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Sonntag, 7. März 2021

Frühlingserwachen: Frühlingssalat mit Löwenzahn und Quinoa


*Warum fotographierst du eigentlich nie den Salat?* fragte der Habib schon oft, weil Salat gibt es fast täglich bei uns. Tja, mache ich ja manchmal. Bei all den Salat-Plus-Gerichten etwa. Aber so riesig unterschiedlich sind meine Salate nicht. Vermutlich lenke ich den Fokus deshalb selten darauf.

Der heutige Salat soll euch in erster Linie dazu animieren, vor die Haustür zu gehen und euch quer Feld ein durch die Natur zu schlagen - viel mehr darf man ja gerade eh nicht machen. Wobei mancherorts jetzt bereits der Wald wohl schon Schaden nimmt durch die vermehrten Ausflügler und Stadtbesucher während des Lockdowns. 

Kinners, ihr solltet euch wirklich konzentrieren aufs Atmen und Arbeiten. Und Überleben und Totstellen. Jetzt auch noch den Wald kapputttrampeln - also ehrlich!

Sorry, aber irgendwie greifen bei mir all Durchhalte-Parolen gerade nicht mehr. Und ich wünschte, ich würde zu all jenen zählen, die an die Allheilsversprechungen der Massenimpfungen glauben können. Aber woher sonst das Lichtlein nehmen? Im Gegenzug würde ich euch ja gerne erzählen, dass sich die Natur dank Lockdown sichtbar erholt. Dann hätte der ganze Mist ja eine positive Kehrseite. Aber zumindest was die Vögel betrifft, kann ich das leider überhaupt nicht behaupten. Und meine Beobachtungen - immerhin aus Frankreichs größtem und ältesten Naturschutzpark -  werden unterstützt von NABU (via Petra). Es zwitschert auffallend weniger in diesem Frühling. Klingt irgendwie symbolisch, oder? Immerhin hört man die Verbliebenen besser, denn es ist nachwievor stiller im Tal als sonst/ früher.

Also legen wir das Augenmerk aufs Unkraut - darauf wollte ich hinaus. Unkraut vergeht schließlich nicht. Und Löwenzahn schießt jetzt allerortens wie Unkraut aus dem Boden. In Frühjahreskuren - schreibt eines meiner Lieblingskräuterbücher *Heilpflanzen der traditionellen Europäischen Medizin* (coucou Robert) darf der Löwenzahn nicht fehlen. Er ist ein Universalreiniger der Bauchorgane, der die Säfte wieder zum Fließen bringt, der die Bauchspeicheldrüse reinigt, Pestizidbelastungen entgegenwirkt und Fettsucht bekämpft. Sprich: bei Winterfettpölsterchen an Hüfte, die man einer Leber/Galle-Schwäche verdankt, ist Löwenzahn die Pfanze der Wahl. Und ich vermute, dass die Leber so mancher diesen Winter mehr zu tun hatte...

Mein Youtube-Algorithmus (Super Sache das) hat mich auf folgenden Kanal aufmerksam gemacht: Buschfunkistan - samt deren neuesten Film *Frühlingserwachen der Wildkräuter*. Mit denen lasst sich doch hervorragend durchs Unterholz robben. Vielleicht reicht euch ja bereits die Theorie. Wenn nicht: Löwenzahn sollte auch an weniger *populären Ausflugsorten* wachsen (also für alle Städter). Alle anderen dürfen mit dem Messerchen gen Garten wackeln und sich selbst davon überzeugen, wie Frühlingserwachen schmeckt.

 

Zutaten 2P:

80g Quinoa
200ml Gemüsebrühe
1 kleiner Kopf Römersalat
1/2 Bund Radieschen
einige Blätter Radieschen-Grün
Ruccola
Löwenzahn
Pimpinelle
1 Avocado*
3 EL Olivenöl
2 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker
 
 Zubereitung:

Den Quinoa in der kochenden Gemüsebrühe aufsetzen und ca. 12-15min sanft köcheln lassen - dabei immer wieder umrühren. Flamme ausstellen und weitere 10min quellen lassen.

Den Salat und die Salatkräuter waschen und trocken schleudern. Salat und Salatkräuter gegebenenfalls etwas kleiner rupfen/schneiden.

Avocado halbieren, entkernen, schälen und klein würfeln. Die Radieschen waschen und auf einem V-Hobel in feine Scheiben schneiden. Salat, Salatkräuter, Avocado und Radieschen miteinander vermengen. Ebenso den Quinoa zufügen

Aus den letzten vier Zutaten eine Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren.

Anmerkung m: ersatzweise Petersilie, Koriander, Minze... - was euer Garten hergibt/ Avocado ist mittlerweile eine der Früchte, die man (leider) nicht zu oft konsumieren sollte: ihr Anbau erfolgt sehr oft unter fragwürdigen Bedingungen.

Inspiration: Essen und Trinken

 

bald auch eine kleine Sensation weil so selten geworden: die Hummel
 

Kommentare :

  1. Auf den Jurahöhen ist noch nichts mit Löwenzahn. Erst der Giersch zeigt sich vorsichtig-grün. Noch weitere 3 Wochen aus Plastikbehältnissen futtern, dann nehme ich deinen Salat als Vorlage. LG.

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    1. Und nachher, Robert, gehts ganz schnell und das Grün drückt und sprießt nur so. Man soll ja die Löwenzahnblätter vor der Blüte ernten - gar nicht so einfach, denn beide erscheinen fast zeitgleich!

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  2. Löwenzahn immer, wenn er so zart und jung ist. Und Giersch, der schaut schon vorsichtig um die Ecke. Da es morgen wieder Schnee geben soll, gönnen wir ihm noch seine Restwinterruhe. GlG Sunni

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    1. Das Frühlingsgrün wird auf dich warten, Sunni, damit du zur rechten Zeit danach langen kannst. Die Natur gibt den Takt vor - wir können nur folgen! liebe Grüße zurück...

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  3. Die Vöglein scheinen so langsam auch balla balla zu werden... Denn hier an der Grenze zwischen (Möchtegern) Stadt und Land gedeihen sie vortrefflich und zwitschern und zwatschern was das Zeuch hält.
    Obwohl es auch hier genug seltsame Ausflügler gibt, welche an sonnigen Tagen wie Völkerwanderungen auftreten...
    Liebe Grüsse nach Frankreich,
    Britta

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    1. Ach zu dir sind alle Vögel hin verschwunden, Britta ;)! Na dann laß dich gut unterhalten - nie machen Vögel mehr Freude als im Frühling!
      ganz viele sonnige Grüße zurück..

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