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Sonntag, 14. Dezember 2014

Malloreddus - festlich abgespeckt

Safran gehört bekanntermaßen zu den teuersten Gewürzen und eignet sich somit ideal für festliche Anlässe. Es sich gut gehen lassen, muß nicht einhergehen mit traditioneller üppiger Völlerei. Hier schlage ich euch eine feine wie nicht alltägliche Alternative vor. Mit handgemachten Nudeln - für mich sowieso eine Homage an meine Gäste.

Aus dem Originalrezept des Buches *Die echte italienische Küche* habe ich lediglich die Safrannocken übernommen. Rausgekürzt habe ich vorallem die geräucherte Knoblauchwurst in der Sauce. Ich wollte ja zeigen, wie herrlich eine vegane Hauptspeise sein kann. Ersetzt habe ich die Wurst durch fritierte Kapern. Mein angeschwärmter M. Paulsen meinte hier, dass *die Gäste* einen *lieben* werden, wenn sie eine solche Köstlichkeit vorgesetzt bekämen (selbst als Kapern-Skeptiker). Knuspernde Salzstücken - das macht sich schon gut und ungewöhnlich zu der Pasta. 

Vorbereiten läßt sich alles prima, ja es muss sogar vorbereitet werden, denn die Safrannocken wollen gut 24 Stunden trocknen. Und wart ihr so klug, die Ofentomaten einzuwecken, ist der Rest aus dem Handgelenk geschüttelt. 

Machts euch schön, am Adventssonntag...
Zutaten 2P:

150g Hartweizengrieß (fein)
50g Mehl
1/2 Döschen Safranfäden
ca. 75ml Wasser (evt. plus)
1 Pr Salz

1 Glas ofengeröstete Tomaten
(ersatzweise eine Dose stückige Tomaten)
1 kleine Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
1/2 TL Fenchel, geschrotet
1 Msp Piment
Salz, Pfeffer
Zucker
Sherry

2 EL Kapern in Salz
Rapsöl

Zubereitung:

Die Safrannocken müssen mindestens 1 Tag vorher zubereitet werden. Dafür die Safranfäden in 70ml lauwarmem Wasser auflösen. Den Hartweizengrieß mit dem Mehl mischen, Salz und Safran und soviel  zusätzliches Wasser unterkneten (laut Rezept 2 EL - ich brauchte mehr) bis ein homogner Teig entstanden ist. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 30min ruhen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig in mehrere Portionen teilen und Rollen von etwa 1/2 cm Durchmesser formen. Nun 1cm kleine Stücke davon abschneiden, leicht in Mehl drücken, mit dem Daumen platt drücken und auf ein großmaschiges Sieb (m: feinmaschig). Die Längsseiten nach innen  eindrehen, bis sie sich knapp berühren. Die so geformten Nocken auf ein bemehltes Küchentuch legen und abgedeckt mindestens 24 Stunden lang trocknen lassen.

Für die Sauce die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken. Die Zwiebel in etwas Olivenöl glasig dünsten. Kurz vor Ende den Knoblauch dazugeben, ebenso den Fenchel und weitere 2min braten. Mit einem guten Schluck Sherry ablöschen. Die Ofentomaten untermischen (falls Dosentomaten verwendet werden, müssen die etwas eingekocht werden). Mit Salz und Pfeffer würzen. Und außerdem mit Piment, Harissa und Zucker abschmecken.

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Safrannocken in ca. 15min bißfest garen.

Das Rapsöl erhitzen und die Kapern frittieren (ca. 60 sek.). Mit einem Sieb herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Öl erneut erhitzen und die Kapern ein zweites Mal knusprig frittieren und erneut auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Safrannocken gut abtropfen lassen und auf vorgewärmten Tellern zusammen mit der Sauce und den frittierten Kapern servieren

Quelle: Safrannocken - die echte italienische Küche/ Kapern - Buschi

Kommentare :

  1. Aber natürlich hab ich noch Ofentomaten ;-) und Safran mit Tomaten liebe ich sowieso sehr!
    Wünsch dir einen schönen 3. Advent :-)

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  2. Danke für die Vorlage, die stehen schon lange auf meinem Kochplan, mit Anstoss von Dir rutschen sie auf der Liste weit nach oben.

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  3. Für jemanden, der behauptet, ungeduldig zu sein, hast du aber bewundernswert hübsche Röllchen geformt! Ich hab gestern über deine Linzer Torte gelobhudelt, die ist wirklich ein Hit. Schönen 3. Advent! Dagmar

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Immer wieder bewundere ich deine Geduld beim Nudelnmachen. Wohl auch eine wirkliche Form von Liebe - zum Essen und zu den Bekochten.
    Mir würde diese Soße sehr gut schmecken, denn ich liebe Kapern, vor allem in Kombination mit Tomaten. Aber ich weiß, dass sich daran ansonsten die Geister scheiden - wie an Rosinen auch. :-)
    Einen schönen dritten Advent wünsche ich dir.

    Herzlich, Katja

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  6. @Britta. HA! Die kluge Frau baut vor :) - euch auch einen schönen dritten!

    @Robert: Oh, was werden die Safrannocken bei dir wie geeicht aussehen - ich bin gewiß!

    @Dagmar: Och, die Dinger muß man nur mit dem Daumen zuerst platt drücken, dann aufs Sieb und zusammen. Ein etwas dicker Daumen wie meiner wäre sogar von Vorteil gewesen ;) - und merci bien, Dagmar für die schmeichelnde Linzer-Rückmeldung (find ich ja auch :)

    @Katja: Pasta und Gnocchi sind meine Cupcakes. Und ja, Kapern sind speziell, das stimmt. Aber frittiert sind sie im Prinzip *verfremdet* - euch auch heute, einen schönen dritten Advent, Katja

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  7. Holla die Waldfee :-) Ein Rezept, das ich nicht mal veganisieren muss. Wie schön!! Wie schmeckt Safran? Ich habe noch nie gesehen, wo ich Fäden kaufen könnte. Ist der Eigengeschmack sehr besonders? Kann man es zur Not weglassen oder ersetzen (vielleicht Kurkuma?) ... Wird auf jeden Fall nachgekocht, danke für das feine Rezept (und LOGISch gibt es noch Ofentomaten, in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Heute gerade das "basilikumlastige" verbraucht, das mit der besonderen Süße der Cocktailtomaten etwas ins asiatische geht) ... schmort in der Küche mit Pilz-Paprika-Hackröllchen (vegan) ... in Portweinsoße zu Reis. :-) Dir einen schönen Restadvent!

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  8. Die Form diese Nocken ist wunderschon, Micha, das merke ich mir! Und frittierte Kapern stelle ich mir ebenfalls einfach köstlich vor. Zusammen mit dem Sugo - bitte eine Portion auch für mich ;-).

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