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Hasenfutter

Dienstag, 4. April 2023

 


Ein bunter Querfeldein-Hasenritt durchs Blog-Archiv. Manches wird sich wiederholen mit dem, was ich euch in der Vergangenheit schon an Boards zusammengestellt habe - siehe dazu *Ostern - Spezial von 2020* oder *Frühlingsgefühle - Spargel & Bärlauch* oder *Das Bärlauch - Spezial ebenfall von 2020* oder *Das Karotten-Spezial von 2013* ( leider zerrissen ist, aber eine Vorstellung gibts ja doch), aber für jene die Ausschau halten, wird dich die ein oder andere kulinarische Inspiration dabei rausziehen lassen - c'est la idée!

 

 

              

 

            


             


             


              

 

 http://salzkorn.blogspot.fr/2011/12/arabische-sinnesfreude-mohrenkroketten.html             

 

              


Hirnaktivität: Osterkuchen Kulich-Kraffin

Sonntag, 17. April 2022

 

Manchmal sind der Habib und ich deprimiert über diese geistlose Zeit - dieser blanke Materialismus, das offene Gegeneinander, diese schrille Disharmonie, die mutwilligen Lügen. Und überall Mitläufer, die den Anstreichern dieser Welt auf den Leim gehen und hinterherdienern. Nährboden für Zwietracht und Misstrauen.

Unvorstellbar, dass wir uns vor noch nicht allzulanger Zeit mit unsere Feriengästen ohne Mietvertrag einig waren: ein Mann/ eine Frau - ein Wort und die Wohnungen waren gebucht. Verbindlich. Ohne Probleme. Hat jahrelang so funktioniert. Wäre heute nicht mehr möglich. Tribe-Mitglieder natürlich ausgenommen. Aber zuviel Ängste liegen in der Luft. Das macht allgemein unsicher. Und müde und gelähmt. Wem kann man noch was glauben?

Das einzige Gegenmittel gegen Ängste, ist sich zu stellen. Ja, bei sich zu bleiben, sich an sich zu halten und für sich zu stehen. Seinen eigenen Sinnen und seiner eigenen Wahrnehmung zu trauen. Die Menschheit hat ihre Kinderschule hinter sich, der Welpenschutz ist vorbei: erwachsen werden ist dran. Und da gilt ganz die Nena-Definition: der erwachsene Mensch ist frei und selbstverantwortlich.

Uhhhargh, da zuckt die Mehrheit zurück. SOOO phantastisch offengelegt von Dostojewski in seinem Meisterwerk *Der Großinquisitor* - nichts überfordert den Menschen mehr als Freiheit. Und Eigenverantwortung. Das ist nun wirklich zuviel verlangt vom Einzelnen.

Wenn ich eines (trittbrettfahrend) von meinem Abenteurer und Wüstendurchquerer gelernt habe, dann dass es ohne Risiko-Bereitschaft und Gottvertrauen nicht geht. Was hat der Habib Geschichten zu erzählen, wie er sich etwa schwer verletzte bei einer Reifenreparatur mit  Springfelgen, fernab jeder Piste, lange bevor es GPS gab - da kann man nicht darauf hoffen, von anderen gerettet zu werden. Da muss man auf anderes zurückgreifen und bauen können. Da braucht es einen gesunden Menschenverstand und gute Führung von oben. Doch Erfahrungen, die dann in Überzeugung münden, muss jeder selbst machen. Sonst muss man glauben - und Glaube vermag zwar manchmal Berge zu versetzen, aber erlebtes Wissen wiegt mehr, denn es verleiht einen festen Stand und öffnet Horizonte.

