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Montag, 23. Juli 2018

Was dein Herz begehrt [Rezension]


Angefangen hatte alles damit, dass ich dicke Arme machen wollte. Ich wollte schon was raushauen, wenn ich auftischte. Gut, auch traditionelle und typische französische Gerichte wollte ich kochen können, aber vorneweg wollte ich angeben. Und damit auch dem Klischee gerecht werden, wenn andere sagen: *Die kann gut kochen*.

Nach und nach kam das Umdenken (eben ganz mit Milan  Kundera) und die Umsetzung dazu. *Il faut reculer pour mieux sauter* (Man muß zurücktreten, um besser springen zu können). So habe ich nach und nach begonnen an unserer Ernährung zu feilen. Weniger ist mehr: weniger Fleisch, weniger Milchprodukte, weniger weißes Mehl, weniger Zucker... Süßes etwa gibt es immer noch relativ viel bei uns - zumindest verwende ich Rohrzucker - aber der Weg ist das Ziel. Prinzipiell bin ich mit unserer vegetarischen Ernährung mit Hang zur Vollwertküche zufrieden, denn es fühlt sich wohlig an. Nur in Punkto *Rohkost* möchte ich mich noch deutlich mehr strecken. Ein Vorsatz, der in die Tat umgesetzt werden will! Mehr Obst und Gemüse gehen schließlich immer!

Hier kommt Utes und Achims Buch *Was dein Herz begehrt* ins Spiel. Ihren Blog *Nordisch Roh* verfolge ich schon eine Weile und bin fasziniert von ihrer Lebensführung (dazu komme ich noch). *Was dein Herz begehrt* ist also das Buch zum Blog.



Um es gleich vorweg zu schieben: die Rezepte sind Genuß pur! Der Linsensalat, den ich daraus nachgemacht habe, war ohne Untertreibung der beste ever. Ich weiß ja, was den meisten im Kopf rumschwebt, sobald sie das Wort *Rohkost* hören - und genau daraus besteht dieses Kochbuch - sie denken an *Verzicht*! Und: *die esse ja fast nix mehr*. Aber hey, man kann das auch umdrehen. Ich etwa lebe monogam, habe aber nicht den Eindruck, dass ich deshalb auf alle anderen Männer verzichte, sondern ich habe mich lediglich für den besten entschieden... Und wenn vier Kinder derart damit beschäftigt sind, den Mixer auszuschlecken, kann Rohkost SO schlecht nicht schmecken!

In das Buch fließt sowohl Utes Wissen als Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt Rohkost ein, sowie ihre und Achims langjährigen Erfahrungen und Spielereien mit Rohkost-Ernährung. Das Buch ist mit appetitlichen Photos bebildert und mit äußerst praktischer Ringbindung ausgestattet, sodass man sich die Rezepte immer aufgeklappt in die Küche legen kann. Es wendet sich inhaltlich sowohl an Einsteiger, Integrative (wie mich) oder Pros: so finden sich viele Tipps und Erläuterungen (beispielsweise: Sprossentabelle/ Küchenausstattung/ Grundlebensmittel...) und neben Basics inspirieren wirklich ungewöhnliche Rezepte wie Burger, Wraps oder Lasagne. Ganz besonders angetan haben es mir Utes Kuchen - die sehen allesamt zum Reinbeißen aus! Unterteilt ist das Buch in Frühstück, Hauptspeisen, Salate, Suppen, Kuchen, Brot, Desserts, Naschereien, Käse/Quark&Co, Pflanzenmilch, Pesto/Saucen/Dips, süße Auftrische & Saucen, Schokolade, Knabbereien, Eis, Getränke. Das liste ich schon deshalb auf, um die große Bandbreite aufzuzeigen, mit der dieses Buch aufwartet.



Drei Rezepte werde ich euch vorstellen - ich allerdings werde mich mit viel Begeisterung weiter durch das Buch arbeiten. Ja, ich bin *ready for more* (Ein Hochleistungsmixer muß her!)! Fazit: Große Begeisterung! Samt dicker Empfehlung an alle, die wie ich mehr Frische in ihr Leben bringen wollen. Und passen solche Rezepte und neue Erfahrungen nicht gerade super zu Sommer und Hitze?





Herzlichen Dank an Ute und Achim, die mir auf meine Anfrage hin ein Rezensionsexemplar zugeschickt haben - ich bin noch viel mehr in Wallung als vorher...


1 Kommentar :

  1. Oh Micha, da bin ich aber gespannt! Und wenn DU ein Kochbuch empfiehlst, na dann... ;-) Und der Hochleistungsmixer ist bei mir aus der Küche tatsächlich nicht wegzudenken und regelmäßig im Einsatz. Sommerliche Grüße von Hannah

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