Posts mit dem Label Einkorn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einkorn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Spiritualität vs. Esoterik: Hua Juan - gedämpfte Brötchen

Mittwoch, 21. Dezember 2022

 

Wenn es einen Gott gibt, dann schaut er sicher nicht wohlgefällig auf die weiße Menschenrasse. Bei diesem kleinen Gedankenspiel sind wir uns einig, oder? Hey, so viel realistische Selbsteinschätzung muss drin sein. Kolonialismus, zwei Weltkriege und ein dritter in Arbeit, die Ausbeutung der Erde, der Umgang mit Tieren... © by white race. Karma - die Konsequenz aller Taten - löst sich nicht einfach in Luft auf.

Man könnte meinen, jetzt zu Weihnachten ploppt hierzulande noch ein letzter Restbestand auf eines Bedürfnis, sich Göttlichem hinzuwenden. Aber nimmt man mein kleines Blog-Event vor Jahren mit der Frage *Was bedeutet für dich Weihnachten* repäsentativ, dann spielte für nicht eines meiner teilnehmenden Mädels mehr Spiritualität eine Rolle in der Auseinandersetzung mit Weihnachten. Kirche und Religiösität sind rum. Vorbei. Aber einen Ersatz haben wir ebenfalls nicht dafür. Wir haben uns von Gott abgewendet. Wir brauchen Gott nicht mehr.

Warum soll es Gott geben? Weshalb sollte ich mich der Dramatik des Lebens stellen? Wodurch Leben entsteht, kann ich doch mit Maß und Zahl analysieren. Wozu mich eingliedern, wo ich bereits über den Dingen stehe.

Gut veranschaulicht die Arte-Doku *Spiritualität 2.0 - der Traum vom optimierten Ich* was es bedeutet, keine Verbindung mehr zu haben zur universellen Einheit: angehimmelte Gurus puschen in bester Ami-Life-Coach-Leistungssport-Manier Menschen dazu mittels Autosuggestion ihr Ego zu boostern um im Außen besser anzukommen. Auf dem Weg zum Maximus. Das Große, das wir anbeten, sind wir selbst. Na denn man tau! 

Ja, die Beziehung zu Gott hat jeder selbst zu knüpfen. Höchst individuell. Keine Zwischeninstanz, keine Mittler von Nöten. Genau deswegen: Erstmal muss man Gott irgendwo finden (Rilke). Ganz wie meine Investigativ-Journalisten, denen ich die letzten Jahre verstärkt zuhöre, betonen: Information ist eine Holschuld und keine Bringschuld. Nur wer Fragen hat erhält Information. Gleiches gilt für die spirituelle Suche. Keiner kommt mit dem Silbertablett vorbei und reicht Antworten.

Allahu akbar heißt übersetzt eben nicht *Gott ist groß* sondern *Gott ist größer* - das macht einen gewaltigen Unterschied, für alljene, die darüber nachdenken. Ich will in der Lage sein, in allen Tempeln der Erde das jeweils Größte anzubeten, sagt Rilke sinngemäß. Denke so gross du nur kannst - Gott ist größer. Und dann sehne dich nach dieser Nähe.

Ein spiritueller Weg beginnt definitiv nicht esoterik-like mit einem Kindergeburtstag à la *Du bist ganz wundervoll, so wie du bist*, sondern, rollt sich eher umgekehrt auf. Ihr kennt bestimmt die Anekdote: Ein Lama wird gefragt: Wie erhalte ich Erleuchtung? Die Antwort lautet: Klo putzen, Klo putzen, Klo putzen. Ohne, dass man sich selbst nicht dem stellt, was im Inneren im Weg steht - Ängste und Hochmut - gibt es keine Weiterentwicklung. Nicht zu vergessen das Familienkarma (oder neudeutsch die transgenerationale Weitergabe von Traumata), das in Bann schlägt. Schlüssel zur Befreiung sind Erfahrungen, Erkenntnis und Selbstreflexion. Auf diese Weise knüpfe ich einen Draht zu meinen eigentlichen Beweggründen - meinem Wesen, das ganz unabhängig ist von Dingen wie Namen, Herkunft, Adresse, Alter, Beruf, Kreditkarte, Freunde, Beruf, Partner. Sonst nämlich wird es schwer bis unmöglich, anzunehmen was war, was aber jetzt nicht mehr zu ändern ist - sei es noch so ungeheuerlich. Daher gilt es, seinen Frieden mit der Vergangenheit zu schließen. Kein Neustart ist vorher denkbar, sondern nur neues Karma stapelt sich obendrauf. Also *nimm dein Bett und wandle!*

Die Hoffnung aller Suchenden winkt in der Ferne: die Überwindung des Ego, der Mensch, der sich freiwillig Werten unterstellt, der in der Lage ist, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, der das Mentale zum Schweigen bringt, der sich innerlich leer und zum Gefäß machen kann, und im stillen Bewußtsein Kontakt zu der Welt findet, die unsere eigentliche Heimat ist, der geistigen Welt. Doch dieser Gnadenakt ist nicht für alle bestimmt - ganz wie beim Lottospiel: alle können gewinnen, aber halt nicht jeder. Die Evolution ist verschwenderisch. Nicht jede Kaulquappe wird zum Frosch. 