Deshalb: Jammern nützt nichts, Missionieren bringt nix. Zu Ostern, dem Fest an dem der Sieg des Geistes über die Materie gefeiert wird, habe ich für alljene, die immer strebend sich bemühen zu Geist, Wahrheit und Wirklichkeit vorzudringen, eine neue Entdeckung der Wissenschaft - und zwar konnte erstmalig die Hirnaktivität eines sterbenden Menschen aufgezeichnet werden: *Der Blick in ein sterbendes Gehirn*. Die Beobachtungen decken sich erstaunlicherweise mit den Berichten von Nahtoderlebnissen. Tatsächlich konnte nach dem Tod eine verstärkte Hirnaktivität festgestellt werden und zwar insbesondere eine Konzentration von Gammawellen, die in einem gesunden Gehirn verknüpft sind mit Konzentration, Verarbeitung von Informationen und Abrufen von Gedächtnisinhalten. Nach dem Tod eines Menschen spielt sich also im Gehirn des Toten zunächst einmal noch mehr ab. Da ist noch was, das sich erst später löst. So lernt die Wissenschaft immer mal wieder was dazu, im Gegensatz zum suchenden Menschen, der von seinen individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen sich weiter "schöpft".

Auch Ostern hat nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Körper und Geist. Dem "Geist" sollte man nicht ständig aus dem Weg gehen, sondern öfter mal drüber nachdenken, sofern man Zeit findet trotz Medien, die selbst unsere verblödeten Kleinen langweilen.

Körper und Geist - frohe Ostern!


      


In weiten Teilen von Eurasien scheinen Hefegebäcke zu Ostern beliebt zu sein. Dabei unterscheidet sich vorallem die dargereichte Form - ansonsten ähneln sich die Rezepte ja sehr. Gut, die Gewürze variieren ebenfalls. Ich habe mich an diesem Rezept (bei Youtube drübergestolpert) orientiert: schön unkompliziert aber trotzdem was hermachend. So mag ich das.

Wie ihr das Hefegebäck füllt, obliegt eurer Neigung. Bei uns liegen Gebäcke, die mit Rosinen gefüllt sind - so wie das Original - nicht hoch im Kurs. Aber auch eine Möglichkeit. Oder ihr greift mal wieder auf die schöne Idee des alten Blog-Busters zurück, dem Schuedi. Oder aber ihr füllt diesen Zopf mit Mohn nach diesem Rezept der kleinen Mohnstrudelchen. Eignet sich alles hervorragend. Ich habe mich für eine Mandelfüllung entschieden. Aber die Abwechslung machts...

Eine große Sammlung artverwandter Kulitsch-Paska findet sich aktuell auch gerade bei Zorra und ihrer Synchronback-Gruppe!



Zutaten - eine kleine Kuchenform (Ø16cm):

Vorteig - 10 min anspringen lassen:
80ml 
10g Zucker
18g Hefe (frisch)
20g Mehl

Teig:
Vorteig
330g Mehl
40g Butter, flüssig
1 Ei
1 Eigelb*
ca. 80ml Milch

Füllung:
150g Marzipan
100g geröstete und gemahlenen Mandeln
40g Mandelblättchen
1 Eiweiß
1 EL Mandelmuß
30g Zucker*
1/2 TL Kardamom
1 Orange, Abrieb davon

Zubereitung:

Einen kleinen Hefevorteig ansetzen, dafür alle Zutaten miteinander vermengen und ca. 10 min anspringen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten verkneten (m: Handrührer samt Knethaken dafür verwendet) und den Teig ca. 5-7min geknetet, bis er schön homogen und glänzend ist. Den Teig abgedeckt im Warmen etwa 1 Stunde gehen lassen.

Den Boden der Form mit Backpapier auskleiden, die Ränder buttern und mit Zucker bestreuen. Für die Füllung die Mandeln rösten und dann nicht zu fein mahlen. Mit den restlichen Zutaten gut mischen.

