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Freitag, 16. August 2013

Pasta a la Gios Nonna siciliana

Manche Gerichte sind ganz und gar verwoben mit einem Menschen. Wie diese Pasta für mich, die im Übrigen zu einem der ganz, ganz wenigen Rezepten meines überschaubaren Fundus zählte, die ich als Aussteuer mit nach Frankreich gebracht habe. Wie schon öfters erwähnt, bin ich nämlich erst in Frankreich mit der Küche *aktiv* warm geworden.

Giovanni, Italiener, mit Oma auf Sizilien war ein guter Freund zu WG-Zeiten. Von kleinerer Statur, mit selten herrlich-ansteckendem Lachen, dunklen Locken, und einem kleinen Komplex, ob seines allgemein üppigen Körperhaarwuchses. Völlig unbegründet meiner Meinung nach. Wer so erheiternd Lachen kann, der gleicht damit einiges aus. Auch drei Haare auf dem Rücken.

Und dann hatte er diese italienische Pasta in petto. Ein Familienrezept aus Sizilien. Beeindruckend lässig auf den Tisch zu bringen. Beim ersten Kosten wußte ich: wir werden beieinander bleiben, diese Pasta und ich. Auch als Salat zum Grillen und Picknicken. Ja, in meiner jungen Küche ist sie ein geliebter Sommer-Klassiker.

Original nimmt man hierfür große Muschelnudeln - klassischerweise. Die habe ich allerdings in der Provinz nicht bekommen. Tant pis. Wenn man nach langer Reise wieder durch einen europäischen Supermarkt spaziert, sind Regalschluchten mit verschiedenen Pastaformen regelrecht absurd. 
Zutaten:

200g Pasta (große Muschelnudeln)
300g Coktailtomaten, halbiert
1 Bund Basilikum, grob gehackt
200g gekochte, weiße Bohnenkerne
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
Zitronensaft
Basilikumöl (oder Olivenöl)
Salz, Pfeffer
1 Mozzarella (optional), in kleine Stücke geschnitten

Zubereitung:

Pasta in reichlich Salzwasser al dente garen.

Die Cocktailtomaten waschen und halbieren. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Den Basilikum waschen, trocken schleudern und in grobe Streifen schneiden.

Weiße Bohnen (entweder am Vortag eingeweicht und ohne Salz in reichlich Wasser in 1 - 1 1/2 Stunden weichkochen/ oder bereits gekocht) mit den  restlichen Zutaten (außer dem Basilikum) in einer Schüssel miteinander vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Basilikumöl (oder Olivenöl) sowie Zitronensaft abschmecken. Die heißen Nudeln untermischen. Den Mozzarelle und den Basilikum unterheben.

Diese Pasta schmeckt am besten lauwarm.
Das ist leichte Sommerküche. Best of *leichte Sommerküche* :).

Ohne Wasser kann man keine Nudeln abkochen. Ohne Wasser kann man überhaupt nicht kochen. Geschweige denn leben. Daher nimmt dieses Gericht bei Uwes Wasser-Event teil.
HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

Kommentare :

  1. Sehr lecker! Das wird dem Italiener (ER) bestimmt gefallen. Die Cocktailtomaten brauchen bei mir noch etwas, aber das Gericht kommt schonmal ganz oben auf die Liste :D

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  2. Das klingt nach DEM perfekten Nudelgericht! Wunderbar! Vielen Dank also für das Rezept... das vielleicht auch dem Haarwuchs zuträglich ist???

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  3. Ein ganz wunderbares Rezept. Ohne weiße Bohnen und mit Farfalle-Nudeln gibt es das bei mir im Sommer mindestens einmal pro Woche als sogenannte "Pasta fredda". Macht süchtig! Ein Gericht, das ich während meiner Zeit in Venedig kennen- und lieben gelernt habe. Pasta fredda und ich gehören jetzt schon über 20 Jahre zusammen! ;-)

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  4. Das hört sich wunderbar an! Aber die drei Rückenhaare auf dem Rücken stelle ich mir sehr amüsant vor :)

    Liebe Grüße,
    Mari

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  5. Mir ging es wie dir ich habe erst in der neuen Heimat "richtig" angefangen zu kochen und backen. Und von einer grossen Pastaauswahl träume ich auch und ab sofort von Gios Pasta!

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  6. Ui, wieder ein Verwendungszweck für meine Paradeiser und das Basilikum - beides wuchert vor sich hin! Das Rezept klingt so wunderbar italienisch. Sehr schön!

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  7. Genau die ungekünstelte Sorte Salat, die zur sonnenbeschienenen Mauer im Hintergrund passt.

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  8. ich glaub, bei dir würd das füchslein schon eine zeitlang bleiben — pasta ist das perfekte lockmittel :) (allerdings fängt es mich gleich mit ein ...)
    liebe grüße!

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  9. Dieses Pasta-Rezept muss ich ganz bald vor mir auf dem Teller haben. Vor allem, wenn ich mir das erste Foto anschaue, entlockt es mir spontan einen tiefen Seufzer... wunderwunderschön! die von Dir eingefangene Atmosphäre ist einfach nur zauberhaft.

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  10. @Sandra: Ich kann mir nicht vorstellen, was IHM darin mißfallen könnte ;)

    @Julia: :) - Nebenwirkungen sind mir nicht bekannt. Höchstens spannender Bauch ;)... AHHHH, kennst du meinen Lieblings-Asterix, in dem die Druiden gegeneinander antreten.... mit dem Haarverlängerungstrank :O)

    @Birgit: Das nenne ich eine stabile Beziehung! Aber was könnte man gegen eine derartige Pasta auch haben?

    @Mari: Nun, wir waren befreundet. So nah, dass ich zum genauen Nachzählen gekommen wäre, bin ich nicht gekommen. Etwa drei... plus...

    @Zorra: Ob die Provinz einen an den Herd bringt ;O)?

    @Susie: Das hört sich nach allerbesten Voraussetzungen an: wuchernde Paradeiser (was ein schönes Wort - fällt mir immer wieder auf) und das Kraut des Sommers: Basilikums!

    @Robert: *Ungekünstelt* ist auch eine menschliche Eigenart, die ich sehr schätze!

    @Mme Ulma: Vielen Dank fürs Zuspielen. Dann kann ich mich ja langsam an eine Strategie machen für eine einstweilige Übernahme... gerne im Doppelpack :)

    @Sabine: Oh, merci, liebe Sabine. Ein zauberhaftes Kompliment!

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  11. Ich kann bestätigen: lecker, lecker, lecker! Und die riesigen Muschelnudeln sind auch endlich aufgebraucht. Danke dir und Giovanni.

    Lg, Mari

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    1. Das hat der Gio famos von seiner Oma übernommen, oder? Schön, dass euch die Pasta auch so *Gefühle* macht :)

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