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Mittwoch, 11. Juli 2012

Nebenher antiseptisch: Tagliatelle con cipelle

Als ich passionierten Foodblog-Leser wurde (was ich immer noch bin), hat mich öfters mal geärgert, dass auf einem Blog von einem Kochbuch erzählt wurde (durchaus begeistert), woraus etwas vorgekocht werden sollte. Und dann wurde zugegeben, dass an dem Ursprungs-Rezept ziemlich (also sehr) gedreht worden war und man nun die eigene Version wiedergeben würde.

Vielleicht lag es mit an meiner Rezepte-Sammel-Manie, aber meist dachte ich, dadurch etwas (das Original-Rezept) verpaßt zu haben. Schließlich wäre es ja eine Möglichkeit, einen kleinen subjektiven Einblick in ein Kochbuch (lüstern ausgesprochen) durch den Blogger zu bekommen. Um niemals nie einen eigenen Leser in beschriebene Situation zu schicken, ja daher halte ich es mustergültig wie Petra, die Original- und eigene Version verdeutlicht.

Ich bin schließlich nicht anders wie alle anderen, sondern ebenfalls ein Rezepte-Schrauber. Damit auch bei mir klar wird, wie ich mitgefummle, kennzeichne ich alles, was ich an Zutaten verändert  oder zugedichtet habe mit *m* für Micha. Heute bekommt ihr meine kerzengerade Konsequenz zu spüren, denn eigentlich ist am Schluß ein völlig anderes Gericht rauskommt. Mais quand même, Ausgangsinspiration war das Buch *Veg-Italia*, aus dem in Kürze eine weitere Pasta folgen wird. Das Rezept war mir gleich aufgefallen, weil die wunderhübschen Frühlingszwiebeln, die es gerade auf dem Markt gibt, darin die Hauptrolle übernehmen dürfen. Ursula Feringo lobt zudem die antispetische Wirkung von Zwiebeln, ihre appetitanregende wie verdauungsfördernde Eigenschaften und viele weitere gute Tugenden... HA, hier ist man sich nicht nur schöner, sondern auch gesünder!

Und weil ich in den begleitenden Blogbuster-Tomaten-Nektarinen-Salat zusätzlich noch etwas Melone gegeben habe, nutze ich die Gelegenheit, wieder auf ihn hinzuweisen. Diesen Salat wird es viele, viele Mal im Laufe des Sommers und der Tomaten-Saison geben wird - mit vielen, vielen kleinen Abwandlungen.
Zutaten:

Tagliatelle:

200g Mehl
2 Eier
2 EL Olivenöl
Salz
100g ungesalzene Butter
(m: 1 EL demi-sel Butter)
450g Zwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
(Rote Zwiebeln aus Tropea/m:. Frühlingszwiebeln)
150g Crème fraîche oder Crème double
(m: 1 EL crème, etwas Sahne, etwas Pastawasser)
(m: 50ml weißer Portwein)
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
eine Prise frisch geriebener Muskat
(m: weggelassen)
1 Bund glatte fein gehackte Petersilie
(m: einige Blätter Zitronenbasilikum)

frisch geriebener Parmesan

200g Tagliatelle

Zubereitung:

Pasta wie gewohnt zubereiten. Hier mit meiner Marcato ausgewellt bis Stufe 6 von 7 und auch mit ihrer Hilfe zu Tagliatelle geschnitten.

Die Butter schmelzen, darin die Zwiebeln bei geschlossenem Deckel und geringer Hitzezufuhr etwa 20 Minuten lang dünsten (m: bei offenem Deckel). Insgesamt etwa 4 EL Wasser zugeben, Zwiebeln nicht braun werden lassen. (m: 1 TL brauner Zucker darüber karamellisieren lassen und mit dem Portwein ablöschen)

Die gedünsteten Zwiebeln pürieren (m: nicht püriert), dann die crème , Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Petersilie darunterrühren; warm stellen.

Die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgießen und zur Sauce geben, gut vermengen. Dazu frisch geriebener Parmesan reichen.

Das ist mein erstes Gericht, mit dem ich am vegetarischen Gemüseregal-Sommer-Blogevent teilnehme.
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