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Spiritualität vs. Esoterik: Hua Juan - gedämpfte Brötchen

Mittwoch, 21. Dezember 2022

 

Wenn es einen Gott gibt, dann schaut er sicher nicht wohlgefällig auf die weiße Menschenrasse. Bei diesem kleinen Gedankenspiel sind wir uns einig, oder? Hey, so viel realistische Selbsteinschätzung muss drin sein. Kolonialismus, zwei Weltkriege und ein dritter in Arbeit, die Ausbeutung der Erde, der Umgang mit Tieren... © by white race. Karma - die Konsequenz aller Taten - löst sich nicht einfach in Luft auf.

Man könnte meinen, jetzt zu Weihnachten ploppt hierzulande noch ein letzter Restbestand auf eines Bedürfnis, sich Göttlichem hinzuwenden. Aber nimmt man mein kleines Blog-Event vor Jahren mit der Frage *Was bedeutet für dich Weihnachten* repäsentativ, dann spielte für nicht eines meiner teilnehmenden Mädels mehr Spiritualität eine Rolle in der Auseinandersetzung mit Weihnachten. Kirche und Religiösität sind rum. Vorbei. Aber einen Ersatz haben wir ebenfalls nicht dafür. Wir haben uns von Gott abgewendet. Wir brauchen Gott nicht mehr.

Warum soll es Gott geben? Weshalb sollte ich mich der Dramatik des Lebens stellen? Wodurch Leben entsteht, kann ich doch mit Maß und Zahl analysieren. Wozu mich eingliedern, wo ich bereits über den Dingen stehe.

Gut veranschaulicht die Arte-Doku *Spiritualität 2.0 - der Traum vom optimierten Ich* was es bedeutet, keine Verbindung mehr zu haben zur universellen Einheit: angehimmelte Gurus puschen in bester Ami-Life-Coach-Leistungssport-Manier Menschen dazu mittels Autosuggestion ihr Ego zu boostern um im Außen besser anzukommen. Auf dem Weg zum Maximus. Das Große, das wir anbeten, sind wir selbst. Na denn man tau! 

Ja, die Beziehung zu Gott hat jeder selbst zu knüpfen. Höchst individuell. Keine Zwischeninstanz, keine Mittler von Nöten. Genau deswegen: Erstmal muss man Gott irgendwo finden (Rilke). Ganz wie meine Investigativ-Journalisten, denen ich die letzten Jahre verstärkt zuhöre, betonen: Information ist eine Holschuld und keine Bringschuld. Nur wer Fragen hat erhält Information. Gleiches gilt für die spirituelle Suche. Keiner kommt mit dem Silbertablett vorbei und reicht Antworten.

Allahu akbar heißt übersetzt eben nicht *Gott ist groß* sondern *Gott ist größer* - das macht einen gewaltigen Unterschied, für alljene, die darüber nachdenken. Ich will in der Lage sein, in allen Tempeln der Erde das jeweils Größte anzubeten, sagt Rilke sinngemäß. Denke so gross du nur kannst - Gott ist größer. Und dann sehne dich nach dieser Nähe.

Ein spiritueller Weg beginnt definitiv nicht esoterik-like mit einem Kindergeburtstag à la *Du bist ganz wundervoll, so wie du bist*, sondern, rollt sich eher umgekehrt auf. Ihr kennt bestimmt die Anekdote: Ein Lama wird gefragt: Wie erhalte ich Erleuchtung? Die Antwort lautet: Klo putzen, Klo putzen, Klo putzen. Ohne, dass man sich selbst nicht dem stellt, was im Inneren im Weg steht - Ängste und Hochmut - gibt es keine Weiterentwicklung. Nicht zu vergessen das Familienkarma (oder neudeutsch die transgenerationale Weitergabe von Traumata), das in Bann schlägt. Schlüssel zur Befreiung sind Erfahrungen, Erkenntnis und Selbstreflexion. Auf diese Weise knüpfe ich einen Draht zu meinen eigentlichen Beweggründen - meinem Wesen, das ganz unabhängig ist von Dingen wie Namen, Herkunft, Adresse, Alter, Beruf, Kreditkarte, Freunde, Beruf, Partner. Sonst nämlich wird es schwer bis unmöglich, anzunehmen was war, was aber jetzt nicht mehr zu ändern ist - sei es noch so ungeheuerlich. Daher gilt es, seinen Frieden mit der Vergangenheit zu schließen. Kein Neustart ist vorher denkbar, sondern nur neues Karma stapelt sich obendrauf. Also *nimm dein Bett und wandle!*

Die Hoffnung aller Suchenden winkt in der Ferne: die Überwindung des Ego, der Mensch, der sich freiwillig Werten unterstellt, der in der Lage ist, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, der das Mentale zum Schweigen bringt, der sich innerlich leer und zum Gefäß machen kann, und im stillen Bewußtsein Kontakt zu der Welt findet, die unsere eigentliche Heimat ist, der geistigen Welt. Doch dieser Gnadenakt ist nicht für alle bestimmt - ganz wie beim Lottospiel: alle können gewinnen, aber halt nicht jeder. Die Evolution ist verschwenderisch. Nicht jede Kaulquappe wird zum Frosch. 

Schon gar nicht die Kaulquappen, die nicht von ihrem Sockel runterzusteigen wollen und auf eigene Bedeutung pochen. Oder selbst keinen blassen Schimmer haben, was sie bewegt. Wieviel Mensch - im höchsten Sinn des Wortes - in einem steckt, beweist sich einzig im Praxistest, jenseits von aller Philosophie und allen Wortspielereien, für sich ganz allein: Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ (Goethe)

 

 

Mitten während das Blog im anstrengenden Baustellenmodus hängt, schlage ich euch eine vegane Festtages-Inspiration vor. Die gedämpften Brötchen Hua Juan - wieder mal inspiriert von Susanne - sind schick und lecker und passen sowohl zu jedem Salat wie jedem Eintopf. Wir waren beide überzeugt. Eine schöne Abwechslung auf dem Eßtisch und das Zubereiten hat mir Spaß gemacht.

Fünf Versuche zum Formen hatte ich, was sich als weniger tricky herausstellte als angenommen. Trotzdem sehen sie entschieden nach *Prototyp* aus. Das geht noch deutlich hübscher. Mein Stolperstein war das Öl, mit dem ich zu großzügig war beim Anschwitzen der Frühlingszwiebeln umging, so dass mir die kleinen Origami-Brötchen fast aus den Fingern geflutscht sind, wenn ich sie beim Drehen halten wollte. Eigentlich sind diese Schönlinge echt gut machbar und kein Hexenwerk.

Die gibt es also 100 pro wieder und dann werde ich zu dem Rezept *Making of*-Fotos nachposten, bis dahin erklärt dieses kleine Youtube-Filmchen mehr als hundert Worte.