Den gegangenen Teig halbieren. Dann rechteckig auswellen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (ca. 30cm x 25cm). Die Hälfte der Füllung darauf verteilen (m: mit Hilfe von kleinem Löffel und Händen). Von der langen Seite den Teig aufrollen. Die zweite Hälfte des Hefeteiges ausrollen und ebenfalls die Füllung darauf verteilen. Nun die erste Teigrolle auf den Anfang der langen Seite des Teiges setzen und daraus eine größere Rolle rollen. Mit einem scharfen Messer die Rolle halbieren, aber an ihrem Ende 2cm zusammenlassen. Den Strang mit der offenen Seite zu einer Schnecke rollen - so über die Mitte fortfahren aber die letzte Rundung als Etage aufrollen. (klingt irgendwie umständlich - da ist das Filmchen vielleicht echt mal hilfreich). Schnecke in die Form setzen, abgedeckt etwa wieder eine Stunde gehen lassen.

Auf der zweiten Schiene von unten bei 170° (O/U-Hitze) - ca. 35-40 min backen. Gegebenenfalls gen Ende abdecken, damit der Kuchen von oben nicht zu dunkel wird.

Anmerkung m: wer den Kuchen nicht mit Mandeln füllt (und dafür das Eiweiß verwendet), kann im Hauptteig auch zwei ganze Eier verwenden (dann ein Schlückchen weniger Milch nehmen)/ Süßschnäbel sollten für die Mandelfüllung etwas mehr Zucker benutzen - wir mögens nicht ganz so süß/ die Originalfüllung besteht aus 80g weicher Butter und 100g Rosinen; außerdem nimmt sie etwas frischen Orangensaft statt Milch für den Hefeteig

Inspiration: Ellens Kitchen (youtube)


Ostern - Spezial

Donnerstag, 14. April 2022


Schöner als hier bei dem bereits zusammengestellten Ostern - Spezial von 2020 kann ich euch auch heute kein Board präsentieren. Da sind wirklich alle Oster-Leckereien vereint, die ich euch anbieten kann. Wer noch fehlt, ist der Pogne de Romans von letztem Jahr - hiermit ebenfalls verlinkt. Jetzt kann der Osterhase kommen...

Aromatherapie: Frohe Ostern

Sonntag, 4. April 2021


Der Duft einer Mandelbaum-Plantage gleicht einem bunten, prall gefüllten Heißluftballon, der nicht mit Helium sondern mit Süße und Lieblichkeit gefüllt ist und der sich jedem mit einem Schwung über die Nase ergießt, der direkt davor steht. Mehr Rausch kann ein Riechorgan nicht verkraften! Ich war schwer versucht, mich einfach mit ausgebreiteten Armen unter die Bäume zu legen und zu hecheln wie ein Tier.

Aber vermutlich hätte unser Nachbar Max, dem die Mandelbäume gehören, mich dann für verrückt erklärt. Wobei ich noch grüble, ob das nicht die gesündeste Reaktion auf all den Wahnsinn, die Willkür, die Emotionalisierung, die Bedrohung, die Angstmacherei, das Aufeinanderhetzen und die Freiheitsberaubung wäre. Einfach liegen blieben, kurzes Winken, ein letztes freundliches Trapattoni angelehntes *Ich habe fertig* und implodieren.

Das klingt jetzt etwas depressiv, oder? Dabei bin ich nur immer wieder *down*. Und ich finde daran nichts Schlimmes, das freiraus zuzugeben. Mütend nennt es die Zeit. Und auch hier fällt wiederholt das Wort *bleiern*. Das darf man sich als beherrschende Zeitgeist-Stimmung ruhig ins Gedächtnis setzen, wenn später irgendwelche Hamster, die nicht miterlebt haben, wie das Kranke zum Maßstab aller Dinge erhoben wurde, neunmalklug fragen, ja, warum habt ihr denn diese Monate der zusätzlichen Zeit anstelle von Aufräumen nicht für Kreativität genutzt. Tja, weil Mercurius nicht mit Bleigewichten an den Füßen unterwegs ist, deshalb! Morgens kann ich sogar erschöpft aufwachen. Und das obwohl der Garten mich das schwarze Loch vergessen lässt.