Schon gar nicht die Kaulquappen, die nicht von ihrem Sockel runterzusteigen wollen und auf eigene Bedeutung pochen. Oder selbst keinen blassen Schimmer haben, was sie bewegt. Wieviel Mensch - im höchsten Sinn des Wortes - in einem steckt, beweist sich einzig im Praxistest, jenseits von aller Philosophie und allen Wortspielereien, für sich ganz allein: Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ (Goethe)

 

 

Mitten während das Blog im anstrengenden Baustellenmodus hängt, schlage ich euch eine vegane Festtages-Inspiration vor. Die gedämpften Brötchen Hua Juan - wieder mal inspiriert von Susanne - sind schick und lecker und passen sowohl zu jedem Salat wie jedem Eintopf. Wir waren beide überzeugt. Eine schöne Abwechslung auf dem Eßtisch und das Zubereiten hat mir Spaß gemacht.

Fünf Versuche zum Formen hatte ich, was sich als weniger tricky herausstellte als angenommen. Trotzdem sehen sie entschieden nach *Prototyp* aus. Das geht noch deutlich hübscher. Mein Stolperstein war das Öl, mit dem ich zu großzügig war beim Anschwitzen der Frühlingszwiebeln umging, so dass mir die kleinen Origami-Brötchen fast aus den Fingern geflutscht sind, wenn ich sie beim Drehen halten wollte. Eigentlich sind diese Schönlinge echt gut machbar und kein Hexenwerk.

Die gibt es also 100 pro wieder und dann werde ich zu dem Rezept *Making of*-Fotos nachposten, bis dahin erklärt dieses kleine Youtube-Filmchen mehr als hundert Worte.


Zutaten 2P/ 5 Stück:

150g Mehl (30g Einkorn-VK/ 120g T65)
5g Hefe
1/2 TL Haushaltsnatron
1 EL Sonnenblumenöl
15g Rohrzucker
1/2 TL Salz
85g Wasser
2 kleine Frühlingszwiebeln
Chili-Flocken
2-3 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine Teigschüssel geben und vermischen. Öl und Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Bedeckt an einem warmen Ort zu doppelter Größe aufgehen lassen; das dauert ungefähr eine Stunde.

Inzwischen aus Backpapier 5 Quadrate mit ca. 7 cm Seitenlänge zuschneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. In Olivenöl anschwitzen bis sie gerade beginnen leicht golden zu werden - salzen, pfeffern und mit Chili würzen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Quadrat von 25 x 25 cm ausrollen. Die Oberfläche mit dem Öl bepinseln.

Nun das obere Drittel des Teiges über die Füllung klappen, dann das untere Drittel darüber schlagen. Das so entstandene Rechteck in 10 gleich breite Streifen schneiden. Zwei Teigstreifen übereinander legen. Mit einem Essstäbchen der Länge nach mittig den Teig nach unten drücken, bis er an den Seiten hochkommt. Teigstreifen umdrehen, die glatte Seite ist nun oben. Mit Gefühl in die Länge ziehen. Mit den Streifen eine Schlaufe formen - Teigenden werden in den Fingern zusammengehalten und in diese Schlaufe quer ein Essstäbchen quer einführen. Dieses 2 Mal um sich selbst drehen. Dann - die Teigenden mit einer Hand gen Boden drückend - das Eßstäbchen mit Druck nach unten rausziehen. Die Teigenden mit einer Hand weiter halten, mit der anderen Hand das Stäbchen nach unten drückend herausziehen. Das fertige Bao auf ein Stück Backpapier legen.

Die fertigen Baos mit einem Geschirrtuch bedeckt nochmals 40 min ruhen lassen.

Zum Garen Wasser in einem Dämpftopf erhitzen und die Bao 12 bis 15 min dämpfen.

Die Hua Juan schmecken frisch und noch warm am besten, man kann sie aber auch gut unter Dampf oder in der Mikrowelle regenerieren. 

