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zwischendurch: süße Obst-Schnittchen

Donnerstag, 7. September 2023

 

Das Leben lenkt mich ab - zum Bloggen findet sich gerade einfach nicht so richtig das Zeitfenster. Hingegen gekocht, gebacken und gegessen wird weiterhin konstant. Ganz so eben wie der Körper es in seiner Stetigkeit verlangt. Und so stapeln sich die Rezepte, so dass ich heute schaue, dass ich eines wieder festhalte... für mich... für euch.

Noch nie habe ich so viele verschiedene Pflaumensorten gesehen und entdeckt wie dieses Jahr - in allen Farben von gelb, orange, lila, rosa, rot, blau und in allen Größen - von kugelrund bis oval. Und alle verschieden süß, manchmal mit mehr oder weniger Säure. Ich wußte gar nicht, dass es derart viele verschiedene Pflaumen gibt. Selbst die wilden Pflaumen tragen so sehr, dass sich die Zweige biegen.

Aber meine Schnittchen bieten Boden für vielerlei Obst: Himbeeren oder Pfirsiche, Zwetschgen, Brombeeren - ihr werdet meine vorgeschlagene Süßigkeit schon nach eurem Gusto und Angebot abgewandelt bekommen.

Ich habe unseren Kuchen *einfranzösischt* mit Ziegenfrischkäse, Verveine und diesen süßen, wilden Pflaumen in orange-rot

 


Zutaten: 

125g weiche Butter
50g Rohrzucker
1/2 TL Kardamom
1 Prise Salz
2 Eier (Gr. M)
200 g Weizenmehl (m: T65)*
1 TL Backpulver
120 g weiße Schokolade*
etwas Butter für die Form
 
Frischkäse-Swirl:
250g (Ziegen-)Frischkäse
50g Crème fraîche 
50 g Zucker
1 EL Verveine, fein gehackt 
1 Ei 
1 TL Stärke
400g Pflaumen
 
Zubereitung:
 
Backblech von ca. 28cm x 23cm (von der Größe cirka halbes Backblech).
 
Die weiche Butter mit den Zucker, Kardamom und Salz cremig aufschlagen. Nach und nach Eier unterrühren. Mehl mit dem Backpulver vermengen und unterrühren. Weiße Schokolade hacken und ebenfalls unter den Teig heben. Teig in die Form geben und glatt streichen.
 
In einer separaten Schüssel Frischkäse, Zucker, Ei und Stärke verquirlen. Den fein geschnittenen Verveine untermischen. Die Masse auf den Teig in die Backform geben und mit einer Gabel oder einem Messer marmorieren. 
 
Die Pflaumen halbieren, entsteinen und vierteln. Die Pflauemn-Schnitze auf den marmorierten Teig legen und leicht eindrücken. Blondies im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen.  
 
Anmerkung m: die Schokoholics können die Schoko-Dosis auf 200g anheben/ anstelle von 250 Ziegenkäse und Crème könnt ihr auf Frischkäse ausweichen/ und das nächste Mal nehme ich die Hälfte Einkorn-Vollkorn - das passt hier gut. 
 


 

 

 

 

Weitblick - petits biscuits à la menthe/ melisse/ verveine fraîche très moelleux

Samstag, 23. April 2022


Eines meiner wiederkehrenden Themen ist die Ahnungslosigkeit des Menschen. Wie pflegte eine bekannte Lehrerin des Habib zu sagen: *Du hast von nix ne Ahnung, aber davon reichlich!

Alles hängt mit allem zusammen - soweit so bekannt. Doch was das in Bezug auf nahezu alle Themen bedeutet, davon hat der Mensch kaum einen Schimmer. Ja, da ist er mit geradezu beeindruckender Ahnungslosigkeit gestraft. Oder gesegnet. Je nachdem wie mans sieht. Wären alle Konsequenzen direkt jedem bewußt bei allem Denken, Handeln und Gebaren, dann, ja dann wäre die Welt eine andere. Was by the way exakt meine Definition von Intelligenz ausmacht: die Dinge vom Ende her zu denken auf der Wesensebene, um auf diese Weise so weit die Vorstellung reicht, Auswirkungen zu berücksichtigen. Stattdessen aber boomt das Angebot der Betäubungsmittel vornweg Alkohol, denn besser ists, man weiß nicht alles ganz genau. Es genügt eigentlich, wenn mit ein paar Zahlen jongliert wird, was zumindest die Illusion befriedigt, dass man GANZ dicht dran ist am Kern eines Problems (messen, messen messen...). Das reicht völlig aus - zumindest um den Pontius zu miemen.

Neueste Studien zeigen, *dass im Schnitt pro Kopf und Woche fünf Gramm Plastik im menschlichen Magen-Darmtrakt landen - in etwa das Gewicht einer Kreditkarte*. Oder die Menge eines Teelöffels. Das kann nicht erstaunen: wir können nicht unsere Umgebung zumüllen ohne uns mitzuzumüllen. Wir Menschen können zwangsläufig nicht in einem besseren Zustand sein, als das Biotop in dem wir leben. Logische Konsequenz. Welche Immunreaktionen das Mikroplastik im Magen-Darmtrakt auslöst, ist noch völlig unklar. Ebenso die Verbindung zu Krebserkrankungen, die daraus möglicherweise resultieren.