Leben als Gegenstromanlage. Das powert auf Langstrecke aus. Sich lebensmüde zu fühlen, kennt wohl jeder, der sein Herz nicht an den Holländer Michel verkauft hat. Reden und sich anvertrauen hilft! (großes Ausrufezeichen!) Selbst professionelle Motivationstrainer - die in solchen Konjunkturzeiten für ihr Buisness ihre Kundschaft wie Rahm abschöpfen dürfte - werden mit ihrem einstudierten *Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus*-Parolen unter Leistungsdruck geraten.

Wir alle haben unsere Päckchen zu tragen. Jetzt mit der C-Kacke kommt für alle noch eines obendrauf. Und dann heißt es *lauf, Forrest, lauf!* (dabei habe ich den Film noch nicht einmal gesehen). Ein Belastungstest, dem meine verweichlichte Generation wenig Puffer entgegenzuhalten haben dürfte. Es lief zu lange in ruhigen Gewässern, da ist die Frustrationsgrenze recht tief angesetzt. Die Vulnerabilität der Psyche und so - ich hatte es davon. Aber ich will hier kein *Mimimi*-Jammerkonzert anstimmen. Wir wissen schließlich auch, schlimmer geht immer: nichts leichter als jedem eine weitere zusätzliche Schippe draufzuschmeißen. Was üblicherweise sonst wirkt, ist der beruhigende Hinweis, dass alles irgendwann vorüber geht. Aber seht ihr das Ende? Ganz ehrlich gefragt: woran zieht ihr euch gerade noch hoch? Was sind eure Phantasien, Wunschvorstellungen, Zukunftsvisionen,  an denen ihr euch aufrichtet?

Dann denke ich: ist Leben nicht allgemein ein Bemühen und Abstrampeln? Das ist doch lediglich die Konsumindustrie, die uns die große Party verkaufen will. *Leben gleicht jener beschwerlichen Art zu wallfahrten, wo man drei Schritt vor und zwei zurück tun muss* (Goethe). Der geschichtliche Aspekt einer Epoche hat noch selten zur Belustigung beigetragen, denn ich vermute, dass der Fun-Faktor von Umweltkatastrophen, Hungersnöten, Wirtschaftskrisen und Kriegen auch nicht sonderlich ist. Die Erde als Ort des Massakers, des Leid, des Elends. Nüchtern betrachtet nicht gerade ein place to bee für Träumer, Partygänger, Schöntuer und Jammerlappen. 

Und dann kommt mir eines meiner spirituellen Vorbilder in den Sinn: der Leibarzt des Dalai Lamas. Fast 30 Jahre seines Lebens verbrachte er in chinesischen Konzentrationslagern, erlebte furchtbare Misshandlungen. Doch er schaffte es Kraft seines Geistes seinen Zorn und seine Wut nie nach außen zu richten, sondern ertrug diese Umstände - wie ich finde mit übermenschlichen Kräften - um sie zur eigenen Bewährung und Läuterung zu verwenden. Abgesehen von all den Wunden, die ihm dabei geschlagen wurden, so blieb ihm allerdings zeitlebens eine tiefe Traurigkeit. Ob nicht gerade Leid, Trauer und Not die entscheidenden Triebfedern sind, um Verbindung zu suchen zu etwas, das größer und weiser ist als man selbst?

Letzte Woche hat mich die Aussage eines kleinen, rumänischen Jungen, der schwer an Krebs erkrankt gewesen war, beeindruckt. Auf die Frage, was er anderen Kindern raten würde, die ähnliches durchmachen müssen wie er, wiederholte er erst nachdenklich den letzten Teil der Frage, wurde sehr ernst, dachte einen Moment nach und antwortete: *Mutig sein, an sich glauben und jeden Tag beten.*

Den Boden, auf dem das eigene Denken fußt und wurzelt, kann jeder nur aus sich selbst heraus schaffen:

*Träume braucht man nicht zu retten*
*Doch* sagt Gräber. *Was denn sonst?*
*Glauben. Träume bilden sich neu*.
(*Zeit zu leben, Zeit zu sterben* von Remarque)

In diesem Sinne, verliert den Glauben nicht: Fröhliche Ostern!





