SOCIAL MEDIA

Mittwoch, 1. Dezember 2021

die besten Plätzchen = meine Lieblings-Plätzchen

 

 

Unter dem Label *Kekse*  bietet mein Blog 65 Vorschläge an. Gar nicht mal so schlecht. Aber das sind lediglich Zahlen und mit Zahlen kann man mich nicht beindrucken. Paare etwa, die goldene Hochzeit feiern, und alles macht *Ahhh* und *Ohhh*, da denke ich, ja, schön und gut, Langstrecke gelaufen. Aber das heißt ja noch überhaupt nix. *Beachte das WAS, mehr beachte das WIE! (an meinen Goethe halte ich mich). Eine Zahl sagt ja nullkommanix über die QUALITÄT aus. Was bedeuten 50 Ehejahren, wenn die eine reine Katastrophe waren? Eben.

Nun, diesen Advent stelle ich euch ein Board meiner Lieblingsplätzchen zusammen. Rein subjektiv ausgewählt, einfach die, die mir am allerallerbesten schmecken. Ich hätte auch Klassiker anzubieten wie Kokos-Makronen oder Vanille-Kipferl, die man beide nicht besser machen kann, hey, beides DUBBs - aber wenn ich die Wahl habe, dann stibitze ich mir von meinem Plätzchenteller zuerst andere.

Womit wir schon mittendrin im Land der DUBBs sind. Denn die Idee zu den DUBBs kam mit meiner Linzer-Torte. Niemand macht eine bessere Linzer wie ich. Mit dieser Selbstverliebtheit gehe ich ins Grab, da bin ich mir sicher. Wenn es um Linzer geht, schaue ich nicht nach rechts und links: meine ist le top du top - sollen andere irren... mir egal. Und mit diesem felsenfesten-zweifelsfreien Selbstlob, damit kam die Idee überhaupt erst auf zu meinem DUBB-Event. Was soll die falsche Bescheidenheit, wenn man doch genau weiß, was man hat. Was man kann. Und Linzer kann ich. Ich liebe meine Linzer. Daber backe ich sie MINDESTENS ein Mal im Jahr - vor/ zur Adventszeit safe, denn eigentlich handelt es sich bei Linzer um ein großes, Marmelade gefülltes Plätzchen (übrigens ganz wie bei Apfelschlangerl um eines gefüllt mit Apfel).

Weil die Linzer derart meinen Geschmack trifft, bin ich folgerichtig ebenso Fan-Girl von meinen Hilda-Plätzchen (im Badischen: Hilda-Brödle) - diese Ausstecherle sind Pflicht und müßte ich mich auf eine einzige Sorte Plätzchen entscheiden dann für diese... Die Linzerschnitten und die Haselschnitten sind - logo - ähnlich spitze, aber in meinem Ranking müssen sie hinten anstehen. Wie die tollen Mandeltaler hinter den neu entdeckten Spekulatius. Es kann halt nicht jeder auf dem goldenen Sockel landen. Dort findet ihr seit letztem Jahr außerdem das frisch ausbaldoverte Hutzelbrot sowie die Marzipan-Stollen-Würfel (in meiner Erinnerung toppen sie das Quarkstollenkonfekt - vielleicht bräuchte es aber auch eine Direktverkostung zum Vergleich). Und immer wenn ich schreibe, dass ich selbst mein bester Kunde bin, dann baumelt um dieses Rezept die goldene Favoriten-Medaille. Bei eben diesen Gebäcken kann ich schwer an mich halten -  dazu zählen weiter die besten aller Lebkuchen und die kleinen Mohn- und Nuss-Strudelchen sowie die Hagelzucker-Bohrer!

Die Lavendel-Sablés und die Walnuss-Gâteaux habens nur deshalb nicht auf die Liste geschafft, weil ich sie außerhalb der Adventszeit oft genug backe. Und bei der nächsten Liste kommen die Florentiner an die Seite der Blogbuster-Plätzchen, die ich euch in Bälde vorstelle - alleine hätte es der Optik der Aufstellung geschadet, darum... Und obwohl ich mich schon schwer beschränke, muss ich selbst unter meinen Goldies eine Auslese treffen. Mehr als naschen kann schließlich auch ich nicht. Aber was schreibe ich und schreibe ... hier sind sie, meine Lieblinge:

 

       

       

       

         

 

Samstag, 27. November 2021

Kettenhund-Feeling: Garlic-Naan

 

Vielen Dank für all die vielen Mails - mit derart viel Feedback habe ich gar nicht gerechnet. Ich freue mich, dass meine Leserschaft so divers ist. Ganz wie ich mir das wünsche! Es gab viel Zuspruch und ebenfalls Widerspruch. Wohl kann ich nicht allen antworten und auf alles eingehen -  und zusammenfassen lassen sich die Zuschriften ebenfalls schwer. Und wenn, dann mehr schlecht als recht in *alle Hoffnung liegt im Impfen* und *die Sorgen bleiben*. Lasse ich das einfach so stehen.

Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass wir ALLE mit dem Gefühl einer nun seit zwei Jahren untergehenden Titanic dank Dauerpandemie durch sind? Seit MONATEN ist fünf nach Epizentrum, die Sirenen schrillen Kreischalarm, wir stehen alle am Abgrund, wir klammern uns an die Rettungswesten aber das Flugzeug sinkt und sinkt nicht. Dazu kein Kapitän weit und breit der mantramäßig die zehn Taucherregeln wiederholt (*Ruhe bewahren, Ruhe bewahren, Ruhe bewahren, Ruhe bewahren...*) - im Gegenteil: es geht um Leben und Tod, SO schlimm wars noch nie! Sehr schön dazu Michael Hatzius. Das Resultat ist, dass das Fatigue-Syndrom als Langzeitfolge von Covid nur noch schwer auseinander zu halten ist vom Burnout gen Depression durch die Einschränkungsmaßnahmen. Der Zeitgeist verschont niemanden: mitgehangen mitgefangen.

Versteht mich nicht falsch: ich will nicht darüber klagen, dass wir nicht allesamt bereits Fischfutter sind. Nur Dauerbedrohung, Daueralarm, Dauerpandemie, das MUSS auf Dauer grundgereizt machen. Wer kann dem auf diese lange Zeit etwas entgegenhalten, entgegensetzen? Z-e-r-m-ü-r-b-e-n-d... Sorry, aber ich glaube niemandem, der mir verklickern will, er hätte gerade *the time of his life*!

Manchmal würde ich gerne die Esc-Taste drücken: ESCAPE - einfach abhauen. Ich bin alles so leid! So kenne ich mich gar nicht, so unausgeglichen, unzufrieden, unruhig. Ich habe richtige Fluchtgedanken. Nix wie weg! Dabei weiß ich gar nicht wohin oder vor was genau ich davonrennen will - es hat etwas von der ziellosen Heimatlosigkeit wie in diesem Gedicht aus meiner Jugend. Das generelle Unwohsein mit dem unterschwelligen Muff von Kellerstimmung lässt sich nur leider nicht verdrängen. Gespür toppt Schein. 

Oft wirkt unser Tal, als würde es im Dornröschenschlaf liegen, nur in bleiern, nur ohne märchenstiller Herrlichkeit. Die Welt ist irgendwie nicht mehr dieselbe. Ob sich die Erde in einer anderen Ellipse um die Sonne dreht? Ob die Rorationsachse einen Knick bekommen hat? Ich weiß es nicht. Aber irgendetwas stimmt doch nicht mehr, irgendetwas ist anders, GANZ anders! Merkt ihr das? Könnt ihr das nachempfinden?

Es erinnert mich an die Episode aus *Der Alchimist* (eines meiner 12er Bücher) als der Karawane zugetragen wird, dass in der Wüste ein Krieg ausgebrochen ist. Damit verändert sich auf einen Schlag alles. Zwar bleibt die Wüste äußerlich die gleiche, der Sand formt seine Dünen, aber die Stimmung hat sich gewandelt und mit ihr alle Eindrücke: *der Schrei eines Kamels - der vorher nichts weiter als ein Kamelschrei gewesen war - erschreckte alle...*

 

 

Wie ihr wißt, bin ich Team #Bewußtsein! Das ist der oberste aller Gründe, weshalb ich auf Alkohol verzichte. Geschmeckt hats mir und in unseren Breitengraden kommt der Alk-Verzicht einem sozialen Selbstmord gleich. Auch das Nachtleben hat sich damit quasi von alleine erledigt. Das volle Bewußtsein ist ein harter Reifen - man muss der kritischen Betrachtung seiner selbst beim hellsten Tageslicht standhalten können (= anstrengend). Doch gerade bin ich mehr denn je froh, dass ich meine Fluchtgedanken nicht in Alk ertränke (die Gefahr wäre groß). 

Denn dadurch erst wird mir bewußt (!) - verstärkt durch die Gespräch mit dem Habib - WIE SEHR sich der Zeitgeist wie Mehltau über alles legt. Wie eine Spinne, die ihr gigantisches Netz über alles webt. Die große Schwierigkeit für diese Wahrnehmung ist allerdings, seinen eigenen Senf von diesen äußeren Einflüssen getrennt zu bekommen. Das kann man üben. Denn sehr leicht vermengt sich nämlich Inneres und Äußeres und die Farben fließen ineinander und mischen sich, wie wenn man auf Seide malen würde. 

