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Pasta & Lenticchie - one pot

Mittwoch, 11. Februar 2026

 

Wenn es nur irgendwie geht, dann hält man die Nase gen Sonne - damit die Schatten hinter einen fallen. Manchmal denke ich, dass man eine derartige Scheuklappen-Haltung nahezu egozentrisch durchziehen muss. Der Lebensfreude zu liebe. Denn wenn man sich von all den schaurigen Nachrichten dieser Welt nicht erschlagen läßt, dann ist die Erfahrung, in einem Körper zu leben, ein großes Abenteuer - so als Geistwesen, die wir eigentlich sind.

Wohltuend begegnet mir ein Mal mehr Sibylle Berg - ja nicht zum ersten Mal. Jetzt bei den *SRF Kultur Sternstunden Philosophie* (YT-Link). Sehr gespannt hörte ich ihr, wie sie versucht ihre Ideen als Abgeordnete im EU-Parlament einzubringen  - meine Empfehlung für das Gespräch habt ihr. Mir hat Sibylle Berg wieder vor Augen geführt, warum ich mich so lange so sehr wohl gefühlt habe unter dem sog. *Künstler-Volk*. Sibylle Berg bezeichnet sich selbst als Künstlerin - und das gibt (nicht nur ihr) direkt SO viel mehr Freiheit innerhalb der Gesellschaft. Herrlich! 

Auf diese Weise schafft sich Frau Berg auch die Möglichkeit, sich nicht an Zahlen abzuarbeiten - oder sich denen sklavisch zu unterjochen, sondern stattdessen für Werte einzustehen: *So ein bißchen hat es heute ja fast etwas Anrüchiges, wenn man sagt 'Ich bin für Frieden. Ich habe diese Utopie. Ich habe das Ziel. Ich träume davon.'* Ganz so empfinde ich das ebenfalls. Befremdlich genug, dass gegenseitiges Totschlagen heute überhaupt noch Grundlage für einen Diskurs hergibt..

Umso mehr erfreue ich mich an Menschen wie Sibylle Berg, die mit viel Ruhe, mit viel Klarheit und viel Selbstbewußtsein für die große Idee der Menschlichkeit einstehen. Wie würde die Asi-Jugend sagen: *Ich küsse dein Herz, Schwester!*.



Was wäre die Winterküche ohne Hülsenfrüchte und meinen besonderen Liebling darunter, die Linse! Dieses Gericht zählt zu den zubereitungsfreundlichen, weil alles in einen Topf geworfen wird - fertig. Während das Essen gart, kann man nebenher die Küche wieder aufräumen.


Zutaten 2P:

1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleine Stange Sellerie
1 Karotte
2 EL Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
4 Blätter Salbei
2 TL Thymian
150g Linsen (m: Puy)
200g Pasta (m: Gnocchetti)
2 EL Tamari
2-3 TL weißer Balsamico (oder Apfelessig)
1/2 TL Harissa (oder Chili Crisp)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
ca. 800ml Wasser
1 TL Gemüsebrühe-Pulver
(optional Parmesan, gerieben)


Zubereitung:

Zwiebel fein würfeln, ebenso Sellerie; Karotte und Knofi. In einem Topf Olivenöl erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten. Dann das restliche Gemüse - Sellerie, Karotte, Knofi - zufügen und ebenfalls mitbraten. Tomatenmark unterrühren, Lorbeerblätter und Salbeiblätter in den Topf geben. Dann Linsen anschütten zusammen mit dem Wasser. 

Deckel auflegen und etwa 15min sanft köcheln lassen.

Dann die Pasta unterrühren und weitere 10-15min köcheln lassen - gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Garprobe machen, damit die Pasta al dente ist.

Lorbeerblätter und Salbeiblätter entfernen, würzen mit Gemüsebrühe-Pulver, Salz, Pfeffer, Tamari, und Balsamico sowie Harissa (oder später zum Servieren Chili Crisp). Wer keinen Chili Crisp zur Hand hat, darf auch zum Servieren mit Balsamico-Reduktion toppen und einem Schuß gutem Olivenöl. Optional passt auch Parmesan...

Anmerkung m: Linsen sind bekannt dafür, dass sie Gewürze fressen - also gerne zu Tisch Salz und Essig zum Nachwürzen reichen./ Gnocchetti machen sich auch leichterdings von Hand - frisch zubereitet ist die Garzeit deutlich kürzer


Kartoffelgratin mit Birne

Sonntag, 23. November 2025

 

Wie schön anzusehen ist das Phänomen der Murmuration (youtube). Murmuration ist ein Begriff, den ich neu gelernt habe. Es beschreibt das Himmelsspektakel bei dem sich hunderte bis tausende von Staren zu riesigen, sich ständig verändernden Schwärme versammeln, um gemeinsam in der Luft zu tanzen. Sie führen eine synchrone Choreographie aus, bei der sie immer neue, phantastische Formationen bilden. Bald ziehen sich Ellipsen auseinander, dann sammelt sich alles zu einem Kreis, verflüchtet sich wieder zu einer geschwungenen Acht, alles in weichen Bögen - mit bezaubernder Wirkung. 

Für mich könnte man Filme von Murmurationen als Natur-Ready-Made in Endlos-Schleife an die Wand werfen. Das ist doch Kunst! Alleine das Betrachten schenkt Harmonie, Zartheit, Ordnung, Leichtigkeit. Quasi eine Therapie, die man über das Sinnesorgan Auge zu sich nimmt. Vermutlich spielen die Stare derart miteinander, weil sie sich darauf freuen, in den Süden zu ziehen. Komm' ich lege noch den alten Beatle-Song drunter und stelle euch unten *I follow the sun* ein.... For good energy!



Denn Fakt ist: die aktuellen Temperaturen rufen nach *Hüttenzauber-Gerichten*. Und da hätte ich doch ein herrliches Gratin anzubieten, das auch von Innen wärmt, wenn es draußen frostig ist. 

Dabei will ich wie gerne auf Blog-Geschwisterchen hinzuweisen. Das Rote-Bete-Kartoffel-Gratin ist eines meiner Favoriten - kein anderes bereite ich so häufig zu wie dieses. Und ebenfalls verwandt ist dieses alte, vorgestellte Rezept: die Käse-Spätzle mit Zwiebel-Birnen-Schmelze - auch die erhalten an dieser Stelle mal wieder eine dicke Empfehlung. Für alle, die wie ich Obst in salzigen Gerichten zu schätzen wissen!


Zutaten 2P:

5 Kartoffeln (m: ca 550g)
1 Birne
1 kleine, rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
200ml Sahne
Piment d'Espelette
(oder: 1 EL Meerrettich)
4 Zweige Thymian (m: 1 TL wilder Thymian)
Salz, Pfeffer
Muskat
Bergkäse (m: Tomme de brebis)
(optional: mit Schnittlauch bestreuen)

Zutaten:

Knofi fein hacken. Sahne zusammen mit dem Knofi und dem Thymian aufkochen. Salzen, pfeffern, mit Muskat und  Piment würzen (oder Meerrettich). 10 min ziehen lassen.

Kartoffeln gut waschen, halbieren und zwischen zwei Holzspieße legen und wie bei den Fächerkartoffeln in dichte, dünne Scheiben schneiden (ohne die Kartoffel so ganz durchzuschneiden). Dicht an dicht in eine Gratinform (Ø 24cm) setzen.

Birne halbieren, vierteln, schälen und in feine Scheiben schneiden. Rote Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Beides in die Zwischenträume der Kartoffeln drücken.

Sahne über die Kartoffen geben und das Gratin in den vorgeheizten Ofen schieben  bei 160° (OU-Hitze) - ca. 1 Stunde.

Dann mit einer guten handvoll geriebenem Käse betreuen und kurz unterm Grill gratinieren.

Anmerkung m: selbstredend ein Spitzen Salat-Plus-Essen!




Freidenker: Flognarde aux abricots et basilic

Montag, 28. Juli 2025

 

Was mich ebenfalls sehr an Cornelia Funke fasziniert hat (ich bin noch nicht durch), ist ihre Bereitwilligkeit ihr eigenes Denken grundsätzlich in Frage zu stellen. Dafür braucht es VIEL Selbstbewußtsein. Unser Denken ist unsere Existenz, die wir innerlich auf einen goldenen Sockel gestellt haben. Nichts, was sich einfach umwerfen lassen würde. Alles, was daran auch nur wackelt, bedroht diese Existenz. Also wird das tunlichst vermieden.

Nachdem ich nun 20 Jahre ausgewildert in Südfrankreich lebe, unzählige Stunden im Garten Unkraut rupfend, kann ich mir selbst ganz gut beim Denken zuhören. Keine Selbstverständlichkeit. Das ist wohl überhaupt der erste Schritt. Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf, was beschäftigt mich, wessen Geistes Kind bin ich, was wiederholt sich... Anfangs mußte ich feststellen, dass ich oftmals gar keine Kontrolle über meine Gedanken hatte. Beispiel Ohrwurm. Da läuft in einem was auf Dauerschleife und man sagt sich genervt, ist gut jetzt. Um wenige Minuten später wieder den gleichen Gassenhauer innerlich zu summen...

