SOCIAL MEDIA

Sonntag, 3. August 2014

Die Verhältnismäßigkeit der Mittel - Schoko-Cookies von Daniel Humm

425g Schokolade verteilt auf 20 Kekse - damit sind die Verhältnisse wohl geklärt. Irgendwelche weiteren Fragen? Ich dachte ja, mit den Sablés von Hermé bereits den ultimativen Schokokeks gebacken zu haben. Aber so gehts einem nun mal mit Superlativen: die Limbostange kann sich immernoch in die eine oder andere Richtung verschieben.

Grundeigentlich finde ich Backen ja genau aus dem Grund langweilig, also Süßes backen, also Süßes in der Kategorie, in der ich backe, dass man nur die Zutaten abwiegen muß und vermischen. Fehlt irgendwie unterwegs der Kick.

Den hat Daniel Humm in diesem Rezept extra für mich eingebaut, in dem er die Buttermenge für die Cookies in Eßlöffeln angab. Nun, wer so mit Schokolade um sich schmeißt, wird an der Butter nicht knausern, dachte ich mir beim Zusammenmengen. Und war großzügig.
Eben dieser Tatbestand führte zu meiner ersten wissenschaftlichen Forschungsstudie unter Berücksichtigung folgender Fragestellung: *Wie verändert sich dieser Kekse bei Veränderung der Buttermenge?* Woraufhin jene Cookies bei strenger Einhaltung des Zahlenexperiments von mir (notabene zeitversetzt) drei Mal hintereinander gebacken wurden.  Höre ich ein Raunen, das durch die Menge geht...

Beim ersten Backversuch (dem mit der meisten Butter, s.o.) sind mir die Kekse sehr breit gelaufen und ich mußte sie länger im Ofen lassen. Beim zweiten (siehe Bild 1, 3 und 5) hatte ich gegoogelt, was denn *gemeinhin* unter 1 Eßlöffel Butter verstanden wird (zwischen 12-15g), wodurch die Mengenangabe entstand, an die ich mich bei Backung Nr.2 gehalten hatte. Um die Studie komplett zu machen, wurde desweiteren das Verhalten der Kekse bei dem Mittelwert der Butter beobachtet (s. vorletztes Bild).

Fazit: Am mustergültigsten sind die Kekse (was Optik und Backzeiten angeht ) nach dem gegoogelten Buttermengen. Etwas saftiger finde ich Backversion Nr.3 - und optisch finde ich die ebenfalls hübsch. So oder so oder so: diese Kekse sind der HAMMER (ja, alles groß und fett geschrieben). Allein wegen diesem Rezept braucht man *I ❤ NY* von Daniel Humm*. Unbedingt sogar. Schneller kann man andere und sich schokoladig nicht glücklich backen!
Zutaten (ergibt 20 Kekse) - 2 Bleche*:

250g Zartbitterschokolad (70% Kakaoanteil) gehackt
3 EL Butter, zimmerwarm**
150g Zucker (m: Rohrzucker)
2 Eier
2 TL Vanilleextrakt
30g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
1 TL Salz (m: fleur de sel - unbedingt!)***
175g Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil) gehackt
Puderzucker zum Bestreuen (optional)
Zubereitung:

Den Backofen auf 160° vorheizen. In einer Schüssel über heißem Wasserbad die 250g Schokolade schmelzen. Zum Abkühlen beiseite stellen. In der Küchenmaschine Butter und Zucker mit dem Flachrührer luftig und schaumig schlagen. Eins nach dem anderen die Eier hinzufügen, dann die Vanille, Mehl Backpulver und Salz und anschließend die geschmolzene Schokolade unterrühren. Die restlichen 175g gehackte Schokolade unterheben. Den Teig in Häufchen (die man etwas platt drückt) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, dabei zwischen den Keksen 2-3cm Abstand lassen, da sie beim Backen etwas zerlaufen (bei minimal Butterbeigabe eher weniger). Im vorgeheizten Backofen 10min backen, das Blech nach den ersten 5min drehen. Die Kekse sollten aufgeplatzt sein und leicht glänzen (nur bei minimal Butterbeigabe). Auf dem Backblech auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker besträut servieren.

*Anmerkung m: jeweils die Hälfte des Rezepts gemacht und anstelle von 10 Keksen 12-14 Kekse gebacken/ ** Backversuch Nr.1 für das halbe Rezept ca. 50g Butter verwendet, original Backversuch Nr.2 - 25g und Nr.3 - 35g/*** unbedingt fleur de sel verwenden - die Knuspersalzstückchen sind der letzte Kick!
Quelle: Daniel Humm *I ❤ NY* - mit Dank an den AT-Verlag, der mir ein Rezensions-Exemplar zur Verfügung stellte.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...