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Montag, 17. Dezember 2012

Eskimo-Methode: Kartoffelsuppe mit Wienerle

Winterzeit ist Suppenzeit. Wie bereits öfters erwähnt, bin ich im Sommer kein Freund von Suppen, ja nicht einmal von den in modegekommenen Gazpachos (wobei diese die berühmte Ausnahme der Regel darstellt). Dafür schätze ich zur kalten Jahreszeit, wenn die Nasenspitze samt Ohren binnen kürzester Zeit zapfig gefroren ist, umso mehr das sonst so verpönte, aufwärmende Süppchen.

Ja, die Wärme, die man selbst erzeugen muß, die mag ich am Winter am liebsten. Ofenfeuer. Kerzen. Die schönsten Wintermomente habe ich mit dem Habib unter dem dicken Daunenbett (jetzt artig mitdenken und nicht gleich in die Richtung weiterhüpfen, die jede Fernsehwerbung mit dem Zaunpfahl anzeigt), also Habib und ich unter Daunen gebettet, ich noch mit einer Wärmflasche an den Füßen und gemeinsam trotzen wir im Warmen der Kälte der Welt - hach ist das U-R-I-G. 

Weil nun das wiederum finde ich am Sommer äußerst mäßig, wenn es nachts so heiß ist, dass jedes dünne Lacken bereits zu viel ist, weil es das seichte Lüftchen nicht an einen ranläßt und den tiefen Schlaf fernhält, während man am Bett festklebt.

Also diese Bettkuscheligkeit, die kann nur der Winter. Und bei kalten Tagen kann eine Suppe am Tisch auch was.

Kurz anmerken möchte ich noch zur Kartoffelsuppe, dass ihr Geheimnis nicht zwingend in der genauen Einhaltung der Zutaten liegt, sondern es ist die flotte Lotte. Püriert mir die Kartoffelsuppe bloß nicht mit dem Zauberstab (das wird sonst zum Davonrennen), nein, sie muß passiert werden (nicht besonders fein) und dann ist sie auch ohne Wiener-Würsten (die bei uns in Süd-F übrigens *un francfort* - *Frankfurter* - heißen, tssss....) ein Genuß! 
Zutaten 4P:

1 kg Kartoffeln
2 Petersilienwurzel (ca. 250g)
2 Karotten
1 Zwiebel
1 Stück  Sellerie
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischer Ingwer
1l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
etwas Zucker
Muskat
80ml Sahne
(optional 1 Stück Speckschwarte)

4 Wiener-Würstchen

Zubereitung:

Das Gemüse waschen, schälen und kleinschneiden. Zuerst die Zwiebel in etwas Olivenöl andünsten (Speckvegetarier geben hier den Speck gleich mit). Das restliche Gemüse dazugeben und ebenfalls kurz in der Pfanne anrösten.

Mit der Gemüsebrühe aufschütten und etwa eine halbe Stunde kochen lassen bis das Gemüse sehr weich ist.

Die Suppe mittelfein passieren. Dann zurück in den Topf geben, die Sahne angießen und nochmals aufkochen lassen (sollte die Suppe zu sämig sein, mit etwas Gemüsebrühe verflüssigen).

Vegetarier bereiten als Suppen-Einlage ein paar Croûtons zu, die anderen schneiden die Würsten in dünne Ringe und geben sie zum Erwärmen mit in die Suppe (einige als Deko zum *Auflegen* zurückbehalten). In tiefen Tellern servieren.
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