SOCIAL MEDIA

Freitag, 16. Dezember 2011

Vanillekipferl-Gipfel 2011

Wie? Ihr könnt schon keine Plätzchen mehr sehen? Also habt ihr DIE traditionellen Plätzchen der Regionen mit deutschsprachiger Kenntnis dieses Kontinents bereits gebacken, oder? Vanillekipferl! Pflicht! So geht nun mal Tradition!

Für mich waren Uschis Vanillekipferl, die ersten des Jahres, die mir aber sofort ins Auge gestochen sind. Das schöne Rezept in alter Sütterlin-Handschrift, ihr Plädoyer dafür und die Einigkeit der österreichischen Blogger, dass dieses Rezept TÜV bekommt (ohne Ei), gaben den Rest. Womit sie nicht nur mich überzeugt hat, auch  Miss Boulette folgte dem Familienrezept.

Nun liegt der 3.Advent bereits hinter uns und die Kette der Vanillekipferl-Bäcker dieses Jahr ist lang: es gibt welche bei Zorra, bei Christina, bei Sylvia - und klaro, hat Petra schon längst welche in ihrem Programm, bzw. der FF-Liste.
Es gab sogar völlig selbstlose Vergleichsbackversuche bei Ente auf der Suche nach DEM Rezept. Und Nyhet und Schokozwerg haben Kipferl goes Orient gebacken. Sollte ich bedauerlicherweise jemanden mit seinen Kipferln übersehen haben, dann meldet euch bitte - ich werde überarbeiten/ korrigieren.

So ganz linientreu habe ich es auch nicht geschafft zu bleiben: ich habe die Vanille mit Tonkabohne ausgetauscht - und jetzt nicht steinigen - einen Teil davon in den Teig gegeben. Hat mir gut gefallen und schmeckt wirklich vor. Aber zerbrochen sind so gut wie keine - wie Uschi vorhergesagt hat. Ich werde bei dem Küchenschaben-Rezept bleiben. Und das hochzufrieden! Danke Uschi!
Zutaten:
Vanillekipferl

70 g Walnüsse (Küchenschabe) oder Mandeln (Oma/m), gemahlen
70 g Staubzucker
200 g kalte Butter
180 g Mehl, griffi, Typ 480
(m: Spätzlemehl, doppelgriffig)
100 g Mehl, glatt, Typ 480
(m: T45)
1 Prise Salz
(m: 1/2 Tonkabohnenabrieb)

mit Vanille aromatisierter Staubzucker (m: 1/2 Tonkabohne)
oder Staubzucker mit 3 Pkg. Vanillezucker vermischt

Zubereitung:

Aus Nüssen, Zucker, Butter und Mehl einen Mürbteig kneten und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Backrohr auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig kleine Kipferl formen und ungefähr zehn Minuten backen. Den aromatisierten Staubzucker in eine großen Schüssel geben. Die Kipferl aus dem Backrohr nehmen. Etwa eine Minute überkühlen lassen. Dann ganz vorsichtig einzeln in die Schüssel mit dem Zucker gleiten lassen. Rundherum im aromatisiertem Staubzucker wälzen. 

Die Menge reicht bei mir für drei Backbleche.

Kommentare :

  1. Die Idee mit der Tonkabohne gefällt mir! Ich habe übrigens auch ein bisschen Vanille in Form von aromatisiertem Zucker in den Teig gegeben. Ich mag das. Aber pssst, die Oesterreicher dürfen das nicht lesen ;-)

    AntwortenLöschen
  2. *lach* Zorra, die meisten Österreicher backen nicht mehr selber, sondern kaufen die Vanillekipferl, also ist das nix Dramatisches. ;)

    Ich muss mir dieses Jahr Asche aufs Haupt streuen, weil ich nicht einen einzigen Keks gebacken habe ...

    AntwortenLöschen
  3. Weißt du, das freut mich richtig, dass das Rezept meiner Oma so zu Ehren kommt - und Oma hätte das auch sehr gut gefallen, dass ihre Enkelin ihre Rezepte so in Ehren hält :-)

    AntwortenLöschen
  4. @Zorra: So als Ausgewanderte haben wir Sonderrechte in Traditionen ;)

    @Turbohausfrau: Wie gut, dass du das mit der Asche schon selbst erledigt hast ;O) - aber ich möcht' fast behaupten Vanillekipferl ist was für jedermann!

    @Sara: Es gibt traditionelle Pflicht, die härter ist :)

    @Uschi: Das ist ja auch wünschenswert, dass das Gute sich durchsetzt, WEIL es gut ist.

    Mir macht zudem das Teilen von Rezepten Freude, die ich besonders schätze - insofern kann ich mich gut in dich reinversetzen. Die Kipferl deiner Oma haben alle Ehre verdient!

    AntwortenLöschen
  5. Vanille-Kipferl ... und die Vorweihnachtszeit meiner Kindheit wird lebendig. Meine Mutter hat sie jedes Jahr gebacken und (nicht nur) wir Kinder haben sie geliebt. Danke für deinen Besuch und Kommentar.

    Herzliche Grüße
    MiMa

    AntwortenLöschen
  6. zu blöd, dass blogspot nie autamatische trackbacks sendet. so finde ich die guten sachen immer nur zeitversetzt. ;-)

    Ja, dieses Rezept ist so einfach und so gut. Deine Tonkabohnenidee ist schon notiert - und btw deine Linzertorte-Deko ist wunderschön!

    AntwortenLöschen
  7. @MissBoulette: Haben wir doch gut gemacht, uns an Uschis Rezept zu halten, oder? Das halte ich auch in Zukunft so.

    Und ja, auto wär praktisch - auch in anderen Fällen ;O)

    AntwortenLöschen
  8. die österreicher lesen mit. :)
    und wenn sie etwas selbst backen, dann sind das vanillekipferln.
    da die kipferln schon einige tage in der keksdose durchziehen sollen, um sie mürb und saftig zugleich zu machen, braucht's gar keine vanille im teig. ;-)
    aber wer meint, die vanille muss bei den kipferln hervorknallen gibt's eben in den teig.
    frohe vanillige festtage!

    AntwortenLöschen
  9. @Ente: HA, genau deshalb habe ich auch mein Genick eingezogen. Aber es gab gar keine Haue - außer deine jetzt ;O) Wobei die eher getätschelt war...
    Auch dir frohes Kipferln!

    AntwortenLöschen