SOCIAL MEDIA

Sonntag, 4. August 2013

Lavendelhonigeis mit Thymian

Eine der mir am häufig gestelltesten Fragen zum Thema *Lavendelfelder* ist: *Was wird damit gemacht?*. Eine Antwort darauf ist: *Beispielsweise Lavendelhonig*. Da muß ich jetzt gerade grinsen, weil mir mein Bekannter mit dem Spitznamen *Long* einfällt. Der träumte von einem T-Shirt mit folgendem Aufdruck:
2,04m
Nein
Gut

Es waren Antworten, auf die ihm am häufig gestelltesten Fragen auf Grund seiner Körpergröße: *Ey, wie groß bist du eigentlich?* / *Spielst du Basketball?* / Wie ist die Luft da oben?*... Jaja, der Long. Wenn wir als größere Gang abends unterwegs waren, hieß es immer: *Wir treffen uns am Long*. Das waren noch wilde Zeiten...

Alors, neben dem Picodon, dem Ziegenkäse, zählen auch Walnussöl und Lavendelhonig zu den ganz typischen Produkten der Drôme - und sind ein schönes Mitbringsel aus  Südfrankreich.

Würde ich Lavendelhonig jemandem zur lebensersten Verkostung reichen, ich möchte fast wetten, dass er nicht direkt auf Lavendel käme. Und dennoch hat dieser Honig einen ganz eigenen, zarten, milden, cremigen Geschmack. Ich kann mich nicht entsinnen, dass dieser Honig je nicht angekommen wäre.

Vor einigen Tagen hat Julia ein sehr ähnliches Eis gezeigt. Ersetzt man ihren Rosmarin durch meinen Thymian, so kann man dieses Eis auch auf dem von ihr beschriebenen Weg herstellen und muß nicht vorher Urlaub in Südfrankreich gemacht haben - allerdings mit etwas anderem Ergebnis.

Gerne nehme ich dieses Eis als Ausklang zu einem sehr französisch angehauchten Menu (ebenso wie dieses mit den karamellisierten Lavendelblüten). Zuletzt gab es die Lea Linster-Mandel-Hippen dazu, die ich von Astrid aufgegriffen haben - Hippen paßen eh immer toll zu Eis. Was habe ich von einem Gast ein schlonziges Kompliment dafür erhalten: *Es wäre das beste Eis, das er je gegessen hätte.* Da seine Liebste sehr gut kocht, habe ich mich prima davon schmeicheln lassen!
Zutaten:

150ml Milch
200ml Sahne
60g Lavendelhonig
5 Zweige Thymian (m: zur Hälfte Zitronenthymian)
2 sehr frische Eigelb
1/2  TL abgeriebene Zitronenschale
Pfeffer

Zubereitung:

Den Thymian waschen, die Blättchen abstreifen und mit der Milch in einem Topf erhitzen (wer Zeit hat, läßt den Thymian über Nacht sein Aroma an die Milch abgeben)

Den Honig in einer Metallschüssel flüssig werden lassen, die Eigelbe dazugeben und beides schaumig aufschlagen. Die heiße Milch nach und nach unterrühren. Die Masse über einem heißen Wasserbad unter Rühren erhitzen, bis die Masse dickflüssiger wird (wie hier). Nicht zu heiß werden lassen, sonst gerinnen die Eigelbe.

Die Masse in eine Schüssel mit Eiswasser stellen und kalt rühren. Die Sahne steif schlagen und mit der Zitronenschale und 1 Prise Pfeffer unter die Eismasse heben. Das Honigeis in der Eismaschine gefrieren lassen (ersatzweise im Gefrierfach in 4-5 Stunden fest werden lassen, dabei häufig und gründlich durchrühren).
Inspiration: Südfrankreich Küche und Kultur GU
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...