Dafür muss man sich gut kennen, sich seiner selbst bewußt sein - die Eremitin beschreibt das sehr schön! Sonst wird viel Eigenes (oder ebenso Äußeres) auf das allernächste Umfeld (Gegenüber/ Partner/ Familie...) projeziert. Und wie leicht streitet es sich bei der herrschenden Dauerbelastung. Seid also besonders achtsam im Umgang miteinander (wenn ich euch raten darf). In dieser Atmosphäre geht selbst das Gute im Zwischenmenschlichen leicht zu Bruch!

Für mich ist das übergeordnete Thema *Freiheitsberaubung* (ohne dafür jetzt jemand zur Verantwortung ziehen zu wollen). Es geht um reine Gefühlsbeschreibung: ich fühle mich wie ein Kettenhund. Alles drückt, alles beschränkt, alles engt ein. Wie noch nicht volljährig und fremdbestimmt, als würde die Handbremse klemmen, während man gleichzeitig aufs Gas drückt, ständiges Knirschen im Getriebe, permanentes Kleinhalten... Oder wie erklärte mir Oma Héléne letzte Woche ihren hibbeligen Enkel Sascha: *Er ist frustriert, weil er nicht kann, wie er will!*. Exakt. Das gilt doch für uns alle. Ganz mit dem Habib: *Ich wollte immer einen Garten, um mich nackt ins Gras legen zu können. Nicht, dass ich es machen muss - aber ich könnte, wenn ich wollte!* Man muss auch machen dürfen - das Wissen alleine reicht doch oft schon!

Waldwaten holt mich etwas runter, der bunte Herbst, wenn Licht und Schatten besonders intensiv miteinander spielen, die Weite, die frische Luft, die Feenlandschaft um uns. Viele unserer Freunde träumen von einer Hütte im Wald, in der man sich vor der Zivilisation verstecken kann. Das Eckchen Wildnis gibt es nur schon lange nicht mehr... Tja, was ist das für ein unterirdischer Zeitgeist, durch den wir da durchgedrückt werden! Voll cringe (nochmal supi mit Michael Hatzius).

Ich habe entschieden, dass hier Corona freie Zone wird. Bis zum Ende des Jahres. Und ich bin selbst gespannt, ob ich es durchhalte. Aber ich möchte mich gerne wieder mehr auf anderes konzentrieren - ein bißchen durchatmen. An der Großgemengelage wird sich so schnell eh nichts wesentlich ändern. Auch nicht in Jahren. ALARM !  ALARM ! Es bleibt anhaltend ALLES GANZ FURCHTBAR !

 

        

Die Gedanken aber sind frei und nichts läßt sich ihnen in den Weg stellen. Kulinarisch reisen wir heute nach Indien. Diese Garlic-Naan habe ich nun bereits mehrfach gebacken, weil die so wunderbar flauschig-buttrig werden. Und dafür bin ich dem Hinweis einer Leserin und eines Ex-Gastes (coucou Stephanie) gefolgt und zwar zu dem Blog *Cook with Manali*. Ich habe das Backen der Brote mit der Herstellung von Paneer kombiniert. Die dabei entstandene und aufgefangene Molke verwendete ich als Anschüttflüssigkeit - das ist rein optional und mein (geniales) Reinfummeln ins Rezept. Zumal ich die Anleitung für Paneer hier noch gar nicht vorgestellt habe... Wir fanden die Naans wirklich köstlich, die perfekte Begleitung zu Palak Paneer... aber dazu ein anderes Mal. Die unkomplizierten Knofi-Brote werden auch zu anderen Gerichten eine tolle Begleitung machen.


Zutaten 4 Brote:

Brote:
200g Mehl (m: D 630)
1/2 TL Salz
140g Wasser (m: Molke)
1 TL Joghurt
1 EL Öl
2 Zehen Knofi, feinst gehackt
1 Pr Zucker
10g Hefe
 
Knoblauchbutter:
2 TL Butter
2 Knoblauchzehen, feinst gehackt
frischer Koriander (m: Frühlingszwiebelgrün)

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Brote miteinander verkneten (m. mit Hilfe der Knethaken eines Handrührers). Der Teig sollte weich, aber nicht zu weich sein. Gegenenfalls noch ein wenig Mehl unterkneten. Den Teig in eine geölte Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen (dauert ca 1 Stunde).

Währenddessen die Knoblauchbutter zubereiten: in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen lassen und den Knofi darin kurz schwenken und zur Seite stellen.

Den Teig vierteln (am besten mit geölten Händen - er ist klebrig) und nochmals abgedeckt etwa 10min ruhen lassen. Dann länglich auswellen. Eine Eisenpfanne (sollte unbedingt eine Eisenpfanne sein) erhitzen und das Naan darin von einer Seite braten - dabei mit der Knoblauchbutter bepinseln. Original wird die andere Seite dann über Gas geröstet, indem das Naan mit einer Zange über die offene Flamme gehalten wird - das habe ich nicht geacht. Ich habe das Naan von beiten Seiten in der Pfanne gebacken. Letzter Arbeitsschritt vor dem Warmstellen ist nochmals mit Knoblauchbutter zu bepinseln. 

