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Sonntag, 11. September 2011

frisiertes Beeren-Törtchen

Manchmal würde ich ja auch gerne mit so einem Festtags-Blog in Erscheinung treten, der diese 3-Wetter-Taft-Ausstrahlung hat: Hamburg, wieder Mal Regen,  perfekter Halt fürs Haar - DreiWetterTaft, Rom die Sonne brennt, perfekter Sitz...

Aber auf dem Land gehts anders zu. Da sitzt die Friese nicht immer. Und die Haare muß man hier auch nicht jeden Tag waschen, wie ein Feriengast mal erheiternd feststellte. Ich bin ein Täglichkocher (man ist, was man ißt), und will damit zum einen und ersten meinen Habib mit verwöhnen, zum anderen die Früchte unseres Gartens verwerten. Wie solls auch anders sein, mein Blog ist also ein Alltagsblog - nich, bitte ein Mal Schneiden-Waschen-Föhnen, sondern Zopf, offen, Zopf, flechten,... Könnt ihr mir folgen? Meine Fotos sind nicht perfekt, dafür esse ich mein Essen warm. Voilà!

Folglich kann ich auch gut mit leben, dass mein Törtchen nicht ganz so wunderperfekt wie Simones geworden ist, die überhaupt ein allerschönstes Blog hat - quasi wie frisch vom Friseur :).  Da es sich um ein Geburtstagstörtchen handelt, mußte das mit dem Foto flott gehen - zumal es sich schnell verändert hat, nachdem es aus dem Kühlschrank genommen und der Ring entfernt wurde.

Geschmeckt hat es ganz traumhaft. Der Schokoboden sifft durch die Quarkmasse übernacht nicht durch und schmeckt schon planko. Auch die Crème mit dem Beerenmus ist für sich ein Gedicht. Danke für das Rezept, Simone, das habe ich nicht zum letzten Mal gebacken! Es war ein gelungenes Festtagstörtchen. Welche Gelatinemenge ich dann nehmen würde, habe ich bei den Zutaten verändert, plus der winzigen Abwandlung der Crème.
Zutaten:

Schokoboden:
90 g Mehl
100 g Zucker
50 g dunkle Schokolade (Valrhona 60%)
40 g Butter
30 g dunkles Kakaopulver ungesüßt (z.B. Bensdorp)
3 g Natron
3 g Backpulver
135 g Milch
1 EL Rum
1 Ei
Prise Salz

Creme:
50 g Crème Fraîche (15%)
300 g Magerquark
100 g Sahne
2 Blatt Gelatine
1 EL Milch
1/2 Vanilleschote, nur die Samen
3 EL Zucker

Beerengelee:
300 g Tiefkühl-Himbeeren (m: frische)
1 EL Cassis
Zucker nach Belieben
1/2 Vanilleschote ohne Samen
1 1/2 Blatt Gelatine
2 Hand voll gemischte frische Beeren

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ei und Zucker schaumig schlagen während Schokolade und Butter im Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten mischen und Rum mit Milch vermischen. Schokoladenbutter unter die Eimasse rühren. Im Wechsel trockene und flüssige Zutaten nach und nach unterrühren. In eine gefettete und bemehlte Springform gießen und ca. 35 bis 40 min bei 180 Grad backen. Stäbchenprobe. 10 min in der Form auskühlen lassen, dann vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen und dann mit einem Konditormesser oder einem langen dünnen Messer (z.B. Brotmesser) einmal durchschneiden, sodass 2 gleichmäßige dünne Böden entstehen. Evtl. an der Oberseite etwas begradigen.

Für die Creme Frischkäse, Quark, Zucker und Vanillesamen gründlich verrühren und etwas stehen lassen, damit sie Raumtemperatur annimmt. Das verhindert, dass später die Gelatine schlieren zieht. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 min einweichen, anschließend in der Milch bei niedriger Hitze auflösen. Vom Herd ziehen und 2 EL Quarkcreme unter die Gelatine rühren. Nocheinmal 2 EL Creme dazu und verrühren. Die Gelatine sollte dadurch abgekühlt sein. Jetzt kann man sie unter die restliche Quarkcreme rühren. In den Kühlschrank stellen bis die Creme leicht andickt (ca. 30 bis 40 min). Zum Schluß die steifgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Einen der abgekühlten Böden gleich essen oder einfrieren. Den anderen in einen Tortenring geben. Darauf die Creme verteilen und glatt streichen. Ab in den Kühlschrank damit die Creme fest wird. Das dauert einige Stunden oder am besten über Nacht.

Wenn die Creme fest ist für das Beerengelee die Himbeeren mit 4 EL Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote im Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen, Brombeerlikör dazu und erhitzen bis die Beeren weich sind. Pürieren und mit einem Gummispatel durch einen feinen Sieb streichen, um die Kernchen zu eliminieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 10 bis 12 EL des Fruchtpürees zurück in den ausgespülten Topf geben und die ausgedrückte Gelatine bei schwacher Hitze darin auflösen. Den Rest des Pürees bewahre ich im Kühlschrank auf und esse es mit Joghurt oder Quark.

Das Beerengelee auf der festgewordenen Creme vorsichtig verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen und mit ganzen Beeren belegen.
Quelle: Simone von Pi mal Butter
Das ist auch was für meine süßen IS-Mädels, heute zu Tisch bei Katrin von lingonsmak - gestapelt zu sehen hier:
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