Zutaten 2P/ 5 Stück:

150g Mehl (30g Einkorn-VK/ 120g T65)
5g Hefe
1/2 TL Haushaltsnatron
1 EL Sonnenblumenöl
15g Rohrzucker
1/2 TL Salz
85g Wasser
2 kleine Frühlingszwiebeln
Chili-Flocken
2-3 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine Teigschüssel geben und vermischen. Öl und Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Bedeckt an einem warmen Ort zu doppelter Größe aufgehen lassen; das dauert ungefähr eine Stunde.

Inzwischen aus Backpapier 5 Quadrate mit ca. 7 cm Seitenlänge zuschneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. In Olivenöl anschwitzen bis sie gerade beginnen leicht golden zu werden - salzen, pfeffern und mit Chili würzen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Quadrat von 25 x 25 cm ausrollen. Die Oberfläche mit dem Öl bepinseln.

Nun das obere Drittel des Teiges über die Füllung klappen, dann das untere Drittel darüber schlagen. Das so entstandene Rechteck in 10 gleich breite Streifen schneiden. Zwei Teigstreifen übereinander legen. Mit einem Essstäbchen der Länge nach mittig den Teig nach unten drücken, bis er an den Seiten hochkommt. Teigstreifen umdrehen, die glatte Seite ist nun oben. Mit Gefühl in die Länge ziehen. Mit den Streifen eine Schlaufe formen - Teigenden werden in den Fingern zusammengehalten und in diese Schlaufe quer ein Essstäbchen quer einführen. Dieses 2 Mal um sich selbst drehen. Dann - die Teigenden mit einer Hand gen Boden drückend - das Eßstäbchen mit Druck nach unten rausziehen. Die Teigenden mit einer Hand weiter halten, mit der anderen Hand das Stäbchen nach unten drückend herausziehen. Das fertige Bao auf ein Stück Backpapier legen.

Die fertigen Baos mit einem Geschirrtuch bedeckt nochmals 40 min ruhen lassen.

Zum Garen Wasser in einem Dämpftopf erhitzen und die Bao 12 bis 15 min dämpfen.

Die Hua Juan schmecken frisch und noch warm am besten, man kann sie aber auch gut unter Dampf oder in der Mikrowelle regenerieren. 

Quelle: magentratzerl / Youtube - Anleitung

 


Joyeux Noël euch allen!

Geschichtenerzähler - Ofen-Linsenbällchen mit Petersilie

Montag, 10. Oktober 2022


In einem Sammel-Pickup, in dem man mehr gequetscht übereinander als nebeneinander saß, ging es über Stock und Stein. Das große Vollmondfest zu Fuße einer heiligen Höhle fand fernab jedes Dorfes statt, kein Hotel, keine Übernachtungsmöglichkeiten, kein Weg zurück... egal. Yair - meine israelische Reisebegleitung für einige Zeit durch Myanmar - und mich beunruhigte diese Tatsache gekonnt abwechselnd - und als wir abgelenkt von dieser Großveranstaltung gar nicht mehr daran dachten, fand sich wie von alleine eine Art Sammelunterkunft für die wenigen Pilger, Händler, Besucher, die nicht einfach unter freiem Himmel schliefen. Der eigentliche Höhepunkt begann nämlich erst, als die Nacht bereits tiefschwarz eingebrochen war: eine Theateraufführung auf einer Freilichtbühne. Unzählige, birmesische Familien richteten davor auf Decken ihr Nachtlager ein. Natürlich verstand ich nur die grobe Geschichte. Doch was ein Zittern und Erschaudern ging durch alle Generationen als *der böse Geist* die Bühne betrat. Und ich war beeindruckt, wie zartfühlend, zartbeseitet die Burmesen sind, und was aufmerksame Zuseher.

Ebenso mußte ich auf dem Djeema el fna in Marrakesch an diese Episode denken, als eine Gruppe ausgewachsener, marokkanischer Männer mucksmäuschenstill und mit teils offenen Mündern einem professionellen Geschichternerzähler lauschten. Warum hören in den Industrieländern nur noch Kinder auf diese Weise zu?

*Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuhören. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig* schreibt Michael Ende in *Momo*. Erinnert sich jemand an das Kinderbuch Momo

Vielleicht suchen weiterhin ein paar wenige nach den Lagerfeuer-Momente, in denen ein Austausch stattfindet auf einer ganz und gar zugewandten Ebene. Aber machen wir uns nix vor: sie sind selten geworden diese Momente. Und wie entstehen heute noch Gelegenheiten, wirklich ins Gespräch miteinander zu gelangen - ohne dass die Unterhaltung verkommt zu einem Selbstdarstellungsspiel, in der das Ego glänzen will?

Ist die Fähigkeit, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, nicht eine der größten Brücken der Menschlichkeit.

Sich gegenseitig offen und berührbar zu machen für die Erlebnisse und Erfahrungen eines anderen, seinem Gegenüber zuzuhören aus echtem Interesse, so geht doch menschlicher Seelenbalsam. Alleine manche Dinge mal laut auszusprechen und zu formulieren, kann innere Prozesse lostreten, je nach Gegenüber sogar Wandel in sich tragen. Und manchmal reicht alleine die Faszination an der Einzigkartigkeit des Individuellen, des Anderen, um ein Gespräch spannend zu finden. Aber wer redet denn heute noch miteinander. Und ich meine damit noch nicht einmal Fremde. Wieviel Paare tauschen ihre Gedanken, Beobachtungen, Gefühle miteinander aus?

All diese Filme, in denen Menschen sich Grausamkeiten antun, all die Krimis, Thrillers, Horrorfilme, die uns abstumpfen, unser Gemüt ledern machen oder auf Erbsengröße schrumpeln lassen. Wann wird denn mal die Sehnsucht der anderen befriedigt, die sich lieber vom Guten inspirieren lassen wollen, jene, die angezogen werden von Größe, Tiefe, Bedeutung, Wahrhaftigkeit?

Tja, dann mach ich das halt - 10 Minuten Kurzfilm, die das Herz berühren -  unten eingestellt für *uns* - und von vielen anderen bereits vor mir entdeckt...



Und nein, das will ich sauber getrennen voneinander wissen: Hörspiele, die von einem Apparat wiedergegeben werden, gelten nicht. Denn eine Geschichte verändert ihren Charakter durch jenen, der sie vorträgt. Das ist wie beim Kochen. Ein und dasselbe Rezept schmeckt anders, je nach dem, wer es kocht. Ja, ein Gericht verändert sogar den Geschmack, wenn es an unterschiedlichen Orten gegessen wird. Die Sinne und die Wahrnehmung, Baby, die gilt es zu schärfen - dann wird Leben ein Erlebnis! So schwer ists doch eigentlich nicht.

Meine Veggie-Küche rüsche ich gerne auf mit Bällchen. Habt ihr vielleicht mitbekommen.

