet* kennt ein Pilz nicht. Ganz in Gegenteil, die unterirdische Vernetzung der Pilze untereinander sucht seinesgleichen, so dass auch gerne von Wood-Wide-Web als Vergleich gesprochen wird. Und nicht nur dass Pilze unter sich stehen auf große Entfernungen in Kontakt, nein, sie tauschen sich ebenso mit ihren umgebenden Pflanzen aus - ein sehr spannendes Thema (sehr schön dazu *Spektrum - Die vernetzte Welt der Pflanzen*)

Kulinarisch bieten Pilze eine schöne Abwechslung zum Kohl. Diese Pufferchen habe ich nun wiederholt gemacht, weil sie einfach ausgesprochen lecker sind bei prima Konsistenz. Sie sind gar so gut, dass sie unter den Patties gut unter die Top 5 gelangen. Ich stelle euch demnächst hier mal ein Ranking zusammen. 

Hier an diesem Teller seht ihr, wie ich mindestens ein Mal pro Woche gerne koche: ein Stew (immer ein bißchen anders), Gemüse-Pufferchen dazu, Salat, Gemüse - fertig. Bon, das hier ist jetzt die Sonntagsaussagabe.


Zutaten 4 Stück/2P:

250g Champignons
1 kleine, rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
20g Sonnenblumenkerne
20g Haferflocken
30g Semmelbrösel
2 EL Petersilie
2 EL Tamari
1-2 TL Harissa
(oder wahlweise: 1 TL Dijon-Senf)
Salz, Pfeffer
(optional: Workshister-Sauce)

 

Zubereitung:

Pilze putzen, klein schneiden und in einer heißen Pfanne einige Minuten ohne Öl braten - zur Seite Stellen und abkühlen lassen. Zwiebeln und Knofi fein würfeln und in Öl glasig dünsten.

Petersilie etwas kleiner hacken, dann sämtliche Zutaten in einen Hexler geben und solange mixen, bis die Masse bindet - als nicht zu Mus pürieren, sondern darf noch etwas Struktur haben, soll aber eine homogene Masse bilden. Gut würzig abschmecken.

Mit feuchten Händen Puffer formen, auf Backpapier setzen und im Kühlschrank ca. 20-25min ruhen lassen.

Die Pufferchen lassen sich gut in Öl in der Pfanne braten, für größere Patties kann man auch den Ofen anschalten:  bei 200°C ca. 20-25min braten - davor diese von beiden Seiten mit Öl bepinseln.

Inspiration: Elephantastic Vegan

Anmerkung m: Für Patties in einen Burger würde ich sie deutlich größer formen - wohl doppelt so groß (die Zutatenmenge reicht dann in diesem Fall für 2 Patties) und dann auch eher im Backofen zubereiten. Bisher immer als Puffer zubereitet.


luftige, briochige Sonnen-Buns mit dunkelroten Gemüse-Patties

Donnerstag, 9. Juni 2022

 

 

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es einen Unterschied macht, ob man Pommes mit den Fingern ißt oder mit einer Pommesgabel aufspießt? Ich finde, der Geschmack verändert sich. Nur durch die Art und Weise, wie die frittierten Teilchen in den Mund geschoben werden. Wobei ich jetzt ausgesprochen selten Pommes esse. Aber als Beispiel. Als weiteres Beispiel zu meinem sonstigen Standart-Beispiel Nudeln. Weil Nudeln schmecken in unterschiedlicher Form anders. Bei gleichem Teig wohlgemerkt! Das ist doch genauso völlig phänomenal, oder?

Manchmal brauchts gar nicht viel, um den alltäglichen Dingen wieder einen neuen Dreh zu verleihen. *Mental Health* nennt man das neudeutsch. Oder wie Einstein lange zuvor sagte: *Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.*

Nun, eigentlich bin ich kein großer Burger-Fan, aber das gleicht sich dadurch aus, dass ich gerne mit den Fingern esse. Sieht nicht immer schön aus, wenn man in einen Burger beißt, aber es macht einfach Spaß. Alle Tischsitten darf man fahren lassen und sich pur aufs Essen konzentieren, auf seine Finger, die Aromen...

