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Sonntag, 26. Februar 2017

Drei in einem: russische Zupfkuchen-Muffins mit Beeren

Viel Bewegung an frischer Luft - sprich Gartenarbeit - macht müde. Um die Batterien nachmittags wieder aufzuladen, buk ich uns was Süßes in Portionen: russische Zupfkuchen-Muffins mit Beeren. Die schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: knusprig schokoladig, saftig cremig und frisch beerig. Eine kleine 360°-Drehung der Zuckerbäckerei, die vollen Akku verspricht.

Nur abends könnte ich dann dennoch mit der Sonne ins Bett. Damit mein (gut gepflegter) Biorhythmus nicht völlig aus den Fugen gerät, habe ich mich wach gehalten mit Filmchen schauen in der 3sat-Mediathek. Und siehe da, ich stolperte über eine mir völlig unbekannte Serie: *der Meisterfälscher*. Zweidreivier Teile sah ich mir also an - und fühlte mich gut unterhalten.

Der Fall Beltracci ging ja laut durch die Medien: ein Maler, der den Kunstmarkt über lange Zeit mit (gelungenen) Fälschungen durcheinander wirbelte. Dabei kopierte er nicht einfach Originale, sondern - dafür braucht es mehr Können - malte im Stile verstorbener Maler *verloren geglaubte* neue Bilder. Eine WinWin-Situation für alle: Geldanleger und vorneweg Händler. Erstmal.

Anhand von musealen Jutesack-Inschriften wie diesen könnte man glauben, der Kunstbetrieb hätte keine Probleme, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, aber zu sehr in die Praxis umsetzen darf man es wohl nicht. Gut, gut, Betrug ist Betrug, eine falsche Unterschrift eben Urkundenfälschung. Da beißt die Maus kein Faden ab. Dennoch kam derart ans Licht, dass in diesem hochpreisigen Kunstbetrieb was faulig mufft - und das sehe nicht nur ich so. Ein Tatbestand, den die Szene Beltracci auch nach verbüßter Haftstrafe nachträgt: für nahezu sämtliche deutschen Ausstellungen hat er Hausverbot.

Ihm selbst zuzuschauen, finde ich erheiternd. Ein bißchen Selbstüberschätzung, ein bißchen schräg, dabei wirklich allerfreundlichst mit seiner Frau... Bereits sein Vater war Kirchenmaler, er selbst malt nun seit 50 Jahren - selbst in seiner Zelle hörte er nicht auf - bref: einer, der malen muß. Sein Handwerk durch Kopien alter Meister zu verbessern, ist übrigens keine neue Idee. Darin übten sich schon Altvordere wie etwa der Malerfürst Rubens. Auf die obligaten Promis, die er in dem Format vor der Kamera malt, hätte ich getrost verzichten können. Weil er sie aber stets in dem Stil eines berühmten Malers porträtiert, gibts immernoch eine kleine Prise Kunstgeschichte obendrauf - wie gesagt: mich hat es wach gehalten... Aber mal ehrlich, den Klimt kann er ja gar nich, oder? Dafür gefällt mir sein Dix.
Zutaten 12 Stück:

250g Mehl
1 Pr Salz
125g Butter, weich
25g Kakao-Pu
1/4 TL Kardamom
120g Zucker
30g Quark
kaltes Wasser

350g Quark
100ml Sahne (oder Eierlikör)
60g Rohrzucker (mit Vanille angesetzt)
2 Eier
30g Speisestärke

150g gemischte Beeren, gefroren

Zubereitung:

Die Zutaten für den Schokoteig sorgfältig zu einem homogenen Teig verkneten, in Folie wickeln und 1 Stunde kalt stellen. Währenddessen die Muffinsform gut buttern.

Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig auswellen und  mit einem Ausstecher von etwa 9cm Kreise ausstechen. Damit die Mulden füllen. Einen Restteig sollte zum späteren Dekorieren bleiben - bei mir etwa 15g pro Muffin.

Die Muffinsform kurz in die Tiefkühle stellen.

Den Ofen auf 180° OU-Hitze vorheizen.

Die Quarkfüllung vorbereiten: dafür sämtliche Zutaten miteinander verquirlen: Quark, Sahne (oder Eierlikör), Zucker, Eier und Speisestärke. Die Füllung auf die 12 vorbereiteten Muffins verteilen - am besten mit Hilfe einer Schöpfkelle. Die Beeren ebenfalls auf die Muffins verteilen, sowie den restlichen Schokoteig.

Für ca. 40min backen - gegebenfalls gen Ende abdecken, damit sie von oben nicht zu dunkel werden.

Aus dem Ofen nehmen, für etwa 15min abkühlen lassen, dann vorsichtig auf den Muffinformen rausholen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.
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