Quelle: magentratzerl / Youtube - Anleitung

 


Joyeux Noël euch allen!

Umgetopft: Töff Carottes

Freitag, 29. November 2019


Ein Kind braucht irgendwann einen Namen. Eher früher als später. Manchmal staunt man schon, oder, was manche so beim Taufen geritten haben muss. Wie kommt man dazu, in ein knautschig-rosiges Baby-Gesicht zu schauen und zu denken: *Und du bist ein Ulf-Eberhard. Oder ein Kevin-Maximilian. Eine Walburga-Aida! Rita-Bonita...?!?* Es gibt ja nix, was es nicht gibt. Tsss, Menschen, schon SEHR merkwürdige Wesen...

Der Namensträger trägt eigentlich keine Schuld, wie man ihn ruft - er war ja bei der Namensgebung nur passiv dabei. Super thematisiert hier in dieser *Der Tatort-Reiniger*-Folge. Doch als würde es mit rechten Dingen zugehen, passen Name und Person in aller Regel zuverlässig wie Topf und Deckel zusammen. Nomen est omen halt. Typischer Fall für die Frage: Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Fakt ist aber, je älter man wird, kommt man nicht umhin auf den ein oder anderen Namen irgendwie konditioniert zu reagieren. Manche Namen sind vorbelastet, weil sie in der eigenen Biographie eine Vorgeschichte haben, kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. *Ach, eine von den Sandras*, denke ich beispielsweise, weil es von denen in meinem kindlichen Umfeld die gleichen Unmengen gab wie Stefans. Bei manchen Namen regen sich Vorurteile, weil ich sie nicht mit guten Ereignissen verbinde. Jane Austens *Emma* hat mir den Namen regelrecht versaut. Mir schwebt bei Emma nun stets eine grauenhaft seicht vor sich hinplappernde, dümmliche Frau vor Augen (sorry, liebe Emmas, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen). Und umgekehrt. Dafür habe ich natürlich auch ein kleines Repertoire: so à la, wer schon *Ute* heißt, kann so schlecht nicht sein...

Manche Namen haben bekanntermaßen auch ihre Bedeutungen. Von seinem Vornamen kennt man diese meistens. Aber auch vom Nachnamen? Onomastik, die Namensforschung, ist ein weites Feld. Und sie gibt jedem zudem ein Puzzle-Stückchen Herkunft an die Hand.

Die Etymologie eröffnet ein weiteres Universum. Nicht nur zu Germanistik-Zeiten liebte ich es, im Etymologischen Wörterbuch zu wühlen, welches wunderbarerweise ja digitalisiert zur Verfügung steht. Ein ganzes Referat hielt ich gar mal mich stützend auf das Grimmsche Wörterbuch, das belegt, dass Kunst und Können den gleichen Wortstamm besitzen - was so gänzlich meine Auffassung von Kunst wiederspiegelt. Wenn ich in Kunst kein Können erkennen kann, dann darf das für mich weg...

Das Etymologischen Wörterbuch zeigt außerdem, dass Pippi Langstrumpf aka Astrid Lindgren mit *Spunk* ein astreines, neues Wort erfunden hat. So wie ich mit *Töff Carottes*, dachte ich, das ich mir abgeleitet habe - na wer hätte es erraten - von Bœuf Carottes. Aus dem schlichten Grund, weil ich den französischen Klassiker als Vorlage für das heutige Gericht genommen habe. Mir ist ja bei Nebelgraukälte ganz schnell nach schönen, deftigen Schmorgerichten. Ohne Fleisch. Und mit *Töff Carottes* weiß doch gleich jeder, was ich meine, oder?

Es sei denn, ihr assoziert kindliche Motoren-Lautmalerei damit oder stammt aus der Schweiz und denkt an Motorrad - bei euch habe ich dann mit meinem Geniestreich an vegetarischer Rezept-Umbenennung Pech gehabt. Eine geschmackliche Punktlandung bleibt es trotzdem!


Zutaten 2P:

1 Schlotte
2 Knoblauchzehen
1 EL Stangensellerie, fein gehackt
5 Karotten (ca.600g)
1 TL Tomatenmark
1 TL Thymian
1 TL Miso, dunkel
150ml Gemüsebrühe
200ml Jus*
1 Schuß Portwein
1 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Roux zum Binden

Quarknocken:
250g Quark (m: fromage de compagne)*
2 Eier
100g Mehl (m: Einkorn-Vollkorn)
Abrieb einer 1/2 Zitrone
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
Butter zum Schwenken 

Zubereitung:

Schalotten, Knoblauchzehen, Stangensellerie fein würfeln. Karotten schrubben und je nach deren Größe (oder Wunsch) stiften oder in Scheiben schneiden. 

