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Montag, 27. August 2012

Eins auf die Keule

Ein Hoch auf alle Zucchini-Keulen. Ja, fast möchte ich behaupten, ich lasse mindestens 1 Zucchini EXTRA so groß werden nur für dieses Rezept. Die wächst nicht unbemerkt unter einem der fächerartigen Blätter schön heimlich so ins Gigantische. Nein, mit ABSICHT so gezogen. Merkt ihr was? Ich lobe, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Richtig, ist nämlich nicht mein Rezept, sondern Roberts, das ich hiermit einleite, und zwar das Wunderrezept für Zucchinikeulen. Die letzten Tage erfinde ich den Kochlöffel definitiv nicht neu. Aber ich bin mir sicher, Marie Curie hatte bei ihren Forschungsarbeiten auch kühler (zumal ich bei meinen Küchen-Forschungen auch gerne am Leben bleiben möchte).

Roberts Rezept habe ich schon an viele, viele Zucchini-Verächter weitergegeben und das Rezept bereits als Blogleser vor meiner Zeit als Blog-Betreiber geliebt.

Ausnahmsweise muß ich ein eigens hier vorgestelltes Siebecksches Rezept nochmals voller schwärmerischer Leidenschaft vorheben: das pürierte Olivenöl-Knoblauch-Kartoffelpüree. Diese daunenkissenartige Konsistenz: wahrlich, ich könnte drinne schlafen. Fast befürchte ich, dass ich ein klein wenig süchtig bin. Und dazu Rouge Barbe - Leben wie Gott in Frankreich!
Zutaten:

1 Keulenzucchini mit Schale*
Salz, Pfeffer, 
Oregano
1 Knoblauchzehe feinst gewürfelt darüber verteilt
geriebener Comté, allenfalls Parmesan
Rahm oder Halbrahm
Butterflöckchen

Zubereitung: 

Riesenzucchetti (eine Keule), falls zu dick,  längs halbieren, mit Schale (verstärkt den Zucchettigeschmack, wird nicht ledrig beim Garen) und,  je nach Verholzungsgrad der Kerne mit oder ohne Kerne, in ca. 2,5-3 mm breite Scheiben hobeln und ziegelartig in Bahnen, relativ dicht aufeinander, auf ein gebuttertes grosses, rechteckiges Blech legen. Pro Blech hat eine halbe Riesenkeule Platz.
Mit den Gewürzen bestreuen, salzen, den Käse und wenig Rahm und ein paar Butterflocken über das Gemüse verteilen.

Für diese Version habe ich die Keule erst als sie dicker wurde halbiert, und die Scheiben vorher aus der ganzen Keule gehobelt, auf Backpapier gelegt und Lage für Lage mit ganz wenig Käse, Oregano und Knoblauch bestreut, bevor ich die nächste überlappende Lage Zucchetti draufgelegt wurde. Wenig Salz, Halbrahm und Butterflocken habe ich dann zum Schluss drüber gegeben.
Ofen auf ca. 250° (U-/O-hitze, Schiene 2) vorwärmen, die Zucchetti während ca. 40 Minuten backen, Ofentüre leicht angelehnt mit einer Holzkelle, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann. Der Ofen soll permanent etwa 225°C  heiss sein (m: gegen Ende runter geschalten)

Die Zucchetti sind dann fertig, wenn Zucchetti, Rahm, die Butter und der Käse weitgehend miteinander verschmolzen und eingetrocknet sind und ein wenig braun-caramellisiert aussehen.

*Anmerkung m: Ganz habe ich meine Keule nicht auf ein Blech bekommen. Dafür haben wir aber alles auf dem Blech zu zweit geschafft aufzuessen.
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