So verfahren, bis alle Brote gebacken sind.

 

Geschwister im Blog-Universum: Naan

 

Inspiration: Cook with Manali




Sonntag, 21. November 2021

Mehr, mehr, mehr: Biscotti autunnali


Was ist das nur für ein Zeitgeist, in dem wir leben? 

Zum Verzweifeln, nicht? Der große Game-Changer (komisches, neues Wort), die Impfung, stellt sich ebensowenig als solcher heraus wie ihr kleiner Bruder die Impfquote. Geimpfte wie Ungeimpfte sitzen im gleichen Boot - beide Gruppen bleiben Teil des Infektionsgeschehens. Doch die Mainstream-Ultras demonstrieren nun ihren beherrschenden Wesenszug, die Hybris. Mit unverholendem Überlegenheitsgefühl stellen sie sich über andere, dünken sich für klüger und machen sich gar zu Schergen der Politik, in dem sie auf Impfzwang pochen  (wo doch Gradmesser jeder guten Beziehung bleibt, wie frei man sich gegenseitig läßt) - eine Vorstellung übrigens, die noch letztes Jahr als Verschwörungstheorie bekämpft wurde... Und der moralische Hinkefuß, nämlich das Ungleichgewicht mit dem der Impfstoff auf der Welt verteilt wird, muss wohl beim dritten Boosterstich verdrängt werden. Brot für die Welt, aber der Kuchen bleibt hier. Als gäbe es kein *richtig* mehr - wie mans macht, macht mans falsch.

Was bewirkt diese Epoche mit uns, in der die Menschen dieses Planeten erkranken an einem für manche tödlichen Virus, in der eine globale Pandemie die Erde das Fürchten lehrt, in dem keine Ratten sondern Menschen weitertragen, was an Schlechtigkeit in der Luft liegt...

Und dann diese mehr als merkwürdige Verwirbelung, dass die Richtigen das Falsche sagen und die Falschen das Richtige. Wie die EU-Abgeordnete Christine Andersen: *In der gesamten Geschichte der Menschheit hat es noch nie eine politische Elite gegeben, die sich ernsthaft um das Wohlergehen der normalen Menschen sorgt.* Alles ist so verwirrdend, alles scheint irgendwie verdreht. Und ich habe eindeutig zu viel Remarque gelesen...

Wo ich hinschaue, wirkt es mir dunkler als sonst. Nein, nicht weil wir individuell unsere Prüfungen dieses Jahr hatten. Querfeldein habe ich ein paar Eindrücke gesammelt:

Menschenrechte kommen weltweit in einem nie geahnten Ausmaß unter die Räder (s. Amnesty International) - in diesem Zug verschärft sich die Lage der Flüchtlinge. Die Pandemie ist nicht nur eine Bewährungsprobe für Menschenrechte, sie wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Unter anderem hat die Krise verheerende Folgen für die Ärmsten unter uns - noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht: die Ungeheuer-Zahl von fast 71 Millionen Menschen

Das soziale Ungleichgewicht spaltet tief - in den letzten zwei Jahren wurden die Reichsten noch viel, viel reicher und die Ärmsten verelenden zusehens... Das bedeutet für die Industrieländer: immer mehr Menschen rutschen in prekäre Arbeitsverhältnisse (greife ich als Beispiel Frankreich heraus). Als Foodie darf ich feststellen: gesunde Lebensmitteln wie Obst und Gemüse werden für einen wachsenden Teil der Bevölkerung unerreichbar

Gleichzeitig steigen die Militärausgaben während der Pandemie weltweit - auf dem höchsten Niveau seit 1988

Und der Krieg manifestiert sich in den privaten Haushalten: es ist ein deutlicher Ansteig der Gewalt innerhalb der Familien festzustellen, insbesondere gegen Frauen (2020 gab es in Frankreich stündlich etwa 45 Einsätze wegen Gewalt in Familien, jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner ermordet). Das geht dementsprechend ebenfalls einher mit einem Anstieg der Gefährdungsmeldungen und Inobhutnahmen von Kindern (s. hier)

In der Schweiz verdoppelte sich im vergangenen Jahr die Anfrage einer Suizidberatung bei Jugendlichen.

Giga-Anstieg des weltweiten Drogenkonsums, - allein in den USA stieg die Zahl der Drogentote binnen eines Jahres auf einen neuen Rekord von 100 000 Tote - Anstieg des Alkholkonsums (etwa in D), des Tabakkonsums, der Klicks auf Pornoplattformen... 