Der nächste Schritt ist, in seinen Gedanken Auslese zu treffen wie beim Unkraut rupfen im Garten. Diesen Gedanken mag ich nicht. Der tut mir nicht gut, den will ich nicht. Ich hatte ja viel aufzuarbeiten, als ich hierher kam. Da war mir mein Habib, dieser Garten und dieser Ort mit seiner Weite und Ruhe Therapie. Jahrelang. Immernoch. Wunderbar geholfen hat mir beim *gelenkte Denken* (so nenne ich das einfach mal) gegen negative Gedanken ein Mantra zu setzen, ein kurzes Gebet. Beharrlichkeit wirkt Wunder. In allen Bereichen. Heute kann ich sogar zunehmend unterscheiden, ob ein Gedanke von mir kommt oder wie ein Geistesblitz in mich gelegt wurde - aber das hat gedauert...

Auch bin ich noch am Üben, wenn es darum geht, gedanklich bei einem Thema zu bleiben, ein Thema bis zum Ende durchzudenken, aus unterschiedlichen Richtungen anzusehen. Immer wieder hüpfen die Gedanke woanders hin (à la *Habe ich Butter schon auf die Einkaufsliste gesetzt) und wie oft muss ich - im besten Fall - eine Volte drehen, um wieder zurückzukehren und anzuknüpfen.

Mir ist sehr bewußt, wie wenig Menschen Raum und Zeit haben, so nach innen zu schauen und sich derart mit sich selbst zu beschäftigen können. Es ist ein Geschenk des Lebens, wenn das möglich ist. Gnade. Die meisten Menschen hetzen doch durch die Woche und Samstag und Sonntag versucht man Montag bis Freitag zu vergessen.

Der weit größere Schritt ist der, den Cornelia macht und sich kritisch überlegt, in welchen Mustern sie denkt. Das macht nur derjenige, der nach Freiheit strebt, echter innerlicher Freiheit. Cornelia überlegt, in wie weit ist mein Denken geprägt von meiner Erziehung, meiner Kultur, meinem Kontinent, meiner Zivilisation. Vielleicht unterliege ich mit meinem Denken immer noch dem Überlegenheitsgefühl der weißen Rasse, dem immateriellen Erbe des Kolonialismus. Als Anregung nimmt sie das Buch Sand-Talk von Tyson Yunkaporta, welches ihr sehr geholfen hat, die Perspektive zu wechseln. (ich freue mich auch schon auf das Lesen). Eurer Denken unterscheidet sich grundlegend von dem unseren, da euer Denken geprägt ist von zwei Illusionen, Geld und Zeit, zitiert Cornelia Yunkaporta aus diesem Buch.

Weil ja, streiche aus dem Denken der weißen Rasse Geld und Zeit samt der Leistungsidee, die daraus potenziert wurde. Was bleibt denn dann noch übrig? Kein Lebensbereich, der nicht davon touchiert würde, egal welcher Beruf, Profit, Marge, Versicherungswesen, Sport, Forschung....Wer kann sich überhaupt ein Denken vorstellen, aus dem diese zwei Komponenten - Zeit und Geld - herausgefiltert ist? Überall wirkt das verinnerlichtes Maß und Zahl-Prinzip. Wie Welt wahrnehmen und beurteilen ohne diese beiden Parameter? Es scheint nicht möglich für unsere Zivilisation. Man traut es sich in keinster Weise zu. Das ist doch riesig spannend, oder nicht?!



Naja, Flognarde klingt exotischer als es ist - im Prinzip reden wir eigentlich von einer Art Clafoutis. Nur wird klassischerweise der Clafoutis mit Kirschen zubereitet. Deshalb weicht man auf den Begriff Flognarde aus, den Fruchtauflauf. (Krass, findet ihr auch, WIE viel schicker sich alles immer auf französisch anhört!!). Und Clafoutis kennt meine Leserschaft: der unkomplizierte, französischen Pfannkuchen-Kuchen. Aber in einer sehr schönen Variante. Wieder etwas anders. Und wer Pfannkuchen liebt, wer Clafoutis liebt, und wer wie ich die Kombi aus Obst und Kräutern liebt, der wird auch diesem Flognarde verfallen...


Geschwister im Blog-Universum:


Zutaten - cm:

4 Eier
200ml Milch
150ml Sahne
80g Mehl (m: D630)
80g Rohrzucker
Vanillezucker
Butter
ca. 400g Aprikosen
Basilikum*


Zubereitung:

In einer Schüssel Mehl und Zucker vermischen. Die Eier zufügen, die Vanille (das Vanillemark) und mit einem Schneebesen gut vermengen

Nach und nach die Milch und die Sahne zufügen und klümpchenfrei unterrühren.

Die Aprikosen halbieren, entkernen und je nach Größe vierteln.

Die Kuchenform (m: moule à manque) buttern. Die Aprikosen in der Form verteilen und den fein geschnittenen Basilikum darüber streuen. Die Rührteigmischung vorsichtig einfüllen und die Form mindestens 20min im Kühlschrank ruhen lassen.

Bei 180° für ca. 35min im Ofen backen.

Schmeckt am besten gekühlt 

PS: Tolle Idee, Aprikose mit Basilikum zu kombinieren. Richtig toll etwa Zitronenbasilikum. Aber schmeckt ebenso mit Thymian oder Lavendel hervorragend!

Geistmaschine: Linguine mit Veggie-Bolo

Montag, 21. April 2025

 

Könnte ich in die Kiste der Superkräfte langen, dann würde ich damit eine Geistmaschine erfinden. Ich stelle mir so einen Art Röntgen-Apparat vor wie an der Sicherheitskontrolle der Flughäfen, wo man einzeln durchgeht und gescannt wird. Dabei durchzuckt einen dann wie ein Geistesblitz und plötzlich steht man da: im Herzen barfuß. Man schaut auf sein tiefestes Inneres und erkennt mit einem Schlag die Motivation hinter dem eigenen Tun, Reden und Denken und wessen Geistes Kind man ist. Man erschaudert vor sich selbst, kommt zur Einsicht, Besinnung, reut und kehrt um und wandelt sich.

Das ist natürlich Blödsinn. Geistmaschine ist ein Ding der Unmöglichkeit, ein waschechter Widerspruch in sich, rhetorisch ein Oxymoron - ihr wißt schon: bittersüß, offenes Geheimnis und so. Zum einen würde eine solche Maschine ja direkt missbraucht werden (typisch Mensch), damit sich der eine über den anderen erheben kann. Und dann glaube ich, dass man diese Spiegelung seiner selbst gar nicht ertragen könnte ohne in Schockstarre zu verfallen oder wahnsinnig zu werden. Genau deshalb wird in anderen Hierarchien das Herz auf eine Waage gelegt (s. ägyptisches Totenbuch). 

Zumal ein solcher Apparat gar nicht von Nöten ist. Wer immer strebend sich bemüht, der findet allerorten unzählige Hinweise und Anregungen. Wir leben im Informationszeitalter - man muss die Hand nur ausstrecken... Wer sich schwer tut mit der Vorstellung von Geist, der lasse einfach mal all die Dinge weg, die eh hinfällig und vergänglich sind: Name, Nationalität, Gewicht, Alter, Besitz, Beruf, Familie, Freunde, Hobby, Kontostand… Und? fragt *Das tibetische Buch vom Leben und Sterben* von  Sogyal RinpocheWenn uns all das genommen würde, wüssten wir dann noch, wer wir wirklich sind? Was bleibt dann noch übrig? Eine Idee? Mal aller Tand weggeschält sollte doch ein Gespür für *geistig nackig* geben! 

Nach meiner Erfahrung stellt Homöopathie DIE Geisteswissenschaft im wahrsten Sinne dar, um Zugang zu Geist zu finden, um zu verstehen wie sich Geist unterschiedet. Hast du erstmal zwei lebende Beispiel für ein Silicea, Agaricus, Sulfur, Pulsatilla, Arsen… , wirst du diese konstitutionellen Mittel an anderen Menschen immer wieder erkennen. Es ist und bleibt eine Sensation für mich.

Oder man nehme die Geschichte Jesu - so einfach ist sie in ihrer Botschaft, dass sie jeder verstehen kann. Alle Weltreligionen berichten gleichermaßen, dass Geist Ursprung allen Leben ist. Allen Weltreligionen geht es darum, dem Menschen Hilfsmittel an die Hand zu geben, wie er das Tier in sich überwinden kann, wie sich selbst veredeln, wie weg von Lüge, Verblendung und Egoismus um zur Vollkommenheit zu streben. Mit Buddha gesprochen, wie kann Mensch zur Erleuchtung finden: Seid Euer eigenes Licht! Oder die Botschaft des Koran, die lehrt, sich demütig einer höheren Gerechtigkeit anzuvertrauen (allahu akbar). Die Hindus, die von Karma ausgehen und an Seelenwanderung lauben. Oderoder...

Dabei kristallisiert sich heraus, dass der Kopf schnell an seine Grenzen kommt: *Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdet es nicht erjagen.* Nur über das Herz ist Beziehung zu leben, hüben wie drüben. Ganz wunderbar veranschaulicht etwa vom Sufismus, dem es darum geht, eine reine Seele zu entwickeln, in dem eine innere Bindung zwischen Liebendem (Sufi) und Geliebten (Gott) geknüpft wird über das Prinzip: sterbe bevor du stirbst!