Jeder hat bestimmt schon mal ein Bild von den riesigen Plastikteppichen gesehen, die in den Weltmeeren treiben. Oder wer sich länger Zeit an der Küste aufhält, kann die Berge von Plastik bewundern, die mit der Flut täglich angeschwemmt werden. Über *die Zustände* unseres Planeten hatte ich es 2018 bereits - und es sieht *geht so* aus. Wissen wir Bescheid - nix Neues.

Gerade im Bezug aus Plastik frage ich mich, warum dafür nicht von Anfang an ganz entschieden politische Weichen gestellt wurden. Dafür ist der Umgang mit Plastik doch ein hervorragendes, sinnbildliches Beispiel! Gute politische Arbeit stelle ich mir nämlich genau so vor: dass mit großem Weitblick die Folgen von Handeln überdacht und überwacht werden - vorneweg in Bezug auf Industrie und Massenproduktion - , damit Leo Enderle und Max Mustermann in Ruhe vor sich hinexisitieren können. Warum wurden nicht - was weiß denn ich - 4 verschiedene, wiederverwertbare Plastikstoffe in der industriellen Herstellung erlaubt. Auf diese Weise wäre die Produktion von Plastik samt deren Recyle-System in engen Kreisen einfach zu regulieren gewesen. Schlicht, weil sämtliche Auswirkungen auf unseren Lebensraum von Experten-Kremien weit im vorraus durchdacht worden waren - samt den Überlegungen, wie man schlimme Nebeneffekte vermeiden kann (ohne hinterher beamtisch kalauern zu müssen:* Ja, das würden wir h-e-u-t-e so auch nicht mehr machen!*). Das sollte dem Sinn und Zweck politischen Handels schließlich definitiv überstehen: das Vermeiden der Zerstörung der eigenen Lebensgrundlage, des eigenen Planeten, des eigenen Körpers. Ich meine ja nur. Just saying.

Ich finde, diese Form des Weiblicks darf man von Politikern erwarten. Das ist doch das Minnimum, was die Höhe von Diäten für das Tragen eben dieser Verantwortung rechtfertigt. Eben auch zum Beispiel im Verhindern eines Krieges oder gar eines atomaren Krieges. Das kann doch kein Mensch wollen! (großes Ausrufezeichen!) 

Außer, vielleicht - soweit muss man ja mittlerweile Mutwill  unterstellen - außer vielleicht man ist Politiker.

So ähnlich sehen es wohl junge Studenten in Frankreich auch, die drei Tage lang die Pariser Sorbonne besetzten, weil sie Misstände anbrangern wollen, weil sie sich von der Politik übergangen fühlen, weil sie sich gerne *für* und nicht *gegen* etwas entscheiden würden anstelle nun erneut zwischen rechts-extrem und rechts-konservativ: *Macron und Le Pen vertreten uns beide nicht, einer ist schlimmer als der andere, und wir sind es leid, zwischen Pest und Cholera zu wählen*. Mein Verständnis haben sie.

 


Es grünt so grün im Frühling. Der perfekte Moment um grüne Kekse zu backen. Wer sich ríchtig Frosch-grün haben will, der sollte grüne Lebensmittelfarbe zu Hilfe nehmen. Mir sind meine Kekse auch so grün genug. Allerdings sind meine Kekse auch eine Mischung aus Minze, Melisse und Verveine. Gerne darf man aber ebenso gut nur eines dieser Aromapflanzen in den Mittelpunkt stellen.

Die Kekse sind sehr aromatisch und wirklich schön feucht. Daher halten sie sich aber auch nicht wie klassische Kekse länger in der Dose, sondern verhalten sich eher wie kleine Rührkuchen. Wobei es eh nicht von Nöten ist, sie länger aufzubewahren - mit einem Haps sind sie fast genau so schnell weggeknuspert wie gebacken.


Zutaten - ein Blech:

180g Mehl (m: D 630)
1/2 TL Backpulver
30g Minze (Melisse/ Verveine), frisch
80g Rohrzucker
1 Ei
80g Butter, weich
1 Pr Salz

 

Zubereitung:

Mehl mit Backpulver und der Prise Salz mischen.

Die frischen Kräuter waschen und gut trocknen (m: da aus dem eigenen Garten reicht es mir die Kräuter sauber zu verlesen). Blätter von den Stängeln befreien.

Die Blätter zusammen mit dem Zucker fein pürieren. Dann das Ei zufügen und nochmals gut pürieren. Anschließend die weiche Butter ebenfalls mit Hilfe des Zauberstabs untermixen. Zuletzt die Mehl-Mischung mit einer Gabel untermischen bis ein homogener Teig entstanden ist.

Den Ofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Löffel etwa eine Wallnuss-Große-Menge Teig abnehmen und mit feuchten Händen rund formen. Mit etwas Abstand auf das Backblech setzen und mit einer feuchten Gabel ein Muster in die Oberfläche streichen. 

Für ca. 10-12 min im heißen Ofen backen.