Burger hat bei uns außerdem wieder Aufwind bekommen dank dem Porridge-Frühstück. Sonst würde ja irgendwie dem Brötchen wieder ein Brötchen folgen. Da oute ich mich wohl als verwöhnt - irgendwie hinterläßt das jahrelange Foodbloggen dann wohl seine Spuren: wenn ich selbst bestimme, was gekocht wird, dann darfs auch abwechslungsreich sein.

Deshalb gibts, wenn es Burger gibt, natürlich stets einen anderen Burger. Und wegen dem neuen Dreh im Alltäglichen...



Dabei sieht ein selbstgebastelter Burger oft aufweniger aus, als er ist. Der Brötchenteig ist schnell zusammengeknetet - es braucht (wie so oft) lediglich ein bißchen Zeit. Die Brötchen lassen sich aber auch hervorragend einfrieren, sollte es mittags schneller gehen müssen. Oder zum Abendbrot. Denn dann wollen nur noch die Patties zubereiten werden.

Für diese stand das Motto Pate: viel hilft viel. In einem Burger-Bun darf ein vegetarisches Pattie AUF GAR KEINEN FALL untergehen. Deshalb muss da ordentlich Bums ran. Außerdem finde ich wichtig, dass die Zähne in einen Burger irgendwie auf Widerstand stoßen, wenn man reinbeißt. Also das Gegenteil von einem Marshmallow-Gefühl (wobei ich nicht wüßte, wann ich zuletzt ein Marshmallow gegessen hätte, aber ihr wißt, was ich meine). Genau dafür hat das grobe Soja-Geschnetzelte gute Dienste geleistet. Ich fand den Buger super. Also für einen Burger sogar richtig super!


Zutaten 4 Sonnen-Buns:

210g Mehl (m: 50g davon Einkorn-VK)
90g Wasser, warm
1 Ei
20ml Milch
20g Butter, weich
1 (kleiner) TL Salz
1 12/2 TL Zucker
10g Hefe
Sesam als Deko

Zubereitung:

Das Ei veruqirlen und die Hälfte zu Seite stellen. Hefe in etwas warmen Wasser (nicht heiß!) auflösen und alle Zutaten miteinander verkneten (m: Handrührmaschine), bis ein homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst (ca. 7 min). Dann an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis sich der Teig gut verdoppelt hat - dauert etwa eine gute Stunde.

Den Teig in vier gleichgroße Stücke teilen, rund schleifen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und abgedeckt nochmals gehen lassen - dieses Mal ca. eine knappe Stunde (hängt von der Raumtemperatur ab - die Buns sollten nahezu Vollgare haben.

Ofen auf 200°C vorheizen.

In die restliche Eihälfte ein wenig Wasser mengen und die Oberfläche der Buns damit bepinseln und mit mit Sesam bestreuen. Für etwa 15-20 min golden backen.

 

 

 

4 Burger-Pattie*:

140g Haferflocken
1 kleine rote Zwiebel
150g schwarze Bohnen, gekocht2
200g rote Bete, gekocht
30g getrocknete Shitake-Pilze
3 Knoblauchzehen
Gemüsebrühe 
80g Mais
50g Soja-Geschnetzeltes, grob, getrocknet
Harissa
1 EL Öl
1 EL Tamari-Sauce
1 TL Cumin
1 TL Paprika-Pulver
je 1TL Oregano/ Thymian/ Rosmarin 
1 TL Pimentos dela verra
etwas frischer Koriander, gehackt
Harissa
Salz, Pfeffer

 

 

Zuereitung:

Die Shitake-Pilze mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Die Pilze von den Stielen befreien und diese entsorgen, den Rest etwas kleiner schneiden.Ebenso das Soja-Geschnetzelte mit der angegebenen Menge kochendem Wasser übergießen und zur Seite stellen

