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Freitag, 7. Juni 2013

Boîte aux lettres 5

Wer meint, da alle Menschen mit gleichen Sinnen ausgestattet sind, müßten sie folgerichtig daher das Gleiche wahrnehmen, der sollte die Insassen eines Busses etwa nach einer Stadtrundfahrt nach ihren Eindrücken befragen. Er wird soviel Geschichten erhalten wie Sitze besetzt waren - vorausgesetzt das Auge wurde nicht durch Band oder Reiseleiter gelenkt.

*Was man halt so im Kopf hat* sagt der Habib gerne und meint damit das zentrale Nervenganglion, das die Fühler ausrichtet.

Sind wir en route dann achte ich gerne auf Briefkästen (oft). Ich mag Briefe. Leider wurde ich nicht in die Epoche geboren, in der man sich noch regelmäßig Zeit für seine Korrespondenz genommen hat. Ich glaube, dass es für das eigene Bewußtsein durchaus hilfreich sein kann, Geschehnisse für ein Gegenüber zu formulieren. Und natürlich ein ganz eigener, intimer Austausch mit einem Menschen ist. Heute schreibt man ins Virtuelle für Viele auf ein Mal. Und dennoch freue ich mich sehr, wenn ich *schöne Post* im Briefkasten haben - an mich ganz alleine adressiert. Und anderen muß es in der Drôme genauso gehen. Sonst würden sie nicht versuchen, genau diesen einen schönen Empfang zu bereiten!

Ach und ob wohl jemand eine Idee hat, zu welchem Briefkasten der Monsieur des letzten Bildes zuzuordnen ist?
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