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Sonntag, 29. Juli 2012

Tarte au citron light

Meine erste Zitronentarte ist mir derart sauer geraten, dass uns beim ersten Bissen das Gesicht entglitten ist. Leider blieb der Schweppes-Ausdruck bei allen mit Kuchengabeln in der Hand erhalten. Anstandshalber haben wir das Stück aufgegessen. Und dann, ich glaube fast, den Rest entsorgt. Die Tarte war schlicht ungenießbar. Aber ich weiß noch, ich hatte einzelne Johannisbeeren im Guß verteilt, wodurch die richtig hübsch gepunktet aussah.

Bon, danach hatten wir erstmal keine Lust mehr auf Zitronentarte. Mittlerweile ist das bestimmt 5 Jahre her und dank einer netten Anfrage, ob ich nicht das ultimative Rezept für eine Tarte au citron wüßte, wurde mein Interesse wieder erweckt. Vielleicht habe ich schlicht *mein* Rezept noch nicht gefunden?

Verständlich, oder, dass ich mich SEHR zögerlich angenähert (gebranntes Kind...) und die Zitronenmenge knallhart halbiert habe. Jaja, denkt nur *Schießer*, macht mir gar nichts. Jetzt weiß ich nämlich, dass SO eine zart zitronige Creme entsteht und ich das nächste Mal ruhig doller auf die Tube drücken kann. Außerdem hatte ich die Menge der Crème halbiert, aber 2/3 des Bodens in einer 23er Form gebacken. Angeschlichen auf Indianerart...

Mit einem kleinen Früchtespiegel wie hier, der genauso wie die Tarte schön gekühlt serviert wird, ein herrliches Amuse Gueule am sommerlichen Nachmittag! Das nächste Mal mit etwas mehr Zitrone...
Zutaten Originalrezept für 1 Tarteform (m: Abwandlungen s.o.):

200g Mehl
50g gemahlene Mandeln
125g Butter
80g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (m: weggelassen und durch Wasser ersetzt)

Guß:
2 große unbehandelte Zitronen
4 Eier
150g Zucker
200g crème double

Zubereitung:

Tarteteig wie gewohnt zubereiten und kühl stellen. Tarteform buttern, Teig auswellen, die From damit auslegen, mehrfach mit der Gabel einstechen und 20 Minuten ins Kühlfach stellen.

Ofen auf 200° vorheizen. Tarteboden mit Backpapier auslegen mit Hülsenfrüchte beschweren und 10 Minuten blindbacken (m: 15 Minuten)

In der Zwischenzeit den Guß vorbereiten: Eier mit Crème und Zucker vermengen. Zitronenzesten und Zitronensaft unterrühren.

Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, Ofen runterschalten auf 180° und nun auf den vorgebackenen Boden den Guß geben und weitere 30 Minuten backen.

Das wäre doch eigentlich schon wieder etwas für den Uwe...

Kommentare :

  1. Köstlich! Nur: was ist light daran?

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    1. light ist vermutlich die anzahl der dafür verwendeten zitronen im gegensatz zum erstversuch. ;)

      micha, das sieht toll aus - ich habe momentan auch große lust auf zitronentarte, ich mag's aber gerne sehr zitronig. sollte ich dann noch eine zitrone mehr nehmen oder meinst du, das wird dann zu sauer?

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  2. sehr feine Tarte - Creme double bekomm ich hier nicht, ich nehm Schlagobers für meine Zitronentarte. Und ich bin viel mutiger als du - ich nehme zweieinhalb Zitronen ;-)

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  3. Was den Säuregrad betrifft, ist Zitrone auch nicht gleich Zitrone. Daran mags liegen.

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  4. @Anonym: Coucou: LESEN! ;O)
    Ein Mal das Originalrezept (Zutaten) ein Mal meine Abwandlung (Text). Dort ist dann beschrieben, wie ich nicht nur die Zitronenmenge reduziert habe im Verhältnis zum Original. Ansonsten: s. Christina....

    @Christina: Hmmm, jetzt gucke ich doch stutzig: bin ich so schwer verständlich? Also, chérie, auch für dich ausführlich:

    Den Tarteteig habe ich für die 23er Form etwa x 0.75 genommen und die Zitronencrème x 0.5. Dabei aber die Menge der Zitronen ZUSÄTZLICH halbiert. Konkrekt: für die Hälfte der Zitronencrème habe ich nur die Zesten und den Saft von einer halben Zitrone genommen. Also light total :O)!