Die Haferflocken in einem Mixer als erstes zu Haferflockenmehl zerkleinern (muss nicht superfein sein). Dann die Bohnen zufügen, Pilze, Zwiebel, Rote Bete und Gewürze und nur so lange mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Masse in eine Schüssel geben, nun das Soja-Geschnetzelte und den Mais untermischen und nochmals abschmecken. Hände leicht einölen, Masse vierteln und in der Hand zu Patties formen. Auf vier zurecht geschnittene Backpapierstücke setzen und für 15 Minuten die Patties ruhen lassen. Anschließend sind sie griffiger und weniger klebrig.

In einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten. Wer einen Cheese-Burger basteln will, legt auf die zweite Seite direkt die Scheibe Käse, damit diese schön schmilzt und deckt dafür die Pfanne mit einem Deckel ab.


Den Burger nach Belieben stapeln: mit Majo bestreichen, Salatblatt, Pattie, Stück grüne Paprika (auf Foto leider nicht zu sehen ;) und Gemüse-Confit. Aber ganz eurem Gusto überlassen. Ein paar gebratene Champignons passen auch gut. Oder wer mag Cornichons oder rote Zwiebelringe. Oderoder...

Inspiration Pattie: Yuen Men Cooking - Youtube/ light brioche burger buns - The clever carrot  

 

 

Ich weiß, Thronjubiläen erhalten mehr Aufrufe. Oder Schlammschlachten vor Gericht von Hollywood-Stars. Wobei ich bei letzterem ebenfalls viel gelernt habe: eine Person mit *histrionischer Persönlichkeitsstörung* kenne ich selbst, mir fehlte nur seither für das eigene psychologische Gutachten das spezifische Wort! Immer gut, wenn das Kind einen Namen hat und man weiß, mit wem oder was man es zu tun hat.

Aber ich wollte die Aufmerksamkeit noch auf etwas anderes lenken. Schließlich erleben wir den bedeutenden Beginn einer Zeitenwende mit. Wer gedanklich noch eine Portion Gehalt vertragen kann, dem möchte ich den von Radio München eingelesenen Text von Julia Weiss *Die Abschaffung der Seele*  (Youtube) ans Herz legen/ für jene, die lieber lesen, ist er im Multipolar-Magazin abgedruckt. 

Der Text beschäftigt sich mit nichts Geringerem als der Gestaltung der Zukunft der Menschheit - nochmals gleiches Thema wie hier in meinem Post *die Entscheidung*. Dank der Eitelkeit und der Hybris der Machthaber und Elite machen sie keinen Hehl darauf, wohin sie steuern und wie sie die Weichen stellen. Kern dieser Auseinandersetzung bleibt die damit verbundene Frage an den Einzelnen, welchen Weg er für sich einschlagen will.

DUBB: vegane Lieblingswürstchen

Sonntag, 18. April 2021


Artikel wie dieser in der Süddeutschen *An Mahlzeiten läßt sich ablesen, wie glücklich eine Beziehung ist* gießen natürlich Wasser auf meine Mühlen! Da reicht mir schon die Überschrift, den muss ich gar nicht ganz lesen! Da schnurrt das Kätzchen in mir!

Wobei ich einschränkend hinzufügen muss, dass ich schon begünstigt mit allen zehn Fingern auf solche Aussagen zeigen kann. Ich bin nicht im Home-Office (oder immer - je nachdem von welcher Perspektive aus man das betrachten will), ich muss mich nicht zusätzlich um eine Rasselbande in Home-Schooling kümmern, ich leide in keinster Weise unter Terminstress, mit dem Habib habe ich eine Perle als Gegenüber - er schenkt mir mit seiner Aufmerksamkeit und Achtsamkeit stets viel Wertschätzung -  und ein südfranzösischer Garten gleicht einem Joker im Zutatenblatt. Bref: ich habe WIRKLICH leicht reden.