Bei Linsenbällchen bin ich schnell misstrauisch, weil die so leicht trocken sind. Aber nein, das kann man diesen Bällchen nicht vorwerfen. Klar, Sauce brauchts dazu, aber in dem Chili waren sie wirklich ein Genuß und eine echte Bereicherung. Und gut zusammen halten sie auch, fettig sind sie nicht dafür knusprig - bref:  die gibt es wieder!

 

 Zutaten 24 Stück/ 4P:

30g Leinsaat (m: Goldleinsaat), fein gemahlen
60g Wasser
150g Linsen (m: grüne)
550g Wasser
2 Lorbeerblätter/ 1 Stück Kombu-Alge
1 kleine Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Zehe Knoblauch, in feine Würfel geschnitten
75g Haferflocken, fein gemahlen
2 EL Senf, scharf
1 EL Paprika
1 TL Paprikapulver, geräuchert, mild
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Pfeffer/ Salz
1/2 Bund Petersilie
2 EL Olivenöl

 

Zubereitung:

Leinsaat und Haferflocken getrennt von einander im Hexler fein mahlen. Gemahlene Leinsamen in den 60g Wasser einweichen und beiseite stellen. Die Linsen samt Lorbeerblätter und Kombu-Alge in ausreichend Wasser (hier mit 550g angegeben) fast gar kochen und anschließend weitere 10 Minuten quellen lassen. Gegebenenfalls überschüssiges Wasser abgießen und Linsen abtropfen lassen. ( Die Garzeiten der Linsen kann je nach Sorte varieren). Die fein gehackte Zwiebel samt Knofi und Petersilie in Olivenöl glasig dünsten.

Backofen auf 200 °C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Gegarte Linsen, eingeweichte Leinsaat und alle anderen Zutaten mit den Händen zu einer Masse verkneten.Mit dem mittleren Eisportionierer Bällchen (m: mit eingeölten Händen) formen und auf dem Backpapier verteilen.

Die Linsenbällchen bei 200 °C etwa 20 – 25 Minuten backen.

Anmerkung m: wer mag kann noch Champignons untermengen - 75g Champignons, ohne Fett gebraten, fein gehackt, gebraten gewogen /bei uns gabs dazu ein Chili aus Paprika, Zucchini, Süßkartoffel, rote Zwiebel, ein paar gekochte Bohnen und Maiskörner und Ofentomaten sämig gebunden durch Tahini.

 

Yoga - Chakalaka-Salat

Sonntag, 17. Mai 2020


Tatsächlich habe ich zum allersten Mal Yoga in Indien gemacht. 

Hört sich schick an, war aber gar nicht mal so super. Südlich von Goa überredeten mich ein paar Mädels, die für ein Jahr in unterschiedlichen Hilfsorganisationen arbeiteten (Riesen-Thema in Indien), doch mitzukommen. Mit Sonnenaufgang - zur schönsten Stechmückenzeit - trafen wir uns bei bereits schwül-warmen Temperaturen auf der Dachterrasse eines kleinen Hotels. Immerhin war selbst der Yoga-Lehrer indisch. Klingt aber auch besser, als es in echt war. Der spulte sein Programm nämlich stoisch-kraftlos runter. Ich konnte echt nicht erkennen, warum die anderen Mädels den hot fanden. War vielleicht auch besser so, denn ich war damit beschäftigt den Flachwitz zu performen: *Wie nennt man einen Bumerang, der nicht zurückkommt? --- Stock.* Da braucht mein keinen Hottie vor der Nase (by the way: hottie-hottie ruft man auf Sansibar, wenn man vor einer Hütte steht - anstelle zu klingen).

So im Vergleich war ich mit Abstand (etwa zu meinen Zehen) die Ungelenkigste von allen. Ich habe ja von anderen gelesen, für die war das erste Mal Yogamachen ein regelrechtes Erweckungserlebnis -  eine Art Adhoc-Umpolung der Selbstwahrnehmung: *Hey, ich bin genug*! Oder dieses Yogurette-Dingens *ich bin gut, so wie ich bin* oder so... Also mein Danach-Gefühl wurde von einem schwitzig-klebrig-steifen Gesamteindruck dominiert. Es war sehr leider keine zufällige Inselbegabung im Yoga bei mir zu entdecken...

Dass ich trotzdem noch eine handvoll Mal mitmachte, kann ich mir im Nachhinein nur so erklären, dass ich es für eine gute Geschichte für zuhause hielt. Hatte ja keiner zugeguckt. Ich könnte also getrost meinen *Tatsächlich-Satz* rauszuhauen, und mir - während ich den wirken lasse - , betont lässig eine Haarsträhne (neuerdings Pony) aus der Stirn streichen.

Dann vergaß ich Yoga für einige Jahre (Yoga war mir eh allgemein viel zu gehypt), bis im Nachbardorf Carole wöchentlich Yoga im salle polyvalente lehrte - und das auch ganz ordentlich aufzog. Bis zu ihrer Trennung und sie wegzog. Danach aber hatte ich doch Blut geleckt - der Ehrgeiz war geweckt. Ich kaufte mir eine Yoga-CD und hampelte nach der für einige Zeit.

Die Yogamatte zum ersten Mal mitgenommen auf unsere Winterreise - weil ich entschied, meine Yoga-Praxis nicht für ein Viertel-Jahr unterbrechen zu wollen - habe ich ausgerechnet nach Madagaskar. Und es gibt wenig, was dem madegassischen Lebensalltag ferner liegt wie Yoga. Mit Gym aller Art macht man sich dort zum Affen.

Mittlerweile ist für mich Yoga der umgesetzte Satz aus Desiderata (vorneweg auf körperlicher Ebene): *Neben einer heilsamen Selbstdisziplin sei freundlich mit dir selbst*. Und für Yoga gilt, was für alle anderen Disziplinen auch gilt: der Spaß beginnt, wenn man erst einmal die leidige Anfängerphase überwunden hat. Meine tägliche Praxis lasse ich selten ausfallen. Und habe ich die Möglichkeit, schließe ich mich immer wieder gerne einer Gruppe an. Auf Koh Phangan sogar für länger - bei Sunny (Muskelkatze garantiert - Sunny nimmt ihre Schüler tüchtig ran, dicke Empfehlung, wenn wieder... irgendwann...).

Etwas aber habe ich mir vom Anfang bewahrt. Es können mir nur ganz wenig Yoga-Lehrer recht machen. Immer wieder bin ich als Mitglied bei YogaEasy dabei - und sageundschreibe nur drei Lehrer unter dieser großen Auswahl fanden seither Gnade unter meinen Augen. Ich finde die Unterschiede zwischen den Lehrern echt gewaltig! Die Mehrzahl könnte mir Yoga verleiden statt mich zu motivieren! Keine Ahnung ob andere auch so krittelig sind - nicht umsonst habe ich hier Mady schon gefeiert (wobei mir ihre Videos leider meist zu kurz sind und stückeln eben keinen Flow erzeugt).