Auch Goethe beschreibt sehr detailliert in *Bekenntnisse einer schönen Seele* wie eine Verbindung zur unsichtbaren Welt zu knüpfen ist, nämlich über Inbrunst, über tiefste, innere Sehnsucht nach Verbundenheit mit dieser geistigen Welt. Ich weiß gar nicht, warum diese Offenbarung nicht viel bekannter ist. 

Dann, ja dann, wenn man mutig an sich selbst glaubt und sich demütig der geistigen Führung unterstellt, dann werden Wunder möglich, dann passieren ungeheuerliche Geschichten, die von no risk - no magic zeugen, von Zauberei in großer Not. Genau so schon selbst erlebt.



Veggie-Bolo-Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Ich habe auch schon viele ausprobiert: ob mit Blumenkohl oder als de luxe-Variante mit Grünkern. Schmeckt eigentlich immer gut. Als ich über diese Version gestolpert bin mit Pilzen und Nüssen, musste die natürlich auch nachgekocht werden. Und ja, ein Mal mehr bestätigt: Veggie-Bolo schmeckt wirklich immer gut. Und findet ihr auch, dass wenn im Fernsehen Spaghetti gegessen werden, dass das total lecker aussieht? Ich bekomme sofort Hunger nur vom Zugucken!


Zutaten 2P:

250g Champignons
50g Walnüsse
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Dose Tomate (400g/ m: Ofentomaten)
1 EL Tomatenmark
2 Lorbeer-Blatt
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Thymian, getrocknet
Harissa
Salz, Pfeffer
Olivenöl
250g Spaghetti (oder Linguine)


Zubereitung:

Champigons putzen und zusammen mit den Walnüssen in einem Blender hexeln - nicht zu fein (kein Mus!) es soll leicht stückig sein.

Zwiebel und Knofi fein würfeln. In Olivenöl glasig dünsten. Tomatenmark zufügen und kurz mitrösten. Pilze und Nüsse unterrühren und ebenfalls kurz mitbraten. Nun Tomaten zugeben, ebenfalls die Kräuter, würzen mit Salz, Pfeffer und Harissa. Deckel auflegen und bei leichter Hitze etwa 10 - bis 15 min köcheln lassen.

Währenddessen die Spaghetti/ Linguine al dente kochen, abschütten, abtropfen lassen und zur Sauce geben. Gut untermischen und nochmals abschmecken.

Zum Servieren mit frischen Kräutern bestreuen: Petersilie, frischer Knofi...


Realtalk: Muffins mit Schoko, Nuss und Frucht

Sonntag, 1. September 2024

 

 

Mit Rauskommen der Serie habe ich auf dem Kanal von Dave bei Youtube *The Race* gebingt. Direkt mittendrin im Thema Jungendsprache, worauf ich hinaus will. Aber ich drehe vorher noch eine Volte.

Endlich kann man den Youngstern mit der Hilfe von *The Race* mal erklären, wie der Habib in seiner Jugend auf Weltentdeckung loszog. Nämlich genau so. Ohne Geld. Und ohne Handy. Tsss, heute völlig fancy und eine echte Challenge - und eben exakt die Grundidee von *The Race*. Naja, und Trampen war zu Habibi-Jugend-Zeiten erst im Begriff erfunden zu werden, Kartenmaterial von etwa besuchten afghanischen oder syrischen Dörfern nicht angedacht und Couch-Surfing, BlaBla-Car und Flixbus selbstredend noch lange nicht am Start. 

Wobei der Mut, mit dem sich der Habib ins Abenteuer stürzte, immer schon bestaunt wurde. Und ein bißchen vorgeführt fühlen sich heute wie damals viele, dass lediglich die Neugier auf fremde Länder, andere Kulturen und Begnungen mit anders denkenden Menschen ausreicht, um loszuziehen. Da macht es einer vor: Just do it! ist  möglich. Es gehört halt die Zauberkraft *Überwindung* dazu. Plus, nicht zu vergessen, ein Stückchen gnadenreiches Papier: ein  entsprechender Reisepass, der Grenzen öffnet. Was aber Generationen übergreifend eint - und *The Race* prima vor Augen führt -, ist die Erfahrung, dass Leben mit dem Faktor X, die Ungewissheit, was der heutige Tag bringt, alles um ein zigfaches spannender, intensiver, erlebnisreicher macht. Sowie der Erkenntnis, was für ein wundervoller Wert praktizierte Gastfreundschaft ist. Gilt doch die altbekannte Weisheit heute mehr denn je: Alle Menschen sind Ausländer - fast überall.

Ein neues Modewort der Jugend ließ mir allerdings jedes Mal beim Fallen einseitig die Augenbraue hochrutschen (innerlich - meine Gesichtsmuskeln lassen ein derartiges Mimenspiel nicht wirklich zu). Und zwar das Wort *Realtalk*. Das ist ja wohl die Jung-Alternative zu dem inflationären Lieblingswort vieler Deutscher *tatsächlich*. Einem Wort, bei dem meine Augenbrauen schon gar nicht mehr wissen, wo sie hinrutschen sollen, wenn jeder zweite Satz mit *tatsächlich* beginnt.  

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wenn ich Worte wie *Realtalk* oder *tatsächlich* vorausschicken muss für eine Aussage, wie habe ich denn dann den kompletten Rest zu bewerten. Alles vorher ist nur Geföhne? Nur-so-dahin-geschwätzt? Selbstdarstellung? Pressemitteilung? Verkaufsgespräch? Werbeverantstaltung? Show-Buisness? Politik? Unterhaltungsindustrie? Versteht ihr, was ich meine? Ich kapiere nicht, wozu dieser Zusatz à la *jetzt mal ernsthaft* (jetzt schalte ich mal das Hirn an) gebraucht wird. Warum unterhalte ich mich denn mit jemanden? Doch genau weil ich eine ehrliche Meinung hören will. Es leuchtet mir überhaupt nicht ein, warum man einzelne Sätze mit einem *Achtung jetzt tatsächlich/ Realtalk* unterstreichen muss. Das Kurioseste dabei finde ich ja, dass die Gesellschaft Ehrlichkeit anscheinend gar nicht mehr erwartet!!

Als Vergleich, als kleines Spiegelbild ziehe ich eine Habib-Geschichte heran, wie Tuaregs sich in der Wüste begegnen. Da setzt man sich zusammen um ein winziges Feuer, das gerade ausreicht, um Tee zu machen, dabei tauscht man sich aus und unterhält sich. Jeder Satz mit Gehalt und keine Phrase dabei: Jeder Satz gesprochen mit der Hand auf dem Herz. Jetzt könnt ihr dagegen halten, Stadt-Kultur geht nun mal anders und wir sind auch nicht mehr auf Kamelen unterwegs. Aber bleibt die Qualität einer menschlicher Begegnung nicht stets die gleiche - unabhängig von Ort, Zeit und Kultur? Eben in dem man sich einander öffnet und sagt, was man denkt? Ohne Aufrichtigkeit keine Begegnung. Und ohne Ehrlichkeit in der Beziehung kein Glück und kein Vertrauen. Vielleicht kann man, vielleicht muss man Aufrichtigkeit üben. Beispielsweise in dem man einfach bei seiner Geschichte bleibt, immer ein und derselben Version der Geschichte und sie unabhängig vom Gegenüber immer gleich erzählt.

 


Füllhorn-Zeit. Da weiß man gar nicht, mit welchem Obst man etwas Süßes backen soll vor lauter Auswahl. Diese Muffins-Idee kann man wunderbar ebenso verwenden für Brombeeren. Thymian läßt sich gut austauschen mit Lavendel, Walnuss gegen Haselnuss oder Mandeln... Rauskommen werden saftige und trotzdem lockere, aromatische Muffins. Ich habe unsere kleinen, intensiven Feigen genommen, die kaum größer sind als ein Tischtennisball. Wie meist gesellte ich der Feige etwas Piment und Thymian zur Seite - zum Ausgleich ihrer Süße.

 

12 Muffins:

140g Butter, weich
125g brauner Zucker
1 Pr Salz
2 Eier
200g Mehl (m: D630)
2 TL Back-Pu
30g Nüsse, geröstet, gemahlen (m: Walnüsse)
50g Nüsse, geröstet, gehackt (m: Walnüsse)
2 EL Kakao (oder auch 2 EL mehr, wer mag)
50g Schoko-Drops
120ml Milch
40g Crème fraîche
2 Msp Piment
1/2 TL Kardamom
2 TL Thymian
200g Feigen (oder Brombeeren), klein geschnitten
 
Deko: jeweils ein paar gehackte Nüsse, Schoko-Drops, Feigen und Thymian

Zubereitung:

Ofen auf 175°C (O/U-Hitze) vorheizen.

Butter mit Salz und Zucker cremig aufschlagen. Gewürze zufügen. Mehl und Back-Pu mischen (wer mag: gesiebt). Eier nacheinander unter die Butter unterrühren. Dann abwechslend Mehl und Milch untermischen - dabei nur so viel rühren wie nötig.

Crème und Kakao, Drops und Nüsse dazu geben. Zuletzt die Früchte vorsichtig unterheben.

Muffinsform mit Förmchen rüsten.