Ihr merkt wohl selbst: die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Eigentlicher Aufhänger für diesen Post war aber für mich die südkoreanische Netflix-Serie *Squid-Games*, die weltweit bereits unglaubliche 111 Millionen Zuschauer erreicht hat - und die ich nicht gesehen habe. Aufmerken ließen mich Berichte, dass die brutale Serie auf Schulhöfen nachgespielt wird, ja sogar ihren Weg zu noch jüngeren Kindern in Kitas fand. Grundidee der Serie: Völlig verschuldete Menschen werden auf eine Insel verfrachtet und spielen (u.a.) simple Kinderspiele gegeneinander. Wer verliert, wird getötet. Wer alle Spiele überlebt, gewinnt mehrere Millionen Siegprämie. 

Ach Mensch, warum nur kann das Gute nicht um die Welt ziehen und Vorbild machen (immer noch mit Sibylle Berg). Auf dieser Geschichte kaute ich ein Weilchen und überlegte mir dann, ob man nicht vielleicht den Erfolg dieser Netflixserie als Symbol für unsere Zeit nehmen könnte, ob sie nicht überspitzt und karrikiert den Zeitgeist auf den Punkt bringt: entweder zahlungskräftig oder entrechtet, entweder vermögend oder unfrei, entweder reich oder tot. Ja, vielleicht ist der Traum einfach ausgeträumt von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, von Empathie und Solidarität?!

Ihr denkt: wie depri ist denn die Alte drauf - das sehe ich aber völlig anders! Ihr denkt, es werden doch wieder mehr Brettspiele gespielt, durch weniger Flugreisen wird die Luft weniger belastet - irgendetwas in diese Richtung... Dann bin ich rasend interessiert an eurer Meinung und sowas von bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Schreibt mir an *salzkorn@email.de* - und ich veröffentliche GERNE die schönsten Anregungen!

 


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Nächste Woche ist es soweit - das Lichtlein können wir gebrauchen. Also ich. Und ihr braucht Plätzchen-Rezepte, die Statistik verrät mir, dass die ersten bereits am Ausschauhalten sind. Ich versüße euch den dritten Sonntag des Novembers mit einem italienischen Rezept, das ich nach meinem Gusto abgeändert habe. Gefüllte do it better - ich bleibe meinem Motto treu... Und schnell zu basteln sind die süßen, saftigen Teilchen mit Walnuss und Apfel ebenfalls. So mag ich das!

 

Zutaten - ca. 35 Stück:

200g Mehl (m: 150g D630/ 50g Einkorn-VK)
100g Butter, weich
100g Joghurt
Abrieb 1/2 Tonka-Bohne
1 TL Rohrzucker
2g Back-Pu
1 Pr Salz
50g gemahlene Walnüsse
 
300g Äpfel (ca. 2-3 Stück)
2 EL Zucker
50g kandierter Ingwer* 
25g gehackte Walnüsse

Puderzucker

Zubereitung:

Äpfel entkernen und schälen und grob raspeln. Zusammen mit dem Zucker in einer beschichteten Pfanne ca. 10min dünsten. Zuletzt den gehackten Ingwer wie die gehackten Walnüsse untermischen und abkühlen lassen.

Joghurt mit weicher Butter, Zucker und Tonkabohnen-Abrieb gut vermengen (mit Gabel oder Schneebesen). Dann Mehl und Backpulver unterkneten, zuletzt die Walnüsse (m: 15min kühl gestellt). Den Teig viereckig ausrollen - etwa 5mm dick, ca 32cm auf 40cm. Den Teig in 4 Streifen à 8cm Breite schneiden. In der Mitte der Streifen die Apfelfüllung verteilen, die Teigränder gut zusammenzwicken- und ein wenig platt drücken, dann Stücke von etwa 4-5cm Stücke abschneiden und mit der Nahtstelle nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Ofen auf 200° vorheizen.

Für 18-20min im heißen Ofen backen. Puderzucker in ein Schüsselchen geben und die Plätzchen noch warm im Puderzucker wälzen. In einer Plätzchendose, die Schichten mit Backpapier voneinander getrennt, aufbewahren.

*Anmerkung m: sehr schöne, saftige, aromatische Plätzchen, die schnell zu machen sind. Prima anstelle von kandiertem Ingwer - mein Favorit - ist auch kandierte Orangenschale.

Wie lange die Plätzchen halten, kann ich euch nicht sagen: bei uns waren sie nach 5 Tagen verteilt und aufgefressen... 

 

Mittwoch, 17. November 2021

KIS - Keeper: Linsen-Pfannkuchen


Ein beliebter (und sehr abgedroschener) Kalauer meines Mathelehrers - sich dabei betont umständlich mit der linken Hand über dem Kopf lagend -, war: *Man kann sich auch so am rechten Ohr kratzen!* (triumphierender Blick in den Raum gen ihm anvertraute Zöglinge).

Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mathelehrer oft beliebt sind. Zahlen sind klar und verlässlich und im Zweifelsfall kann man den Weg der Beweise zum richtigen oder falschen Ergebnis folgen. Das spricht somit ebenso für seinen Stellvertreter aka den Mathelehrer. Also Mathematik eben bis zu einem gewissen Grad und gemäß der hauseigenen Intelligenz. Aus der Kiste meiner Biographie ziehe ich gerne folgende Anekdote, die völlig unbeschönigt das Resultat meines Matheunterrichts veranschaulicht.

In meinem Jahrgang wurde in der Oberstufe ein Taschenrechner-Computer eingeführt - zeitgleich mit dem ersten zarten Informatikunterricht bei mit völliger Ahnungslosigkeit gesegneten Lehrern. Um mit dem neuen Taschenrechner zurechtzukommen, benötigten wir ein halbes Jahr der Mathematikstunden - wir waren schließlich die Generation, die noch ohne jeden Tech-Kram groß geworden war - , was uns später dann in der Kurvenberechnung hilfreich zugute kommen sollte.

Eingebrannt in mein Gedächtnis hat sich dann erst wieder, wie ich nach dem Abi meine Schneiderlehre begann samt begleitenden Berufsschulunterricht. In dem allerersten (unangekündigten) Mathetest dort, schrieb ich eine fulminante 5. Ich sollte doch allen Ernstes wieder schriftlich multiplizieren und dividieren - etwas das seit Jahren mein Taschenrechner für mich erledigt hatte. (Und bei Aufgaben wie 0,0002387 x 0,0947 half auch grobes Überschlagen nicht um weiterzukommen). Blamagen dieses Ausmaßes hauen Kerben in die Erinnerung. 

Tja, womit ich ein Exemple statuiert hatte: mit Abi zu doof um Grundsätzliches zu errechnen - Bildungsziel trotz Abschlusszertifikat grob verfehlt, oder? Unnötig anzumerken, dass dieser Taschen-Computer nur einen Wimpernschlag später von anderer Technik überholt wurde, es heute Stift und Papier aber immer noch gibt und ich selbstverständlich auch keinen blassen Dunst mehr von Dreisatz hatte, dafür ein Smartphone heute alles und noch viel mehr kann...

Nun ja, Zahlen scheinen Gesetzmäßigkeiten zu folgen, bieten dem Verstand den sicheren Tritt der Logik an, scheinen verlässlich und unbestechlich. Leider nur bis zu einem gewissen Grad! Sehr leider! Denn wer zieht schon die Willkür vor, wenn er stattdessen eine Orientierungshilfe von Gesetzen geboten bekommt!?! Doch sind wir nicht in soetwas gelandet? Denn - wieder leider - hat sich das sog. Informationszeitalter zwischenzeitlich verwandelt in einen Glaubenskrieg. Dabei dachte die Zivilisation, das hätte sie hinter sich. 

Wie sehr pflichte ich der geschätzen (s. hier) Martina Schwarzmann bei, sich wenn möglich an dem Wahnsinn nicht zu beteiligen: *Momentan ist so, dass ich den Glauben an die Politik so verloren habe, dass ich mich damit überhaupt nicht beschäftigen will, denn sonst könnte man nach kurzer Zeit direkt verzweifeln [...] Und es ist schwierig, sich eine Meinung zu bilden, weil du heute im Internet für jede Meinung Argumente findest.* So rum oder andersherum. Wie wahr. Hier, als kleine Kostprobe: *Die Pandemie in Rohdaten* (Youtube). Wenn man will, kann man gerade alles anzweifeln. Oder halt einfach nur mitschwimmen. Oder den Kopf in den Sand stecken...

 

 

Dabei wollte ich wo ganz anders heraus mit meiner Überschrift KIS - keep it simple. Quasi im glatten Gegenteil. Aber ist halt grad nicht so einfach, wenn alles um einen herum schwurbelt, oder?

 

Beim Kochen kann man es zumindest unkompliziert gestalten. Und ich liebe es, wenn meine Alltagsküche einfach daher kommt. Eigentlich könnte ich jeden Tag ofengeröstetes Gemüse essen. Das variiert ja von alleine mit der Saison. Heute stelle ich euch eine - aus einer kleinen Serie kommender  - neu entdeckter Beilagen vor. Definitiv ein Keeper. Diese Linsenpfannkuchen sind völlig einfach zuzubereiten und ich habe sie nun schon oft auf den Tisch gebracht. Zumal ich ja wirklich gerne mit den Fingern esse. Sie funktionieren als Wrap oder klassisch - comme vous voulez!

Die Zubereitung ist idiotensicher einziger Stolperstein könnte die Konsistenz sein, da die benötigte Menge Wasser seltsamerweise bisher sehr unterschiedlich war (ich kann noch nicht sagen, an welchen Paramtern das hängt - Alter der Linsen?) Genau aus diesem Grund hier der Link: ein Blick genügt, um einen Anhaltspunkt zu haben für den dicklichen Linsenbrei, der sich später in der Pfanne nicht von alleine ausbreitet, sondern mit dem Löffelrücken verteilt werden muss.