Inspiration: une recette chaque jour (YT)

 


Rückkehr der Erntehelfer - unsere Wildbienen ziehen wieder in ihre Sommerresidenz

Verveine oblige: Glace au Verveine

Donnerstag, 10. Oktober 2019


Natürlich stellt sich auch in eher ungewöhnlichen Berufen Routine ein. Die Führung durch unseren Garten mache ich mit sämtlichen Neuankömmlingen, die zum ersten Mal bei uns urlauben - was für mich bedeutet, dass ich den Rundgang jede Saison oft begleite und meist ähnlich gestalte. Am allerliebsten zeige ich unseren Garten im Frühling, wenn ich nur mit Mühe meine stolzgeschwellte Brust im Zaum halten kann (und nicht nachdem ein staubtrockener und knochenheißer Sommer die Pflanzen in den Überlebensmodus getrieben hat).

Regelmäßig stehe ich dann mit unseren Frischlingsferiengästen auch vor unseren Verveine-Sträuchern und stimme ein kleines Loblied auf ihn an. Ich bin großes Fan-Girl - ich liebe Verveine von der ersten Begegnung an sehr! 

Zitronen-Verbene ist hier in Südfrankreich der klassische tissane (Kräutertee), den man vorzugsweise angeboten bekommt, wenn man Lust auf ein heißes Kräutergetränk hat. Doch mit Verveine lässt sich überhaupt wunderbar parfümieren - etwa Obst. Er hat ein unvergleichbares, zartes, frisches Aroma, das an Zitronenmelisse erinnert aber deutlich lieblicher ist. Die Quote all unserer Feriengäste, die nach einem Aufenthalt bei uns mit einem Verveine-Pflänzchen nach hause zurückkehren, ist dementsprechend hoch. Wer einmal frischen Verveine kennengelernt hat, kann ihm eigentlich nur verfallen. Ich habe Verveine sogar als Parfüm. Ich kann mich an Verveine weder satt riechen noch daran übertrinken.

Bevor ich unsere Sträucher ein letztes Mal stutze, bot sich als süßer Abschluß ein Eis an, das auch gut zum herrschenden Altweibersommer passt. Schon ein Mal bereitete ich ein Eis aus Verveine zu - damals mit Hilfe eines Sirups. In dieser Variante habe ich die Milch aromatisiert. Es freute mich sehr, dass der feine Verveine-Geschmack im Eis von meinen Verkostern erkannt wurde.


Zutaten:

175ml Milch 
50g Mascarpone
200ml Sahne, geschlagen
50g Honig (etwa Akazie)
20g Rohrzucker
ca.3 große Zweige Verveine (etwa 7g)
2 sehr frische Eigelb

Zubereitung:
  
Von dem Verveine-Blättern die Mittelachse herausschneiden, fein schneiden und zusammen mit dem Rohrzucker in einem Mörser fein zerreiben. Die Milch zusammen mit dem Verveine zum Kochen bringen, etwa 5min sanft köcheln lassen, dann die Mascarpone darin glatt  rühren und über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Milch nochmals erhitzen und durch ein Sieb streichen. Den Honig in einer Metallschüssel flüssig werden lassen, die Eigelbe dazugeben und beides schaumig aufschlagen. Die heiße Milch nach und nach unterrühren. Die Masse über einem heißen Wasserbad unter Rühren aufschlagen, bis die Masse dickflüssiger wird (Fachchargon: zur Rose aufschlagen). Achtung: Nicht zu heiß werden lassen, sonst gerinnen die Eigelbe.
  
Die Masse in eine Schüssel mit Eiswasser stellen und kalt rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Eismasse heben. Das Verveine-Eis in der Eismaschine gefrieren lassen (ersatzweise im Gefrierfach in 4-5 Stunden fest werden lassen, dabei häufig und gründlich durchrühren).


Brownie kann alles

Montag, 26. August 2019


Keiner, nicht einer meiner Verkoster, hegte nur den Ansatz eines Verdachts, dass in diesen Brownies Zucchini versteckt sein könnten. Natürlich habe ich es vorneweg nicht dazugesagt. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Wer will schon besonders kritische Geister auf den Plan rufen? Und Nestle käme auch nicht auf die Idee, fett zu kennzeichnen, in welchem seiner Produkte Geschmacksverstärker enthalten sind. Wobei man Zucchini als Antipode aller Geschmacksverstärker bezeichnen muss. Neutraler könnte sich die Zucchini in diesen  Brownies nicht verhalten. So zurückhaltend, so unauffällig - fast stellt sich die Frage, wofür braucht es die Zucchini dann überhaupt.

Vorneweg - da ist sich sämtliche Werbung einig - geht es um Emotionen! Und Zucchini hübschen das amerikanisches Traditionsgebäck ordentlich auf... fürs Gefühl. Klingt doch gleich um Äonen gesünder dank Zucchini. Zugegeben mit 150g eher als homöopathische Dosis.