Trotzdem gefällt mir diese Botschaft natürlich. Denn der Alltag ist ein gefräßiges Monster, das jeder Beziehung zusetzt. Die Momente, in denen man sich bewußt begegnet, muss man bewußt schaffen. Von nix kommt nix. Das gilt vorneweg für alles Gute. Der Scheiß schleicht sich schon von ganz alleine ein - um den muss sich keiner mühen.

Tatsächlich ist für mich der Eßtisch das Herzstück einer jeden Wohnung. Und vielleicht ist es deshalb auch wegweißend für alle anderen Bereiche, was dort geschieht. Ich finde auch nicht, dass man da jeden Tag Feuerwerke abfackeln muss. Im Gegenteil, das dokumentiere ich mit diesem Blog ja. Gartenküche: spektakulär-unspektakulär. Was in meiner Welt eine ähnlich hohe Auszeichnung ist wie rustikal-romantisch.

So passen diese in Würstchenform gerollten Bohnen-Rote-Bete-Haferflocken-Buletten hervorragend in meine mit beiden Füßen am Boden verankerte Vegie-Küche. Ich war sofort begeistert sowohl was Geschmack (würzig-scharf) wie vor allem das Mundgefühl (ungewöhnlich, nicht zu trocken-krümelig) angeht. 10 Würstchen kommen bei einer Portion raus - das bedeutete für uns round about 3 Portionen, die bereits alle weggefuttert sind. Und dieses Wochenende mache ich wieder Nachschub. Sehr praktisch nämlich, wenn ich auf die einfach zurückgreifen kann - drumherum ist schnell ein Essen kreiert. Die Dingerchen sind zwar nicht aufwendig zu machen, aber sie benötigen Zeit. Und die hat man ja bekanntermaßen nicht immer, wenn man hungrig ist. 

Meinen Homies sollte reichen, dass ich DUBB übertitelt habe: dicke Empfehlung also!


 

Zutaten 10 Stück:

100g rote Bohnen, gekocht 
100 g Haferflocken(mehl) 
100 ml Rote Bete Saft 
40 g Quinoa 
120 ml Gemüsebrühe
4 EL Hefeflocken 
40 g Kichererbsenmehl 
2 EL Tomatenmark 
2 TL Harissa-Paste 
2 EL Olivenöl 
1,5 EL Kreuzkümmel 
1,5 TL Koriandersamen 
1,5 TL Bockshornklee 
2 TL Gemüsebrühe-Pulver
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimenton dela verra)
1 TL Salz (m: Bärlauch-Salz)

Zubereitung:

Quinoa in der Gemüsebrühe ca. 12min bei geschlossenem Deckel köcheln - zwischendurch umühren - , dann weitere 10 min ohne Hitze ziehen lassen. 

Die Haferflocken im Hexler zu Mehl fein zerkleinern. Die gekochten Bohnen zusammen mit dem Rote-Bete-Saft fein pürieren. Das Haferflockenmehl zum Bohnenmus geben, ebenso das Kichererbsenmehl und die Hefeflocken. Die Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel und Bockhornklee-Samen) fein zermörsern und ebenfals zufügen. Desweiteren den fein gehackten Knofi, das Tomatenmark, Harissa und sämtlichen restlichen Gewürze. Zuletzt Quinoa und Öl untermischen.

Daraus eine homogene Masse formen und für 30min im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig in 10 gleichgroße Portionen (oder wer mag, formt größere oder kleinere Würste) teilen und mit feuchten Händen länglich rollen. Hier wickelt der Orginalkoch Ken die Würschen jeweils in Alufolie und dreht sie zu länglichen Bonbons, dann schichtet er sie übereinander in den Dampfeinsatz - uneingewickelt muss man die Würstchen nebeneinander legen und kann sie halt nicht stapeln. Aber mit Alufolie kann man mich jagen (wen das WARUM interessiert darf Alufolie in Zusammenhang mit Demenz in die Suchmaschine eingeben).