Schalotten, Knoblauchzehen und Stangensellerie in Öl glasig dünsten. Tomatenmark kurz mitbraten, dann mit einem Schuß Portwein ablöschen. Karotten zufügen, Jus und Brühe anschütten, mit Thymian und Miso würzen. Deckel auflegen und bei sanfter Hitze köcheln lassen - ca. 20min - je nach Karottenschnitt. Die Karotten sollten schön weich aber nicht verkocht sein.

Für die Quarknocken reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Eier mit Mehl glatt rühren, dann den Quark klümpchenfrei untermischen und abschmecken mit Zitronenzesten, Piment, Salz und Pfeffer. Mit einem Teelöffel kleine Nocken vom Teig abschöpfen und in das Salzwasser gleiten lassen. Die Nocken etwa 5min gar ziehen lassen (sie sind noch nicht gar, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen - Test: auf Fingerdruck dürfen sie auch in der Mitte nicht mehr weich sein). Aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und auf einer Platte zwischenlagern und etwas auskühlen lassen.

Die Nocken in einer Pfanne in etwas Butter schwenken und kurz golden braten.

Den Töff Carottes nochmals abschmecken mit Balsamico, Salz und Pfeffer. Wer mag, bindet die Sauce noch mit einer Roux.

*Anmerkung m: Der Jus gibt der Sauce einfach den Schmiß und ist schwer zu ersetzen. Das Rezept habe ich mittlerweile etwas vereinfacht, so dass ich eine größere Menge auf Vorrat in der Tiefkühle habe/ Der *fromage de compagne* ist eine bereits festere Quarkform, jedoch flüssiger als Quark, der im Tuch gut ausgepresst wurde - so wurde der Teig etwas weicher als bei diesen trotz mehr Mehl und ließ sich auch nicht mit zwei Teelöffeln formen. Die Nocken sind dennoch ganz fluffig geworden.


Dieser Kuss der ganzen Welt: Mandeltaler

Sonntag, 16. Dezember 2018


Mein letztes Leben widmete sich bekanntermaßen der Kunst. An der Akademie hielt ich seinerzeits ein Referat zu Klimts *Beethovenfries*, dessen Abbild sehr lange meine Wohnzimmerwand schmückte. Alleine über Stilisierung und Ornamentik ließen sich ganze Romane füllen. Ich will euch in eingeschränkter Form (fragmentarisch) mit Inhalt und Hintergrund zum *Beethovenfries* vertraut machen. Faszinierend für mich ist dabei die Verschlingung mehrerer Künstler: Schiller-Beethoven-Wagner-Klimt - die sich alle nacheinander-miteinander am gleichen Thema versuchten und zwar dem größten von allen: der Sinn des Lebens beziehungsweise die Erlösung des einzelnen Menschen.

Für die Gruppenausstellung 1901 hatte Klimt (1862-1918) sich die Neunte Sinfonie Beethovens für seinen Zyklus zum Vorbild genommen, in der wiederum Beethoven Schillers (1759-1805) Gedicht *An die Freude* dem berühmten Chor unterlegt (*Freude schöner Götterfunken*). Beethoven erfuhr zu Wiener Secessionszeiten (= Klimt-Zeit) eine kultartige Verehrung, was mit Wagner (1813-1883) zu verdanken ist. Zwar war die Uraufführung der Neunten (1824) durchaus enthusiastisch gefeiert worden, doch vertraten unter den Rezensionisten genauso einige die Meinung, dass Beethoven beim Komponieren wohl nicht mehr ganz dicht war (weil so außergewöhnlich/ neuartig). Für Wagner beinhaltete sie jedoch nicht mehr oder weniger als *das Geheimnis aller Geheimnisse*.

So erstaunlich wie bemerkenswert empfinde ich bereits die Ausgangsprämisse und zwar jener Teil in Schillers Gedicht, der nicht jedem Menschen eine Seele zuspricht - die menschliche Seele als keine selbstverständliche Grundausstattung, sondern als etwas zu erringendes:
Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Drei Seitenwände bilden in Klimts Beethovenfries eine zusammenhängende Erzählung. Für einen kleinen Post zu einem Plätzchen-Rezept würde es natürlich zu weit führen, sämtliche Elemente aufschlüssen zu wollen. Grob zusammengefasst schickt Klimt stellvertretend für alle (weil nicht allen vergönnt dafür geschaffen zu sein) *den wohlgerüsteten Starken* los auf die Suche nach Glück, hinaus in das Abenteuer Leben, vorbei an feindlichen Gewalten, mit der Hoffnung Leid hinter sich zu lassen, das Irdische zu überwinden und in rein geistigen Sphären erlöst zu werden. Ganz im Sinne von Goethe: *Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen*