Und weil Brownies von Natur aus gatschig sind (und zwingend sein sollten - alles andere wäre ein Verbrechen am Brownie), bemerkt man noch nicht einmal anhand der Konsistenz, dass Gemüse im Schokoladenteig untergetaucht wurde. Die Zucchini unterstützt letztlich nur die Hauptcharaktereigenschaft des Brownies (Gatschigkeit) und verhindert eigentlich, dass man ihn richtig verkrachen kann (trocken durchbäckt). Es liegt mir auf der Zunge zu behaupten, dass in keine andere Süßknabberei Zucchini besser passen als in Brownies.

Zitronen-Verbene und Kardamom verhalfen meinen Brownies zu noch mehr Leben. Wenngleich auch ein denkbar kurzes...


Ein Brownie kann alles - bestimmt auch *Tea-Party* - wenngleich nicht typischerweise, aber sind Brownies nicht mittlerweile *Global Player*? Verdientermaßen! Nun, ich beginne einfach, damit Zorras 15. Bloggeburtstag zu feiern - Zorras Blog ist für mich ein Fixstern in Blogistan und völlig undenkbar wegzudenken. Herzlichen Glückwunsch, liebe Zorra, du bist unser Foodie-Urgestein :)!

Zutaten - Form: 20cm x 25cm

150g Zucchini, grob geraspelt
75g Butter, weich
50g Schokolade (70%)
50g Mehl*
1 TL Back-Pulver
1 Pr Salz
80g brauner Zucker
100g Nüsse, grob gehakt (m: Haselnüsse)
3 TL Kakao
30g Schokolade, gehakt (70%)
2 Eier
1 EL Zitronen-Verbene, fein gehackt
1/2 TL Kardamom

Zubereitung:

Backform mit Backpapier auslegen.

Ofen auf 150° (Umluft) vorheizen.

Zucchini grob raspeln. Verveine fein hacken - ebenso 30g Schokolade. Die Haselnüsse sehr grob hacken.

Butter mit 50g Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Mehl, Backpulver, die Prise Salz und Kakao-Pulver miteinander mischen.

Zucker und Eier weiß-cremig aufschlagen. Gewürze und Schoko-Butter unterrühren. Mehl-Mischung zufügen und kurz homogen vermengen. Zuletzt Zucchini und Nüsse untermischen und den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen - für 25-30min in den Ofen schieben (Stäbchenprobe - darf nicht völlig durchgebacken sein). 

*Anmerkung m: beim nächsten Mal verwende ich Vollkorn-Mehl... für die Emotionen und so...


Inspiration³ : Tarte mit Johannisbeeren, Holunderblüten-Sirup und Verveine

Sonntag, 9. Juni 2019


Der Holunder blüht verschwenderisch und duftet dabei derart betörend und berauschend, dass auf dem Land an ihm gerade kein Weg vorbeiführt. Gleichzeitg verfärben sich an den Sträuchern die ersten Johannisbeeren rot und erinnern mich daran, dass noch welche von letztem Jahr tiefgekühlt auf Verwertung warten. 

Eine weitere Weisung in Richtung dieser Tarte waren freundliche Feriengäste aus der Schweiz, die auf der Suche nach einem Tarte-Rezept erst über das Blog gestolpert waren, um schließlich als Urlauber bei uns zu landen. Ich wußte die Zeichen wohl zu lesen und trollte mich brav gen Küche, um allen gesehenen, gerochenen und erzählten Boten der Zeit gerecht zu werden. So einfach kann Kochen oder Backen sein, wenn die Musen flüstern...

Zutaten:

240g Mehl
130g Butter
Salz
60g Zucker
1 TL Crème fraîche
(oder 1 Ei)
etwas kaltes Wasser
Abrieb einer 1/2 Tonka-Bohne

450g Johannisbeeren
250g Mascarpone
1 Ei
6 EL Holunderblütensirup
40g Zucker*
12 Blätter Verveine 


Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Tarteboden einen homogenen Teig kneten und mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Eine Tarteform buttern, den Teig auswellen und die Form damit samt Rand auskleiden. Den Boden mit der Gabel mehrfach einstechen und ca. eine halbe Stunde in die Tiefkühle stellen.

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen. Die Tarte mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchte belegen und 10min backen - Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und weitere 10min backen.
Währenddessen von den Verveine-Blättern die Mittelrippe herausschneiden und fein hacken. Mascarpone, Ei, Holunderblütensirup, Zucker und Verveine mit einem Handrührgerät glatt rühren. Die Johannisbeeren untermischen.
Den Backofen von Umluft auf Ober-/Unterhitze umstellen. Den Belag auf den vorgebackenen Boden verstreichen und die Tarte weitere 20min bei 190° und 15min bei 180° backen. Auskühlen lassen - ich finde, etwas gekühlt schmeckt die Tarte besonders erfrischend.

*Anmerkung m: Die Johannisbeeren lassen sich auch prima durch Brombeeren, Himbeeren oder Blaubeeren ersetzen. Möglicherweise würde ich den Zucker dann etwas reduzieren, weil man weniger Säure als bei den Johannisbeeren ausbalancieren muss.


Erdbeerbomber: Erdbeer-Charlotte

Montag, 11. Juni 2018


Mich ganz auf die klassischen Aufgaben eines typischen Food-Blogs besinnend, gibt es heute ein Erdbeer-Rezept zum Angeben. Ich finde ja, dass die Charlotte ordentlich was hermacht. Und so aufwenig herzustellen, wie man meinen möchte, ist sie gar nicht.

Ihr kennt ja die Kategorie von Pâtisserie, in der ich mich bewege: ich hänge im Anfänger-Modus fest. Vermutlich wird sich das nie ändern - Süßbäckerei ist einfach nicht meine Kernkompetenz. Und dafür - kommt Leute, jetzt mal ehrlich - macht die Charlotte mords was her. Im Grunde genommen ist dieser Kuchen nichts anderes wie eine Erdbeer-Crème zusammengesetzt mit einem Biskuit (und beim Biskuit habt ihr im gleichen Zug eine ganze Fülle hochkarätiger Erdbeer-Rezept-Ideen).

Für meine Charlotte habe ich eifrig recherchiert, damit ich sie so basteln kann, wie ich sie mir vorstelle. Gerade als Dessert für eine größere Runde an Gästen halte ich sie für ideal. Gut, und auf der Sonntagskuchentafel wird sie an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allem anderen Gebäck die Schau stehlen.

Beim Machen habe ich mich ganz an das Prinzip *Never-change-a-winning-team* gehalten. Ich glaube, das ist ja auch der Grund, weshalb ich Backen (ausgenommen Brot) nicht so mag: man ist so ganz gezwungen, sich an die Zahlen zu halten, sonst kann man es vermasseln. Kochen hingegen bleibt ein kreativer und veränderlicher Prozess, auf den man bis zum Schluß Einfluß nehmen kann. Aber um es gleich vorweg zu nehmen: mit dieser Charlotte kann rein gar nix schief gehen, haltet ihr euch an die Vorgaben. Dann ist das sogar ein waschechter Anfänger-Kuchen.

Gerade bei Biskuitrollen, bzw. Biskuit-Rouladen ziehen viele schnell den Kopf ein. Ich kenne die Probleme ja ebenfalls (s. Biskuitrolle). Aber ähnlich wie bei Gnocchi kommt es nur auf ein gutes Rezept an und dem Gelingen steht nix im Weg. Und die Biskuit sowie die richtige Festigkeit der Mousse sind die eigentlichen Herausforderungen der Charlotte. Mit beidem bin ich hier sehr zufrieden: die Biskuit wurde herrlich locker und ließ sich wieder easy aufrollen und die Erdbeer-Crème war leicht, cremig, erdbeerig und von der Konsistenz comme il faut. Fertig ist der perfekte Angeber-Kuchen! Applaus vorprogrammiert...



Zutaten - 1 Schüssel von 2l Fassungsvermögen:

Biskuitrolle:
4 Eier
150g Rohrzucker
120g Mehl
30g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
1/2 Zitrone, Schalenabrieb
1Pr Salz

200g Marmelade (m: Kirsche-Limone)

Füllung:
400g Erdbeeren
500g Joghurt
250g Mascarpone
100ml Kefir
60g Zucker*
20 Verveine-Blätter
1 Vanilleschote, das Mark davon
9 Blatt Gelatine


Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 190° (O/U-Hitze) vorheizen.

Die Eier trennen. Die Eigelb mit 30g Zucker und den Zitronenschalen mit einem Schneebesen gut verrühren. Mehl, Backpulver und Speisestärke zusammen in eine Schüssel sieben. Den Eischnee mit dem restlichen Zucker von 120g und der Prise Salz steif schlagen. Eischnee und Mehl-Mischung abwechselnd mit dem Schneebesen unter das Eigelb ziehen - darauf achten, dass die Masse luftig bleibt. Glatt und gleichhoch auf der ganzen Größe des Backpapiers verstreichen. Für ca. 12min backen.

Biskuit mit Kristallzucker bestreuen, ein zweites Backpapier auflegen, beide Papiere greifen und das Biskuit drehen und so zugedeckt auf dem Backblech auskühlen lassen. Dann mit der Marmelade bestreichen, einrollen und in ca. 22 Scheiben von einem guten 1cm Dicke abschneiden. Die Schüssel relativ glatt mit Klarsichtfolie auslegen und dann dicht an dicht und so eng wie möglich mit den Biskuitscheiben belegen.

Für die Füllung die Erdbeeren waschen, klein schneiden und 250g davon pürieren. Mascarpone mit dem Joghurt und dem Erdbeer-Pü verquirlen. Ebenfalls Zucker, das ausgekratzte Vanillemark und den kleingeschnittenen Verveine untermischen. Die Gelatine 10min einweichen, gut ausdrücken und bei kleiner Flamme in einem Topf mit dem Kefir auflösen. Mit 2-3 Eßlöffen der Joghurtmasse mischen, dann Topf- und Schüsselinhalt sorgfältig miteinander vermengen. Die Füllung im Kühlschrank etwa 10min anziehen lassen, dann die kleingeschnittenen Erdbeeren unterheben und die Füllung auf die Biskuitscheiben gießen und mit den restlichen Scheiben abdecken (ich habe - s. Foto - für den Boden zwei restliche Scheiben, die ich nicht untergebracht hätte, klein geschnitten und in die Lucken gedrückt). Die Schüssel so mindestens für 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. 

Stürzen und gut gekühlt servieren.

*Anmerkung m: ausgemachte Süßmäuler nehmen eventuell noch etwas mehr Zucker für die Erdbeer-Crème (ich mags ja generell nicht zu süß).

Unnötig zu erwähnen, dass es jede Menge an Variationsmöglichkeiten für die Charlotte gibt, wenn man nur das Obst und die Marmelade austauscht. Ich will dieses Jahr noch eine Aprikosen-Charlotte werkeln!


wettertechnisch: Kefir-Honig-Crème mit Kumquats

Samstag, 19. Mai 2018


Jede Berufssparte unterliegt ihren Gesetzen und Geboten. Für die Hotellerie gilt als oberste Disziplin die der Diskretion. Das ist natürlich für jemanden wie mich, die gerne aus dem reichen Fundus der unmittelbaren Ereignisse erzählt, sehr bedauerlich. Doch da läßt sich nicht daran rütteln: die Edikette schreibt vor, über Gäste einen Mantel des Schweigens zu legen. Das reicht jetzt nicht an die Schweigepflicht der Ärzte und Pfarrer ran, vielmehr ist das ein insgeheimer Kodex. Auch wir als kleine Gîte-Vermieter haben die Privatsphäre unserer Gäste zu schützen. Alles andere wäre zudem geschäftsschädigend. Das kann also keiner wollen.

Als Sidekick fällt mir ein, wie zu Sturm-und Drangzeiten  meine beste Freundin und ich ein Shirt für die Disse bedrucken wollten, mit der Aufschrift *PRIVAT BIN ICH GANZ ANDERS*. Fanden wir einen echten Brüller. Es kam aber ebenso wie *Gegen Geduld* nie zur Umsetzung...

Zurück zum Nähkästchen. Natürlich - Kleinbetrieb wie wir sind - passiert es dennoch hin und wieder, dass wir einen einschlägigen Schwank zum Besten geben. Das ist nun mal unser Leben. Und das Meiste davon ist ja völlig jugendfrei. Trotzdem muß ich wiederholt feststellen, dass es wenig gibt, was Feriengäste weniger mögen, als eben solche Geschichten. Abgesehen von *schlechtem Wetter*. 

Am Ende einer Saison habe ich definitiv meinen Bedarf an Wetter-Gesprächen für mehrere Monate im voraus gedeckt. Hinzu kommt ja, dass die (französische) Landbevölkerung ebenfalls bevorzugt über das Wetter smalltakt. Dabei wird geunkt, was das Grün hergibt, mit Bauernregeln gekalauert und entweder über große Hitze oder mangelnden Regen oder beides geklagt. Gerade Regen macht - das werde ich wohl nicht weiter erklären müssen - den großen Gegensatz zu Wettergesprächen mit Feriengästen. Mit letzteren dreht sich dabei alles um *Nichtregen*, vor allem den zukünftigen. Manchmal habe ich den Eindruck, Südfrankreich dürfte für Urlauber auch gerne in der Wüste liegen. Was wiederum mit den Interessen eines Gärtners wenig bis gar nicht korrespondiert, aber das ist wieder eine andere Baustelle...

Einer meiner Lieblinge in Buchungsanfragen lautet ungefähr wie folgt: *Wir würden gerne bei Ihnen nächstes Jahr in der ersten Septemberwoche Urlaub machen. Wie ist denn um diese Zeit das Wetter üblicherweise.* Anfangs brütete ich wirklich über eine seriöse Antwort in romanhafter Ausführung mit der Neigung, die erratene Erwartungshaltung (warm, Sonnenschein) zu bedienen (hach, verflixt meine Neigung zur gewissenhaften Ehrlichkeit sowie der Freude am Entgegenkommen). Gerne summte ich beim Schreiben diese Melodie. Aber Kinners, machen wir uns nix vor, eigentlich ist die Antwort ganz einfach: ich weiß es nicht. Heiße ich Delphi? Könnte ich das vorhersagen, würde ich das hauptberuflich machen. So siehts aus.

Auch wenn wir auf unserer Terrasse stehen und damit ungewöhnlich viel Himmel gegenüber, verleitet das ausgesprochen oft zur Wettermystelei. Gerne versichere ich dann auskunftsfreudig, dass ich nun nach Jahren - was meine Übung zu Vorhersagen angeht - bei soliden 50 Prozent angekommen bin. Man kann nicht sagen, dass ich mit meiner Meinung als Meterologie-Koriphäe hinterm Berg halte...

Und gegen Regenwolken ist mein Patent-Rezept, ab in die Küche und was Süßes basteln. Damit verarzte ich auch gerne Wetter abgeduschte Feriengäste als Stimmungsaufzuckerer. Ich verstehe ja schließlich, dass sich alle für ihren Urlaub Azuro-Tage wünschen. Hier ein einfaches Gläser-Dessert mit dem gewißen Eß-was - vor allem dank den Kumquats aus eigener Ernte.



Zubereitung 4 Gläser:

250g Kefir
80g Sahne
50g Honig (m: Thymian-Honig)
1 Pr Salz
2 1/2 Blatt Gelatine

150g Kumquats
4 TL brauner Zucker
1 Orange
1 Vanille-Schote
einige Blättchen frischer Verveine/ oder Melisse

Zubereitung:

Blattgelatine in kaltem Wasser für mehrere Minuten einweichen, dann gut ausdrücken. In dem Honig bei sanfter Temperatur in einem kleinen Topf auflösen. 2-3 EL Kefir dazu geben, dann alles sorgfältig unter den Kefir rühren. 

Schlagsahne steif schlagen und unterheben. Creme in Gläser füllen und mindestens 45 Min. kalt stellen. Inzwischen Kumquats waschen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Saft von der Orange auspressen. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Kumquatscheiben, Zucker, Orangensaft und das Mark der Vanilleschote 5 Min. leise kochen, kurz vor Ende die fein hackten, frischen Kräuter unterrühren. Anschließend im kaltem Wasserbad abkühlen lassen. Kefircreme mit den Kumquats servieren.

Inspiration: Essen und Trinken 


Anspruch: Zucchini-Tarte mit Yufka und Pfirsich-Vereine-Kompott

Sonntag, 30. Juli 2017


*Es mangel nicht an Liebe auf der Welt, es mangelt an einem erfüllbaren Anspruch an die Liebe* zitiert Elke Heidenreich einen Freund von sich. Und ich glaube, diese Aussage kann man auf das ganze Leben ausdehnen. Warum immer nach den Spitzen greifen wollen, dem Einzigartigen und Besonderen, Außergewöhnlichen? Warum so sehr streben nach höher, schneller, weiter, größer, besser, schöner - diesem ewig kapitalistischen Prinzip. Gut reicht nie aus. Alles muß wachsen bis ins Wuchernde.

Das erste, was mir unsere Art des Reisens beigebracht hat, das ist  *Anspruch* von *Bedürfnis* auseinander halten zu können.

Denn spätetens in der dritten Woche unterwegs bin ich wieder runtergeköchelt und es zählen eine handvoll Dinge, die mein Universum zu einem kugelrunden Planeten machen: ein schmerzfreier Körper, saubere Anziehsachen, ein gefülltes Bäuchchen, ein anständiges Klo, eine geregelte Verdauung und eine kuschelige Schlafmöglichkeit. Ist das alles gegeben, dann jammert nur, wer schlechte Laune verbreiten will. *Bedürfnis* definiere ich leichterdings als all das, was für mich existenziell wichtig ist. Dazu findet sich das ein oder andere Goodie von ganz alleine.

Nur habe ich mich ja schon oft gefragt: ist die Spezies Mensch denn überhaupt gemacht für Harmonie, Zufriedenheit und Ruhe? Hält sie das denn aus? Und will sie das überhaupt?

»Kuhglück«, sagte Graeber, »wer will das haben?«
»Ich weiß nicht, ich glaube, ich könnte schon eine ganze Menge davon für längere Zeit aushalten.«
»Ich auch. Ich will es nur nicht zugeben, weil wir es vorläufig nicht haben können.«
»Zehn Jahre sicheres, gutes, einförmiges, bürgerliches Kuhglück - ich glaube sogar, ein ganzes Dasein voll damit wäre nicht zuviel.«
(Zeit zu leben und Zeit zu sterben - Erich Maria Remarque)

In meiner Gartenküche macht gerade die Einfachheit sowie die wiederkehrende Ernte den Reiz erst aus. Gut schlichte Zutaten unkompiziert verarbeitet zu einem entspannten Essen - c'est tout! Im Falle dieser Tarte kommt noch eine alte Liebe hinzu: Obst zu herzhaften Gerichten.

Zutaten - Tarte von 24cm Durchmesser 2/3P:

5 Yufka-Blätter (quadratisch 40cm Länge)
2 kleine Zucchini (ca. 350g), grob geraspelt
3 Eier
200g Ziegenfrischkäse
50g Crème fraîche
1 Bund Basilikum
3-4 junge Blätter Mangold
Bergkäse, gewürfelt (m:
3 EL Semmelbrösel
1/4 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette
ca. 30g Butter, flüssig

1 1/2-2 gelbe Pfirsiche
6-8 Blätter Verveine
1-2 EL Zitronensaft
ca- 1 EL Zucker (m: Gelierzucker)

Zubereitung:

Den Stielkopf der Zucchini entfernen, grob raspeln, etwas salzen (ca. 1/2 TL), vermengen und ca. 10-15min Wasser ziehen lassen. In einem Sieb gut ausdrücken.

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

Die Basilikumblätter vom Stiel rupfen und zusammen mit den Ziegenkäse, der Crème und den Eiern pürieren. Den Mangold in dünne Steifen schneiden.

Zucchini mit Mangold und der Crème vermengen, würzen mit Kurkuma und Piment. Den gewürfelten Käse untermengen.

In die Tarteform ein Blatt Yufka einlegen, mit Butter bepinseln, das nächste darüber legen, wieder mit Butter bepinseln bis alle Blätter in die Form geschichtet sind - sollten die Ecken zusehr rauslappen, die Spitzen etwas nach innen klappen. Die Füllung auf die Yufkablätter geben, glatt streichen und für ca. 30-35min backen.

