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Frostbeulen-Konter: Rote-Linsen-Cremesuppe mit oder ohne Chorizo

Sonntag, 10. März 2013

Europa hat uns wieder und heißt uns Willkommen mit einer steifen Prise. Bereits als wir vom Charles de Gaulle-Flughafen in Paris Richtung TGV gewechselt haben, wußte ich, dass mein Körper vor diesem Temperatursturz klein beigeben wird. 

Nun haben wir sie also, die Erkältung und zwar eine von der fiesen Art mit Uhu-Schnupfen, schepperndem Husten, schmirgelndem Rachen und einem Kopf mit sandigem Vogelstrauß-Gefühl. Nein, ich erwarte kein Mitleid von euch. Und bei Sonnenschein durch den allerzart sprießenden Garten zu laufen macht die Freude, wieder zu hause zu sein, nur größer. Denn Reisen - so wie wir es machen - ist auch anstrengend. Daher genießen wir den Luxus eines Eigenheims (hey, ich habe einen ganzen Kleiderschrank (!) voller Klamotten !) wieder in vollen Zügen.

Prädestinierte Kandidaten für Suppen sind wir in unserer Verfassung aber allemal. An diesem Thema werde ich wohl einige Zeit bleiben. Außerdem muß ich mich erst wieder in der Küche zurecht finden. Wo steht doch gleich meine Wage? Und was, rote Linsen muß ich erst wieder kaufen?... Es ist wirklich irre, wie sehr man nach drei Monaten aus aller Gewohnheit draußen ist (womöglich auch wieder drinnen... ;).

Diese Suppe hatte ich bereits vor unserer Abreise gekocht und nun ein zweites Mal kurz nach unserer Ankunft. Und zwar in der veganen Variante ohne alles Topping-Gedöns, das es für meinen Gusto eh nicht wirklich braucht. Besonders fand ich bei dieser Suppe den Tiefengrund, den die Datteln erzeugen.

Als musikalischen Aufwärmer rufe ich euch Bob Marley in Erinnerung, der uns viel begegnet ist und mir beim Hören bereits warme Gefühle macht. Allerdings laufen etwa auf den Philippinen auch vermehrt andere Lieder, die bei uns weniger bekannt sind...
Zutaten für 4 Personen:

200 g rote Linsen
150 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 rote Chili
150 g Möhren
3 Datteln (ohne Kern)
3 EL Olivenöl
1 TL Tomatenmark
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Msp. gemahlener Zimt
1 l Lammfond (m: Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
1 EL Pflanzenöl
4 kleine Merguez-Würstchen (à 70–80 g/ m: Chorizo in Scheiben)
100 g Fetakäse (m: Ziegenfrischkäse)
2 TL Schwarzkümmel

Zubereitung:

Linsen in einem Sieb waschen, abtropfen lassen. Zwiebeln und Knoblauch fein schneiden. Chili putzen, fein schneiden. Möhren waschen, in dünne Scheiben schneiden. Datteln grob schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, darin Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Möhren und Datteln bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten dünsten. Tomatenmark, Kreuzkümmel und Zimt zugeben, kurz anrösten und mit Lammfond auffüllen. Linsen zugeben und abgedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten kochen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen und mit einem Schneidstab sehr fein pürieren.

Für die Einlage Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Merguez-Würstchen darin von beiden Seiten in 4–5 Minuten braun braten. Würstchen auf Küchenpapier abtropfen lassen. Suppe in tiefe Teller füllen, Würstchen darauf verteilen und mit zerbröseltem Fetakäse und Schwarzkümmel bestreuen.
Quelle: Beef

Bingo - Ravioles des Merquez

Mittwoch, 20. Juni 2012

Um mit viel Elan ins neue Bloggerjahr zu starten, was liegt da näher als Pasta oder bessernoch als gefüllte Pasta? Für uns zwei machen sich selbst Ravioli in angemessener Zeit. Frische Tagliatelle wäre mittlerweile ein Beitrag für die cucina rapida, denn die gibts nun wirklich häufig bei uns. Und neben meiner Getreidemühle hat nur die Marcato zum Pastateig auswellen einen festen Platz in der Küche. Das sagt alles.

Dadurch dass das Zubereiten der Füllung keine Arbeit ist und auch die Sauce nebenbei passiert, bliebt genug Gelegenheit, die Ravioli zu formen. Ein bißchen stolz auf mich bin ich, weil ich es geschafft habe, dieses Gericht so reduziert zu lassen, dass sich Sauce und Ravioles im PERFEKTEN Schweizer-Taschenmesser-Prinzip zusammenfügen. Das könnte ihr, nein das solltet ihr GENAUSO nachkochen, ohne dass ihr mit irgendetwas anderem dazwischenfummelt. Ausgeklügelter, harmonischer und runder wirds nicht. Das schreibe ich jetzt nur dazu, weil ich euch in der Zwischenzeit gut genug kenne: IMMER unterwegs doch den eigenen Senf dazugeben müssen... ;O)!

Freude machen die ersten eigenen Tomaten, hier die ersten farbigen Coktailtomaten. Der obligate junge Knofel darf ebenfalls nicht fehlen. Und der oberübergalaktische Geschmacksabrunder ist der Zitronenbasilikum. Mein letzter Apell an euch: sät euch irgendwo, und wenns auf dem Küchenfenster-Rahmen ist, einen Busch Zitronenbasilikum aus. Und wenn ihr euch dann daran bedient und jedes Mal, wenn ihr Blätter daran abrupft, dann ruft laut gen Süden (du Zorra, natürlich gen Norden): Danke, Micha, dass du mich dazu gebracht hast :)!
Zutaten:

Pastateig:
150g Mehl
50g Hartweizenmehl
2 Eier
2 EL Olivenöl
1 Pr Salz

Fülle:
200g Merquez
(etwa 3 Würste)
1 Ei
1 EL frischer Tymian
1 EL frischer Rosmarin, feingehackt
30g Weckmehl
(besser 1/2 Brötchen vom Vortag)

Sauce:
Kirschtomaten
Basilikum/ Zitronenbasilikum
2 Zehen junger Knoblauch
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Pastateig wie gewohnt gründlich kneten und im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen lassen.

Für die Fülle die Merquez aus der Pelle drücken und in einer Pfanne ohne Fett durchbraten. Dann auf Küchenkrepp vom überschüssigen Öl befreien. Das Brötchen in etwas Wasser 20 Minuten einweichen und gut ausdrücken. Mit der gebratenen Merquez, dem Ei und den Gewürzen gut vermengen. Vorsichtig salzen und pfeffern.

Pastateig auswellen (m: Marcato Stufe 6 von 7 - dann von Hand breiter ausgewellt auf 16cm Breite).  Quadrate zu 8x8 schneiden, füllen mit etwa 1 kleinen Teelöffel Fülle, Kante mit Wasser bepinseln und auf Dreieck geklappt. Die Kanten auf die Weise sorgfältig zusammendrücken, dass keine Luftblasen eingeschlossen werden. Die fertigen Ravioli auf ein mehlbestäubtes Küchentuch auslegen und so fortfahren bis Fülle und Pastateig verbraucht sind. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

Die Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden. Den Zitronenbasilikum waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden. Die Coktail-Tomaten halbieren. Die Tomaten und den Knoblauch in gutem Olivenöl in einer Pfanne schwenken.

Die Ravioli etwa 3 Minuten kochen und mit einer Schaumkelle in die Pfanne zu den Tomaten geben. Vor dem Servieren abschmecken und den Zitronenbasilikum darüber streuen.

Wunschperpeduum Mobile und Couscous-Curry mit Möhren, Nüssen und Merguez

Donnerstag, 12. Januar 2012

Wenn alle  Rezepte so sind wie dieses und jenes, na dann muss ich das von Herr Paulsen empfohlene (UND sein eigens geschriebenes) Kochbuch (chapeau!) auch noch in meinem Besitz wissen (das vegetarische, das er an selber Stelle hochhält, finde ich ebenfalls interessant ;).  *Der schnelle Teller* macht keine falschen Versprechungen, hier wird ganz wahr gemacht, was der Buchtitel verspricht: unkompliziert, schnell zubereitet und délicieux!

Da muß ich gerade mal innehalten und wieder über meine Wunschkochbuchliste, das Kuriosium, staunen: wie ich oben was wegstreiche, hängt sich unten wieder etwas an. Ein Wunschperpeduum Mobile.

Zum gleichen Urteil hat man in der Bloggerwelt bereits vor mir gefunden und zwar hier und hier und hier. Also, ihr wißt nicht, was nach der Arbeit noch geschwindig an Köstlichkeit zubereiten: voilà, violà! Der von mir allseits und immer geliebte Essensaufwerter Karotte ist zudem darin enthalten. Mir hats gefallen. So gut, dass ich es wiederkochen werde.

Zuta­ten für 4 Personen:

1 Bund Möhren
(m: bunte)
2 rote Zwiebeln
1 rote Pfefferschote
(m: Harissa)
1 Knob­lauch­zehe
8 Back­pflau­men
4 EL Olivenöl
1 EL Cur­ry­paste oder Currypulver
400 ml Gemüsebrühe
Saft einer Orange
150 g Bul­gur (7-Minuten-Bulgur)
Salz
8 Merguez-Bratwürste
4 EL Öl
2 Zweige Petersilie
100 g gesal­zene, gerös­tete Nüsse
(m: Mandelstifte)
Zubereitung:

Möh­ren schä­len und schräg in dünne Schei­ben schnei­den, Zwie­beln in Spal­ten schnei­den. Pfef­fer­schote in Ringe schnei­den, Knob­lauch in Schei­ben, Back pflau­men hacken. Alles in einem Topf im hei­ßen Oli­venöl andüns­ten. Cur­ry­paste zuge­ben, mit Brühe und Oran­gen­saft auffüllen.

Den Bul­gur ein­rie­seln las­sen. Auf­ko­chen, sal­zen und zuge­deckt 8 Minu­ten bei mil­der Hitze zie­hen las­sen. Merguez-Bratwürste im hei­ßen Öl 8 Minu­ten bra­ten, dabei öfter wenden.

Peter­si­lie und Nuss­mi­schung hacken, über den Möhren-Bulgur streuen. Mit Mer­guez servieren