    Was dann selbst mir zu soft war. Ich kann mir das Original-Rezept der Elle à table gut passend vorstellen - selbst für uns, die wirs nicht zu zitronig wollen.

    Bref, daher würde ich wie die Küchenschabe für *extra zitronig* auf 2 1/2 gehen.

    @Uschi: 2 1/2 dann für die, die das Schweppes-Gesicht suchen :)

    @Robert: Mit meiner Erfahrung bleibe ich dabei, mich zitronig ranzutasten. Eben, eben, ist - wie du schreibst - auch keine Zitrone wie die andere!

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  5. ach, wie tönt das doch lecker, ob light oder nicht ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy
    PS. Das wunderschöne Bild der Sonnenblume passt zu meinem Beitrag von morgen!

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  6. Immer noch nicht da! Inzwischen ist das Tiramisu-Eis zu Suppe geworden. ;-) Ich komme besser zu dir. Zitronentarte gehört zu meinen Lieblingen und deine sieht oberköstlich aus!

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  7. PS: Leider kann ich keine Zitronen mitbringen, die Schwemme ist vorbei.

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  8. Mir sind zitronentartes auch schnelll mal zu sauer, ausser so eine koestliche Key Lime Pie aus Meyer Zitronen, die ich leider nicht bekomme. Ich verwende nur den Saft von einer milden Zitrone, dafuer aber viel Zitronenschale, die ich aber blanchiere.

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  9. Hallo - jetzt bin ich aber trotzdem noch verwirrt - füe welche Tarteformgröße ist denn das veröffentlichte Originalrezept gedacht ? Herzlichen Dank OMI, die diesen blog und tarte au citron liebt !

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  10. @Andy: Ich bin gespannt, zu was die Sonnenblume außer Zitronentarte noch paßt ;O)

    @Zorra: Ey, ich warte und ich warte und der Shuttle kommt und kommt nicht. Besser ist wirklich DU kommst ;O). Bis unser Zitronenbäumchen schwemmt, müssen wir noch warten...

    @Eline: Warum blanchierst du die Zitronenzesten? Verlieren sie dadurch nicht an Aroma?

    @OMI: Das Orginalrezept ist für eine normale Tarteform von 28cm ausgelegt. Nur raus mit allen Verwirrungen - hier werden Sie geholfen :)! Und merci für das nette Kompliment!

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    1. Micha,
      die Zesten verlieren an Schärfe, bleiben aber aromatisch. Ich nehme aber reichlich davon, weil ich den Geschmack so liebe. Ich kazfe Zitronen fast nur wegen der Schale ;-)

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  11. Das Reisefieber muss bald, ganz bald eine Pause einlegen. Dann erwacht das Backfieber mit neuen, frischen Kräften. Tarte au citron, oh, Du machst mir den Mund so wässrig ... :) Nun weiß ich, wie mein Ankommen schmecken wird, fein fein! Bises aus dem nordischen Sommer!

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  12. Jetzt muss ich schon wieder einen Beitrag schreiben, wie du siehst, arbeiten wir deine Rezepte nach und nach zügig durch. Die Beschreibungen und die tollen Bilder dazu regen einfach zum Nachmachen an. Wenn dann auch noch der tolle Geschmack dazukommt, gibt es eigentlich kein Halten mehr. Dies war unsere erste Tarte au Citron. Obwohl wir wie immer Dinkelvollkornmehl für den Mürbeteig genommen haben und dieser ja eigentlich etwas mehr Flüssigkeit benötigt, war der Teig sehr klebrig und schwer zu bearbeiten. Wahrscheinlich liegt das daran, dass so viel "gute Butter" enthalten ist. Die Füllung haben wir mangels Creme Double mit Mascarpone gemacht-tres lecker! Allerdings war die Oberfläche nach dem Backen etwas rissig und nicht so gleichmäßig wie auf deinen Fotos. Uns gefällt die rustikale Optik trotzdem. Der Geschmack ist der Oberhammer mit Suchtfaktor, was ist eigentlich "light" an dieser Tarte?

    Grüße Bernd

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