Ostergebäck: Pogne de Romans

Samstag, 3. April 2021


Nach Romans auf den Markt habe ich euch hier schon mitgenommen (du meine Güte, schon 10 Jahre her - ich komme in ein Alter, in dem ich in Jahrzehnten rechnen kann!). Bestimmt sogar mehrfach, denn der Habib und ich sind sonntags sehr gerne an das Städtchen an dem Fluss, der Isère, gefahren. Besonders eine alteingesessene Bäckerei mit einem uralten, riesigen Holzbackofen mitten im Verkaufsraum hatte es uns angetan. Leider gibt es sie heute nicht mehr. Der Habib liebte besonders die dunkelschwarzen Krusten, wie sie nur die Hitze eines Feuers hinbekommt. Und es verleiht den Broten eben auch einen ganz eigenen Geschmack.

Was aber weiterhin Bestand hat und zwar als typisches Spezialität von Romans sur Isère ist die Pogne. Die Tradition des Pogne geht zurück bis ins Mittelalter, wo sie einst auschließlich zu Ostern zubereitet wurde: ein als Couronne gebackener Hefekuchen mit Butter und Eiern. Während der Fastenzeit waren in der Dauphiné Eier verboten, was einer der Gründe war, warum an Ostern viele Gebäcke mit Eiern auf den Tisch gestellt wurden. Heute wird die Pogne das ganze Jahr über gebacken.

Da ich in all den Jahren ein Mal zu oft mit einem französischen Rezept auf die Schnautze gefallen bin, habe ich mir mein eigenes Pogne-Rezept zusammengestellt. Und zwar in dem ich ein verlässlich deutsches mit einem französischen für die Pogne kombinierte. So hielt ich mich an die Teigführung von Meister Dietmar für seinen Osterbrioche, Parfüm (Gewürz) und Form habe ich der regionalen Spezialität des Pogne angepasst - nach Anleitung dieses Blogs. Völlig unverzichtbar ist das fleur d'oranger-Aroma. Die Orangenblüten verleihen dem Hefezopf direkt einen südfranzösischen Touch.

Sehr oft wird die Pogne gebacken mit  Pralines rouges (man kann diese bereits fertig im Supermarkt kaufen, ich habe euch verlinkt zu einem Selbermach-Rezept) -  - so wie ich ihn hier mal in Saoû auf dem foire aux fruits d'hiver fotographierte (tsss, auch schon 10 Jahre her...). Ich ziehe den schlichten Pogne vor.

Mein Pogne hätte durchaus eine noch etwas längere Gare vertragen - was möglicherweise an meiner etwas schlappen Hefe lag, die ihr Verfallsdatum kurz überschritten hatte. In Frankreich sieht man mir das nach: rustikal-romantisch darf hier Handwerkskunst ruhig aussehen. Ansonsten ist die Pogne völlig unkompliziert in der Zubereitung! Setzt ihr morgen früh den Vorteig an, dann könnt ihr für den Ostermontag das Brunch mit einem Pogne starten.

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Zutaten - ein Pogne:

Vorteig - 12-14 Stunden:
60g Weizenmehl (m: T65)
15g Hartweizenmehl (oder feiner - grieß)
90g Wasser
0,5 -1g Hefe*

Hauptteig - 14-16 Stunden:
Vorteig
250g Weizenmehl (m: T65)
50g Rohrzucker*
6g Salz
1 Ei
2 Eidotter (m: von kleinen Eiern)
65g Butter (ca. 8°C)
15g Crème fraîche 
17 g d’eau de fleur d’oranger (Orangenblütenwasser)
18g brauner Rum (optional)
7g Hefe
zum Bestreichen: 1 Ei 



 

Zubereitung:

Vorteig ansetzen, abdecken, bei Raumtemperatur anspringen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.