 

 

Zutaten 8Pfannkuchen (2-4P):

200g rote Linsen
1/2 TL Salz
Pfeffer
50-100ml Wasser
optional: Thymian/ Kreuzkümmel/ Koriander...
Öl (m: Sonnenblumen)

Zubereitung:

Die roten Linsen mit Wasser übergießen und mindestens 2 Stunden einweichen lassen (wenn es etwas länger wird, ist auch nicht schlimm). Abtropfen lassen. In einen Blender geben, salzen, pfeffern und nach Belieben noch Gewürze zufügen (oder auch nicht). Wasser nach und nach anschütten (nicht alles auf ein Mal - s.o.) und fein blenden. Die Konsistenz sollte ein zähflüssiger Brei sein.

Nacheinander in ein wenig Öl in einer erhitzen Pfanne 8 Pfannkuchen backen.

Anmerkung m: für wieviel Personen ausreichend ist, hängt davon ab, was man zu diesen Pfannkuchen serviert/ bei uns gabs zu ofengeröstetem Gemüse und etwas Salat auch Avocado, Blumenkohl-Ras-el-Hanout-Pü mit Mandelmus/ Ajvar (dieses Jahr selbstgemacht)/ Auberginen-Aufstrich/ Gemüse-Confit/ Rote Bete-Hummus...)

 

Geschwister im Blog-Universum: galettes de sarrasin

 


Donnerstag, 11. November 2021

Gruppenspiele: Erdäfpelnidei mit Radicchio-Gemüse

 

Um Toussaint (Allerheiligen) wird ein Aspekt der Geschichte meiner neuen Heimat der Drôme stets gut sichtbar: die einst kleinteilige Spaltung von Katholiken und Prorestanten sowohl in der Gegend wie bereits in einem einzigen Dorf. Da letztere als *Ungläubige* nicht auf geheiligter Erde begraben werden durften, haben die Hugenotten ihre Angehörigen auf ihrem Privatgrundstück bestattet. Dort sind dann oft mehrere Gräber zusammen - erhalten bis heute - wie mitten auf dem Acker, oft gekennzeichnet durch eine (mittlerweile) stattliche Zypresse. Für Toussaint werden die Gräber geschmückt mit großen Töpfen von bunten Chrysanthemen - so will es die hiesige, christiliche Tradition. Sowohl auf den Friedhöfen wie auf den Hugenottengräbern. In der Blumenwahl zu Allerheiligen demonstriert man Einigkeit.

Freunde im Habib-Alter, die hier geboren sind, lassen die Vergangenheit mit ihren Geschichten wieder aufleben. So erzählte einer, wie es in seiner Jugend in Crest (die nächste Kleinstadt) noch zwei weiterführende Schulen gab: eine für die Katholiken, eine für die Protestanten. Und nicht nur das: es gab auch zwei Apotheken. Eine für die Katholiken und eine für die Protestanten. Ich schüttelte nur mit dem Kopf: *Kann man das glauben?!

Doch der Habib bestätigte ebenfalls, dass noch für seine Elterngeneration eine Heirat zwischen Personen aus den unterschiedlichen Religionen völlig undenkbar war. Als katholisch erzogenes Kind schlich sich der Habib mal in einen evangelischen Gottesdienst (große Mutprobe: was, wenn er dabei erwischt würde?): Doch seine Neugier war zu groß: Was genau für Ungeheuerlichkeiten dort wohl geschehen? 

Im Französischen wird dabei selbst in der Sprache sauber getrennt: eine protestantische Kirche ist keine église, das ist ein *temple*. Und die feiern dort auch keine Messe sondern einen *culte*. Ob verbale Spitzfindigkeiten helfen etwa für einen Hindi oder Moslem die eklatanten Unterschiede der zwei Strömungen des Christentums zu verdeutlichen? Tsss, Menschen!

Unvorstellbarerweise ist dieser Graben, der sich deshalb durch die Gesellschaft zog, erst einen Wimpernschlag her. Anhand von welch lächerlichen Kriterien bilden sich Menschen anscheindend ein Urteil über andere, oder? Wer gibt das vor? Was verschattet derart das Herz? Was macht denn einen guten Menschen aus? Einen guten Freund? Einen guten Nachbarn? Eine gute Schwester, Kollegen...?