Den Teig gleichmäßig auf die 12 Vertiefungen verteilen. Mit gehackten Nüssen, Frucht und Schoko-Drops sowie Thymian verzieren.

Für ca. 30 min im Ofen backen.

Anmerkung m: Die Muffins schmecken am nächsten Tag richtig durchgezogen noch besser.


Die Kommentarfunktion verweigert sich mir (Sch...gmpfhh....), aber dann halt so:

Was gebt ihr mir für ein warmes Gefühl, dass die Matrix eben doch kein luftleerer Raum ist, in dem man schneller vergessen wird, als man *Coucou* schreiben kann. Ich danke euch allen für die lieben Worte! Hoffentlich finde ich wieder etwas mehr Zeit für das Blog. Und wenn, dann liegt es mit an eurem Feedback. Am Schluß hat sich hier nach all den Jahren eine kleine eingeschworene Gruppe gebildet (eine zauberhafte Vorstellung für mich) - denn zusammen ist immer leichter als alleine: sogar vorm Computer :)

Topf und Deckel: Nudelschnecken-Gratin mit Mangold

Dienstag, 12. Dezember 2023


Ich liebe Kennenlern-Geschichten. Ich sammle Kennenlern-Geschichten. Ihr wißt Bescheid. Nun, es ist, wie es ist: jedem sein Fachgebiet. Wer mir unter die Finger kommt, wird einschlägig befragt. Und ich kann in Kennenlern-Geschichten lesen wie andere im Kaffee-Satz. Oder so. Erzähle mir den Anfang und ich destilliere dir daraus die komplette Geschichte. Gut, nichts einfacher: dafür muss man lediglich das kosmische Gesetz begriffen haben, dass sich mit jedem Beginn die weiteren Geschehnisse daraus nur noch auswickeln. Dann kann jeder leicht erkennen, dass im Anfang bereits das Ende verwoben ist... und der Rest ergibt halt das Dazwischen.

Die Kennenlerngeschichte von Michael Ende und seiner Frau Ingeborg wurde direkt unter meinen Lieblingen archiviert: Auf einer Silvesterparty von Freunden begegneten sie sich zum ersten Mal. *Die damals bekannte Vollblutschauspielerin, "rothaarig, feurig und schick", wie Michael Ende erzählte [und 8 Jahre älter als er selbst], steuert direkt auf ihn zu, während er hinter einer von Plastik-Efeu überwucherten Theke den Barkeeper mimt, und sagt: "Angelehnt an die Efeuwand dieser alten Terrasse..."  Michael Ende erwidert prompt "Mörike" - tja, und nicht nur das Zitat ist erkannt, das geheime Loswort ist gefallen: Team Kunst und Literatur. Schön, oder? Bis zu ihrem Tod blieben sie ein Paar.

Folgerichtig liebe ich alle Kuppelshows, die der Markt zu bieten hat. Gibt es was Schöneres, als anderen beim Verlieben zuzusehen. Wer verliebt ist, platzt über sich hinaus. Der sieht nicht nur im Objekt seiner Begierde vor allem die Vorzüge, die ganze Welt erscheint im liebenswerter. Es ist die wundersam schillernd Phase, in der jeder über sich hinausgehoben wird, da strahlt selbst das kümmerlichste Exemplar Mensch weit über seine Möglichkeiten. Das mag anfangs alles etwas unbeholfen, täppisch und ungeschickt vonstatten gehen - so oft verliebt man sich ja nicht - meine großzügige Gewogenheit tut das keinen Abruch, mir wird in keinster Weise langeweilig beim Beobachten.

Das für mich Erstaunlichste ist, dass diese mediale, öffentliche, professionelle Kuppelei sogar gar nicht mal selten aufgeht. Ob bei *Bauer sucht Frau* oder *Hochzeit auf den ersten Blick* - es gibt zahlreiche, erfolgreiche Kuppel-Beispiele vorzuweisen. Ich verlinke jetzt nicht, vermutlich könnt ihr mir auch ohne exemplarische (Film)Referenzen folgen. Tsss, dass das so funktioniert, verrückt, oder!? Gut, der Bauer wirft noch Haus, Hof und eine Existenz mit in die Wagschale. Das zieht wohl zusätzlich. Und bei der anderen Kuppelsendung mit der direkten Hochzeit, brüstet man sich ja, dass *aus Wissenschaft Liebe wird*. Das *Matching-Team* um drei *Matching-Experten* (seufz, was eine Berufsbezeichnung, h-e-r-r-l-i-c-h, nur zu studieren in Castrop-Rauxel) wertet jede Menge Daten aus, um schließlich zwei zu kombinieren. Eine der *Expertinnen* meinte, ihre Bewerber würden jedes Jahr zahlreicher und sie würden immer häufiger hören, dass auf diese Weise der potentielle Partner ja auf Herz und Nieren geprüft worden wäre - sinngemäß: heute wisse man ja nicht mehr, was so alles frei rumläuft... Naja, beim letzten deutschen Stadtbesuch waren die Litfaß-Säulen mit *Dein Schritt juckt mich auch* plakatiert... Man ahnt, was sie damit sagen will und dass ein bißchen Jucken im Zweifelsfall das kleinste Problem ist...

Eigentlich schon ein waschechtes Wunder, wenn sich zwei Menschen finden und ineinander verlieben, findet ihr nicht? Großes Mysterium! Für die, die an die große Liebe glauben, stellt sich die Geduld als die härteste Probe heraus. Die anderen finden schneller was zum Hacken. Und heute gibts jede Menge digitale Unterstützung bei der Suche nach dem einen oder anderen. Je nachdem halt.

Dieser Artikel (via Geo) thematisiert nachvollziehbar, dass Dating-Apps zwar das Kennenlernen erleichtern, die Suche nach einem echten Partner aber eher erschweren. Leute, ich schreibe bei völliger Ahnungslosigkeit, Dating-Apps sind komplett unbespieltes Gebiet - und ich bin nicht traurig darüber. Mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass der Habib und ich auf dem Weg nie zusammengefunden hätten.. ich erzähle ja bereits ein bißchen.... 

Herausgegriffen aus dem Artikel weil gefällig habe ich mir den Vergleich, den Psychologen erstellten, die zum Thema menschliche Entscheidungsprozesse forschen: und zwar dass bei Dating-Apps Menschen beurteilt werden wie ein Fertiggericht nach Zutatenliste und Kalorienangaben - doch wie das Gericht schmeckt, weiß man deshalb noch lange nicht.

 

 

Ein Bild, mit dem ich als Foodie arbeiten kann. Das Auge allein verführt, die Beschreibung gibt eine Vermutung, aber letztlich hilft beim Essen eben wie im echten Leben nur der Selbstversuch, wenn mans wirklich wissen will: nachkochen und mit allen Sinnen ein eigenes Urteil fällen.

Wenn es sehr üsselig draußen ist - so richtig grau, dunkel, regenschwanger, feuchtkalt - dann kann mich das oft dazu animieren, uns eine handgemachte Pasta auf den Tisch zu bringen. Pasta-Schnecken habe ich uns schon lange nicht mehr zubereitet, dabei sind sie eine ungemein bequeme Art, gefüllte Nudeln zu basteln. Godfather aller Pasta-Schnecken bleiben die Krautkrapfen. Diese heutige Zutaten-Kombi ist altbewährt und in meinem Geschmacksuniversum sehr beliebt: Kürbis - Mangold - Ziegenkäse... kann nix mit falsch laufen. Außer, dass ich mich bei solchen Gerichten tendenziös überfresse.


Zutaten 2-3P:

Pastateig:
200g D1050
2 Eier
1 EL Olivenöl
...
350g Mangold
1 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen
etwas Gemüsebrühe
2 TL Thymian
100g Ziegenkäse, cremeux*
1 EL crème fraîche
Salz, Pfeffer
Olivenöl
....
250g Ofentomaten
250g Kürbis (m: Butternut)*
etwas Gemüsebrühe
Harissa
2 Lorbeer-Blätter
1/2 TL Ras el Hanout
Salz, Pfeffer
eine Prise Rohrzucker
ein Schlückchen Rotwein
...
etwas geriebener Käse zum Bestreuen (m: Tomme de brebis)


Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Pastateig einen homogenen Teig kneten, in Folie packen und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
 
Die Pasta-Sauce zuerst zubereiten. Dafür den Kürbis schälen und würfeln. In etwas Kokosöl kurz anrösten, dazu auch das Ras-el-Hanout mitrösten, bis es zu duften anfängt. Nun Ofentomaten, Brühe und Rotwein anschütten, Lorbeerblätter dazugeben und bei geschlossenem Deckel weich garen. Salzen, pfeffern, würzen mit Harissa und etwas Zucker. Fein pürieren. Die Sauce sollte cremig sein aber nicht flüssig.

Für die Füllung Mangold waschen, Stiele vom Grün entfernen und getrennt voneinander klein schneiden. Zwiebel fein hacken, ebenso die Knoblauchzehen. Zwiebel in heißem Olivenöl glasig braten, kurz vor Ende den Knoblauch zufügen, dann die Mangoldstiele mit dem Thymian. Ein wenig Gemüsebrühe anschütten, Deckel auflegen und etwa 5min garen. Dann das Mangoldgrün untermischen und weitere 5 min garen Salzen, pfeffern und gewürfelten Käse und Crème zum Mangold schmelzen lassen. Die Flüssigkeit sollte nahezu verkocht sein. Etwas abkühlen lassen.

