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Sonntag, 28. April 2013

gezierter Gewürzkuchen mit Kakao

Eigentlich ist geziert nicht meines. Das meiste von all der Zierrate ist doch was für Stadmädchen. Lippenstift, Lidschatten, Rouge (wie überflüssig in meinem Fall) oder ganz gewaltig schlimm: künstliche Fingernägel! Da jagds mir bereits Schauer alleine bei der Vorstellung über den Rücken! Zwangsläufig muß man mit denen doch wohl alles mit spitzen Fingern anfassen. Das geht auf dem Land gar nicht. Ja, selbst Frisur, leider, zerzauselt im wahrsten Sinne in Windeseile etwa beim Umstechen. Bei Stadtbesuchen kann ich was typen- und artgerechte Frisen angeht, schon mal leicht neidisch einer Frau hinterhergucken - ich Zausel.

Für mich selbst halte ich es ganz mit der Binsenweiseheit: Schönes Kind kleidet alles, häßliches entstellt nichts. Mit dieser Einstellung zur Takelage bin ich bisher gut gefahren. Oder um mal kurz deutlich zu werden: noch war immer ich wichtiger als etwa die Unterwäsche ;)!
Zum süßen Sonntag sollte ja nun aber nicht ich geziert werden, sondern mein Kuchen - ein abgewandelter Familienklassiker. Mit unterschiedlich gefärbtem Puderzucker kann man nämlich ganz hübsche Sachen anstellen - wenn man es denn kann. Ich habe (selbstredend aufopfernd) den vermutlich häufigsten Fehler dabei gemacht (was mein schönes Kind aber, finde ich, nicht entstellt) und den werdet ihr mit meiner Erfahrung nun umgehen. Um mit einem Messer (oder Holzstäbchen) Muster in den Puderzucker zu ziehen, dürfen beide (der normale wie der mit Kakao gefärbte) Puderzucker nicht zu dick angerührt sein. Und ein Mal angerührt, gilt es, zügig zu arbeiten!

Da ich allerdings meinen Puderzucker für eine Kuchenglasur schon immer pi mal Schnauze anrühre, kann ich euch keine Grammangaben machen.

Und auch davon, dass der Kuchen sich beim Backen leicht nach oben wölbt, habe ich mich nicht rausbringen lassen. Nach dem Drehen habe ich ihm seinen *Bauch* etwas zurecht gedrückt - dem schönen Stand zuliebe. Dass der Kuchen lecker ist, muß ich sicher nicht weiter betonen. Das sieht man doch, oder?

Wem nun noch die wirklich hübsche Kuchenschaufel auffällt, den verweise ich direkt auf Mademoiselle Texte, das Fräulein des guten Geschmacks, von wo ich sie - das Schmuckstück - erstanden habe. Vor nicht allzulanger Zeit hat Nina ihren neusten kleinen Salon in ZierratundGold (in diesem Fall ist Zierrat doch meines) zum Lustwandeln und Shoppen eröffnet: Vorwärts
Zutaten für eine kleine Kuchenform von 16cm Durchmesser:

80g Butter, weich
2 Eigelb
130g brauner Zucker
80g Mehl
80g gemahlene Mandeln
120ml Milch
1 Msp Nelke, gemahlen
1/4 TL Kardamom
1/2 TL Zimt
60g Kakao-Pulver
2 Eiweiß
1 Pr Salz

Puderzucker
etwas Wasser
etwas Kakao

Zubereitung:

Ofen auf 170° O-/U-Hitze vorheizen.

Eine kleine Kuchenform buttern und mit Mehl bestäuben.

Die Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Nacheinander die Eigelb unterschlagen. Mehl, Mandeln, Gewürze, Kakao abwechselnd mit der Milch unterrühren.

Den Eischnee mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig mit Hilfe eines Schneebesens unterheben.

Den Teig in die Kuchenform füllen, glatt streichen und auf der 2.Schiene von unten etwa 45-50min (Stäbchenprobe) backen.

20min in der Form abkühlen lassen, dann drehen, Form abnehmen und erkalten lassen.

Puderzucker mit etwas Wasser glatt rühren.

1 EL Puderzucker mit 2 EL Kakao mischen und mit einer geringen Menge Wasser (oder wer hat, Kaffee) glatt rühren. In eine kleine Tüte füllen, eine Ecke abschneiden, sodass man ein kleines Loch erhält und somit eine Spritztülle.

Mit einem Pinsel den normalen Puderzucker auf den Kuchen streichen. Mit der gebastelten Spritztülle anschließend parallele Linien ziehen. Ein Messer (das vor jedem neuen Strich in heißes Wasser gehalten und gesäubert wird/ oder auch ein Holzstäbchen) senkrecht zu diesen Linien durch den Zuckerguß ziehen (vorsichtig, nicht zu tief) - dies jeweils abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen. Oder nach Lust und Laune mamorieren...
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