Es lohnt sich, die vielen wunderbaren Details des Beethovenfries genauer zu betrachten. So kämpft der Ritter nicht nur mit *offenem Visier*, nein, er verzichtet gar als Beweis für seinen Mut und seine willensstarke Entschlossenheit ganz auf den Helm, den er abgelegt hat. Die Rittergestalt ist in der Symbolkunst sehr verbreitet: sie verkörpert den Handelnden, der dem *Schönen-Wahren-Guten* verpflichet ist.  Er ist die Allegorie all der Tugenden, um die die schwache Menschheit bittet. Ganz am Ende stellt Klimt den Ritter nackt dar - seinen schützenden Harnisch hat er nun völlig abgelegt, den braucht er angekommen im Paradies nicht mehr.

In der Schlussszene leiten weibliche Gestalten als Sinnbilder der Künste hinüber in *das ideale Reich*, sie bilden die Brücke zu dem Feinstofflichen - von dort zu dem *Chor der Paradiesengel* (Schlusschor von Beethovens Neunter) - zu einem in einem Kuß verschmolzenem Paar (Schillers *Dieser Kuß der ganzen Welt*). In und mit diesem Kuß vereint sich die Dualität - das irdische Prinzip - von Erde und Himmel, Mann und Frau, Materie und Geist, Leid und Freude. Der Sinn der Schöpfung der Erde und der Sinn eines Menschenleben symbolisch verbunden in einem sich eng umschlungenen, küssenden Paar...


Meine letzten Plätzchen für diesen Advent sind aus frisch gemahlenem Einkorn gebacken - für mich DAS Urgetreide 2018.  Keine Bange,  sie schmecken deshalb nicht *gesünder*, aber sie erhalten einen Biss, den ich besonders (Achtung frisch aufgeschnapptes Wort) *appart* finde (klingt so *nostalgisch-schick*, oder?). Die Gewürze machen - klaro - erst den richtigen Dreh. Dafür habe ich euch im Rezept drei Möglichkeiten zur Auswahl gestellt.


Zutaten - ca. 2 Bleche:

300g Einkorn-Vollkorn (oder Dinkel-Vollkorn)
175g Butter
1 Pr Salz
50g gemahlende Mandeln
120g Rohrzucker
3 EL Schlagsahne
1 1/2 EL Sugar Spice*

80g Mandelblättchen

Zubereitung:

Aus allen Zutaten außer den Mandelblättchen zügig einen homogenen Teig kneten und 1 gute Stunde kalt stellen.

Den Ofen auf 180° (O/U-Hitze) vorheizen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwas vorwellen. Dann die Mandelblättchen auf der Arbeitsfläche verteilen und den Teig darauf auf ca. 3mm Dicke auswellen. Mit einem Ausstecher (∅6cm) Kreise ausstechen, mit der Unterseite (Mandelseite) nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Auch die nächsten Ladungen, wenn der Teig dann wieder zusammengeknetet und neu ausgewellt wird, werden super. Fast noch köstlicher, weil mehr Mandeln. Und ich finde, sie sehen immernoch sehr hübsch aus - allerdings bleibt der Clou wohl, wenn die Mandeln nur auf der Unterseite kleben. Schneller gegessen (rausgepickt) hatten wir uns aber die letzteren...

Im vorgeheizten Ofen ca. 10-12min backen.

In einer Dose aufbewahrt ca. 5 Wochen haltbar. 

*Anmerkung m: Alternative zu Sugar Spice das typische Spekulatius-Gewürz (wie etwa gerade ganz aktuell nach Ottolenghi) oder schlichter: 1/4 TL Kardamom, 1 Msp Nelke/ 2 Msp Piment, 172 TL Vanille-Pu (so habe ich die erste Ladung gebacken)


Beethoven war zur Uraufführung seiner Neunten bereits seit 4 Jahren taub: *Wir Endlichen mit dem unendlichen Geist sind nur zu Leiden und Freuden geboren, und beinahe könnte man sagen, die Ausgezeichnetsten erhalten durch Leiden Freude.*



Phasen: Roggen-Einkorn mit Chia & Mohn

Freitag, 18. August 2017


Was tritt nicht alles als Phase in Erscheinung?! Ein Lied, das man über Tage hoch und runter hört, der Lieblingswitz von Kindern, der in Dauerschleife allen anderen Nerven plättet, das Lieblings-T-Shirt, nach dem man einen Sommer lang jeden Morgen stetig greift, oder meine momentane Anhänglichkeit zu Chia, den (das?) ich gerade in jeden Brotteig werfen könnte. 

