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Dienstag, 11. Juni 2013

kuscheln mit Mme Lotte: Seeteufel mit Pürre aus Saubohne und Erbse

Der ein oder andere weiß vielleicht noch, dass zwischen mir und der Saubohne eine ganz besondere karmische Verbindung besteht. Gut möglich, dass es deshalb recht einfach für mich ist, eine Beziehung zu ihr herzustellen.

Beim Putzen verbringt man ja so seine Zeit miteinander - kommt sich auf kuscheligem Terrain näher und näher... na, ihr wißt, wie das so läuft. Jedenfalls hat sie mir, Mme Fêve, beim Pulen den ein oder anderen Einblick gegeben in den großen Zyklus aller Lebewesen dieser Erde, den auch sie gedenkt zu durchlaufen. Verläßt sie die Flora, dann wird sie wohl berufen sein, - ist nun auch nicht weiters schwierig, diesen Bogen zu spannen - ihr Gemüsedaunen verlassen, um übergehend in das Reich der Fauna in ähnliche Verhältnisse geboren zu werden. So fiel die einstimmige Wahl derer, die das sagen haben unter Beibehaltung gleicher Prioritäten (gut gebetteter Start) auf ein hüpfendes Tier: das Känguruh. Eigentlich logisch, das alles, oder?

Findet sie gar den Sprung zu einer menschlichen Inkarnation, hat sie mir anvertraut, dann... Aber das quetscht ihr besser selbst aus ihr heraus, wenn ihr sie aus ihrer Hülle drückt... So plaudert es vor sich hin, wenn man einen Haufen Saubohnen zu putzen hat.

Dieses Essen ist herrlich leicht und bringt endlich mal wieder meine große, kulinarische Liebe (Obst zu Herzhaftem) auf den Teller. Auch als Vorspeise kann ich mir dieses Gericht ganz wunderbar vorstellen.

Ach, und glaubt jemandem, der *Saubohne* heißt, nicht alles...
Zutaten:

2 filet de lotte (Seeteufel)
etwas Noilly Prat
etwas Geflügelfond
Abrieb einer 1/2 Zitrone
einige Minzblätte, fein geschnitten
Salz, Pfeffer
700g fêves (Saubohnen)
300g junge Erbsen (m: tiefgefroren)
1 EL Nussbutter
1 handvoll Zuckerschoten
einige Erdbeeren
Holunderblütensirup (m: selbstgemacht)
weißer Pfeffer
Zubereitung:

Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Saubohnen aus der Schale schälen. Die Bohnen kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und die Saubohnen aus ihrer Hülle befreien.

Die Zuckererbsen gipfeln und wenn nötig die an den Seiten der Schoten entlang wachsenden Fäden entfernen. Kurz blanchieren und ebenfalls abschrecken.

1 EL braune Butter erhitzen und die Saubohnen und die Erbsen zusammen kurz darin wenden, etwas Wasser zugeben und bei geschlossenem Topf weich dünsten. Mit dem Zauberstab grob pürieren. Zur gewünschten Konsistenz noch etwas Wasser zufügen. Salzen und pfeffern.

Die Erdbeeren waschen, von ihrem Strunk entfernen und halbieren. Mit etwas Holunderblütensirup und frisch gemahlenem weißen Pfeffer marinieren.

Die Filets nach Gräten durchgehen und gegebenenfalls entfernen. Die Filets kurz in Olivenöl anbraten mit einem Schuß Noilly und etwas Geflügelfond ablöschen und die Zitronenzesten darüber streuen. Anschließend im Ofen bei 70° - 10 Minuten ziehen lassen. Beim Anrichten mit den Minzblättern bestreuen.

Die Zuckererbsen vor dem Servieren kurz in etwas Butter schwenken.

Zuerst das Pü auf dem Teller anrichten, die Zuckerschoten und die Erdbeeren darum verteilen und das Filet auf das Pü setzen. Voilà.
Quelle und Hilfe für die Lotte: Astrid - Arthurs Tochter
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