Für mich selbst halte ich heute meine drei aktuellen Lieblingsstunden fest - für später:

  * dieser Flow von Sjanaelise

   * die Kombi aus diesem Flow von Valentin Alex und diesem Mady-Flow

   * oder diesen Flow und diesen von BohoBeautiful hintereinander weg...

Praktisch gerade, dass ich Yoga prinzipiell gerne zuhause für mich selbst übe. Hat ja nicht alles immer nur Nachteile...


Beim Durchblättern des Buches *So kocht Afrika* bin ich bei diesem Rezept hängengeblieben - wegen (klaro) Chakalaka. Wobei der Buchtitel ja völliger Blödsinn ist. Man stelle sich nur das Buch *So kocht Europa* vor. Was sollte dabei rauskommen? Paella für Spanien, Sauerkraut für Deutschland, Coq au vin für Frankreich, Spaghetti für Italien.... tsss, ich bräuchte es nicht. Aber für Afrika?! WIE groß ist schließlich Afrika!!!

Afrika ist größer als die USA, China, Indien, Japan und Europa zusammen. Allein die Sahara ist so groß wie die Vereinigten Staaten von Amerika! Addiert man zur Fläche der USA die von China, Indien, Mexiko, Peru, Frankreich, Spanien, Papua Neuguinea, Schweden, Japan, Deutschland, Norwegen, Italien, Neuseeland, Großbritannien, Nepal, Bangladesch und Griechenland, dann schließlich hat man die Größe Afrikas erreicht. Wenigstens fast.

Mais bon, schauen wir großzügig darüber weg. Ich bin froh, dem Rezept trotzdem eine Chance gegeben zu haben. Der Salat macht nämlich wirklich Lust und bereichert jedes Grillen um eine Abwechslung neben den Klassikern.

Zutaten 6P:

3 EL Öl
1 Zwiebel, gerieben (m: fein gewürfelt)
2 Knoblauchzehen, zerdrückt (m: fein gewürfelt)
2 EL frischer Ingwer, zerdrückt (m: gerieben)
1 grüne Paprika-Schote, fein gewürfelt (m: gelbe)
3 grüne Chili-Schoten, gehackt (m: Harissa)
2 TL Currypulver
3 mittelgroße Möhren, geraspelt
1 mittelgroßer Blumenkohl, in Röschen geteilt
1 Dose baked beans (400g)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Zwiebel glasig braten. Kurz vor Ende Ingwer, Knoblauch, Paprika, Chili und PCurry unterrühren und weitere 5min mitbraten.

Die geraspelten Möhren zufügen, ebenso den Blumenkohl untermischen und bei kleiner Hitze weitere 10-15min das Gemüse weich garen.

Die Bohnen unter Wasser spülen, gut abtropfen lassen und ebenfalls in der Pfanne miterhitzen. Nochmals abbschmecken. Dann abkühlen lassen und kalt servieren.

Quelle: *So kocht Afrika* - ah, gerade entdeckt: Susanne von Magentratzerl hat dazu eine Rezension geschrieben. Die sind ja immer lesenswert!


WW-Klimakterium II: Ofen-Auberginen nach Nicky

Mittwoch, 7. August 2019


Versuchen wir es für dieses Mal weniger destruktiv und etwas konstruktiver. Als ultimativ sachlich werden ja gerne Zahlen gesehen. Versuche ich darauf aufzubauen. Schwierig nur, wenn diese gerne manipuliert sind - wofür gibt es schließlich BWL, sonst würde ja Mathematik ausreichen. Schicke ich nochmals ein Zitat von Corinne Lepage aus der Arte-Doku voraus:

*In unserem Wirtschaftssystem werden mögliche Verluste unseres gemeinsamen Kultur-und Naturerbes nicht berücksichtigt. Stellen wir uns vor, der Wert des Mittelmeeres würde beziffert und berücksichtigt und man würde die Folgen seiner Zerstörung berechnen, dann würden die Dinge vielleicht anders aussehen.*

Wiederum kann man auch diese Aussage übertragen auf viele andere Bereiche. Würde man die atomaren Endlager für Brennstäbe miteinberechnen, könnte sich keiner Atomstrom leisten. Würde man die ärztliche Versorgung von Konsumenten von Pestizid belastetem Obst und Gemüse sowie der Wiederinstandsetzung etwa von Grundwasser auf den Verkaufspreis draufschlagen, wären Bio-Produkte billiger. Würde man bei Elektro-Autos den Rohstoff-Verbrauch für Batterien samt ihrer Entsorgung miteinbeziehen, würde niemand von umweltfreundlichem Fortbewegungsmittel reden uswusf...

Aber ich wollte konstruktiv vorgehen. Was kann man also tun? Konzentriere ich mich auf den CO2-Ausstoß samt der Zahlen, derer ich habhaft wurde. Und da bietet die Übersicht dieses Artikels von NDR eine gute Orientierung. Dort lässt sich erkennen, dass sich Energiewirtschaft und Industrie bereits für über die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich machen. Private Haushalte sind immerhin mit guten 10 Prozent dabei. Im Kleinen - da kennen wir uns aus - läßt sich über Optimierung leichter nachdenken. 

Wie kann man seine individuelle ökologische Bilanz verbessern? Viel diskutiert gerade: die Art und Weise der Fortbewegung (die immerhin mit 18 % zu Buche schlägt): wer braucht welches Auto und wofür, bzw. hat Alternativen? Wer nutzt Flugzeuge, wofür und in welcher Häufigkeit? Wer braucht jedes Jahr ein neues Auto oder fährt seines runter? Was konsumieren wir überhaupt und in welcher Häufigkeit? Beispielsweise Fleisch? Ginge da auch weniger? Oder Klamotte? Warum nicht mal Second-Hand? Wie warm muss die Bude im Winter geheizt sein? T-Shirt-Temperatur? Wieviel Wasser verbrauchen wir täglich? Muss alles nach einmaligem Tragen bereits gewaschen werden? Muss man 1 bis 2 Mal am Tag duschen? Wer trägt - etwa durch Gartenarbeit - etwas zur Bioversität und damit zum Klima bei? Die Möglichkeiten sind vielfältig und nicht ausgeschöpft. Wollte man aber eine *faire Öko-Steuer* auf die Bürger erheben, dann müsste all das und noch mehr  - vielleicht sogar individuell - berücksichtigt sein.

