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Sonntag, 1. März 2015

Energiezufuhr: Käsekuchen

Beim Richten der Frühbeete muß man aufpassen, dass man nicht vom Fleisch fällt. Mühseliger als das Umstechen ist das Hacken. Immer die gleiche Bewegung. Da brauchts eine Stärkung. Dringend.

Käsekuchen hat mein Körper gerufen. Käsekuchen! Irgendwie urdeutsch. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob Topfenkuchen nicht genauso urösterreichisch ist. Egal. Danach stand mir der Sinn nach den ersten Reihen ausgesäten Erbsen.

SELBSTVERSTÄNDLICH gibt es bereits käsekuchige Rezepte hier: den von Nicky, mit Kirschen und Mohn, als Brownies mit Blaubeeren. Immer und immer und immer wieder gut. Für dieses Mal nahm ich mir diesen hier vor - um jenen dann gründlich umzumodeln. Die Zitronennote durfte bleiben.

Aber ein Boden für eine 24er Form aus 250g Mehl dünkt mir für meinen Geschmack eindeutig zu dick zu geraten. Auch 40% Quark samt 125g Butter sind nichts für Kostverächter. Selbst als gefühlter Leistungssportler. Weshalb wir - gebacken mit etwas weniger Butter - je zwei Stücke verdrückt haben. Vor dem dritten schützte uns allein das gegenseitige vernünftige Zureden!
Zutaten - 26er Springform:
Teig
220 g Mehl
110 g kalte Butter, in Stückchen
40 g Zucker (m: Puderzucker)
1 Prise Salz
1 Ei, Größe M (m: weggelassen*)

Füllung:
750 g Quark (40% Fettgehalt)
1 Päckchen Vanillezucker
130 g Zucker 
(m: 120g Rohrzucker mit Vanille versetzt)*
4 Eier, Größe M
60 g Speisestärke
125 g zerlassene Butter (m: 75g)
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben. Butter, Zucker, Salz und Ei (m: Ei weggelassen - stattdessen etwas kaltes Wasser) dazugeben und mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (m: 200° - sonst bäckt der Boden nicht durch) vorheizen. Die Springform ausbuttern. Für die Füllung in einer Schüssel Quark, Vanillezucker, Zucker, Eier, Stärke, zerlassene Butter und Zitronenschale mit den Rührquirlen des Handrührgeräts verrühren. Mürbeteig ausrollen, die gefettete Springform damit auslegen und einen Rand formen. Die Quarkmasse einfüllen. Form in den vorgeheizten Backofen schieben und den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 45 – 55 Minuten (m: 60 - zudem 10min im ausgeschaltenen Ofen/ abgedeckt nach etwa 30min und TIPP: den Käsekuchen am Rand entlang mit einem Messer 1cm tief eingeschnitten - verhindert das Aufplatzen der Käsemasse) backen.

Wenn der Käsekuchen im Ofen zu sehr bräunt, einfach mit Backpapier abdecken.

Dieses Käsekuchen-Grundrezept kann ganz einfach variiert werden. Lecker schmecken Brombeeren oder Johannisbeeren in der Quarkmasse, aber natürlich auch Rosinen oder Apfelstückchen

*Anmerkung m: das Ei im Boden gibt diesem mehr Stand, ohne wird der Boden aber mürber - ich mag letzteres in aller Regel lieber. Süßschnuten sollten die Zuckermenge mindestens auf 150g erhöhen. Die Temperaturangaben haben bei mir nicht gepaßt - heißer und etwas länger ist ratsam. Bei uns gabs Erdbeercoulis dazu: eingefrorene Erdbeeren, die ich mit Erdbeermarmelade gesüßt habe, püriert und leicht erwärmt - wegen dem schönen Kalt-Warm-Effekt.

EDIT: Gerade bei Helena entdeckt und für eine SUPER Idee befunden: das nächste Mal wird der Boden genauso blindgebacken
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