In der homöopathischen Anamnese ist (sollte) das einer der Hauptaugenmerke ausmachen: geht es um eine akute oder eine chronische Geschichte. Akut - also als Phase - verzeiht das Leben erstaunlich - ja, riesig -  viel. Sowohl körperlich wie geistig (darin unterscheidet die Homöopathie ja aus ihrem grundsätzlichen Denksystem heraus). Man kann durchaus ein Weilchen Kette rauchen, regelmäßig zur Flasche greifen, die Nächte zum Tag machen, sich von Burger und Pommes ernähren uswusf: Körper und Geist regenerieren wieder. Fatal allerdings wird es, wenn schlechte Sitte zur Gewohnheit wird, sprich chronisch. Oh, wie erzählt die griechische Mythe, dann frißt Kronos seine eigenen Kinder. Ihr kennt das alte Sprichwort aus dem Talmud: *Achte auf deine Gedanken...uswusf*. Genau das ist der Stoff, aus dem unheilbare Krankheiten entstehen.

Wie lange meine Begeisterung für Chia noch anhält? Keine Ahnung. Und mir auch völlig Jacke wie Hose, ob *Chia* nun von irgendjemanden als Superfood -  das doofe Wort - klassifiziert wird oder nicht. Fakt ist: Chia ist mir dienlich.

Seit einigen Broten habe ich für mich entdeckt, dass ein Chia-Quellstück dem Brot eine bessere Frischhalte-Qualität verleiht und den Brotteig auflockert. Zwei super Eigenschaften. Gerade letzteres war einer der Hauptgründe, wieso ich nicht so gerne mit Einkorn gebacken habe. Sehr, sehr gerne als Anteil in Quiches- und Tarteböden - den Geschmack fand ich von Anfang an einnehmend - aber die Brote wurden mir doch leider schnell kompakt. Nun, seht euch das Foto an: von Wackerstein kann keine Rede sein. Ein tolles Brot, das ich direkt  zwei Mal hintereinander gebacken habe!
 

Zutaten - 2 Brote für 750g-Kastenformen:

Sauerteig:
150g Roggen-Vollkorn
30g Roggen-ASG (aufgefrischt)
150g Wasser

150g Einkorn-Vollkorn
30g Weizen-ASG (aufgefrischt)
150g Wasser

Quellstück:
30g Chia-Samen
100g Wasser

Brühstück:
50g Einkorn-Vollkorn
30g Altbrot
170g Wasser, siedend

Hauptteig:
Roggen-Sauerteig
Einkorn-Sauerteig
Brühstück
Quellstück
200g Roggen-Vollkorn
150g Einkorn-Vollkorn
15g Salz
30g Mohn
180-200g Wasser (m: 200g)

Zubereitung:

Die beiden Sauerteige am Vortag anrühren und 12-16 Stunden bei 20-22°C reifen lassen. Ebenso das Brühstück am Vortag ansetzen, sowie das Quellstück, beide (das Brühstück nachdem es abgekühlt ist) abdecken und in den Kühlschrank stellen

Am Backtag alle Zutaten in die Schüssel geben und ca. 12min langsam kneten lassen.

Teigruhe: 60 min

Währenddessen die Formen buttern. Mit Hilfe eines Löffels den Teig auf die zwei Kastenformen verteilen, mit Wasser die Oberfläche abstreichen (wer mag, bestreut mit Mohn) und ca. 2 Stunden im Warmen abgedeckt gehen lassen

Nochmals mit Wasser benetzen, die Brote stippen und bei 240°C fallend auf 200°C ca. 60 Minuten mit Dampf backen. Klopfprobe! Die letzten Minuten außerhalb der Form backen für eine bessere Kruste.

Urgetreideliebe: Einkorn-Dinkelbrot mit Sonnenblumenkerne

Donnerstag, 24. November 2016

Wer mir beim Backen auf die Finger schaut, der weiß, wie sehr ich das Urgetreide liebe. Zuerst hatte ich mich auf Kamut eingeschossen, anschließend auf Emmer und nun ist der Einkorn dran. Nachdem die Krume der ersten Brote mit Einkorn recht dicht geraten war, verwendete ich Einkorn-Vollkornmehl vorallem für meine salzigen Tarteteige. Der Geschmack von Einkorn ist - das möchte ich behaupten -  nämlich derart nussig wie sonst kein anderes Getreide. Und der Einkorn verleiht dem Brot obendrein eine liebliche, goldene Farbe.

