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Samstag, 15. Dezember 2012

180°- Adventskalender: Flechtwerk

Die 180°-Gang ist bekannt für den gehobenen Genuß. Sehr schmeichelhaft mit meiner rustikalen Gartenküche eine Einladung zum zweiten 180°-Adventskalender zu erhalten.  Merci beaucoup liebe 180°-Gang!

Nun, habe ich mir überlegt, während alle in der Adventszeit Plätzchenteller oder die Reihe an schönen Festtagsessen im (kulinarischen) Sinn haben, da möchte ich euch bei dieser Gelegenheit daran erinnern: angereiste Familienmitglieder haben über Weihnachten die Angewohnheit auch zum Frühstück da zu sein. Oder von einer anderen Seite aufgezogen: man kann einen Festtag bereits mit einem schönen Frühstück beginnen.

DIE Gelegenheit nun auch dem Letzten den bloggergeliebten Flechtknopf nahe zu bringen. Nachdem ich mir letztes Jahr Stulpen mit einem für Fortgeschrittene schlichten aber für mich extrem komplexen Flechtmuster (allein die vielen - *hust* zwei - Hilfsnadeln!) gestrickt habe, war mir anschließend sämtliches Flechtwerk leicht suspekt. Nicht, dass sich wieder Kopf und Finger gleichzeitig verknoten. Aber dieser Hefe-Flechtknopf ist ja sowas von harmlos. Kinderspiel. Pillepalle. Kann jeder. Auch jemand, der weder sich noch Töchtern je Zöpfe geflochten hat. Indianer-Ehrenwort!

Und ist das Flechtwerk nicht schön anzugucken? Ich bin mir sicher, ein so schöner Hefeknopf verfehlt seine Wirkung auf dem Frühstückstisch nicht. Möchte ich wetten. Und um beim Frühstück genauso entspannt zu sein wie die ganze Flechterei, taue ich diese Knoten einfach auf (gefroren abends vor dem Schlafengehen rausholen, morgens kurz aufbacken - etwa 10min bei 160°, voilà, wie frisch aus dem Ofen).

Butterhefe-Zöpfchen in der Art werdet ihr auf vielen Blogs finden - und jeder verwendet dafür dann sein eigenes Hefezopf-Rezept. Das sowas von selbsterklärende Filmchen habe ich bei Claudia mitgenommen. Ebenso die Idee, daraus vier kleine Knoten zu wirken. Wobei 1 Knopf zwei Personen gleichzeitig frühstückssatt machen sollte. Beziehungsweise habe ich Fuchs zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und aus einer Hälfte zwei Knöpfe gemacht (zum Einfrieren) und die andere Hälfte für nachmittags einfach orangig-buttrig gefüllt (Füllung s. Rezept), die Zeit, in der wir nun alle Plätzchen futtern.

Ich jedenfalls habe das Frühstück mit den Flecht-Knöpfchen sehr genossen: mir selbst auf die Schulter klopfend, dabei Butter und Marmelade auf meine Scheibe Hefezopf streichend und um mich herum: wohlige Gesichter! GENAU das wünsche ich euch für das 3.Adventswochenende: eine wohlige Stimmung - nicht nur am Frühstückstisch!
Zutaten:

500g Mehl
20g Hefe
75g Butter, weich
1 Ei
1 TL Salz
50g Zucker
240g Milch

Eigelb
1Pr Salz

Füllung:

60g Butter
70g Zucker
Abrieb von 1 1/2 Orangen
1 TL geriebener frischer Ingwer
Zubereitung:

Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. Die weiche Butter mit dem Salz in eine Schüssel geben. Mehl und Zucker ebenfalls hinzugeben und dann die in Milch aufgelöste Hefe beifügen. Den Teig gründlich kneten - mindestens 5 Minuten. Den Teig gehen lassen bis sich das Teigvolumen ca. verdoppelt hat. Dabei das Filmchen zwei Mal angucken (ich habe mir als Hilfestellung das Anfangskreuz auf ein Schmiezettelchen mit in die Küche genommen - dann ja nur noch 1x links rum, 1x rechts rum, Enden aneinanderheften, bündeln, drehen = Kinderturnen).

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in vier gleich große Portionen verteilen. Diese Portionen jeweils zu 4 langen Stränge ausrollen (min. 30cm). Dann die Knöpfe flechten und auf ein mit Backpapier ausgelegem Backblech setzen. Nochmal  etwa 10 Minuten gehenb lassen.

Mit Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 190° C ca. 25 Minuten backen. Sollte der Zopf zu stark bräunen, am besten mit etwas Alufolie abdecken.
 Inspiration: Claudia von Fool for Food
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