Nebeneinander - ohne dass sie sich berühren - in den Dampfeinsatz setzen und die Würstchen ca. 25min dämpfen (m: 2 Dampfsiebe verwendet). Das ging sehr gut, das Einwickeln stellte sich wirklich als unnötig heraus. Auskühlen lassen und dann in Olivenöl rundherum anbraten.

Anmerkung m: bei uns gab es eine Art Kartoffel-Gulasch dazu, aber quasi jeder Eintopf passt prima dazu/ wer wie ich dafür Rote-Bete-Saft gekauft und nicht extra dafür entsaftet hat, darf seinen Saft aufbewahren: ein weiteres Rezept damit wartet in der Halte...

Quelle: Youtube: Ken kocht

 

Bugs Bunny's Energie Balls

Sonntag, 17. Juni 2018


Nicht, dass ich den Eindruck hätte, Bugs Bunny würde an Energienot leiden, aber wenn - einfach mal angenommen - dann wären diese Häppchen mit Sicherheit die Droge seiner Wahl. Wobei sie nicht ganz so üppig sind (kalorientechnisch) wie der Titel verspricht. Aber hey, den Hasen will ich sehen, der nicht auf Karotte anspringt!

Nicht selten geht ja ein Hauen und Stechen los, wenn man ein vegetarisches - hier gar ein veganes - Gericht mit *falschen Namen* betitelt. Ach, wären doch alle Streitereien so unbedeutend wie eben solche Auseinandersetzungen - man würde sich ja regelrecht bemühen, sich mit anderen in die Wolle zu bekommen. Sich ein bißchen kitzeln und dann gegenseitig mit Karotten-Falafel oder Möhren-Bällchen füttern. Zum Runterkommen oder weitermachen.... je nach dem... Weitermachen könnte man - by the way - ganz fantastisch in beiderlei Hinsicht mit den herrlichen Möhren-Krokketen... nur damit die Munition nicht ausgeht.

Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen, diese Bugs Bunnys. Ich habe sie nun bereits zum zweiten Mal zubereitet, weil ich sie so köstlich finde. Und auch kalt kann man sie sich in den Mund schieben ganz in der Manier der Raffaelo-Werbung. Gut, etwas angezogener ginge auch. Aber durchaus mit einem einzigen Happs. Lecker! Mit dank an Charlotte für die Inspiration!


Zutaten - ca. 24 Stück:

2 Schalotten
1 Frühlingszwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 EL Öl
4-5 mittelgroße Möhren (m: ca 450g)
100 g Haferflocken oder Semmelbrösel
(m: 60g Haferflocken/ Haferkleie, ca. 30g Semmelbrösel
50 g Cashewkerne
1 EL Paprikapulver
1 EL Koriander
1 EL Kreuzkümmel
1/2 EL Rohrzucker
1/2 EL Salz
1/2 EL Pfeffer
Piment d'Espelette
2 EL fein gehackter frischer Koriander

Sesamsauce
2 EL Tahini
2 EL Wasser
ein Spritzer Olivenöl
etwas Zitronensaft
1 Prise Salz

Zubereitung:

Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln. Möhren schälen und grob raffeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin andünsten. Karottenraffeln zugeben und unter Rühren einige Minuten mitschwitzen.
Haferflocken und Cashews in einem Alleszerkleinerer geben und nicht zu fein mahlen. In eine Schüssel geben und mit Möhrenmix und Gewürzen vermengen. Masse mit dem Pürierstab etwas zerkleinern, anschließend mit feuchten Händen etwa golfballgroße Kugeln formen und auf das Backblech setzen. Im Ofen 15 – 20 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Inzwischen Zutaten für Sesamsauce in einer Schüssel verrühren und z. B. einen grünen Salat vorbereiten – hier mit gebratenem Tofu - den braucht es nicht dazu, der mußte aber weg

Quelle: Charlotte aka Milchmädchen (nach Mia Frogner *Green Bonanza*)


Das Billy-Regal unter den Haferflocken-Keksen

Sonntag, 24. April 2016

Im Mittelalter begann die Verschriftlichung (Stichwort Buchdruck und Gutenberg, n'est-ce pas). Die Kunst der Handschrift lag bis dahin in der Hand des Klerus. Dementsprechend mußte alles Wissen mündlich weitergegeben werden. Zur kommunalen Grenzsteinlegung etwa wurden die kleinen Buben der Umgebung mit dazugeholt und denen bei der Gelegenheit eine tüchtige Backpfeife verpaßt. SO sollte den künftigen Generationen die Stelle der Grenzmarkierung gut im Gedächtnis bleiben.

Meine tüchtige Watschen kam derart daher, als dass mir meine Weißheitszähne alle auf einen Schlag gezogen wurden (fiese Sache). Und eben als Trost für meine dicken Backen wurden mir von einem Freund meine allerersten Haferflocken-Kekse von Ikea mitgebracht (von denen die ich freilich vorerst einige Tage lediglich die Verpackung bewundern konnte). Und genau aus dieser Verwobenheit kann ich mich an das erste kulinarische Zusammentreffen so scharf erinnern. Und was staunte ich, dass AUSGERECHNET ein Möbelhaus so gute Kekse verkaufen sollte: knusprig-rösch, karamellig-zart. 

Et voilà: genauso werden sie gebacken. Schlicht wie ein Billy-Regal, nur deutlich schneller aufzubauen, aber bestimmt gleichfalls zeitlos. Obendrein bin ich geneigt, von gesunden Keksen zu reden, ob der Haferflocken, dem dunklen Mehl und dem Rohrzucker. Für mich die besten Haferflocken-Kekse. Oder wie ein Haferflockenkeks nun mal schmecken sollte.
Zutaten - 60 Stück (3 Bleche)

250g Haferflocken
100g Mehl (m: Dinkel 1050)
1 Päckchen Backpulver
200g Butter, zimmerwarm
175g Rohrzucker (m: fein gemahlen)
1 Pr Salz
1 Vanillestange (oder 1 Päckchen Vanillezucker)
1 Ei

Zubereitung:

Die weiche Butter gut mit dem Zucker, der Prise Salz und dem Vanillemark verrühren. Das Ei hinzufügen und ebenfalls gut mit Hilfe des Rührgeräts untermischen. Das Backpulver und das Mehl zusammen versieben.

Haferflocken, Mehl und Backpulver unter den Teig rühren.

Den Backofen auf 200° (O/U-Hitze) vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mittels zweier Teelöffel kleine Häufchen auf das Blech setzen (20 Stück à Blech - die Kekse laufen bei dem Backen ziemlich auseinander). Etwa 10min backen bis die Ränder sich karamellig braun färben. 2-3min auf dem Blech auskühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter setzen.

In einer Keksdose aufbewahren - so erhält sich die Knusprigkeit wie direkt aus dem Ofen

Anmerkung m: Selbstredend schmecken die Kekse auch toll mit Orangenschalenabrieb oder etwa meiner Lieblingszucker-Mischung.

kurios wie das Leben - Honig-Dinkel-Cookies

Dienstag, 1. März 2016

Bei sengender Hitze machte ich den Rikscha-Fahrern ablehnende Zeichen, nein, ich wollte den Boulevard de la Libertée (oder Libération  ??? - alleine diese Fragestellung erscheint beinahe wie absichtlich für meine Geschichte) zu Fuss laufen. Der Boulevard - by the way- wurde der kleinen Hafenstadt übrigens von China gesponsert - zwar mittlerweile in desolatem Zustand, aber immerhin eine 6-reihige Palmenallee (China weiss, wie man sich in Afrika beliebt macht). 