Ofen auf 190°C (OU-Hitze) vorheizen.
 
Den Pastateig dünn rechteckig auswellen (etwas dünner als für Krautkrapfen) - etwa auf 55cm x 35cm. Die Füllung dünn auf dem Pastateig verteilen. Von der langen Seite aufrollen und in 8 gleichgroße Stücke schneiden

Ca. 2⁄3 Tomatensoße in eine ofenfeste Form geben. Die Nudelrollen hochkant nebeneinander hineinsetzen. Restliche Sauce darübergeben, nun den geriebenen Käse darauf verteilen und mit Olivenöl etwas beträufeln. Im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen

 

Anmerkung m: Lieblingskürbis bleibt bei mir der Butternut/ Saint félicien ist eine Käse-Alternative oder eben ein anderer cremiger Charakterkäse/ ich hatte zuletzt noch ein paar tiefgefrorene confierte Kirschtomaten in die Sauce gemischt

 



.Geschwister im Blog-Universum:

 

    ****    mit Käse überbackene Nudelschnecken

  ****    Rotolo ripieno

  ****    Nudelrollen mit Kürbis und Linsen

   ****    Krautkrapfen 

   ****    Zucchini-Krapfen mit confierten Kirschtomaten
 

 

beurteilen: Gemüselaibchen

Samstag, 23. September 2023


Wäre ich später geboren, dann könnte ich mich heute bestimmt unter die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen (Nation unabhängig) reihen, die an Depressionen leiden. In der Pupertät ist man dünnhäutiger und registriert leichter, wenn im Außen etwas nicht stimmt. Und der Zustand der Erde muss traurig und hoffnungslos machen. Das Deprimierendste dabei ist, finde ich, dass die Probleme menschengemacht sind. Wie ist die Sehnsucht nach *heil* zu stillen?

Andererseits: soooo gemütvoll kommt mir die Mehrheit der Jugend gar nicht vor.

Einleuchtender scheint mir folgende Erklärung, nämlich dass die Gründe für die psychischen Schwierigkeiten zusätzlich physische Ursachen haben können. Richtig gelesen: körperliche Ursachen. In den letzten knapp 30 Jahren wurde in Japan bemerkt, dass die durch psychische Erkrankungen bedingte Verhaltensstörungen bei Kindern deutlich zugenommen hat. Geforscht wurde nun, ob Wasser und Umwelt einen schädlichen Einfluß auf die Menschen nehmen könnten. Denn zeitgleich mit den Auffälligkeiten kamen dort zum ersten Mal eine neue Klasse Insektizide zum Einsatz, die von Japan aus dann ihren Siegeszug über alle Kontinente antraten. Mit der unmittelbaren Folge dass bereits im Jahr darauf das Ökosystem von einem der größten, japanischen Seen zusammenbrach. Neonicotinoide stehen unter Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen, aber vor allem Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Nervensystems zu nehmen. Heute weist eine japanische Studie schon in dem ersten Harnstrahl der meisten, japanischen Neugeborenen Neonicotinoide nach.

Aber von vorne. Ich habe die Arte-Doku *Insektenkiller - wie Chemie-Riesen unser Ökosystem zerstören* angeguckt. Sogar 2x hintereinander. Zu gerne wüßte ich, was diese Doku in euch auslöst?! Es ist ja so ungeheuerlich, was man in dieser Doku präsentiert bekommt! Nun ist mein Blog keiner mit nennenswerter Reichweite und ich bin sehr fern davon, Influencer zu sein. Aber als Lehrerin wäre das astreines Unterrichtsmaterial. Er dient nämlich hervorragend als *pars pro toto* - anhand dieses Beispiels (= die Agro-Chemie), läßt sich leicht auf eine Meta-Ebene hochschwingen und ebenso auf andere Bereiche schließen. Man erkennt Prinzipien. Ist etwas wahr, dann ist es nämlich übertragbar richtig. Tatsächlich halte ich diese anderthalb Stunden Film für eine Bildungsmaßnahme im besten Sinn - insbesondere um sich die Kernkapazität *Urteilsfähigkeit* zurückzuerobern.

Meistens hat Mensch ja kaum Möglichkeiten, sich ob der Masse an Informationen, der Flut unterschiedlichster, wissenschaftlicher Studien, eine Meinung zu bilden. Zu komplex alles, im Zweifelsfall *multikausal*. In dieser Doku erhält man einen Überblick über die letzten 30 Jahre Insektizide, mit dem Schwerpunkt auf Neonicotinoide samt ihren Nebenwirkungen, dem *schlimmsten Massensterben der Geschichte -  seit 1990 sind 75% der wirbellosen Tiere ausgestorben mit einem Domino-Effekt in der Nahrungskette wodurch Fische aus den Gewässern verschwinden und Vögel vom Himmel. Ein apokalyptisches Massaker. 

Dafür muss man kein Entomologe sein, dafür braucht man kein Mikroskop, kein Studium, noch nicht einmal einen Schulabschluß, nur Augen im Kopf. Menschen in meinem Alter können aus eigener Erfahrung noch vergleichen. Es ist still geworden auf den Wiesen und im Wald. Ein einziges Wespennest im Treibhaus diesen Sommer. Eins.

Mehrfach habe ich meinen kleinen Artikel nun schon umgeschrieben. Ich habe zusammengefasst, erklärt, mich dafür tiefer mit Neonicotinoide beschäftigt, manche Stellen des Films mehrfach angeschaut. Aber wofür. Ihr seid keine Schulklasse und mich belastet es nur.

Wer sich für unser Biotop interessiert, wird die Doku gucken. Dann bleibt nur eine Erkenntnis. Oder haltet ihr die  Doku für zusammengesponnenen Blödsinn von einzelnen Querschlägern? Jeder Zweifel dürfte doch behoben sein: man hört nicht auf die Wissenschaft, man hört auf das Geld. Und die Gewissheit stellt sich ein, dass sich das nie ändern wird. Wie heißt es zu Beginn: *Die Agro-Chemie setzt mit ihrer Lobbyarbeit die wissenschaftlichen und demokratischen Kontrollsysteme außer Kraft. Im Namen des Profits maßen sich in paar wenige Chemiker und Geschäftsleute an, über Leben und Tod zu bestimmen*. Das unfassliche Artensterben, das Vergiften unseres Lebensraums verantworten einige, wenige Akteure, die mit ihre Finanzkraft Einfluß nehmen auf  Regierungen, Medien und Wissenschaft. Und Beweis ist nicht eine kleine Arte-Doku, Beweis ist leider der Zustand der Erde. Und ab da fädeln sich die Perlen von alleine auf - um im Thema zu bleiben: EU plant Verängerung für Glyphosat-Zulassung um weitere 10 Jahre.

Ich glaube, die größte denkerische Schwierigkeit, um das Prinzip dahinter zu begreifen, besteht in diesem Sprung, den man machen muss: die Leute, die Unrecht tun, wissen dass sie Unrecht tun - sie tun es trotzdem. Aber wenn man sich das mal klar gemacht hat, dann gewinnt man eine innere Festigkeit, die in Zeiten voller Lug und Betrug nicht kostbarer sein könnte. Obgleich man die Dimension und die Tragweite dieser Skrupelosigkeit und dieser Perfidität nie wirklich verstehen wird. Ich kann mich da nicht hindenken. Dennoch festigt sich der Stand, die eigene Haltung, man läßt sich viel weniger verwirren und beirren, läßt sich nicht mehr auf sinnlose und unfruchtbare Diskussionen ein mit Unbelehrbaren, die dem Herdentrieb kopflos und seelenlos folgen.

Hey, und ich habe keine Kinder! Ich muss lediglich aufpassen, dass ich mich in diese Scheiße emotional nicht zu sehr verstricke, muss versuchen Abstand zu halten, meine Jahre noch runterzureißen, die mir gegeben werden und zwischendurch erlaube ich mir kurz wütend und traurig zu sein wegen all der für immer verschwundenen Geschöpfe.



Zwei Zucchini-Pflanzen liefern ab, so dass hier Zucchini weiterhin auf der Speisekarte stehen. Ich könnte wohl eine eigene Ruprik mit Zucchini-Puffer aufmachen. Ein weiteres Rezept wartet auf Veröffentlichung.

Diese hier mit zusätzlicher Karotte und Kartoffeln haben mir gut gefallen. Immer schön, wenn geschmolzener Käse mit ins Spiel kommt, so wie hier im Inneren der Laibchen. Die Fritte stand noch draußen und ich habe dann ausprobiert, ob die Puffer auf diese Weise zubereitet besser werden. Aber nein, die Pfanne hatte sogar die Nase vorn, denn viel Fett benötigen sie nicht.

Ansonsten gilt, was für alle Puffer gilt: die Gewürze verleihen den Geschmack - gut abschmecken ist alles. Und ich mag halt gerne was Frisches wie Salat dazu. Dieser Karottensalat ist einer meiner Klassiker.