Nach der damaligen Auffassung kam ein Evangele nicht in den Himmel und heute kommt halt ein Ungeimpfter nicht zum Arzt (in die Uni, ins Café, Resto...) oder ein Autofahrer nicht in die Innenstadt. Manche Dinge ändern sich nie. Oder wie stellte der einzig wahre deutsche Kabarettist Volker Pispers fest: *Wenn du weißt, wer dein Feind ist, dann hat der Tag Struktur.*

Tja, Kinners, it's all about perspective! Wie leicht ändert sich eine Betrachtung, wenn man Dinge alleine im Raum dreht. Nehmen wir das neue Imperium-Zeichen von Facebook, das nun in Meta umgewandelt wurde. Erst sieht das Logo aus wie eine liegene Acht, doch in 3D ergibt sich aber ein ganz anderes Symbol. 

Oder man nehme den Zeitfaktor dazu, mit dem sich grundlegende Maßstäbe ändern können. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Biographie des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski (der mir lebensbegleitende Gedanken zur Freiheit und zum Christentum schrieb): er wäre heute am 11. November 200 Jahre alt geworden.

Als junger Mann begeisterte er sich in einem Lesezirkel für revoulitonäre (u.a. sozialistische) Ideen. Wegen dieser 'staatsfeindlichen' Aktion wurde er zum Tode verurteilt. Es kam zu einer Scheinhinrichtung bei der er im letzten Moment auf dem Schafott zu 4 Jahren Zwangsarbeit in Sibirien begnadigt wurde. In dem sibierischen Zuchthaus unter sog. Schwerverbrechern schrieb er:

*'Wer weiß? Diese Menschen sind vielleicht überhaupt nicht in dem Maße schlechter als jene Übrigen, die dort, jenseits der Gefängnismauern, geblieben sind.’ Ich musste selbst den Kopf schütteln über diesen Gedanken, dabei – mein Gott! hätte ich damals nur gewusst, wie wahr er ist!

Aus diesem Grund, quasi für einen besseren Überblick, verlinke ich heute hier den offenen Brief des ARD-Redakteurs Ole Skambraks, der sich mit der Berichterstattung zu Corona seines (jetzt ehemaligen) Senders nicht wohl fühlt - und er erklärt warum. Immer schön die Gegenseite auch zu Wort kommen lassen...  Parameter zur Beurteilung können sich sehr schnell verändern... in Raum und Zeit... das wird uns doch gerade sehr veranschaulicht. Denn - nochmals mit Dostojewski:

*Auf eigene Weiche falsch zu liegen ist besser als auf fremde Weise richtig zu gehen.*

 

 

Garniert wird heute mit tiroler Hausmannskost. Mit Kartoffelgerichten kann ich an Tisch bei uns meistens punkten. Ganz so leicht wie ich es mir vorstellte, ließen sich die Nidei nicht formen, denn der Teig ist sehr weich. Möglicherweise werde ich das Rezept auch mal nur mit einem Ei ausprobieren. Nur mit großzügigem Einsatz von Hartweizengrieß ließen sich (unförmige) Rollen formen, wie es die Zubereitungsweise vorschreibt. Geschmeckt haben die buttrigen Kartoffelstückchen zu dem süß-bitter begleitenden Gemüse natürlich ganz unabhängig von dem Weg dorthin. Definitiv etwas für Hausmannskostliebhaber wie mich!

 

Zutaten 4 P:

600g mehlige Kartoffeln
2 Eier
2 1/2 EL doppelgriffiges Mehl (m: feiner Hartweizengrieß)
etwas Muskatnuss
Butterschmalz

eine große Zwiebel (ca. 400g)
1-2 Radicchio (ca. 200g)
1 Knoblauchzehe
1 Birne
eine Prise Rohrzucker
Balsamico-Reduktion
1/2 TL Fenchelsaat, geschrotet
1 TL Thymian, getrocknet 
Salz, Pfeffer
etwas Blauschimmel zum Garnieren (m: Bleu de Brebis)
Olivenöl
 

Zubereitung:
 
Die Kartoffeln in der Schale in ausreichend Wasser weich kochen und ausdampfen lassen. Dann schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.  

Mit Eiern, Mehl, Salz und Muskatnuss rasch verkneten und zu fingerdicken Rollen formen. Zwei bis drei Zentimeter große Stücke abstechen, mit dem Daumen leicht flach drücken und die Nidei in Butterschmalz beidseitig goldbraun braten. Die Nidei warm stellen.  
 
Die Zwiebel in feine Streifen schneiden und den Knoblauch fein hacken. Zusammen mit dem Thymian und der Fenchelsaat in Olivenöl bei gemäßigter Hitze langsam goldgelb anrösten.
  
Inzwischen den Radicchio in Streifen schneiden. Die Birne schälen, entkernen und in feinere Streifen schneiden. Beides zum Radicchio-Gemüse geben und fünf Minuten andünsten.

Nun mit Balsamico-Reduktion, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und auf Teller verteilen. Die Nidei darauf anrichten und mit Blauschimmel bestreut servieren. 

Inspiration: Servus
 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...