Mein Blick fällt auf den kleinen Einzelhandel einer Afrikanerin, den sie auf einer Strohmatte im Schatten ausgebreitet hatte (ein Mangostand). Vorallem aber bleiben meine Augen hängen an dem Spielzeug (selten genug hier) ihrer etwa drei jähriger Tochter. Also dem Reststück davon. Auf der Matte liegt nur noch der Kopf eines Kuscheltieres, ein wirklichkeitsgetreuer, schmuddeliger Plüsch-Schweinekopf. "Herje", denke ich, "das einzige, was sie hat, um ans Herz zu drücken ist ein Schweinekopf". Und dann überlege ich mir, ob sich die Kleine vielleicht sogar ihr Kuscheltier so selbst ausgesucht hat. Wie eigentümlich wäre das?! Obwohl...

Was ich jetzt erzähle klingt wie frei erfunden, aber ihr werdet sehen, es klingt derart kurios, wie nur das echte Leben aufspielen kann. Die jüngere Schwester einer Freundin - mein erstes Beispiel - beliebte es, ihren Barbie-Mann Detlef (echt wahr!!) so lautstark in Grund und Boden zu brüllen, dass es durch die ganze Wohnung wiederhallte. Nun, es verwundert nicht sehr, dass sie ihren Detlef (Name von der Redaktion geändert) fürs Leben mittlerweile geheiratet hat. 

Eine nahe Verwandte von mir brachte all ihren Spielsachen die gleiche Aufmerksamkeit entgegen - sie waren ihr "gleichgültig"; ihr Interesse ermattete stets wie es gekommen war. Auch hier müsig zu erwähnen, dass sich später viele kurze Beziehungen wie Perlen auf einer Kette reihten. Oder (ebenfalls ein gutes Beispiel) die Tochter von Freunden hängte ihr ganzes Herz an eines dieser lumpigen Plastiktiere zum Aufblasen. Selbst als davon nur ein klägliches Fetzchen Plastik übrig geblieben war, liess ihre Zuneigung nicht davon ab. Klar, rückblickend ist stets leichter zu unken, aber man hätte sich doch für dieses Mädchen einen netteren Kerl gewünscht als diesen herzlosen Luftikus, den sie sich dann erwählte.

Dass sich auch mein liebstes Kuscheltier wunderbar in diesen Symbolismus fügt, will ich nur erwähnen... lächelnd... Wie das Leben so webt...

Anbei einige Haferflockenkekse (aus tiefstem Fundus), die meine Topliga dieser Gattung - nämlich die knusprigen von IKEA - nicht erreichen. Allerdings ist es Lichtjahre her, dass ich bei IKEA war und obendrein beginnt mir zu dämmern, dass Cookies NIE knuspern...
Zutaten - 1Blech*:

50 gr Butter (evt.braune)
45 gr Dinkel- oder Haferflocken
20 gr brauner Zucker
3 TL Honig
1/2 TL Vanille-Extrakt
(oder: diese Gewürzmischung)
60 gr Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Backpulver
Prise Fleur de Sel 
20 gr  Mandelblättchen, geröstet
2 EL Milch
(optional: diese Gewürzmischung)

Zubereitung:

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Butter mit Zucker, Honig und Vanille verrühren. Dann das Mehl mit Backpulver und Salz vermischen und unterrühren, sowie die Milch. Zum Schluss noch die Mandelblättchen und die Dinkelflocken vorsichtig unterrühren.

Den Teig nun für mindestens 1 Std. in den Kühlschrank geben, gerne auch über Nacht.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig mit  zwei Teelöffeln zu Kugeln formen und auf die Backbleche verteilen. Wer möchte, kann die Kugeln noch mit der Gabel oder einem Löffel etwas flach drücken, dann sehen sie, wie auf den Fotos aus. Die Bleche nacheinander in den Ofen geben und für etwa 9-10 min. backen, bis sie leicht goldbraun am Rand sind. Nun herausnehmen und auf den Blechen abkühlen lassen.

*Anmerkung m: besser gleich doppelte Menge fuer 2 Bleche zubereiten, sonst sind es gar so wenig.