 Zutaten 2-3P /10 Stück:

250g Kartoffeln (Salzkartoffeln)
1 Karotte
1 mittlere Zucchini (ca. 500g)
1 Ei
20g Mehl (D1050)
15g Kartoffelstärke
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
1 TL Paprika
1 TL Cumin
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
1 Mozzarella
Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in kaltem Salzwasser aufsetzen und gar kochen. Abschütten und ausdämpfen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Zucchini groß raspeln, salzen, etwa 5 min ziehen lassen, dann ausdrücken und in die Schüssel zu den Kartoffeln geben. Karotte ebenfalls grob reiben. Alle Zutaten - außer dem Käse - miteinander vermengen (geht am besten von Hand) und gut würzig abschmecken.

Mozzarella in etwa 10 gleich große Scheiben schneiden.

Die Masse grob (für sich) durch 10 teilen. Dann einen guten Eßlöffel auf die geölte Handfläche geben, etwas glatt und breit formen, das Mozzarella-Stück darauf setzen und mit der Gemüsemasse ummanteln. So fortfahren, bis 10 Laibchen geformt sind.

In heißem Sonnenblumenöl von beiden Seiten golden braten.

Inspiration: Asenas Kitchen (YT)

 

friedliebend - Bohnen-Würstchen mit Pizzaiola-Sauce

Sonntag, 10. September 2023


Jeden Tag ignoriere ich beharrlich alle Meldungen aus der Ukraine - ich lese nichts dazu, ich höre nichts dazu, ich schaue mir nichts dazu an. Das ist nicht mein Krieg. Damit habe ich nichts zu tun. Nur ganz kann man sich leider doch nicht verschließen. Manchmal reden wir darüber, weil es doch belastet. Weil ich so enttäuscht bin von meinen Mitmenschen, die von einer völlig gegenteiligen Gesinnung getragen sind - und ich mir als Deutsche SO sicher war, dass die Geschichte uns Deutschen den Pazifismus eingebleut hat, dass wir als Deutsche mehrheitlich gar nicht anders können als gegen Krieg zu sein.

Hier, hört euch das Interview mit einem Hundertjährigen an. Der kann von Krieg höchstpersönlich erzählen. Und sein Fazit: als Freizeitbeschäftigung nicht zu empfehlen - alles besser als Krieg, sagt er. Oh, höre ich da Staunen? Nicht wirklich, oder? Ein Schocker dieses Jahr war für uns aus dem Mund von Pfarrersleuten, Rechtfertigungen für weitere, endlose Waffenlieferungen (aktuell Uranmunition) zu vernehmen. Das drückte sich tief ein. Und mich hat es dazu bewegt, jedem ungeschminkt um die Ohren zu knallen, der sich auch nur ansatzweise PRO Krieg äußert, dass ich finde, dass Menschen mit einer solchen Einstellung Taten folgen lassen sollten. Gar nicht mehr über Los gehen, nicht weiter labern, sondern direkt an die Front um fürs Vaterland zu sterben. Ich für meinen Teil bevorzuge eine andere Todesart - aber die Menschen sind ja bekanntermaßen verschieden. Wer wider Erwarten überlebt (Augen auf in der Berufswahl) - mit PTBS, fehlenden Gliedmaßen, sonstigen Behinderungen... - , dem winkt immerhin ein Ehrenverdienstkreuz in Messing oder als Trostpreis eine Veranstaltung mit einem echten Prinzen als Schirmherr, bei der er mit anderen Kriegskrüppeln ein bißchen sporteln darf. Jedem seine Ziele.

Sehr wohltuend empfand ich da die Aussagen von Margot Käßmann: "Ich finde die Aggression gegenüber pazifistischen Stimmen enorm" (via Web.de). Ja, ich auch! Sie führ weiter aus: *Wenn wir es militärisch ausdrücken, stehen Pazifistinnen und Pazifisten ziemlich unter Beschuss. Sie werden auf eine Weise diffamiert, wie ich es aus früheren Auseinandersetzungen etwa um den Irakkrieg oder Afghanistan nicht kenne. Wir werden als Wohlstandsverwöhnte, als Sofa-Pazifisten und Lumpen-Pazifisten bezeichnet – oder wie jetzt von Olaf Scholz als gefallene Engel aus der Hölle.

Von welchem Geist ist eigentlich der Kanzler getragen, um solch eine Aussage zu treffen *gefallene Engel aus der Hölle* - wer Politiker kennt, braucht keine Satanisten mehr.

Immer gut, gerade als Vielgereiste, gerade als Weltenbürger, ist es, sich um eine Außenperspektive zu bemühen. Ziehe ich diese universitärer Sicht aus Japan heran: How war mentality is driving Ukraine and Europe to suicide:

Europas Liebe zum Krieg zeigt wieder ihr hässliches Gesicht, angetrieben von den Aposteln der westlichen Werte. Die Todesspirale, in die Europa und Russland verwickelt sind und in deren Verlauf die Ukraine geschlachtet wird, ist eine zutiefst europäische Geisteskrankheit, die auf dem Glauben an ihre überlegene Moral, Gerechtigkeit und Tugend beruht. Gepaart mit unerbittlicher Propaganda und einer willigen Geldelite würden die Europäer die Ukraine lieber zerstört sehen als in einem “ungerechten Frieden” - so Dr. Pascal Lottaz, der als Associate Professor für Neutralitätsforschung an der Rechtsfakultät an dem Hakubi Center der Universität Kyoto lehrt  - via Nachdenkseiten


 


So lange ich Hornhaut an den Füßen habe, mit denen ich Metallflächen schmirgeln könnte (mindestens Stärke 40), komme ich einfach zu keinem Puffer-Ranking. Aber ich komme weiterhin dazu, welche zu backen. Also weiter gehts im Pflanzerl-Karussel. Bei Bratlingen mit Bohnen bin ich prinzipiell skeptisch. Die allermeisten sind mir zu trocken und zu krümmelig. Ganz kann ich diese zu Würstchen geformte Bohnen-Puffer auch nicht davon frei sprechen. Trotzdem haben sie uns gut geschmeckt. Auch allein deshalb, weil wir schon wirklich lange keinen weißen Bohnen mehr gegessen haben. Außerdem werden sie relativ knusprig - das ist ein weiteres Pro. Vorbereitet werden sie bereits abends zuvor, damit sie über Nacht im Kühlschrank ruhen können. Eine gute Inspiration von Maria!

Noch gilt es, die Tomatensaison auszunutzen und an Tomaten kann ich mich wirklich nicht überessen! Für die Sauce habe ich auf eine Idee aus dem Kochbuch von Gennaro Contaldo *Die einfache italienische Küche* zurückgegriffen. Tatsächlich simple aber köstlich.

 

 Zutaten für etwa 8 Stück/ca. 3P:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehe
200 g Champignons
1 EL Öl
300 g weiße Bohnen*
1 TL Majoran getrocknet
1 TL Thymian
Muskat, frisch gerieben
1 TL Kümmel gemahlen
1/2 TL Cayennepfeffer gemahlen
1/2 TL Pimenton de la verra 
1/2 TL Paprika-Pulver
Kräutersalz
Pfeffer
20g Kartoffelstärke
40g Kichererbsenmehl
Rapsöl zum Anbraten 
.
Sauce:
 
2 EL natives Olivenöl extra
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1⁄4 rote Chilischote, fein gehackt (nach Belieben)
400 g kleine Flaschentomaten, halbiert (m: eigene, bunte)
20g Kapern
10 entsteinte schwarze Oliven
etwas getrockneter Oregano
1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt
Meersalz

 

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Champignons säubern und in Scheiben schneiden.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Champignons darin etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Abkühlen lassen. Die Bohnen abgießen, spülen und gut abtropfen lassen (m: selbst gekocht). Alle Zutaten bis auf das Kichererbsenmehl sowie die Kartoffelstärke in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren (wenn die Bohnen aus der Dose sind, dann tuts auch ein Kartoffelstampfer).  

Das Kichererbsenmehl plus Karoffelstärke unterkneten.  Nochmals gut würzig abschmecken

Aus der Masse Würste von beliebiger Größe formen-  ich formte 6 Stück, empfehle aber 8. Einzeln in kleine Stücke Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen. 

Für die Sauce den Backofen auf 200° (OU-Hitze) vorheizen. Alle Zutaten aber lediglich ein Drittel der Petersilie in eine feuerfeste Form geben und für 15min in den Ofen schieben - dann für weitere ca. 5min kurz unter den Grill zuschalten. Zuletzt mit der restlichen Peterslie bestreuen.

Am nächsten Tag auswickeln und in einer beschichteten Pfanne in etwas Rapsöl auf allen Seiten goldbraun braten. 

Anmerkung m: ich hatte einen kleinen Teil der Bohnen (etwa 50g) durch Mais ersetzt/ die Zubereitung der Sauce habe ich zum Original verändert.

