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Donnerstag, 25. Juni 2015

Festtage III: Verlosung Teeträume - Tomatenwurzelbrot mit Oregano

Mit dem Brotbacken fing alles an. Wenn ich gefragt werde, wie ich zum Foodbloggen gekommen bin, dann weil in dieser Geschichte das Ei vor der Henne war. Zuerst war die Küche und der Garten - anschließend wurde ich zur Bespielerin von beidem.

Ihr wißt ja, ich habs schon mal erzählt: ich hatte Küchensperre. Die war von Kindheitstagen noch als Wirkungsort meiner übellaunigen Mutter belegt. *Wer sich nicht wehrt, kommt an Herd*. Das hatte ich mir hinter die Ohren geschrieben. Und das gleiche Schicksal sollte mir nur über meine Leiche widerfahren.

Tja, und dann kam alles anders. Der Habib, Frankreich und ein Leben in einer gefühlt anderen Zeitzone. Als Kaltmamsell gabs bis dato nur eine Regel: gutes Brot muss sein. Jeden Tag eine warme Mahlzeit lag völlig außerhalb meines Vorstellungsvermögens, beziehungsweise meiner Fähigkeiten. Im Stullenschmieren gehörte ich allerdings zu den Pros. So fing der Ehrgeiz an. Ich wollte uns - wenn sonst schon ein elendiger Nudelabkocher - wenigstens mit gutem Brot versorgen.

Immernoch bin ich dem *Sauerteigforum* dankbar. Mit der Unterstüzung der Mitglieder und vorneweg Marlene buk ich mich durch sämtliche Brotbackfehler. Von Marlene ist auch dieses Wurzelbrot adaptiert - allerdings mit einem kleinen Zeitbeschleuniger - denn ein Tag fehlte mir zum Vorbereiten. Ein großer Crack im Baguette-Backen werde ich nie, das überlasse ich den Meistern hier in F (by the way: wunderherrliche Baguettes zum Niederknien im Netz finden sich bei Brotdoc Björn). Aber mich überkam fürs Beisammensein mit unseren Feriengästen die Lust nach einem Brot *mit Geschmack*. Tomaten-Oregano-Geschmack.

Womit wir bei meiner Werbung rausgekommen wären, Brot selbst zu backen. Wahrlich, ich sage euch: es ist halb so wild. Und oz befriedigend, wenn man in der Lage ist, solche Basics aus dem Ofen zu ziehen. 

Ich freue mich sehr, heute und dafür *Teeträume* als Kooperationspartner gewonnen zu haben. Der Online-Handel begleitet mich seit meinen Anfängen - von dort habe ich meine komplette Grundausstattung. Meine Roggenmalzflocken, bzw. Dinkelmalzflocken beziehe ich von dort. Ja, eigentlich sämtliche Gärkörchen und Formen. Auf meine Standart-1kg-Form, die ich meist benutze, habe ich in meinen Backen mit Sauerteig... my way hingewiesen. Ach, überhaupt: bei wirklich jeder Bestellung ging ich als zufriedener Kunden raus - und ich gehöre zu den komplizierteren, weil machmal müssen Feriengäste auf den letzten Drücker Kurier für mich spielen. Nun, heute darf sich einer unter den Kommentatoren dieses Postes - nämlich die/der den das Glückslos verwischt - 2 Gärkörbe aussuchen sowie eine 1kg-Kastenform - entweder die Gleiche, wie ich besitze, oder in der Edelstahl-Variante. Wenn das nicht Anlaß genug ist, sich mit Sauerteig anzufreunden, dann weiß ich auch nich... Vielen Dank Reinhard fürs Mitspielen!
Zutaten - 3 Stück:

Vorteig - ca. 12-15 Stunden:.
50 g Weizenmehl 812 (m: T80)
50 g Wasser lauwarm
1 g Hefe

Sauerteig - ca. 12 Std. ca. 30°
150 g Weizenmehl 812 (m: T80)
150 g Wasser
10 g ASG Weizen (aufgefrischt)

Hauptteig:
Sauerteig
Vorteig
590g Weizenmehl 550
100g Roggenmehl 1150
18g Salz 

8g Hefe
150g Tomaten, getrocknet, in Öl eingelegt, klein geschnitten
2 El Tomatenmark
3 EL Öl (von den eingelegten Tomaten)
2 TL getrockneter Oregano
ca. 450-460g Wasser 


Zubereitung:

Den Vorteig rechtzeitig. verrühren, abdecken, 1 Stunde beim Raumtemperatur anspringen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Ebenso den Sauerteig vorbereiten.

Am Backtag die Hefe in 400ml Wasser lösen. Sauerteig, Vorteig und das Mehl sowie den Salz miteinander verkneten - etwa 10min. Dann das Tomatenmark, die kleingeschnittenen Tomaten, den Oregano sowie das Öl unterkneten. Weiter kneten, dabei schlückchenweise das restliche Wasser (50-70ml) anschütten, bis der Teig weich ist, aber gut Gluten entwickelt hat (Klebestränge im Teig erkennbar).

Den Teig in eine geölte, große Schüssel geben und direkt 1x Falten. Dann eine Stunde zur Ruhe stellen und 3 weitere Male falten. Den Teig für 5 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Den Ofen auf 250° vorheizen - mit Backstein (m: ohne, mein Lochbackblech verwendet)

Die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30min Raumtemperatur annehmen lassen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und dritteln. Die einzelnen Teigstücke mit beiden Händen 2-3x gegeneinander verdrehen und auf Backpapier legen. Nochmals 30min entspannen  lassen.

Mit Schwaden in den Ofen einschießen. Nach 15min Schwaden ablassen und weitere25-30min backen bei ca. 220-230°. Die letzten Minuten - für die bessere Kruste bei leicht geöffneter Ofentür.

Inspiration: Marlene vom ST-Forum
Teilnahmebedingungen: Wer bis 2. Juli (24 Uhr) hier einen Kommentar hinterläßt, kommt in den Lostopf für die *erste kleine Grundausstattung* bei Teeträume.
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