Ich griff für diese beiden Kastenbrote einen Rat von Günther auf, der darauf hinwies, dass sich die meisten vollkornlastigen Brote in kleineren Backformen besonders wohl fühlen. Und siehe da: auch der Einkorn wird regelrecht luftig. Wir waren ja ganz hin und weg vom Geschmack. Das Brot schmeckt *ganz toll* (bitte wie von Ina Müller ausgesprochen denken - das sagt wirklich niemand schöner wie sie). Komischerweise sind wir beide echte Brotschwärmer. Vielleicht sinds auch die deutschen Gene - man weiß es nicht. Das letzte Mal, das wir uns gleichzeitig derart begeistert zeigten, war für dieses Kartoffelbrot - worauf ich mich in eine echte Backserie stürzte. Genau das ist jetzt auch der Fall. Das nächste Brot mit Einkorn wird heute gebacken. Warum ich eine so lange Backpause mit Einkorn machte, scheint mir gerade ein völliges Rätsel.

Über die Willkür von Blogspot könnte ich gerade schimpfen wie ein Rohrspatz (hey, warum eigentlich Rohrspatz?). Nachdem er mir meine Linkliste in der Sidebar gelöscht hat, hat er mir nun meine Foto-Boards eliminiert. Ja, ich blogge über Google für lau - aber so langsam knirsche ich über unser Verhältnis. Auf was für einen Despot habe ich mich eingelassen? Und technisch unversiert wie ich bin, bin ich dieser Willkür völlig ausgeliefert. 

Auch für mich mühsamer ohne die Boards habe ich euch dennoch versucht, meine Brote mit Urgetreide zusammenzustellen. Dabei habe ich festgestellt, dass das schon eine sehr dauernde Liebe ist - und ich in fast alle Brote der letzten vier Jahre irgendwie ein Urgetreide *reingedroschen* habe. So wurde die Auswahl ein kleiner Berg...
Zutaten - 2 kleine Kastenformen - 20cm Länge:

Sauerteig 16-18h:
220 Dinkelmehl 1050
200g Wasser
21g Weizen-ASG

Brühstück - 12h:
180g Einkorn-Vollkorn, angestoßen
180g Wasser, kochend
11g Salz

Quellstück - 3h:
90g Einkorn-Vollkornmehl
90g Dinkel-Malzflocken
220g Sonnenblumenkerne, geröstet
11g Salz
380g Wasser

Brotteig:
Sauerteig
Brühstück
Quellstück
230g Dinkelmehl 1050
90g Roggenvollkornmehl
1 TL Rübensirup (oder Honig)
35g Altbrot, geröstet, gemahlen
(20g Amaranth gepoppt, optional)
10g Hefe
20ml Wasser
Zubereitung:

Alle Zutaten des Hauptteiges langsam in ca. 6min zu einem Teig verkneten.  Teigruhe von ca. 30 Min – nochmals kurz kneten. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 1x falten - anschließend teilen, rund- und dann langformen, etwas befeuchten und in Sonnenblumenkernen rollen oder die Teigoberfläche in der Form damit bestreuen. Mit dem Schluss nach unten in eine gefettete Kastenform (0,75 kg) legen - Teigoberfläche befeuchten.

Gehzeit ca. 60- 120min abgedeckt (m: gerade fast 2 Stunden) - danach Oberfläche stippen.

Den Backofen auf 240° vorheizen (m: mit Backblech). Die Teigoberfläche vor dem Backen nochmals befeuchten und fallend auf ca. 200° fallend mit Schwaden backen - ca. 50-60min. Etwa 5 Min. vor Backende kann man das Brot aus der Form nehmen und ohne Form zu Ende backen. (Klopfprobe) 

Achtung: darauf achten, dass die Kruste nicht zu kräftig ausgebacken wird, die Körner außen in der Kruste könnten sonst zu hart werden.

*Anmerkung m: angeschlagen bedeutet, dass die Getreidekörner in der Mühle nur sehr grob geschrotet werden, sind also fast noch ganze Körner, die nur angeschlagen werden, dadurch bekommt die Struktur Risse und das Korn kann das Wasser besser aufnehmen und verquellen (m: dieses Mal *nur* sehr grob geschrottet, also das Korn etwa gedrittelt, geviertelt..)