Inspiration: Maria aka das Mädel vom Land und Stern

 

heißes Eisen - mediterrane Schmorsauce mit Tomaten-Gnocchi

Freitag, 4. August 2023

 

Warum begegnen mir so viele unerzogene Kinder? Ja, ich weiß, das anzusprechen ist ein heißes Eisen. Aber hey, als mittelalte (oder mitteljunge - wie ihr wollt) Kinderlose schreibe ich einfach ein paar Beobachtungen runter. Warum können Kinder nicht mehr *Guten Tag* und *Auf Wiedersehen* sagen? Das wäre doch die kleinste aller sozialen Gesten, die niemandem weh tun. Wir Dorfkinder hatten noch alle zu grüßen, die älter waren. Wo steckt das kindliche *Bitte* und *Danke* fest, die Grundregeln des Benimm? Warum quatschen Kinder gnadenlos dazwischen, ganz egal ob sich zwei gerade unterhalten? Warum haben die keinerlei Tischmanieren mehr? Warum muss ich so oft Zeuge werden, wie Kinder ihren Kopf durchsetzen, je unangenehmer, lauter und gewalttätiger sie werden? Ja, warum geben heute Kinder den Ton an und nicht mehr die Eltern? Das ist doch verdreht - ohne die Eltern wären die Kinder gar nicht überlebensfähig. Ist den orientierungslosen Eltern bewußt, was sie ihren Kindern mit dieser Führungslosigkeit für ihr weiteres Leben antun? Warum ordnen die Kinder sich nicht ein? Warum lassen sich Eltern so schlecht behandeln? In Frankreich ist man drauf und dran die Elternhaftung zu verschärfen - das kann es doch nicht sein. Warum sehe ich so viele Väter wie ein dummes Anhängsel neben Frau und Brut - warum lassen die sich das gefallen? Ja, wo ist denn da das harmonische Miteinander, die *freiwillige Kooperation* (auf die ich immer wieder zurückkomme)?

Meine Erziehung war noch sehr autoritär und vorallem durch Angst und Schrecken gekennzeichnet. Das kann keiner (mehr) wollen, das nimmt einem Menschlein die Kraft, um innerlich zu wachsen. Aber das Gegenteil kann auch keiner wollen, wenn durch keinerlei Vorgaben, Kinder egozentrische, hochmütige und herrische Eigenschaften ausbilden. Wie sollen die je beziehungsfähig werden?

Für alle, deren Ideal wie für mich der selbstbestimmte Mensch ist, der sich aufgrund einer eigenen Haltung und innerer Werte selbst zu führen weiß, ist die Freiheit immer begrenzt (alles andere ist Chaos und Willkür). Als Erwachsener habe ich mir den Rahmen selbst zu geben, als Eltern habe ich diese Begrenzung für meine Kinder zu ziehen. Und diese Art *Sandkasten* geben dem Kind dann die Möglichkeit, sorglos zu sein: andere kümmern sich um die Details. Innerhalb dieser roten Linien darf man sich frei ausprobieren, aber das Übertreten von ihnen birgt Konsequenzen. So ist die Welt nun mal angelegt...

Und ob später für sich als Erwachsener oder als Erzieher sollten die Regeln des Miteinanders von Vernunft und Anstand geprägt sein. Denn ich bleibe eisern dabei: ohne Wahrhaftigkeit, ohne Ehrlichkeit, ohne Offenheit - ob innerhalb einer Familie oder auch gegenüber anderen - ist kein Glück und keine Zufriedenheit möglich. Sowas kommt von sowas. Gegenseitig Schandtaten zu übersehen oder zu decken, damit ist gerade auf Dauer niemandem geholfen.

Ist es nicht der viel größere Liebesdienst, sich ab und an jemanden in den Weg zu stellen, den Kopf zu schütteln und zu fragen: was treibst du denn da? Dabei rührt mich dieses Reinhart Mey-Lied zutiefst, indem sich Eltern schützend vor ihr Kind stellen, selbst wenn es Dummheiten treibt, selbst wenn es von der Gesellschaft verurteilt wird - man hält als Familie zusammen. Und ich verstehe sehr wohl, dass die Familienbande oft mit tief gefühlten Verpflichtungen einhergehen - ich hatte es davon. Doch wie überall im Guten hat auch das seine Grenzen, nämlich dann wenn dabei gegen die oberste aller Verantwortungen sich selbst gegenüber verstoßen wird: die eigene Würde.

Nun, eigentlich brauche ich mir keine Gedanken darüber zu machen, stimmts? Es sind eure Kinder und nicht meine. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit langem meinen Birk mal wieder gesehen habe. Mittlerweile nun mit seinen insgesamt drei blondschopfigen Geschwistern. Und für dieses Mal hatte ich besondere Freude an der ungekünstelten, fröhlichen, warmherzigen Mutter dieses Wawuschel-Trupps, die die Nase kräuselt, wenn sie lacht.

 


Heute wird hier wieder mehr gekocht, als sich nur *Essen gemacht*. Obwohl - wenn man die Gnocchi gegen Nudeln austauscht, ist das schnelle, simple Landküche. Die Gnocchi (auch ohne Tomate und Parmesan) sind gerade meine liebsten: aus dem Froster geholt und aufgetaut, lassen sie sich wunderbar anbraten und haben einen schönen Biss.

Die Sauce besticht durch die Qualität der Tomaten: coeur de boeuf wären ideal dafür. Alles zusammen im heißen Ofen schmurgeln lassen, ergibt eine schlonzige Sauce, die bestimmt mit Pasta nicht minder schmeckt.

 

 Zutaten 2P:

1kg Coeur de boeuf (m: rot, gelb, orange)
1 mittlere Aubergine
3 Knoblauchzehen
2-3 EL schwarze Oliven
4 Zweige Rosmarin
2 TL Thymian
1 TL Rohrzucker*
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1/2 Rezept Tomaten-Gnocchi
geriebener Parmesan

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 220° Umluft vorheizen.

Aubergine in Würfel von ca. 2-3cm schneiden und auf einer mittleren Gratinform geben. Darauf die Oliven verteilen. Leicht salzen und pfeffern.

Dann fein gehackten Knoblauch und Rosmarin darüber streuen.

Die Tomaten überbrühen, entstrunken und enthäuten und in mittlere Stücke geschnitten auf die Auberginen setzen. Mit Thymian und Zucker sowie Piment würzen, salzen und pfeffern und mit ordentlich Olivenöl beträufeln.

Für 30-35min in den heißen Ofen schieben. Zwischendrin sanft umrühren, damit auch alle Aubergine-Stücke von Tomantensaft durchgegart werden.

Zusammen mit den Gnocchi und dem Parmesan servieren.

(Gnocchi auftauen lassen und in Olivenöl anbraten).

Anmerkung m: die Menge des Zuckers richtet sich etwas nach der Reife (und damit Süße) der Tomaten.

 

Freizügigkeit - Zucchini-Käse-Tortilla

Montag, 17. Juli 2023

 

Das lesenswerte Buch *Menschliche Dinge* von Karine Tuil hat mich insofern fasziniert, als dass Tuil darin hervorragend eine Gesellschaft illustriert, in der Freizügigkeit als höchstes Kulturgut und größte Errungenschaft hochgehalten wird. Exakt was der Weltreisende eben in der Ferne mit großem Unbehagen beobachten kann: DER Exportschlager weißer Touristen in andere Länder ist Suff und Hurerei! Tuil beschreibt weiter, wie die sexuelle Freiheit, die von keinem religiösen Sitten-Korsett mehr begrenzt wird, elementar eine Gesellschaft formt samt den Auswirkungen auf Hierachien, Beruf, Status, Partnerschaft, Familie, den Einzelnen. Sex als unterschwelliger Motor einer Gesellschaft *der Sex und sein destruktives Potential, der Sex und seine unbändige, tyrannische, unstillbare Triebkraft*

Tuils Schreibstil gefällt mir gut, ihre Figuren sind verständlich, menschlich, nachvollziehbar. Und alle eint, dass sie Opfer sind einer zutiefst sexulisierten Gesellschaft.

Was also, wenn der Körper die Hoheit innehat, wenn *der unbezwingbare Drang des sexuellen Begehrens* sich seine halsbrecherische Bahn schlägt ungebremst von äußeren Institutionen und wenn Alkohol als weiterer wesentlicher, gesellschaftlicher Baustein seinen Teil der Enthemmung beiträgt?! Oder wie eröffnet Tuil ihr Buch: *Sex war unbestreitbar der wirksamste Brandbescheluniger, löste das ultimative Inferno aus - Schluß mit der Maskarade...* Hinter aller Fassade und Kosmetik schlummert die Frage: und wie halten wir es mit dem Beischlaf.

Um das Beispiel einer bourgeoisen Familie, einflußreich, prominent, gut situiert, zeichnet Tuil die ganze Klaviatur sexueller Abgründe: von Seitensprüngen, Affairen, Doppelleben, ménage à trois, offene Beziehungen....bishin zu Karriere-Ambitionen, sexueller Belästigung, Nötigung, Missbrauch, Vergewaltigung. Sie thematisiert die #metoo-Debatte um Harvey Weinstein, die Geschehnisse der Sylvesternacht in Köln 2016, die Affäre um Strauß-Kahn und die weltbekannte Episode von Bill Clinton und Monica Lewinsky- alles Indizien einer sexkranken, degenerierten Gesellschaft, deren Strukturen nur *unter großen Mühen und mit Zugeständnissen-Lügen-Versprechungen, der Dreieinigkeit der haltbaren Ehe* stabil bleiben, so Tuil - und einhergehen mit einer krankhaften Körperwahrnehmung und krankem Gefühlsleben.

Unsere Kultur ist schon derart lange sexgetränkt, es fällt uns nicht mehr auf in Werbung, Mode, Gebaren. Alles dreht sich um Geld, Macht, Sex und Alk. Alles dreht sich um Sexyness samt Fuckability-Spanne (toller bereits verlinkter Auftritt von Caroline Kebekus). Vor einigen Jahren, schreibt Tuil, scheiterten die Wissenschaftler der Universität von Montreal an einer Studie, in der sie die Auswirkung von Pornos auf Männer näher untersuchen wollten, in dem sie eine Gruppe von Männern, die regelmäßig Pornos schauen, einer zweiten gegenüberstellen wollte, die noch nie pornographische Inhalte komsumiert hat. Sie scheiterten aus dem schlichten Grund, dass sie keinen einzigen Mann auftreiben konnte für letztere Gruppe. Was Männer nicht automatisch zu Tätern macht und nichts rechtfertigen oder entschuldigen soll, aber, es liegt in der Natur des Triebs, dass Männer gerade in der Jugend unter Testosteron-Schüben leiden. Gleichzeitig kehrt sich die Überdosis ins Gegenteil: zunehmend mehr Männer haben Orgasmus-Schwierigkeiten. Vaginalen Schönheitsoperationen, deren Häufigkeit in Deutschland mittlerweile mit Nasen-Korrekturen gleichgezogen haben, können als Einflußmerkmal auf Frauen herangezogen werden. Zweifellos aber wird jedem vor Augen geführt, dass auf Sex keine tragbaren Beziehungen aufzubauen sind, sondern die Alk-Sex-Kombi auf kurz oder lang in den Ruin führt. Einen Gefährten/ Gefährtin findet man auf diese Weise bestimmt nicht.

Tuil greift auf, dass vor etwa 40 Jahren in Frankreich zum ersten Mal eine Vergewaltigung als Verbrechen eingestuft und vor Gericht behandelt wurde. Die leitende Rechtsanwältin äußerte sich damals folgendermaßen: *Eine Vergewaltigung ist, wie der Rassismus, wie der Sexismus, in dem sie übrigens wurzelt, der ernst zu nehmende Hindweis auf eine soziokulturelle Krankheit. Die Gesellschaft, die an der Vergewaltigung krankt, kann nur dann genesen, wenn sie nach der Diagnose bereit ist, das große Räderwerk ihrer Kulturmaschinerie und deren Inhalt radikal infrage zu stellen.*

Haben wir das in den letzten Jahrzehnten in Frage gestellt, um Weichen anders zu stellen? Die Fälle häuslicher Gewalt steigen stetig ebenso wie Vergewaltigungsdelikte.

Und jetzt tun wir alle ein bißchen gekünstelt betroffen und überrascht... Religöse Menschen, die bei Tuil als Randfiguren auftauchen, werden von ihr als ewig Gestrige dargestgestellt aus der Zeit gefallen, fanatisch-orthodox. Selbstbestimmte Menschen, die eigene innere Werte, die in Spiritualität wurzeln, einer solchen Gesellschaft entgegenstellen, kommen bei ihr nicht vor. Nicht von ungefähr warnen sämtliche Religionen seit jeher vor unheilsamen sexuellen Handlungen. Das Warum muss man niemanden erklären, das erklärt sich von selbst. Oder um den Dalai Lama hier zu wiederholen: kein Glück und keine Zufriedenheit ohne Tugendhaftigkeit. Soetwas kommt von soetwas.



Tortillas ist für diese Zucchini-Fladen natürlich eine komplett falsche Bezeichnung. So, wie *Galettes* eben in Frankreich Buchweizen-Pfannkuchen benennen und keine Obst-Tartes mit eingeklapptem Rand. Aber irgendwie haben mich die kleinen Fladen rein optisch an Tortillas erinnert - ihr verzeiht mir also hoffentlich diese Taufe.

Es handelt sich um unkomplizierte, schnelle Sommerküche und ein weiteres Rezept für Zucchini, derer man bekanntlich nicht genügend haben kann. So, wie ein Salat-Plus-Essen immer eine meiner liebsten Gerichte sein wird, wenn es heiß ist. Die kommen bestimmt wieder auf den Tisch.


Zutaten 2P/ 4 Stück:

ca. 400-450g Zucchini (m: mittlere Größe)
1 Ei (Größe L)
30g Mehl (halb Einkorn VK/ halb D1050)
1/4 TL Back-Pu
70g Käse (m: Tomme de Brebis)
Kräuter (m: 1/2 Bund Petersilie/ Rosmarin/ Thymian)
1 Frühlingszwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette
Olivenöl 


Zubereitung:

Zucchini halbieren, das wattig-kernige Innere etwas entfernen (m: nur wenig entnommen, weil meine Zucchini knackig und frisch war) , die Zucchini grob reiben, salzen, gut vermengen und ca. 10min Wasser ziehen lassen. Dann die Zucchini gut ausdrücken.

Den Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Mehl mit dem Back-Pu und dem Ei mit Hilfe eines Schneebesens verrühren. Die Frühlingszwiebel sowie die Kräuter fein wiegen, den Knofi fein hacken.

Nun alle Zutaten miteinander vermengen, den gut ausgedrückten Zucchini mit dem Rest.

Das Backpapier mit Olivenöl bepinseln, die Teigmenge vierteln, mit feuchten Händen (oder einem Löffel) auf dem Backpapier setzen und zu 4 Teigfladen verstreichen, die zwischen 0,5 und 1cm dick sind. Mit Olivenöl beträufeln und für etwa 20-25min goldbraun backen.

Inspiration: Youtube

 

Grillengezirpe: Süßkartoffel-Bratlinge

Sonntag, 9. Juli 2023


Die Tomaten werden rot, die Zucchini-Berge türmen sich auf den Markttischen, nachts bei offenem Fenster wird das in der Ferne leise Brummen der Mähdrescher von den Grillen übertönt, mittags rankt sich Groß und Klein um die Flüsse - es ist Hochsommer.

Da will man es sich in der Küche auch nicht unnötig kompliziert machen. Und, huch, wie konnte das passieren, da sind wir ja schon wieder bei meinem Küchen-Elaborat-Thema-Nummero-Eins gelandet, den Pufferchen.

Damit ihr den Countdown mit runterzählen könnt: ein weiteres stelle ich noch vor, bevor die große Olympiade ansteht. Und diese hier haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Ist ja jetzt keine Sternenküche, Bratlinge, sprich: man mische einen Teig mit Gemüse, der zusammenhält und schon erzeugt man Gemüse-Frikadellen. Zwei Dinge sind dabei elementar: die Konsistenz und der Geschmack. Zum Thema *Würzen* gehe ich das nächste Mal tiefer ein, hier hat mich eben direkt das Mundgefühl überzeugt. Ich mag keinen schlapperigen, wattigen Lappen kauen, ich möchte bei einem Pufferchen gerne auf etwas Widerstand mit den Zähnen stoßen. Dem ist hier so.

Sehr oft hilft ein Ei für eine Konsistenz - nicht immer. Wer hier den ultimativen Ei-Ersatz-Trick raushauen will: bitte her damit. So lange ich hier Eier von glücklichen Landhühnern erhalte, sehe ich mich nicht genötigt, die ersetzen zu müssen.

Bref: ein Pflanzerl, das ohne Umschweife zu den Keepern rutscht: schnell gemacht, außen leicht knusprig, innen saftig, lecker und köstlich - überzeugt auf ganzer Linie! Ein Spitzen-Begleiter zu meinen geliebten Salat-Plus-Mittagessen und wie gemacht für den Hochsommer!



Ein Rezept, das sehr gut auch zu Zorras aktuellem Event *Schnelle Sommerrezepte* passt - die Süßkartoffel-Bratlinge sind locker in einer halben Stunde auf den Tisch gebracht.


Zutaten - 10 Stück/ 2P:

1 Süßkartoffel (ca. 300g)
2 Lorbeer-Blätter
150-180 Gemüse (m: 1 kleine Karotte, ein wenig Brokkoli, viel Erbsen)
1 mittelgroße Frühlingszwiebel
1 TL Thymian, getrocknet
2 Knofi
1 Ei
1 Mozzarella
15g Kartoffel-Stärke
50g Hafer-Kleie
1/2 TL Ras el Hanout
Piment d'Espelette
Kräutersalz
Pfeffer
Olivenöl

 

Zubereitung:

Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und zusammen mit den Lorbeer-Blätter gar kochen, abschütten und ausdampfen lassen. Mit dem Kartoffel-Stampfer zerkleinern

Das weiße der Frühlingszwiebel fein hacken, ebenso Knofi, Karotte und Brokkoli. Mit den Zwiebeln angefangen alles kurz in etwas Olivenöl garen. Nun noch den Mozzarella würfeln sowie das Frühlingszwiebelgrün in feine Ringe und dann alle Zutaten miteinander vermengen.

Mit feuchten Händen 10 Kugeln formen, diese etwas flach drücken und wie sie in die Pfanne passen von beiden Seiten golden und leicht knusprig braten.

Zusammen mit einem Salat servieren.

Anmerkung m: Käse darin ist optional - ihr könnt nach Lust und Laune auch einen anderen verwenden


Inspiration: Kleine Spinatesser