Viel komplizierter wird es, wenn man überlegt, wie man den CO2-Austoß eines ganzen Landes einsparen könnte. Ein wirklich komplexes Thema. Wer tiefer interessiert ist, findet im *Handelsblatt* einen detaillierten Artikel, in welchen Bereichen Deutschland Möglichkeiten hätte, seine Emissionen zu verringern. Folgende Themengebiete schlüsselt der Bericht auf: 
1. erneuerbare Energien - die leider mehr Schein als Sein seither bieten
2. den Verkehr - synthetische Kraftstoffe wären ein gutes Stichwort
3. die Gebäude-Sanierung - ein Sektor mit wohl viel ungenutztem Potential
4. die  Landwirtschaft - weg von Monokulturen und hin zu weniger Fleischproduktion
sowie 5. der Industrie (mit dem ja höchsten C02-Ausstoß in Deutschland) - da sind die Grenzen des Machbaren im Prinzip erreicht  und Interessenskonflikte unsausweichlich:

*Wenn im Klimaschutz die Schraube angezogen wird, wird irgendwann ein Punkt, an dem weitere Einsparungen und Effizienzsteigerungen nicht möglich sind. Mit anderen Worten: die energieintensiven Branchen kommen dann an die Grenzen des physikalisch-technisch Machbaren. Ihre Anlagen stoßen so genannte prozessbedingte CO2-Emissionen aus, die sich nicht weiter reduzieren lassen. Den Umstand bestreitet auch niemand. Aber keine Bundesregierung schaffte es bislang, dafür eine Lösung anzubieten. Trotzdem definiert sie Klimaschutzziele, die die Industrie unter den gegebenen Umständen nicht erreichen kann.*

Soweit meine Analyse als momentane Bestandsaufnahme. Habt ihr etwas beizutragen? Andere Fakten, bzw. Zahlen? Gerne her damit! Ich maße mir nicht an, ein solch weites Gebiet zu überblicken. Diese Aufstellung dient nur damit nachvollziehbar wird, von welchem Stand aus ich in meinem dritten Post versuche, Schlußfolgerungen anzustellen.


Je komplizierter das Thema umso einfacher das Essen. Ein Gericht aus dem Buch *Reisehunger* von der geschätzten Nicky, welches die Ofen-Auberginen von Ottolenghi um Welten schlägt. Die Auberingen sind wunderbar gewürzt - Ulrike war auch begeistert! Anstelle einer minzigen Joghurt-Sauce wie im Original begleitete bei uns ein Kartoffel-Paprika-Salat mit Tahini-Dressing die Auberginen. 


Zutaten 2P:

2 große Auberginen*
2-3 EL Olivenöl
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Piment d'Espelette
Meersalz
Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
2 EL Honig (m: Thymian-Honig/ oder Ahornsirup)
1½ EL Sesamsaat, weiß oder schwarz und weiß gemischt
1/2 Zitrone, in vier Teile geteilt

Zubereitung:

Backofen auf 220° vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auberginen waschen und der Länge nach halbieren. Das Fruchtfleisch der Auberginenhälften mehrmals kreuzweise bis zur Schale hinein-, aber nicht durchschneiden, sodass ein Gittermuster entsteht. Großzügig mit Olivenöl einpinseln und gleichmäßig mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer bestreuen. Auberginen mit den Schnittflächen nach unten auf das Blech legen und ca. 20 Min. im Ofen (Mitte) rösten.

Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Auberginenhälften umdrehen. Nun die Schnittflächen mit Honig beträufeln, mit Sesam bestreuen und noch mal 15–20 Min. rösten. Die Auberginen sollen ein wenig zusammengeschrumpelt, komplett durchgebacken und die Schnittflächen appetitlich gebräunt sein. Andernfalls noch etwas weiterrösten und dabei eventuell den Grill dazuschalten (dann aber unbedingt neben dem Ofen stehen bleiben, die Auberginen können schnell verbrennen!).

Die Auberginen auf einem Teller anrichten und mit ein wenig Zitronensaft beträufel - das Fleisch der Auberginen ist so weich, dass man es aus der Schale löffeln kann.

*Anmerkung m: ich habe 3 kleinere Auberginen - wie sie der Garten gerade anbot - verwendet. Idealer sind durchaus großere Auberginen!


trotzig: opulentes Chili mit Mais-Fritters

Mittwoch, 26. September 2018


Kein Regen in Sicht. Und eigentlich zählt die Drôme zu einer der fruchtbarsten Gegenden von Frankreich. Weil zusätzlich zu viel Sonnenschein immer mal wieder ein Schauer runter geht. Azurblauer, wolkenloser Himmel. In der Wettervorhersage weiterhin Soleil soweit das Auge reicht. Meine hauptsächliche Gartenarbeit besteht nachwievor aus Gießen. Als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Und selbst die obligaten Wetter-Sprüchlein zur Begrüßung à la *On a du beau temps - c'est le principal* bleiben einem mittlerweile etwas im Hals stecken. So kann es doch nicht weitergehen?! Smalltalken heißt übrigens ins Französische übersetzt: *parler de la pluie et du beau temps* (über den Regen und das schöne Wetter sprechen) - und exakt so handhabt man das auch - mit positivem Grundton. Gerade bei Sonnenschein. Eigentlich.

Meine biologische Uhr drehte aber schon eine Weile weiter auf Herbst. Genug mit kurzen Hosen und barfuß laufen. Genug baden gegangen. Ich bin bereit für Socken. So wie der Garten bereit dafür ist, dass manche Beete umgestochen und für nächste Saison vorbereitet werden. Oder nochmals eine späte Saat ausgebracht wird. Das macht nur bei der Trockenheit überhaupt keinen Sinn. Der Boden ist hart wie Beton. Bei den Pflanzen im Garten geht es sowieso schon lange nicht mehr um Wachstum - vielmehr geht es ums Überleben. Einen ganzen Garten kann man unmöglich wässern...

Trotzig habe ich beschlossen, uns wenigstens ein herbstlich anmutendes Gericht auf den Tisch zu bringen. Einen Eintopf. Ein Chili. Ein Gericht, das auch kalte Zehen wieder zum Leben erwecken würde. Rein theoretisch. Ich vermelde, wenn dazu endlich auch Notwendigkeit besteht ...


Zutaten 4P:

1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
3 rote Paprika
1 Karotte
1 Stange Lauch
1 Stange Sellerie
1 kleine Zucchini*
100g getrocknete Bohnen*
1 Stück Kombu-Alge, ca. 5cm
1 Schluck roter Portwein
1 großer Schuß Rotwein
200g Ofentomaten
2 TL Thymian
1 TL Oregano
3 Lorbeerblätter
1/2 TL Pimenton dela vera
1 TL Paprika-Pulver
1/2 TL Kreuzkümmel
Harissa
(optional: ein Stückchen schwarze Schokolade
mindestens 70%)
Salz, Pfeffer
Olivenöl

100ml Kefir
50g Maismehl
150g Maiskörner (m: gefroren)
1 EL Sellerie-Stange, fein gehackt
1 Schalotte, fein gehackt
1 EL Sellerie-Grün, fein gehackt
1 Ei
Salz, Pfeffer
Öl zum Backen

Zubereitung:

100g Bohnen am Vortag in reichlich Wasser einlegen. Bohnen spülen und mit frischem Wasser und dem Stück Kombu-Alge ca. 45min köcheln lassen - abschütten und ca. 250ml von dem Kochwasser auffangen.

Die Paprika vom Kerngehäuse befreien, unter den Ofengrill legen so lange bis sie schwarze Blasen werfen. Die Haut entfernen und die Paprika in kurze, schmale Streifen schneiden.

Zwiebel, Knoblauch, Sellerie und Karotte fein würfeln. Lauch halbieren und in feine Streifen schneiden. Kleine geschnittenes Gemüse (inklusive Paprika) in dem Olivenöl anrösten bis die Zwiebel glasig ist. Dann die Gewürze zufügen und ebenfalls kurz mitrösten. Bohnen untermischen und die Lorbeerblätter zufügen. Mit Portwein und Rotwein ablöschen und einreduzieren lassen. Bohnen-Kochwasser sowie Tomatenconfit anschütten. Salzen, pfeffern und ca. 15min köcheln lassen bei geschlossenem Deckel.

Währenddessen die Zucchini in kleine Stücke (m: die Hälften gedrittelt und in Scheiben geschnitten) rüsten. Außerdem die Fritters zubereiten. Dafür alle Zutaten miteinander vermengen, beginnend mit Ei, Kefir und Maismehl - eas klümpchenfrei verrühren. Zuletzt die übrigen Zutaten untermengen. Dann ca. 12 Stück in heißem Fett ausbacken. Mit einem Eßlöffel kleine Häufchen in die Pfanne setzen und von beiden Seiten knusprig braten. Warm stellen

Die Zucchini nun unter das Chili rühren und weitere 10-15min köcheln lassen bei geschlossenem Deckel. Lorbeerblätter entfernen und mit Harissa, Salz und Pfeffer final abschmecken. Wer mag schmeckt hier noch mit einem Rippchen dunkler Schokolade ab. Das Chili zusammen mit den Fritters servieren. Aucfh prima zusätzlich: ein Löffel Crème fraîche.

*Anmerkung m: Die Zucchini kann gut durch eine Süßkartoffel ersetzt werden. Wer bereits gekochte Bohnen aus der Dose verwendet, der muß mit Gemüsebrühe aufschütten...

Inspiration Fritters: Petra von Chili und Ciabatta 


angeschwärmtes Harissa-Öl

Freitag, 10. November 2017


So im direkten Ländervergleich Deutschland-Frankreich schneidet Frankreich, was das Flirten betrifft, um Galaxien besser ab. Wir Deutschen, wir sind stark in Strukturen, in Organisation, in *reiblunglosen Abläufen* - das kommt mir jedes Mal, wenn ich in Deutschland wieder am Supermarkt an der Kasse stehe. Aber der Umgang mit dem vagen, luftigleichten, unverbindlichen Versprechen, dem schwebenden Andeuten - das ist nicht unser Spiel. Die Fränzis hingegen lieben alles Zweideutige, lassen in dieser Hinsicht keine Zote aus, und ohne die obligate Coquetterie ist mir Frankreich völlig unvorstellbar.

Der Habib erzählt an der Stelle gerne zur Verdeutlichung, wie er Vorträge hielt zu seinen Sahara-Durchquerungen - hüben wie drüben. Auf einem der Fotos war eine Dünenlandschaft zu sehen mit deutlicher Reminiszenz an die weibliche Brust. Wurde in Deutschland das ohne jedes Zeichen des Erkennes übergangen, machte gleiches Bild in Frankreich stets sofort Furore mit lautstarken Turbulenzen und Gekicher.

Ich flirte auch gerne. Das ist doch ein wohliges Schöntuerei-Spiel. Laut Etymologie kommt *flirten* sogar genau daher, von *conter fleurette* - jemandem Schöntun, Süßholz raspeln. So entstand das englische *to flirt* und daraus dann wieder  entsprang französisch *flirter*. Hey, genau genommen ist Flirten nichts anderes wie eine Kunst. Denn sich in aller Leichtigkeit und Ungezwungenheit dem anderen anzunähern und seine Sympathie zu zeigen, das kann eindeutig nicht jede/r. Herje, was gab es in Iran glizzernde Augen mit einem Esprit und einer sprühenden Lebendigkeit - die mussten noch nicht einmal mehr zwinkern. Wirklich - meine Empfehlung für alle, die ihren Deckel noch nicht gefunden haben: in Iran sollte sich verlieben lassen.

Dass dieses Spiel oft missbraucht wird, hmmm, das ist bedauerlich. Also wenn es ins Derbe, ins Obszöne geht, dann hat das ja nichts mehr mit freilassender Anschwärmerei zu tun. Und eben auch nix mehr mit einem Flirt. Sehr witzig genau damit geht ein französisches Lied um, das ich euch als Spoiler unten eingestellt habe. Französisch-Kenntnisse braucht es, um den Sprachwitz zu verstehen und gleichzeitig kann man das eigene Französisch auf Straßenfestigkeit überprüfen...

Und schon bin ich auch bei dem Chili-Öl, das Würze und Schärfe als i-Tüpfelchen obendrauf für quasi alles bietet. Dafür muß ich zu meiner Einleitung keinerlei Brücken mehr bauen. Mitgenommen habe ich das Rezept von Susanne, ich habe es lediglich umgetauft in *Harissa-Öl*, weil es mich sehr an mein Harissa-Rezept erinnert. Ganz mit Susanne: multifunkional einsetzbar. Das Öl wird in der Küche nicht verstauben!


Zutaten für 500 Milliliter:
2 frische rote Chilischoten
4 Zehen Knoblauch
1 EL Chiliflocken
1 TL Sichuanpfeffer
1 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Sesamsaat
500 ml neutrales Öl (Erdnussöl oder Rapsöl sind gut)


Zubereitung:

Von den Chilis die Stiele entfernen; die Schoten grob hacken. Knoblauch schälen und zusammen mit Chiliflocken, Chilischoten, Sichuanpfeffer, Salz und schwarzem Pfeffer im Blitzhacker fein zerkleinern (m: mußte dafür etwas Öl zufügen - mein Hacker hätte sonst nicht richtig zerhackt). Alles zusammen mit dem Öl in einen Topf geben und ca. 10 min bei niedriger Temperatur erhitzen, bis alle Zutaten leicht gebräunt sind.

Das Öl abkühlen lassen und mitsamt der Gewürzmischung in eine Flasche füllen. Es hält sich mehrere Monate.

*Anmerkung m: die Fotos habe ich direkt nach Umfüllen vom Topf in die Flasche gemacht - die schwereren Teilchen setzen sich später ganz ab und das Öl wird klar.

Blog-Buster: Honig-Nuss-Feigen-Tartelettes mit Bleu und Topfenblätterteig

Donnerstag, 14. September 2017

Was war ich mir sicher, dass Feige auch *die Honigfrucht* genannt wird. Aber kein Mensch und keine Suchmaschine wollten mich bestätigen. Ich fürchte, die Wette hätte ich verloren. Aber nich, ihr wisst, was ich meine? Gibt es eine Frucht, die honigsüßer schmeckt wie die Feige? Eben! Ich komme ja nicht einfach so auf solche Ideen...

Genau diese Lieblichkeit wollte ich verstärken durch das Topping: in Honig eingelegte Walnüsse. Dabei handelt es sich um das langgehütete Mitbringsel von lieben Feriengästen mit eigener Imkerei (coucou - wir freuen uns auf euch!) Honig - das Gold der Natur!

Jeden Morgen beginne ich mit einem Teelöffel Honig begleitend zu unserem Porridge (schon gut, ich verlinke es jetzt nicht schon wieder). Selbst beim klassischen Heilfasten wird der Tag mit einem Löffel Honig begonnen - zum einen als kräftigenden Start, zum anderen wegen seiner Heilwirkung! Und habt ihr diese hübschen, rotschaligen Walnüsse bemerkt. Kein Wunder, dass ich mir den Schatz zu einem besonderen Anlaß aufhob.

Feigen sind ja eigentlich fast ZU süß, also zuviel des Guten. Überzuckrig. Wieso ich Feige am liebsten ein salziges Widerlager gegenüber stelle: Käse. Einer der Klassiker dazu kennt jeder, den Bleu. Ich habe den *fourme d'ambert* gewählt, weil er mein liebster Blauschimmel-Käse ist. Zu guter letzt - neben Schärfe (Chili) und Kraut (Rosmarin) fehlt noch der Boden.

Gerade unter den Ösi-Foodies ist dieser eine olle Kamelle, und zwar eine extrem beliebt: der Blitz-Blätterteig oder auch Topfenblätterteig genannt. Katha hat dazu eine anschauliche Versuchsreihe unternommen, der rein nichts mehr hinzuzufügen ist. Und was ein derart beliebtes Rezept ist, das wird bei mir - ihr wißt es - Blog-Buster genannt. Nicht überraschend bringen solche Rezepte immer gute Ergebnisse. Meinen Blätterteig überflügelt er zwar nicht, aber er ist durchaus eine Alternative, wenn man sich nicht (warum auch immer) an richtigen Blätterteig traut.

Bref: setzt man hier alles zusammen, dann ergibt das eine wunderbare Vorspeise!


Zutaten 8-9 Stück:
Vorspeise für 4P

Topfenblätterteig aus
125 Mehl
125g Quark
125g Butter 
1/4 TL Salz

8 Feigen (je nach Größe)*
100g fourme d'Ambert
1 Chili
1 EL Rosmarin, fein gehackt
Pfeffer
8 Walnusshälften in Honig*

(begleitend: grüner Salat)

Zubereitung:

Die Butter mit der Reibe grob raspeln (oder händisch in kleine Stücke schneiden). Alle Zutaten - Mehl, Quark, Butter, Salz - zügig zu einem homogenen Teig verkneten. Eingewickelt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen. Dann zwei Touren geben - s. Blätterteig

Den Ofen auf 200* Umluft vorheizen zusammen mit einem Backblech.

Den Topfenblätterteig etwa 0,5cm dick auswellen und Kreise von etwa 5cm Durchmesser ausstechen, auf Backpapier und ca.8min backen. Dann rausholen, mit dem gewürfelten Bleu belegen und mit Rosmarin bestreuen und weitere 7min backen.

Vor dem Servieren die Feigen-Scheiben darauf setzen, mit den Nüssen samt Honig krönen und mit Chili und Pfeffer würzen. Zusammen mit einem Salat servieren.

*Anmerkung m: unsere Feigen aus dem Garten ist eine kleine Frucht, die nicht geschält werden muß. Ihr wählt die Früchte, die euch in die Hände fallen - und paßt die Menge entsprechend ihrer Größe an




Hier in der Drôme steht fast in jedem Garten ein Feigenbaum - er gehört hier zum Landschaftsbild. Und Feigen schmecken nun mal wie die meisten Beeren direkt vom Baum am allerbesten. Außerdem finde ich, dass Feigen unglaublich fotogen sind. Nichts leichter, als ein Gericht mit Feigen zu fotographieren. Einer unserer Feigenbäume steht direkt vor dem Schlafzimmerfenster. Mit geschlossenen Augen erkenne ich deshalb leichterdings einen Feigenbaum: am papierneren Geraschel seiner Blätter. 

Für euch ein Bonus mit meinen liebsten Feigenrezepten:



http://salzkorn.blogspot.fr/2014/09/feige-ubersicht-zur-erinnerung.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/10/eingepackt-feigentarte-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/08/optimierung-pasta-mit-feige-gorgonzola.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/09/beziehungsfahig-kartoffeltaler-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/10/niemals-lakritze-aber-salat-mit-fenchel.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/09/purpurrotes-schlecksel.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/10/ni-lun-ni-lautre-gepfefferte.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/09/feigensenf-zum-kase-oder-etwa-zum.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/10/bleib-noch-herbst-salat-mit.html

Mailindgrün: Spargelflan mit Vanille und Chilli-Erdbeeren

Freitag, 8. Mai 2015

Die Nachtigall singt wieder. *Alles Vollkommene in seiner Art muß über seine Art hinausgehen, es muß etwas anderes Unvergleichbares werden. In manchen Tönen ist die Nachtigall noch Vogel; dann steigt sie über ihre Klasse hinüber und scheint jedem Gefiederten andeuten zu wollen, was eigentlich singen hieße.* (Goethe/ Wahlverwandtschaften).

Es kann nur der Monat Mai sein, der zum Heiraten animiert. Jetzt hat auch die Natur Hochzeit. Der Mai schenkt mir kleine Schübe der Euphorie. Wie lindmaigrünzart die Bäume sind. Wie saftig, wie fruchtbar, wie üppig, wie berstend. Wie fröhlich die Vögel zwitschern. Der schwindelerregende Duft des Flieders, der blühenden Kastanien. Die ersten Schmetterlinge. Die Wäsche aufhängen und es schneit Kirschblüten dabei. Café bei Daniel trinken und es regnet Glyzinienblüten. Die Fülle überträgt sich lächelnd nach innen und birgt in sich eine stille Freude, das Aufwachen der Natur so intensiv auf dem Land miterleben zu dürfen. Immer gleich, immer neu, immer magisch. Und gemeinsam schwinge ich mit der Natur und komme mir zeit- und alterslos vor. Frühling ist ein bißchen wie frisch verliebt sein.

Die Nachtigall singt *alte, liebe Lieder*, und was Neues habe auch ich nicht gelernt. Erdbeeren und grüner Spargel kennen wir Foodies längst als Salat. Auch die Verbindung von Vanille und grünem Spargel ist altbewährt. Aber wenn sich alle verstehen, warum nicht immer wieder Feste feiern? Das hier wird meine liebste Mai-Vorspeise. Für immer. Ich gelobe...

Auf die Idee mal wieder einen Flan zubereiten, bin ich übrigens durch diesen von Siebeck geraten. Aber mal ehrlich: das Foto schreckt doch ab, oder nicht? Dann lieber ganz anders und nach bewährtem Bettina Matthaei-Rezept.
Zutaten 4P:

500g grüner Spargel
1 Chicoree
250g Erdbeeren
1/2 Limette, der Saft davon
Salz, Pfeffer
Chiliflocken
1 Pr Zucker
3 EL Haselnussöl

Spargelflan
300g grüner Spargel
(von oben ohne Spitzen gerechnet)
150ml Sahne
 4 Eier (Gr. S)*
Salz, Pfeffer
1 Vanilleschote, das Mark davon
Piment d'Espelette
1 Pr Zucker 

Zubereitung:

Idealerweise hat man sich vom letzten Spargelkochen das Spargelkochwasser augehoben. Ich koche - wenn wir weißen Spargel machen - zuerst Abschnitt und Schalen mit einem Schuß Essig und einer guten Prise Zucker etwa 20-30min und gare darin den Spargel. Diesen Sud friere ich dann ein. Für Gelegenheiten wie diese. Der Geschmack dankts.

Das untere Drittel des grünen Spargels schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Spitze abschneiden, den Rest je nach Größe dritteln oder halbieren. Die Stücke im Spargelsud gar kochen und mit kaltem Wasser abschrecken (m: ich habe die Spitzen etwas früher herausgeholt). Die Spitzen zur Seite legen. Die restlichen Spargelstücke sehr gut abtropfen lassen und trocken tupfen. Mit der Sahne pürieren. Für eine besonders zarte Konsistenz durch ein Sieb streichen (m: nicht gemacht). 

Den Ofen auf 150° (Umluft 130°) vorheizen. 
Die Vanilleschote halbieren und das Mark herausschaben. Die Spargelsahne mit Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und dem Vanillemark würzen. Die Eier leicht verquirlen und mit einer Gabel glatt unter die Spargelsahne mischen (nicht den Pürierstab, damit sich kein Schaum bildet und die Flans eine feine, glatte Struktur bekommen).

Vier ofenfeste Förmchen großzügig ausbuttern, damit die Flans sich später gut stürzen lassen. Beim Einfüllen der Spargelmasse immer wieder kräfig auf die Tischfläche klopfen, damit sich die Masse gleichmässig verteilt und Bläschen entweichen.

Die gefüllten Förmchen in ein tiefes Backblech (m: rechteckige Backform) stellen und so viel kochendes Wasser dazugeben, dass sie zu etwa zwei Drittel darin stehen. Die Flans etwa 45min im Wasserbad garen (Stäbchenprobe). Vor dem Stürzen 5-10min ruhen lassen. Mit dem Messer vom Rand lösen (m: nicht nötig gewesen) und lauwarm oder kalt servieren.

Die Erdbeeren waschen, halbieren und zusammen mit den Spargelspitzen in eine Schüssel geben und mit dem Limettensaft, dem Haselnussöl, Salz, Pfeffer, Zucker und Chili 10min marinieren. Kurz vor dem Servieren den Chicoree halbieren, den Strunk herausschneiden, in feine Streifen schneiden und unter den Erdbeer-Spargelsalat mischen. Zusammen mit den Flans servieren

*Anmerkung m: üblicherweise benötigt der Flan nur 3 Eier - da aber der gegarte Spargel beim Kochen viel Wasser zieht, tut der Konsistenz ein weiteres besser...

Schokomania: Schokoladencrème mit Chili und Zimt

Sonntag, 3. Mai 2015

Was wollen wir machen? Ab und an ruft das Leben laut nach Schokolade. Manchmal reicht ein Rippchen, manchmal dürfens auch 10 Gramm mehr sein.

Eine Schokoladencrème, die im Wasserbad stockt, und die dann diese schöne flanfeste Konsistenz bekommt, darf man ruhig genauso zeitlos nennen. Schuhbeck würzt die seine mit frisch geriebenem Zimt und etwas Chili (ich liebe frisch geriebenen Zimt). Aber natürlich dürft ihr euch genauso euren Vorlieben hingeben. Hingabe und Schokolade - die zwei gehören schließlich untrennbar zusammen... dem sinnlichen Moment zuliebe. Vanille und Kardamom wäre eine herrliche Alternative.

Und weil wir gerade so schön dabei sind, habe ich euch meine Lieblinge aus dem Blog zusammen gesucht. Schokoladenkuchen gibt es für mich nur den einen (gerne auch mal in der kleinen Form als Dessertbegleitung). In Keksform haben die Sablés die Nase einen Hauch, aber wirklich nur einen Hauch vorn vor den Cookies. Die Mousse, die Brownies, das Eis sind einfach Klassiker. Weiße Schokolade geht zwischendurch ebenfalls prima. Diesen Kuchen habe ich sogar diesen Winter zwei Mal gebacken (ohne Cranberries, dafür mit mehr Schoko). Und diesen hier mag, glaub' ich, einfach jeder. Achja, und wenn mir nach Angeben ist, dann mache ich das Straciatella-Lavendel-Eis.

Falls euch das noch nicht schokoladig genug ist, dann schaut bei Zorra vorbei. Dort sucht Sibel in dem Event *Death by chocolate* einschlägige Ideen.
Zutaten 8P:

120g Zartbitterschokolade
250ml Sahne
250ml Milch
70g Zucker (m: Vollrohrzucker)
1/2 TL mildes Chilipulver
Zimtpulver, frisch gerieben
Salz
4 Eier

100ml Sahne
2 EL Kaffeebohnen

Zubereitung:

Die Schokolade eher fein hacken und zusammen mit dem abgewogenen Zucker in ein hohes Gefäß geben. Die Eier ebenfalls dazu schlagen. Die 250ml Sahne gemeinsam mit der Milch, dem Chilipulver, dem Zimt und der Prise Salz erhitzen, bis es kocht.

Die heiße Gewürzmilch in das Gefäß mit der Schoko gießen und mit Hilfe eines Zauberstabs schnell pürieren - bis sich die Schoko ganz aufgelöst hat.

Den Backofen auf 130° vorheizen (O/U-Hitze). Auf die untereste Schiene ein tiefes Backblech einschieben und ca.2-3cm mit heißem Wasser auffüllen.

Die Schokomilch durch ein Sieb gießen und auf 8 ofenfeste Förmchen verteilen. Nun in das Backblech stellen und im Wasserbad während 70min stocken lassen.

Schmeckt lauwarm besonders gut.

Schubeck empfiehlt dazu eine Kaffeesahne. Dafür die Kaffeebohnen über Nacht in der Sahne ziehen lassen, durch ein Sieb geben und vor dem Servieren halb steif schlagen - ist wirklich eine tolle Idee, die der Sahne einen feinen Kaffee-Geschmack verleiht...

Quelle: Alfons Schuhbeck



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