voilà, die Liebe zum Urgetreide:


http://salzkorn.blogspot.fr/2016/07/paradiesisch-brotweckerl.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/06/champions-league-goldhamster.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/06/champions-league-goldhamster.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2016/06/champions-league-goldhamster.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/10/held-herbst-roggen-dinkelbrot-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/10/vielfaltige-landbrotchen-mit.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2015/05/subventioniert-kernbeierchen-nach-lutz.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/09/emmerbrotchen-mit-joghurt.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/06/gesagt-getan-roggen-kamutbrot-6040.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2015/04/wachauer-fast-wie-von-dietmar.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/11/das-musketierbrot-v-kamut-dartangan.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/03/kartoffelnknoten-1212.html
lhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/08/das-musketierbrot-ii-kamut-variante-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/08/das-musketier-brot-i-emmer-variante-mit.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2014/04/grobies-dreiecksbrotchen.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/05/das-emmerlein-von-gunther.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/09/das-musketierbrot-iii-die.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/10/dritte-spielart-des-loretto-bauernbrotes.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/02/das-vogelhauschenbrot-oder-julis.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2014/02/schlicht-oder-oppulent-kastenweibrot.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/10/vitalis-im-doppelpack.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/08/spielerei-einkorn-kamut-brot.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/09/kartoffeliges-roggen-emmer.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/01/vollkornlastiges-urkornbrot-in-der.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/05/gut-brot-will-weile-haben.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/11/kamutianer-urkornbrot-mit-kamut.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2012/12/fabelhaft-einkorn-furs-einhorn.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/08/warme-und-sauerteig-die-mogen-sich.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/10/furs-urige-wohlempfinden-einkornbrot.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2012/08/popperbrot-mit-emmer.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/07/mein-liebstes-lieblings-sommerbrot.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2012/09/dauerbrenner-urkorn-einkornbrot.html


Schlicht oder Oppulent: Kastenweißbrot mit Einkorn

Freitag, 7. Februar 2014


Für eine mittelgroße Kochorgie (kommt in epischer Länge als nächstes) schrieb mir ein Rezept ein *Sandwichbrot* vor. Hmmm, eine boulangerie in der Nähe mit Toastbrot im Angebot wollte mir nicht einfallen. Und im Supermarkt so ein lümmeliges, nie alterndes, plastikumhülltes Brot mitzunehmen, also das spricht gegen jeden Stolz eines *Eigenbrötlers*. 

Zumal mein letztes Kastenweißbrot lange her ist. Generell ziehen wir zum Frühstück *richtiges* Brot schlichtweg vor. Ich bin also ein bißchen durch Blogistan (© Kaltmamsell) getreift und bei einem Rezept von Gerd gelandet. Das habe ich nach meinem Gusto umgestellt mit anteilig etwas Einkorn-Vollkorn, der erfahrungsgemäß die Krume eher kleinporig hält – wie ich es bei einem Toastbrot brauche.

Allen Brotbäcker-Einsteigern kann ich dieses Brot als besonders lässiges empfehlen. Ihr braucht lediglich einen Handrührer mit Knethacken, etwas Hefe und die obligatorisch notwendig Zeit, die jedes gute Brot in Anspruch nimmt. Was für dieses Brot bedeutet, dass es einen Großteil seiner Geh- und Reifezeit im Kühlschrank verbringt.

Wie sich nach dem Backen zeigte, ist so ein *Sandwichbrot* auch optimal für akute uninspirierte Kochflaute. Da ich gleich zwei Brote gebacken hatte, gab es eines unlustigen Mittags ein schnelles *Toast Hawai* (was ein verschollener 80er Klassiker!) – allerdings in der Zielgeraden dann doch ohne Hawai, sprich Ananas…
Zutaten:

Vorteig:
90g Weizen 550 (m: T65)
90g Dinkel 1050
20g Roggen 1150
200g Wasser
2g Hefe

Hauptteig:
Vorteig
100g Einkorn-Vollkorn
100g Weizen 550 (m: T65)
16ßg Dinkel 630
1 EL Weizen-ASG (optional)
60ml Milch
1 EL Butterschmalz
130ml Wasser
4g Hefe

Zubereitung

Zutaten für den Vorteig klümpchenfrei verrühren und 2 Std. bei Raumtemperatur anspringen lassen und dann für 10 Std. in Kühlschrank bei 5° stellen.

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 10 – 15 Minuten kneten (ich knete 15 Minuten im Spiralkneter)
Dann den Teig in eine große Schüssel geben und wiederum für 12 Std in den Kühlschrank bei 5° stellen.

Am Backtag den Teig akklimatisieren lassen. Rund wirken und dann lang wirken und in eine gut gefettete Kastenform geben. Bei 32° 90 Minuten zur Gare stellen. Oben einschneiden (oder stippen) und bei 230° 45 Minuten backen. Kräftig schwaden und nach 10 Minuten die Backofentür öffnen und den Dampf ablassen.
Inspiration: Gerd aka Ketex