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Donnerstag, 23. Januar 2014

Unterwegs bei den Mayas IV: die Farben der Frauen

Die wunderschöne Trachten der guatemalischen Indigenas haben es mir besonders angetan: Liebe auf den ersten Blick. Verziert mit aufwendigen, kunstfertigen Handstickereien und Webarbeiten ist jeder Huipil ein Unikat. Ob meiner Schüchternheit, Menschen zu fotographieren, sind nahezu alle Bilder auf der Hüfte geschossen. Das erspart mir das oft beobachtete *touristische Abschießen* anderer mit der Kamera - was ich zu allermeist entwürdigend für beide Seiten empfinde. Das Menschengewimmel auf Märkten und einer Fiesta machten es uns dabei leichter, den unbemerkten Moment für uns zu nutzen.

Ob der Faszination wird man nämlich gar nicht fertig mit der Bewunderung für diese handgewirkten Kunstwerke. Irgendwie ähneln sich so viele traditionelle Kleidungen alter Volksstämme. Und was mir dabei immer wieder besonders gut gefällt: Tracht steht den Jüngsten wie den Ältesten gut zu Gesicht. Und es bleibt sich schnuppe, ob Frau baucht oder nicht, große Brust oder kleine Brust-Besitzerin ist, dicke Schenkel oder Streichholzbeine hat. Tracht kleidet einfach gut.

Etwas, das mich schnell zu Schwärmereien verleitet - war ich schließlich nicht umsonst jedes Kinderfasching als Indianerin unterwegs.

Ganz so idyllisch, wie ich es gerne hätte, ist es im Falle der Mayas nicht. Die spanischen Kolonialisten bereits des 16. Jahrhunderts zwangen die guatemalischen Dörfer zur besseren Unterscheidung in unterschiedliche Trachten. Und die Jugend hat bald schon keine Lust mehr auf Traditionen: der amerikanische Kleidungsstil (Fernsehen und Inet inspirieren) setzt sich mehr und mehr durch...
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