Für den Hauptteig alle Zutaten miteinander vermengen, 7min langsam kneten und 5min schneller kneten. 20min Teigruhe.

Teig rund formen. Weitere 20min ruhen lassen. Mit dem Finger ein Loch in der Mitte eindrücken und vorsichtig einen Ring formen. Der Außendurchmesser des Pogne sollte 20cm haben. Pogne auf ein rundes Backblech, das mit Backpapier bedeckt ist (etwa der Boden einer Springform) setzen, Pogne zudecken mit Plastik (m: in große Plastiktüte gepackt) und in den Kühlschrank stellen. Die Pogne sollte währenddessen sichtbar aufgegangen sein, aber noch nicht volle Gare erreicht haben.

Nach ca. 14 Stunden den Ofen auf 190° vorheizen.

Den Pogne zwei Mal mit verquirltem Vollei bestreichen. Vier mal (quadratisch) einschneiden.

Fallend auf 180° ca. 35min backen.

*Anmerkung m: Für den Vorteig habe ich einfach einen Krümel Hefe verwendet - meine Waage bekommt 1g nur ungefähr angezeigt/ die Zuckermenge habe ich gegenüber Dietmars Rezept erhöht, im Bezug auf das französische verrringert

Zeitfahrplan: Vorteig morgens um 7 Uhr angesetzt, abends um 19.00 Uhr Hauptteig geknetet, geformt und in den Kühlschrank gestellt. Morgens um 10 Uhr gebacken.

Inspiration: Croquandfondantgourmant und Osterbrioche nach Dietmar   

 

letztes Jahr habe ich euch ein Board zusammengestellt - für alle Kurzentschlossene:

    **** OSTERN-SPEZIAL ****



Ostern 2020 - Desiderata

Sonntag, 12. April 2020


*Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen ruhig zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. 

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer und geringer als du. Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner Pläne. 
 
Bleibe weiter an deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer. Er ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Aber nichts soll dich blind machen gegen ebenfalls vorhandene Rechtschaffenheit. 

Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und überall ist das Leben voll Heldentum. Sei du selbst, vor allen Dingen heuchele keine Zuneigung, noch sei zynisch, was die Liebe betrifft, denn auch im Augenblick aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie Gras. 

Ertrage freundlich und gelassen den Ratschlag der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze. Aber erschöpfe dich nicht in Phantasien. Viele Ängste kommen aus Ermüdung und Einsamkeit. Neben einer heilsamen Selbstdisziplin sei freundlich mit dir selbst.

Du bist Kind Gottes genauso wie die Bäume und die Sterne; du hast ein Recht, hier zu sein. Und, ob es dir bewußt ist oder nicht, es besteht kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du immer von ihm hast. 

Was auch deine Arbeit und dein Sehnen ist, erhalte dir den Frieden mit deiner Seele in der lärmenden Wirrnis des Lebens. Mit all der Schande, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Strebe behutsam danach glücklich zu sein.* 
(Max Ehrmann)


In diesem Sinne einen schönen Oster-Sonntag euch allen!



Feld-Lilie

Ostern - Spezial

Mittwoch, 8. April 2020



Zu Ostern passen viele kulinarische Suchbegriffe. Vorneweg Hefe. Oder Löwenzahn und Bärlauch. Oder alles mit Eiern. Idealerweise habe ich euch in der Vergangenheit bereits einige einschlägige Boards zusammengestellt - sei es dieses mit Karotten oder diese Osterschleckereien I sowie das Osterschleckereien II-Board.

Heute also nochmals ein paar Lieblinge für Unentschlossene: