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Montag, 30. Juni 2014

Parmesangnocchi mit fêves, ofengerösteten Kirschtomaten und Basilikum

Ganz ehrlich? Es ist bestimmt kein schönes Leben als Gnocchi! All die fiesen Vorurteile! Und das nur, weil es so viele schlechte Gnocchi-Rezepte gibt und zuviele unter uns, an ein genau solches geraten sind, beim allerersten Versuch, Gnocchi selbst zu zubereiten. Es ist nicht fair. Wirklich! Es wird Gnocchi nicht gerecht. Überhaupt nicht.

Stimmt das Rezept, dann rutscht man eine Portion Gnocchi für zwei Personen, pfffff.... VIER Personen auf der linken Gesäßbacke runter. So simpel kann Kochen sein und zwar für jedermann. Zwei Rollen formen (wir reden nur für die Pärchen-Nummer) und in kleine Stücke schneiden - geht schneller als *Autobahn* in Eurythmie zu tanzen... vermute ich. Weltbestes Beispiel Nickys  Ricotta-Gnocchi.

Diese hier zählen zu der etwas raffinierten Variante, weil der Teig und die geformten Gnocchi jeweils gerne eine Ruhezeit benötigen. Zum ersten Mal habe ich die kleinen Stückchen auch über eine Gabel (aus Mangel an einem Gnocchibrett) gerollt. Verspielterweise sieht man das später nicht mehr, aber der Parmesan, mit dem die gekochten Gnocchi zart ummantelt werden, hält dadurch bestimmt besser.

Wie so gerne ist dies ein Gericht, das ich mir aus dem überwältigenden Fundus von Robert (Rezept von 2009) herausgesucht habe. Könnte ich es, ich würde aus Freude über den Freudenteller deinen Namen tanzen, lieber Robert!
Zutaten 2P:  

250 g mehlig kochende Kartoffeln (m: Mona Lisa)
2 Eigelbe (m: von kleinen Eiern)
30-40 g Hartweizendunst (m: Spätzlemehl, etwas mehr als original)
50g fein geriebener Parmesan oder Sbrinz
Salz, Muskatnuss, Pfeffer
Olivenöl extra

Basilikumpesto*
150g dicke Bohnen (fêves)
200g Kirschtomaten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Olivenöl

Salz, Pfeffer, etwas Zucker
Parmesan zum drüberreiben
 Zubereitung:

Die Kartoffeln im Dampfsieb in der Schale gar kochen, gut ausdämpfen lassen. Schälen und durch die Kartoffelpresse drücken, Eigelbe, Hartweizendunst, Parmesan und Gewürze unter die noch warmen, durchgedrückten Kartoffeln mengen.

Wer kein Zutrauen hat, formt von der Masse ein Gnocchi und lässt es probekochen. Ist es zu wenig fest, noch ein wenig Dunst einarbeiten. Den Gnocchiteig 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
 
Den Gnocchiteig auf Hartweizendunst zu Rollen von 1 cm Durchmesser ausrollen, diese in 1 cm Stücke schneiden, zwischen den Händen rund abdrehen und über eine Gabel oder ein Gnocchibrett rollen (m: halte ich nicht aus optischen Gründen nötig, aber vermutlich bleibt der Parmesan so besser haften).

Die Gnocchi in knapp kochendem Salzwasser pochieren, herausheben, abtropfen lassen  und auf ein mit Olivenöl geöltes Kuchenblech geben. Wenig Olivenöl und evtl. etwas griebenen Parmesan draufgeben und die Gnocchi von Hand damit vorsichtig überziehen. Eine Stunde kühl stellen.
 
Blech in einen auf 220°C vorgeheizten Ofen (U-/O-hitze, Schiene 2) geben und 10-15 Minuten backen max. bis die Unterseiten der Gnocchi teilweise leicht hellbraune Bäckchen aufweisen. 10 Minuten vorher bereits ein zweites Blech mit den halbierten Kirschtomaten in den Ofen schieben (bestreut mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, etwas Zucker sowie Olivenöl) und zusammen mit den Gnocchis rausholen.

Inzwischen Saubohnen aus den Hülsen lösen, 1-2 Minuten in kochendes Wasser werfen, unter fliessendem Wasser abkühlen und Bohne für Bohne mit einem Messer aufschlitzen und den grünen Kern herauslösen. Gnocchis anrichten mit den fêves, dem Basilikumpesto und den Kirschtomaten...

*Anmerkung m: einfaches Basilikum aus Blättern, Öl, Salz und Pfeffer
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