Dienstag, 23. August 2011

Sansibar-Pizza

In Südfrankreich ist gerade derart heiß, dass es fast an Sansibar rankommt. Sansibarklima geht etwa so: den Föhn auf höchste Stufe stellen und ihn sich genau vors Gesicht halten. Ich war die erste Woche eine wandelnde Pfütze. In Paris noch mit Mütze auf den Kopf in Flieger und in Sansibar Town in der Sauna ausgestiegen. Klagen auf hohem Niveau - deutsch halt ;)

Wie herrlich waren in der pittoresken Altstadt von Stonetown die Abende. Da wir von dort nach Tansania mit der Fähre übergesetzt sind und auch von der Insel wieder zuückgeflogen sind, war Sansibar Town öfter unsere Stadtion. Und als wir dann wußten, wie der Hase rennt, war mein liebstes das Abendessen nach Sonnenuntergang auf dem Forodhani. 

Einfache Händler boten jeden Abend in einer neuangelegten Gartenanlage kleine Köstlichkeiten feil, die auch im Budget der Einheimischen waren. Frisches aus Meer und Garten. Und sie zollen  dem ständigen Stromausfall Tribut, denn nur Edel-aufwärts hat einen Stromaggregator (siehe LaVacheQuiRit). Für mich war die Sansibarpizza, die es auch als Fleischvariante mit durchunddurchgraugebratenem Hack gab, schnell Kult. Dabei auf einem sonnenwarmen Stein sitzen und den Kindern zugucken, wie sie bis in die Dunkelheit nicht müde wurden vom Kai ins Wasser zu springen. Heimisch im Urlaub!

Heute backe ich euch die Pizza nun orginal nach, aber dann ist der Phantasie, was das Füllen angeht, freien Lauf gelassen. Denn der knusprige Teig (das Chapati kennt ihr bereits) mit der Gemüsefüllung zeigt sich auch mit anderem Käse und Gewürzen als äußerst gefällig - auch in kleinere Päckchen gepackt und gebraten.
Zutaten 2 Pizzen:

2x Teig Chapati
2 Tomaten
1 Paprika
1 Zwiebel
2 Eier
2 LaVacheQuiRit
Salz/ Pfeffer

Öl für die Pfanne
Zubereitung

Den Teig wie für die Chapatis miteinander vermengen, dann aber anders weiterverarbeiten (ohne Rillen, Rollen, Schneckennudelgedöns). Den Teig ruhen lassen.

Die Zutaten für die Füllung ganz fein hacken und das Gemüse miteinander vermischen.

Den Teig halbieren und zu Kugeln formen. Für eine Pizza etwa ein Viertel von einer Teigkugel abnehmen. Zuerst den kleineren Teil so dünn wie möglich ausrollen.

Am besten eignet sich dafür eine geölte Edelstahl- oder Grantitfläche. Wer dies nicht hat, nimmt wie ich ein Tablett. Dieses benutze ich auch, um meinen Brotteig zu falten. Die Arbeitsfläche leicht einölen und den Teig mit den Fingern auf der Platte dünn ziehen.
In einer Pfanne Öl erhitzen und darin diese dünne Teigplatte von beiden Seiten zart Farbe annehmen lassen. Währenddessen den anderen Teil der Teigkugel ebenfalls so dünn wie möglich rund ziehen. Die kleinere Teigplatte wird dann mittig darauf gelegt (s. Foto), sie dient als Stabilisierung. 

Die Gemüsefüllung darüber häufen und den Käse darauf verteilen Das Ei darüber schlagen und mit dem Gemüse mischen. Salzen, pfeffern und den Teig nach oben zuklappen. Mit der stabileren Seite beim Braten anfangen, dann wenden und die andere Seite ebenfalls knusprig braten.

Mit Salatdeko, meist Tomate, Gurke und Petersilie und etwas Ketchup  (orginal nur mit dem von der Marke Petang ;) servieren.

Kommentare:

  1. danke danke danke!
    muss ich unbedingt ausprobieren!

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  2. @Anonym: Da war wohl noch jemand anderes auf dem Forodhani zum Abendessen ;)

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