Währenddessen für das Kompott den Pfirsich in kleine Würfel, den Verveine in feine Streifen. Den Zucker zufügen und den Zitronensaft und bei kleiner Hitze ca. 10 einköcheln lassen. Pürieren.

Inspiration: Tim Mälzer

Yippie-ya-yeah: Erdbeerzeit!!!

Freitag, 19. Mai 2017


Liebe Freunde des guten Geschmacks, ich weiß nicht, ob Sie es mitbekommen haben, aber ES IST ERDBEER-ZEIT!!!! Oo de Lally-Yippie-ya-yeah!

Zur feierlichen Eröffnung der Saison habe ich mich eines Klassikers besonnen, der Biskuit-Roulade.  Für mich totally 80er! Und momentan nicht so richtig en vogue, oder? Aber auf soetwas pfeife ich ja schon seit Äonen. Zu Kunst-Aka-Zeiten, als um mich herum alles mit hochgezogenen Augenbrauen *Örgs-Igitt-Kunsthandwerk* würgte, streckte ich meine Nase nach oben zusammen mit meinem Oscar Wilde: *Nichts ist so gefährlich wie das All-zu-modern-sein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.

Zumal es für eine Biskuit-Roulade gar keine Fingerfertigkeit braucht- wenn man denn den Knoff-Hoff-Trick kennt, damit die Bikuit nicht reißt beim Rollen. Sobald es heikel in der Küche wird, halte ich mich - wie so oft - an meine kulinarische-Blogistan-Ziehmama: Petra von Chili und Ciabatta. Von Beginn an ist sie aus meiner Küche nicht weg zu denken. Dreht man den gebackenen Biskuit wie in der Zubereitung beschrieben, rollt die Kiste von alleine Richtung hübscher Kuchentafel! Ohne dass man später mit zusätzlicher Sahne einen Riß beschützend vor kritischen Augen zuspachteln müßte.

Und füllen könnt ihr dann nach schleckigem Belieben. Bisher habe ich zwei meiner (unverbloggten) Rouladen Kirschen verinnerlicht, heute habe ich die köstliche Idee von Alex von foto e fornelli übernommen, Erdbeeren mit Basilikum zu kombinieren. Alex zählt zu meinem kleinen Blog-Event der vermissten Blog-Kolleginnen. Ihre poetische Food-Fotographie liebe ich nach wie vor besonders. Selbst wenn sie (gerade) nicht aktiv bloggt, ist ihr Fundus VIEL zu schade, um ungenutzt im Netz zu verstauben! Bester Beweiß ist diese Quarkmousse mit Erdbeeren umwickelt von einem luftigen Biskuit  - wenn auch in leicht abgeänderter Version!

Zutaten:

Biskuit:
5 Eier
75g Zucker
65g Mehl
1/2 Vanilleschote, das Mark davon
1 Pr Salz

Füllung :
5 Blatt Gelatine
250g Sahne
375g Quark
60g Puderzucker
12 Blatt Basilikum
12 Blatt Verveine
1 Limette, Abrieb & Saft
300-350g Erdbeeren, klein geschnitten

Zubereitung:

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Mit einem Schneebesen die Eigelbe mit 10 Gramm vom Zucker, Vanillepulver/ oder -mark und einer Prise Salz verrühren. Das Eiweiß mit dem Rest Zucker cremig aufschlagen. Mehl und Eiweiß abwechselnd luftig unter die Eigelbmasse heben. Anschließend die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech ein bis zwei Zentimeter dick verstreichen. Zehn Minuten backen.

Das Blech herausnehmen, den Teig mit Kristallzucker bestreuen, ein zweites Backpapier obenauf legen und alles zusammen umdrehen, auf dem Blech so abgedeckt auskühlen lassen.

Für die Creme: Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Limettensaft und Limettenschale mit dem Puderzucker in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen. Eingeweichte Gelatine ausdrücken und in der Saftmischung unter Beisein auflösen. Etwas abkühlen lassen.

Von dem Verveine die Mittelachse rausschneiden und zusammen mit den Basilikumblätter, mit dem Quark und der Gelatine-Mischung in einem Mixer (oder dem Zauberstab) fein purieren. In eine Schüssel umfüllen und ca. 15 Minuten kühl stellen.


Inzwischen die Erdbeeren waschen, gut abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden.


Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben und weitere 10min kalt stellen. Papier vorsichtig vom Bisquit abziehen und die Creme ca. 1 cm dick aufstreichen. Die Erdbeeren gleichmäßig auf die Creme verteilen. Biskuit einrollen und im Papier eingepackt zwei Stunden kühlen. Vor dem Servieren die Rolle mit Puderzucker bestäuben. 

Anmerkung Petra: In Papier eingerollt lässt sich die Roulade gut einfrieren. Benötigte Stücke können nach Bedarf abgeschnitten werden.



Und weil ihr nicht uninspiriert an Erdbeeren vorbeil laufen sollt - soetwas macht man einfach nicht - voilà meine fürsorgliche Auswahl für euch:


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