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Dienstag, 9. Mai 2017

im Mai schwimmende Pasta mit Spargel und Zuckerschoten

Im Mai dreht man dem Garten ein Mal kurz den Rücken zu, um den Unkräutern die Zeit zu geben verstohlen-hinterrücks zu explodieren. Jaja, ich weiß. Das heißt jetzt neuerdings nicht mehr *Unkräuter* sondern *Beikräuter*. Wir nennen unsere Schnecken ja deswegen auch *Beischnecken*... Scherz!

 *Der Hass ist parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr* (JWG). Eben. Versteht mich nicht falsch. Ich habe ÜBERHAUPT nichts dagegen, wenn sich die Schnecken dieser Welt in anderen Gärten an fürsorglich hochgezogenem Babygemüse-Stängeln satt laben. Gar nichts. Oder wenn der einnehmende Efeu außerhalb unseres Gartens umrankt, was ihm in die Quere kommt. Die Brombeeren mit ihren Stacheln dort nach allem stechen und der Schlingenknöterich mit seinen Tentakeln da Rodeo spielt. Wirklich. Da bin ich sowas von tolerant. Regelrecht schmerzfrei. Erde ist die ganz große Spielwiese. Alle haben sie ihre Daseinsberechtigung. Nur halt nicht in meinem Garten.

Ich wiederhole mich bestimmt, aber ich kann es gar nicht oft genug sagen: der Garten ist für mich ein Großmeister der Lebensphilosophie. Er lehrt mich so viel - einfach über die Symbolik. Und ich meine jetzt nicht den üblichen *Unkraut vergeht nicht* - Kalauer. Nehmt die Unmitbeikräuter. Selbstfürsorge ist die oberste aller menschlichen Aufgaben. In einem abstürzenden Flugzeug herrschen die gleichen Bedingungen wie außerhalb: zuerst muß ich Luft zum Atmen bekommen, DANN kann ich auch anderen helfen. (Ansonsten, iss klar, ist man zu gar nix zu gebrauchen). Deshalb ist es wichtig, ja lebenswichtig, darauf zu achten, wen ich in meine Peripherie lasse. Nich, ihr wißt schon, das olle Ding mit Trau-Schau-Wem!

Nun, die *herbes aromatiques* schießen gerade ihrer Art nach ins Kraut, wieso nichts näher liegt, als Pesto stets griffbereit im Kühlschrank stehen zu haben. Warum man sich Pesto kauft, erschließt sich mir nicht. Kräuter zusammen mit Öl in einen Mixer zu werfen, müßte selbst für Küchenlegastheniker möglich sein. Ich habe uns zusätzlich etwas Gemüse unter die Nudeln gemischt. So blieb dennoch neben dem Kochen genug Zeit zum Unkrautjäten
Zutaten 2P:

180g Pasta 
400g grüner Spargel
100g Zuckerschoten
1 Grün einer Frühlingszwiebel, in Röllchen geschnitten
2 EL (großzügig) Frühlings-Paste*
2 EL Mandeln*, geröstet, gemahlen
2 EL Parmesan, frisch gerieben
Olivenöl
Pfeffer,
Piment d'Espelette
(optional: etwas Zitronenschalen-Abrieb)

Zubereitung:

Die Frühlingspaste habe ich bereits hier beschrieben. Dafür könnte ihr alle Kräuter nehmen, die eßbar sind, auf die ihr Lust habt und an die ihr dran kommt. Für das klassische Pesto gebe ich noch Nüsse dazu (auch hierfür habt ihr freie Wahl: Walnüsse/ Pinienkerne/ Haselnüsse...) frisch geriebenen Käse und ordentlich von dem guten Olivenöl. Zum Mixen der Kräuter nehme ich entweder Sonnenblumenöl oder Rapsöl - Oilvenöl kann beim Schreddern mit den Kräutern Bitterstoffe entwickeln (deshalb gebe ich es erst anschließend für mein Pesto hinzu)

Von dem grünen Spargel die Enden abschneiden, das untere Drittel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Dann im Spargelsud (hier zuletzt erwähnt) garen. Die Zuckerschoten gipfeln und von ihrem Faden befreien - in Streifen schneiden. Die letzten zwei Minuten zu dem Spargel geben.

Parallel die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen. Die Nudeln abgießen, dabei etwas von dem Nudelwasser auffangen. Gemüse, Pesto und Nudeln alles miteinander vermengen und mit Olivenöl und Pastawasser eine gefällige Konsistenz herstellen. Nochmals abschmecken mit Salz, Pfeffer und Piment, dann mit Parmesan bestreut servieren
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